Pastellpapier ist ein speziell für Pastellkreiden, Softpastelle, Hartpastelle, Pastellstifte, Zeichenkohle und andere trockene Zeichenmedien entwickelter Malgrund, dessen Oberflächenstruktur einen entscheidenden Einfluss darauf hat, wie gut die einzelnen Pigmente haften, wie intensiv die Farben wirken, wie viele Farbschichten übereinander aufgetragen werden können und wie fein oder ausdrucksstark sich ein Motiv gestalten lässt. Während gewöhnliches Schreib- oder Druckerpapier für erste Versuche zwar verwendet werden kann, stößt eine glatte Oberfläche bei der eigentlichen Pastellmalerei schnell an ihre Grenzen, weil die losen Farbpigmente nur eingeschränkt aufgenommen werden und weitere Farbschichten nach kurzer Zeit kaum noch haften. Spezielles Pastellpapier besitzt dagegen eine mehr oder weniger ausgeprägte Körnung, die den Pigmenten Halt bietet und gleichzeitig verschiedene Maltechniken ermöglicht. Neben der Oberflächenstruktur unterscheiden sich die erhältlichen Produkte hinsichtlich Grammatur, Farbe, Format, Alterungsbeständigkeit und Materialqualität teilweise erheblich. Für detailreiche Portraits mit Pastellstiften kann beispielsweise ein feineres Papier sinnvoll sein, während für großflächige Arbeiten mit weichen Pastellkreiden häufig eine stärker strukturierte Oberfläche bevorzugt wird. Auch die Farbe des Untergrunds spielt eine wichtige Rolle, da graues, beiges, braunes, schwarzes oder andersfarbiges Pastellpapier direkt in die Gestaltung eingebunden werden kann. Wer das passende Pastellpapier kaufen möchte, sollte deshalb nicht nur auf den Preis oder die Blattgröße achten, sondern die Eigenschaften des jeweiligen Papiers möglichst genau an die verwendeten Pastellfarben, den eigenen Zeichenstil und das geplante Motiv anpassen.
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Was ist Pastellpapier?
Pastellpapier ist ein Künstlerpapier mit einer speziell strukturierten Oberfläche, die darauf ausgelegt ist, trockene Farbpartikel möglichst zuverlässig festzuhalten. Pastellfarben unterscheiden sich grundlegend von flüssigen Farben, weil die Pigmente nicht tief in das Papier eindringen, sondern überwiegend auf der Oberfläche liegen bleiben. Damit die Farbe trotzdem haftet, benötigt das Papier eine gewisse Rauheit beziehungsweise Körnung.
Diese Struktur wird in der Pastellmalerei häufig als Zahn oder „Tooth“ des Papiers bezeichnet. Je stärker der sogenannte Zahn ausgeprägt ist, desto mehr Pigment kann sich in den kleinen Vertiefungen der Oberfläche festsetzen. Dadurch lassen sich normalerweise mehr Farbschichten aufbauen. Auf sehr glattem Papier ist die Oberfläche dagegen schneller gesättigt und nimmt anschließend kaum noch neue Farbe auf.
Pastellpapier ist in zahlreichen Ausführungen erhältlich. Neben klassisch gekörntem Papier gibt es besonders feine, grobe, samtartige oder sandpapierähnliche Oberflächen. Welche Variante sinnvoll ist, hängt stark von der verwendeten Technik ab. Wer hauptsächlich mit Pastellstiften arbeitet und viele feine Details zeichnen möchte, bevorzugt häufig eine feinere Struktur. Für Softpastelle und intensive mehrschichtige Arbeiten können dagegen gröbere Untergründe Vorteile bieten.
Auch bei den verfügbaren Farben gibt es große Unterschiede. Neben weißem Pastellpapier werden zahlreiche Grau-, Beige-, Braun-, Blau- und Schwarztöne angeboten. Der Untergrund kann dadurch bewusst Teil des fertigen Bildes werden. Besonders Mitteltöne sind beliebt, weil darauf sowohl helle als auch dunkle Pastellfarben gut aufgebaut werden können.
Vorteile von Pastellpapier
- Die strukturierte Oberfläche sorgt für eine deutlich bessere Haftung von Pastellpigmenten.
- Je nach Ausführung können mehrere Farbschichten übereinander aufgebaut werden.
- Es gibt viele unterschiedliche Strukturen für verschiedene Mal- und Zeichentechniken.
- Farbige Untergründe können direkt in die Bildgestaltung einbezogen werden.
- Pastellpapier eignet sich häufig zusätzlich für Kohle, Kreide und Pastellstifte.
- Hochwertige Künstlerpapiere sind in säurefreien und alterungsbeständigen Varianten erhältlich.
- Unterschiedliche Formate und Grammaturen ermöglichen eine Anpassung an kleine und große Projekte.
- Die Papierstruktur kann selbst als sichtbares Gestaltungselement genutzt werden.
Nachteile von Pastellpapier
- Hochwertiges Spezialpapier ist meist teurer als einfaches Zeichenpapier.
- Sehr raue Oberflächen können besonders feine Details erschweren.
- Abrasive Varianten nutzen Pastellkreiden vergleichsweise schnell ab.
- Nicht jedes Pastellpapier ist für alle Pastellarten gleichermaßen geeignet.
- Empfindliche Oberflächen können beim starken Radieren beschädigt werden.
- Sehr dünne Papiere können sich bei kräftiger Bearbeitung leichter verformen.
- Einsteiger müssen häufig zunächst ausprobieren, welche Oberflächenstruktur ihnen am besten liegt.
Der entscheidende Vorteil liegt damit in der gezielten Anpassung des Untergrunds an trockene Künstlerfarben. Ein gutes Pastellpapier erleichtert nicht nur das Auftragen der Farbe, sondern beeinflusst auch die Anzahl möglicher Schichten, die Leuchtkraft und den gesamten Charakter der Zeichnung. Gerade bei aufwendigen Arbeiten lohnt es sich deshalb, dem Papier ebenso viel Aufmerksamkeit zu schenken wie den verwendeten Pastellkreiden.
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Welche Arten von Pastellpapier gibt es?
Pastellpapier wird in mehreren unterschiedlichen Varianten angeboten, wobei vor allem die Oberflächenstruktur darüber entscheidet, für welche Technik ein Papier besonders gut geeignet ist. Zusätzlich können Papierfarbe, Grammatur und Herstellung eine wichtige Rolle spielen. Es lohnt sich deshalb, die verschiedenen Arten genauer miteinander zu vergleichen.
Feinkörniges Pastellpapier
Feinkörniges Pastellpapier besitzt nur eine leicht raue Oberfläche. Die Struktur ist sichtbar und fühlbar, bleibt aber vergleichsweise dezent. Dadurch lassen sich Pastellstifte und härtere Pastellkreiden präzise führen. Besonders bei Portraits, Tierzeichnungen, kleinen Motiven oder anderen Arbeiten mit zahlreichen feinen Details ist diese Papierart interessant.
Die feine Struktur ermöglicht saubere Linien und relativ gleichmäßige Farbflächen. Gleichzeitig reicht die vorhandene Rauheit aus, damit sich Pigmente besser festsetzen als auf gewöhnlichem glattem Zeichenpapier. Allerdings ist die Aufnahmefähigkeit begrenzter als bei sehr rauen Spezialpapieren. Wer zahlreiche intensive Farbschichten übereinanderlegen möchte, kann die Oberfläche deshalb schneller vollständig mit Pigment füllen.
Mittelkörniges Pastellpapier
Mittelkörniges Pastellpapier gehört zu den vielseitigsten Varianten und ist daher sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Künstler interessant. Die Oberfläche besitzt genügend Struktur, um größere Mengen Pastellpigment aufzunehmen, bleibt aber gleichzeitig fein genug, damit sich Details noch relativ präzise ausarbeiten lassen.
Diese Art kann mit Softpastell, Hartpastell und Pastellstiften verwendet werden. Wer zunächst verschiedene Techniken ausprobieren möchte und noch nicht genau weiß, welche Oberfläche langfristig bevorzugt wird, erhält mit einer mittleren Körnung einen guten Kompromiss.
Grobkörniges Pastellpapier
Grobkörniges Pastellpapier besitzt eine deutlich sichtbarere und fühlbarere Struktur. Die Vertiefungen und Erhöhungen können große Mengen Pigment aufnehmen. Dadurch lassen sich bei geeigneter Technik mehrere Farbschichten aufbauen, ohne dass das Papier sofort vollständig gesättigt ist.
Besonders für expressive Landschaften, großformatige Bilder und weiche Pastellmalerei kann diese Oberfläche interessant sein. Gleichzeitig bleibt die Struktur teilweise sichtbar und wird dadurch Bestandteil der Bildwirkung. Für sehr feine Details ist grobes Papier dagegen weniger ideal, da Stiftspitzen über die Unebenheiten geführt werden müssen.
Velour-Pastellpapier
Velourpapier besitzt eine samtähnliche Oberfläche und unterscheidet sich dadurch deutlich von klassisch gekörntem Papier. Pastellpigmente haften sehr weich auf der Oberfläche und ermöglichen besonders sanfte Übergänge. Diese Eigenschaften sind beispielsweise bei Tierportraits interessant, weil Fellstrukturen und weiche Übergänge sehr natürlich wirken können.
Die Verarbeitung erfordert allerdings etwas Übung. Pigmente reagieren auf Velour anders als auf normalem Papier, und Korrekturen können schwieriger sein. Wer erstmals mit dieser Oberfläche arbeitet, sollte deshalb zunächst kleinere Studien anfertigen.
Sandpapierähnliches Pastellpapier
Sandpapierähnliche Pastelluntergründe besitzen eine besonders griffige und abrasive Oberfläche. Die Struktur erinnert an sehr feines Schleifpapier und kann entsprechend viel Pigment aufnehmen. Diese Variante ist bei Künstlern beliebt, die zahlreiche Schichten mit Softpastell übereinanderlegen möchten.
Durch die starke Reibung wird allerdings auch die Pastellkreide schneller abgetragen. Dadurch kann sich der Materialverbrauch erhöhen. Gleichzeitig erzeugen bereits leichte Striche einen kräftigen Farbauftrag, weil die raue Oberfläche Pigment direkt von der Kreide löst.
Farbiges Pastellpapier
Farbiges Pastellpapier bietet einen besonderen gestalterischen Vorteil, weil die Grundfarbe bereits Bestandteil des Motivs werden kann. Der Künstler muss die gesamte Fläche nicht vollständig mit Pastellfarbe bedecken, sondern kann den vorhandenen Untergrund bewusst sichtbar lassen.
Grautöne eignen sich besonders gut als neutrale Mitteltöne. Beige und Braun erzeugen eine wärmere Wirkung und werden häufig für Portraits, Landschaften und Tierdarstellungen verwendet. Dunkle Papiere können helle Pastellfarben besonders kräftig erscheinen lassen.
Schwarzes Pastellpapier
Schwarzes Pastellpapier ist eine besonders kontrastreiche Variante. Helle Farben wie Weiß, Gelb, Rosa oder helle Blau- und Grüntöne wirken auf schwarzem Untergrund ausgesprochen intensiv. Dadurch eignet sich das Papier unter anderem für Nachtmotive, Blumen, Tiere oder experimentelle Zeichnungen.
Die Arbeitsweise unterscheidet sich vom Zeichnen auf weißem Papier, weil nicht die Schatten, sondern häufig zunächst die hellen Bereiche aufgebaut werden. Dadurch kann schwarzes Papier gerade für kreative Übungen interessant sein.
Pastellpapier im Block
Pastellpapierblöcke enthalten mehrere Bögen und sind besonders praktisch für regelmäßiges Zeichnen. Je nach Produkt besteht ein Block aus identisch gefärbten Blättern oder aus einer Auswahl unterschiedlicher Farben. Dadurch lassen sich verschiedene Untergründe unkompliziert ausprobieren.
Blöcke sind außerdem gut zu transportieren und schützen die unbenutzten Blätter. Für Skizzen, Übungen, Kurse und kleinere Kunstwerke sind sie deshalb besonders beliebt.
Pastellpapier als Einzelbogen
Einzelbögen sind häufig in größeren Formaten erhältlich und eignen sich damit besonders für umfangreichere Kunstwerke. Der Käufer kann gezielt genau die Farbe, Struktur und Größe wählen, die für das jeweilige Projekt benötigt wird.
Große Einzelbögen lassen sich bei Bedarf außerdem zuschneiden. Dadurch können aus einem Bogen mehrere kleinere Formate hergestellt werden. Wichtig ist dabei eine saubere Schneideunterlage, damit das Papier nicht beschädigt wird.
Welche Alternativen zu Pastellpapier gibt es?
Auch wenn spezielles Pastellpapier für viele Arbeiten die beste Lösung darstellt, können unterschiedliche Alternativen verwendet werden. Entscheidend ist vor allem, dass der Untergrund genügend Struktur besitzt, um die Pigmente aufzunehmen.
Zeichenpapier
Leicht strukturiertes Zeichenpapier ist eine günstige und einfach erhältliche Alternative. Für Übungen, Skizzen und erste Erfahrungen mit Pastellkreide kann es vollkommen ausreichend sein. Insbesondere Pastellstifte und härtere Kreiden können darauf gut verwendet werden.
Die Grenzen zeigen sich meist beim Aufbau vieler Farbschichten. Ist die Oberfläche zu glatt, wird sie relativ schnell mit Pigment gefüllt. Für aufwendige Softpastellbilder ist spezielles Pastellpapier daher in vielen Fällen besser geeignet.
Aquarellpapier
Aquarellpapier besitzt häufig eine deutlich sichtbare Struktur und ist gleichzeitig vergleichsweise stabil. Dadurch kann es auch als Untergrund für Pastell verwendet werden. Besonders interessant ist diese Alternative für Mischtechniken, wenn beispielsweise Aquarellfarben als Untermalung eingesetzt und anschließend mit Pastell ergänzt werden.
Die Struktur von Aquarellpapier unterscheidet sich allerdings von der eines speziellen Pastellpapiers. Ob das Arbeitsgefühl gefällt, hängt deshalb stark von der individuellen Technik ab.
Tonpapier
Tonpapier ist in vielen unterschiedlichen Farben erhältlich und eignet sich hervorragend, um die Wirkung farbiger Untergründe auszuprobieren. Für Studien, Schulprojekte und einfache Zeichnungen kann es eine preiswerte Alternative sein.
Allerdings sind nicht alle Tonpapiere säurefrei oder besonders alterungsbeständig. Für Kunstwerke, die über viele Jahre aufbewahrt werden sollen, ist hochwertiges Künstlerpapier deshalb meist die bessere Wahl.
Kraftpapier
Kraftpapier besitzt einen charakteristischen braunen Grundton. Besonders weiße, schwarze und erdige Pastellfarben können darauf sehr wirkungsvoll eingesetzt werden. Portraitstudien, Tierzeichnungen und Naturmotive lassen sich dadurch mit vergleichsweise wenigen Farben gestalten.
Auch hier sollte für dauerhafte Kunstwerke auf die Papierqualität geachtet werden, da einfaches Verpackungs-Kraftpapier nicht für eine langfristige Archivierung vorgesehen ist.
Pastellkarton
Pastellkarton ist stärker als normales Papier und eignet sich daher besonders für größere Arbeiten oder intensive Maltechniken. Die höhere Stabilität reduziert das Risiko, dass sich der Untergrund bei kräftigem Druck oder häufigem Verwischen verformt.
Je nach Produkt ist die Oberfläche bereits speziell für Pastell vorbereitet und kann dadurch ähnliche Eigenschaften wie hochwertiges Pastellpapier bieten.
Grundierte Malplatten
Mit speziellen Pastellgrundierungen können auch feste Malplatten oder andere geeignete Untergründe vorbereitet werden. Die Grundierung erzeugt eine raue Oberfläche, an der Pastellpigmente haften können.
Diese Lösung bietet besonders viel Gestaltungsfreiheit, weil Größe, Form und Stärke des Bildträgers individuell gewählt werden können. Für Anfänger ist fertiges Pastellpapier jedoch meist unkomplizierter.
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Beliebte Pastellpapiere und Hersteller
| Name | Marke | Ungefährer Preis | Kurze Beschreibung |
|---|---|---|---|
| Mi-Teintes | Canson | ca. 10 bis 30 Euro | Bekanntes Künstlerpapier mit charakteristischer Struktur, großer Farbauswahl und vielseitigen Einsatzmöglichkeiten für Pastell, Kohle und Kreide. |
| Pastelmat | Clairefontaine | ca. 20 bis 50 Euro | Sehr griffiger Spezialuntergrund mit hoher Pigmentaufnahme, der sich besonders für intensive und mehrschichtige Pastellarbeiten eignet. |
| Ingres | Hahnemühle | ca. 10 bis 30 Euro | Klassisch strukturiertes Künstlerpapier für Pastellkreide, Kohle, Kreide und verschiedene trockene Zeichentechniken. |
| Tiziano | Fabriano | ca. 10 bis 30 Euro | Farbiges Künstlerpapier mit strukturierter Oberfläche, das für Pastell, Kreide, Buntstifte und unterschiedliche Zeichenarbeiten geeignet ist. |
| Pastel Card | Sennelier | ca. 20 bis 50 Euro | Stärker strukturierter Pastelluntergrund für kräftigen Farbauftrag und mehrere übereinanderliegende Pigmentschichten. |
| Pastellpapier Block | Verschiedene Marken | ca. 5 bis 25 Euro | Praktische Lösung für Einsteiger, Hobbykünstler und regelmäßige Übungen, teilweise mit mehreren unterschiedlich gefärbten Bögen. |
Die angegebenen Preise dienen lediglich als ungefähre Orientierung und können abhängig von Format, Blattzahl, Händler und jeweiliger Produktserie deutlich abweichen. Bei Künstlerpapier lohnt sich ein direkter Vergleich der einzelnen Oberflächen häufig mehr als ein reiner Preisvergleich. Ein günstigeres Papier kann für Übungen vollkommen ausreichend sein, während hochwertige Spezialoberflächen für aufwendige Arbeiten zusätzliche Möglichkeiten bieten.
Worauf sollte man beim Kauf von Pastellpapier achten?
Beim Kauf von Pastellpapier sind mehrere Eigenschaften wichtig. Da sich unterschiedliche Pastelltechniken teilweise erheblich voneinander unterscheiden, gibt es nicht das eine Papier, das für jeden Anwender gleichermaßen geeignet ist.
Oberflächenstruktur
Die Oberflächenstruktur gehört zu den wichtigsten Kaufkriterien. Feines Papier eignet sich besonders für detailreiche Zeichnungen und Pastellstifte. Grobe und abrasive Oberflächen sind dagegen vorteilhaft, wenn viele Farbschichten mit Softpastell aufgebaut werden sollen.
Wer noch keine Erfahrung besitzt, kann mit einer mittleren Körnung beginnen. Dadurch lassen sich verschiedene Techniken ausprobieren, ohne dass die Oberfläche zu extrem ausfällt.
Grammatur
Die Grammatur gibt an, wie viel ein Quadratmeter des jeweiligen Papiers wiegt. Eine höhere Grammatur bedeutet in der Regel ein stärkeres und stabileres Papier. Für reine Trockenpastelltechniken ist kein extrem schwerer Untergrund erforderlich. Bei größeren Formaten oder Mischtechniken kann eine höhere Papierstärke jedoch Vorteile bieten.
Papierfarbe
Die Farbe des Untergrunds sollte passend zum Motiv gewählt werden. Mittlere Grautöne sind besonders flexibel, weil helle und dunkle Pastellfarben darauf gut sichtbar sind. Beige und Braun wirken wärmer und eignen sich unter anderem für Portraits oder Naturmotive.
Schwarzes Papier erzeugt sehr starke Kontraste und ist besonders interessant, wenn helle Pastellfarben im Mittelpunkt stehen sollen. Weiß bietet dagegen eine neutrale und vielseitige Ausgangsbasis.
Format
Pastellpapier wird sowohl in kleinen Blöcken als auch in großen Einzelbögen angeboten. Kleine Formate eignen sich für Übungen, Skizzen und Detailstudien. Größere Bögen sind für aufwendigere Kunstwerke sinnvoll.
Wer häufig unterschiedliche Formate benötigt, kann größere Einzelbögen kaufen und diese selbst zuschneiden.
Säurefreiheit und Alterungsbeständigkeit
Für Kunstwerke, die langfristig aufbewahrt werden sollen, sind Säurefreiheit und Alterungsbeständigkeit wichtige Kriterien. Papier minderer Qualität kann mit den Jahren vergilben oder spröde werden. Hochwertige Künstlerpapiere sind deshalb häufig entsprechend gekennzeichnet.
Geeignetes Pastellmedium
Softpastell, Hartpastell, Pastellstifte und Ölpastell verhalten sich unterschiedlich. Ein Papier, das für weiche Kreiden hervorragend funktioniert, muss deshalb nicht automatisch die beste Wahl für detailreiche Pastellstiftzeichnungen sein.
Die Produktbeschreibung des Herstellers gibt häufig Hinweise darauf, für welche Medien ein Papier besonders geeignet ist.
Anzahl der gewünschten Farbschichten
Wer überwiegend mit wenigen Farbflächen arbeitet, benötigt nicht zwangsläufig ein besonders stark strukturiertes Papier. Für Bilder mit zahlreichen übereinanderliegenden Schichten ist dagegen eine griffigere Oberfläche vorteilhaft.
Sobald sämtliche Vertiefungen mit Pigment gefüllt sind, nimmt das Papier zusätzliche Farbe nur noch schlecht auf. Dieser Zeitpunkt wird auf glatten Oberflächen deutlich früher erreicht.
Preis
Pastellpapier ist in sehr unterschiedlichen Preisklassen erhältlich. Für tägliche Übungen muss nicht immer hochwertiges Spezialpapier verwendet werden. Bei aufwendigen Arbeiten kann sich ein besserer Untergrund jedoch deutlich bemerkbar machen.
Pastellpapier richtig verwenden
Vor Beginn der Zeichnung sollte das Pastellpapier auf einer sauberen und stabilen Unterlage platziert werden. Größere Bögen können vorsichtig mit geeignetem Künstlerklebeband befestigt werden. Dadurch verrutscht das Papier beim Arbeiten nicht und bleibt möglichst eben.
Eine Vorzeichnung sollte möglichst dezent ausgeführt werden. Kräftige Bleistiftlinien können durch helle Pastellschichten sichtbar bleiben. Deshalb verwenden viele Künstler einen passenden Pastellstift oder eine Kreide in einem Farbton, der später ohnehin Bestandteil des Bildes wird.
Beim Aufbau des Motivs werden häufig zunächst große Farbflächen und grundlegende Formen angelegt. Details folgen später. Diese Vorgehensweise verhindert, dass bereits sehr früh große Mengen Pigment in die Papierstruktur eingearbeitet werden.
Starkes Verreiben und Verwischen kann die Oberfläche ebenfalls schneller füllen. Je nach gewünschtem Ergebnis sollten Farben deshalb kontrolliert miteinander verbunden werden. Die optimale Technik hängt stark vom verwendeten Papier ab.
Pastellpapier mit Softpastell
Softpastelle geben sehr viel Pigment ab und profitieren deshalb von einer griffigen Oberfläche. Mittlere bis stark strukturierte Papiere können besonders gut geeignet sein. Auf abrasiven Oberflächen lassen sich häufig zahlreiche Schichten aufbauen.
Pastellpapier mit Pastellstiften
Pastellstifte werden vor allem für Linien und Details eingesetzt. Feine bis mittelstarke Strukturen bieten hier meist den besten Kompromiss zwischen Pigmenthaftung und Präzision.
Auf sehr rauem Papier werden die Stiftspitzen stärker beansprucht und müssen häufiger nachgespitzt werden.
Pastellpapier mit Kohle
Viele Pastellpapiere können auch hervorragend für Zeichenkohle verwendet werden. Die raue Oberfläche nimmt die Kohlepartikel gut auf. Dadurch eignet sich ein Pastellpapier auch für monochrome Zeichnungen oder kombinierte Pastell- und Kohlearbeiten.
Pastellpapier richtig lagern und fertige Bilder schützen
Unbenutztes Pastellpapier sollte trocken und möglichst flach gelagert werden. Feuchtigkeit kann dazu führen, dass sich einzelne Bögen wellen oder verändern. Eine Zeichenmappe schützt zusätzlich vor Staub, Knicken und Verschmutzungen.
Besonders empfindlich sind fertige Pastellzeichnungen. Ein großer Teil der Pigmente liegt weiterhin lose auf der Oberfläche. Werden mehrere Bilder direkt aufeinandergelegt, können Farben verschmieren oder auf die Rückseite des darüberliegenden Blatts übertragen werden.
Als Zwischenlage kann geeignetes Schutzpapier verwendet werden. Pergaminpapier wird für diesen Zweck häufig eingesetzt. Fertige Werke sollten außerdem möglichst nur am Rand angefasst werden.
Für die dauerhafte Präsentation ist eine Rahmung hinter Glas üblich. Dabei sollte die Pastelloberfläche nicht unmittelbar an der Glasscheibe anliegen. Ein Passepartout oder eine andere Abstandslösung kann dafür sorgen, dass zwischen Bild und Glas ausreichend Platz bleibt.
Häufig gestellte Fragen zu Pastellpapier
Welches Pastellpapier eignet sich am besten für Anfänger?
Für Anfänger ist ein Papier mit mittlerer Oberflächenstruktur häufig die sinnvollste Wahl. Es bietet ausreichend Halt für Softpastell, Hartpastell und Pastellstifte, ohne bei kleinen Details zu grob zu wirken. Besonders praktisch sind Blöcke mit unterschiedlichen Papierfarben. Dadurch können mehrere Untergründe ausprobiert werden, ohne dass direkt große Mengen einer einzigen Sorte gekauft werden müssen. Nach einigen Zeichnungen wird meist schnell deutlich, ob eine feinere oder gröbere Struktur besser zum eigenen Arbeitsstil passt.
Kann man normales Zeichenpapier für Pastell verwenden?
Grundsätzlich kann Pastell auch auf gewöhnlichem Zeichenpapier verwendet werden, sofern die Oberfläche nicht vollständig glatt ist. Für erste Übungen, Skizzen oder einfache Zeichnungen kann dies vollkommen ausreichen. Bei aufwendigen Bildern zeigen sich jedoch schnell Grenzen. Glattes Zeichenpapier kann nur eine begrenzte Menge Pigment aufnehmen. Nach wenigen Farbschichten ist die Oberfläche gesättigt und zusätzliche Farbe haftet nur noch schlecht. Spezielles Pastellpapier bietet deshalb für anspruchsvollere Arbeiten deutliche Vorteile.
Welche Farbe sollte Pastellpapier haben?
Die optimale Papierfarbe hängt vom Motiv und von der gewünschten Bildwirkung ab. Grau ist besonders vielseitig, weil es bereits einen neutralen Mittelton bildet. Helle und dunkle Bereiche können von diesem Grundton aus aufgebaut werden. Beige und Braun wirken wärmer und eignen sich gut für Portraits, Tiere und Landschaften. Schwarz erzeugt starke Kontraste und lässt helle Farben besonders kräftig wirken. Weiß bietet dagegen einen neutralen Ausgangspunkt und ist für nahezu jedes Motiv verwendbar.
Ist Pastellpapier auch für Pastellstifte geeignet?
Ja, Pastellpapier eignet sich sehr gut für Pastellstifte. Allerdings sollte für detailreiche Arbeiten keine extrem grobe Oberfläche gewählt werden. Feine oder mittelstarke Strukturen ermöglichen präzisere Linien und schonen gleichzeitig die Stiftspitze. Sehr raue Papiere können die Mine schneller abnutzen und kleine Details erschweren. Für Portraits, Fellzeichnungen oder andere präzise Motive ist ein feinerer Untergrund daher häufig die bessere Wahl.
Welche Grammatur sollte gutes Pastellpapier besitzen?
Eine allgemein optimale Grammatur gibt es nicht. Da trockene Pastellfarben kaum Feuchtigkeit enthalten, muss Pastellpapier nicht so schwer sein wie beispielsweise Aquarellpapier. Trotzdem bietet eine höhere Grammatur mehr Stabilität. Besonders bei größeren Formaten, starkem Druck oder Mischtechniken kann dies sinnvoll sein. Entscheidend ist letztlich die Kombination aus Papierstärke und Oberflächenbeschaffenheit.
Warum wird farbiges Pastellpapier verwendet?
Farbiges Pastellpapier ermöglicht es, den vorhandenen Untergrund direkt in die Bildgestaltung einzubeziehen. Der Künstler muss dadurch nicht jeden Bereich vollständig mit Farbe bedecken. Ein mittlerer Grundton kann beispielsweise bereits große Teile der späteren Tonwertskala übernehmen. Dadurch lassen sich sowohl helle Lichter als auch dunkle Schatten gezielt ergänzen. Zusätzlich beeinflusst die Papierfarbe die wahrgenommene Wirkung der aufgetragenen Pastelltöne.
Kann Pastellpapier für Ölpastell verwendet werden?
Viele Pastellpapiere können grundsätzlich auch mit Ölpastell verwendet werden. Ölpastelle enthalten allerdings andere Bindemittel und verhalten sich deshalb anders als trockene Pastellkreiden. Für intensive Ölpastellarbeiten kann ein stärkeres und robusteres Papier sinnvoll sein. Wer verschiedene Materialien kombinieren möchte, sollte außerdem überprüfen, ob der Hersteller das jeweilige Papier ausdrücklich für Mischtechniken oder Ölpastelle empfiehlt.
Wie viele Farbschichten kann Pastellpapier aufnehmen?
Die mögliche Anzahl der Farbschichten hängt stark von der Oberflächenstruktur ab. Feines und relativ glattes Papier kann deutlich schneller gesättigt sein als grobes oder abrasives Spezialpapier. Je mehr freie Struktur vorhanden ist, desto mehr Pigment kann aufgenommen werden. Auch die Arbeitsweise spielt eine Rolle. Wer von Anfang an sehr kräftig aufdrückt oder Pigmente intensiv verreibt, füllt die Oberfläche schneller als bei einem kontrollierten schichtweisen Farbauftrag.
Wie sollte fertige Pastellmalerei aufbewahrt werden?
Fertige Pastellbilder sollten so gelagert werden, dass die Oberfläche möglichst wenig berührt wird. Werden mehrere Arbeiten übereinandergelegt, empfiehlt sich eine geeignete Zwischenlage. Für die langfristige Präsentation ist eine Rahmung hinter Glas sinnvoll. Zwischen Glas und Bild sollte jedoch ein Abstand bestehen, damit Pigmente nicht an der Scheibe haften und die Oberfläche nicht beschädigt wird.
Muss Pastellpapier säurefrei sein?
Für einfache Übungen ist Säurefreiheit nicht zwingend erforderlich. Wer jedoch hochwertige Kunstwerke anfertigt und diese langfristig aufbewahren möchte, sollte auf säurefreies und möglichst alterungsbeständiges Papier achten. Minderwertiges Papier kann im Laufe der Jahre vergilben, spröde werden oder seine ursprünglichen Eigenschaften verändern. Bei hochwertigen Künstlerpapieren werden entsprechende Angaben häufig direkt vom Hersteller genannt.
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Fazit zum Pastellpapier
Pastellpapier ist ein wichtiger Bestandteil jeder Pastellzeichnung und sollte nicht lediglich als austauschbare Unterlage betrachtet werden. Die Oberflächenstruktur entscheidet maßgeblich darüber, wie gut Pigmente haften, wie viele Farbschichten aufgebaut werden können und wie sich Kreiden oder Pastellstifte über das Papier bewegen lassen. Bereits ein Wechsel des Papiers kann deshalb dazu führen, dass sich dieselben Pastellfarben völlig anders verarbeiten lassen.
Für Anfänger ist ein mittelstark strukturiertes Papier häufig die beste Ausgangsbasis. Es ermöglicht sowohl die Arbeit mit Pastellstiften als auch mit weicheren Kreiden und bietet einen guten Kompromiss zwischen Detailgenauigkeit und Pigmentaufnahme. Mit zunehmender Erfahrung kann anschließend gezielt auf feinere, gröbere, samtartige oder abrasive Spezialoberflächen gewechselt werden.
Auch die Papierfarbe spielt eine wichtige Rolle. Während weißes Papier eine neutrale Grundlage bietet, kann ein farbiger Untergrund bereits einen wesentlichen Teil der Bildwirkung bestimmen. Besonders Grau, Beige und Braun sind vielseitige Mitteltöne, auf denen helle und dunkle Pastellfarben gleichermaßen gut aufgebaut werden können. Schwarzes Papier bietet dagegen außergewöhnlich starke Kontraste und lässt helle Farbtöne besonders intensiv erscheinen.
Beim Kauf sollten außerdem Grammatur, Format, Säurefreiheit und Alterungsbeständigkeit berücksichtigt werden. Für einfache Übungen reicht häufig ein günstiger Pastellpapierblock vollkommen aus. Wer jedoch ein aufwendiges Kunstwerk anfertigen und dieses langfristig aufbewahren möchte, profitiert von hochwertigem Künstlerpapier mit geeigneten Archivierungseigenschaften.
Die verwendeten Pastellmaterialien sollten ebenfalls berücksichtigt werden. Pastellstifte benötigen für feine Details eine andere Oberfläche als weiche Pastellkreiden, mit denen zahlreiche Farbschichten aufgebaut werden sollen. Stark strukturierte oder sandpapierähnliche Untergründe ermöglichen eine besonders hohe Pigmentaufnahme, können gleichzeitig aber den Verbrauch der Kreiden erhöhen.
Wer regelmäßig mit Pastell arbeitet, sollte deshalb verschiedene Papiersorten ausprobieren. Bereits kleine Probebögen können zeigen, welche Struktur zum eigenen Zeichenstil passt. Manche Künstler bevorzugen eine sehr gleichmäßige und kontrollierbare Oberfläche, während andere gerade die sichtbare Struktur eines groben Papiers als Teil ihrer Bildgestaltung nutzen.
Insgesamt lohnt es sich, bei der Auswahl nicht ausschließlich auf den Preis zu achten. Ein gutes Pastellpapier muss vor allem zur eigenen Arbeitsweise, zum verwendeten Material und zum jeweiligen Motiv passen. Sind diese Faktoren aufeinander abgestimmt, lässt sich die Pastellfarbe kontrollierter auftragen, besser schichten und gezielter mischen. Dadurch kann das passende Pastellpapier erheblich dazu beitragen, sowohl einfache Übungen als auch anspruchsvolle Pastellbilder erfolgreich umzusetzen.
Zuletzt Aktualisiert am 07.09.2026
Letzte Aktualisierung am 25.10.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API
