Eichhörnchenfutter Test & Ratgeber » 4 x Eichhörnchenfutter Testsieger in 2026

Eichhörnchenfutter Test & Vergleich

Der ultimative Ratgeber 2026

Eichhörnchenfutter kann eine wertvolle Unterstützung für die kleinen, geschickten Kletterer sein, wenn natürliche Nahrungsquellen knapp werden, anhaltende Trockenheit die Entwicklung von Nüssen und Samen beeinträchtigt, strenge Winter den Zugang zu angelegten Vorräten erschweren oder die zunehmende Bebauung dazu führt, dass Eichhörnchen in Gärten, Parks und Wohngebieten nicht mehr genügend abwechslungsreiche Nahrung finden, wobei eine verantwortungsvolle Fütterung keinesfalls nur darin besteht, wahllos Nüsse auszulegen, sondern vielmehr eine ausgewogene Mischung aus geeigneten Nüssen, Samen, Kernen, Früchten und ergänzenden Bestandteilen bereitzustellen, die sich am natürlichen Speiseplan der Tiere orientiert und gleichzeitig frei von Salz, Zucker, Gewürzen, Schimmel sowie ungeeigneten Zusatzstoffen ist.

Viele Menschen möchten Eichhörnchen beobachten und ihnen besonders während des Winters helfen. Hochwertiges Eichhörnchenfutter ermöglicht eine kontrollierte und hygienische Zufütterung. Entscheidend ist jedoch, dass das Futter passend zusammengesetzt, trocken gelagert und an einer sicheren Stelle angeboten wird. Eine falsch platzierte oder schlecht gepflegte Futterstelle kann Krankheiten begünstigen, Ratten anlocken oder Eichhörnchen unnötigen Gefahren durch Katzen, Straßenverkehr und ungeeignete Kletterwege aussetzen.

Ein gutes Futterangebot sollte deshalb immer mit sauberem Trinkwasser, einem geeigneten Futterhaus und einer regelmäßigen Reinigung verbunden werden. Wer mehrere Komponenten miteinander kombiniert, bietet den Tieren nicht nur eine abwechslungsreichere Nahrung, sondern fördert auch ihr natürliches Verhalten. Eichhörnchen nehmen einen Teil der Nahrung direkt auf und verstecken einen weiteren Teil als Vorrat. Ganze Nüsse in der Schale beschäftigen die Tiere zusätzlich und unterstützen den natürlichen Nagetrieb.

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Was ist Eichhörnchenfutter?

Eichhörnchenfutter ist eine speziell zusammengestellte Futtermischung oder eine Auswahl einzelner Futtermittel, die für die ergänzende Versorgung von Eichhörnchen geeignet ist. Die Zusammensetzung orientiert sich üblicherweise an dem, was Eichhörnchen auch in ihrem natürlichen Lebensraum finden. Dazu gehören insbesondere Haselnüsse, Walnüsse, Bucheckern, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, verschiedene Samen sowie gelegentlich getrocknete oder frische Obststücke.

In freier Natur ernähren sich Eichhörnchen nicht ausschließlich von Nüssen. Ihr Speiseplan ist vielseitiger, als häufig angenommen wird. Abhängig von Jahreszeit, Lebensraum und Verfügbarkeit fressen sie Samen von Nadelbäumen, Knospen, junge Triebe, Beeren, Pilze, Früchte und gelegentlich tierische Nahrung. Für eine private Futterstelle bedeutet das, dass eine einseitige Versorgung mit Erdnüssen oder Sonnenblumenkernen nicht ideal ist. Abwechslungsreiches Eichhörnchenfutter ist besser geeignet, um verschiedene Nährstoffe bereitzustellen.

Fertige Futtermischungen werden häufig in Beuteln, Eimern oder wiederverschließbaren Verpackungen angeboten. Sie unterscheiden sich hinsichtlich der enthaltenen Zutaten, der Größe der Bestandteile und des Anteils ungeschälter Nüsse. Manche Mischungen enthalten überwiegend heimische Nusssorten, während andere mit Mais, Erdnüssen, Rosinen oder getrockneten Früchten ergänzt werden. Nicht jeder Bestandteil ist automatisch gleich hochwertig. Ein hoher Anteil günstiger Füllstoffe kann dazu führen, dass Tiere nur die bevorzugten Bestandteile herausnehmen und ein großer Rest liegen bleibt.

Eine gute Mischung sollte möglichst naturbelassen sein. Gesalzene, geröstete, gewürzte, karamellisierte oder anderweitig verarbeitete Nüsse sind für Eichhörnchen ungeeignet. Auch Lebensmittelreste, Süßigkeiten, Brot, Kuchen oder stark zuckerhaltige Trockenfrüchte gehören nicht an die Futterstelle. Das Verdauungssystem der Tiere ist nicht auf menschliche Fertignahrung ausgelegt.

Warum werden Eichhörnchen gefüttert?

Die Fütterung von Eichhörnchen dient in erster Linie als ergänzende Hilfe. Besonders in dicht bebauten Gebieten fehlen teilweise alte Bäume, Sträucher und zusammenhängende Grünflächen, die ausreichend natürliche Nahrung liefern. Auch klimatische Veränderungen können Einfluss auf die Futterverfügbarkeit nehmen. Spätfrost kann Blüten und junge Früchte zerstören, während längere Trockenperioden zu kleineren oder weniger nährstoffreichen Nüssen führen können.

Im Winter finden Eichhörnchen zwar einen Teil ihrer zuvor versteckten Vorräte wieder, jedoch nicht jeden angelegten Futterplatz. Gefrorener Boden, eine geschlossene Schneedecke oder starke Niederschläge erschweren die Suche zusätzlich. Auch trächtige und säugende Weibchen sowie Jungtiere haben einen erhöhten Energiebedarf. Eine zuverlässig gepflegte Futterstelle kann in solchen Phasen hilfreich sein.

Die Fütterung sollte dennoch nicht dazu führen, dass Eichhörnchen vollständig von Menschen abhängig werden. Deshalb ist es sinnvoll, neben dem Auslegen von Futter auch natürliche Nahrungsquellen zu fördern. Haselnusssträucher, Walnussbäume, heimische Beerensträucher und samenbildende Pflanzen verbessern das Nahrungsangebot langfristig und bieten gleichzeitig Deckung sowie Klettermöglichkeiten.


Vorteile und Nachteile von Eichhörnchenfutter

Vorteile

  • Unterstützung bei Nahrungsknappheit: In kalten Wintern, trockenen Sommern oder dicht bebauten Wohngebieten kann zusätzliches Futter Engpässe ausgleichen.
  • Abwechslungsreiche Versorgung: Hochwertige Mischungen enthalten mehrere geeignete Nüsse, Kerne und Samen.
  • Förderung des natürlichen Verhaltens: Ganze Nüsse in der Schale müssen geöffnet, getragen oder als Vorrat versteckt werden.
  • Gute Beobachtungsmöglichkeiten: Eine sichere Futterstelle ermöglicht es, Eichhörnchen aus angemessener Entfernung zu beobachten.
  • Kontrollierbare Qualität: Bei ausgewähltem Futter lässt sich vermeiden, dass verdorbene oder ungeeignete Lebensmittel aufgenommen werden.
  • Unterstützung von Jungtieren: Kleinere Kerne und geschälte Bestandteile sind für junge Eichhörnchen leichter erreichbar.

Nachteile und mögliche Risiken

  • Ungeeignete Zusammensetzung: Mischungen mit zu viel Mais, Erdnüssen oder minderwertigen Füllstoffen sind weniger ausgewogen.
  • Hygieneprobleme: Feuchtes oder verschimmeltes Futter kann die Gesundheit der Tiere gefährden.
  • Anlocken anderer Tiere: Offen ausgestreutes Futter kann Tauben, Mäuse, Ratten oder andere unerwünschte Besucher anziehen.
  • Gefahr durch Raubtiere: Eine bodennahe oder schlecht geschützte Futterstelle kann Eichhörnchen für Katzen leichter erreichbar machen.
  • Überfütterung: Große Futtermengen können lange liegen bleiben und verderben.
  • Gewöhnung an Menschen: Werden Eichhörnchen aus der Hand gefüttert, können sie ihre natürliche Vorsicht verlieren.

Die Vorteile überwiegen vor allem dann, wenn das Futter artgerecht zusammengestellt und hygienisch angeboten wird. Eine verantwortungsvolle Fütterung bedeutet nicht, möglichst große Mengen bereitzustellen. Besser sind kleine Portionen, die regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf erneuert werden.

Eichhörnchenfutter Bestseller Platz 2 – 4


Welche Arten von Eichhörnchenfutter gibt es?

Fertige Eichhörnchenfuttermischungen

Fertige Mischungen sind für viele Gartenbesitzer die bequemste Lösung. Sie enthalten mehrere Zutaten in einem abgestimmten Verhältnis und können direkt in ein Futterhaus gegeben werden. Typische Bestandteile sind Haselnüsse, Walnüsse, Erdnüsse, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Mais, Hagebutten, Rosinen oder weitere Samen.

Die Qualität solcher Mischungen kann stark variieren. Hochwertige Produkte enthalten einen deutlich sichtbaren Anteil ganzer oder halber Nüsse und weisen nur wenig Bruch, Staub oder minderwertige Füllstoffe auf. Bei günstigen Mischungen kann der Anteil an Mais und Sonnenblumenkernen sehr hoch sein. Diese Zutaten werden zwar teilweise angenommen, ersetzen jedoch keine abwechslungsreiche Mischung.

Ein Vorteil fertiger Produkte liegt in der einfachen Dosierung. Die Mischung lässt sich in einem trockenen Behälter aufbewahren und nach Bedarf nachfüllen. Beim Kauf sollte auf eine transparente Zutatenliste geachtet werden. Je genauer der Hersteller die enthaltenen Bestandteile nennt, desto besser lässt sich die Qualität beurteilen. Unklare Sammelbezeichnungen wie „Getreide und Saaten“ sagen dagegen wenig über die tatsächliche Zusammensetzung aus.

Ganze Haselnüsse in der Schale

Haselnüsse gehören zu den besonders geeigneten Futtermitteln für Eichhörnchen. Sie liefern Fett, Energie und weitere Nährstoffe. Gleichzeitig sorgt die harte Schale dafür, dass die Tiere ihre kräftigen Schneidezähne einsetzen müssen. Das Öffnen der Schale entspricht ihrem natürlichen Verhalten und beschäftigt sie länger als bereits geschälte Kerne.

Ganze Haselnüsse lassen sich außerdem gut transportieren und verstecken. Eichhörnchen legen mit ihnen Vorräte in Erde, Laub, Baumhöhlen oder anderen geschützten Stellen an. Dabei werden nicht alle Nüsse wiedergefunden. Unter geeigneten Bedingungen können einzelne vergessene Haselnüsse keimen und zu neuen Sträuchern heranwachsen.

Wichtig ist, nur einwandfreie Nüsse anzubieten. Löcher, dunkle Flecken, muffiger Geruch oder sichtbarer Schimmel sprechen gegen eine Verwendung. Nüsse aus alten Vorräten sollten vor dem Verfüttern sorgfältig kontrolliert werden.

Walnüsse mit und ohne Schale

Walnüsse sind ebenfalls energiereich und werden von Eichhörnchen gern angenommen. Ganze Walnüsse sind allerdings deutlich größer und schwerer zu öffnen als Haselnüsse. Erwachsene Tiere kommen damit meist gut zurecht, während Jungtiere oder geschwächte Eichhörnchen von geknackten Walnüssen profitieren können.

Eine ausgewogene Futterstelle kann deshalb sowohl ganze Walnüsse als auch einzelne Walnussstücke enthalten. Bereits geschälte Kerne verderben jedoch schneller, da das fettreiche Innere unmittelbar mit Luft und Feuchtigkeit in Kontakt kommt. Sie sollten nur in kleinen Mengen ausgelegt und regelmäßig erneuert werden.

Schwarze, ranzig riechende oder bitter schmeckende Walnusskerne sind ungeeignet. Auch Walnüsse können bei falscher Lagerung von Schimmelpilzen befallen werden. Eine trockene, kühle und luftige Aufbewahrung ist deshalb besonders wichtig.

Sonnenblumenkerne und andere Saaten

Sonnenblumenkerne sind ein häufiger Bestandteil von Eichhörnchenfutter und Wildvogelfutter. Sie liefern Fett und Energie und werden von vielen Tieren gern gefressen. Für Eichhörnchen eignen sich sowohl gestreifte als auch schwarze Sonnenblumenkerne. Geschälte Kerne können leichter aufgenommen werden, während ungeschälte Kerne mehr Beschäftigung bieten und etwas länger haltbar sind.

Sonnenblumenkerne sollten jedoch nicht den größten Teil der gesamten Ration ausmachen. Eine sehr einseitige Fütterung kann dazu führen, dass andere wichtige Bestandteile fehlen. Sie sind daher besser als Ergänzung zu verschiedenen Nüssen, Kürbiskernen und weiteren Samen geeignet.

Auch Pinienkerne, Zirbelnüsse oder Samen von Nadelbäumen können gefressen werden. Diese Produkte sind allerdings häufig teurer. Bei kleineren Saaten ist außerdem darauf zu achten, dass sie trocken bleiben und nicht in feuchten Ecken des Futterhauses verkleben.

Kürbiskerne

Naturbelassene Kürbiskerne können eine sinnvolle Ergänzung darstellen. Sie sind fettreich und lassen sich von Eichhörnchen leicht aufnehmen. Verwendet werden dürfen ausschließlich ungesalzene und ungewürzte Kerne. Geröstete Snackprodukte aus dem Supermarkt sind in der Regel ungeeignet, sofern sie Salz, Öl oder Gewürze enthalten.

Kürbiskerne ohne Schale sind besonders für Jungtiere und geschwächte Tiere leicht zugänglich. Gleichzeitig sind sie empfindlicher gegenüber Feuchtigkeit und sollten deshalb nur portionsweise angeboten werden. Kerne mit Schale beschäftigen die Tiere stärker und sind bei trockener Lagerung länger haltbar.

Erdnüsse

Erdnüsse werden von Eichhörnchen meist gern gefressen, obwohl sie botanisch zu den Hülsenfrüchten und nicht zu den echten Nüssen gehören. Sie sind energiereich und vergleichsweise günstig. Dennoch sollten sie nur einen begrenzten Teil der Mischung ausmachen und nicht als alleinige Nahrung angeboten werden.

Besonders wichtig ist die Qualität. Erdnüsse können bei falscher Lagerung schimmeln. Gesalzene oder gewürzte Erdnüsse sind grundsätzlich ungeeignet. Werden Erdnüsse verwendet, sollten sie naturbelassen, frisch und für den Verzehr beziehungsweise ausdrücklich als hochwertiges Tierfutter vorgesehen sein.

Ungeschälte Erdnüsse bieten Beschäftigung, erzeugen jedoch viele Schalenreste rund um die Futterstelle. Geschälte Erdnusskerne lassen sich sauberer verfüttern, verderben aber schneller. Beide Varianten sollten trocken aufbewahrt und regelmäßig kontrolliert werden.

Frisches Obst und Beeren

Apfelstücke, Birnen, Weintrauben oder verschiedene Beeren können gelegentlich angeboten werden. Sie liefern Flüssigkeit und sorgen für Abwechslung. Obst sollte allerdings nur einen kleinen Anteil ausmachen, da es vergleichsweise viel Fruchtzucker enthält und schnell verdirbt.

Frische Stücke dürfen nicht über längere Zeit im Futterhaus liegen. Besonders bei warmem Wetter ziehen sie Insekten an, beginnen zu gären oder entwickeln Schimmel. Nicht gefressene Reste sollten noch am selben Tag entfernt werden. Kerne und Steine problematischer Obstsorten sollten vorsichtshalber entfernt werden.

Getrocknete Früchte

Getrocknete Äpfel, ungeschwefelte Rosinen oder getrocknete Beeren kommen in einigen Futtermischungen vor. Durch den Wasserentzug ist der Zuckergehalt im Verhältnis zum Gewicht deutlich höher als bei frischem Obst. Trockenfrüchte sollten deshalb nur sparsam eingesetzt werden.

Produkte mit zugesetztem Zucker, Konservierungsstoffen, Aromen oder Schwefelzusätzen gehören nicht in das Eichhörnchenfutter. Kleine Mengen naturbelassener Trockenfrüchte können als gelegentliche Ergänzung dienen, sollten aber niemals Nüsse und Samen als Hauptbestandteile ersetzen.

Futter für Jungtiere und geschwächte Eichhörnchen

Junge oder geschwächte Eichhörnchen können harte Nussschalen möglicherweise noch nicht zuverlässig öffnen. Für sie sind geschälte Haselnüsse, kleine Walnussstücke, ungesalzene Sonnenblumenkerne und Kürbiskerne leichter erreichbar. Dennoch sollte nicht automatisch jedes Jungtier eingefangen oder mit der Hand gefüttert werden.

Wirkt ein Eichhörnchen apathisch, verletzt, stark abgemagert oder folgt es Menschen hartnäckig, sollte eine fachkundige Wildtierstation oder Eichhörnchenhilfe kontaktiert werden. Kuhmilch, handelsübliche Säuglingsnahrung oder selbst zusammengemischte Ersatzmilch können schwere Verdauungsprobleme verursachen. Eine notwendige Handaufzucht gehört in erfahrene Hände.


Welche Alternativen zu gekauftem Eichhörnchenfutter gibt es?

Selbst zusammengestellte Futtermischung

Eine selbst zusammengestellte Mischung ermöglicht eine genaue Kontrolle über die Zutaten. Eine mögliche Basis besteht aus ganzen Haselnüssen, einzelnen Walnüssen, ungeschälten Sonnenblumenkernen und naturbelassenen Kürbiskernen. Ergänzend können geringe Mengen frischer Apfelstücke oder ungeschwefelter Trockenfrüchte angeboten werden.

Der Vorteil liegt darin, dass günstige Füllstoffe vermieden werden können. Außerdem lässt sich die Mischung an die Tiere an der eigenen Futterstelle anpassen. Bleiben bestimmte Bestandteile regelmäßig liegen, kann deren Anteil reduziert werden. Werden ganze Nüsse besonders häufig mitgenommen, lässt sich der Anteil entsprechend erhöhen.

Selbst gemischtes Futter muss nicht täglich vollkommen identisch zusammengesetzt sein. Abwechslung ist sogar sinnvoll. Entscheidend bleibt, dass alle Zutaten naturbelassen, ungesalzen, ungewürzt und frei von Schimmel sind.

Naturnahe Gartengestaltung

Die beste langfristige Alternative zum dauerhaften Zukauf von Futter ist ein naturnah gestalteter Garten. Haselnusssträucher, Walnussbäume, heimische Obstgehölze, Beerensträucher und Nadelbäume liefern über das Jahr verteilt verschiedene Nahrungsquellen. Gleichzeitig bieten dichte Sträucher Schutz und verbinden einzelne Kletterbereiche miteinander.

Abgestorbene Äste, sofern sie keine Gefahr darstellen, können als Kletterstruktur und Lebensraum erhalten bleiben. Auch eine weniger gründlich aufgeräumte Gartenecke mit Laub, Zweigen und natürlicher Vegetation kann für viele Tiere wertvoll sein. Pestizide und unnötige chemische Pflanzenschutzmittel sollten vermieden werden.

Eine naturnahe Gestaltung hat den Vorteil, dass Eichhörnchen selbstständig Nahrung suchen und ihr natürliches Verhalten ausleben. Zusätzlich profitieren Vögel, Insekten, Igel und andere Wildtiere von heimischen Pflanzen und vielfältigen Strukturen.

Nüsse aus dem eigenen Garten

Wer Haselnusssträucher oder Walnussbäume besitzt, kann einen Teil der Ernte für Eichhörnchen zurücklegen. Die Nüsse müssen vollständig ausgereift und sorgfältig getrocknet werden. Feuchte Nüsse dürfen nicht in geschlossenen Kunststoffbehältern gelagert werden, da sich dort schnell Schimmel entwickeln kann.

Vor dem Verfüttern ist eine Sicht- und Geruchskontrolle sinnvoll. Beschädigte, stark verfärbte oder muffig riechende Nüsse werden aussortiert. Eigene Nüsse haben den Vorteil kurzer Transportwege und einer gut nachvollziehbaren Herkunft.

Geeignetes Wildvogelfutter

Bestimmte hochwertige Wildvogelfuttermischungen können auch von Eichhörnchen angenommen werden. Sie enthalten häufig Sonnenblumenkerne, Erdnussbruch und verschiedene Saaten. Als vollständiger Ersatz für spezielles Eichhörnchenfutter eignen sie sich jedoch nur bedingt, da ganze Hasel- oder Walnüsse oft fehlen.

Vogelfutter kann als ergänzende Komponente verwendet werden, sofern es naturbelassen, frisch und frei von ungeeigneten Zusätzen ist. Besonders feine Körnermischungen für kleine Singvögel sind für Eichhörnchen weniger interessant und können schnell aus offenen Futterstellen herausfallen.

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Wichtige Kaufkriterien für Eichhörnchenfutter

Zusammensetzung

Die Zutatenliste ist das wichtigste Kaufkriterium. Eine gute Mischung enthält verschiedene Nüsse, Kerne und Samen. Haselnüsse und Walnüsse sind besonders wertvoll. Ein hoher Anteil an Mais oder Getreide kann auf eine günstig produzierte Mischung hindeuten. Solche Bestandteile sind nicht grundsätzlich schädlich, sollten aber nicht den überwiegenden Anteil bilden.

Verzicht auf Salz, Zucker und Gewürze

Das Futter muss naturbelassen sein. Salzige Snacknüsse, gewürzte Kerne oder kandierte Früchte sind nicht geeignet. Auch Honig, Zucker oder künstliche Aromen sind für ein gutes Eichhörnchenfutter nicht erforderlich.

Frische und Sauberkeit

Die Bestandteile sollten sauber, trocken und frei von sichtbarem Schimmel sein. Ein muffiger, ranziger oder ungewöhnlich chemischer Geruch ist ein Warnzeichen. Stark zerbrochene Mischungen mit viel Staub und Schalenabrieb sind schwieriger sauber zu verfüttern.

Anteil ganzer Nüsse

Ganze Nüsse in der Schale fördern den natürlichen Nagetrieb und lassen sich von den Tieren als Vorrat transportieren. Eine reine Mischung aus kleinen Samen bietet weniger Beschäftigung. Ideal ist eine Kombination aus ganzen Nüssen und leichter zugänglichen Kernen.

Verpackung

Wiederverschließbare Verpackungen erleichtern die trockene Lagerung. Bei größeren Vorräten ist ein stabiler Futtereimer praktisch. Die Verpackung sollte dennoch nicht über längere Zeit im Freien oder in feuchten Kellerräumen stehen.

Menge

Großpackungen sind häufig günstiger, lohnen sich aber nur bei regelmäßigem Verbrauch. Wer lediglich eine kleine Futterstelle betreibt, sollte keine übermäßig große Menge kaufen. Fettreiche Nüsse können mit der Zeit ranzig werden. Frisches Futter in kleineren Gebinden ist besser als ein jahrelang gelagerter Vorrat.

Preis pro Kilogramm

Der Gesamtpreis einer Verpackung sagt wenig über das Preis-Leistungs-Verhältnis aus. Für einen sinnvollen Vergleich sollte der Kilopreis betrachtet werden. Gleichzeitig ist die Zusammensetzung einzubeziehen. Eine preiswerte Mischung mit überwiegend Mais ist nicht automatisch günstiger als ein teureres Produkt mit vielen ganzen Nüssen.


Beliebte Eichhörnchenfutter-Produkte und Produktarten im Vergleich

Die folgende Übersicht zeigt beispielhafte, häufig angebotene Produktarten und bekannte Futtermittelvarianten. Preise können je nach Packungsgröße, Händler, Saison und Zusammensetzung deutlich abweichen. Die Bezeichnung „beste Produkte“ ist bei Tierfutter nicht als unabhängiges Testergebnis zu verstehen. Entscheidend sind vor allem eine geeignete Zusammensetzung, einwandfreie Qualität und die Bedürfnisse der Tiere an der jeweiligen Futterstelle.

Produkt beziehungsweise VarianteMarke oder AnbieterUngefährer PreisKurzbeschreibung
Wildtier Herz EichhörnchenfutterWildtier Herzetwa 10 bis 20 EuroFertige Mischung aus unterschiedlichen Nüssen, Kernen und Saaten für die regelmäßige Zufütterung im Garten.
Dehner Natura EichhörnchenfutterDehneretwa 5 bis 15 EuroFuttermischung für Futterhäuser und geschützte Futterstellen, abhängig von der Variante mit Nüssen, Saaten und weiteren Bestandteilen.
elles Eichhörnchenfutterellesetwa 8 bis 20 EuroAbwechslungsreiche Mischung für freilebende Eichhörnchen, die je nach Gebinde verschiedene Nüsse, Kerne und Früchte enthalten kann.
Ganze Haselnüsse in der Schaleverschiedene Anbieteretwa 6 bis 15 Euro je KilogrammNaturbelassenes Einzelfutter mit hohem Beschäftigungswert, das sich gut transportieren und als Vorrat verstecken lässt.
Ganze Walnüsse in der Schaleverschiedene Anbieteretwa 5 bis 12 Euro je KilogrammEnergierreiche Ergänzung für erwachsene Tiere. Für Jungtiere können einzelne Nüsse vorsichtig angeknackt werden.
Ungeschälte Sonnenblumenkerneverschiedene Futtermittelanbieteretwa 2 bis 6 Euro je KilogrammBeliebte und energiereiche Ergänzung, die jedoch nicht als alleinige Nahrung verwendet werden sollte.
Naturbelassene Kürbiskerneverschiedene Anbieteretwa 7 bis 15 Euro je KilogrammFettreiche Kerne ohne Salz und Gewürze, die sich in kleinen Mengen gut mit Nüssen und weiteren Saaten kombinieren lassen.

Wie wird Eichhörnchenfutter richtig angeboten?

Das passende Futterhaus

Ein Eichhörnchen-Futterhaus besitzt häufig eine Klappe, die von den Tieren mit Kopf oder Pfoten angehoben werden kann. Dadurch bleibt das Futter besser vor Regen geschützt und ist für viele Vögel schwieriger erreichbar. Das Sichtfenster ermöglicht den Eichhörnchen, den Inhalt zu erkennen.

Das Haus sollte stabil verarbeitet sein und keine scharfen Kanten, herausstehenden Nägel oder gefährlichen Spalten aufweisen. Unbehandeltes oder mit tierverträglichen Mitteln geschütztes Holz ist üblich. Die Klappe darf nicht zu schwer sein und sollte nicht plötzlich zufallen, während sich ein Tier darunter befindet.

Der richtige Standort

Eine erhöhte Position an einem Baum oder einer stabilen Wand ist meist besser als eine bodennahe Futterstelle. Eichhörnchen benötigen schnelle Fluchtmöglichkeiten und sollten das Futterhaus über Äste, Stämme oder andere sichere Kletterwege erreichen können. Ein ausreichender Abstand zu stark befahrenen Straßen ist sinnvoll.

Die Futterstelle sollte nicht unmittelbar neben einem bevorzugten Versteck von Katzen angebracht werden. Auch glatte Metallpfosten ohne Ausweichmöglichkeit können problematisch sein. Ideal ist ein ruhiger Bereich mit Bäumen, Sträuchern und guter Übersicht.

Die richtige Futtermenge

Es ist besser, kleine Mengen regelmäßig nachzufüllen, als das Haus vollständig mit einem großen Vorrat zu überladen. Dadurch bleibt das Futter frischer und lässt sich leichter kontrollieren. Die passende Menge hängt davon ab, wie viele Tiere die Futterstelle nutzen und wie schnell das Futter entnommen wird.

Bleiben bestimmte Bestandteile über mehrere Tage liegen, sollte weniger eingefüllt oder die Mischung angepasst werden. Feuchte, verfärbte oder verschmutzte Reste müssen vollständig entfernt werden.

Wasser bereitstellen

Eine flache Schale mit frischem Wasser ist besonders im Sommer und während längerer Frostperioden hilfreich. Die Schale sollte standsicher, leicht zu reinigen und nicht zu tief sein. Das Wasser muss regelmäßig gewechselt werden, da sich in stehendem Wasser Schmutz, Algen und Krankheitserreger ansammeln können.

Bei Frost darf kein Salz oder Frostschutzmittel zugesetzt werden. Stattdessen kann mehrmals täglich frisches, handwarmes Wasser angeboten werden. Metallgefäße sind bei starkem Frost weniger geeignet, da Tiere mit feuchten Körperteilen daran festfrieren können.


Reinigung und Hygiene an der Futterstelle

Eine saubere Futterstelle ist für die Gesundheit der Tiere unverzichtbar. Schalenreste, feuchte Samen, Kot und altes Obst sollten regelmäßig entfernt werden. Je häufiger die Futterstelle besucht wird, desto öfter ist eine Kontrolle notwendig.

Für die Reinigung kann das Futterhaus geleert und mit heißem Wasser sowie einer Bürste gereinigt werden. Aggressive Reinigungsmittel, stark parfümierte Haushaltsreiniger oder giftige Holzschutzmittel sind ungeeignet. Nach der Reinigung muss das Haus vollständig trocknen, bevor neues Futter eingefüllt wird.

Bei sichtbarem Schimmel reicht es nicht aus, nur die betroffenen Futterstücke herauszunehmen. Das gesamte Futter im Behälter sollte entsorgt und das Haus gründlich gereinigt werden. Schimmel kann sich bereits unsichtbar ausgebreitet haben.

Auch der Bereich unterhalb der Futterstelle sollte sauber gehalten werden. Heruntergefallene Nüsse und Samen können Ratten oder Mäuse anziehen. Eine Auffangfläche oder regelmäßiges Kehren reduziert dieses Risiko.


Welche Lebensmittel dürfen Eichhörnchen nicht fressen?

Ungeeignet sind gesalzene Nüsse, gewürzte Snacks, Chips, Schokolade, Süßigkeiten, Kuchen, Brot, Wurst, Käse und andere verarbeitete Lebensmittel. Auch stark gezuckerte Frühstücksflocken oder Müslimischungen gehören nicht in ein Eichhörnchen-Futterhaus.

Verschimmeltes Futter ist besonders gefährlich. Schimmelpilzgifte können auch dann vorhanden sein, wenn nur kleine Stellen sichtbar betroffen sind. Ranzige Nüsse sind ebenfalls zu entsorgen. Ein bitterer oder alter Geruch weist darauf hin, dass die enthaltenen Fette verdorben sein können.

Milch ist für Eichhörnchen nicht als Getränk geeignet. Besonders Jungtiere dürfen nicht eigenmächtig mit Kuhmilch versorgt werden. Bei vermeintlich hilfsbedürftigen Tieren ist eine Wildtierstation die richtige Anlaufstelle.


Eichhörnchen ganzjährig oder nur im Winter füttern?

Eine Zufütterung ist grundsätzlich das ganze Jahr über möglich, sofern sie verantwortungsvoll erfolgt. Häufig ist der Bedarf im Spätwinter und zeitigen Frühjahr besonders hoch. Zu dieser Zeit sind viele natürliche Vorräte verbraucht, während neue Früchte und Samen noch nicht verfügbar sind.

Auch heiße und trockene Sommer können problematisch sein. In solchen Phasen ist sauberes Wasser teilweise wichtiger als eine große Futtermenge. Frisches Obst darf bei Wärme nur sehr sparsam und kurzzeitig angeboten werden.

Im Herbst finden Eichhörnchen normalerweise zahlreiche Nüsse und Samen und beginnen, Vorräte anzulegen. Eine Futterstelle wird dennoch gern genutzt. Ganze Nüsse in der Schale sind in dieser Zeit besonders geeignet, da sie transportiert und versteckt werden können.

Wer ganzjährig füttert, sollte die Menge flexibel anpassen. Die Futterstelle darf eine natürliche Nahrungssuche ergänzen, aber nicht vollständig ersetzen. Eine Kombination aus maßvoller Zufütterung und naturnaher Gartengestaltung ist langfristig am sinnvollsten.


Häufig gestellte Fragen zu Eichhörnchenfutter

Welches Futter ist für Eichhörnchen am besten geeignet?

Besonders gut geeignet ist eine abwechslungsreiche Mischung aus ganzen Haselnüssen, Walnüssen, ungesalzenen Sonnenblumenkernen, naturbelassenen Kürbiskernen und weiteren geeigneten Saaten. Ganze Nüsse fördern den natürlichen Nagetrieb und können von den Tieren als Vorrat versteckt werden. Kleinere oder geschälte Bestandteile sind dagegen leichter zugänglich und können besonders für Jungtiere hilfreich sein.

Ein einzelnes Futtermittel sollte nicht dauerhaft die gesamte Ration ausmachen. Selbst hochwertige Haselnüsse bieten allein nicht die gleiche Vielfalt wie eine Mischung aus mehreren Bestandteilen. Wichtig sind außerdem Frische, trockene Lagerung und der vollständige Verzicht auf Salz, Zucker und Gewürze.

Dürfen Eichhörnchen Erdnüsse fressen?

Eichhörnchen dürfen naturbelassene und ungesalzene Erdnüsse fressen. Sie werden von vielen Tieren gern angenommen und liefern viel Energie. Dennoch sollten Erdnüsse nur ein Bestandteil einer vielseitigen Mischung sein. Eine ausschließliche Fütterung mit Erdnüssen ist nicht empfehlenswert.

Die Qualität spielt eine große Rolle, da Erdnüsse bei ungünstiger Lagerung anfällig für Schimmel sein können. Sie sollten trocken, frisch und geruchlich unauffällig sein. Gesalzene, geröstete oder gewürzte Erdnüsse aus dem Snackregal sind ungeeignet.

Sollten Nüsse mit oder ohne Schale angeboten werden?

Idealerweise werden beide Varianten angeboten. Nüsse in der Schale beschäftigen die Tiere, fördern den natürlichen Gebrauch der Schneidezähne und lassen sich gut transportieren. Eichhörnchen können sie direkt fressen oder für später verstecken.

Geschälte Nüsse sind leichter zugänglich und können für Jungtiere, ältere oder geschwächte Tiere hilfreich sein. Sie verderben allerdings schneller. Deshalb sollten geschälte Kerne nur in kleinen Mengen ausgelegt und bei Feuchtigkeit besonders sorgfältig kontrolliert werden.

Dürfen Eichhörnchen Mandeln fressen?

Süße, naturbelassene Mandeln können in kleinen Mengen angeboten werden. Sie sollten jedoch nicht zu den Hauptbestandteilen des Futters gehören. Bittermandeln sind ungeeignet, da sie problematische Inhaltsstoffe enthalten können. Da sich süße und bittere Varianten für Laien nicht immer sicher unterscheiden lassen, sind Hasel- und Walnüsse die unkompliziertere Wahl.

Gesalzene, geröstete, gezuckerte oder aromatisierte Mandeln sind grundsätzlich nicht geeignet. Auch hier gilt, dass menschliche Snackprodukte nicht automatisch ein passendes Wildtierfutter darstellen.

Wie oft sollte das Futterhaus gereinigt werden?

Das Futterhaus sollte regelmäßig kontrolliert und abhängig von Witterung sowie Nutzung gereinigt werden. Bei trockenem Wetter und geringem Besuchsaufkommen kann eine gründliche Reinigung in größeren Abständen ausreichen. Bei Regen, hoher Luftfeuchtigkeit oder intensiver Nutzung ist eine häufigere Säuberung erforderlich.

Feuchte, verschmutzte oder verschimmelte Reste müssen sofort entfernt werden. Auch Kot und Schalenreste gehören nicht dauerhaft in den Futterbehälter. Nach der Reinigung mit heißem Wasser muss das Haus vollständig trocknen, bevor neues Futter eingefüllt wird.

Wie viel Eichhörnchenfutter sollte täglich angeboten werden?

Eine pauschale Tagesmenge lässt sich nicht für jede Futterstelle festlegen. Entscheidend sind die Anzahl der Tiere, die Jahreszeit und das natürliche Nahrungsangebot in der Umgebung. Kleine Mengen, die innerhalb kurzer Zeit entnommen werden, sind besser als ein dauerhaft überfüllter Behälter.

Bleibt regelmäßig viel Futter übrig, sollte die Menge reduziert werden. Wird das Futterhaus täglich vollständig geleert, kann vorsichtig etwas mehr eingefüllt werden. Ziel ist ein frisches Angebot ohne unnötige Reste.

Kann normales Vogelfutter verwendet werden?

Hochwertiges Vogelfutter kann einzelne geeignete Bestandteile wie Sonnenblumenkerne oder Erdnussbruch enthalten. Es eignet sich daher teilweise als Ergänzung. Als vollständiges Eichhörnchenfutter ist es weniger optimal, weil häufig ganze Nüsse fehlen und manche Mischungen viele kleine Getreidekörner enthalten.

Vor der Verwendung sollte die Zutatenliste geprüft werden. Meisenknödel, Fettblöcke oder stark verarbeitete Produkte sind nicht automatisch für Eichhörnchen geeignet. Eine gezielt zusammengestellte Nuss- und Saatenmischung ist die bessere Wahl.

Warum vergraben Eichhörnchen das angebotene Futter?

Das Verstecken von Nüssen und Samen ist ein natürliches Verhalten. Eichhörnchen legen in Zeiten mit reichlichem Nahrungsangebot zahlreiche Vorräte an, auf die sie später zurückgreifen können. Die Verstecke befinden sich unter anderem im Boden, unter Laub, in Baumspalten oder an geschützten Stellen.

Die Tiere finden nicht jeden Vorrat wieder. Dabei orientieren sie sich an räumlichem Gedächtnis und Geruch. Vergessene Nüsse können keimen und zur Verbreitung von Bäumen und Sträuchern beitragen. Das Mitnehmen und Vergraben des Futters ist daher kein Zeichen dafür, dass die Tiere die Nahrung nicht mögen.

Kann man Eichhörnchen aus der Hand füttern?

Von einer regelmäßigen Handfütterung ist eher abzuraten. Eichhörnchen sind Wildtiere und sollten eine gesunde Distanz zum Menschen behalten. Verlieren sie ihre natürliche Scheu, können sie fremde Menschen bedrängen, sich in gefährliche Situationen begeben oder beim hastigen Greifen versehentlich beißen.

Besser ist es, das Futter in einem geeigneten Futterhaus anzubieten und die Tiere aus einiger Entfernung zu beobachten. Dadurch bleibt ihr natürliches Verhalten weitgehend erhalten.

Was ist bei einem hilfsbedürftigen Jungtier zu tun?

Ein Jungtier, das offensichtlich verletzt, ausgekühlt, apathisch oder stark geschwächt ist, benötigt fachkundige Hilfe. Auch Tiere, die Menschen hartnäckig verfolgen oder am Bein hochklettern, können in einer Notlage sein. In einem solchen Fall sollte möglichst schnell eine Eichhörnchenhilfe, Wildtierstation oder tierärztliche Praxis mit Wildtiererfahrung kontaktiert werden.

Das Tier darf nicht eigenmächtig mit Kuhmilch gefüttert werden. Auch das Einflößen von Wasser kann bei falscher Vorgehensweise gefährlich sein, weil Flüssigkeit in die Atemwege gelangen kann. Bis fachkundige Anweisungen vorliegen, steht vor allem eine sichere und angemessen warme Unterbringung im Vordergrund.


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Stiftung Warentest ist bekannt dafür, eine Vielzahl an Produkte einem genauen Test zu unterziehen. Eichhörnchenfutter wurden bisher noch nicht getestet, so dass wir Ihnen keinen Eichhörnchenfutter Testsieger präsentieren können.


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Fazit: Gutes Eichhörnchenfutter ist abwechslungsreich, naturbelassen und frisch

Eichhörnchenfutter kann freilebende Eichhörnchen sinnvoll unterstützen, sofern die Fütterung verantwortungsvoll durchgeführt wird. Eine hochwertige Mischung besteht nicht nur aus einem einzelnen günstigen Futtermittel, sondern verbindet verschiedene Nüsse, Kerne und Samen. Ganze Haselnüsse und Walnüsse sind besonders empfehlenswert, weil sie Energie liefern, den natürlichen Nagetrieb fördern und von den Tieren als Vorrat transportiert werden können. Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne und weitere naturbelassene Saaten sorgen für zusätzliche Abwechslung.

Beim Kauf sollte die Zusammensetzung genauer betrachtet werden. Ein hoher Anteil ganzer Nüsse und eine verständliche Zutatenliste sprechen für ein gutes Produkt. Salz, Zucker, Gewürze, künstliche Aromen und ungeeignete Zusatzstoffe haben in Eichhörnchenfutter nichts zu suchen. Ebenso wichtig ist die einwandfreie Frische. Muffige, ranzige oder verschimmelte Bestandteile müssen vollständig entsorgt werden.

Die Qualität des Futters allein reicht jedoch nicht aus. Eine sichere, trockene und regelmäßig gereinigte Futterstelle ist ebenso entscheidend. Das Futterhaus sollte erhöht angebracht werden, gute Fluchtmöglichkeiten bieten und vor starkem Regen geschützt sein. Kleine, regelmäßig erneuerte Portionen sind hygienischer als ein großer Vorrat, der über längere Zeit im Behälter verbleibt. Frisches Wasser ergänzt das Angebot, besonders während trockener Sommer und frostiger Wintertage.

Langfristig ist eine naturnahe Gartengestaltung die wirkungsvollste Unterstützung. Haselnusssträucher, Walnussbäume, heimische Beerenpflanzen und strukturreiche Gehölze schaffen natürliche Nahrungsquellen, Verstecke und sichere Kletterwege. Gekauftes oder selbst zusammengestelltes Eichhörnchenfutter sollte dieses natürliche Angebot ergänzen und nicht vollständig ersetzen.

Wer auf eine ausgewogene Mischung, sorgfältige Lagerung, eine maßvolle Dosierung und konsequente Hygiene achtet, schafft eine wertvolle Futterquelle und kann Eichhörnchen aus angemessener Entfernung bei ihrem natürlichen Verhalten beobachten. So wird die Fütterung nicht nur zu einem interessanten Erlebnis, sondern zu einer tatsächlich hilfreichen Maßnahme für die Tiere.

Zuletzt Aktualisiert am 16.07.2026

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