Eine Tapetenbordüre ist eine einfache und zugleich wirkungsvolle Möglichkeit, Wände optisch aufzuwerten, vorhandene Tapeten zu ergänzen oder einzelne Bereiche eines Raumes gezielt hervorzuheben. Im Gegensatz zu einer vollständigen Tapete wird eine Bordüre lediglich als schmaler Streifen angebracht. Dadurch lässt sich die Raumwirkung bereits mit vergleichsweise wenig Material deutlich verändern. Je nach Muster und Position kann eine Tapetenbordüre einen Raum strukturieren, unterschiedliche Wandfarben miteinander verbinden, einen Übergang zwischen zwei Tapeten schaffen oder als dekoratives Gestaltungselement eingesetzt werden. Besonders beliebt sind Bordüren in Kinderzimmern, Wohnräumen, Küchen und Schlafzimmern, da sie ohne vollständige Renovierung einen sichtbaren Akzent setzen können.
Die Auswahl reicht von schlichten einfarbigen Bordüren über florale Muster, geometrische Designs und klassische Ornamente bis hin zu Tiermotiven, Comicfiguren oder kindgerechten Themenwelten. Ebenso unterscheiden sich die Produkte hinsichtlich Material, Breite und Befestigungsart. Während klassische Bordüren mit Tapetenkleister angebracht werden, verfügen selbstklebende Varianten bereits über eine Klebeschicht und können häufig direkt auf geeignete Untergründe geklebt werden. Zusätzlich gibt es Vliesbordüren, Papierbordüren und Modelle mit besonders widerstandsfähiger Oberfläche für stärker beanspruchte Räume.
Beim Kauf sollte deshalb nicht ausschließlich das Design berücksichtigt werden. Entscheidend sind ebenso die Beschaffenheit des Untergrunds, das Material der Bordüre, ihre Maße, die Verarbeitung und die spätere Entfernbarkeit. Eine ungeeignete Bordüre kann auf strukturierten Tapeten schlecht haften oder sich an den Kanten lösen. Umgekehrt können stark haftende Klebefolien empfindliche Oberflächen beim Entfernen beschädigen. Dieser ausführliche Ratgeber erläutert, welche Arten von Tapetenbordüren angeboten werden, welche Vor- und Nachteile sie besitzen, welche Alternativen infrage kommen und worauf bei Auswahl, Anbringung und Pflege besonders geachtet werden sollte.
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Was ist eine Tapetenbordüre?
Eine Tapetenbordüre ist ein schmaler dekorativer Wandbelag, der ähnlich wie eine Tapete verarbeitet wird, jedoch nur einen begrenzten Streifen der Wand bedeckt. Typische Bordüren sind mehrere Zentimeter breit und werden auf Rollen verkauft. Sie können waagerecht entlang einer Wand verlaufen, einen bestimmten Bereich einrahmen oder zur optischen Trennung unterschiedlicher Wandgestaltungen verwendet werden.
Eine häufige Anwendung ist die Platzierung ungefähr auf halber Wandhöhe. Dadurch lässt sich beispielsweise eine dunklere Wandfarbe im unteren Bereich optisch von einer helleren Farbe im oberen Bereich abgrenzen. Ebenso kann eine Bordüre direkt unterhalb der Zimmerdecke angebracht werden. In dieser Position wirkt sie wie ein dekorativer Abschluss und kann insbesondere bei klassischen Mustern einen interessanten Rahmen für den Raum bilden.
Im Kinderzimmer werden Tapetenbordüren häufig eingesetzt, um Motive wie Tiere, Fahrzeuge, Sterne oder Fantasiefiguren in die Raumgestaltung einzubinden. Der Vorteil besteht darin, dass nicht sämtliche Wände mit einer auffälligen Motivtapete versehen werden müssen. Stattdessen kann eine eher neutrale Wandfläche durch einen schmalen Motivstreifen ergänzt werden.
Auch auf bereits tapezierten Wänden können Bordüren verwendet werden. Dabei muss jedoch geprüft werden, ob der Untergrund ausreichend eben und tragfähig ist. Stark strukturierte Raufaser oder grobe Prägetapeten können die Haftung beeinträchtigen. Besonders selbstklebende Modelle benötigen normalerweise eine möglichst glatte, staubfreie und trockene Oberfläche.
Vorteile und Nachteile einer Tapetenbordüre
Vorteile
Ein großer Vorteil einer Tapetenbordüre ist der vergleichsweise geringe Aufwand. Eine komplette Wand neu zu tapezieren oder zu streichen erfordert deutlich mehr Zeit und Material. Mit einer Bordüre kann dagegen bereits ein kleiner Eingriff eine sichtbare Veränderung bewirken. Dadurch eignet sie sich gut für Menschen, die einen Raum optisch auffrischen möchten, ohne vollständig zu renovieren.
Ein weiterer Vorteil besteht in der großen Designauswahl. Tapetenbordüren sind in nahezu allen Stilrichtungen erhältlich. Moderne geometrische Muster passen zu minimalistischen Einrichtungen, während florale Ornamente oder klassische Muster traditionelle Räume ergänzen können. Für Kinderzimmer gibt es zahlreiche Motive, die sich an Alter und Interessen des Kindes anpassen lassen.
Auch zur Raumgliederung sind Bordüren praktisch. Sie können den Übergang zwischen zwei Wandfarben oder Tapeten kaschieren und gleichzeitig dekorativ betonen. Dadurch lassen sich Bereiche optisch voneinander absetzen, ohne bauliche Veränderungen vorzunehmen.
Selbstklebende Tapetenbordüren ermöglichen zudem eine besonders einfache Verarbeitung. Es wird kein separater Kleister benötigt und die Bordüre kann direkt von der Trägerfolie auf die Wand übertragen werden. Bei kleinen Projekten spart das erheblich Zeit.
Nachteile
Ein Nachteil besteht darin, dass die Haftung stark vom Untergrund abhängig ist. Auf rauen oder staubigen Flächen können sich die Kanten lösen. Selbstklebende Bordüren funktionieren besonders zuverlässig auf glatten Wänden, Möbeloberflächen oder entsprechend geeigneten Tapeten.
Bei klassischen Papierbordüren ist dagegen Kleister erforderlich. Werden Klebermenge und Einweichzeit nicht richtig gewählt, können Blasen, Falten oder offene Nähte entstehen. Gerade lange Bordürenstreifen müssen möglichst gerade angebracht werden, damit kleinere Abweichungen nicht über die gesamte Wand sichtbar werden.
Auch das spätere Entfernen kann problematisch sein. Einige selbstklebende Produkte hinterlassen Kleberückstände oder lösen Farbe von schlecht vorbereiteten Wänden. Klassisch gekleisterte Bordüren können wiederum mit der darunterliegenden Tapete verbunden sein und diese beim Ablösen beschädigen.
Tapetenbordüren Bestseller Platz 2 – 4
Welche Arten von Tapetenbordüren gibt es?
Selbstklebende Tapetenbordüre
Selbstklebende Tapetenbordüren gehören zu den besonders einfach zu verarbeitenden Varianten. Auf ihrer Rückseite befindet sich bereits eine Klebeschicht, die durch eine Schutzfolie abgedeckt ist. Für die Montage wird die Folie schrittweise abgezogen und die Bordüre auf den vorbereiteten Untergrund gedrückt.
Der große Vorteil liegt darin, dass kein Tapetenkleister angerührt werden muss. Dadurch eignen sich solche Bordüren gut für kleinere Renovierungsarbeiten und für Nutzer ohne große Tapeziererfahrung. Wichtig ist allerdings ein sauberer und möglichst glatter Untergrund. Staub, Fett oder starke Unebenheiten können die Haftung deutlich reduzieren.
Bei der Verarbeitung sollte die Schutzfolie nicht sofort vollständig entfernt werden. Sinnvoller ist es, nur einen kleinen Abschnitt freizulegen und die Bordüre nach und nach anzudrücken. Dadurch lässt sie sich leichter gerade ausrichten und das Risiko von Falten wird reduziert.
Papier-Tapetenbordüre
Papierbordüren ähneln klassischen Papiertapeten. Sie werden mit einem geeigneten Tapetenkleister verarbeitet und müssen je nach Produkt zunächst eingekleistert und eine bestimmte Zeit eingeweicht werden. Anschließend werden sie vorsichtig auf die Wand aufgebracht.
Diese Variante ist häufig preiswert und in einer besonders großen Auswahl an Motiven erhältlich. Papier ist jedoch vergleichsweise empfindlich gegenüber Feuchtigkeit. Deshalb sollte eine Papierbordüre nicht ohne Weiteres in Bereichen verwendet werden, die regelmäßig hoher Feuchtigkeit ausgesetzt sind.
Beim Anbringen muss auf die richtige Einweichzeit geachtet werden. Wird Papier zu kurz eingeweicht, kann es sich später an der Wand ausdehnen. Eine zu lange Einweichzeit kann dagegen die Verarbeitung erschweren und das Material empfindlicher machen.
Vliesbordüre
Vliesbordüren sind meist einfacher zu verarbeiten als klassische Papierprodukte. Bei vielen Vliesmaterialien wird der Kleister direkt auf den Untergrund aufgetragen. Anschließend kann die Bordüre trocken in das Kleisterbett eingelegt werden.
Vlies ist dimensionsstabil und verzieht sich während der Verarbeitung nur wenig. Dadurch lassen sich längere Bahnen meist leichter ausrichten. Auch beim späteren Entfernen können Vliesprodukte Vorteile bieten, sofern Untergrund und verwendeter Kleber entsprechend geeignet sind.
Aufgrund ihrer guten Verarbeitungseigenschaften sind Vliesbordüren besonders interessant, wenn Wert auf ein sauberes Ergebnis und eine möglichst unkomplizierte Montage gelegt wird.
Tapetenbordüre fürs Kinderzimmer
Kinderzimmerbordüren unterscheiden sich vor allem durch ihre Motive. Tiere, Fahrzeuge, Dinosaurier, Prinzessinnen, Sterne, Weltraummotive, Waldtiere oder andere kindgerechte Designs sind weit verbreitet. Dadurch lässt sich das Zimmer an die Interessen und das Alter des Kindes anpassen.
Ein praktischer Vorteil besteht darin, dass die Wände selbst relativ neutral bleiben können. Ändern sich die Interessen später, kann die Bordüre ausgetauscht werden, ohne zwangsläufig den kompletten Raum neu zu tapezieren.
Bei Produkten für Kinderzimmer sollte besonders auf Materialqualität und eine geruchsarme Verarbeitung geachtet werden. Frisch angebrachte Klebstoffe sollten gut auslüften können.
Florale Tapetenbordüre
Florale Bordüren verwenden Blumen, Blätter, Ranken oder andere Pflanzenmotive. Sie eignen sich besonders gut für klassische, romantische und ländliche Einrichtungsstile. Je nach Farbauswahl können sie sehr dezent oder ausgesprochen auffällig wirken.
Große Blumenmotive werden oft als dominantes Dekorationselement eingesetzt. Kleine und zurückhaltende Ranken eignen sich dagegen besser, wenn die Bordüre lediglich einen sanften Übergang schaffen soll.
Moderne Tapetenbordüre
Moderne Bordüren verzichten häufig auf klassische florale Ornamente und setzen stattdessen auf geometrische Formen, klare Linien, Metallic-Effekte oder abstrakte Muster. Farben wie Grau, Schwarz, Weiß, Beige und gedeckte Naturtöne lassen sich gut mit zeitgemäßen Einrichtungen kombinieren.
Eine moderne Bordüre kann beispielsweise zwischen einer farbigen Akzentfläche und einer weißen Wand angebracht werden. Gerade reduzierte Muster funktionieren dabei gut, weil sie den Raum strukturieren, ohne ihn optisch zu überladen.
Vintage- und Retro-Tapetenbordüre
Vintage-Bordüren greifen Gestaltungselemente vergangener Jahrzehnte auf. Ornamente, kräftige Farben oder typische Retro-Muster können gezielt eingesetzt werden, um einen bestimmten Wohnstil zu unterstützen.
Solche Bordüren wirken besonders überzeugend, wenn Möbel, Lampen und weitere Dekorationen ebenfalls zum gewählten Stil passen. In einem ansonsten sehr modernen Raum können sie dagegen bewusst als auffälliger Kontrast verwendet werden.
Abwaschbare Tapetenbordüre
In Küchen, Fluren oder anderen stärker beanspruchten Bereichen können abwaschbare Oberflächen sinnvoll sein. Sie lassen sich mit einem leicht feuchten Tuch reinigen und sind dadurch unempfindlicher gegenüber leichten Verschmutzungen.
Wie robust die Oberfläche tatsächlich ist, hängt vom jeweiligen Material ab. Der Begriff „abwaschbar“ bedeutet nicht automatisch, dass aggressive Reinigungsmittel oder starkes Scheuern zulässig sind. Die Pflegehinweise des Herstellers sollten deshalb beachtet werden.
Alternativen zur Tapetenbordüre
Wandtattoo
Ein Wandtattoo ist eine beliebte Alternative, wenn lediglich einzelne Motive auf die Wand gebracht werden sollen. Es besteht aus einer dünnen selbstklebenden Folie und lässt sich auf geeigneten glatten Untergründen relativ einfach anbringen.
Im Unterschied zur Bordüre läuft ein Wandtattoo nicht zwingend als durchgehender Streifen durch den Raum. Dadurch kann es gezielt über einem Bett, Sofa oder Schreibtisch platziert werden. Für größere, umlaufende Gestaltungen eignet sich die Tapetenbordüre dagegen besser.
Farbstreifen
Ein dekorativer Streifen kann auch direkt mit Wandfarbe gestaltet werden. Dafür wird der Bereich mit Malerkrepp abgeklebt und anschließend gestrichen. Diese Lösung ist besonders flexibel, da Breite und Farbe frei gewählt werden können.
Ein aufgemalter Streifen besitzt allerdings keine komplexen Muster oder Motive. Außerdem muss beim Abkleben sehr sauber gearbeitet werden, damit gerade Kanten entstehen.
Wandsticker
Wandsticker funktionieren ähnlich wie selbstklebende Bordüren, bestehen jedoch meist aus einzelnen Elementen. Dadurch lassen sich Sterne, Tiere, Pflanzen oder geometrische Formen frei auf der Wand verteilen.
Diese Alternative eignet sich besonders für Kinderzimmer oder kreative Wandgestaltungen. Wer eine klare horizontale Linie oder einen klassischen Abschluss sucht, erhält mit einer Bordüre allerdings ein gleichmäßigeres Ergebnis.
Zierleiste
Zierleisten aus Holz, Kunststoff oder Stuckmaterial können ebenfalls als horizontaler Wandabschluss verwendet werden. Sie wirken dreidimensionaler und häufig hochwertiger als eine gedruckte Tapetenbordüre.
Die Montage ist allerdings aufwendiger. Leisten müssen zugeschnitten, befestigt und teilweise anschließend gestrichen werden. Eine Tapetenbordüre ist leichter und schneller zu verarbeiten.
Zweite Tapete oder Kontrasttapete
Statt einer schmalen Bordüre kann auch ein größerer Wandbereich mit einer zweiten Tapete gestaltet werden. Besonders Akzenttapeten mit auffälligen Mustern können einen Raum deutlich verändern.
Der Material- und Arbeitsaufwand ist jedoch höher. Wer nur eine dezente optische Trennung sucht, ist mit einer Bordüre meist besser beraten.
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Beliebte Tapetenbordüren und Hersteller
| Produktname | Marke | Ungefährer Preis | Kurze Beschreibung |
|---|---|---|---|
| Selbstklebende Bordüren | A.S. Création | ca. 10 bis 25 € | Dekorative Bordüren in zahlreichen Stilrichtungen für Wohnräume, Kinderzimmer und individuelle Wandgestaltung. |
| Vliesbordüren | Erismann | ca. 10 bis 25 € | Tapetenbordüren verschiedener Designs, häufig passend zu entsprechenden Tapetenkollektionen des Herstellers. |
| Kinderzimmer-Bordüren | Rasch | ca. 10 bis 25 € | Motivbordüren mit kindgerechten Designs sowie klassischen und modernen Mustern für unterschiedliche Räume. |
| Dekorative Bordüren | Marburg | ca. 15 bis 30 € | Hochwertig gestaltete Tapeten und ergänzende Wanddekorationen mit unterschiedlichen Strukturen und Designs. |
| Selbstklebende Wandbordüre | d-c-fix | ca. 8 bis 20 € | Selbstklebende Dekorstreifen beziehungsweise Folienlösungen für glatte Wand- und Möbeloberflächen. |
Worauf sollte man beim Kauf einer Tapetenbordüre achten?
Passendes Design
Das Design ist zwar nicht das einzige, aber eines der wichtigsten Auswahlkriterien. Die Bordüre sollte zur Wandfarbe, vorhandenen Tapete und Einrichtung passen. Bei bereits stark gemusterten Wänden ist eine dezente Bordüre häufig sinnvoller, während einfarbige Wände auch auffälligere Motive vertragen.
Farben müssen nicht exakt identisch sein. Häufig wirkt es harmonischer, wenn einzelne Farbtöne aus Möbeln, Vorhängen oder anderen Dekorationen in der Bordüre wieder aufgegriffen werden.
Breite der Bordüre
Tapetenbordüren werden in unterschiedlichen Breiten angeboten. Schmale Varianten setzen lediglich einen feinen Akzent. Breitere Bordüren sind deutlich auffälliger und können selbst als wichtiges Gestaltungselement wirken.
In kleinen Räumen kann eine sehr breite und stark gemusterte Bordüre schnell dominant wirken. In großen Zimmern kann eine zu schmale Variante dagegen optisch untergehen. Die Proportionen sollten deshalb zur Wandfläche passen.
Länge und Rollenbedarf
Vor dem Kauf muss ermittelt werden, wie viele Meter Bordüre benötigt werden. Dazu wird die Länge sämtlicher Wandabschnitte addiert, an denen die Bordüre angebracht werden soll. Bei einer umlaufenden Gestaltung entspricht dies ungefähr dem Raumumfang.
Zusätzlich sollte eine kleine Reserve für Verschnitt und Musteranschlüsse eingeplant werden. Besonders bei Bordüren mit einem sich wiederholenden Motiv kann etwas mehr Material erforderlich sein, damit die Übergänge sauber zusammenpassen.
Material
Papier, Vlies und selbstklebende Folien besitzen unterschiedliche Eigenschaften. Papierbordüren sind häufig günstig, benötigen jedoch Kleister und eine sorgfältige Verarbeitung. Vlies ist dimensionsstabiler und lässt sich oftmals einfacher anbringen. Selbstklebende Modelle sparen Kleister, benötigen dafür einen besonders geeigneten Untergrund.
Welche Variante am besten geeignet ist, hängt deshalb vor allem von der vorhandenen Wand und der gewünschten Verarbeitung ab.
Untergrund
Die Haftung einer Bordüre steht und fällt mit dem Untergrund. Die Wand sollte trocken, sauber und tragfähig sein. Abblätternde Farbe, Staub und Fett müssen vorher entfernt werden.
Bei stark strukturierter Raufaser können selbstklebende Bordüren problematisch sein, weil die Klebefläche nur die Erhöhungen der Struktur berührt. In solchen Fällen kann eine gekleisterte Bordüre besser funktionieren. Auch hier sollte jedoch geprüft werden, ob das jeweilige Produkt ausdrücklich für den vorhandenen Untergrund geeignet ist.
Selbstklebend oder mit Kleister
Selbstklebende Bordüren sind besonders schnell montiert und eignen sich gut für kleine Projekte. Sie lassen sich teilweise auch wieder abziehen. Ihre Haftung kann auf schwierigen Oberflächen allerdings begrenzt sein.
Gekleisterte Varianten benötigen mehr Vorbereitung, können aber bei fachgerechter Verarbeitung sehr zuverlässig halten. Wer bereits Erfahrung mit Tapeten besitzt, kann damit sehr saubere Ergebnisse erzielen.
Waschbeständigkeit
In Kinderzimmern, Fluren oder Küchen kann eine robuste Oberfläche sinnvoll sein. Leichte Verschmutzungen lassen sich dann mit einem feuchten Tuch entfernen. Vor allem bei hellen Bordüren kann diese Eigenschaft den Pflegeaufwand reduzieren.
Musteranschluss
Bei Bordüren mit sich wiederholenden Motiven muss auf den Musteranschluss geachtet werden. Besonders an Ecken und Übergängen sollte das Motiv möglichst harmonisch weiterlaufen. Wird die Bordüre ohne Rücksicht auf das Muster abgeschnitten, können unruhige Übergänge entstehen.
Wie wird eine Tapetenbordüre richtig angebracht?
Zunächst sollte die gewünschte Höhe festgelegt werden. Mithilfe einer Wasserwaage beziehungsweise eines Lasers wird eine möglichst gerade Hilfslinie auf der Wand markiert. Sich lediglich an der Decke oder am Fußboden zu orientieren, ist riskant, da diese Flächen nicht immer vollkommen gerade verlaufen.
Bei einer selbstklebenden Bordüre wird die Schutzfolie zunächst nur auf einem kurzen Stück entfernt. Die Bordüre wird an der Linie angesetzt und anschließend schrittweise weiter aufgeklebt. Dabei wird die Oberfläche mit einem weichen Rakel oder Tuch von der Mitte nach außen angedrückt. So lassen sich Luftblasen reduzieren.
Eine Bordüre mit Kleister wird entsprechend der Herstellerangaben vorbereitet. Bei Papierprodukten muss möglicherweise eine Einweichzeit eingehalten werden. Vliesbordüren werden häufig trocken in den zuvor aufgetragenen Kleister eingelegt.
An Innenecken ist es meist besser, die Bordüre nicht einfach stark um die Ecke zu ziehen. Stattdessen kann sie mit einer kleinen Überlappung zugeschnitten werden. Dadurch lassen sich Spannungen und späteres Ablösen reduzieren.
Tapetenbordüre auf Raufaser
Raufaser gehört zu den häufigsten Wandoberflächen, ist für Bordüren aber nicht immer ideal. Die deutliche Struktur verhindert insbesondere bei selbstklebenden Modellen einen vollflächigen Kontakt. Dadurch können sich die Kanten mit der Zeit lösen.
Eine klassisch gekleisterte Bordüre kann auf Raufaser besser halten, wenn Kleber und Untergrund geeignet sind. Vor der vollständigen Montage empfiehlt sich trotzdem eine kleine Probe an einer unauffälligen Stelle. So lässt sich prüfen, ob ausreichende Haftung entsteht und ob die darunterliegende Farbe beim späteren Entfernen beschädigt wird.
Tapetenbordüre im Kinderzimmer
Im Kinderzimmer bietet eine Bordüre besonders viele Gestaltungsmöglichkeiten. Eine einfarbige Wand kann mit Tieren, Sternen, Fahrzeugen oder Fantasiemotiven aufgewertet werden, ohne dass der gesamte Raum mit einer stark gemusterten Tapete versehen werden muss.
Eine Platzierung ungefähr in Augenhöhe des Kindes kann besonders interessant wirken. Alternativ lässt sich die Bordüre als Abschluss oberhalb eines farbig gestrichenen unteren Wandbereichs einsetzen.
Da sich Interessen mit zunehmendem Alter schnell ändern können, sind leicht entfernbare Systeme hier besonders praktisch. Trotzdem sollte vor dem Kauf geprüft werden, ob die Bordüre tatsächlich rückstandsfrei von der vorhandenen Oberfläche entfernt werden kann.
Tapetenbordüre richtig entfernen
Die Entfernung hängt von Material und Klebesystem ab. Selbstklebende Bordüren können häufig langsam und in einem flachen Winkel abgezogen werden. Ist der Klebstoff sehr fest, kann vorsichtige Wärme durch einen Haartrockner helfen, ihn etwas weicher zu machen. Dabei darf die Wandoberfläche nicht überhitzt werden.
Bei gekleisterten Papierbordüren kann Wasser beziehungsweise Tapetenlöser notwendig sein. Die Oberfläche wird angefeuchtet, damit der Kleister aufweicht. Anschließend lässt sich die Bordüre vorsichtig mit einem Spachtel lösen.
Besondere Vorsicht ist erforderlich, wenn die Bordüre auf einer darunterliegenden Tapete angebracht wurde. Zu viel Feuchtigkeit kann auch den Kleister der Grundtapete lösen. Deshalb sollte immer zunächst an einer kleinen Stelle getestet werden.
FAQ – häufige Fragen zur Tapetenbordüre
Wie hoch sollte eine Tapetenbordüre angebracht werden?
Eine feste Höhe gibt es nicht. Häufig wird eine Bordüre ungefähr auf halber Wandhöhe eingesetzt, um zwei Wandbereiche voneinander zu trennen. Ebenso kann sie etwa auf Höhe einer Stuhllehne oder direkt unterhalb der Zimmerdecke angebracht werden. Entscheidend ist die gewünschte Raumwirkung. Vor der Montage empfiehlt es sich, einen kurzen Streifen provisorisch mit Malerkrepp anzubringen und die Wirkung aus etwas Entfernung zu beurteilen.
Kann eine Tapetenbordüre auf Raufaser geklebt werden?
Grundsätzlich ist das möglich, hängt aber stark vom Produkt ab. Selbstklebende Bordüren haften auf stark strukturierter Raufaser häufig schlechter, weil nur ein Teil der Klebefläche Kontakt zur Wand bekommt. Gekleisterte Papier- oder Vliesbordüren können besser geeignet sein. Die Angaben des Herstellers und ein vorheriger Klebetest sind empfehlenswert.
Kann man eine Bordüre auf eine vorhandene Tapete kleben?
Ja, sofern die vorhandene Tapete fest an der Wand sitzt und eine geeignete Oberfläche besitzt. Glatte und leicht saugende Tapeten sind meist unkomplizierter. Bei abwaschbaren oder stark beschichteten Tapeten kann die Haftung schwieriger sein. Auch hier sollte vorab ein kleiner Test durchgeführt werden.
Sind selbstklebende Tapetenbordüren wieder ablösbar?
Viele Produkte lassen sich grundsätzlich wieder entfernen, eine Garantie für vollkommen rückstandsfreies Ablösen gibt es jedoch nicht. Die tatsächliche Wirkung hängt von Klebstoff, Untergrund und Dauer der Nutzung ab. Auf empfindlicher Farbe können beim Abziehen Beschädigungen entstehen. Deshalb sollte insbesondere bei Mietwohnungen vorsichtig gearbeitet werden.
Wie verhindert man Luftblasen unter einer selbstklebenden Bordüre?
Die Schutzfolie sollte schrittweise entfernt werden. Gleichzeitig wird die Bordüre von der Mitte zu den Rändern hin festgestrichen. Ein weicher Rakel oder ein trockenes Tuch kann dabei helfen. Kleine Blasen lassen sich teilweise vorsichtig zu einer Kante ausstreichen. Die Bordüre sofort vollständig auf die Wand zu drücken, erhöht dagegen das Risiko von Falten und eingeschlossener Luft.
Wie viel Tapetenbordüre benötigt man?
Zunächst wird die Gesamtlänge der zu beklebenden Wandabschnitte gemessen. Bei einer umlaufenden Bordüre wird der komplette Raumumfang benötigt. Zusätzlich sollte etwas Reserve eingeplant werden. Bei Bordüren mit Musteranschluss ist ein größerer Verschnitt möglich, da die einzelnen Bahnen so zugeschnitten werden müssen, dass das Motiv an den Übergängen harmonisch weiterläuft.
Kann eine Tapetenbordüre in der Küche verwendet werden?
Ja, allerdings sollte eine möglichst robuste und abwischbare Oberfläche gewählt werden. Direkt im Bereich von Herd oder Spüle entstehen Fett, Wasserspritzer und stärkere Verschmutzungen. Dort ist eine klassische Papierbordüre nur bedingt geeignet. Eine widerstandsfähigere, feucht abwischbare Variante ist praktischer.
Wie bekommt man eine Tapetenbordüre gerade an die Wand?
Eine Wasserwaage oder ein Kreuzlinienlaser ist dafür sehr hilfreich. Vor dem Kleben wird eine horizontale Hilfslinie markiert. Die Bordüre wird anschließend exakt daran ausgerichtet. Nur an Decke oder Fußboden Maß zu nehmen, kann zu einem schiefen Ergebnis führen, da Gebäude nicht immer vollkommen gerade Flächen besitzen.
Kann man eine Tapetenbordüre überstreichen?
Das hängt vom Material ab. Einige Papier- oder Vliesbordüren können grundsätzlich überstrichen werden, andere Oberflächen nehmen Wandfarbe nur schlecht an. Bei beschichteten oder glatten selbstklebenden Folien ist ein gleichmäßiger Farbanstrich häufig problematisch. Wenn die Bordüre nicht mehr gefällt, ist eine Entfernung deshalb meist sinnvoller.
Welche Tapetenbordüre eignet sich für ein Kinderzimmer?
Geeignet sind Designs, die zum Alter und zur übrigen Gestaltung passen. Neben dem Motiv sollten eine robuste Oberfläche, gute Haftung und eine möglichst unkomplizierte Entfernung berücksichtigt werden. Gerade bei jüngeren Kindern können abwischbare Oberflächen praktisch sein. Bei selbstklebenden Varianten sollte geprüft werden, ob sie auf der vorhandenen Wandfarbe zuverlässig haften.
Tapetenbordüre Test bei Stiftung Warentest & Co
| Stiftung Warentest | Tapetenbordüre Test bei test.de |
| Öko-Test | Tapetenbordüre Test bei Öko-Test |
| Konsument.at | Tapetenbordüre bei konsument.at |
| gutefrage.net | Tapetenbordüre bei Gutefrage.de |
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Tapetenbordüre Testsieger
Stiftung Warentest ist bekannt dafür, eine Vielzahl an Produkte einem genauen Test zu unterziehen. Tapetenbordüren wurden bisher noch nicht getestet, so dass wir Ihnen keinen Tapetenbordüre Testsieger präsentieren können.
Tapetenbordüre Stiftung Warentest
Leider ist uns momentan kein Tapetenbordüre Stiftung Warentest Sieger bekannt.
Fazit zur Tapetenbordüre
Eine Tapetenbordüre ist eine unkomplizierte Möglichkeit, einem Raum mit relativ geringem Material- und Arbeitsaufwand eine neue optische Wirkung zu verleihen. Sie kann als dekorativer Abschluss, als Trennung zwischen zwei Wandfarben oder Tapeten sowie als auffälliges Gestaltungselement eingesetzt werden. Besonders interessant ist dabei die große Auswahl an Designs. Von schlichten geometrischen Mustern über florale Motive bis hin zu umfangreichen Themenwelten für Kinderzimmer findet sich für nahezu jeden Einrichtungsstil eine passende Variante.
Für ein überzeugendes Ergebnis sollte allerdings nicht nur nach dem Aussehen gekauft werden. Material und Klebesystem müssen zum Untergrund passen. Selbstklebende Bordüren bieten eine besonders einfache Montage, funktionieren jedoch am zuverlässigsten auf glatten und sauberen Flächen. Papier- und Vliesbordüren benötigen etwas mehr Vorbereitung, können dafür auf geeigneten Wänden dauerhaft und sauber befestigt werden.
Vor der Bestellung sollten außerdem Wandlänge, gewünschte Höhe und eventuell notwendiger Musteranschluss berücksichtigt werden. Eine ausreichende Materialreserve verhindert, dass die Bordüre kurz vor Fertigstellung ausgeht. Bei der Montage sorgt eine sauber markierte horizontale Linie dafür, dass der Streifen auch über längere Wandabschnitte gerade verläuft.
Wer seine Wandgestaltung schnell verändern möchte, ohne den gesamten Raum neu zu tapezieren, erhält mit einer Tapetenbordüre deshalb eine vielseitige und vergleichsweise preiswerte Lösung. Bei sorgfältiger Auswahl und fachgerechter Montage lassen sich damit Wohnräume, Schlafzimmer, Flure oder Kinderzimmer deutlich aufwerten und individuell gestalten.
Zuletzt Aktualisiert am 21.08.2026
Letzte Aktualisierung am 20.09.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API
