Drucker-Server Test & Ratgeber » 4 x Drucker-Server Testsieger in 2026

Drucker-Server Test & Vergleich

Der ultimative Ratgeber 2026

Ein Drucker-Server ist eine praktische Lösung, wenn ein Drucker von mehreren Computern, Notebooks oder anderen Geräten innerhalb eines Netzwerks genutzt werden soll, obwohl das Druckgerät selbst keinen integrierten Netzwerkanschluss besitzt. Besonders ältere USB-Drucker funktionieren technisch häufig noch viele Jahre zuverlässig, sind aber ursprünglich nur für den direkten Anschluss an einen einzelnen Computer vorgesehen. Statt einen solchen Drucker ausschließlich an einem PC zu betreiben oder wegen fehlender Netzwerkfunktionen komplett zu ersetzen, kann ein separater Drucker-Server die Verbindung zum lokalen Netzwerk herstellen. Dadurch lässt sich das vorhandene Gerät zentral bereitstellen und von mehreren Arbeitsplätzen aus ansprechen, sofern Drucker, Betriebssystem und Printserver miteinander kompatibel sind.

Drucker-Server werden sowohl im privaten Haushalt als auch in kleinen Büros, Werkstätten, Praxen oder anderen Arbeitsumgebungen eingesetzt. Besonders interessant sind sie überall dort, wo mehrere Nutzer denselben Drucker benötigen, aber keine aufwendige Server-Infrastruktur eingerichtet werden soll. Je nach Ausführung wird der Drucker über USB oder bei älteren Modellen sogar über eine parallele Schnittstelle mit dem Drucker-Server verbunden. Der Printserver selbst wird anschließend per Ethernet-Kabel oder WLAN in das vorhandene Netzwerk eingebunden. Druckaufträge werden dann über das Netzwerk an den Server gesendet und von dort an den Drucker weitergeleitet.

So einfach das Prinzip zunächst klingt, sollte ein Drucker-Server nicht vollkommen unüberlegt gekauft werden. Nicht jeder Printserver funktioniert mit jedem Drucker, und besonders bei Multifunktionsgeräten können Einschränkungen entstehen. Während das reine Drucken häufig problemlos möglich ist, lassen sich Scanner, Faxfunktion, Tintenstandsanzeige oder spezielle Wartungsfunktionen unter Umständen nicht über den Drucker-Server verwenden. Darüber hinaus spielen unterstützte Betriebssysteme, Netzwerkprotokolle, Anzahl der USB-Anschlüsse, Übertragungsgeschwindigkeit, Administrationsmöglichkeiten und Sicherheitsfunktionen eine wichtige Rolle. Dieser ausführliche Ratgeber erklärt, wie ein Drucker-Server funktioniert, welche Varianten erhältlich sind, welche Vor- und Nachteile bestehen und worauf beim Kauf besonders geachtet werden sollte.


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Was ist ein Drucker-Server?

Ein Drucker-Server, häufig auch Printserver genannt, ist ein Netzwerkgerät beziehungsweise eine Softwarelösung, die einen Drucker innerhalb eines Netzwerks für mehrere Nutzer verfügbar macht. Vereinfacht ausgedrückt übernimmt der Drucker-Server die Rolle eines Vermittlers zwischen Netzwerk und Druckgerät. Der Drucker wird nicht mehr direkt mit jedem einzelnen Computer verbunden, sondern dauerhaft an den Printserver angeschlossen. Anschließend können verschiedene Geräte ihre Druckaufträge über das lokale Netzwerk an diesen Server senden.

Ein typischer externer Drucker-Server besitzt mindestens einen USB-Anschluss für den Drucker und eine Ethernet-Buchse für das Netzwerkkabel. Nach der Verbindung erhält der Printserver eine IP-Adresse im lokalen Netzwerk. Die Computer können den Netzwerkdrucker anschließend über diese Adresse beziehungsweise über unterstützte Druckprotokolle ansprechen. Einige moderne oder kompakte Modelle unterstützen zusätzlich WLAN und müssen dadurch nicht unmittelbar neben Router oder Netzwerkswitch stehen.

Der wichtigste Vorteil besteht darin, dass der zum Drucken verwendete Computer nicht dauerhaft eingeschaltet sein muss. Wird ein USB-Drucker beispielsweise über die Druckerfreigabe eines Windows-PCs bereitgestellt, muss dieser Rechner normalerweise laufen, damit andere Nutzer drucken können. Ein eigenständiger Printserver arbeitet hingegen unabhängig vom PC und steht nach dem Einschalten dauerhaft im Netzwerk zur Verfügung.

Der Begriff Drucker-Server kann allerdings auch eine Softwarelösung bezeichnen. In größeren Unternehmen läuft ein Printserver häufig auf einem richtigen Serverbetriebssystem. Dort werden zahlreiche Netzwerkdrucker, Warteschlangen, Benutzerrechte und Druckertreiber zentral verwaltet. Für private Anwender und kleinere Büros ist mit einem Drucker-Server jedoch meist ein kleines Hardwaregerät gemeint, das einen USB-Drucker netzwerkfähig macht.

Vorteile und Nachteile eines Drucker-Servers

Vorteile

  • Gemeinsame Druckernutzung: Mehrere Computer können einen einzigen Drucker über das Netzwerk verwenden.
  • Alter Drucker bleibt nutzbar: Ein funktionierender USB-Drucker muss nicht nur wegen fehlender Netzwerkfunktionen ersetzt werden.
  • Kein dauerhaft laufender PC erforderlich: Ein eigenständiger Hardware-Printserver funktioniert unabhängig von einem Hauptrechner.
  • Platzierung wird flexibler: Der Drucker muss nicht direkt neben dem Computer stehen, von dem aus gedruckt wird.
  • Kosteneinsparung: Mehrere Arbeitsplätze können sich einen Drucker teilen, sodass nicht für jeden Arbeitsplatz ein eigenes Gerät erforderlich ist.
  • Zentrale Verwaltung: Abhängig vom Modell können Netzwerkparameter und Druckerzugriff zentral konfiguriert werden.
  • Teilweise WLAN-Unterstützung: Drahtlose Modelle können einen USB-Drucker indirekt in ein WLAN einbinden.

Nachteile

  • Kompatibilitätsprobleme: Nicht jeder Printserver unterstützt jeden USB-Drucker.
  • Eingeschränkte Multifunktionsfunktionen: Scanner, Fax, Wartungssoftware oder Statusanzeigen funktionieren teilweise nicht über den Printserver.
  • Einrichtung erforderlich: IP-Adresse, Treiber, Ports und Netzwerkparameter müssen korrekt konfiguriert werden.
  • Zusätzliches Netzteil: Viele Hardware-Drucker-Server benötigen eine eigene Stromversorgung.
  • Ältere Modelle können technisch überholt sein: Sehr alte Printserver unterstützen möglicherweise moderne Betriebssysteme oder Sicherheitsverfahren nicht mehr zuverlässig.
  • Druckgeschwindigkeit: Schwache oder alte Geräte können bei sehr großen Druckaufträgen zum Engpass werden.

Drucker-Server Bestseller Platz 2 – 4

Welche Arten von Drucker-Servern gibt es?

USB-Drucker-Server mit Ethernet

Die klassische Variante besitzt einen USB-Anschluss für den Drucker und einen RJ45-Netzwerkanschluss. Das Gerät wird per Netzwerkkabel mit dem Router oder einem Switch verbunden. Diese Lösung bietet normalerweise eine stabile Verbindung und ist relativ unabhängig von Funkstörungen. Besonders in Büros ist eine kabelgebundene Netzwerkanbindung häufig die bevorzugte Variante.

Ein solcher Drucker-Server eignet sich insbesondere für stationäre Installationen. Befinden sich Drucker und Netzwerkanschluss ohnehin in unmittelbarer Nähe, bietet WLAN kaum einen Vorteil. Ethernet ist zudem leicht zu administrieren und verursacht normalerweise keine Probleme mit WLAN-Passwörtern oder schwachem Funkempfang.

WLAN-Drucker-Server

Ein WLAN-Drucker-Server verbindet den angeschlossenen USB-Drucker drahtlos mit dem vorhandenen Netzwerk. Das kann sinnvoll sein, wenn am Aufstellort des Druckers kein Netzwerkkabel verfügbar ist. Lediglich eine Steckdose für den Drucker und gegebenenfalls das Netzteil des Printservers wird benötigt.

Bei dieser Variante sind die unterstützten WLAN-Standards und Sicherheitsverfahren wichtig. Sehr alte Geräte unterstützen möglicherweise nur veraltete WLAN-Verschlüsselungen oder Frequenzbereiche. In einem modernen Netzwerk sollte deshalb geprüft werden, ob der Printserver mit dem verwendeten Router und dessen Sicherheitseinstellungen kompatibel ist.

Drucker-Server mit mehreren USB-Anschlüssen

Einige Printserver verfügen über zwei oder mehr USB-Ports. Dadurch können mehrere Drucker über ein einziges Netzwerkgerät bereitgestellt werden. Das kann in kleinen Büros praktisch sein, wenn beispielsweise ein Laserdrucker für Dokumente und ein separater Farbdrucker genutzt werden.

Allerdings muss geprüft werden, ob sämtliche Anschlüsse tatsächlich gleichzeitig für Druckgeräte verwendet werden können. Bei manchen sogenannten USB-Servern sind die Schnittstellen grundsätzlich für unterschiedliche USB-Geräte vorgesehen und funktionieren technisch anders als ein klassischer Printserver.

USB-Device-Server

Ein USB-Device-Server stellt nicht lediglich einen Druckdienst bereit, sondern reicht einen USB-Anschluss virtuell über das Netzwerk an einen Computer weiter. Dadurch verhält sich das angeschlossene Gerät aus Sicht des PCs teilweise so, als wäre es direkt per USB verbunden.

Diese Technik kann insbesondere bei Multifunktionsdruckern interessant sein, weil darüber möglicherweise auch Scanner- und Wartungsfunktionen nutzbar werden. Allerdings ist häufig spezielle Software erforderlich. Zudem kann ein USB-Gerät je nach System immer nur von einem Computer gleichzeitig exklusiv verwendet werden.

Printserver im Router

Einige Router besitzen einen USB-Anschluss, über den sich ein Drucker im Netzwerk freigeben lässt. In diesem Fall übernimmt der Router zusätzlich die Aufgaben eines Drucker-Servers. Für Privathaushalte kann das eine besonders kostengünstige Lösung darstellen, weil keine zusätzliche Hardware gekauft werden muss.

Der Funktionsumfang hängt allerdings stark vom Routermodell ab. Manche Router unterstützen ausschließlich einfaches Drucken, während andere über Zusatzsoftware weitere Funktionen bereitstellen. Vor allem Multifunktionsdrucker können auch hier Einschränkungen aufweisen.

NAS als Drucker-Server

Bestimmte Netzwerkspeicher beziehungsweise NAS-Systeme können USB-Drucker im Netzwerk bereitstellen. Wer bereits ein NAS besitzt, sollte deshalb zunächst prüfen, ob das vorhandene Modell eine entsprechende Funktion unterstützt.

Auch hier ist allerdings zu beachten, dass Hersteller solche Funktionen bei neueren Betriebssystemversionen teilweise verändern oder vollständig entfernen können. Der Kauf eines NAS ausschließlich wegen einer Drucker-Server-Funktion wäre daher normalerweise unnötig teuer.

Software-Printserver

Ein Computer oder Server kann ebenfalls als Drucker-Server eingesetzt werden. Der Drucker wird direkt an diesen Rechner angeschlossen und anschließend im Netzwerk freigegeben. Für kleine Umgebungen ist das einfach umzusetzen, sofern der betreffende Computer ohnehin dauerhaft eingeschaltet ist.

In Unternehmen werden professionelle Printserver eingesetzt, die zahlreiche Drucker, Benutzerrechte und Warteschlangen verwalten können. Für einen einzelnen USB-Drucker im Privathaushalt wäre eine solche Infrastruktur jedoch deutlich überdimensioniert.

Welche Alternativen gibt es zum Drucker-Server?

Moderner Netzwerkdrucker

Die naheliegendste Alternative besteht darin, einen Drucker mit integriertem LAN oder WLAN zu kaufen. Moderne Netzwerkdrucker benötigen keinen separaten Printserver und können direkt mit dem Router verbunden werden. Häufig stehen zusätzlich komfortable Apps, mobiles Drucken und weitere Netzwerkfunktionen zur Verfügung.

Ist der vorhandene Drucker ohnehin alt, verschlissen oder teuer im Verbrauch, kann der Neukauf sinnvoller sein als die zusätzliche Investition in einen separaten Printserver.

Druckerfreigabe über einen Computer

Ein an einen PC angeschlossener Drucker kann bei vielen Betriebssystemen im lokalen Netzwerk freigegeben werden. Das kostet keine zusätzliche Hardware. Der entscheidende Nachteil besteht darin, dass der Computer eingeschaltet sein muss, sobald andere Geräte auf den Drucker zugreifen möchten.

Für Haushalte, in denen ein Desktop-PC ohnehin dauerhaft läuft, kann diese Lösung trotzdem vollkommen ausreichend sein.

Router mit USB-Anschluss

Besitzt der vorhandene Router eine Druckerfreigabe, kann dieser einen separaten Drucker-Server ersetzen. Vor einem Neukauf lohnt sich daher ein Blick in die Bedienungsanleitung oder Benutzeroberfläche des Routers.

WLAN- beziehungsweise Netzwerkadapter des Druckerherstellers

Für manche älteren Druckermodelle wurden spezielle Netzwerkmodule angeboten. Diese sind exakt auf bestimmte Geräte abgestimmt und können deshalb besser funktionieren als universelle Printserver. Allerdings sind solche Adapter für ältere Modelle teilweise nur noch gebraucht erhältlich.


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Bekannte Drucker-Server und Hersteller im Überblick

Der Markt für klassische Printserver ist kleiner geworden, weil moderne Drucker häufig bereits WLAN oder Ethernet besitzen. Dennoch werden weiterhin Netzwerkadapter, USB-Server und klassische Printserver angeboten. Die folgende Tabelle zeigt einige bekannte Hersteller beziehungsweise typische Produktkategorien und ungefähre Preisbereiche.

NameMarkeUngefährer PreisKurze Beschreibung
USB Print ServerTP-Linkca. 40–80 EuroKompakte Netzwerkadapter, mit denen kompatible USB-Drucker über Ethernet in ein Netzwerk eingebunden werden können.
USB PrintserverStarTechca. 50–100 EuroNetzwerkadapter für USB-Drucker, die besonders im professionellen Zubehörbereich angeboten werden.
USB Device ServerSilexca. 100–250 EuroHochwertigere Netzwerklösungen zur Bereitstellung unterschiedlicher USB-Geräte, abhängig vom Modell auch für Drucker und Multifunktionsgeräte.
PrintserverSEHca. 100–300 EuroProfessionelle Printserver-Lösungen für Unternehmen und anspruchsvollere Netzwerkumgebungen.
USB NetzwerkserverDiverse Herstellerca. 30–100 EuroUniverselle USB-over-IP-Geräte, deren tatsächliche Druckerkompatibilität vor dem Kauf genau geprüft werden sollte.

Worauf sollte man beim Kauf eines Drucker-Servers achten?

Druckerkompatibilität

Die Kompatibilität ist das wichtigste Kaufkriterium überhaupt. Nur weil ein Drucker einen USB-Anschluss besitzt, bedeutet dies nicht automatisch, dass er mit jedem Printserver funktioniert. Einige Drucker verwenden besondere Kommunikationsverfahren oder benötigen einen bidirektionalen Datenaustausch, den einfache Printserver nicht vollständig unterstützen.

Vor dem Kauf sollte deshalb nach Möglichkeit die Kompatibilitätsliste des Herstellers geprüft werden. Ist das konkrete Druckermodell dort aufgeführt, reduziert sich das Risiko erheblich. Bei sehr alten oder seltenen Druckern kann auch eine gezielte Suche nach Erfahrungsberichten sinnvoll sein.

Multifunktionsdrucker

Bei Multifunktionsgeräten ist besondere Vorsicht erforderlich. Ein klassischer Drucker-Server kann häufig ausschließlich die Druckfunktion übertragen. Der integrierte Scanner wird möglicherweise nicht erkannt. Gleiches gilt für Faxfunktionen, Kartenleser, Wartungsprogramme oder die Anzeige des Tintenstands.

Wer sämtliche Funktionen eines Multifunktionsgeräts über das Netzwerk nutzen möchte, sollte gezielt nach einem USB-Device-Server oder einer ausdrücklich kompatiblen Lösung suchen.

Ethernet oder WLAN

Eine kabelgebundene Ethernet-Verbindung ist normalerweise besonders stabil. Befindet sich der Drucker in der Nähe eines Routers oder Switches, ist ein LAN-Printserver deshalb meist die unkomplizierteste Wahl.

WLAN lohnt sich, wenn keine Netzwerkverkabelung vorhanden ist. Allerdings sollte ein ausreichender Empfang am Standort des Druckers gewährleistet sein. Auch die unterstützte WLAN-Verschlüsselung muss mit dem vorhandenen Netzwerk kompatibel sein.

Unterstützte Betriebssysteme

Der Printserver sollte mit den verwendeten Betriebssystemen funktionieren. Dazu können Windows, macOS oder Linux gehören. Besonders bei älteren Geräten kann die mitgelieferte Konfigurationssoftware längst nicht mehr auf aktuellen Betriebssystemversionen laufen.

Ein Gerät, das sich vollständig über eine Weboberfläche konfigurieren lässt und standardisierte Druckprotokolle verwendet, kann hier langfristig flexibler sein.

Unterstützte Druckprotokolle

Netzwerkdruck erfolgt über bestimmte Protokolle. Häufig verwendet werden beispielsweise RAW beziehungsweise JetDirect, LPR/LPD oder IPP. Je mehr standardisierte Verfahren unterstützt werden, desto flexibler lässt sich ein Printserver in unterschiedliche Systeme einbinden.

Für Privatanwender ist es nicht zwingend erforderlich, sämtliche Protokolle im Detail zu verstehen. Bei gemischten Netzwerken mit Windows, macOS und Linux kann eine breite Protokollunterstützung jedoch deutliche Vorteile bieten.

Anzahl der Anschlüsse

Wer lediglich einen einzelnen USB-Drucker anschließen möchte, reicht normalerweise ein USB-Port. Für mehrere Drucker können Modelle mit mehreren Anschlüssen sinnvoll sein.

Es sollte allerdings kontrolliert werden, ob jeder Anschluss unabhängig für Drucker verwendet werden kann und ob die interne Hardware genügend Leistung für mehrere gleichzeitig übertragene Druckaufträge bietet.

USB-Version und Übertragungsgeschwindigkeit

Bei normalen Textdokumenten ist die Netzwerkgeschwindigkeit häufig nicht besonders kritisch. Große Fotos, Grafiken oder sehr umfangreiche Druckdateien können jedoch erhebliche Datenmengen verursachen. Ein extrem alter Printserver mit langsamer Netzwerk- oder USB-Schnittstelle kann hier zum Flaschenhals werden.

Für typische Büroanwendungen mit Dokumenten und gelegentlichen Grafiken reicht selbst eine moderate Geschwindigkeit meistens aus. Wer regelmäßig große Bilddateien auf einen leistungsfähigen Farbdrucker überträgt, sollte stärker auf moderne Schnittstellen achten.

Weboberfläche und Administration

Eine integrierte Weboberfläche erleichtert die Konfiguration erheblich. Der Nutzer ruft im Browser die IP-Adresse des Printservers auf und kann dort Netzwerkparameter, Druckerstatus oder Einstellungen ändern.

Dies ist besonders praktisch, weil keine herstellerspezifische Software installiert werden muss. Bei älteren Geräten kann proprietäre Verwaltungssoftware nach einigen Jahren problematisch werden, wenn sie mit aktuellen Betriebssystemen nicht mehr funktioniert.

Wie wird ein Drucker-Server eingerichtet?

Die genaue Einrichtung unterscheidet sich je nach Hersteller. Grundsätzlich wird zunächst der Drucker über USB mit dem Printserver verbunden. Anschließend wird der Printserver per Netzwerkkabel oder WLAN in das vorhandene Netzwerk eingebunden und mit Strom versorgt.

Danach muss die IP-Adresse des Gerätes ermittelt werden. Häufig erhält der Printserver automatisch eine Adresse vom DHCP-Server des Routers. Diese kann beispielsweise in der Routeroberfläche angezeigt werden. Alternativ liefern einige Hersteller ein Such- beziehungsweise Konfigurationsprogramm mit.

Im nächsten Schritt wird der Drucker auf den jeweiligen Computern eingerichtet. Unter Windows kann beispielsweise ein TCP/IP-Druckerport angelegt werden. Anschließend wird der eigentliche Druckertreiber installiert. Der Printserver ersetzt nämlich normalerweise nicht den Druckertreiber des Druckers, sondern lediglich dessen direkte USB-Verbindung.

Nach erfolgreicher Installation sollte zunächst eine Testseite gedruckt werden. Funktioniert diese zuverlässig, können weitere Computer auf dieselbe Weise eingerichtet werden.

Feste IP-Adresse für den Drucker-Server

Für einen Printserver ist eine dauerhaft gleichbleibende IP-Adresse sinnvoll. Ändert sich seine Adresse nach einem Router-Neustart, können bereits eingerichtete Druckerports unter Umständen nicht mehr funktionieren.

Eine feste Adresse kann entweder direkt im Printserver konfiguriert oder über eine DHCP-Reservierung im Router vergeben werden. Letztere Methode ist häufig komfortabler, weil die Netzwerkverwaltung zentral im Router erfolgt.

Wichtig ist, keine beliebige IP-Adresse zu vergeben, die später möglicherweise gleichzeitig von einem anderen Gerät verwendet wird. Ein IP-Adresskonflikt kann dazu führen, dass beide Geräte nicht zuverlässig erreichbar sind.

Drucker-Server und Sicherheit

Auch ein kleiner Printserver ist ein Netzwerkgerät und sollte deshalb nicht vollkommen unbeachtet betrieben werden. Standardpasswörter sollten nach Möglichkeit geändert werden. Firmwareupdates können Sicherheitslücken schließen und zusätzlich Kompatibilitätsprobleme beheben.

Ein Printserver sollte normalerweise ausschließlich im lokalen Netzwerk erreichbar sein. Eine direkte Freigabe über das Internet ist für typische Privatanwender nicht erforderlich und kann unnötige Sicherheitsrisiken verursachen.

Bei einem WLAN-Modell sollte moderne Verschlüsselung verwendet werden. Sehr alte Geräte, die lediglich unsichere WLAN-Verfahren unterstützen, sind für aktuelle Netzwerke nur eingeschränkt empfehlenswert.

Wann lohnt sich ein Drucker-Server?

Ein Drucker-Server lohnt sich insbesondere dann, wenn ein vorhandener Drucker technisch einwandfrei funktioniert, aber keine eigene Netzwerkfunktion besitzt. Hochwertige ältere Laserdrucker können beispielsweise sehr langlebig sein und niedrige Seitenkosten bieten. Einen solchen Drucker ausschließlich wegen fehlendem WLAN oder Ethernet zu ersetzen, wäre wirtschaftlich häufig unnötig.

Bei einem günstigen und bereits stark gealterten Tintenstrahldrucker sieht die Rechnung möglicherweise anders aus. Kostet ein guter Printserver beinahe so viel wie ein neuer Drucker mit integriertem WLAN, kann die Neuanschaffung langfristig sinnvoller sein.

Entscheidend sind daher Restwert, Zustand, Verbrauchskosten und Funktionsumfang des vorhandenen Druckers. Auch der Aufwand für die Einrichtung sollte berücksichtigt werden.

FAQ – häufige Fragen zum Drucker-Server

Was macht ein Drucker-Server?

Ein Drucker-Server nimmt Druckaufträge aus einem Netzwerk entgegen und leitet sie an einen angeschlossenen Drucker weiter. Dadurch können mehrere Computer denselben Drucker verwenden, obwohl dieser möglicherweise selbst keinen Netzwerkanschluss besitzt. Bei einem eigenständigen Hardware-Printserver muss kein Computer dauerhaft eingeschaltet bleiben.

Kann jeder USB-Drucker an einem Printserver betrieben werden?

Nein. Die reine USB-Schnittstelle garantiert keine Kompatibilität. Manche Drucker benötigen spezielle Kommunikationsfunktionen, die einfache Printserver nicht unterstützen. Vor dem Kauf sollte deshalb unbedingt die Kompatibilitätsliste des Herstellers geprüft werden. Besonders bei Multifunktionsgeräten können Einschränkungen auftreten.

Funktioniert der Scanner eines Multifunktionsdruckers über einen Drucker-Server?

Bei klassischen Printservern häufig nicht. Sie übertragen primär Druckaufträge und stellen keinen vollständigen virtuellen USB-Anschluss bereit. Wer auch Scanner- und andere Sonderfunktionen nutzen möchte, benötigt möglicherweise einen USB-Device-Server oder eine speziell für das Multifunktionsgerät geeignete Netzwerkoption.

Braucht ein Drucker-Server eine eigene IP-Adresse?

Ja, ein klassischer Netzwerk-Printserver ist als eigenständiges Gerät im Netzwerk erreichbar und besitzt deshalb eine IP-Adresse. Für einen zuverlässigen Betrieb ist eine feste Adresse beziehungsweise eine DHCP-Reservierung empfehlenswert. Dadurch bleibt der eingerichtete Druckerport dauerhaft erreichbar.

Ist ein WLAN-Drucker-Server besser als ein LAN-Modell?

Nicht grundsätzlich. Ethernet bietet normalerweise eine stabile und unkomplizierte Verbindung. WLAN ist hauptsächlich dann sinnvoll, wenn am Standort des Druckers kein Netzwerkkabel vorhanden ist. Die Druckgeschwindigkeit hängt zudem nicht ausschließlich von der Funkverbindung ab, sondern auch von Drucker, Printserver und übertragenen Daten.

Kann ein Router als Drucker-Server verwendet werden?

Manche Router besitzen einen USB-Anschluss und können einen angeschlossenen Drucker im Netzwerk bereitstellen. Ob dies möglich ist und welche Funktionen unterstützt werden, hängt vom Routermodell und dessen Software ab. Vor dem Kauf eines separaten Printservers lohnt sich deshalb ein Blick in die vorhandenen Routerfunktionen.

Ist ein Drucker-Server auch für Mac und Linux geeignet?

Das hängt von den unterstützten Netzwerkprotokollen und dem Druckertreiber ab. Modelle mit standardisierten Verfahren wie LPR, RAW oder IPP lassen sich häufig plattformübergreifend verwenden. Proprietäre Konfigurationsprogramme können hingegen an ein bestimmtes Betriebssystem gebunden sein. Deshalb sollte die Herstellerdokumentation geprüft werden.

Warum druckt mein Printserver nicht?

Mögliche Ursachen sind eine falsche IP-Adresse, ein ungeeignetes Druckprotokoll, fehlende Treiber, eine nicht unterstützte Druckerhardware oder Netzwerkprobleme. Zunächst sollte geprüft werden, ob die Weboberfläche beziehungsweise IP-Adresse des Printservers erreichbar ist. Danach können Druckerport, Treiber und Kabelverbindung kontrolliert werden.

Lohnt sich ein Printserver für einen alten Drucker?

Bei einem hochwertigen, zuverlässigen und günstigen Drucker kann sich die Nachrüstung durchaus lohnen. Besonders langlebige Laserdrucker können noch viele Jahre sinnvoll verwendet werden. Ist das Gerät dagegen bereits verschlissen oder teuer im Unterhalt, kann ein moderner Netzwerkdrucker wirtschaftlich sinnvoller sein.

Kann man mehrere Drucker an einen Drucker-Server anschließen?

Ja, sofern der Printserver mehrere geeignete Anschlüsse besitzt und ausdrücklich für mehrere Druckgeräte vorgesehen ist. Jeder Drucker benötigt dann normalerweise einen eigenen logischen Anschluss beziehungsweise eine separate Konfiguration. Vor dem Kauf sollte geprüft werden, wie viele Geräte gleichzeitig unterstützt werden.


Drucker-Server Test bei Stiftung Warentest & Co

Stiftung WarentestDrucker-Server Test bei test.de
Öko-TestDrucker-Server Test bei Öko-Test
Konsument.atDrucker-Server bei konsument.at
gutefrage.netDrucker-Server bei Gutefrage.de
Youtube.comDrucker-Server bei Youtube.com

Drucker-Server Testsieger

Stiftung Warentest ist bekannt dafür, eine Vielzahl an Produkte einem genauen Test zu unterziehen. Drucker-Server wurden bisher noch nicht getestet, so dass wir Ihnen keinen Drucker-Server Testsieger präsentieren können.


Drucker-Server Stiftung Warentest

Leider ist uns momentan kein Drucker-Server Stiftung Warentest Sieger bekannt.


Fazit zum Drucker-Server

Ein Drucker-Server ist eine sinnvolle Möglichkeit, einen vorhandenen USB-Drucker in ein lokales Netzwerk einzubinden und mehreren Computern zur Verfügung zu stellen. Besonders bei hochwertigen älteren Druckern kann sich die Nachrüstung lohnen, weil ein technisch einwandfreies Gerät nicht ausschließlich wegen fehlendem LAN oder WLAN ersetzt werden muss. Ein eigenständiger Hardware-Printserver bietet dabei gegenüber einer einfachen Druckerfreigabe über einen Computer den Vorteil, dass kein PC dauerhaft eingeschaltet bleiben muss.

Entscheidend ist allerdings die Kompatibilität. Vor allem bei Multifunktionsdruckern sollte nicht davon ausgegangen werden, dass Scanner, Fax, Wartungssoftware und sämtliche Statusinformationen automatisch funktionieren. Ein klassischer Printserver konzentriert sich in erster Linie auf die eigentliche Druckfunktion. Für komplexere USB-Geräte können USB-Device-Server die bessere Wahl sein.

Beim Kauf sollten daher zunächst das genaue Druckermodell, die verwendeten Betriebssysteme und die benötigten Funktionen geprüft werden. Danach spielen Anschlussart, Netzwerkprotokolle, Ethernet beziehungsweise WLAN, Anzahl der USB-Ports und Konfigurationsmöglichkeiten eine Rolle. Eine browserbasierte Verwaltung und standardisierte Netzwerkprotokolle können die langfristige Nutzung deutlich erleichtern.

Wer lediglich einen einfachen USB-Drucker zentral im Heim- oder Büronetzwerk bereitstellen möchte und vorab die Kompatibilität kontrolliert, erhält mit einem guten Drucker-Server eine zweckmäßige und oft kostengünstige Lösung. Ist der vorhandene Drucker dagegen bereits technisch überholt oder stehen ohnehin hohe Reparatur- und Verbrauchskosten an, sollte der Preis des Printservers mit einem modernen Drucker mit integriertem Netzwerkanschluss verglichen werden. So lässt sich realistisch entscheiden, ob Nachrüstung oder Neukauf langfristig die sinnvollere Lösung darstellt.

Zuletzt Aktualisiert am 31.08.2026

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