Inhaltsverzeichnis
- Was ist ein Registraturlocher?
- Vorteile und Nachteile eines Registraturlochers
- Vorteile
- Nachteile
- Registraturlocher Bestseller Platz 2 – 4
- Welche Arten von Registraturlochern gibt es?
- Manueller Registraturlocher
- Elektrischer Registraturlocher
- Zweifach-Registraturlocher
- Vierfach-Registraturlocher
- Verstellbarer Registraturlocher
- Registraturlocher mit Zentrieranschlag
- Registraturlocher mit Hohlbohrtechnik
- Langarm-Registraturlocher
- Kompakter Hochleistungslocher
- Industrie-Registraturlocher
- Welche Alternativen zu einem Registraturlocher gibt es?
- Gewöhnlicher Bürolocher
- Vierfachlocher
- Elektrischer Bürolocher
- Papierbohrmaschine
- Bindegerät
- Klarsichthüllen
- Heftstreifen
- Registraturlocher Bestseller Platz 5 – 10
- Wichtige Kaufkriterien bei einem Registraturlocher
- Maximale Lochleistung
- Anzahl und Abstand der Löcher
- Formatanschlag
- Hebellänge und Kraftübersetzung
- Standfestigkeit
- Verarbeitung und Material
- Auffangbehälter
- Austauschbare Lochstempel
- Arretierung des Hebels
- Gewicht und Abmessungen
- Herstellergarantie und Ersatzteilversorgung
- Beliebte Registraturlocher und bekannte Hersteller im Vergleich
- Registraturlocher richtig verwenden
- Registraturlocher reinigen und pflegen
- Häufig gestellte Fragen zu Registraturlochern
- Wie viele Blätter kann ein Registraturlocher gleichzeitig lochen?
- Was ist der Unterschied zwischen einem Registraturlocher und einem normalen Locher?
- Welcher Lochabstand ist für Aktenordner üblich?
- Kann ein Registraturlocher auch Karton lochen?
- Warum bleibt das Papier im Locher stecken?
- Warum sind die Löcher ausgefranst?
- Kann man Lochstempel selbst austauschen?
- Was bedeutet eine Lochleistung von 100 Blatt?
- Ist ein elektrischer Registraturlocher besser als ein manueller?
- Wie oft muss der Auffangbehälter geleert werden?
- Kann man Folien mit einem Registraturlocher lochen?
- Welcher Registraturlocher eignet sich für ein kleines Büro?
- Wie verhindert man schief sitzende Löcher?
- Registraturlocher Test bei Stiftung Warentest & Co
- Registraturlocher Testsieger
- Registraturlocher Stiftung Warentest
- Fazit: Welcher Registraturlocher ist die richtige Wahl?
Ein Registraturlocher ist ein besonders leistungsfähiges und robustes Bürogerät, das größere Papiermengen sauber, gleichmäßig und mit einem fest definierten Lochabstand für die Ablage in Aktenordnern, Ringbüchern und Registratursystemen vorbereitet, weshalb er vor allem in Büros, Verwaltungen, Kanzleien, Schulen, Archiven und Unternehmen eingesetzt wird, in denen regelmäßig umfangreiche Dokumentenstapel verarbeitet werden und ein gewöhnlicher kleiner Bürolocher hinsichtlich Kraftaufwand, Verarbeitungsgeschwindigkeit und maximaler Blattzahl nicht mehr ausreicht.
Während ein einfacher Schreibtischlocher häufig nur wenige Blätter gleichzeitig stanzt, kann ein hochwertiger Registraturlocher je nach Modell mehrere Dutzend oder sogar weit über hundert Blatt Papier in einem Arbeitsgang lochen. Möglich wird dies durch einen langen Hebel, eine stabile Metallkonstruktion und besonders kräftige Lochstempel. Dadurch sinkt der erforderliche Kraftaufwand erheblich, obwohl deutlich mehr Papier verarbeitet wird.
Die Anschaffung lohnt sich jedoch nicht ausschließlich für große Unternehmen. Auch Selbstständige, Vereine, Schulen, Behörden, Arztpraxen und private Anwender mit umfangreichen Unterlagen profitieren von einem leistungsstarken Locher. Wer regelmäßig Verträge, Rechnungen, Unterrichtsmaterialien, Kontoauszüge, Handbücher oder Projektunterlagen abheftet, kann mit einem passenden Registraturlocher viel Zeit sparen und ein gleichmäßigeres Ergebnis erzielen.
Beim Kauf sollte nicht nur auf eine möglichst hohe Lochleistung geachtet werden. Ebenso wichtig sind der Lochabstand, die Anzahl der Löcher, die verwendbaren Papierformate, die Qualität des Anschlags, die Stabilität der Grundplatte, der Auffangbehälter für Papierreste und die Möglichkeit, einzelne Lochstempel zu ersetzen. Auch die Ergonomie spielt eine wichtige Rolle, da ein schlecht konstruierter Hebel trotz hoher Leistungsangabe unnötig viel Kraft erfordern kann.
Dieser ausführliche Ratgeber erklärt, wie ein Registraturlocher funktioniert, welche Bauarten erhältlich sind, welche Vorteile und Nachteile berücksichtigt werden sollten und worauf es bei der Auswahl für unterschiedliche Einsatzbereiche ankommt. Zusätzlich werden geeignete Alternativen, bekannte Hersteller, wichtige Pflegehinweise und häufig gestellte Fragen ausführlich behandelt.
- Effizienter Locher: Aus Aluminiumdruckguss mit 2-fach Lochung für bis 65 Blatt (80 g/m² Papier...
- Vielseitiger Einsatz: Präzise Lochung von Formaten A3, A4, A5, A6, Folio und US-Quart und 4-fach...
- Optimale Papierausrichtung: Einfach ablesbare und stabile Anschlagschiene, Integrierter...
- Hochwertige Verarbeitung und Materialien: Aus 89% robustem Metall & 11% Kunststoff (davon...
Was ist ein Registraturlocher?
Ein Registraturlocher ist ein stabiler Papierlocher, der für das gleichzeitige Lochen größerer Papierstapel entwickelt wurde. Der Begriff Registratur bezeichnet die geordnete Ablage und Verwaltung von Schriftstücken. Entsprechend dient das Gerät dazu, Dokumente schnell und passgenau für Ordner, Hefter oder andere Ablagesysteme vorzubereiten.
Die meisten in Deutschland verwendeten Registraturlocher erzeugen zwei Löcher mit einem Abstand von 80 Millimetern. Dieser Abstand entspricht der üblichen Lochung für klassische Aktenordner. Abhängig vom Modell und Einsatzgebiet können jedoch auch Vierfachlochungen, verstellbare Lochbilder oder spezielle Lochabstände möglich sein.
Ein Registraturlocher besteht üblicherweise aus einer massiven Grundplatte, einem langen Bedienhebel, mehreren Lochstempeln, einer Papierführung und einem Auffangbehälter. Die Papierführung wird häufig auch als Anschlagschiene oder Formatanschlag bezeichnet. Sie sorgt dafür, dass alle Papierstapel an derselben Position gelocht werden.
Beim Herunterdrücken des Hebels bewegen sich die Lochstempel durch das Papier. Die kreisförmigen Papierreste fallen anschließend in einen Auffangbehälter im Sockel. Bei hochwertigen Geräten ist dieser Behälter groß genug, um viele Lochvorgänge aufzunehmen, bevor er geleert werden muss.
Der größte Unterschied zu einem normalen Bürolocher liegt in der Bauweise. Ein Registraturlocher besitzt einen längeren Hebel und nutzt dadurch eine bessere Kraftübersetzung. Der Anwender muss weniger direkte Kraft aufbringen, obwohl ein dicker Papierstapel verarbeitet wird. Viele Modelle sind außerdem mit rutschfesten Füßen ausgestattet, damit das Gerät beim Lochen nicht über den Schreibtisch wandert.
Die angegebene Lochleistung beschreibt, wie viele Blatt Standardpapier in einem Arbeitsgang verarbeitet werden können. Dabei beziehen sich Herstellerangaben meistens auf Papier mit einem Flächengewicht von 80 Gramm pro Quadratmeter. Dickeres Papier, Karton, Folien oder beschichtete Blätter reduzieren die tatsächlich mögliche Blattzahl.
Registraturlocher werden häufig dauerhaft auf einem Arbeitsplatz oder in einem zentralen Kopier- und Ablagebereich aufgestellt. Wegen ihrer stabilen Bauweise sind sie größer und schwerer als einfache Handlocher. Das höhere Gewicht verbessert jedoch die Standfestigkeit und unterstützt eine präzise Lochung.
Ein Registraturlocher kann manuell oder elektrisch betrieben werden. Manuelle Modelle werden durch einen Hebel bedient. Elektrische Geräte stanzen das Papier über einen Motor und eignen sich besonders für sehr häufige Lochvorgänge oder Arbeitsplätze, an denen körperliche Belastungen reduziert werden sollen.
Vorteile und Nachteile eines Registraturlochers
Vorteile
- Hohe Lochleistung: Je nach Modell können deutlich mehr Blätter gleichzeitig gelocht werden als mit einem gewöhnlichen Bürolocher.
- Geringerer Zeitaufwand: Große Dokumentenstapel müssen nicht in zahlreiche kleine Portionen aufgeteilt werden.
- Saubere Lochung: Stabile Lochstempel erzeugen bei korrekter Anwendung gleichmäßige und präzise Löcher.
- Weniger Kraftaufwand: Der lange Hebel sorgt für eine günstige Kraftübersetzung und erleichtert das Lochen dicker Papierstapel.
- Robuste Konstruktion: Viele Geräte bestehen überwiegend aus Metall und sind für den regelmäßigen Einsatz ausgelegt.
- Exakter Formatanschlag: Eine verstellbare Papierführung ermöglicht wiederholgenaue Lochungen bei unterschiedlichen Papierformaten.
- Großer Auffangbehälter: Papierreste werden gesammelt und lassen sich kontrolliert entsorgen.
- Geeignet für professionelle Ablage: Verträge, Rechnungen, Akten und Projektunterlagen können schnell für Ordner vorbereitet werden.
- Teilweise austauschbare Verschleißteile: Bei hochwertigen Modellen lassen sich Lochstempel oder Lochscheiben ersetzen.
Nachteile
- Höherer Anschaffungspreis: Ein leistungsfähiger Registraturlocher kostet deutlich mehr als ein einfacher Schreibtischlocher.
- Größerer Platzbedarf: Die massive Bauweise und der lange Hebel benötigen ausreichend Stell- und Bedienfläche.
- Höheres Gewicht: Viele Modelle sind nur eingeschränkt für den mobilen Einsatz geeignet.
- Begrenzte Materialstärke: Auch ein Registraturlocher darf nicht mit zu dicken oder ungeeigneten Materialien überlastet werden.
- Wartungsbedarf: Lochstempel, Auffangbehälter und Gelenke sollten regelmäßig kontrolliert und gepflegt werden.
- Verletzungsgefahr bei falscher Bedienung: Finger dürfen niemals in den Bereich der Lochstempel gelangen.
- Festes Lochbild: Viele Geräte erzeugen ausschließlich eine Zweifachlochung und sind für andere Ablagesysteme ungeeignet.
Ein Registraturlocher ist vor allem dann sinnvoll, wenn regelmäßig größere Papiermengen abgeheftet werden. Für gelegentliche Einzelblätter reicht ein gewöhnlicher Bürolocher aus. Wer jedoch täglich umfangreiche Dokumentensätze verarbeitet, profitiert deutlich von der höheren Leistung, der stabileren Konstruktion und der besseren Hebelwirkung.
Registraturlocher Bestseller Platz 2 – 4
Welche Arten von Registraturlochern gibt es?
Manueller Registraturlocher
Der manuelle Registraturlocher ist die am häufigsten verwendete Bauart. Er wird über einen langen Hebel bedient, der die eingesetzte Handkraft auf die Lochstempel überträgt. Durch die Hebelwirkung lassen sich dicke Papierstapel mit vergleichsweise geringem Kraftaufwand bearbeiten.
Manuelle Modelle benötigen keinen Stromanschluss und können an jedem stabilen Arbeitsplatz eingesetzt werden. Sie sind normalerweise günstiger als elektrische Geräte und besitzen weniger störanfällige Bauteile. Bei guter Verarbeitung können sie über viele Jahre zuverlässig funktionieren.
Die Lochleistung reicht je nach Baugröße von etwa 30 bis weit über 100 Blatt. Geräte mit besonders hoher Kapazität besitzen meist einen sehr langen Hebel und eine massive Grundplatte. Für gelegentliche größere Papierstapel kann bereits ein Modell mit einer Leistung von 40 bis 65 Blatt ausreichen.
Der Nutzer muss den Papierstapel sorgfältig ausrichten und den Hebel vollständig herunterdrücken. Wird der Hebel nur teilweise betätigt, können die Lochstempel im Papier stecken bleiben. Bei maximaler Befüllung sollte der Stapel gleichmäßig und ohne geknickte Ecken eingelegt werden.
Elektrischer Registraturlocher
Ein elektrischer Registraturlocher verwendet einen Motor, der die Lochstempel durch das Papier bewegt. Die Auslösung erfolgt je nach Modell über eine Taste, einen Sensor oder einen Fußschalter. Der Kraftaufwand für den Anwender ist dadurch sehr gering.
Elektrische Modelle eignen sich für Arbeitsplätze mit vielen täglichen Lochvorgängen. Sie können außerdem für Personen interessant sein, die aufgrund körperlicher Einschränkungen keinen langen Hebel betätigen können. In großen Verwaltungen, Kopierstellen, Schulen oder Druckereien können sie die Arbeitsgeschwindigkeit erhöhen.
Die Anschaffungskosten sind meist höher als bei manuellen Geräten. Zusätzlich wird eine Stromversorgung benötigt. Motor, Sensoren und elektronische Bauteile können verschleißen und eine Reparatur aufwendiger machen. Vor dem Kauf sollte daher geprüft werden, ob Ersatzteile und Kundendienst verfügbar sind.
Auch bei elektrischen Geräten darf die maximale Blattzahl nicht überschritten werden. Eine Überlastung kann zu Papierstau, beschädigten Lochstempeln oder einer Überhitzung des Motors führen. Einige Modelle besitzen eine automatische Abschaltung oder einen Rückwärtslauf, um Blockaden zu lösen.
Zweifach-Registraturlocher
Ein Zweifach-Registraturlocher stanzt zwei Löcher in den Papierstapel. Der übliche Abstand von 80 Millimetern passt zu den meisten klassischen Aktenordnern und Schnellheftern in Deutschland. Diese Bauart ist besonders verbreitet und für allgemeine Büroarbeiten normalerweise ausreichend.
Die Papierführung sollte deutlich markierte Formatpositionen besitzen. Häufig sind Einstellungen für DIN A4, DIN A5, DIN A6 oder weitere Formate vorhanden. Bei gefalteten Papierformaten kann die richtige Anschlagposition zusätzlich über Symbole gekennzeichnet sein.
Ein Zweifachlocher ist einfach aufgebaut, robust und vergleichsweise günstig. Wer hauptsächlich Standarddokumente in Aktenordnern ablegt, benötigt normalerweise keine kompliziertere Lochmechanik.
Vierfach-Registraturlocher
Ein Vierfach-Registraturlocher erzeugt vier Löcher in einem Arbeitsgang. Die zusätzliche Lochung stabilisiert die Ablage, weil das Papier an mehr Punkten gehalten wird. Dies kann bei häufig genutzten Unterlagen, Präsentationsmappen oder Ringbüchern von Vorteil sein.
Vierfachlochungen werden häufig für Ringordner, Ringbücher und spezielle Organisationssysteme verwendet. Nicht jeder Aktenordner benötigt vier Löcher, da viele Ordnermechaniken lediglich zwei Bügel besitzen. Die zusätzlichen Löcher bleiben in solchen Fällen ungenutzt.
Ein Vierfachlocher kann breiter und schwerer sein als ein Zweifachmodell. Außerdem müssen alle Lochstempel gleichmäßig durch den Papierstapel geführt werden. Eine stabile Mechanik und eine präzise Papierführung sind daher besonders wichtig.
Verstellbarer Registraturlocher
Verstellbare Registraturlocher ermöglichen die Anpassung der Lochposition oder der Anzahl der Lochstempel. Bei einigen Modellen können einzelne Stempel verschoben, eingesetzt oder entfernt werden. Dadurch lassen sich unterschiedliche Lochbilder herstellen.
Diese Bauart eignet sich für Unternehmen, die verschiedene Ablagesysteme verwenden oder Dokumente für internationale Formate vorbereiten. Auch in Druckereien, Buchbindereien und professionellen Archivbereichen kann die flexible Einstellung sinnvoll sein.
Die Bedienung ist aufwendiger als bei einem Locher mit festem Lochbild. Vor jedem Wechsel muss genau geprüft werden, ob alle Stempel korrekt positioniert und sicher befestigt sind. Eine falsche Einstellung kann zu unbrauchbaren Lochungen führen.
Registraturlocher mit Zentrieranschlag
Ein Zentrieranschlag richtet das Papier so aus, dass die Lochung mittig an der Blattkante sitzt. Die Führung kann an verschiedene Papierformate angepasst werden. Bei hochwertigen Modellen rastet sie deutlich ein und verschiebt sich während des Lochvorgangs nicht.
Diese Bauform ist besonders praktisch, wenn regelmäßig unterschiedliche Formate verarbeitet werden. DIN-A4-Unterlagen, kleinere Einleger und gefaltete Blätter können dadurch sauber und wiederholgenau gelocht werden.
Ein schlecht verarbeiteter Anschlag kann Spiel besitzen oder sich unter dem Druck des Papierstapels bewegen. Dadurch entstehen schief sitzende Löcher. Der Anschlag gehört deshalb zu den wichtigsten Qualitätsmerkmalen eines Registraturlochers.
Registraturlocher mit Hohlbohrtechnik
Besonders leistungsfähige Papierbohrmaschinen verwenden Hohlbohrer statt klassischer Lochstempel. Diese Geräte werden häufig in Druckereien, Buchbindereien und großen Archivbereichen eingesetzt. Sie können sehr dicke Papierstapel bearbeiten, die mit einem gewöhnlichen Registraturlocher nicht mehr gelocht werden können.
Der Hohlbohrer dreht sich und schneidet das Papier kreisförmig aus. Die Papierreste werden durch das Innere des Bohrers abgeführt. Abhängig vom Gerät können mehrere Bohrköpfe gleichzeitig eingesetzt und in unterschiedlichen Abständen positioniert werden.
Eine Papierbohrmaschine ist deutlich größer und teurer als ein klassischer Locher. Sie lohnt sich vor allem bei sehr hohen Stückzahlen, großen Stapelhöhen oder speziellen Produktionsanforderungen. Für ein normales Büro ist diese Technik in der Regel überdimensioniert.
Langarm-Registraturlocher
Ein Langarmlocher besitzt einen besonders langen Bedienhebel. Die verlängerte Hebelwirkung reduziert die erforderliche Handkraft. Dadurch lassen sich große Papierstapel komfortabler lochen.
Der lange Hebel benötigt beim Öffnen und Herunterdrücken ausreichend Platz. Ein Regal oder Hängeschrank direkt über dem Arbeitsplatz kann die Bedienung behindern. Vor dem Kauf sollte deshalb nicht nur die Stellfläche, sondern auch der Bewegungsbereich des Hebels gemessen werden.
Langarmmodelle sind häufig für Lochleistungen von 65, 100 oder mehr Blatt ausgelegt. Sie eignen sich für Archive, Verwaltungen und andere Bereiche mit regelmäßig großen Dokumentenmengen.
Kompakter Hochleistungslocher
Kompakte Hochleistungslocher versuchen, eine hohe Lochleistung mit einem begrenzten Platzbedarf zu verbinden. Sie besitzen häufig eine optimierte Hebelmechanik, einen ergonomischen Griff und eine schwere Grundplatte.
Solche Modelle eignen sich für kleinere Büros, Homeoffices und Arbeitsplätze mit wenig Stellfläche. Die Lochleistung liegt häufig unter der besonders großer Langarmgeräte, reicht für typische Dokumentenstapel aber vollkommen aus.
Bei kompakten Geräten sollte besonders auf die Standfestigkeit geachtet werden. Eine kleine Grundfläche kann bei hohem Kraftaufwand eher verrutschen. Gummierte Füße und ein ausreichendes Eigengewicht sind deshalb vorteilhaft.
Industrie-Registraturlocher
Industrie-Registraturlocher sind für sehr hohe Arbeitsbelastungen ausgelegt. Sie werden in Produktionsbetrieben, Druckereien, Versandabteilungen oder professionellen Dokumentenzentren eingesetzt. Ihre Konstruktion besteht meist aus massivem Metall und ist für viele Lochvorgänge pro Tag ausgelegt.
Bei solchen Geräten sind austauschbare Lochstempel, Lochscheiben und weitere Verschleißteile besonders wichtig. Dadurch kann die Maschine gewartet werden, ohne dass das gesamte Gerät ersetzt werden muss.
Industrieausführungen sind teuer, schwer und benötigen einen festen Arbeitsplatz. Für einen gewöhnlichen Bürobetrieb sind sie häufig nicht notwendig. Bei sehr hohen Dokumentenmengen können sie jedoch langfristig wirtschaftlicher sein als mehrere einfache Locher.
Welche Alternativen zu einem Registraturlocher gibt es?
Gewöhnlicher Bürolocher
Ein normaler Bürolocher ist die naheliegendste Alternative. Er eignet sich für einzelne Blätter und kleinere Papierstapel. Die Geräte sind günstig, kompakt und auf nahezu jedem Schreibtisch zu finden.
Bei größeren Dokumentenmengen muss der Stapel jedoch in viele kleine Portionen geteilt werden. Dadurch steigt der Zeitaufwand und die Lochposition kann zwischen den Teilstapeln variieren. Für regelmäßige Mengen von mehr als etwa 20 bis 30 Blatt ist ein Registraturlocher meist komfortabler.
Vierfachlocher
Ein gewöhnlicher Vierfachlocher ist sinnvoll, wenn Dokumente für Ringbücher oder Vierfachordner vorbereitet werden sollen. Er erzeugt vier Löcher gleichzeitig, besitzt jedoch nicht zwingend die hohe Blattkapazität eines Registraturlochers.
Für kleine Papiermengen ist diese Lösung ausreichend. Bei umfangreichen Unterlagen sollte ein Hochleistungsmodell mit entsprechender Vierfachlochung gewählt werden.
Elektrischer Bürolocher
Ein kleiner elektrischer Locher automatisiert den Lochvorgang, ist aber häufig nur für geringe bis mittlere Blattzahlen ausgelegt. Er eignet sich für Arbeitsplätze, an denen oft einzelne Dokumentensätze gelocht werden und ein geringer Kraftaufwand wichtig ist.
Für sehr dicke Stapel muss die maximale Kapazität genau geprüft werden. Ein kompakter Elekt_locher ersetzt nicht automatisch einen leistungsfähigen Registraturlocher.
Papierbohrmaschine
Eine Papierbohrmaschine eignet sich für extrem dicke Stapel und professionelle Produktionsumgebungen. Sie bohrt die Löcher mithilfe rotierender Hohlbohrer und kann teilweise mehrere hundert Blatt gleichzeitig bearbeiten.
Die Geräte sind teuer, groß und wartungsintensiver. Für Druckereien oder Buchbindereien sind sie eine leistungsfähige Alternative, für normale Büros jedoch meist nicht wirtschaftlich.
Bindegerät
Ein Bindegerät stanzt mehrere Löcher oder Schlitze entlang einer Papierkante. Anschließend werden die Blätter mit einer Kunststoff-, Draht- oder Spiralbindung verbunden. Diese Technik eignet sich für Präsentationen, Schulungsunterlagen, Handbücher und Berichte.
Das Lochbild ist nicht für klassische Aktenordner vorgesehen. Ein Bindegerät ist daher keine direkte Alternative, wenn die Unterlagen abgeheftet werden sollen. Es bietet jedoch eine eigenständige Möglichkeit, umfangreiche Dokumente dauerhaft zusammenzufassen.
Klarsichthüllen
Dokumente können ohne Lochung in Klarsichthüllen eingelegt und anschließend in einem Ordner abgeheftet werden. Diese Lösung schützt das Papier zusätzlich vor Schmutz und Feuchtigkeit.
Bei großen Unterlagenmengen werden jedoch viele Hüllen benötigt. Der Ordner wird dadurch dicker, schwerer und unübersichtlicher. Für empfindliche Originaldokumente sind Hüllen sinnvoll, für gewöhnliche Arbeitsunterlagen ist die direkte Lochung häufig platzsparender.
Heftstreifen
Heftstreifen nehmen gelochte Unterlagen auf und können anschließend in Schnellheftern oder Ablagesystemen verwendet werden. Sie ersetzen den Locher nicht, ermöglichen aber eine flexible Zusammenfassung einzelner Dokumentensätze.
Für bereits vorgelochtes Papier sind Heftstreifen praktisch. Ungelochte Unterlagen müssen weiterhin mit einem passenden Gerät bearbeitet werden.
Registraturlocher Bestseller Platz 5 – 10
- Praktische Klappe zum Entleeren des Konfettifachs und arretierbarer Griff für platzsparende...
- Zusätzliche Druckkraft durch verlängerten Hebel mit antibakteriellem Schutz durch den integrierten...
- Verstellbare kalibrierte Papierführung aus Metall für präzise Loch-Positionierung
- Namensschildfenster für Ihren Namen oder Ihre Initialen
- Leistungsstarker Locher mit automatisch zentrierendem Papieranschlag für eine präzise Lochung. Der...
- Komfortable Zwei- und Vierfach-Lochung für Ordner dank verschiebbarer Justiereinheit. Der...
- Mit Hilfe der DIN-Arretierung wird ordnerbündiges Lochen ermöglicht. Einstellbar sind die Formate...
- Komfortgriff für müheloses Lochen durch eine perfekte Kraftübertragung auch bei großen...
- Ergonomischer Locher mit robuster Metallkonstruktion
- - Stanzleistung: 150 Blatt
- Perfekt geeignet für die Dokumenten Archivierung
- Verlängerter Rahmen für ein leichteres Lochen von großen Akten und hochwertige stanzbolzen
- Farbe: grau/schwarz
- Robuster Leitz NeXXt Bürolocher aus Metall für bis zu 30 Blatt (80 g/m2 Papier), Weniger...
- Optimal für Papierformate A4, A5, A6, Folio, US-Quart und 4-fach Lochung mit der...
- Optimale Papierausrichtung dank praktischer Anschlagschiene mit klaren Formatangaben, Platzsparend...
- Kombinierbar mit Leitz Büroartikeln und anderen Produkten der NeXXt Serie, GS geprüft, In...
- Effizienter Locher: Aus Aluminiumdruckguss mit 2-fach Lochung für bis 65 Blatt (80 g/m² Papier...
- Vielseitiger Einsatz: Präzise Lochung von Formaten A3, A4, A5, A6, Folio und US-Quart und 4-fach...
- Optimale Papierausrichtung: Einfach ablesbare und stabile Anschlagschiene, Integrierter...
- Hochwertige Verarbeitung und Materialien: Aus 89% robustem Metall & 11% Kunststoff (davon...
Wichtige Kaufkriterien bei einem Registraturlocher
Maximale Lochleistung
Die Lochleistung wird meistens als maximale Blattzahl angegeben. Typische Modelle verarbeiten etwa 40, 65, 100 oder 150 Blatt Papier mit einem Flächengewicht von 80 Gramm pro Quadratmeter.
Die angegebene Maximalleistung sollte nicht bei jedem Lochvorgang vollständig ausgereizt werden. Wer regelmäßig etwa 60 Blatt lochen möchte, ist mit einem Gerät für 80 oder 100 Blatt meist besser beraten als mit einem Modell, dessen absolute Grenze bei 60 Blatt liegt.
Dicker Karton, beschichtetes Papier, Etikettenbögen und Kunststofffolien reduzieren die mögliche Blattzahl. Die Materialien sollten außerdem nur gelocht werden, wenn der Hersteller sie ausdrücklich zulässt.
Anzahl und Abstand der Löcher
Für deutsche Aktenordner ist eine Zweifachlochung mit einem Abstand von 80 Millimetern üblich. Wer Ringbücher, Planer oder spezielle Ablagesysteme verwendet, benötigt möglicherweise eine Vierfachlochung oder ein verstellbares Lochbild.
Vor dem Kauf sollte geprüft werden, ob das Gerät zum vorhandenen Ablagesystem passt. Ein hochwertiger Locher ist wenig nützlich, wenn die erzeugten Löcher nicht mit den Ordnermechaniken übereinstimmen.
Formatanschlag
Ein stabiler Formatanschlag sorgt dafür, dass das Papier mittig und immer an derselben Position gelocht wird. Die Skala sollte gut lesbar sein und gängige Formate deutlich kennzeichnen.
Bei häufigem Formatwechsel ist eine leichtgängige, aber sicher einrastende Führung vorteilhaft. Der Anschlag darf sich beim Einlegen eines schweren Papierstapels nicht verschieben.
Hebellänge und Kraftübersetzung
Ein langer Hebel reduziert den benötigten Kraftaufwand. Die tatsächliche Ergonomie hängt jedoch nicht nur von der Länge ab. Auch Gelenkkonstruktion, Griffposition und Bewegungsablauf beeinflussen die Bedienung.
Der Griff sollte breit, rutschfest und angenehm geformt sein. Besonders bei häufigem Einsatz verhindert eine gute Polsterung Druckstellen an der Hand.
Standfestigkeit
Ein Registraturlocher muss beim Betätigen des Hebels sicher stehen. Eine schwere Grundplatte, breite Auflageflächen und rutschhemmende Gummifüße verbessern die Stabilität.
Sehr leichte Modelle können sich beim Lochen verschieben oder anheben. Dadurch wird das Ergebnis ungenauer und der Bedienkomfort sinkt.
Verarbeitung und Material
Hochwertige Geräte bestehen überwiegend aus Metall. Kunststoff kann für Abdeckungen, Griffe und Auffangbehälter verwendet werden, sollte jedoch nicht die stark belasteten tragenden Teile ersetzen.
Gelenke, Schrauben und Lochstempel müssen sauber verarbeitet sein. Der Hebel darf seitlich nur wenig Spiel besitzen. Scharfe Kanten oder schlecht sitzende Abdeckungen sind ein Zeichen für eine schwächere Verarbeitung.
Auffangbehälter
Beim Lochen entstehen viele kleine Papierkreise, die sogenannten Stanzreste. Ein großer Auffangbehälter verhindert, dass er nach wenigen Arbeitsgängen geleert werden muss.
Der Behälter sollte sich leicht und ohne Verschütten entnehmen lassen. Transparente Bereiche oder eine Füllstandsanzeige erleichtern die Kontrolle. Wird der Behälter zu voll, können sich Papierreste im Mechanismus stauen.
Austauschbare Lochstempel
Bei häufiger Nutzung können Lochstempel und Lochscheiben verschleißen. Austauschbare Komponenten verlängern die Lebensdauer des Geräts und ermöglichen eine wirtschaftliche Reparatur.
Vor dem Kauf sollte geprüft werden, ob Ersatzteile erhältlich sind. Bei sehr günstigen Modellen ist ein Austausch häufig nicht vorgesehen. Das gesamte Gerät muss dann ersetzt werden, sobald die Lochqualität deutlich nachlässt.
Arretierung des Hebels
Einige Registraturlocher besitzen eine Hebelarretierung für den Transport oder die platzsparende Lagerung. Der Hebel kann in abgesenkter Position verriegelt werden, wodurch die Gesamthöhe des Geräts sinkt.
Die Verriegelung muss stabil sein und darf sich nicht unbeabsichtigt lösen. Vor dem Lochen wird sie vollständig geöffnet, damit der Hebel seinen gesamten Bewegungsweg nutzen kann.
Gewicht und Abmessungen
Ein hohes Gewicht verbessert die Standfestigkeit, erschwert jedoch den Transport. Für einen festen Arbeitsplatz ist ein schweres Modell meist vorteilhaft. Wer den Locher regelmäßig zwischen Räumen bewegt, sollte auf einen Kompromiss zwischen Stabilität und Handhabung achten.
Zusätzlich zur Grundfläche muss der Bewegungsraum des Hebels berücksichtigt werden. Unter niedrigen Regalböden kann ein Langarmlocher möglicherweise nicht vollständig geöffnet werden.
Herstellergarantie und Ersatzteilversorgung
Ein Registraturlocher wird häufig über viele Jahre genutzt. Eine lange Garantie und eine zuverlässige Ersatzteilversorgung können daher wichtiger sein als ein geringfügig niedrigerer Kaufpreis.
Bekannte Büroartikelhersteller bieten für hochwertige Produktreihen teilweise Ersatzstempel, Lochscheiben und weitere Komponenten an. Dies ist besonders bei professioneller Nutzung sinnvoll.
Beliebte Registraturlocher und bekannte Hersteller im Vergleich
Die folgende Tabelle zeigt bekannte Produktreihen und typische Leistungsbereiche. Die Preise können abhängig von Händler, Ausstattung, Lochleistung und Lieferumfang deutlich variieren.
| Produktname | Marke | Ungefährer Preis | Kurze Beschreibung |
|---|---|---|---|
| 5180 Registraturlocher | Leitz | etwa 100 bis 180 Euro | Robuster Hochleistungslocher für große Papierstapel mit stabilem Hebel und präzisem Formatanschlag. |
| 5182 Hochleistungslocher | Leitz | etwa 180 bis 300 Euro | Leistungsstarkes Modell für professionelle Bürobereiche und regelmäßig hohe Dokumentenmengen. |
| HDC150 Registraturlocher | Rexel | etwa 150 bis 300 Euro | Großer Hochleistungslocher mit langem Hebel und hoher Blattkapazität für Verwaltungen und Archive. |
| HDC65 Hochleistungslocher | Rexel | etwa 70 bis 130 Euro | Kompakteres Modell für mittlere Papierstapel und den regelmäßigen Büroeinsatz. |
| HDP 2160 | Novus | etwa 120 bis 250 Euro | Stabiler Registraturlocher mit hoher Lochleistung und Metallkonstruktion für professionelle Anwendungen. |
| B 240 | Novus | etwa 40 bis 80 Euro | Robuster Bürolocher für mittlere Blattmengen mit zuverlässigem Anschlag und stabiler Grundplatte. |
| Hochleistungslocher | Rapid | etwa 80 bis 250 Euro | Verschiedene Modelle für mittlere bis hohe Lochleistungen mit ergonomischer Hebelmechanik. |
| Hochleistungslocher 150 Blatt | KW-triO | etwa 100 bis 220 Euro | Leistungsstarkes Modell für sehr dicke Papierstapel und häufige Lochvorgänge. |
| Registraturlocher | Elba | etwa 50 bis 150 Euro | Bürolocher in verschiedenen Leistungsstufen für Aktenablage und Verwaltungsarbeiten. |
| Hochleistungslocher | Maped | etwa 40 bis 120 Euro | Modelle für kleine und mittlere Büros mit stabiler Führung und ergonomischem Hebel. |
Die genannten Preise sind lediglich Richtwerte. Ein Produktname kann in mehreren Ausführungen und Leistungsstufen angeboten werden. Vor dem Kauf sollten deshalb die konkrete Blattkapazität, das Lochbild, der Lieferumfang und die Verfügbarkeit von Ersatzteilen geprüft werden.
Registraturlocher richtig verwenden
Vor dem Lochen wird der Papierstapel sorgfältig ausgerichtet. Alle Blätter sollten bündig übereinanderliegen. Eselsohren, Büroklammern, Heftklammern und Klebezettel müssen entfernt werden, da sie die Lochstempel beschädigen oder blockieren können.
Anschließend wird der Formatanschlag passend zur Papiergröße eingestellt. Der Stapel wird vollständig bis zum Anschlag in den Locher geschoben. Dabei muss darauf geachtet werden, dass die Blattkante gerade anliegt.
Der Hebel wird mit einer gleichmäßigen Bewegung vollständig heruntergedrückt. Ruckartige Belastungen sollten vermieden werden. Nach dem Durchstanzen wird der Hebel langsam wieder angehoben und der Papierstapel entnommen.
Wenn ungewöhnlich viel Kraft erforderlich ist, sollte der Vorgang abgebrochen werden. Möglicherweise wurde die maximale Blattzahl überschritten oder der Stapel enthält ungeeignete Materialien. Ein gewaltsames Durchdrücken kann Lochstempel, Gelenke oder Hebel beschädigen.
Bei sehr großen Dokumentenmengen ist es sinnvoll, die Stapel nicht dauerhaft bis zur maximalen Grenze zu füllen. Eine leicht reduzierte Blattzahl verbessert häufig die Lochqualität und schont die Mechanik.
Registraturlocher reinigen und pflegen
Der Auffangbehälter sollte regelmäßig geleert werden. Ein überfüllter Behälter kann dazu führen, dass Papierreste in die Mechanik gedrückt werden. Dadurch können Lochstempel blockieren oder unvollständige Löcher entstehen.
Staub und Papierfasern lassen sich mit einem trockenen Tuch oder einer weichen Bürste entfernen. Flüssige Reinigungsmittel dürfen nicht in Gelenke und Lochöffnungen gelangen. Die Oberfläche kann bei Bedarf mit einem leicht feuchten Tuch abgewischt und anschließend getrocknet werden.
Bewegliche Gelenke können abhängig von den Herstellerangaben gelegentlich mit einem geeigneten Schmiermittel gepflegt werden. Zu viel Öl ist jedoch problematisch, weil es Papier verschmutzen und Staub binden kann.
Werden die Lochränder unsauber, ausgefranst oder nur teilweise ausgestanzt, können stumpfe Lochstempel oder verschlissene Lochscheiben die Ursache sein. Bei professionellen Modellen lassen sich diese Teile häufig austauschen.
Der Locher sollte trocken gelagert werden. Feuchtigkeit kann Metallteile korrodieren lassen. Bei längerer Nichtbenutzung kann der Hebel mithilfe der vorhandenen Arretierung abgesenkt werden.
Häufig gestellte Fragen zu Registraturlochern
Wie viele Blätter kann ein Registraturlocher gleichzeitig lochen?
Die mögliche Blattzahl hängt vom jeweiligen Modell ab. Kompakte Hochleistungslocher verarbeiten häufig etwa 30 bis 65 Blatt. Größere Registraturlocher können 100, 150 oder teilweise noch mehr Blätter gleichzeitig lochen.
Die Herstellerangabe bezieht sich normalerweise auf Standardpapier mit einem Gewicht von 80 Gramm pro Quadratmeter. Werden dickere Blätter, Karton oder Folien verwendet, muss die Papiermenge reduziert werden.
Es ist ratsam, die maximale Kapazität nicht bei jedem Arbeitsgang vollständig auszureizen. Ein kleiner Sicherheitsabstand schont die Mechanik und reduziert das Risiko, dass der Stapel im Gerät stecken bleibt.
Was ist der Unterschied zwischen einem Registraturlocher und einem normalen Locher?
Ein normaler Bürolocher ist für kleine Papiermengen ausgelegt und besitzt einen kurzen Bedienhebel. Ein Registraturlocher verfügt dagegen über eine verstärkte Konstruktion, einen längeren Hebel und kräftigere Lochstempel.
Dadurch kann der Registraturlocher deutlich größere Papierstapel bearbeiten. Er ist schwerer, größer und teurer, bietet bei häufigem Einsatz jedoch einen wesentlich höheren Arbeitskomfort.
Welcher Lochabstand ist für Aktenordner üblich?
Bei klassischen Aktenordnern in Deutschland beträgt der Abstand zwischen den beiden Lochmittelpunkten üblicherweise 80 Millimeter. Dieses Maß wird von den meisten Zweifachlochern verwendet.
Vierfachlochungen ergänzen zwei weitere Löcher, wobei das Papier weiterhin mit vielen gängigen Ordnersystemen kompatibel bleibt. Für internationale oder spezielle Ringbuchsysteme können jedoch andere Abstände gelten.
Kann ein Registraturlocher auch Karton lochen?
Leichter Karton kann mit vielen Registraturlochern gelocht werden, sofern der Hersteller dies erlaubt. Die maximale Blattzahl muss dabei deutlich reduziert werden, weil Karton dicker und fester als Standardpapier ist.
Sehr starker Karton, Kunststoffplatten oder andere harte Materialien können die Lochstempel beschädigen. Für solche Anwendungen sind spezielle Stanzen oder Papierbohrmaschinen besser geeignet.
Warum bleibt das Papier im Locher stecken?
Ein Papierstau entsteht häufig, wenn zu viele Blätter eingelegt wurden, der Stapel schief sitzt oder ungeeignete Materialien enthalten sind. Auch ein voller Auffangbehälter oder stumpfe Lochstempel können die Ursache sein.
Der Hebel sollte nicht gewaltsam bewegt werden. Zunächst wird versucht, ihn vorsichtig in die Ausgangsposition zurückzubringen. Anschließend kann der Papierstapel langsam entfernt werden. Die genauen Hinweise des Herstellers sollten beachtet werden.
Warum sind die Löcher ausgefranst?
Ausgefranste Lochränder können auf stumpfe Lochstempel, verschlissene Lochscheiben oder eine zu hohe Blattzahl hinweisen. Auch schlecht ausgerichtetes oder sehr weiches Papier kann die Lochqualität verschlechtern.
Bei einem hochwertigen Registraturlocher sollten Lochstempel und Unterlagen kontrolliert und bei Bedarf ersetzt werden. Eine geringere Stapeldicke kann vorübergehend zu einem saubereren Ergebnis führen.
Kann man Lochstempel selbst austauschen?
Bei einigen professionellen Modellen lassen sich Lochstempel und Lochscheiben austauschen. Ob der Wechsel selbst durchgeführt werden kann, hängt von der Konstruktion und den Herstellerangaben ab.
Vor der Wartung muss das Gerät vollständig entlastet und gegen unbeabsichtigte Bewegung gesichert werden. Bei elektrischen Geräten ist zusätzlich der Netzstecker zu ziehen. Unsachgemäße Arbeiten können die Mechanik beschädigen oder Verletzungen verursachen.
Was bedeutet eine Lochleistung von 100 Blatt?
Die Angabe bedeutet, dass der Locher unter vorgesehenen Bedingungen bis zu 100 Blätter Standardpapier mit meist 80 Gramm pro Quadratmeter gleichzeitig stanzen kann.
Sie bedeutet nicht, dass jede beliebige Papierart in dieser Menge verarbeitet werden darf. Bei stärkerem Material sinkt die mögliche Blattzahl. Auch der Zustand des Geräts und die Schärfe der Lochstempel beeinflussen die tatsächliche Leistung.
Ist ein elektrischer Registraturlocher besser als ein manueller?
Ein elektrischer Locher ist nicht grundsätzlich besser. Er reduziert den körperlichen Kraftaufwand und kann bei vielen täglichen Arbeitsgängen komfortabler sein. Dafür kostet er mehr, benötigt Strom und besitzt eine komplexere Technik.
Ein manueller Registraturlocher ist robust, unabhängig vom Stromnetz und häufig günstiger. Für viele Büros ist ein gutes manuelles Modell vollkommen ausreichend.
Wie oft muss der Auffangbehälter geleert werden?
Die Häufigkeit hängt von seiner Größe und der Anzahl der gelochten Blätter ab. Bei umfangreichen Papierstapeln entstehen schnell große Mengen kleiner Stanzreste.
Der Behälter sollte geleert werden, bevor er vollständig gefüllt ist. Dadurch wird verhindert, dass Papierreste zurück in die Lochmechanik gedrückt werden. Eine regelmäßige Kontrolle nach größeren Arbeitsaufträgen ist sinnvoll.
Kann man Folien mit einem Registraturlocher lochen?
Einige Modelle können dünne Kunststofffolien verarbeiten. Voraussetzung ist, dass der Hersteller diese Verwendung erlaubt. Folien können sich dehnen, an den Lochstempeln festsetzen oder unsaubere Ränder bilden.
Es sollte nur eine geringe Anzahl gleichzeitig gelocht werden. Für große Folienmengen oder besonders widerstandsfähige Materialien ist ein speziell dafür ausgelegtes Stanzgerät besser geeignet.
Welcher Registraturlocher eignet sich für ein kleines Büro?
Für ein kleines Büro ist häufig ein manuelles Modell mit einer Lochleistung von etwa 40 bis 65 Blatt ausreichend. Es sollte einen stabilen Metallkörper, einen präzisen Anschlag und einen gut geformten Hebel besitzen.
Wer nur selten dicke Papierstapel verarbeitet, benötigt kein großes 150-Blatt-Gerät. Eine mittlere Leistung spart Platz und bietet dennoch einen deutlichen Vorteil gegenüber einem einfachen Schreibtischlocher.
Wie verhindert man schief sitzende Löcher?
Der Papierstapel muss bündig ausgerichtet und vollständig bis zum Formatanschlag eingeschoben werden. Der Anschlag darf sich während des Lochens nicht verschieben.
Der Hebel sollte gerade und mit gleichmäßiger Kraft betätigt werden. Bei sehr dicken Stapeln ist darauf zu achten, dass keine Blätter an der Oberseite verrutschen. Ein hochwertiger Zentrieranschlag verbessert die Wiederholgenauigkeit.
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Fazit: Welcher Registraturlocher ist die richtige Wahl?
Ein Registraturlocher ist die richtige Wahl für alle Anwender, die regelmäßig größere Papiermengen sauber und effizient für die Ablage vorbereiten müssen. Im Vergleich zu einem gewöhnlichen Bürolocher bietet er eine deutlich höhere Blattkapazität, eine stabilere Konstruktion und eine bessere Hebelwirkung. Dadurch können umfangreiche Dokumentenstapel schneller verarbeitet werden, ohne sie in viele kleine Portionen aufteilen zu müssen.
Für ein kleines Büro, ein Homeoffice oder einen Verein reicht häufig ein manueller Registraturlocher mit einer Leistung zwischen etwa 40 und 65 Blatt aus. Solche Geräte sind kompakter als professionelle Hochleistungsmodelle, bieten aber bereits eine erhebliche Arbeitserleichterung. Wer regelmäßig Aktenstapel mit 80, 100 oder mehr Seiten locht, sollte ein größeres Langarmmodell mit ausreichender Leistungsreserve wählen.
Die maximale Blattzahl ist jedoch nicht das einzige wichtige Kaufkriterium. Ein guter Registraturlocher benötigt einen stabilen und präzise einstellbaren Formatanschlag. Nur damit lassen sich alle Dokumente mittig und auf derselben Höhe lochen. Eine schwere Grundplatte, rutschfeste Füße und ein ergonomischer Hebel verbessern den Bedienkomfort zusätzlich.
Das Lochbild muss zum verwendeten Ablagesystem passen. Für klassische deutsche Aktenordner genügt normalerweise eine Zweifachlochung mit einem Abstand von 80 Millimetern. Für Ringbücher, Präsentationsmappen oder spezielle Organisationssysteme kann ein Vierfachlocher oder ein Gerät mit verstellbaren Lochstempeln erforderlich sein.
Bei professioneller Nutzung lohnt sich ein Modell mit austauschbaren Lochstempeln und Lochscheiben. Diese Verschleißteile beeinflussen die Qualität der Lochung und können bei langfristigem Einsatz stumpf werden. Sind Ersatzteile erhältlich, muss nicht das gesamte Gerät ersetzt werden.
Ein elektrischer Registraturlocher bietet sich an, wenn besonders viele Lochvorgänge ausgeführt werden oder der körperliche Kraftaufwand reduziert werden soll. Für die meisten gewöhnlichen Büros ist ein hochwertiges manuelles Modell jedoch robuster, günstiger und vollkommen ausreichend.
Die Bedienung sollte stets innerhalb der angegebenen Kapazitätsgrenzen erfolgen. Zu große Papierstapel, Heftklammern, dicke Folien und ungeeignete Materialien können die Lochstempel beschädigen oder zu einem Papierstau führen. Regelmäßiges Leeren des Auffangbehälters, eine vorsichtige Reinigung und die Kontrolle beweglicher Teile verlängern die Lebensdauer.
Wer Lochleistung, Formatanschlag, Lochabstand, Stabilität, Ersatzteilversorgung und Platzbedarf sorgfältig miteinander vergleicht, erhält mit einem Registraturlocher ein langlebiges und zuverlässiges Arbeitsgerät. Besonders bei häufigen Ablagearbeiten spart ein gut ausgewähltes Modell Zeit, reduziert den Kraftaufwand und sorgt dafür, dass umfangreiche Unterlagen sauber, ordentlich und einheitlich in Aktenordnern abgelegt werden können.
Zuletzt Aktualisiert am 16.07.2026
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