Schiffstau Test & Ratgeber » 4 x Schiffstau Testsieger in 2026

Schiffstau Test & Vergleich

Der ultimative Ratgeber 2026

Ein Schiffstau ist ein unverzichtbares Ausrüstungsteil für Boote, Yachten, Segelschiffe, kleinere Wasserfahrzeuge und viele maritime Arbeiten, denn ohne geeignete Taue lassen sich Schiffe weder sicher festmachen noch kontrolliert manövrieren, schleppen, sichern oder ausrüsten. Obwohl ein Schiffstau auf den ersten Blick wie ein einfaches Seil wirkt, gibt es große Unterschiede bei Material, Durchmesser, Flechtung, Dehnung, Bruchlast, Griffigkeit, Wetterbeständigkeit und Einsatzbereich. Ein Tau, das für eine kleine Jolle ausreichend ist, kann für ein schweres Motorboot völlig ungeeignet sein. Eine Leine, die als Festmacher gut funktioniert, muss nicht automatisch als Schotleine, Ankerleine oder Schleppleine sinnvoll sein. Wer ein Schiffstau kaufen möchte, sollte deshalb nicht nur nach Länge und Preis entscheiden, sondern vor allem nach Belastung, Bootstyp, Einsatzort, Handhabung und Materialqualität. Ein gutes Schiffstau muss zuverlässig halten, angenehm in der Hand liegen, gegen Feuchtigkeit und UV-Strahlung bestehen, sich ordentlich belegen oder knoten lassen und im Idealfall lange haltbar bleiben. Dieser ausführliche Ratgeber erklärt, was ein Schiffstau ist, welche Vorteile und Nachteile verschiedene Ausführungen haben, welche Arten von Schiffstauen es gibt, welche Alternativen infrage kommen und worauf beim Kauf besonders geachtet werden sollte.

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Was ist ein Schiffstau?

Ein Schiffstau ist ein starkes Seil oder Tau, das im maritimen Bereich eingesetzt wird. Der Begriff wird häufig für kräftigere Taue verwendet, die auf Booten, Schiffen, Yachten oder an Stegen genutzt werden. Je nach Verwendung spricht man auch von Leine, Festmacherleine, Ankerleine, Schleppleine, Schot, Fallenleine oder Tauwerk. Im engeren Sinne bezeichnet Schiffstau also nicht nur irgendein Seil, sondern ein für Schifffahrt, Bootssport und Wasserumgebung geeignetes Tauwerk. Entscheidend ist, dass es Belastungen durch Zug, Nässe, Salzwasser, UV-Strahlung, Reibung und wechselnde Temperaturen aushalten kann.

Früher bestanden Schiffstaue häufig aus Naturfasern wie Hanf, Sisal oder Manila. Diese Materialien hatten eine griffige Oberfläche und waren lange Zeit Standard in der Schifffahrt. Heute werden im Bootsbereich überwiegend Kunstfasern verwendet, zum Beispiel Polyester, Polypropylen, Polyamid oder moderne Hochleistungsfasern. Diese Materialien sind in vielen Fällen haltbarer, pflegeleichter und besser auf bestimmte Anforderungen abstimmbar. Ein modernes Schiffstau kann schwimmfähig, besonders dehnungsarm, sehr abriebfest oder besonders elastisch sein. Genau diese Unterschiede sind beim Kauf wichtig.

Ein Schiffstau kann unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Beim Festmachen hält es das Boot am Steg, an einer Boje oder an einem anderen Schiff. Als Ankerleine verbindet es Boot und Anker. Als Schleppleine wird es genutzt, um ein Boot zu ziehen oder Hilfe zu leisten. Auf Segelbooten werden Leinen zum Bedienen der Segel benötigt. Dazu gehören Schoten, Fallen und Trimmleinen. In jedem dieser Bereiche werden andere Eigenschaften gebraucht. Eine Festmacherleine sollte zum Beispiel eine gewisse Dehnung haben, damit sie Bewegungen durch Wellen und Wind abfedert. Eine Schotleine sollte dagegen gut durch Blöcke laufen, griffig sein und sich kontrolliert bedienen lassen.

Wichtig ist auch die richtige Dimensionierung. Ein zu dünnes Schiffstau kann überlastet werden, unangenehm in der Hand liegen oder schneller verschleißen. Ein zu dickes Tau ist dagegen schwerer, unhandlicher und passt möglicherweise nicht durch Klampen, Blöcke, Führungen oder Klemmen. Deshalb sollte das Tau immer zum Boot und zum Einsatz passen. Auch die Länge spielt eine Rolle. Zu kurze Leinen sind beim Anlegen unpraktisch, zu lange Leinen können sich verheddern oder unnötig Platz wegnehmen.


Vorteile und Nachteile von Schiffstauen

Ein hochwertiges Schiffstau bietet klare Vorteile, wenn es passend zum Einsatzzweck ausgewählt wird. Gleichzeitig gibt es Unterschiede zwischen den Materialien und Bauarten, die in der Praxis spürbar sind. Nicht jedes Tau ist für jeden Zweck sinnvoll. Besonders beim Bootszubehör lohnt es sich, nicht nur auf den günstigsten Preis zu achten, weil ein ungeeignetes oder minderwertiges Tau im Ernstfall zum Sicherheitsrisiko werden kann.

Vorteile

  • Hohe Belastbarkeit: Gute Schiffstaue sind auf Zugkräfte ausgelegt und können Boote sicher halten oder bewegen.
  • Vielseitige Nutzung: Sie eignen sich zum Festmachen, Schleppen, Ankern, Segeln, Sichern und für viele Arbeiten an Bord.
  • Wetterbeständigkeit: Moderne Kunstfasern sind meist widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit, UV-Strahlung und wechselnde Temperaturen.
  • Gute Handhabung: Hochwertige Taue liegen angenehm in der Hand und lassen sich gut knoten, belegen oder führen.
  • Verschiedene Materialien verfügbar: Je nach Bedarf gibt es schwimmfähige, elastische, abriebfeste oder dehnungsarme Varianten.
  • Lange Lebensdauer bei richtiger Pflege: Ein passendes und gepflegtes Schiffstau kann viele Saisons verwendet werden.
  • Sicherheitsgewinn: Richtig dimensionierte Leinen erhöhen die Sicherheit beim Anlegen, Ankern und Manövrieren.

Nachteile

  • Qualitätsunterschiede: Billige Seile können schneller ausfransen, steif werden oder unter Belastung versagen.
  • Material muss zum Einsatz passen: Ein falsches Tau kann zu wenig Dehnung, zu viel Dehnung oder zu schlechte Abriebfestigkeit haben.
  • Pflege notwendig: Salz, Schmutz und UV-Strahlung setzen auch guten Tauen langfristig zu.
  • Verschleiß durch Scheuerstellen: Klampen, Kanten, Ringe und Führungen können Taue beschädigen.
  • Falsche Dimensionierung ist problematisch: Zu dünne Taue sind unsicher, zu dicke Taue sind unhandlich.
  • Hochwertige Spezialleinen können teuer sein: Besonders dehnungsarme oder hochfeste Materialien kosten deutlich mehr.

Schiffstau Bestseller Platz 2 – 4


Welche Arten von Schiffstauen gibt es?

Festmacherleinen

Festmacherleinen gehören zu den wichtigsten Schiffstauen überhaupt. Sie dienen dazu, ein Boot am Steg, an einer Klampe, an einem Poller, an einer Boje oder an einem anderen geeigneten Befestigungspunkt festzumachen. Beim Liegen im Hafen wirken ständig Kräfte auf das Boot: Wind drückt auf Rumpf und Aufbauten, Wellen bewegen das Boot, Strömung zieht am Rumpf, und beim Ein- und Aussteigen entstehen zusätzliche Bewegungen. Eine gute Festmacherleine muss diese Kräfte aufnehmen, ohne sofort hart zu rucken oder zu reißen.

Für Festmacher wird häufig Polyester oder Polyamid verwendet. Polyamid hat eine relativ hohe Dehnung und kann Ruckbelastungen gut abfedern. Polyester ist formstabiler, UV-beständiger und sehr verbreitet. Viele Bootsbesitzer nutzen geflochtene Festmacherleinen, weil sie angenehm in der Hand liegen und sich gut auf Klampen belegen lassen. Gedrehte Leinen sind ebenfalls möglich und oft klassischer, können sich aber stärker verdrehen.

Beim Kauf einer Festmacherleine sind Länge und Durchmesser entscheidend. Für kleine Boote reichen dünnere Leinen, während schwere Yachten kräftigere Taue benötigen. Die Leine sollte nicht nur die theoretische Bruchlast erfüllen, sondern auch im Alltag gut handhabbar sein. Eine zu dünne Leine schneidet in die Hand und verschleißt schneller. Eine zu dicke Leine passt möglicherweise schlecht auf kleine Klampen. Besonders sinnvoll sind eingespleißte Augen an einem Ende, weil sie schnell über Poller oder Klampen gelegt werden können.

Ankerleinen

Ankerleinen verbinden das Boot mit dem Anker und müssen besonders zuverlässig sein. Beim Ankern wirken Zugkräfte durch Wind, Wellen und Strömung. Die Ankerleine darf nicht zu kurz sein, muss genügend Belastung aushalten und sollte gut mit dem Anker, der Kette oder dem Bootsbeschlag verbunden werden können. Häufig wird eine Kombination aus Ankerkette und Ankerleine verwendet. Die Kette sorgt am Anker für Gewicht und Abriebfestigkeit am Grund, während die Leine Länge und Elastizität bietet.

Eine gute Ankerleine sollte ausreichend dehnfähig sein, damit sie ruckartige Bewegungen abfedert. Gleichzeitig muss sie abriebfest genug sein, um Reibung an Bugrolle, Klüse oder Bootskante zu überstehen. Schwimmfähigkeit ist bei Ankerleinen nicht immer gewünscht. Eine schwimmende Leine kann in manchen Situationen in die Nähe von Propellern geraten. Deshalb sollte das Material bewusst gewählt werden.

Die richtige Länge hängt stark vom Revier ab. In flachem Wasser reicht eine kürzere Ankerleine, in tieferen Bereichen wird deutlich mehr Länge benötigt. Als grobe Orientierung wird beim Ankern oft mit einem Mehrfachen der Wassertiefe gearbeitet, wobei Wind, Welle, Grundbeschaffenheit und Bootstyp eine Rolle spielen. Wer sicher ankern möchte, sollte deshalb nicht nur irgendein Tau kaufen, sondern die gesamte Ankerausrüstung passend zusammenstellen.

Schleppleinen

Schleppleinen werden verwendet, um ein Boot zu ziehen oder bei Manövern Hilfe zu leisten. Sie müssen hohe Zugkräfte aufnehmen und sollten ruckartige Belastungen möglichst gut abfedern. Eine Schleppleine wird deutlich stärker belastet als eine normale kurze Hilfsleine. Deshalb sind Durchmesser, Materialqualität und Bruchlast besonders wichtig. Eine ungeeignete Schleppleine kann gefährlich werden, wenn sie unter Spannung reißt.

Bei Schleppleinen ist eine gewisse Elastizität sinnvoll, weil sie harte Lastspitzen reduziert. Gleichzeitig darf die Leine nicht unkontrollierbar lang nachgeben. Auch die Verbindungspunkte am Boot müssen geeignet sein. Ein starkes Tau bringt wenig, wenn es an einer zu schwachen Klampe befestigt wird. Beim Schleppen sollten außerdem Scheuerstellen vermieden werden. Wo die Leine über Kanten läuft, kann Scheuerschutz sinnvoll sein.

Für kleine Boote reicht oft eine robuste Mehrzweckleine, für größere Boote oder regelmäßiges Schleppen sollte eine dafür geeignete Leine gewählt werden. Auch die Länge ist wichtig. Eine zu kurze Schleppleine kann gefährliche Nähe zwischen den Booten erzeugen, eine zu lange Leine erschwert die Kontrolle. Wer im Revier unterwegs ist, in dem Schlepphilfe realistisch werden kann, sollte eine passende Schleppleine griffbereit an Bord haben.

Schoten und Fallen für Segelboote

Auf Segelbooten werden viele Leinen nicht einfach als Tau bezeichnet, sondern nach Funktion benannt. Schoten dienen dazu, Segel zu bedienen und den Segelwinkel einzustellen. Fallen werden genutzt, um Segel zu setzen und zu halten. Diese Leinen haben andere Anforderungen als Festmacher. Eine Schot muss griffig sein, gut durch Blöcke laufen, sich in Klemmen halten lassen und trotzdem angenehm bedienbar bleiben. Ein Fall sollte möglichst dehnungsarm sein, damit das Segel sauber steht und sich nicht ständig verzieht.

Für Schoten wird häufig geflochtenes Tauwerk verwendet, das gut in der Hand liegt. Für Fallen kommen je nach Anspruch Polyester oder hochwertige dehnungsarme Fasern infrage. Regattasegler achten stark auf geringes Gewicht, niedrige Dehnung und hohe Festigkeit. Freizeitsegler brauchen meist eine gute Mischung aus Haltbarkeit, Preis und Bedienkomfort. Wichtig ist, dass der Durchmesser zur vorhandenen Ausrüstung passt. Eine Leine muss durch Blöcke, Rollen, Stopper und Klemmen laufen, ohne zu rutschen oder zu klemmen.

Wer Leinen für ein Segelboot kauft, sollte die alte Leine genau ausmessen oder Herstellerangaben des Bootes prüfen. Zu kurze Fallen oder Schoten sind ein Ärgernis. Zu lange Leinen erzeugen unnötiges Durcheinander im Cockpit. Auch die Farbe kann praktisch sein. Unterschiedliche Farben helfen, Funktionen schnell zu unterscheiden, besonders wenn mehrere Leinen nebeneinander in Klemmen geführt werden.

Schwimmfähige Taue

Schwimmfähige Schiffstaue bestehen häufig aus Polypropylen. Dieses Material ist leichter als Wasser und bleibt an der Oberfläche. Das kann bei bestimmten Anwendungen sehr praktisch sein, zum Beispiel bei Rettungsleinen, Wassersport, kleinen Beibooten oder temporären Markierungen. Eine schwimmende Leine ist sichtbar und lässt sich leichter aus dem Wasser aufnehmen.

Der Nachteil von Polypropylen liegt häufig in der geringeren UV-Beständigkeit und Abriebfestigkeit im Vergleich zu hochwertigem Polyester. Es kann mit der Zeit spröde werden, besonders wenn es dauerhaft Sonne und Wetter ausgesetzt ist. Für dauerhafte Festmacher hochwertiger Boote ist Polypropylen deshalb nicht immer die beste Wahl. Für Rettungswürfe, leichte Anwendungen oder schwimmende Hilfsleinen kann es jedoch sehr sinnvoll sein.

Beim Kauf sollte man auf eine auffällige Farbe achten, wenn die Leine im Wasser schnell sichtbar sein soll. Orange, Gelb oder andere Signalfarben sind im maritimen Bereich oft praktischer als dunkle Töne. Für sicherheitsrelevante Anwendungen sollte das Tau nicht zu dünn sein und regelmäßig auf Verschleiß geprüft werden.

Naturfaser-Schiffstaue

Naturfaser-Taue aus Hanf, Manila, Sisal oder ähnlichen Materialien haben eine klassische maritime Optik. Sie werden heute seltener als funktionales Haupttauwerk auf modernen Booten eingesetzt, sind aber für traditionelle Schiffe, Dekoration, historische Ausrüstung, Garten, Geländer, maritime Einrichtung oder Handlaufgestaltung beliebt. Sie fühlen sich griffig an und passen optisch sehr gut zu klassischen Holzbooten oder maritimen Dekokonzepten.

Der Nachteil liegt in der Pflege und Haltbarkeit. Naturfasern nehmen Feuchtigkeit auf, können verrotten, schimmeln oder steif werden. Sie sind empfindlicher gegenüber dauerhafter Nässe als moderne Kunstfasern. Für sicherheitsrelevante Anwendungen auf modernen Booten werden daher meist synthetische Taue bevorzugt. Wer Naturfaser-Schiffstau verwendet, sollte es trocken lagern, regelmäßig kontrollieren und nicht blind auf hohe Belastbarkeit vertrauen.


Alternativen zu Schiffstau

Normale Seile aus dem Baumarkt

Normale Seile aus dem Baumarkt können für einfache Zwecke ausreichen, sind aber nicht automatisch für den maritimen Einsatz geeignet. Viele günstige Seile sind nicht ausreichend UV-beständig, nicht salzwassergeeignet oder nicht klar hinsichtlich Bruchlast gekennzeichnet. Für Dekoration, leichte Befestigungen oder kurzfristige Anwendungen kann ein Baumarktseil genügen. Für Boot, Anker, Schleppen oder Festmachen sollte man jedoch lieber auf echtes Bootstauwerk setzen.

Gurte und Spanngurte

Spanngurte können beim Transport von Bootszubehör, Kanus, Kajaks oder Ausrüstung nützlich sein. Sie ersetzen aber kein Schiffstau beim Anlegen oder Segeln. Gurte sind flach, lassen sich gut spannen und verteilen Druck auf einer größeren Fläche. Im Wasser oder auf dem Boot sind sie jedoch oft unpraktisch, können sich verdrehen und sind nicht für alle maritimen Belastungen geeignet. Als Ergänzung sind sie sinnvoll, als Ersatz für Leinen nur begrenzt.

Ketten

Ketten werden im maritimen Bereich besonders beim Ankern und Sichern verwendet. Eine Ankerkette ist abriebfest, schwer und hilft, den Anker flach am Grund zu halten. Sie ist jedoch schwer, unhandlich und nicht elastisch. Deshalb wird häufig eine Kombination aus Kette und Tau genutzt. Für Festmacher sind reine Ketten auf kleinen Booten meist unpraktisch, weil sie ruckartige Bewegungen nicht gut abfedern.

Drahtseile

Drahtseile sind sehr belastbar und werden in bestimmten technischen oder riggbezogenen Anwendungen genutzt. Sie sind jedoch nicht angenehm in der Hand, können verletzen, rosten je nach Material und sind für typische Festmacher- oder Bedienleinen ungeeignet. Auf Segelbooten werden moderne Faserleinen in vielen Bereichen bevorzugt, weil sie leichter, flexibler und einfacher zu handhaben sind.

Elastische Festmachersysteme

Es gibt spezielle Festmacher mit integrierten Ruckdämpfern oder Gummielementen. Sie können Bewegungen am Steg abfedern und Beschläge entlasten. Solche Systeme ersetzen das Tau nicht vollständig, sondern ergänzen es. Besonders bei unruhigen Liegeplätzen, starkem Schwell oder empfindlichen Bootsbeschlägen können Ruckdämpfer sinnvoll sein. Wichtig ist, dass alle Teile zueinander passen und ausreichend dimensioniert sind.


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Beliebte Schiffstaue und Bootstaue im Überblick

ProduktnameMarkeUngefährer PreisKurze Beschreibung
Geflochtene Festmacherleine 10 mmLirosca. 15 – 35 €Robuste Festmacherleine für kleinere bis mittlere Boote, angenehm in der Hand und gut für den Hafeneinsatz geeignet.
Polyester Festmacherleine mit AugeSeilflechterca. 20 – 50 €Praktische Bootleine mit eingespleißtem Auge für schnelles Belegen an Poller, Klampe oder Steg.
Ankerleine mit KauscheCompass / Talamexca. 25 – 70 €Geeignet für kleinere Boote und Schlauchboote, häufig mit Kausche zur sicheren Verbindung mit Schäkel oder Ankerkette.
Schwimmfähige Polypropylen-LeineSeilflechter / Diverseca. 10 – 30 €Leichtes, schwimmendes Tau für Rettungszwecke, Beiboote, Wassersport oder temporäre Anwendungen.
Schotleine geflochtenGleisteinca. 2 – 6 € pro MeterHochwertiges Tauwerk für Segelboote, geeignet für Schoten, Trimmleinen und laufendes Gut.
Universaltauwerk PolyesterLiros / Gleistein / Seilflechterca. 1 – 5 € pro MeterVielseitige Meterware für Boot, Garten, Werkstatt oder maritime Anwendungen, je nach Durchmesser und Ausführung.
Naturhanf-Tau maritimDiverse Seilereienca. 2 – 8 € pro MeterKlassisches Naturfaser-Tau für Dekoration, traditionelle Optik, Geländer, Handläufe oder maritime Gestaltung.

Worauf sollte man beim Kauf von Schiffstau achten?

Material

Das Material ist einer der wichtigsten Punkte. Polyester ist sehr verbreitet, wetterbeständig, UV-stabil und für viele Bootsanwendungen geeignet. Polyamid ist elastischer und kann Ruckbelastungen gut abfedern, nimmt aber mehr Wasser auf. Polypropylen schwimmt, ist leicht und günstig, aber oft weniger langlebig bei starker UV-Belastung. Naturfasern sehen klassisch aus, sind aber pflegeintensiver. Für anspruchsvolle Segelanwendungen gibt es außerdem Hochleistungsfasern, die sehr fest und dehnungsarm sind, aber deutlich mehr kosten.

Durchmesser

Der Durchmesser muss zum Boot, zur Belastung und zur vorhandenen Ausrüstung passen. Eine dünne Leine ist leichter und günstiger, kann aber unangenehm in der Hand liegen und weniger Reserven bieten. Eine dicke Leine ist griffiger und stärker, aber auch schwerer und möglicherweise zu groß für Klampen, Blöcke oder Klemmen. Für Festmacher sollte man sich an Empfehlungen für Bootslänge und Bootsgewicht orientieren. Für Segelleinen muss der Durchmesser außerdem zu Stoppern, Winschen und Blöcken passen.

Bruchlast

Die Bruchlast gibt an, bei welcher Belastung ein Tau unter Laborbedingungen versagen kann. In der Praxis sollte man niemals direkt an diese Grenze gehen. Alterung, Knoten, Scheuerstellen, Nässe, UV-Strahlung und ruckartige Belastungen reduzieren die tatsächliche Sicherheit. Deshalb ist eine ausreichende Sicherheitsreserve wichtig. Besonders bei Ankerleinen, Schleppleinen und Festmachern sollte das Tau nicht knapp dimensioniert werden.

Flechtung oder gedrehte Ausführung

Geflochtene Taue sind meist geschmeidig, liegen angenehm in der Hand und sehen sauber aus. Sie werden häufig als Festmacher, Schoten oder Universalleinen genutzt. Gedrehte Taue sind klassischer, lassen sich gut spleißen und werden ebenfalls im maritimen Bereich verwendet. Sie können sich aber stärker verdrehen oder steifer wirken. Welche Ausführung besser ist, hängt vom Einsatz und vom persönlichen Geschmack ab.

Länge

Die richtige Länge ist entscheidend. Festmacher sollten lang genug sein, um verschiedene Anlegesituationen zu meistern. Eine zu kurze Leine ist im Hafen schnell ein Problem. Eine zu lange Leine kann sich verheddern, ins Wasser hängen oder unnötig Platz belegen. Für viele Boote ist es sinnvoll, mehrere Leinen unterschiedlicher Länge an Bord zu haben. Ankerleinen benötigen deutlich mehr Länge, weil sie abhängig von Wassertiefe und Bedingungen eingesetzt werden.

Griffigkeit und Handling

Ein Tau kann technisch stark sein und trotzdem im Alltag nerven, wenn es steif, glatt oder schwer zu knoten ist. Gerade Leinen, die häufig in die Hand genommen werden, sollten angenehm und sicher greifbar sein. Bei Nässe darf die Leine nicht zu rutschig werden. Auf Segelbooten ist Handling besonders wichtig, weil Schoten und Fallen schnell bedient werden müssen.

Scheuerschutz

Scheuerstellen sind einer der häufigsten Gründe für Leinenverschleiß. Taue reiben an Klampen, Kanten, Ringen, Stegen, Bugrollen oder Borddurchlässen. An stark belasteten Stellen kann ein Scheuerschutz sinnvoll sein. Das kann ein zusätzlicher Schutzschlauch, Lederbesatz oder eine passende Führung sein. Besonders bei dauerhaft liegenden Festmachern sollte regelmäßig kontrolliert werden, ob sich Fasern aufrauen oder beschädigen.


Pflege und Lagerung von Schiffstau

Schiffstau sollte regelmäßig kontrolliert und gepflegt werden. Salz, Sand, Schlamm und Schmutz können Fasern angreifen und den Verschleiß beschleunigen. Nach intensiver Nutzung in Salzwasser ist es sinnvoll, Leinen mit Süßwasser auszuspülen und gut trocknen zu lassen. Feuchte Taue sollten nicht dauerhaft zusammengerollt in geschlossenen Kisten liegen, weil sich Gerüche, Schimmel oder Materialprobleme entwickeln können.

Beim Aufschießen, also beim ordentlichen Zusammenlegen einer Leine, sollte darauf geachtet werden, dass keine unnötigen Verdrehungen entstehen. Sauber aufgeschossene Leinen sind schneller einsatzbereit und verheddern sich weniger. Besonders an Bord spart das Zeit und verhindert Stolperfallen. Leinen, die nicht gebraucht werden, sollten trocken, luftig und möglichst vor dauerhafter UV-Strahlung geschützt gelagert werden.

Beschädigte Leinen gehören aussortiert. Ausgefranste Stellen, harte Knicke, starke Verfärbungen, aufgeplatzte Fasern oder deutlich reduzierte Geschmeidigkeit können Anzeichen für Verschleiß sein. Bei sicherheitsrelevanten Anwendungen sollte man kein Risiko eingehen. Eine neue Leine ist meist günstiger als ein Schaden am Boot oder ein gefährliches Manöver durch versagendes Tauwerk.


FAQ zu Schiffstau

Welches Schiffstau ist für Festmacher am besten geeignet?

Für Festmacher werden häufig Polyester- oder Polyamid-Leinen verwendet. Polyester ist sehr wetter- und UV-beständig, formstabil und im Bootsbereich stark verbreitet. Polyamid bietet mehr Dehnung und kann ruckartige Belastungen gut abfedern. Für viele Freizeitboote sind geflochtene Festmacherleinen aus Polyester eine gute Wahl, weil sie robust, griffig und pflegeleicht sind. Wichtig ist aber nicht nur das Material, sondern auch der passende Durchmesser und die richtige Länge. Ein zu dünner Festmacher verschleißt schneller und liegt schlechter in der Hand. Ein zu dicker Festmacher kann unhandlich sein und schlecht auf kleine Klampen passen.

Was ist der Unterschied zwischen Tau, Seil und Leine?

Im Alltag werden Tau, Seil und Leine oft ähnlich verwendet. Im maritimen Sprachgebrauch spricht man häufig von Leinen, wenn das Tauwerk an Bord eine konkrete Funktion hat. Eine Festmacherleine dient zum Festmachen, eine Schot bedient ein Segel, ein Fall setzt ein Segel. Tau ist eher ein allgemeiner oder traditioneller Begriff für stärkeres Seilwerk. Seil ist der allgemeine Oberbegriff. Für den Kauf ist der Name weniger wichtig als die technische Eignung. Entscheidend sind Material, Durchmesser, Bruchlast, Dehnung und Einsatzbereich.

Wie dick sollte ein Schiffstau sein?

Die richtige Dicke hängt von Bootslänge, Bootsgewicht und Einsatzzweck ab. Kleine Boote benötigen dünnere Leinen als schwere Yachten. Eine Festmacherleine muss andere Anforderungen erfüllen als eine Schotleine oder Ankerleine. Als grobe Regel gilt: Das Tau sollte stark genug sein, angenehm in der Hand liegen und zur vorhandenen Ausrüstung passen. Zu dünne Leinen können einschneiden und schneller verschleißen. Zu dicke Leinen sind schwer, teuer und passen möglicherweise nicht durch Klemmen, Blöcke oder Klampen. Im Zweifel sollte man Empfehlungen des Bootsausstatters oder Herstellers heranziehen.

Ist schwimmendes Schiffstau besser?

Schwimmendes Schiffstau ist nicht grundsätzlich besser, sondern nur für bestimmte Anwendungen sinnvoll. Polypropylen-Leinen schwimmen und sind daher gut sichtbar und leicht aus dem Wasser aufzunehmen. Das ist praktisch bei Rettungsleinen, Wassersport, Beibooten oder temporären Markierungen. Für dauerhafte Festmacher oder hochwertige Bootsausrüstung ist schwimmendes Polypropylen aber nicht immer die beste Wahl, weil es je nach Qualität weniger abriebfest und weniger UV-beständig sein kann als Polyester. Die Entscheidung hängt also vom Einsatz ab.

Wie lange hält ein Schiffstau?

Die Lebensdauer hängt von Material, Qualität, Nutzung und Pflege ab. Ein hochwertiges Polyester-Tau kann bei normaler Nutzung mehrere Saisons halten. Dauerhafte UV-Strahlung, Salzwasser, Scheuerstellen, starke Zugbelastung und schlechte Lagerung verkürzen die Lebensdauer. Leinen, die ständig im Freien liegen oder stark belastet werden, sollten regelmäßig geprüft werden. Sobald Fasern beschädigt sind, die Leine stark ausfranst oder deutlich spröde wirkt, sollte sie ersetzt werden. Bei sicherheitsrelevanten Anwendungen sollte man nicht warten, bis das Tau sichtbar kurz vor dem Versagen steht.

Kann man normales Seil als Schiffstau verwenden?

Für einfache, nicht sicherheitsrelevante Zwecke kann ein normales Seil manchmal ausreichen. Für Festmachen, Ankern, Schleppen oder Segelbedienung sollte jedoch echtes Bootstauwerk verwendet werden. Normale Seile sind oft nicht ausreichend gegen UV-Strahlung, Salzwasser und maritime Belastungen ausgelegt. Außerdem fehlen manchmal klare Angaben zur Bruchlast. Auf dem Wasser können ungeeignete Leinen schnell problematisch werden. Deshalb ist es sinnvoll, für Boot und Schiff gezielt Tauwerk aus dem Marine- oder Bootsbedarf zu kaufen.

Wie pflegt man Schiffstau richtig?

Schiffstau sollte nach starker Verschmutzung oder Salzwasserkontakt mit Süßwasser ausgespült und anschließend vollständig getrocknet werden. Es sollte nicht dauerhaft nass in geschlossenen Boxen liegen. Beim Lagern ist ein trockener, luftiger und möglichst sonnengeschützter Ort ideal. Leinen sollten regelmäßig auf Scheuerstellen, ausgefranste Fasern, harte Knicke und beschädigte Spleiße kontrolliert werden. Stark beschädigte Taue gehören ersetzt. Eine gute Pflege verlängert die Lebensdauer deutlich und sorgt dafür, dass das Tau im Ernstfall zuverlässig funktioniert.


Schiffstau Test bei Stiftung Warentest & Co

Stiftung WarentestSchiffstau Test bei test.de
Öko-TestSchiffstau Test bei Öko-Test
Konsument.atSchiffstau bei konsument.at
gutefrage.netSchiffstau bei Gutefrage.de
Youtube.comSchiffstau bei Youtube.com

Schiffstau Testsieger

Stiftung Warentest ist bekannt dafür, eine Vielzahl an Produkte einem genauen Test zu unterziehen. Schiffstau wurden bisher noch nicht getestet, so dass wir Ihnen keinen Schiffstau Testsieger präsentieren können.


Schiffstau Stiftung Warentest

Leider ist uns momentan kein Schiffstau Stiftung Warentest Sieger bekannt.


Fazit: Schiffstau muss zum Boot, zur Belastung und zum Einsatz passen

Ein Schiffstau ist ein grundlegendes Ausrüstungsteil für jeden, der mit Boot, Yacht, Segelboot, Schlauchboot oder anderen Wasserfahrzeugen unterwegs ist. Es dient nicht nur als einfaches Seil, sondern übernimmt wichtige Aufgaben beim Festmachen, Ankern, Schleppen, Segeln und Sichern. Genau deshalb sollte die Auswahl nicht beiläufig erfolgen. Ein gutes Schiffstau muss ausreichend belastbar, wetterfest, griffig, abriebfest und passend dimensioniert sein. Material, Durchmesser, Länge und Verarbeitung entscheiden darüber, ob die Leine im Alltag zuverlässig funktioniert.

Für Festmacher sind robuste Polyester- oder Polyamid-Leinen häufig eine gute Wahl. Für Ankerleinen zählen Belastbarkeit, Länge und Abriebfestigkeit. Für Segelboote müssen Schoten und Fallen sauber durch Blöcke, Klemmen und Stopper laufen. Schwimmfähige Taue sind praktisch für bestimmte Anwendungen, aber nicht automatisch für alle Zwecke besser. Naturfaser-Taue sehen klassisch aus, sind aber pflegeintensiver und für moderne sicherheitsrelevante Anwendungen nur bedingt geeignet.

Wer Schiffstau kaufen möchte, sollte daher zuerst den Einsatzzweck klären und danach Material, Länge und Durchmesser auswählen. Billige Universalseile können für einfache Aufgaben reichen, sind aber nicht automatisch bootstauglich. Bei sicherheitsrelevanten Anwendungen lohnt sich hochwertiges Tauwerk aus dem Bootsbedarf. Regelmäßige Kontrolle und richtige Pflege sind ebenfalls wichtig, denn selbst gutes Tauwerk verschleißt durch Sonne, Salz, Reibung und Belastung. Mit der passenden Auswahl und sorgfältigem Umgang bleibt ein Schiffstau über viele Einsätze hinweg ein zuverlässiger Begleiter an Bord.

Zuletzt Aktualisiert am 27.05.2026

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