Menstruationstasse Test & Ratgeber » 4 x Menstruationstasse Testsieger in 2026

Menstruationstasse Test & Vergleich

Der ultimative Ratgeber 2026

Inhaltsverzeichnis

Eine Menstruationstasse ist für viele menstruierende Personen eine interessante Alternative zu klassischen Hygieneprodukten wie Tampons, Binden oder Slipeinlagen, denn sie wird während der Periode in die Scheide eingeführt, sammelt das Menstruationsblut zuverlässig auf, kann je nach Blutungsstärke mehrere Stunden getragen werden und lässt sich nach dem Entleeren einfach reinigen und wiederverwenden.

Gerade wer sich langfristig eine nachhaltigere, kostengünstigere und alltagstaugliche Lösung für die Periode wünscht, stößt früher oder später auf die Menstruationstasse. Sie besteht meist aus medizinischem Silikon, manchmal auch aus TPE oder Latex, ist weich und flexibel, wird gefaltet eingeführt und entfaltet sich im Inneren. Dort bildet sie einen leichten Unterdruck oder liegt dicht an der Scheidenwand an, sodass das Blut nicht ausläuft, sondern direkt in der Tasse gesammelt wird.

Der Einstieg kann am Anfang etwas Übung erfordern. Viele Nutzerinnen brauchen einige Zyklen, bis Größe, Falttechnik, Sitz und Entnahme wirklich sicher funktionieren. Das ist normal und kein Zeichen dafür, dass die Menstruationstasse grundsätzlich ungeeignet ist. Wer jedoch die passende Größe findet und die Anwendung beherrscht, profitiert oft von einem sehr zuverlässigen, unauffälligen und komfortablen Periodenprodukt, das über Jahre genutzt werden kann.

In diesem ausführlichen Ratgeber erfahren Sie, was eine Menstruationstasse ist, welche Vorteile und Nachteile sie hat, welche unterschiedlichen Arten es gibt, welche Alternativen sinnvoll sein können, worauf Sie beim Kauf achten sollten und welche Produkte auf dem Markt besonders bekannt sind. Außerdem finden Sie eine hilfreiche Tabelle mit beliebten Menstruationstassen, wichtige Anwendungshinweise, Pflege-Tipps und ausführliche FAQ.


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Was ist eine Menstruationstasse?

Eine Menstruationstasse ist ein wiederverwendbares Hygieneprodukt für die Monatsblutung. Anders als Tampons saugt sie das Blut nicht auf, sondern sammelt es in einem kleinen flexiblen Becher. Dieser Becher wird während der Periode in die Scheide eingeführt und sitzt dort unterhalb des Muttermundes. Je nach Modell, Körperbau und persönlichem Sitzgefühl kann die Tasse etwas höher oder tiefer getragen werden. Wichtig ist, dass sie vollständig entfaltet ist und dicht abschließt.

Die meisten Menstruationstassen bestehen aus medizinischem Silikon. Dieses Material ist weich, körperverträglich, langlebig und lässt sich gut reinigen. Es gibt auch Modelle aus TPE, also thermoplastischem Elastomer. Manche ältere oder speziellere Produkte können Latex enthalten, was für Personen mit Latexallergie ungeeignet ist. Deshalb ist die Materialangabe beim Kauf wichtig.

Eine Menstruationstasse wird vor dem Einführen gefaltet. Häufig verwendete Faltungen sind die C-Faltung, Punch-Down-Faltung oder 7-Faltung. Nach dem Einführen entfaltet sich die Tasse im Körper. Sitzt sie korrekt, sammelt sie das Menstruationsblut über mehrere Stunden. Zum Entleeren wird der Unterdruck vorsichtig gelöst, die Tasse herausgenommen, ausgespült und wieder eingesetzt. Nach der Periode wird sie gründlich gereinigt und meist ausgekocht oder sterilisiert.

Der wichtigste Unterschied zu Tampons liegt in der Funktionsweise. Tampons nehmen Flüssigkeit auf. Dabei können sie neben Menstruationsblut auch natürliche Scheidenflüssigkeit aufnehmen, was bei manchen Personen zu Trockenheit führen kann. Die Menstruationstasse sammelt das Blut dagegen nur auf. Viele empfinden das als angenehmer, besonders bei leichter Blutung oder empfindlicher Schleimhaut.

Auch im Vergleich zu Binden ist die Menstruationstasse anders. Sie wird innen getragen und ist daher von außen nicht sichtbar. Es entsteht kein feuchtes Gefühl in der Unterwäsche, und Gerüche entstehen meist weniger stark, weil das Blut nicht mit so viel Luft in Kontakt kommt. Gleichzeitig ist die Anwendung intimer und erfordert mehr Übung als das Einlegen einer Binde.

Eine Menstruationstasse eignet sich grundsätzlich für viele Alltagssituationen. Sie kann beim Arbeiten, Schlafen, Sport, Reisen, Schwimmen oder Wandern getragen werden. Viele Modelle dürfen bis zu acht oder sogar zwölf Stunden getragen werden, abhängig von Herstellerangabe und Blutungsstärke. Bei starker Blutung muss sie entsprechend früher entleert werden.


Vorteile und Nachteile einer Menstruationstasse

Vorteile

Ein großer Vorteil der Menstruationstasse ist die Wiederverwendbarkeit. Eine hochwertige Tasse kann bei guter Pflege mehrere Jahre halten. Dadurch entsteht deutlich weniger Müll als bei Tampons, Binden oder Slipeinlagen. Gerade wer jeden Monat viele Einwegprodukte verwendet, kann mit einer Menstruationstasse langfristig Abfall reduzieren.

Auch finanziell kann sich eine Menstruationstasse lohnen. Die Anschaffung kostet zwar mehr als eine einzelne Packung Tampons oder Binden, aber über mehrere Jahre gerechnet ist sie meist deutlich günstiger. Wer die passende Tasse gefunden hat, muss nicht jeden Monat neue Periodenprodukte kaufen.

Ein weiterer Vorteil ist die lange Tragedauer. Je nach Modell und Blutungsstärke kann eine Menstruationstasse mehrere Stunden getragen werden. Das ist besonders praktisch im Berufsalltag, in der Schule, auf Reisen, bei Veranstaltungen oder nachts. Viele Nutzerinnen empfinden es als entspannend, sich nicht ständig um Wechselintervalle kümmern zu müssen.

Die Menstruationstasse kann außerdem beim Sport sehr praktisch sein. Sie verrutscht bei korrektem Sitz nicht, ist von außen nicht sichtbar und eignet sich häufig auch zum Schwimmen. Gerade beim Schwimmen wird sie von vielen als angenehme Alternative zum Tampon empfunden.

Da die Tasse das Blut sammelt und nicht aufsaugt, bleibt die Scheidenflora bei vielen Personen angenehmer im Gleichgewicht. Es entsteht weniger Trockenheitsgefühl als bei Tampons. Das ist jedoch individuell unterschiedlich und hängt auch von Material, Größe und korrekter Anwendung ab.

Nachteile

Der größte Nachteil ist die Eingewöhnung. Eine Menstruationstasse funktioniert nicht bei jeder Person sofort. Das Einführen, Entfalten, Prüfen des Sitzes und Herausnehmen braucht Übung. Am Anfang kann es passieren, dass die Tasse nicht richtig aufploppt, verrutscht oder ausläuft. Viele Anfängerinnen benötigen zwei bis drei Zyklen, bis sie sicher damit umgehen können.

Auch das Entleeren kann unterwegs ungewohnt sein. Auf öffentlichen Toiletten gibt es nicht immer ein Waschbecken direkt in der Kabine. In solchen Fällen kann die Tasse mit Toilettenpapier ausgewischt oder mit einer kleinen Wasserflasche ausgespült werden. Das ist machbar, aber nicht für jede Person angenehm.

Ein weiterer Nachteil ist, dass nicht jede Menstruationstasse zu jeder Anatomie passt. Muttermundhöhe, Beckenbodenstärke, Blutungsstärke, Geburtserfahrung und persönliches Empfinden spielen eine Rolle. Eine zu große oder zu feste Tasse kann drücken. Eine zu weiche Tasse kann sich schlechter entfalten. Eine zu kleine Tasse kann schneller auslaufen.

Bei einer Spirale zur Verhütung sollte besondere Vorsicht gelten. Die Menstruationstasse ist nicht grundsätzlich ausgeschlossen, aber der Unterdruck muss beim Entfernen sorgfältig gelöst werden. Wer eine Spirale trägt, sollte die Nutzung mit der Frauenärztin oder dem Frauenarzt besprechen, besonders wenn Unsicherheit besteht.

Außerdem ist Hygiene wichtig. Eine Menstruationstasse muss regelmäßig entleert, gereinigt und nach der Periode gründlich desinfiziert werden. Wer darauf keine Lust hat oder sich mit dem Kontakt zum eigenen Menstruationsblut unwohl fühlt, wird mit Binden oder Periodenunterwäsche möglicherweise besser zurechtkommen.


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Unterschiedliche Arten von Menstruationstassen

Kleine Menstruationstassen

Kleine Menstruationstassen sind meist für leichte bis mittlere Blutungen, jüngere Nutzerinnen, Personen mit schmalerer Anatomie oder Menschen mit niedrigerem Fassungsbedarf gedacht. Sie haben einen kleineren Durchmesser und ein geringeres Volumen. Dadurch lassen sie sich oft leichter einführen und werden von Anfängerinnen manchmal als angenehmer empfunden.

Eine kleine Menstruationstasse ist jedoch nicht automatisch die beste Wahl für Einsteigerinnen. Entscheidend ist nicht nur die Erfahrung, sondern auch die Blutungsstärke und die Anatomie. Wer eine sehr starke Periode hat, muss eine kleine Tasse häufiger entleeren. Das kann im Alltag unpraktisch sein. Außerdem kann eine zu kleine Tasse bei manchen Personen weniger stabil sitzen und eher verrutschen.

Kleine Modelle eignen sich gut, wenn die Blutung eher schwach ist oder wenn größere Modelle als unangenehm empfunden werden. Auch bei sehr niedrig sitzendem Muttermund kann eine kurze, kleinere Tasse sinnvoll sein. Wichtig ist, dass die Tasse nicht nur bequem sitzt, sondern auch zuverlässig abdichtet.

Große Menstruationstassen

Große Menstruationstassen haben mehr Fassungsvermögen und werden häufig für stärkere Blutungen, längere Tragezeiten oder Personen nach vaginaler Geburt empfohlen. Sie können mehr Flüssigkeit aufnehmen und müssen daher seltener entleert werden. Das ist besonders nachts, bei langen Arbeitstagen oder unterwegs praktisch.

Der Nachteil großer Tassen liegt darin, dass sie mehr Platz benötigen. Eine zu große Tasse kann Druckgefühl verursachen, gegen die Blase drücken oder beim Einführen unangenehm sein. Besonders bei empfindlichem Beckenboden oder niedriger Muttermundhöhe ist eine große Tasse nicht immer angenehm.

Wer sehr starke Blutungen hat, sollte neben der Größe auch die Form und das tatsächliche Fassungsvermögen prüfen. Einige Tassen wirken groß, haben aber durch ihre Form gar nicht so viel nutzbares Volumen. Andere Modelle sind schlanker, aber länger. Hier lohnt sich ein genauer Blick auf Herstellerangaben.

Weiche Menstruationstassen

Weiche Menstruationstassen bestehen aus flexiblem Material und fühlen sich beim Tragen oft besonders angenehm an. Sie drücken weniger stark und sind für empfindliche Nutzerinnen, Personen mit Blasendruck oder Menschen mit sensibler Schleimhaut häufig interessant. Wer bei festen Tassen ein Fremdkörpergefühl spürt, kann mit einer weicheren Variante besser zurechtkommen.

Der Nachteil ist, dass weiche Tassen sich manchmal schwieriger entfalten. Nach dem Einführen kann es passieren, dass sie eingedrückt bleiben oder nicht vollständig aufploppen. Dann entsteht kein sauberer Sitz, und die Tasse kann auslaufen. Für Anfängerinnen kann das frustrierend sein, wenn die richtige Technik noch fehlt.

Weiche Modelle passen oft gut zu Personen mit normalem oder eher schwachem Beckenboden. Wer einen sehr kräftigen Beckenboden hat, etwa durch viel Sport oder Training, kann eine sehr weiche Tasse unter Umständen zusammendrücken. Dann dichtet sie nicht zuverlässig ab.

Feste Menstruationstassen

Feste Menstruationstassen haben mehr Formstabilität. Sie entfalten sich meist leichter und sitzen oft sehr zuverlässig. Das kann besonders für sportliche Personen, Nutzerinnen mit kräftigem Beckenboden oder Menschen hilfreich sein, die bei weichen Tassen Probleme mit dem Aufploppen haben.

Allerdings können feste Tassen stärker spürbar sein. Manche empfinden Druck auf Blase oder Darm, besonders wenn die Tasse zu groß oder ungünstig geformt ist. Wer sehr empfindlich ist, sollte daher nicht automatisch zur festesten Variante greifen. Komfort und Dichtigkeit müssen zusammenpassen.

Feste Tassen sind oft eine gute Wahl für aktive Nutzerinnen, die viel Sport machen, laufen, Rad fahren oder sich viel bewegen. Trotzdem sollte die Tasse nicht drücken. Ein dauerhaftes Druckgefühl ist ein Zeichen dafür, dass Größe, Form oder Festigkeit nicht optimal sind.

Kurze Menstruationstassen für niedrigen Muttermund

Bei manchen Personen sitzt der Muttermund während der Periode relativ niedrig. In diesem Fall kann eine lange Menstruationstasse unangenehm sein oder zu weit nach unten rutschen. Kurze Menstruationstassen sind speziell für diese Anatomie interessant. Sie haben eine geringere Länge und sitzen dadurch besser, ohne am Scheideneingang zu stören.

Wer unsicher ist, kann während der Periode vorsichtig die Muttermundhöhe ertasten. Das sollte mit sauberen Händen geschehen. Die Muttermundhöhe kann sich im Zyklus verändern, deshalb ist eine Messung außerhalb der Periode nicht immer aussagekräftig. Bei niedrigem Muttermund ist außerdem der Stiel der Tasse wichtig. Er kann eventuell gekürzt werden, sofern der Hersteller das erlaubt.

Lange Menstruationstassen für hohen Muttermund

Bei hohem Muttermund kann eine kurze Tasse schwer erreichbar sein. Sie kann zwar korrekt sitzen, lässt sich aber schwieriger entfernen. Längere Menstruationstassen oder Modelle mit gut greifbarem Stiel können hier praktischer sein. Sie erleichtern das Finden und Entnehmen der Tasse.

Wichtig ist jedoch, dass der Stiel nicht zum Herausziehen unter Unterdruck genutzt wird. Er dient hauptsächlich zum Auffinden und Stabilisieren. Vor dem Entfernen muss der Unterdruck gelöst werden, indem die Tasse unten leicht zusammengedrückt wird. Gerade bei hohem Muttermund braucht die Entnahme manchmal etwas Ruhe und Übung.

Menstruationsdiscs als Sonderform

Menstruationsdiscs sind keine klassischen Menstruationstassen, werden aber häufig im gleichen Zusammenhang genannt. Sie sitzen anders im Körper, meist höher im Scheidengewölbe, und sammeln ebenfalls Blut. Einige Nutzerinnen empfinden Discs als angenehmer, andere kommen mit klassischen Tassen besser zurecht.

Der Vorteil von Menstruationsdiscs kann das größere Fassungsvermögen und der andere Sitz sein. Der Nachteil ist, dass das Einsetzen und Entfernen ebenfalls Übung braucht und etwas unordentlicher sein kann. Wer mit klassischen Tassen nicht zurechtkommt, kann eine Disc als Alternative prüfen.


Alternativen zur Menstruationstasse

Tampons

Tampons sind eine der bekanntesten Alternativen zur Menstruationstasse. Sie werden ebenfalls innen getragen, saugen das Menstruationsblut auf und sind in verschiedenen Saugstärken erhältlich. Viele Personen kennen die Anwendung bereits und empfinden Tampons als unkompliziert.

Der Nachteil ist, dass Tampons Einwegprodukte sind und regelmäßig nachgekauft werden müssen. Außerdem können sie bei leichter Blutung oder empfindlicher Schleimhaut trocken wirken. Im Vergleich zur Menstruationstasse entsteht mehr Müll, und langfristig sind Tampons meist teurer.

Binden

Binden werden in die Unterwäsche gelegt und nehmen das Blut außerhalb des Körpers auf. Sie sind einfach anzuwenden und eignen sich auch für Personen, die keine inneren Produkte verwenden möchten. Gerade nach Geburten, bei Beschwerden oder nachts werden Binden häufig genutzt.

Der Nachteil ist das mögliche Feuchtigkeitsgefühl. Manche empfinden Binden als weniger diskret oder störend beim Sport. Zudem entstehen bei Einwegbinden regelmäßig Müll und laufende Kosten. Für Menschen, die eine externe Lösung bevorzugen, bleiben Binden jedoch eine praktische Option.

Periodenunterwäsche

Periodenunterwäsche ist eine moderne Alternative, bei der saugfähige Schichten direkt in die Unterwäsche integriert sind. Sie kann allein bei leichter bis mittlerer Blutung oder als Zusatzschutz zur Menstruationstasse genutzt werden. Besonders am Anfang, wenn man die Tasse noch testet, ist Periodenunterwäsche als Backup sehr hilfreich.

Der Vorteil liegt in der einfachen Anwendung. Die Unterwäsche wird getragen wie normale Wäsche. Nach Gebrauch wird sie ausgespült und gewaschen. Der Nachteil ist, dass sie unterwegs nicht so leicht gewechselt werden kann wie ein Tampon oder eine Binde. Außerdem ist die Anschaffung mehrerer Slips zunächst teurer.

Waschbare Stoffbinden

Stoffbinden funktionieren ähnlich wie Einwegbinden, sind aber waschbar und wiederverwendbar. Sie sind besonders für Menschen interessant, die keine inneren Produkte tragen möchten, aber Müll reduzieren wollen. Sie bestehen meist aus Baumwolle, Bambusviskose oder anderen saugfähigen Materialien.

Der Nachteil ist der Reinigungsaufwand. Stoffbinden müssen nach dem Tragen ausgespült, gesammelt und gewaschen werden. Für unterwegs braucht man einen wasserdichten Beutel. Wer damit kein Problem hat, kann Stoffbinden als nachhaltige Alternative oder Ergänzung zur Menstruationstasse nutzen.

Menstruationsschwämmchen

Menstruationsschwämmchen sind weiche Schwämme, die in die Scheide eingeführt werden und Blut aufnehmen. Es gibt natürliche und synthetische Varianten. Sie sind weniger verbreitet als Tampons oder Menstruationstassen und erfordern ebenfalls sorgfältige Hygiene.

Der große Unterschied zur Menstruationstasse liegt darin, dass Schwämmchen saugen, während die Tasse sammelt. Die Reinigung und Anwendung ist spezieller. Wer eine einfache, langlebige Lösung sucht, ist mit einer Menstruationstasse meist besser beraten.


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Beliebte Menstruationstassen in der Übersicht

Die folgende Tabelle zeigt bekannte Menstruationstassen und grobe Preisbereiche. Die tatsächlichen Preise können je nach Händler, Größe, Setumfang, Rabattaktion und Verfügbarkeit abweichen.

ProduktnameMarkeUngefährer PreisKurze Beschreibung
Merula CupMerulaca. 25 € bis 35 €Bekannte Menstruationstasse mit rundlicher Form und hohem Fassungsvermögen, häufig bei stärkerer Blutung beliebt.
Ruby CupRuby Cupca. 25 € bis 35 €Weiche bis mittelfeste Tasse in verschiedenen Größen, bekannt durch nachhaltiges Konzept und soziale Projekte.
OrganiCup / AllMatters CupAllMattersca. 20 € bis 30 €Schlichte Menstruationstasse aus medizinischem Silikon, beliebt bei Einsteigerinnen und erfahrenen Nutzerinnen.
Me Luna ClassicMe Lunaca. 15 € bis 25 €Große Auswahl an Größen, Griffvarianten und Festigkeiten, dadurch gut an unterschiedliche Bedürfnisse anpassbar.
SelenacupSelenacareca. 15 € bis 25 €Solide Menstruationstasse für Alltag und Einsteigerinnen, oft in Drogerien oder online erhältlich.
Lunette MenstruationstasseLunetteca. 25 € bis 40 €Hochwertige Tasse aus medizinischem Silikon, bekannt für gute Verarbeitung und verschiedene Größen.

Worauf sollte man beim Kauf einer Menstruationstasse achten?

Größe

Die richtige Größe ist entscheidend. Viele Hersteller bieten mindestens zwei Größen an. Kleinere Größen werden häufig für leichte bis mittlere Blutung, jüngere Nutzerinnen oder Personen ohne vaginale Geburt empfohlen. Größere Größen eignen sich oft für stärkere Blutungen oder Personen nach vaginaler Geburt. Diese Empfehlungen sind jedoch nur grobe Orientierung. Anatomie und Tragegefühl sind wichtiger als starre Kategorien.

Festigkeit

Die Festigkeit beeinflusst Komfort und Dichtigkeit. Weiche Tassen sind angenehmer, können sich aber schwieriger entfalten. Feste Tassen ploppen leichter auf, können aber stärker drücken. Wer einen kräftigen Beckenboden hat, braucht oft eine etwas festere Tasse. Wer empfindlich auf Druck reagiert, sollte eher ein weicheres Modell testen.

Muttermundhöhe

Die Muttermundhöhe ist ein oft unterschätztes Kriterium. Bei niedrigem Muttermund kann eine kurze Tasse besser sein. Bei hohem Muttermund ist eine längere Tasse leichter erreichbar. Die Muttermundhöhe kann während der Periode anders sein als an anderen Zyklustagen, deshalb sollte man sie möglichst während der Blutung einschätzen.

Fassungsvermögen

Bei starker Blutung ist das Fassungsvermögen wichtig. Eine Tasse mit größerem Volumen muss seltener entleert werden. Trotzdem sollte sie nicht zu groß sein, wenn sie dadurch unangenehm sitzt. Manchmal ist eine mittelgroße, gut passende Tasse besser als eine große Tasse, die drückt oder nicht zuverlässig abdichtet.

Material

Medizinisches Silikon ist bei Menstruationstassen sehr verbreitet. Es ist langlebig, flexibel und gut zu reinigen. TPE ist ebenfalls gebräuchlich. Latex sollte bei Allergien vermieden werden. Wichtig ist, dass das Material körpergeeignet ist und keine unangenehmen Gerüche, klebrige Oberflächen oder sichtbare Verarbeitungsmängel aufweist.

Griff und Stiel

Der Stiel hilft beim Auffinden der Tasse, sollte aber nicht zum Herausziehen unter Unterdruck verwendet werden. Manche Tassen haben einen geriffelten Stiel, eine Kugel, einen Ring oder gar keinen ausgeprägten Griff. Welche Variante angenehmer ist, hängt von der persönlichen Anatomie ab. Ein zu langer Stiel kann stören und bei manchen Modellen vorsichtig gekürzt werden.

Reinigung und Zubehör

Viele Menstruationstassen werden mit einem Aufbewahrungsbeutel geliefert. Zusätzlich können Reinigungstabs, Sterilisationsbecher oder milde Reinigungsprodukte sinnvoll sein. Notwendig ist vieles davon nicht zwingend. Wichtig ist vor allem, dass die Tasse vor und nach der Periode gründlich gereinigt wird und während der Periode regelmäßig entleert und ausgespült wird.


Anwendung einer Menstruationstasse

Vor der ersten Anwendung sollte die Menstruationstasse gründlich gereinigt und je nach Herstellerangabe ausgekocht oder sterilisiert werden. Danach werden die Hände gewaschen. Die Tasse wird gefaltet und vorsichtig eingeführt. Viele Anfängerinnen finden es leichter, wenn sie entspannt sind und verschiedene Positionen ausprobieren, etwa Sitzen, Hocken oder ein Bein auf den Badewannenrand stellen.

Nach dem Einführen sollte die Tasse vollständig aufgehen. Das lässt sich prüfen, indem man vorsichtig mit einem Finger um den Rand fährt oder die Tasse leicht dreht. Wenn sie eingedrückt bleibt, kann sie auslaufen. Manchmal hilft es, die Tasse etwas herauszuziehen, erneut zu drehen oder eine andere Faltung zu verwenden.

Zum Entfernen wird zunächst der Unterdruck gelöst. Dafür wird die Tasse am unteren Ende leicht zusammengedrückt. Erst dann wird sie langsam herausgenommen. Am Stiel sollte nicht einfach gezogen werden, weil das unangenehm sein kann und den Unterdruck nicht löst. Nach dem Entleeren wird die Tasse mit Wasser ausgespült und wieder eingesetzt.

Nach Ende der Periode sollte die Menstruationstasse gründlich gereinigt und trocken im mitgelieferten Beutel oder einem atmungsaktiven Behälter gelagert werden. Luftdichte Plastikboxen sind nicht immer ideal, wenn die Tasse noch Restfeuchtigkeit enthält.


Hygiene und Sicherheit

Hygiene ist bei der Menstruationstasse sehr wichtig. Vor jeder Anwendung sollten die Hände gewaschen werden. Die Tasse sollte regelmäßig entleert werden, abhängig von Blutungsstärke und Herstellerangabe. Auch wenn viele Produkte lange getragen werden können, sollte man nicht unnötig lange warten, besonders bei starker Blutung.

Bei ungewöhnlichem Geruch, verfärbtem Material, Rissen, klebriger Oberfläche oder Beschädigungen sollte die Tasse ersetzt werden. Leichte Verfärbungen können mit der Zeit entstehen und sind nicht automatisch ein Problem. Risse oder poröse Stellen sind dagegen ein Grund, die Tasse nicht weiterzuverwenden.

Bei Schmerzen, Brennen, starkem Druckgefühl oder wiederholtem Auslaufen sollte die Anwendung überprüft werden. Manchmal liegt es an der falschen Größe, einer ungeeigneten Festigkeit oder einer nicht passenden Form. Wenn Beschwerden anhalten, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.


FAQ zur Menstruationstasse

Ist eine Menstruationstasse für Anfängerinnen geeignet?

Ja, eine Menstruationstasse kann auch für Anfängerinnen geeignet sein. Wichtig ist jedoch, realistische Erwartungen zu haben. Die Anwendung klappt selten bei allen sofort perfekt. Viele benötigen mehrere Versuche oder einige Zyklen, bis das Einsetzen, Entfalten und Entfernen sicher funktioniert. Für den Anfang ist es sinnvoll, die Tasse an einem ruhigen Tag zu testen und zusätzlich eine Slipeinlage oder Periodenunterwäsche als Schutz zu tragen.

Kann eine Menstruationstasse auslaufen?

Ja, eine Menstruationstasse kann auslaufen, wenn sie nicht richtig sitzt, nicht vollständig entfaltet ist, zu voll wird oder nicht zur Anatomie passt. Häufige Ursachen sind eine falsche Größe, ein eingedrückter Rand, ein nicht gelöster Knick oder ein Sitz neben statt unter dem Muttermund. Wenn die Tasse wiederholt ausläuft, sollte man Falttechnik, Position, Größe und Festigkeit überprüfen.

Wie lange darf man eine Menstruationstasse tragen?

Viele Menstruationstassen können je nach Herstellerangabe bis zu mehreren Stunden getragen werden, teilweise bis zu zwölf Stunden. Das hängt jedoch stark von der Blutungsstärke ab. Bei starker Blutung muss sie früher entleert werden. Gerade am Anfang sollte man häufiger kontrollieren, um ein Gefühl für das eigene Blutungsvolumen zu bekommen.

Kann man mit einer Menstruationstasse schlafen?

Ja, viele Personen nutzen die Menstruationstasse auch nachts. Der Vorteil ist die lange Tragedauer und das oft sichere Gefühl. Wichtig ist, die Tasse vor dem Schlafengehen frisch einzusetzen und morgens zu entleeren. Bei sehr starker Blutung kann zusätzlicher Schutz durch Periodenunterwäsche oder eine Stoffbinde sinnvoll sein.

Kann man mit einer Menstruationstasse schwimmen gehen?

Ja, eine korrekt sitzende Menstruationstasse eignet sich meist gut zum Schwimmen. Sie ist von außen nicht sichtbar und saugt sich nicht mit Wasser voll wie ein Tampon. Nach dem Schwimmen kann es sinnvoll sein, die Tasse bei Gelegenheit zu kontrollieren oder zu entleeren, besonders bei stärkerer Blutung.

Ist die Menstruationstasse bei einer Spirale geeignet?

Bei einer Spirale sollte man vorsichtig sein. Eine Menstruationstasse ist nicht automatisch verboten, aber der Unterdruck muss beim Entfernen immer sorgfältig gelöst werden. Es besteht sonst theoretisch das Risiko, an den Rückholfäden zu ziehen oder die Spirale ungünstig zu beeinflussen. Wer eine Spirale trägt, sollte die Nutzung mit der Frauenärztin oder dem Frauenarzt besprechen.

Wie reinigt man eine Menstruationstasse richtig?

Während der Periode reicht es meist, die Tasse beim Entleeren mit Wasser auszuspülen. Vor dem Wiedereinsetzen sollten die Hände sauber sein. Nach der Periode wird die Tasse gründlich gereinigt und je nach Herstellerangabe ausgekocht oder sterilisiert. Aggressive Reinigungsmittel, parfümierte Seifen oder ölhaltige Produkte sollten vermieden werden, weil sie das Material angreifen oder die Schleimhäute reizen können.

Kann eine Menstruationstasse Schmerzen verursachen?

Eine richtig passende Menstruationstasse sollte nicht schmerzen. Druckgefühl, Ziehen oder Schmerzen können auf eine falsche Größe, eine zu feste Tasse, ungünstigen Sitz oder einen zu langen Stiel hinweisen. Manchmal hilft eine weichere, kleinere oder anders geformte Tasse. Wenn Schmerzen stark sind oder wiederholt auftreten, sollte die Nutzung beendet und gegebenenfalls ärztlicher Rat eingeholt werden.

Wie finde ich die richtige Menstruationstasse?

Die richtige Menstruationstasse hängt von mehreren Faktoren ab: Blutungsstärke, Muttermundhöhe, Beckenboden, Geburtserfahrung, Empfindlichkeit und persönlicher Vorliebe. Eine pauschale Empfehlung funktioniert deshalb nur begrenzt. Wer eine starke Blutung hat, braucht eher mehr Fassungsvermögen. Wer empfindlich auf Druck reagiert, sollte eher eine weichere Tasse testen. Wer einen niedrigen Muttermund hat, braucht meist ein kürzeres Modell.

Muss eine Menstruationstasse nach jedem Zyklus ersetzt werden?

Nein, genau das ist einer der Vorteile. Eine Menstruationstasse ist wiederverwendbar und kann bei guter Pflege mehrere Jahre halten. Sie sollte aber ersetzt werden, wenn sie beschädigt ist, unangenehm riecht, Risse bekommt, klebrig wird oder sich das Material sichtbar verändert. Nach einem normalen Zyklus reicht gründliche Reinigung und richtige Lagerung.


Menstruationstasse Test bei Stiftung Warentest & Co

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Menstruationstasse Testsieger

Stiftung Warentest ist bekannt dafür, eine Vielzahl an Produkte einem genauen Test zu unterziehen. Menstruationstassen wurden bisher noch nicht getestet, so dass wir Ihnen keinen Menstruationstasse Testsieger präsentieren können.


Menstruationstasse Stiftung Warentest

Leider ist uns momentan kein Menstruationstasse Stiftung Warentest Sieger bekannt.


Fazit: Die Menstruationstasse ist praktisch, nachhaltig und langfristig günstig, braucht aber etwas Übung

Eine Menstruationstasse ist eine sinnvolle Alternative zu Tampons und Binden, wenn man ein wiederverwendbares, nachhaltiges und langfristig günstiges Periodenprodukt sucht. Sie sammelt das Blut, statt es aufzusaugen, kann mehrere Stunden getragen werden und eignet sich für Alltag, Nacht, Sport, Reisen und Schwimmen. Wer die passende Tasse gefunden hat, erlebt die Periode oft unkomplizierter und unabhängiger von ständigem Nachkaufen klassischer Hygieneprodukte.

Gleichzeitig ist die Menstruationstasse kein Produkt, das bei jeder Person sofort perfekt funktioniert. Größe, Festigkeit, Muttermundhöhe und Blutungsstärke müssen zusammenpassen. Besonders am Anfang kann es zu Unsicherheit, Auslaufen oder Schwierigkeiten beim Entfernen kommen. Das ist normal und lässt sich oft durch andere Falttechniken, mehr Ruhe oder ein besser passendes Modell lösen.

Für Einsteigerinnen ist es sinnvoll, nicht nur auf Preis oder Bestsellerlisten zu achten, sondern die eigenen Bedürfnisse realistisch einzuschätzen. Wer eine starke Blutung hat, braucht mehr Fassungsvermögen. Wer empfindlich auf Druck reagiert, sollte eine weichere Variante wählen. Wer einen niedrigen Muttermund hat, sollte kurze Modelle prüfen. Eine gute Menstruationstasse ist nicht die teuerste oder bekannteste, sondern diejenige, die bequem sitzt, dicht hält und sich sicher anwenden lässt.

Insgesamt bietet die Menstruationstasse viele Vorteile, wenn man bereit ist, sich mit der Anwendung auseinanderzusetzen. Sie reduziert Müll, spart langfristig Geld, ist diskret und kann im Alltag sehr zuverlässig sein. Wer Hygiene, Passform und richtige Entnahme beachtet, erhält mit einer Menstruationstasse eine moderne und praktische Lösung für die Menstruation.

Zuletzt Aktualisiert am 29.06.2026

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