Ein Faunarium ist ein vielseitig einsetzbarer Tierbehälter, der insbesondere bei der vorübergehenden Unterbringung, dem Transport oder der Beobachtung kleiner Reptilien, Amphibien, Insekten und anderer Wirbelloser eine praktische Lösung darstellen kann, denn im Gegensatz zu einem klassischen Terrarium besteht ein Faunarium meist aus leichtem Kunststoff, besitzt einen gut belüfteten Deckel und lässt sich unkompliziert reinigen, transportieren und bei Nichtgebrauch verstauen. Je nach Größe kann es beispielsweise zur kurzfristigen Unterbringung von Geckos, kleinen Schlangen, Spinnen, Käfern, Heuschrecken, Schnecken oder Futterinsekten verwendet werden. Auch für Quarantäne, Reinigung des eigentlichen Terrariums oder einen notwendigen Tierarztbesuch sind solche Behälter häufig hilfreich. Ein Faunarium sollte allerdings nicht automatisch mit einem vollwertigen Dauerterrarium gleichgesetzt werden. Viele Tierarten benötigen dauerhaft genau abgestimmte Temperaturen, Luftfeuchtigkeit, Beleuchtung, UV-Versorgung, Rückzugsmöglichkeiten und eine ausreichend große Grundfläche, die ein einfacher Kunststoffbehälter nicht in jedem Fall bieten kann. Wer ein Faunarium kaufen möchte, sollte deshalb vor allem auf die Größe, Belüftung, Verschlusssicherheit, Verarbeitung und den geplanten Verwendungszweck achten. Besonders bei sehr kleinen, kräftigen oder geschickten Tieren muss zuverlässig verhindert werden, dass sie durch Lüftungsschlitze, Deckel oder andere Öffnungen entkommen können. Auch die richtige Einrichtung hängt stark von der jeweiligen Tierart ab. Dieser ausführliche Ratgeber zeigt, was ein Faunarium ist, welche Vorteile und Nachteile es besitzt, welche unterschiedlichen Arten angeboten werden, welche Alternativen infrage kommen und welche Kriterien beim Kauf sowie bei der Verwendung besonders wichtig sind.
- Multifunktionsbehälter aus Kunststoff für Kleintiere, auch geeignet als Aquarium für Fische...
- Auch für Insekten geeignet, ideal als vorübergehendes Zuhause während der Wartung und Reinigung...
- Der große und tiefe Tank besteht aus stabilem, transparentem Kunststoff und gewährleistet eine...
- Praktischer abnehmbarer Deckel mit extra Klappe und Tragegriff. Die Box hat im Deckel...
Was ist ein Faunarium?
Ein Faunarium ist ein meist transparenter Kunststoffbehälter, der für die Haltung, Beobachtung oder den Transport kleiner Tiere entwickelt wurde. Charakteristisch sind ein transparenter Unterteil und ein Deckel mit zahlreichen Lüftungsöffnungen. Dadurch lässt sich das Tier von außen gut beobachten, während gleichzeitig ein Luftaustausch stattfinden kann.
Die Bezeichnung Faunarium wird nicht immer einheitlich verwendet. Manche Hersteller bezeichnen ähnliche Produkte als Transportbox, Terrarienbox, Insektenbox oder Kunststoffterrarium. Aufbau und Einsatzmöglichkeiten sind dennoch vergleichbar. In der Regel handelt es sich um einen rechteckigen Behälter mit abnehmbarem oder aufklappbarem Deckel.
Faunarien werden besonders häufig für kleinere Reptilien, Amphibien und Wirbellose eingesetzt. Auch zur Aufbewahrung von Futterinsekten wie Heimchen, Grillen oder Heuschrecken werden entsprechende Behälter genutzt. Für manche Wirbellose kann ein passend eingerichtetes Faunarium unter bestimmten Bedingungen auch längerfristig geeignet sein. Bei Reptilien und Amphibien ist dagegen immer zu prüfen, ob die artspezifischen Haltungsanforderungen tatsächlich erfüllt werden können.
Durch das vergleichsweise geringe Gewicht können Faunarien unkompliziert transportiert werden. Deshalb eignen sie sich beispielsweise für einen Tierarztbesuch oder als vorübergehende Unterkunft während der Reinigung eines größeren Terrariums.
Die transparenten Seitenwände ermöglichen außerdem eine einfache Kontrolle des Tieres. Der Halter kann schnell erkennen, ob sich das Tier normal verhält, Futter aufgenommen hat oder Auffälligkeiten zeigt. Bei einer Quarantäne kann dies ebenfalls vorteilhaft sein.
Vorteile eines Faunariums
Zu den größten Vorteilen gehört das geringe Eigengewicht. Im Gegensatz zu einem Terrarium aus Glas kann ein Kunststoffbehälter auch in größeren Abmessungen relativ einfach getragen werden. Gerade beim Transport eines Tieres ist dies besonders praktisch.
Ein weiterer Vorteil ist die einfache Reinigung. Viele Faunarien besitzen einen glatten Kunststoffboden ohne schwer erreichbare Ecken. Bodengrund und Einrichtung können entfernt und der Behälter anschließend mit warmem Wasser gereinigt werden. Abhängig vom Einsatzzweck lassen sich geeignete Reinigungs- beziehungsweise Desinfektionsmittel verwenden.
Die gute Beobachtungsmöglichkeit ist ebenfalls positiv. Durch transparente Wände lässt sich das Tier von mehreren Seiten betrachten, ohne den Behälter ständig öffnen zu müssen.
Faunarien sind außerdem häufig deutlich günstiger als klassische Terrarien. Für einen vorübergehenden Einsatz, die Haltung von Futterinsekten oder den Transport muss deshalb nicht zwingend ein zusätzliches Glasterrarium angeschafft werden.
Viele Modelle besitzen praktische Tragegriffe im Deckel. Dadurch kann der Behälter einfacher transportiert werden. Wichtig ist allerdings, dass der Deckel tatsächlich sicher eingerastet ist, bevor das Faunarium angehoben wird.
Nachteile eines Faunariums
Der größte Nachteil besteht darin, dass ein Faunarium nicht für jede Tierart als dauerhafte Unterbringung geeignet ist. Insbesondere Reptilien haben häufig sehr spezifische Anforderungen an Temperaturzonen, Beleuchtung und UV-Versorgung. Diese Bedingungen lassen sich in einem einfachen Kunststoffbehälter nicht immer zuverlässig herstellen.
Auch die Größe stellt eine Grenze dar. Selbst große Faunarien sind meist deutlich kleiner als reguläre Terrarien. Für bewegungsaktive Tiere kann der verfügbare Platz deshalb unzureichend sein.
Die zahlreichen Lüftungsschlitze können bei Tieren, die eine hohe Luftfeuchtigkeit benötigen, ebenfalls problematisch sein. Einerseits ist eine gute Belüftung wichtig, andererseits kann die Feuchtigkeit durch die große Luftaustauschfläche relativ schnell entweichen.
Ein weiterer Punkt betrifft die Temperatur. Kunststoff reagiert anders auf Wärme als Glas. Wärmequellen dürfen deshalb nicht beliebig angebracht werden. Besonders Heizmatten, Wärmelampen und andere Heizsysteme müssen so eingesetzt werden, dass der Kunststoff weder beschädigt noch überhitzt wird.
Bei sehr kleinen Insekten oder Jungtieren müssen außerdem die Lüftungsöffnungen überprüft werden. Sind sie zu groß, können Tiere aus dem Behälter entkommen.
Faunarien Bestseller Platz 2 – 4
Welche Arten von Faunarien gibt es?
Kleine Faunarien
Kleine Faunarien gehören zu den kompaktesten Varianten und werden häufig für Insekten, Spinnen, kleine Schnecken oder sehr kleine Jungtiere verwendet. Sie eignen sich außerdem gut als kurzfristige Transportbox.
Der Vorteil liegt vor allem in den kompakten Abmessungen. Ein kleines Faunarium lässt sich leicht transportieren und benötigt nur wenig Stellfläche. Gerade bei Futterinsekten kann ein kleiner Behälter ausreichend sein, sofern genügend Belüftung vorhanden ist.
Für bewegungsaktive Tiere ist ein sehr kleines Modell jedoch nur eingeschränkt geeignet. Auch bei einer kurzfristigen Unterbringung sollte das Tier genügend Raum haben, um sich normal bewegen zu können.
Mittelgroße Faunarien
Mittelgroße Modelle stellen einen guten Kompromiss zwischen Platzangebot und Transportfähigkeit dar. Sie werden häufig für größere Insekten, kleine Reptilien oder als vorübergehende Unterbringung während der Terrarienreinigung verwendet.
In einem mittelgroßen Faunarium lassen sich bereits verschiedene Einrichtungsgegenstände wie eine kleine Höhle, Wasserschale oder ein Stück Kork unterbringen. Dennoch sollte die Einrichtung so gewählt werden, dass das verfügbare Volumen nicht vollständig zugestellt wird.
Große Faunarien
Große Faunarien bieten entsprechend mehr Platz und eignen sich für größere Tiere oder längere vorübergehende Unterbringungen. Auch zur Quarantäne kann ein großes Kunststoffmodell interessant sein, da sich die Einrichtung übersichtlich gestalten und gut reinigen lässt.
Das größere Volumen erleichtert außerdem die Schaffung unterschiedlicher Bereiche. Beispielsweise können eine Versteckmöglichkeit und ein kleiner Feuchtbereich eingerichtet werden. Trotzdem bleibt die Frage bestehen, ob das jeweilige Tier dauerhaft in einem Faunarium gehalten werden darf beziehungsweise sollte.
Faunarium für Reptilien
Für Reptilien wird ein Faunarium häufig als Transport- oder Quarantänebehälter verwendet. Kleine Geckos, Jungschlangen oder andere Reptilien können abhängig von Größe und Art kurzfristig darin untergebracht werden.
Besondere Aufmerksamkeit muss der Temperatur gelten. Reptilien sind wechselwarm und auf geeignete äußere Temperaturen angewiesen. Wird ein Tier längere Zeit in einer Kunststoffbox untergebracht, müssen die erforderlichen Temperaturbedingungen zuverlässig kontrolliert werden.
Eine direkte Wärmelampe unmittelbar über dünnem Kunststoff ist häufig ungeeignet. Es sollte ausschließlich eine für den jeweiligen Behälter und die Tierart sichere Heizlösung verwendet werden.
Faunarium für Amphibien
Auch für Frösche, Molche und andere Amphibien können Faunarien kurzfristig eingesetzt werden. Hier spielt die Luftfeuchtigkeit eine besonders große Rolle. Viele Amphibien benötigen ein feuchtes Klima, wobei gleichzeitig eine ausreichende Belüftung vorhanden sein muss.
Bei einem stark belüfteten Deckel kann Feuchtigkeit schnell verloren gehen. Deshalb müssen die Bedingungen im Behälter regelmäßig kontrolliert werden. Je nach Art können feuchter Bodengrund, Moos oder eine Wasserschale erforderlich sein.
Faunarium für Spinnen
Für bestimmte Spinnenarten können Kunststoffbehälter interessant sein. Entscheidend ist, ob Größe, Belüftung und Einrichtung zu den Bedürfnissen der jeweiligen Art passen.
Bei bodenbewohnenden Arten spielt beispielsweise eine ausreichende Substrathöhe eine wichtige Rolle. Kletternde Arten benötigen dagegen eine andere Behälterhöhe und geeignete Strukturen. Auch die Fallhöhe muss bei empfindlichen Arten berücksichtigt werden.
Der Deckel muss absolut sicher schließen. Spinnen können erstaunlich geschickt darin sein, kleine Schwachstellen zu nutzen. Lüftungsöffnungen dürfen außerdem nicht so groß sein, dass das Tier hindurchpasst.
Faunarium für Insekten
Insekten gehören zu den häufigsten Bewohnern kleiner Kunststoff-Faunarien. Käfer, Heuschrecken, Stabschrecken und andere Arten lassen sich abhängig von ihren individuellen Bedürfnissen in entsprechend eingerichteten Behältern halten oder beobachten.
Die notwendige Einrichtung unterscheidet sich erheblich. Einige Arten benötigen Äste zum Klettern, andere eine dicke Bodenschicht oder eine hohe Luftfeuchtigkeit. Ein Faunarium sollte deshalb immer an die jeweilige Art angepasst werden.
Faunarium für Futterinsekten
Heimchen, Grillen, Heuschrecken und andere Futtertiere können in einem gut belüfteten Faunarium vorübergehend aufbewahrt werden. Der Behälter bietet den Vorteil, dass sich die Tiere leicht kontrollieren und entnehmen lassen.
Zur Einrichtung können beispielsweise Eierkartons oder andere strukturierte Materialien verwendet werden, die zusätzliche Aufenthaltsflächen schaffen. Futter und Wasser müssen entsprechend der jeweiligen Futtertierart bereitgestellt werden.
Eine regelmäßige Reinigung ist besonders wichtig, weil sich in einem dicht besetzten Futtertierbehälter schnell Futterreste, Kot und tote Tiere ansammeln können.
Faunarium mit Tragegriff
Viele Modelle besitzen einen im Deckel integrierten Tragegriff. Besonders für Tierarztbesuche oder kurze Transporte ist dies sehr praktisch. Das Gewicht wird dadurch gleichmäßiger getragen und der Behälter lässt sich komfortabler bewegen.
Trotzdem sollte vor jedem Transport kontrolliert werden, ob Deckel und Verschlüsse vollständig eingerastet sind. Ein Tragegriff ist nur dann sinnvoll, wenn der Deckel zuverlässig mit dem Unterteil verbunden bleibt.
Stapelbare Faunarien
Einige Kunststoffbehälter lassen sich bei Nichtgebrauch ineinander oder aufeinander stellen. Dies ist insbesondere für Halter interessant, die mehrere Transport- oder Quarantänebehälter benötigen.
Wer mehrere besetzte Faunarien übereinander stellt, muss jedoch darauf achten, dass keine Lüftungsöffnungen blockiert werden. Eine gute Luftzirkulation muss jederzeit gewährleistet bleiben.
Welche Alternativen zum Faunarium gibt es?
Glasterrarium
Ein klassisches Glasterrarium ist für die dauerhafte Haltung vieler Reptilien und Wirbelloser die naheliegendste Alternative. Es bietet meist mehr Platz und bessere Möglichkeiten zur Installation von Beleuchtung, Heizung und technischer Ausstattung.
Glasterrarien sind allerdings schwerer und deutlich weniger transportabel. Als reine Transportbox eignen sie sich deshalb kaum.
Kunststoff-Terrarienbox
Spezielle Kunststoff-Terrarienboxen ähneln einem Faunarium, sind aber teilweise stärker auf die dauerhafte Haltung bestimmter Arten ausgelegt. Sie können beispielsweise verschließbare Türen oder spezielle Lüftungsbereiche besitzen.
Transportbox für Kleintiere
Für einen kurzen Transport kann auch eine klassische Tiertransportbox verwendet werden. Entscheidend ist, dass die Öffnungen zur Größe des Tieres passen und ein Entkommen ausgeschlossen ist.
Für sehr kleine Reptilien oder Insekten sind normale Kleintiertransportboxen allerdings häufig zu grob belüftet.
Aufzuchtbox
Aufzuchtboxen werden vor allem für Jungtiere oder Wirbellose eingesetzt. Sie sind in unterschiedlichen Größen erhältlich und können teilweise individuell mit Lüftungsöffnungen ausgestattet werden.
Solche Behälter bieten viel Flexibilität, setzen aber voraus, dass der Halter die Bedürfnisse der jeweiligen Tierart genau kennt.
Insektarium
Ein Insektarium ist speziell auf die Haltung von Insekten ausgerichtet und besitzt abhängig vom Modell eine besonders gute Belüftung sowie geeignete Möglichkeiten zum Klettern. Für bestimmte Insekten kann dies langfristig sinnvoller als ein einfaches Faunarium sein.
Faunarien Bestseller Platz 5 – 10
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- Ideal zum Transport von Terrarientieren oder lebendigem Futter
- Hervorragend als vorübergehende Behausung oder für Quarantäne
- Transparente Plastiktür für einfachen Zugang
- stapelbares Terrarium aus Kunststoff
- abnehmbarer Deckel in schwarz
- optimal als Insektenzuchtbehälter
- hervorragend geeignet als Transportbehälter, Quarantäneterrarium oder als Kurzzeitbehausung für...
Beliebte Faunarien und Hersteller im Vergleich
| Name | Marke | Ungefährer Preis | Kurze Beschreibung |
|---|---|---|---|
| Faunarium Kunststoffbehälter | Exo Terra | ca. 10 bis 30 Euro | Transparenter Kunststoffbehälter in verschiedenen Größen mit belüftetem Deckel für Transport, Beobachtung und vorübergehende Unterbringung kleiner Tiere. |
| Faunabox | Ferplast | ca. 10 bis 30 Euro | Leichter Kunststoffbehälter mit transparenten Seitenflächen und belüftetem Oberteil, der je nach Größe für unterschiedliche Kleintiere eingesetzt werden kann. |
| Transport- und Faunabox | TRIXIE | ca. 10 bis 25 Euro | Praktischer Kunststoffbehälter für den kurzfristigen Transport oder die Beobachtung kleiner Reptilien und anderer Tiere. |
| Faunarium / Transportbox | Lucky Reptile | ca. 10 bis 30 Euro | Für Terrarientiere geeigneter Kunststoffbehälter, der abhängig von der Größe unter anderem für Transport und Quarantäne verwendet werden kann. |
| Kunststoff-Terrarienbox | ReptiZoo | ca. 15 bis 40 Euro | Transparente Box für kleine Terrarientiere mit Belüftungsmöglichkeiten und gut einsehbarem Innenraum. |
Worauf sollte man beim Kauf eines Faunariums achten?
Das wichtigste Kaufkriterium ist die Größe. Das Faunarium sollte immer zur Tierart und zum Einsatzzweck passen. Ein Behälter für den kurzen Transport darf kompakter ausfallen als eine Box, in der ein Tier mehrere Tage während einer Quarantäne untergebracht werden soll.
Auch die Höhe muss berücksichtigt werden. Bodenbewohnende Arten benötigen andere Abmessungen als Tiere, die regelmäßig klettern. Bei Spinnen kann eine zu große Fallhöhe sogar ein Sicherheitsrisiko darstellen.
Belüftung
Eine ausreichende Belüftung verhindert, dass sich verbrauchte Luft und übermäßige Feuchtigkeit im Behälter stauen. Gleichzeitig darf die Belüftung bei feuchtigkeitsliebenden Arten nicht dazu führen, dass der Behälter dauerhaft zu trocken wird.
Die Größe der Lüftungsschlitze ist besonders bei Jungtieren und kleinen Insekten entscheidend. Das Tier darf keinesfalls durch die Öffnungen passen.
Verschlusssicherheit
Ein sicherer Deckel ist unverzichtbar. Reptilien, Spinnen und Insekten können erstaunlich geschickt und kräftig sein. Ein nur lose aufgelegter Deckel stellt deshalb ein erhebliches Ausbruchrisiko dar.
Vor dem Kauf sollte geprüft werden, wie der Deckel einrastet und ob sich versehentlich Druckstellen bilden können, durch die sich das Oberteil anheben lässt.
Materialqualität
Der Kunststoff sollte stabil, möglichst geruchsarm und sauber verarbeitet sein. Scharfe Kanten oder Grate können Verletzungen verursachen und sollten nicht vorhanden sein.
Ein transparenter Kunststoff erleichtert die Beobachtung. Gleichzeitig sollte berücksichtigt werden, dass dauerhafte Rundumsicht für manche Tiere Stress verursachen kann. In diesem Fall können Teile der Seitenwände von außen abgedeckt werden.
Reinigungsmöglichkeit
Der Innenraum sollte möglichst wenige schwer zugängliche Bereiche besitzen. Glatte Flächen erleichtern die Entfernung von Bodengrund, Kot und Futterresten erheblich.
Der Deckel sollte sich ebenfalls gut reinigen lassen, da sich zwischen den Lüftungsschlitzen Staub und Verschmutzungen ansammeln können.
Wie richtet man ein Faunarium ein?
Die Einrichtung richtet sich immer nach dem Tier. Eine allgemeingültige Einrichtung für jedes Faunarium gibt es nicht. Für viele Tiere sind mindestens ein geeigneter Bodengrund und eine Versteckmöglichkeit sinnvoll.
Bei Reptilien kann eine kleine Höhle oder ein Stück Kork dafür sorgen, dass das Tier einen geschützten Rückzugsort besitzt. Bei kletternden Arten können geeignete Äste notwendig sein.
Bei Insekten können Zweige, Pflanzenmaterial oder Eierkartons zusätzliche Aufenthaltsflächen schaffen. Spinnen benötigen abhängig von ihrer Lebensweise entweder viel Bodengrund oder vertikale Strukturen.
Eine Wasserschale muss so gewählt werden, dass sie nicht umkippt und für das Tier keine Gefahr darstellt. Bei sehr kleinen Tieren kann bereits eine zu tiefe Schale problematisch sein.
Faunarium richtig reinigen
Die notwendige Reinigungsfrequenz hängt von Tierart, Besatz und Nutzung ab. Sichtbare Futterreste, Kot und tote Futtertiere sollten möglichst zeitnah entfernt werden.
Bei einer vollständigen Reinigung wird das Tier zunächst sicher umgesetzt. Anschließend können Bodengrund und Einrichtungsgegenstände entnommen werden. Der leere Behälter lässt sich mit warmem Wasser reinigen.
Wer ein Reinigungs- oder Desinfektionsmittel verwendet, sollte ausschließlich ein für Tierhaltungsbereiche geeignetes Produkt einsetzen und sämtliche Rückstände sorgfältig entfernen. Danach muss der Behälter vollständig trocknen beziehungsweise entsprechend vorbereitet werden, bevor das Tier wieder eingesetzt wird.
Faunarium als Transportbox
Für den Transport gehört das Faunarium zu den praktischsten Lösungen. Trotzdem sollte der Behälter nicht unnötig groß sein. Bei einer Autofahrt können Tiere in einem riesigen leeren Behälter durch Bewegungen stärker herumgeschleudert werden.
Geeignete Rückzugsmöglichkeiten oder transportsichere Materialien können helfen, das Tier zu stabilisieren. Lose schwere Dekoration gehört während einer Fahrt dagegen nicht in den Behälter.
Auch direkte Sonneneinstrahlung ist unbedingt zu vermeiden. Ein transparenter Kunststoffbehälter kann sich im Fahrzeug innerhalb kurzer Zeit stark aufheizen. Das Faunarium sollte während des Transports deshalb vor extremen Temperaturen geschützt werden.
FAQ – häufige Fragen zum Faunarium
Kann ein Faunarium dauerhaft als Terrarium verwendet werden?
Das hängt vollständig von der Tierart, der Größe des Behälters und den jeweiligen Haltungsanforderungen ab. Für manche kleinen Wirbellosen kann ein passend eingerichteter Kunststoffbehälter grundsätzlich geeignet sein. Für zahlreiche Reptilien und Amphibien reicht ein typisches Faunarium als dauerhaftes Zuhause dagegen nicht aus. Diese Tiere benötigen häufig deutlich mehr Platz, spezielle Beleuchtung, UV-Strahlung, Temperaturzonen und weitere technische Ausstattung. Vor einer dauerhaften Haltung sollten deshalb immer die konkreten Bedürfnisse der Tierart berücksichtigt werden.
Welche Tiere kann man in einem Faunarium halten?
Faunarien werden unter anderem für Insekten, Spinnen, Schnecken, kleine Reptilien, Amphibien und Futtertiere verwendet. Die bloße Tatsache, dass ein Tier physisch in den Behälter passt, bedeutet jedoch nicht automatisch, dass dieser für eine dauerhafte Haltung geeignet ist. Größe, Belüftung, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Einrichtung müssen immer zur jeweiligen Tierart passen.
Welche Größe sollte ein Faunarium haben?
Die benötigte Größe hängt von der Tierart und der Dauer der Unterbringung ab. Für einen kurzen Transport kann ein kompakter Behälter sinnvoll sein. Bei einer längeren Quarantäne sollte das Tier ausreichend Platz für normale Bewegungen sowie Versteckmöglichkeiten besitzen. Kletternde Tiere benötigen zusätzlich ausreichend Höhe, während bei bodenbewohnenden Arten eine größere Grundfläche wichtiger sein kann.
Ist ein Faunarium für Spinnen geeignet?
Für bestimmte Spinnenarten kann ein Faunarium geeignet sein, wenn Größe, Belüftung und Einrichtung stimmen. Bodenbewohnende Arten benötigen beispielsweise ausreichend Bodengrund, während kletternde Arten vertikale Strukturen benötigen. Besonders wichtig ist ein sicher schließender Deckel. Außerdem sollte bei empfindlichen Spinnen darauf geachtet werden, dass eine mögliche Fallhöhe nicht unnötig groß ist.
Kann man Futterinsekten in einem Faunarium aufbewahren?
Ja, Faunarien werden häufig zur Aufbewahrung von Heimchen, Grillen, Heuschrecken und anderen Futterinsekten genutzt. Wichtig sind eine ausreichende Belüftung, passende Temperaturen und eine geeignete Versorgung mit Futter und Flüssigkeit. Strukturmaterialien wie Eierkartons können die nutzbare Oberfläche vergrößern. Tote Tiere und verdorbenes Futter sollten regelmäßig entfernt werden.
Braucht ein Faunarium eine Heizung?
Das hängt von der gehaltenen Tierart und der Umgebungstemperatur ab. Viele Reptilien und einige Wirbellose benötigen Temperaturen, die deutlich über normaler Raumtemperatur liegen. Eine Heizung darf jedoch nicht einfach ohne Kontrolle an einem Kunststoffbehälter angebracht werden. Die Temperatur muss überwacht und eine für Kunststoff geeignete Heizlösung verwendet werden. Überhitzung kann sowohl das Tier als auch den Behälter gefährden.
Wie hoch sollte die Luftfeuchtigkeit im Faunarium sein?
Hier gibt es keinen allgemein gültigen Wert. Manche Tiere benötigen ein relativ trockenes Klima, andere eine deutlich höhere Luftfeuchtigkeit. Deshalb muss die Luftfeuchtigkeit immer nach den Anforderungen der jeweiligen Art eingestellt werden. Die starke Belüftung vieler Faunarien kann dazu führen, dass Feuchtigkeit schnell verloren geht. Gegebenenfalls sind deshalb ein geeigneter Bodengrund, regelmäßiges Befeuchten oder andere Maßnahmen notwendig.
Kann man ein Faunarium stapeln?
Leere Behälter können abhängig von ihrer Bauform häufig platzsparend gestapelt werden. Bei besetzten Faunarien muss dagegen darauf geachtet werden, dass sämtliche Lüftungsöffnungen frei bleiben. Ein Behälter darf niemals so auf einen anderen gestellt werden, dass die Luftzufuhr eingeschränkt wird. Auch Stabilität und Gewicht müssen berücksichtigt werden.
Wie oft sollte ein Faunarium gereinigt werden?
Die Reinigungsintervalle hängen von der Tierart und der Verschmutzung ab. Kot, Futterreste und tote Futtertiere sollten möglichst schnell entfernt werden. Eine vollständige Reinigung kann je nach Tier und Einrichtung in größeren Abständen erforderlich sein. Besonders bei Quarantänebehältern spielt eine gute Hygiene eine wichtige Rolle. Gleichzeitig sollte das Tier nicht durch unnötig häufige Komplettreinigungen gestresst werden.
Ist ein Faunarium für den Tierarztbesuch geeignet?
Ja, dafür ist ein Faunarium häufig sehr praktisch. Der Behälter ist leicht, transparent und gut belüftet. Der Tierarzt kann das Tier teilweise bereits von außen beobachten. Wichtig ist ein sicherer Deckel und eine an die Tiergröße angepasste Box. Während des Transports muss das Tier außerdem vor Zugluft, Überhitzung, Unterkühlung und starken Erschütterungen geschützt werden.
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Leider ist uns momentan kein Faunarium Stiftung Warentest Sieger bekannt.
Fazit zum Faunarium
Ein Faunarium ist ein vielseitiger Kunststoffbehälter, der sich insbesondere für den Transport, die kurzfristige Unterbringung, die Quarantäne und die Beobachtung kleiner Reptilien, Amphibien, Insekten und anderer Wirbelloser eignet. Durch das geringe Gewicht, die transparenten Wände und die integrierte Belüftung lässt sich ein solcher Behälter unkompliziert verwenden und reinigen.
Besonders praktisch ist ein Faunarium als Transportbox. Für einen Tierarztbesuch oder während der Reinigung eines regulären Terrariums steht damit schnell eine sichere Ausweichmöglichkeit zur Verfügung. Auch Futterinsekten lassen sich in geeigneten Modellen übersichtlich unterbringen und versorgen.
Entscheidend ist jedoch, ein Faunarium nicht automatisch als vollwertigen Ersatz für jedes Terrarium zu betrachten. Viele Reptilien und Amphibien benötigen dauerhaft eine komplexe Kombination aus ausreichend Platz, Temperaturgefälle, Luftfeuchtigkeit, Beleuchtung, UV-Versorgung und strukturierter Einrichtung. Diese Voraussetzungen können in einem einfachen Kunststoffbehälter häufig nicht oder nur mit erheblichem Aufwand erfüllt werden.
Beim Kauf sollte daher zunächst der konkrete Einsatzzweck feststehen. Größe, Grundfläche und Höhe müssen zur Tierart passen. Ebenso wichtig sind eine ausreichende Belüftung, ein sicher schließender Deckel und kleine genug ausgeführte Lüftungsschlitze. Gerade bei Jungtieren, Insekten und Spinnen können bereits wenige Millimeter darüber entscheiden, ob ein Behälter ausbruchsicher ist.
Auch die Materialqualität spielt eine Rolle. Ein hochwertiger Kunststoff sollte stabil, gut zu reinigen und frei von scharfen Kanten sein. Ein praktischer Tragegriff kann den Transport erleichtern, darf jedoch niemals darüber hinwegtäuschen, dass der Deckel vor jedem Anheben sorgfältig kontrolliert werden muss.
Wer das Faunarium passend zum jeweiligen Tier auswählt und dessen artspezifische Bedürfnisse berücksichtigt, erhält einen äußerst praktischen Behälter für viele Situationen rund um die Terraristik. Besonders als Transport-, Quarantäne- oder Übergangslösung kann ein gutes Faunarium deshalb zu den nützlichsten Zubehörteilen eines Terrarienhalters gehören.
Zuletzt Aktualisiert am 13.09.2026
Letzte Aktualisierung am 20.09.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API
