Ein elektronisches Schlagzeug ist für viele Musiker eine interessante Alternative zu einem klassischen akustischen Drumset, denn es verbindet ein realistisches Spielgefühl mit moderner Technik, flexiblen Sounds und einer vergleichsweise geringen Lautstärke. Besonders in Mietwohnungen, Mehrfamilienhäusern oder kleineren Proberäumen kann ein E-Drumset seine Vorteile ausspielen, weil der eigentliche Schlagzeugklang über Kopfhörer oder angeschlossene Lautsprecher ausgegeben wird. Die Pads selbst erzeugen zwar weiterhin Anschlaggeräusche, diese sind jedoch wesentlich leiser als Snare, Toms und Becken eines akustischen Schlagzeugs. Moderne elektronische Schlagzeuge bieten inzwischen eine erstaunlich große Bandbreite an Funktionen. Unterschiedliche Drumkits, Metronom, Aufnahmefunktion, Übungsprogramme, USB- beziehungsweise MIDI-Anbindung und die Möglichkeit, Musik vom Smartphone oder Computer zuzuspielen, gehören bei vielen Modellen bereits zur Ausstattung. Gleichzeitig unterscheiden sich günstige Einsteiger-Sets und hochwertige E-Drums erheblich. Wichtige Faktoren sind beispielsweise die Qualität der Mesh-Heads, Anzahl und Größe der Pads, Anzahl der Triggerzonen, Reaktionsgeschwindigkeit, Dynamikumfang, Hi-Hat-System, Bassdrum-Konstruktion, Soundmodul und Erweiterbarkeit. Auch das Rack, die Stabilität und der benötigte Platz spielen eine wichtige Rolle. Wer ein elektronisches Schlagzeug kaufen möchte, sollte deshalb nicht ausschließlich nach der Anzahl der Sounds oder einem möglichst niedrigen Preis entscheiden. Dieser ausführliche Ratgeber zeigt, welche Arten von elektronischen Schlagzeugen erhältlich sind, welche Ausstattung wirklich relevant ist, worauf Anfänger und fortgeschrittene Drummer achten sollten und welche Alternativen es gibt.
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Was ist ein elektronisches Schlagzeug?
Ein elektronisches Schlagzeug, häufig als E-Drum, E-Drumset oder digitales Schlagzeug bezeichnet, ist ein Schlaginstrument, bei dem die einzelnen Trommeln und Becken durch elektronische Pads ersetzt werden. Diese Pads registrieren den Anschlag eines Drumsticks beziehungsweise beim Bassdrum-Pad den Tritt des Fußpedals und übertragen das entsprechende Signal an ein Soundmodul. Das Modul ordnet dem Signal anschließend einen vorher festgelegten Klang zu und gibt diesen über Kopfhörer, Aktivlautsprecher, Verstärker oder eine Musikanlage wieder.
Das Grundprinzip unterscheidet sich damit deutlich vom akustischen Schlagzeug. Bei einem normalen Drumset entsteht der Klang direkt durch das Schwingen von Fellen und Becken. Beim elektronischen Schlagzeug erzeugt der Anschlag dagegen zunächst lediglich ein elektrisches Triggersignal. Welcher Klang anschließend zu hören ist, lässt sich über das Modul bestimmen.
Dadurch kann ein einzelnes E-Drumset zahlreiche verschiedene Schlagzeuge simulieren. Mit wenigen Tastendrücken lässt sich beispielsweise zwischen einem Rock-Kit, einem Jazz-Set, elektronischen Dance-Sounds oder Percussion-Instrumenten wechseln. Bei höherwertigen Modulen können einzelne Instrumente zusätzlich hinsichtlich Stimmung, Lautstärke, Raumklang oder Effekten verändert werden.
Die Pads bestehen je nach Preisklasse aus Gummi oder sogenannten Mesh-Heads. Mesh-Heads sind mehrlagige Gewebefelle, deren Spannung häufig verändert werden kann. Sie geben beim Anschlag etwas nach und vermitteln dadurch ein natürlicheres Spielgefühl als einfache harte Gummipads. Hochwertige elektronische Schlagzeuge besitzen mittlerweile große Mesh-Pads, die optisch und hinsichtlich der Abmessungen zunehmend an akustische Trommeln erinnern.
Welche Vorteile bietet ein elektronisches Schlagzeug?
- Deutlich geringere Lautstärke als bei einem akustischen Schlagzeug
- Spielen über Kopfhörer möglich
- Viele unterschiedliche Drumkits und Klänge in einem Instrument
- Integriertes Metronom bei vielen Modellen
- Teilweise umfangreiche Übungs- und Coaching-Funktionen
- Aufnahmen ohne zusätzliche Mikrofone möglich
- USB- und MIDI-Anbindung für Computer und Musiksoftware
- Je nach Modell kompakter als ein akustisches Schlagzeug
- Lautstärke lässt sich unabhängig von der Anschlagstärke regulieren
- Für Wohnung, Homestudio, Unterricht und Bühne geeignet
Welche Nachteile kann ein elektronisches Schlagzeug haben?
- Anschlaggeräusche der Pads sind weiterhin hörbar
- Bassdrum-Pedal kann Trittschall auf den Boden übertragen
- Günstige Gummipads vermitteln ein weniger realistisches Spielgefühl
- Hochwertige Modelle können mehrere Tausend Euro kosten
- Benötigt Stromversorgung
- Elektronik und Sensoren können langfristig verschleißen
- Spielgefühl und Dynamik unterscheiden sich teilweise vom akustischen Schlagzeug
- Günstige Hi-Hat-Systeme reagieren häufig weniger realistisch
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Welche Arten von elektronischen Schlagzeugen gibt es?
Elektronische Schlagzeuge unterscheiden sich deutlich hinsichtlich Aufbau, Größe, Ausstattung und Zielgruppe. Ein kompaktes Einsteiger-E-Drum für wenige hundert Euro verfolgt ein anderes Konzept als ein professionelles Modell mit großen Trommelkesseln und einem hochwertigen Soundmodul. Vor dem Kauf sollte deshalb überlegt werden, wie intensiv das Instrument genutzt wird und welche Anforderungen langfristig bestehen.
Elektronisches Schlagzeug für Einsteiger
Einsteiger-Sets sind auf einen möglichst unkomplizierten Einstieg in das Schlagzeugspielen ausgelegt. Typischerweise bestehen sie aus einer Snare, drei Tom-Pads, mehreren Beckenpads, einem Hi-Hat-Pad und einer Bassdrum-Lösung. Dazu kommt ein kompaktes Rack, an dem die einzelnen Komponenten befestigt werden.
Preiswerte Sets verwenden teilweise Gummipads, inzwischen sind jedoch auch in günstigeren Preisklassen Mesh-Heads weit verbreitet. Besonders die Snare sollte möglichst mit einem Mesh-Fell ausgestattet sein, da sie beim Spielen besonders häufig angeschlagen wird.
Für Anfänger ist außerdem ein übersichtliches Soundmodul sinnvoll. Hunderte Untermenüs und komplexe Bearbeitungsmöglichkeiten werden am Anfang kaum benötigt. Wichtiger sind gute Grundsounds, ein Metronom, eine verständliche Bedienung und eventuell integrierte Trainingsfunktionen.
Ein gutes Einsteiger-E-Drum sollte zudem nicht zu klein gewählt werden. Kinder benötigen andere Abmessungen als Erwachsene. Werden Pads und Rack zu eng aufgebaut, kann sich eine ungünstige Spielhaltung entwickeln. Ein verstellbares Rack bietet deshalb klare Vorteile.
Elektronisches Schlagzeug mit Mesh-Heads
Mesh-Heads gehören mittlerweile zu den wichtigsten Ausstattungsmerkmalen eines guten E-Drumsets. Dabei handelt es sich um fein gewebte Schlagflächen, die ähnlich wie normale Trommelfelle gespannt werden können. Durch die nachgiebige Oberfläche entsteht ein natürlicheres Spielgefühl.
Bei vielen Modellen lässt sich die Fellspannung über Spannschrauben verändern. Dadurch kann der Rebound an persönliche Vorlieben angepasst werden. Ein straff gespanntes Mesh-Head lässt den Drumstick stärker zurückfedern, während eine geringere Spannung ein weicheres Gefühl erzeugt.
Mesh-Heads sind außerdem meist leiser als harte Gummipads. Ganz geräuschlos sind sie jedoch nicht. Besonders kräftige Anschläge und Rimshots erzeugen weiterhin mechanische Geräusche.
Elektronisches Schlagzeug mit Gummipads
Gummipads kommen vor allem bei günstigen oder besonders kompakten E-Drumsets zum Einsatz. Sie sind robust, relativ preiswert und benötigen wenig Wartung. Für gelegentliches Üben können sie vollkommen ausreichend sein.
Das Spielgefühl ist jedoch härter. Der Stick trifft auf eine vergleichsweise feste Oberfläche, wodurch sich längere Übungseinheiten weniger natürlich anfühlen können. Zudem ist das Anschlaggeräusch häufig deutlicher hörbar.
Bei Beckenpads wird Gummi weiterhin auch bei hochwertigen E-Drums verwendet, da sich hier eine robuste und flexible Oberfläche gut eignet. Bei Snare und Toms bevorzugen viele ambitionierte Schlagzeuger dagegen Mesh-Heads.
Professionelles elektronisches Schlagzeug
Professionelle E-Drums verfügen über größere Pads, hochwertige Sensorik und besonders leistungsfähige Soundmodule. Häufig werden mehrzonige Pads eingesetzt, die unterschiedliche Bereiche einer Trommel oder eines Beckens erkennen können.
Eine hochwertige Snare kann beispielsweise zwischen Fellschlag, Rimshot und Rimclick unterscheiden. Ride-Becken reagieren auf unterschiedliche Anschläge an Kuppe, Fläche und Rand. Dadurch entstehen wesentlich mehr Ausdrucksmöglichkeiten.
Auch die Hi-Hat ist bei professionellen Sets häufig realistischer konstruiert. Statt eines einfachen Pads mit separatem Fußcontroller kann ein echtes bewegliches Hi-Hat-Pad auf einem normalen Hi-Hat-Ständer montiert werden. Öffnungsgrad und Pedalbewegung lassen sich dadurch wesentlich feinfühliger erfassen.
Solche Sets eignen sich sowohl für anspruchsvolles Üben als auch für Studioaufnahmen und Live-Auftritte. Die Anschaffungskosten können allerdings deutlich über denen eines guten akustischen Mittelklasse-Schlagzeugs liegen.
Elektronisches Schlagzeug im Akustik-Design
Eine besondere Kategorie bilden E-Drums mit echten beziehungsweise akustisch anmutenden Trommelkesseln. Sie sehen auf den ersten Blick wie klassische Schlagzeuge aus, besitzen aber elektronische Trigger und Mesh-Heads.
Diese Konstruktion bietet ein besonders realistisches Erscheinungsbild und häufig größere Spielflächen. Für Musiker, die von einem akustischen Drumset wechseln, kann das vertraute Layout angenehm sein.
Der Platzbedarf ist allerdings ähnlich wie bei einem normalen Schlagzeug. Wer sich gerade wegen der kompakten Abmessungen für ein E-Drum interessiert, findet in einem klassischen Rack-System wahrscheinlich die praktischere Lösung.
Kompaktes elektronisches Schlagzeug
Kompakte Sets wurden speziell für kleine Räume und mobiles Üben entwickelt. Pads und Rack fallen kleiner aus und lassen sich teilweise relativ einfach zusammenklappen.
Das ist für Wohnungen, Studentenapartments oder häufige Transporte praktisch. Gleichzeitig können sehr kleine Pads die Treffsicherheit stärker fordern und weniger Raum für eine natürliche Bewegung bieten.
Für gelegentliches Üben oder als Zweitset sind kompakte Modelle hervorragend geeignet. Wer jedoch langfristig intensiv Schlagzeug spielen möchte, sollte möglichst eine Konstruktion wählen, die eine ergonomische Positionierung ermöglicht.
Hybrid-Schlagzeug
Ein Hybrid-Setup kombiniert akustische Trommeln mit elektronischen Elementen. Beispielsweise können Trigger an einer akustischen Snare oder Bassdrum befestigt werden, während zusätzliche elektronische Pads spezielle Samples auslösen.
Diese Lösung ist besonders bei Live-Musik interessant. Der Schlagzeuger behält das Spielgefühl eines akustischen Sets und kann gleichzeitig elektronische Sounds integrieren.
Hybrid-Lösungen sind allerdings komplexer und richten sich eher an fortgeschrittene Musiker, die bereits genau wissen, welche Klänge und Funktionen sie benötigen.
Alternativen zum elektronischen Schlagzeug
Akustisches Schlagzeug
Ein klassisches akustisches Schlagzeug bietet das unmittelbarste und natürlichste Spielgefühl. Schwingende Felle und echte Metallbecken reagieren extrem fein auf unterschiedliche Anschlagtechniken. Für Bandproben und Live-Musik ist das akustische Drumset deshalb nach wie vor die klassische Lösung.
Der größte Nachteil ist die enorme Lautstärke. In einer Mietwohnung lässt sich ein normales Schlagzeug nur mit erheblichem Schallschutz sinnvoll einsetzen. Außerdem benötigt es relativ viel Platz und für professionelle Aufnahmen mehrere Mikrofone.
Practice Pad
Ein Practice Pad ist eine kompakte Übungsfläche für Schlagzeugstöcke. Es eignet sich hervorragend zum Trainieren von Rudiments, Geschwindigkeit, Handtechnik und Timing.
Der Preis ist sehr gering und das Pad benötigt kaum Platz. Ein komplettes Schlagzeug lässt sich damit jedoch nicht ersetzen, da Bassdrum, Toms und Becken fehlen.
Elektronisches Drum-Pad
Multipads besitzen mehrere kleine Schlagflächen in einem einzigen Gehäuse. Jeder Bereich kann mit unterschiedlichen Sounds belegt werden. Solche Geräte eignen sich für Percussion, elektronische Musik, Samples oder als Erweiterung eines bestehenden Drumsets.
Für komplettes Schlagzeugspiel sind sie weniger realistisch, können jedoch eine interessante platzsparende Lösung darstellen.
Übungsschlagzeug mit leisen Fellen
Ein akustisches Drumset kann mit sogenannten Low-Volume-Mesh-Heads und speziellen leisen Becken ausgestattet werden. Dadurch reduziert sich die Lautstärke erheblich und das Spielgefühl bleibt relativ nah am akustischen Instrument.
Es stehen allerdings nicht automatisch elektronische Sounds, Aufnahmefunktionen oder Kopfhörerausgänge zur Verfügung. Mit zusätzlichen Triggern lässt sich daraus wiederum ein Hybrid-System aufbauen.
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Wichtige Kaufkriterien für ein elektronisches Schlagzeug
Mesh-Heads oder Gummipads
Für Snare und Toms sind Mesh-Heads bei regelmäßigem Spielen in der Regel empfehlenswert. Sie vermitteln ein angenehmeres Spielgefühl und lassen sich teilweise in ihrer Spannung verändern. Bei einem sehr knappen Budget kann zumindest eine Mesh-Snare sinnvoll sein.
Gummipads sind robust und kompakt, aber deutlich härter. Wer vor dem Kauf die Möglichkeit hat, sollte beide Varianten ausprobieren.
Größe der Pads
Große Pads fühlen sich natürlicher an und erleichtern den Umstieg zwischen elektronischem und akustischem Schlagzeug. Eine größere Snare ermöglicht außerdem Rimshots und andere Spieltechniken komfortabler.
Sehr kleine Pads sparen Platz, erfordern jedoch mehr Genauigkeit. Für Kinder können sie ausreichend sein, erwachsene Spieler sollten langfristig etwas großzügigere Spielflächen bevorzugen.
Anzahl der Triggerzonen
Ein einfaches Pad erkennt nur einen Anschlagbereich. Dual-Zone-Pads unterscheiden beispielsweise zwischen Fell und Rand. Drei-Zonen-Becken können je nach Modell Rand, Fläche und Kuppe separat erkennen.
Je mehr Zonen vorhanden sind, desto realistischer und ausdrucksstärker lässt sich spielen. Für Anfänger ist jedoch nicht jede zusätzliche Zone zwingend erforderlich.
Soundmodul
Das Soundmodul ist das zentrale elektronische Bauteil. Es verarbeitet alle Triggersignale und erzeugt die entsprechenden Klänge. Die Anzahl der gespeicherten Drumkits ist dabei weniger wichtig als deren tatsächliche Qualität.
Ein gutes Modul sollte schnell reagieren, unterschiedliche Anschlagstärken sauber erfassen und eine unkomplizierte Bedienung ermöglichen. Für fortgeschrittene Nutzer sind zusätzlich Klangbearbeitung, eigene Kits, Benutzer-Samples und umfangreiche Anschlussmöglichkeiten interessant.
Latenz
Zwischen dem Anschlag auf ein Pad und dem hörbaren Ton vergeht technisch eine minimale Zeit. Bei guten E-Drums ist diese Latenz so gering, dass sie beim Spielen praktisch nicht auffällt.
Problematischer kann die Verzögerung werden, wenn das Schlagzeug über einen Computer und ungeeignete Audioeinstellungen betrieben wird. Ein gutes Audiointerface und niedrige Buffer-Einstellungen können hier wichtig sein.
Hi-Hat
Die Hi-Hat ist einer der schwierigsten Bereiche eines elektronischen Schlagzeugs. Einfache Sets verwenden ein festes Beckenpad und einen separaten Fußcontroller. Das funktioniert für grundlegende Spieltechniken, vermittelt aber weniger echtes Hi-Hat-Gefühl.
Hochwertigere Systeme werden auf einem normalen Hi-Hat-Ständer montiert und bewegen sich ähnlich wie echte Becken. Wer bereits fortgeschritten spielt, sollte diesem Punkt beim Kauf besondere Aufmerksamkeit schenken.
Bassdrum
Sehr günstige Sets simulieren die Bassdrum teilweise nur über ein elektronisches Pedal ohne richtigen Schlägel. Das ist besonders leise und kompakt, vermittelt aber wenig realistisches Spielgefühl.
Besser ist ein separates Kick-Pad, auf das ein normales Bassdrum-Pedal schlägt. Dadurch können häufig auch verschiedene Pedale verwendet werden. Wer Doublebass spielen möchte, sollte prüfen, ob das Pad breit genug für ein Doppelpedal ist.
Rack und Stabilität
Ein stabiles Rack ist für komfortables Spielen entscheidend. Pads dürfen bei kräftigeren Anschlägen nicht ständig ihre Position verändern. Metallkonstruktionen mit soliden Klemmen bieten hier klare Vorteile.
Gleichzeitig sollte das Rack ausreichend verstellbar sein. Snare, Toms und Becken müssen individuell an Körpergröße und Spielhaltung angepasst werden können.
Anschlüsse
Ein Kopfhörerausgang gehört zur Grundausstattung. Zusätzlich sind Stereo-Ausgänge für Verstärker oder Mischpult sinnvoll. Ein Aux-Eingang beziehungsweise Bluetooth-Audio kann verwendet werden, um Musik vom Smartphone zuzuspielen.
USB-MIDI beziehungsweise USB-Audio ermöglicht die Verbindung mit einem Computer. Dadurch können virtuelle Drum-Instrumente, Recording-Software oder Lernprogramme verwendet werden.
Erweiterbarkeit
Viele Drummer möchten später ein zusätzliches Becken oder Tom ergänzen. Vor dem Kauf sollte deshalb geprüft werden, ob am Modul noch freie Triggereingänge vorhanden sind.
Auch kompatible Pads und Becken sollten langfristig verfügbar sein. Ein modular erweiterbares System kann deshalb sinnvoller sein als ein günstiges Komplettset ohne Erweiterungsmöglichkeiten.
Beliebte elektronische Schlagzeuge und Hersteller im Überblick
| Produkt / Serie | Marke | Ungefährer Preis | Kurze Beschreibung |
|---|---|---|---|
| TD-02 Serie | Roland | ca. 350 bis 550 Euro | Kompakte Einsteiger-E-Drums mit bewährter Roland-Technik, Übungsfunktionen und unterschiedlichen Set-Konfigurationen. |
| TD-07 Serie | Roland | ca. 700 bis 1.200 Euro | Beliebte Mittelklasse mit Mesh-Pads, umfangreicherem Soundmodul und guten Möglichkeiten für ambitionierte Einsteiger. |
| DTX-Serie | Yamaha | ca. 500 bis über 2.000 Euro | Breite Modellpalette von kompakten Einsteiger-Sets bis zu hochwertigen E-Drums mit moderner Triggertechnik. |
| Nitro Max | Alesis | ca. 400 bis 550 Euro | Preislich attraktives Einsteiger-Set mit Mesh-Heads, mehreren Pads und umfangreichen elektronischen Funktionen. |
| Strata-Serie | Alesis | ca. 2.000 Euro und mehr | Leistungsfähige E-Drums für ambitionierte und professionelle Anwender mit größeren Spielflächen und umfangreichem Modul. |
| EFNOTE Serie | EFNOTE | ca. 1.500 bis über 4.000 Euro | Hochwertige elektronische Schlagzeuge mit realistischem Design, großen Pads und anspruchsvoller Triggertechnik. |
| Millenium MPS-Serie | Millenium | ca. 300 bis 1.200 Euro | Verschiedene preisorientierte E-Drumsets für Anfänger und Fortgeschrittene mit unterschiedlichen Pad-Größen. |
Elektronisches Schlagzeug für Anfänger
Anfänger benötigen nicht zwangsläufig das teuerste E-Drum, sollten allerdings auch nicht nur nach dem niedrigsten Preis entscheiden. Besonders wichtig sind ein vernünftiges Spielgefühl und eine ergonomische Positionierung der einzelnen Komponenten.
Eine Mesh-Snare ist für den Einstieg empfehlenswert. Noch besser sind Mesh-Heads auf sämtlichen Trommelpads. Das Modul sollte über Metronom, verschiedene Drumkits und möglichst einige Übungsfunktionen verfügen.
Wichtig ist außerdem, dass ein geeigneter Schlagzeughocker vorhanden ist. Ein normaler Stuhl ist langfristig ungeeignet, weil die Sitzhöhe nicht optimal angepasst werden kann. Auch Drumsticks und bei vielen Sets ein passendes Bassdrum-Pedal beziehungsweise Hi-Hat-Ständer müssen eventuell zusätzlich gekauft werden.
Wer Unterricht nimmt, sollte das Set möglichst ähnlich wie ein akustisches Schlagzeug aufbauen. Dadurch lassen sich Bewegungsabläufe später leichter auf andere Drumsets übertragen.
Elektronisches Schlagzeug in der Mietwohnung
Ein E-Drum ist wesentlich leiser als ein akustisches Schlagzeug, aber keineswegs lautlos. Besonders der Bassdrum-Schlägel überträgt mechanische Schwingungen über Pedal, Rack und Boden. In Wohnungen können Nachbarn unterhalb des Raumes diese Vibrationen unter Umständen deutlich wahrnehmen.
Eine dicke Gummimatte beziehungsweise ein spezielles entkoppeltes Podest kann den Trittschall reduzieren. Manche Schlagzeuger bauen Plattformen mit schwingungsdämpfenden Materialien, um das Set vom Boden zu entkoppeln.
Auch Mesh-Heads und leise Kick-Lösungen können helfen. Wer sehr spät am Abend oder nachts spielen möchte, sollte dennoch bedenken, dass Stickanschläge weiterhin hörbar bleiben.
Elektronisches Schlagzeug am Computer
Viele moderne E-Drums lassen sich über USB mit einem Computer verbinden. Das Schlagzeug kann dann MIDI-Daten senden und virtuelle Drum-Instrumente steuern. Dadurch stehen hochwertige Software-Sounds zur Verfügung, die teilweise noch umfangreicher bearbeitet werden können als die internen Klänge des Moduls.
Auch Aufnahmen in einer DAW sind problemlos möglich. MIDI hat den Vorteil, dass einzelne Schläge nachträglich verschoben, in ihrer Lautstärke verändert oder einem anderen Sound zugeordnet werden können.
Bei direkter Audioaufnahme wird dagegen der fertige Klang des Soundmoduls aufgenommen. Welche Methode besser ist, hängt vom gewünschten Workflow ab.
Elektronisches Schlagzeug richtig aufbauen
Das Rack sollte zunächst stabil und symmetrisch aufgestellt werden. Anschließend wird die Snare in einer Höhe positioniert, bei der Ober- und Unterarme entspannt arbeiten können. Die Toms sollten gut erreichbar sein, ohne dass der Oberkörper stark verdreht werden muss.
Hi-Hat und Ride werden so positioniert, dass natürliche Bewegungen möglich sind. Becken müssen nicht extrem hoch hängen. Eine ergonomische Position schont Schultern und Arme.
Das Bassdrum-Pedal sollte so stehen, dass das Bein entspannt bewegt werden kann. Der Schlagzeughocker wird anschließend auf eine Höhe eingestellt, bei der die Knie ungefähr auf beziehungsweise leicht unter Hüfthöhe liegen.
Bei längeren Kabeln ist auf eine saubere Verlegung zu achten. Kabel sollten nicht unter Pedalen liegen oder an Stellen verlaufen, an denen sie ständig mit den Füßen berührt werden.
Pflege und Wartung eines elektronischen Schlagzeugs
Elektronische Schlagzeuge benötigen weniger klassische Wartung als akustische Sets, sollten aber trotzdem regelmäßig kontrolliert werden. Staub lässt sich mit einem weichen trockenen beziehungsweise leicht angefeuchteten Tuch entfernen. Aggressive Reinigungsmittel sollten an Pads und Modul vermieden werden.
Mesh-Heads können mit der Zeit an Spannung verlieren. Die Spannung lässt sich bei entsprechenden Pads ähnlich wie bei einem normalen Schlagzeugfell nachjustieren. Sie sollte möglichst gleichmäßig rund um das Pad eingestellt werden.
Schrauben und Rack-Klemmen sollten gelegentlich überprüft werden. Durch die ständigen Schläge können sich einzelne Verbindungen langsam lockern.
Kabel sollten nicht stark geknickt oder dauerhaft unter Spannung verlegt werden. Fehlerhafte Kabel gehören zu den häufigsten Ursachen, wenn einzelne Pads plötzlich kein oder nur sporadisch ein Signal liefern.
Häufig gestellte Fragen zu elektronischen Schlagzeugen
Ist ein elektronisches Schlagzeug für Anfänger geeignet?
Ja, ein elektronisches Schlagzeug kann sogar besonders praktisch für Anfänger sein. Es lässt sich über Kopfhörer spielen und bietet häufig Metronom sowie verschiedene Lernfunktionen. Dadurch kann regelmäßig geübt werden, ohne die Umgebung so stark zu belasten wie mit einem akustischen Schlagzeug. Wichtig ist jedoch ein ergonomischer Aufbau und ein ausreichend gutes Spielgefühl. Mesh-Heads sind insbesondere für regelmäßiges Üben empfehlenswert.
Wie laut ist ein elektronisches Schlagzeug?
Über Kopfhörer ist der eigentliche Schlagzeugklang für andere Personen nicht hörbar. Die mechanischen Anschläge auf Pads und Becken bleiben allerdings bestehen. Besonders Bassdrum und Pedale können Trittschall verursachen. In einem Nebenraum sind die Geräusche meist wesentlich geringer als bei einem akustischen Schlagzeug, in einem Mehrfamilienhaus kann die Schwingungsübertragung über den Boden dennoch relevant sein.
Was sind Mesh-Heads?
Mesh-Heads sind Schlagflächen aus einem fein gewebten Material. Sie ähneln in ihrer Konstruktion einem normalen Trommelfell und können häufig gespannt werden. Dadurch entsteht ein deutlich natürlicheres Spielgefühl als bei einem starren Gummipad. Gleichzeitig fällt das Anschlaggeräusch vergleichsweise gering aus. Mesh-Heads sind inzwischen sowohl bei Mittelklasse- als auch bei vielen Einsteiger-E-Drums verbreitet.
Wie viel kostet ein gutes elektronisches Schlagzeug?
Sehr einfache Einsteiger-Sets beginnen bereits bei wenigen hundert Euro. Für ein solides Modell mit Mesh-Pads sollte abhängig von Ausstattung häufig ein mittlerer dreistelliger Betrag eingeplant werden. Hochwertige Sets für ambitionierte Schlagzeuger kosten schnell über 1.000 Euro. Professionelle Modelle mit großen Pads und leistungsfähigen Soundmodulen können mehrere Tausend Euro kosten. Zusätzlich müssen gegebenenfalls Hocker, Kopfhörer, Bassdrum-Pedal oder Hi-Hat-Ständer gekauft werden.
Kann man mit einem elektronischen Schlagzeug auftreten?
Ja. E-Drums werden regelmäßig auf Bühnen eingesetzt. Der Klang kann direkt vom Soundmodul an ein Mischpult beziehungsweise eine PA-Anlage ausgegeben werden. Ein Vorteil besteht darin, dass keine aufwendige Mikrofonierung der einzelnen Trommeln notwendig ist. Auf großen Bühnen kann allerdings ein ausreichend leistungsfähiges Monitoring wichtig sein, damit der Schlagzeuger das eigene Instrument deutlich hört.
Kann man ein elektronisches Schlagzeug aufnehmen?
Ja, und genau darin liegt eine der großen Stärken. Der Stereo-Ausgang des Moduls kann direkt mit einem Audiointerface beziehungsweise Recorder verbunden werden. Viele Modelle übertragen zusätzlich Audio oder MIDI über USB. MIDI ermöglicht es, nachträglich virtuelle Schlagzeug-Sounds auszuwählen und einzelne Schläge zu bearbeiten. Für Homerecording sind E-Drums deshalb besonders interessant.
Ist ein elektronisches Schlagzeug genauso gut wie ein akustisches?
Beide Instrumente haben unterschiedliche Stärken. Ein hochwertiges E-Drum kann sehr dynamisch reagieren und bietet enorme klangliche Möglichkeiten. Das natürliche Verhalten echter Felle und Metallbecken lässt sich dennoch nicht vollständig reproduzieren. Für leises Üben, Recording und elektronische Musik ist das E-Drum hervorragend. Für Musiker, die ausschließlich das klassische akustische Spielgefühl wünschen, bleibt ein normales Schlagzeug die Referenz.
Kann man bei einem E-Drum zusätzliche Pads anschließen?
Bei vielen Modellen ist das möglich. Entscheidend ist, ob am Soundmodul freie Trigger-Eingänge vorhanden sind. Häufig kann beispielsweise ein zusätzliches Crash-Becken oder Tom ergänzt werden. Vor dem Kauf von Erweiterungen sollte geprüft werden, welche Pads beziehungsweise Trigger mit dem jeweiligen Modul kompatibel sind.
Welche Kopfhörer eignen sich für ein elektronisches Schlagzeug?
Grundsätzlich eignen sich geschlossene Kopfhörer besonders gut. Sie reduzieren die von außen hörbaren Anschlaggeräusche und ermöglichen dadurch eine bessere Wahrnehmung des elektronischen Sounds. Wichtig sind ein angenehmer Sitz, ausreichende Basswiedergabe und möglichst geringe Verzerrungen. Kabelgebundene Kopfhörer sind für E-Drums meist sinnvoller als Bluetooth-Kopfhörer, da Bluetooth eine deutlich wahrnehmbare Verzögerung verursachen kann.
Braucht ein elektronisches Schlagzeug einen Verstärker?
Nein, zum Üben kann ein Kopfhörer direkt am Soundmodul angeschlossen werden. Soll der Klang für andere Personen hörbar sein, wird jedoch eine geeignete Aktivbox, ein Drum-Monitor, eine PA-Anlage oder ein Verstärkersystem benötigt. Normale Gitarrenverstärker sind nur eingeschränkt geeignet, da sie nicht für den gesamten Frequenzbereich eines Schlagzeugs ausgelegt sind.
Elektronisches Schlagzeug Test bei Stiftung Warentest & Co
| Stiftung Warentest | Elektronisches Schlagzeug Test bei test.de |
| Öko-Test | Elektronisches Schlagzeug Test bei Öko-Test |
| Konsument.at | Elektronisches Schlagzeug bei konsument.at |
| gutefrage.net | Elektronisches Schlagzeug bei Gutefrage.de |
| Youtube.com | Elektronisches Schlagzeug bei Youtube.com |
Elektronisches Schlagzeug Testsieger
Stiftung Warentest ist bekannt dafür, eine Vielzahl an Produkte einem genauen Test zu unterziehen. elektronischen Schlagzeuge wurden bisher noch nicht getestet, so dass wir Ihnen keinen Elektronisches Schlagzeug Testsieger präsentieren können.
Elektronisches Schlagzeug Stiftung Warentest
Leider ist uns momentan kein Elektronisches Schlagzeug Stiftung Warentest Sieger bekannt.
Fazit: Welches elektronische Schlagzeug ist empfehlenswert?
Ein elektronisches Schlagzeug ist eine äußerst vielseitige Lösung für Anfänger, fortgeschrittene Schlagzeuger und professionelle Musiker. Besonders die Möglichkeit, über Kopfhörer zu spielen, macht E-Drums für Wohnungen und andere geräuschempfindliche Umgebungen interessant. Gleichzeitig bieten moderne Soundmodule zahlreiche Drumkits, Trainingsfunktionen und Anschlussmöglichkeiten für Computer und Recording-Systeme.
Für Anfänger ist ein solides Set mit Mesh-Snare beziehungsweise möglichst vollständiger Mesh-Ausstattung empfehlenswert. Ein übersichtliches Modul, Metronom, genügend große Pads und ein stabiles Rack sind dabei wichtiger als Hunderte verschiedene Sounds. Das Instrument sollte so aufgebaut werden können, dass eine natürliche Sitz- und Spielposition entsteht.
Fortgeschrittene Schlagzeuger sollten besonders auf Triggerzonen, Dynamik und Hi-Hat-System achten. Eine hochwertige Snare mit mehreren Zonen sowie ein realistisches Ride-Becken erweitern die Ausdrucksmöglichkeiten deutlich. Wer Doublebass spielt, benötigt außerdem ein ausreichend großes Bassdrum-Pad.
Bei professionellen Sets spielen neben dem Spielgefühl die Qualität des Soundmoduls, Erweiterbarkeit und Anschlussmöglichkeiten eine zentrale Rolle. Hochwertige elektronische Schlagzeuge können sehr realistische Reaktionen bieten und lassen sich problemlos für Live-Auftritte oder Studioaufnahmen einsetzen.
Auch die Geräuschentwicklung sollte realistisch eingeschätzt werden. Ein E-Drum ist wesentlich leiser als ein akustisches Schlagzeug, aber nicht vollkommen geräuschlos. Pad-Anschläge und insbesondere Trittschall der Bassdrum bleiben wahrnehmbar. In Mietwohnungen kann deshalb eine zusätzliche Entkopplung des Sets sinnvoll sein.
Wer beim Kauf auf gute Pads, ein solides Modul, ergonomische Einstellmöglichkeiten und eine passende Erweiterbarkeit achtet, erhält mit einem elektronischen Schlagzeug ein Instrument, das über viele Jahre mit den eigenen Fähigkeiten wachsen kann. Für leises Üben zu Hause, Musikunterricht, Homerecording oder moderne Live-Produktionen ist ein gutes E-Drumset daher eine besonders flexible und vielseitige Wahl.
Zuletzt Aktualisiert am 26.08.2026
Letzte Aktualisierung am 26.08.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API
