Ein guter Akustikgitarrenverstärker kann darüber entscheiden, ob eine elektroakustische Gitarre auf der Bühne, im Proberaum oder bei einer kleinen Veranstaltung natürlich, transparent und ausgewogen klingt oder ob ihr charakteristischer Klang durch eine ungeeignete Verstärkung verloren geht. Während klassische Gitarrenverstärker für E-Gitarren häufig bewusst färben, verzerren und bestimmte Frequenzbereiche hervorheben, verfolgt ein Akustikgitarrenverstärker ein anderes Ziel: Er soll den ursprünglichen Klang einer Akustikgitarre möglichst detailreich und unverfälscht wiedergeben. Dabei müssen sowohl die tiefen Frequenzen des Gitarrenkorpus als auch die feinen Höhen der Saiten sauber übertragen werden.
Moderne Akustikgitarrenverstärker sind deshalb wesentlich mehr als einfache Lautsprecher mit einem Gitarreneingang. Viele Geräte besitzen mehrere Kanäle, Klangregelungen, Hall- und Chorus-Effekte, Mikrofoneingänge, Notch-Filter gegen Rückkopplungen sowie verschiedene Ausgänge zur Verbindung mit Mischpulten und PA-Systemen. Einige Modelle können gleichzeitig als kompakte Beschallungsanlage für Singer-Songwriter eingesetzt werden. Gitarre und Gesangsmikrofon lassen sich dabei direkt an denselben Verstärker anschließen und unabhängig voneinander regeln.
Die Auswahl reicht vom kleinen Übungsverstärker für das Wohnzimmer über kompakte 30- bis 60-Watt-Modelle für Proben und Straßenmusik bis zu leistungsfähigen Akustik-Amps mit 100 Watt und mehr für Auftritte. Auch Unterschiede bei Gewicht, Lautsprecherbestückung, Eingängen, Effekten und Anschlussmöglichkeiten können erheblich sein. Ein besonders leistungsstarker Verstärker ist deshalb nicht automatisch die beste Wahl. Wer überwiegend zu Hause spielt, benötigt andere Eigenschaften als ein Musiker, der regelmäßig mit Gesang auf kleinen Bühnen auftritt.
Vor dem Kauf sollten daher nicht nur Leistung und Preis verglichen werden. Ebenso wichtig sind die vorhandenen Eingänge, eine flexible Klangregelung, eine wirksame Rückkopplungskontrolle, die Qualität der eingebauten Effekte, das Gewicht und die Möglichkeit, den Verstärker mit einem Mischpult oder einer PA-Anlage zu verbinden. Dieser ausführliche Ratgeber erklärt, wie Akustikgitarrenverstärker funktionieren, welche Bauarten erhältlich sind, welche Ausstattung tatsächlich sinnvoll ist und worauf bei der Auswahl besonders geachtet werden sollte.
- 15 Watt Gitarrencombo, 2 Kanäle (Clean/Overdrive)
- Gain-Regler, 6,35 mm Klinke Kopfhöreranschluss
- Cinch-Eingang für Abspielgeräte, 6,35 mm Klinke AUX-Eingang (MP3/CD/etc.)
- 3-Band-EQ (Treble/Middle/Bass), Länge Netzkabel: 1,3 m
Was ist ein Akustikgitarrenverstärker?
Ein Akustikgitarrenverstärker ist ein speziell auf elektroakustische Gitarren abgestimmter Verstärker mit integriertem Lautsprechersystem. Er verarbeitet das elektrische Signal eines Tonabnehmers und gibt es verstärkt über einen oder mehrere Lautsprecher wieder. Das Grundprinzip ähnelt zwar einem E-Gitarrenverstärker, klanglich verfolgen beide Gerätearten jedoch unterschiedliche Ziele.
Bei einem klassischen E-Gitarrenverstärker ist die Klangfärbung häufig ausdrücklich erwünscht. Verstärkerschaltungen, Lautsprecher und Gehäuse verändern den Klang teilweise erheblich und sind ein wichtiger Bestandteil des typischen E-Gitarren-Sounds. Bei einer Akustikgitarre soll dagegen möglichst viel vom natürlichen Charakter des Instruments erhalten bleiben. Deshalb arbeiten Akustikverstärker in der Regel deutlich neutraler und übertragen einen breiteren Frequenzbereich.
Viele Modelle besitzen neben einem Tief-/Mitteltöner zusätzlich einen Hochtöner. Dadurch können nicht nur die Grundtöne der Gitarre, sondern auch Obertöne, Anschlaggeräusche und feine Details der Saiten besser wiedergegeben werden. Besonders bei Gitarren mit Piezo-Tonabnehmer kann eine gute Höhenwiedergabe wichtig sein. Gleichzeitig darf der Klang nicht unangenehm scharf oder künstlich werden.
Ein typischer Akustik-Amp verfügt über einen Instrumenteneingang mit 6,3-mm-Klinkenanschluss. Umfangreicher ausgestattete Geräte besitzen einen zusätzlichen XLR- oder Kombi-Eingang für Mikrofone. Damit eignen sie sich besonders für Singer-Songwriter, die gleichzeitig Gitarre spielen und singen möchten. Beide Signale können bei vielen Modellen separat in Lautstärke, Klang und Effekten eingestellt werden.
Hinzu kommen häufig Hall, Chorus oder Delay. Diese Effekte werden bei einer Akustikgitarre normalerweise zurückhaltender eingesetzt als bei einer E-Gitarre. Ein dezenter Hall kann beispielsweise dafür sorgen, dass eine trocken klingende Piezo-Gitarre räumlicher und natürlicher wirkt. Chorus kann den Klang breiter machen, während Delay insbesondere für bestimmte Solostile interessant ist.
Vorteile eines Akustikgitarrenverstärkers
- Natürlichere Wiedergabe: Die Verstärker sind speziell auf den breiten Frequenzbereich einer Akustikgitarre abgestimmt.
- Hohe Klangtransparenz: Anschlag, Saitengeräusche und Feinheiten des Instruments bleiben gut hörbar.
- Mikrofoneingang: Viele Geräte ermöglichen die gleichzeitige Verstärkung von Gitarre und Gesang.
- Integrierte Effekte: Hall, Chorus und teilweise Delay sind häufig bereits vorhanden.
- Rückkopplungskontrolle: Funktionen wie Phase-Schalter und Notch-Filter können störende Feedback-Frequenzen reduzieren.
- Flexible Anschlüsse: DI- oder Line-Ausgänge ermöglichen die Verbindung mit Mischpulten und PA-Systemen.
- Kompakte Lösung: Bei kleinen Auftritten kann ein leistungsfähiger Akustik-Amp teilweise eine separate kleine PA ersetzen.
- Einfache Bedienung: Gitarre anschließen, Klang einstellen und spielen – zusätzliche Geräte sind häufig nicht erforderlich.
Nachteile eines Akustikgitarrenverstärkers
- Zusätzliche Anschaffung: Wer bereits eine PA besitzt, benötigt möglicherweise keinen separaten Akustikverstärker.
- Begrenzte Lautstärke kleiner Modelle: Ein kompakter Übungs-Amp kann sich gegen Schlagzeug und eine laute Band nur schwer durchsetzen.
- Gewicht: Leistungsfähige Modelle können trotz kompakter Abmessungen relativ schwer sein.
- Rückkopplungen: Akustikgitarren reagieren bei hoher Bühnenlautstärke grundsätzlich empfindlicher auf Feedback.
- Nicht jeder Amp besitzt alle Anschlüsse: Kopfhöreranschluss, Bluetooth, Phantomspannung oder DI-Ausgang sind keineswegs selbstverständlich.
Akustikgitarrenverstärker Bestseller Platz 2 – 4
Welche Arten von Akustikgitarrenverstärkern gibt es?
Kompakte Akustikgitarrenverstärker für zu Hause
Kleine Akustikgitarrenverstärker richten sich hauptsächlich an Musiker, die zu Hause üben oder nur eine moderate Lautstärke benötigen. Typischerweise fallen Abmessungen und Gewicht deutlich geringer aus als bei Bühnenverstärkern. Dadurch lassen sich diese Geräte bequem transportieren und problemlos in einer Wohnung unterbringen.
Für das Üben ist keine extrem hohe Ausgangsleistung erforderlich. Entscheidender ist ein ausgewogener Klang bereits bei geringer Lautstärke. Ein guter kleiner Akustikverstärker sollte deshalb nicht erst weit aufgedreht werden müssen, bevor die Gitarre lebendig und dynamisch klingt. Besonders praktisch können ein Kopfhöreranschluss und ein Aux-Eingang sein. Über den Aux-Eingang lassen sich beispielsweise Songs, Playbacks oder Übungstracks wiedergeben.
Kleine Modelle sind außerdem für Anfänger interessant, die erstmals eine elektroakustische Gitarre verstärken möchten. Allerdings sollte man darauf achten, nicht ausschließlich nach dem niedrigsten Preis zu kaufen. Sehr einfache Verstärker besitzen teilweise nur begrenzte Möglichkeiten zur Klangregelung und können insbesondere in den Höhen hart oder unausgewogen klingen.
Akustikverstärker für Singer-Songwriter
Diese Geräte gehören zu den interessantesten Varianten für Musiker, die gleichzeitig Gitarre spielen und singen. Typischerweise besitzen sie mindestens zwei getrennte Kanäle. Ein Kanal wird für die Gitarre verwendet, während der andere einen XLR-Mikrofoneingang bereitstellt. Lautstärke und Klang können getrennt angepasst werden.
Der praktische Vorteil ist erheblich. Für einen kleinen Auftritt in einem Café, Restaurant, auf einer Hochzeit oder bei einer privaten Veranstaltung müssen nicht zwingend Mischpult, separate Aktivboxen und umfangreiche Verkabelung transportiert werden. Ein leistungsfähiger Akustikverstärker kann als kompakte Komplettlösung dienen.
Besonders sinnvoll sind Geräte, bei denen Hall und andere Effekte für beide Kanäle getrennt eingestellt werden können. Die Gitarre benötigt möglicherweise etwas Chorus und Hall, während für die Stimme lediglich ein dezenter Raumhall verwendet werden soll. Auch ein DI-Ausgang ist bei dieser Geräteklasse interessant. Bei größeren Veranstaltungen können Gitarre und Gesang über den Verstärker kontrolliert und gleichzeitig an die Haupt-PA weitergeleitet werden.
Leistungsstarke Akustikgitarrenverstärker für die Bühne
Für regelmäßige Auftritte werden höhere Leistungsreserven wichtig. Dabei sollte die Wattzahl allerdings nicht isoliert betrachtet werden. Lautsprechergröße, Wirkungsgrad, Gehäusekonstruktion und Aufstellung beeinflussen ebenfalls, wie laut und durchsetzungsfähig ein Verstärker tatsächlich wirkt.
Leistungsfähige Modelle bieten häufig 60 bis 100 Watt oder mehr und besitzen eine umfangreichere Ausstattung. Mehrere Eingänge, symmetrische Ausgänge, Anti-Feedback-Funktionen und unterschiedliche Effekte sind hier häufig wichtiger als bei einem reinen Übungsverstärker.
Bei größeren Bühnen wird ein Akustikverstärker häufig nicht verwendet, um das komplette Publikum direkt zu beschallen. Stattdessen dient er dem Musiker als persönliche Klangquelle beziehungsweise Monitor. Das Signal wird anschließend über einen DI-Ausgang zum Mischpult geschickt und von der PA im Veranstaltungsraum verteilt. Dadurch lässt sich die Bühnenlautstärke kontrollieren und gleichzeitig eine gleichmäßige Publikumsbeschallung erreichen.
Akkubetriebene Akustikgitarrenverstärker
Akkubetriebene Modelle sind für Straßenmusiker, mobile Auftritte und Orte ohne zuverlässige Stromversorgung besonders interessant. Ein Stromanschluss ist während des Betriebs nicht zwingend notwendig. Dadurch können Musiker in Fußgängerzonen, Parks, auf kleineren Outdoor-Veranstaltungen oder bei spontanen Auftritten spielen.
Beim Kauf sollte nicht allein auf eine möglichst lange angegebene Akkulaufzeit geachtet werden. Die tatsächliche Laufzeit hängt unter anderem von Lautstärke, angeschlossenen Geräten und verwendeten Funktionen ab. Wer einen Verstärker regelmäßig mobil einsetzt, sollte außerdem Gewicht und Tragekomfort berücksichtigen. Ein leistungsfähiger Akku-Amp ist nur dann wirklich mobil, wenn er problemlos transportiert werden kann.
Interessant sind außerdem Modelle, die gleichzeitig einen Mikrofoneingang bieten. Damit entsteht eine vollständig mobile Beschallungslösung für Gitarre und Gesang. Wer häufig draußen spielt, sollte zusätzlich prüfen, wie robust Gehäuse, Bedienelemente und Anschlüsse ausgeführt sind.
Akustikverstärker mit Modeling und digitalen Funktionen
Moderne digitale Verstärker können deutlich mehr Funktionen bereitstellen als klassische Akustik-Amps. Neben Hall und Chorus können zusätzliche Effekte, Presets, Bluetooth, USB-Audio oder sogar umfangreiche Modeling-Funktionen integriert sein. Solche Modelle sind besonders interessant für Musiker, die flexibel experimentieren möchten oder denselben Verstärker für unterschiedliche Instrumente und Anwendungen einsetzen.
Mehr Funktionen bedeuten jedoch nicht automatisch einen besseren Verstärker. Wer hauptsächlich einen natürlichen Gitarrenklang benötigt, kann mit einem einfach aufgebauten Gerät schneller zum gewünschten Ergebnis kommen. Bei digital ausgestatteten Modellen sollte deshalb geprüft werden, ob die zusätzlichen Möglichkeiten tatsächlich genutzt werden.
Alternativen zum Akustikgitarrenverstärker
Aktivlautsprecher und PA-System
Eine aktive PA-Box kann eine sehr gute Alternative sein, insbesondere wenn ohnehin mehrere Instrumente und Mikrofone verstärkt werden sollen. Moderne Aktivlautsprecher arbeiten vergleichsweise neutral und verfügen über hohe Leistungsreserven. In Verbindung mit einem Mischpult lassen sich mehrere Signalquellen gleichzeitig kontrollieren.
Der Nachteil besteht im größeren Aufwand. Während bei einem Akustikgitarrenverstärker Gitarre und gegebenenfalls Mikrofon direkt angeschlossen werden können, benötigt ein umfangreicheres PA-System zusätzliche Komponenten und Kabel. Für einen einzelnen Musiker kann ein Akustik-Amp deshalb komfortabler sein.
Akustik-Preamp mit PA
Ein spezieller Akustik-Preamp wird zwischen Gitarre und Mischpult beziehungsweise Aktivlautsprecher geschaltet. Er übernimmt Klangregelung, Signalaufbereitung und je nach Modell Effekte oder Anti-Feedback-Funktionen. Diese Lösung eignet sich besonders für Musiker, die regelmäßig auf professionellen Bühnen mit vorhandener PA spielen.
Der Vorteil liegt in der sehr kompakten Ausrüstung. Statt eines kompletten Verstärkers muss lediglich ein Preamp transportiert werden. Für das Spielen zu Hause oder für Veranstaltungen ohne PA ist diese Variante alleine allerdings nicht ausreichend.
Keyboardverstärker
Keyboardverstärker übertragen ebenfalls einen relativ breiten Frequenzbereich und können deshalb grundsätzlich für elektroakustische Gitarren verwendet werden. Sie sind jedoch nicht speziell auf typische Probleme von Akustikgitarren abgestimmt. Funktionen wie Notch-Filter, Phasenumkehr oder speziell abgestimmte Gitarreneffekte fehlen unter Umständen.
E-Gitarrenverstärker
Ein normaler E-Gitarrenverstärker funktioniert technisch ebenfalls mit einer elektroakustischen Gitarre, stellt jedoch nur selten die optimale Lösung dar. Der Lautsprecher und die Vorstufe eines Gitarren-Amps färben das Signal bewusst. Dadurch kann eine Akustikgitarre weniger natürlich, mittenbetont oder dumpfer klingen.
Für gelegentliches Üben kann ein vorhandener E-Gitarrenverstärker ausreichen. Wer jedoch Wert auf einen möglichst authentischen Akustikklang legt oder regelmäßig auftritt, profitiert normalerweise deutlich stärker von einem spezialisierten Akustikverstärker.
Akustikgitarrenverstärker Bestseller Platz 5 – 10
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- Leistungsstarker akkubetriebener Verstärker für elektroakustische Gitarre und Gesang
- Vielseitige Klanganpassung mit 2-Band Equalizer und Echo-Effekt
- Einfaches Aufladen mit mitgeliefertem 15V Ladekabel, bis zu 5 Stunden Einsatzdauer
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Beliebte Akustikgitarrenverstärker im Vergleich
| Modell | Marke | Ungefährer Preis | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| Acoustasonic 15 | Fender | ca. 130 Euro | Kompakter Einsteiger-Akustikverstärker für das Üben zu Hause und kleinere Anwendungen. Interessant für Musiker, die eine unkomplizierte und vergleichsweise günstige Lösung suchen. |
| AC PRO 60 | Harley Benton | ca. 230 Euro | Preislich attraktiver Akustikverstärker mit höherer Leistungsreserve und umfangreicherer Ausstattung als typische kleine Übungsmodelle. |
| AS50D | Marshall | ca. 250 Euro | Bekannter Akustik-Combo für Gitarre und Gesang. Besonders für Singer-Songwriter und kleinere Auftritte interessant. |
| Loudbox Mini Bluetooth | Fishman | ca. 350 Euro | Kompakter Akustikverstärker mit zwei Kanälen, Mikrofoneingang, Effekten und Bluetooth. Eine vielseitige Lösung für Proben und kleinere Live-Auftritte. |
| Acoustic Singer Live LT | Boss | ca. 390 Euro | 60-Watt-Akustikverstärker mit getrennt regelbarem Gitarren- und Mikrofonkanal sowie verschiedenen Funktionen für Singer-Songwriter. |
| Acoustic Junior | Fender | ca. 440 Euro | Leistungsfähiger Akustikverstärker mit zwei Kanälen und umfangreicher Effektsektion. Besonders für Musiker interessant, die Reserven für kleinere Bühnen benötigen. |
| Acoustic Singer Live | Boss | ca. 590 Euro | Umfangreich ausgestatteter Akustik-Amp für ambitionierte Singer-Songwriter und den Live-Einsatz. |
| Compact 60 IV | AER | ca. 1.000 Euro | Hochwertiger kompakter Akustikverstärker aus dem professionell orientierten Bereich. Interessant für Musiker, die besonderen Wert auf Klangqualität, Verarbeitung und Bühnentauglichkeit legen. |
Hinweis: Preise können sich abhängig von Händler, Ausstattung, Ausführung und Verfügbarkeit jederzeit verändern und dienen lediglich als ungefähre Orientierung.
Worauf sollte man beim Kauf eines Akustikgitarrenverstärkers achten?
Leistung und Lautstärke
Die notwendige Leistung hängt stark vom Einsatzgebiet ab. Für das Wohnzimmer muss ein Akustikverstärker keine enormen Leistungsreserven besitzen. Bei Proben mit anderen Musikern oder Auftritten steigt der Bedarf erheblich. Gleichzeitig sollte die Wattzahl nicht mit der wahrgenommenen Lautstärke gleichgesetzt werden. Ein Verstärker mit doppelt so hoher Wattzahl klingt nicht automatisch doppelt so laut.
Für Solo-Auftritte in kleinen Räumen können kompakte 50- bis 60-Watt-Geräte bereits beachtliche Reserven bieten. Werden größere Räume beschallt, ist häufig eine Kombination aus Akustikverstärker und PA sinnvoller als ein immer leistungsfähigerer Einzelverstärker.
Anzahl der Kanäle
Wer ausschließlich seine Gitarre anschließen möchte, kommt mit einem Instrumentenkanal aus. Für Singer-Songwriter ist ein zweiter Kanal praktisch unverzichtbar. Dieser sollte idealerweise einen XLR-Mikrofoneingang besitzen. Noch flexibler sind Kombibuchsen, die unterschiedliche Signalquellen aufnehmen können.
Wichtig ist außerdem, dass sich die Kanäle ausreichend unabhängig einstellen lassen. Separate Lautstärke- und Klangregler machen die Abstimmung von Stimme und Gitarre wesentlich einfacher.
Klangregelung
Eine einfache Bass- und Höhenregelung kann für einen Übungsverstärker ausreichen. Für Live-Musiker ist ein zusätzlicher Mittenregler deutlich hilfreicher. Gerade die Mitten entscheiden häufig darüber, ob eine Akustikgitarre im Gesamtmix natürlich, dünn oder unangenehm dominant klingt.
Besonders nützlich kann ein parametrischer oder semiparametrischer Mittenregler sein. Damit lässt sich gezielter auf problematische Frequenzen reagieren. Eine umfangreiche Klangregelung ersetzt allerdings keine gute Grundeinstellung der Gitarre und des Tonabnehmers.
Anti-Feedback-Funktionen
Rückkopplungen gehören zu den klassischen Problemen verstärkter Akustikgitarren. Der Resonanzkörper des Instruments kann Schall vom Lautsprecher aufnehmen und erneut verstärken. Dadurch entsteht das bekannte Pfeifen oder Dröhnen.
Ein Phase-Schalter kann bestimmte Rückkopplungsprobleme bereits reduzieren. Noch gezielter arbeitet ein Notch-Filter, mit dem ein schmaler problematischer Frequenzbereich abgesenkt wird. Wer regelmäßig live und mit höherer Lautstärke spielt, sollte auf solche Funktionen besonderen Wert legen.
Effekte
Hall gehört zu den sinnvollsten integrierten Effekten eines Akustikverstärkers. Er lässt das Signal räumlicher wirken und kann einen trockenen Piezo-Klang angenehmer gestalten. Chorus wird ebenfalls häufig angeboten und kann das Klangbild verbreitern.
Eine große Effektbibliothek ist dagegen nicht für jeden notwendig. Wer bereits ein Pedalboard oder externe Effektgeräte verwendet, benötigt möglicherweise nur einen gut klingenden Grundverstärker. Bei einer möglichst kompakten Lösung können integrierte Effekte dagegen mehrere zusätzliche Geräte ersetzen.
DI-Ausgang und Line-Out
Ein symmetrischer XLR-DI-Ausgang ist für Live-Musiker besonders praktisch. Damit kann das Signal des Verstärkers direkt an ein Mischpult geschickt werden. Der Akustikverstärker dient dann auf der Bühne als persönliche Klangquelle, während die Hauptbeschallung über die PA erfolgt.
Wer langfristig Auftritte plant, sollte diese Anschlussmöglichkeit deshalb bereits beim Kauf berücksichtigen. Ein fehlender Ausgang lässt sich zwar über externe DI-Boxen kompensieren, bedeutet jedoch zusätzliche Ausrüstung und Verkabelung.
Gewicht und Transport
Ein Verstärker, der ausschließlich im Wohnzimmer steht, darf ruhig etwas schwerer sein. Für einen Musiker, der mehrmals pro Woche probt oder auftritt, wird jedes zusätzliche Kilogramm dagegen schnell lästig. Abmessungen, Tragegriff und Gewicht sollten deshalb gemeinsam betrachtet werden.
Hochwertige kompakte Verstärker zeigen, dass hohe Klangqualität nicht zwingend ein riesiges Gehäuse benötigt. Sehr leichte Modelle können allerdings Kompromisse bei Lautsprechergröße, Leistung oder Gehäusestabilität erfordern.
Akustikgitarrenverstärker richtig aufstellen
Die Position des Verstärkers beeinflusst den Klang stärker, als viele Musiker vermuten. Steht der Amp direkt auf dem Boden, können tiefe Frequenzen stärker hervortreten. In einer Raumecke wird dieser Effekt häufig noch deutlicher. Das Ergebnis kann ein dröhnender oder undefinierter Klang sein.
Für Proben und kleinere Auftritte kann es sinnvoll sein, den Verstärker leicht erhöht oder angewinkelt aufzustellen. Der Schall erreicht dann die Ohren des Musikers direkter. Dadurch ist häufig eine niedrigere Gesamtlautstärke ausreichend. Eine geringere Lautstärke reduziert wiederum die Gefahr von Rückkopplungen.
Der Verstärker sollte außerdem möglichst nicht direkt auf das Schallloch der Akustikgitarre gerichtet sein. Je stärker der Lautsprecherschall den Gitarrenkorpus anregt, desto größer kann die Feedback-Neigung werden. Bereits eine Veränderung von Abstand und Winkel kann auf einer problematischen Bühne einen erheblichen Unterschied machen.
FAQ – häufige Fragen zu Akustikgitarrenverstärkern
Kann ich eine normale Akustikgitarre an einen Verstärker anschließen?
Nur wenn die Gitarre über einen Tonabnehmer verfügt oder nachträglich mit einem entsprechenden System ausgestattet wird. Eine rein akustische Gitarre ohne Tonabnehmer besitzt kein elektrisches Ausgangssignal, das direkt an einen Verstärker weitergegeben werden könnte. In diesem Fall kann die Gitarre beispielsweise über ein Mikrofon aufgenommen werden. Für den regelmäßigen Bühneneinsatz ist ein eingebauter Piezo-, Magnet- oder Mikrofontonabnehmer meist komfortabler.
Kann ich einen E-Gitarrenverstärker für eine Akustikgitarre verwenden?
Grundsätzlich ja. Elektrisch besteht normalerweise kein Problem, wenn das Instrument einen passenden Tonabnehmer besitzt. Klanglich ist das Ergebnis jedoch häufig nicht optimal. E-Gitarrenverstärker und deren Lautsprecher sind absichtlich klangfärbend ausgelegt. Ein Akustikverstärker arbeitet neutraler und gibt den größeren Frequenzumfang einer Akustikgitarre besser wieder. Zum gelegentlichen Üben kann der vorhandene Gitarren-Amp ausreichen, für einen möglichst natürlichen Klang ist ein Akustik-Amp meist die bessere Wahl.
Wie viel Watt sollte ein Akustikgitarrenverstärker haben?
Das hängt vom Einsatz ab. Für das Üben zu Hause reichen bereits relativ geringe Leistungen. Für Proben, kleine Veranstaltungen und Singer-Songwriter-Auftritte sind Geräte im mittleren Leistungsbereich deutlich flexibler. Wer größere Bühnen spielt, sollte jedoch nicht ausschließlich einen extrem leistungsfähigen Combo kaufen. Professioneller ist häufig, das Signal über einen DI-Ausgang an die PA weiterzugeben. Der eigene Verstärker muss dann lediglich eine vernünftige Bühnenlautstärke bereitstellen.
Warum pfeift meine Akustikgitarre über den Verstärker?
Dabei handelt es sich meist um eine Rückkopplung. Schall vom Lautsprecher trifft auf den Gitarrenkorpus, wird vom Tonabnehmer erneut aufgenommen und wieder verstärkt. Dieser Kreislauf kann sich immer weiter aufschaukeln. Die Lautstärke zu reduzieren ist die einfachste Gegenmaßnahme. Zusätzlich können die Position des Verstärkers verändert, ein Phase-Schalter verwendet oder problematische Frequenzen mit einem Notch-Filter abgesenkt werden. Für das Schallloch sind außerdem spezielle Feedback-Buster erhältlich.
Brauche ich einen Akustikverstärker mit Mikrofoneingang?
Wer nur Gitarre spielt, benötigt ihn nicht zwingend. Für Sänger und Singer-Songwriter ist ein Mikrofoneingang jedoch ausgesprochen praktisch. Gitarre und Stimme können über ein einziges Gerät verstärkt werden. Besonders bei kleinen Auftritten reduziert das den technischen Aufwand erheblich. Wichtig ist, dass beide Kanäle getrennt geregelt werden können.
Ist ein Akustikverstärker oder eine PA besser?
Beides hat unterschiedliche Vorteile. Ein Akustikverstärker ist kompakt, schnell aufgebaut und speziell auf die Bedürfnisse einer Akustikgitarre abgestimmt. Eine PA ist flexibler und kann mehrere Musiker, Mikrofone und Instrumente gleichzeitig verstärken. Für einen einzelnen Singer-Songwriter kann ein Akustik-Amp völlig ausreichen. Für eine Band oder größere Veranstaltung ist eine PA normalerweise die sinnvollere Hauptbeschallung.
Sind eingebaute Effekte wichtig?
Sie sind praktisch, aber nicht zwingend notwendig. Ein guter Hall ist für viele Akustikgitarristen bereits ausreichend. Chorus kann den Klang zusätzlich verbreitern. Musiker mit eigenen Effektpedalen können dagegen bewusst einen einfacheren Verstärker wählen. Entscheidend ist zunächst die Qualität des unveränderten Grundklangs. Viele Effekte können einen schlechten Grundsound nicht kompensieren.
Was bringt Bluetooth bei einem Akustikgitarrenverstärker?
Bluetooth eignet sich vor allem zur kabellosen Wiedergabe von Begleitmusik. Übungstracks oder Songs können beispielsweise vom Smartphone abgespielt werden, während die Gitarre gleichzeitig über den Verstärker läuft. Für das direkte Gitarrensignal sollte normalerweise weiterhin eine kabelgebundene Verbindung verwendet werden, da eine drahtlose Bluetooth-Übertragung eine wahrnehmbare Verzögerung verursachen kann.
Kann ein Akustikverstärker auch für Gesang verwendet werden?
Ja, sofern ein geeigneter Mikrofoneingang vorhanden ist. Viele moderne Akustikverstärker sind sogar ausdrücklich für Gitarre und Gesang ausgelegt. Bei solchen Geräten besitzen Gitarren- und Mikrofonkanal häufig eigene Klangregler und Effekte. Für kleine Singer-Songwriter-Auftritte kann damit eine zusätzliche PA überflüssig werden.
Lohnt sich ein teurer Akustikgitarrenverstärker?
Das hängt stark vom Anspruch ab. Für gelegentliches Üben muss kein vierstelliger Betrag ausgegeben werden. Professionelle Musiker profitieren dagegen von hochwertiger Verarbeitung, natürlicher Wiedergabe, geringem Rauschen, besseren Vorverstärkern, umfangreichen Anschlussmöglichkeiten und einer zuverlässigen Konstruktion. Wichtig ist deshalb nicht, pauschal den teuersten Verstärker zu kaufen, sondern ein Modell auszuwählen, dessen Ausstattung zum tatsächlichen Einsatz passt.
Akustikgitarrenverstärker Test bei Stiftung Warentest & Co
| Stiftung Warentest | Akustikgitarrenverstärker Test bei test.de |
| Öko-Test | Akustikgitarrenverstärker Test bei Öko-Test |
| Konsument.at | Akustikgitarrenverstärker bei konsument.at |
| gutefrage.net | Akustikgitarrenverstärker bei Gutefrage.de |
| Youtube.com | Akustikgitarrenverstärker bei Youtube.com |
Akustikgitarrenverstärker Testsieger
Stiftung Warentest ist bekannt dafür, eine Vielzahl an Produkte einem genauen Test zu unterziehen. Akustikgitarrenverstärker wurden bisher noch nicht getestet, so dass wir Ihnen keinen Akustikgitarrenverstärker Testsieger präsentieren können.
Akustikgitarrenverstärker Stiftung Warentest
Leider ist uns momentan kein Akustikgitarrenverstärker Stiftung Warentest Sieger bekannt.
Fazit zum Akustikgitarrenverstärker
Ein Akustikgitarrenverstärker ist die passende Lösung für Musiker, die eine elektroakustische Gitarre möglichst natürlich, transparent und kontrolliert verstärken möchten. Im Gegensatz zum klassischen E-Gitarrenverstärker soll er den Charakter des Instruments nicht stark verändern, sondern den vorhandenen Klang möglichst detailreich übertragen. Gerade deshalb spielen Lautsprecherqualität, Klangregelung und eine saubere Verstärkerschaltung eine wichtige Rolle.
Für das Üben zu Hause genügt häufig ein kompakter und preiswerter Verstärker. Ein Kopfhöreranschluss, ein Aux-Eingang oder Bluetooth können den Alltag dabei angenehmer machen. Wer dagegen gleichzeitig singt und Gitarre spielt, sollte gezielt nach einem Modell mit zwei Kanälen und XLR-Mikrofoneingang suchen. Separate Klangregler und Effekte für Gitarre und Gesang erhöhen die Flexibilität erheblich.
Bei regelmäßigen Live-Auftritten gewinnen andere Eigenschaften an Bedeutung. Ein DI-Ausgang zur Verbindung mit dem Mischpult, wirksame Anti-Feedback-Funktionen, ausreichend Leistungsreserven und ein robustes Gehäuse sind dann wichtiger als möglichst viele digitale Zusatzfunktionen. Gleichzeitig sollte das Gewicht berücksichtigt werden, denn ein technisch hervorragender Verstärker kann im Musikeralltag schnell unpraktisch werden, wenn er ständig über Treppen und durch Veranstaltungsräume getragen werden muss.
Die größten Preisunterschiede entstehen nicht allein durch die Ausgangsleistung. Ausstattung, Lautsprecher, Vorverstärker, Verarbeitung, Anschlussmöglichkeiten und die allgemeine Klangqualität beeinflussen den Preis erheblich. Ein günstiger Akustikverstärker kann für Anfänger und gelegentliches Spielen vollkommen ausreichend sein, während professionelle Musiker von einem höherwertigen Modell langfristig stärker profitieren.
Vor dem Kauf sollte deshalb zunächst der tatsächliche Einsatzbereich festgelegt werden. Wer weiß, ob der Verstärker hauptsächlich im Wohnzimmer, im Proberaum, auf der Straße oder auf der Bühne verwendet wird, kann die Auswahl deutlich eingrenzen. Anschließend sollten Leistung, Anzahl der Kanäle, Mikrofoneingang, Klangregelung, Effekte, Anti-Feedback-Funktionen, Ausgänge und Gewicht miteinander verglichen werden. So lässt sich ein Akustikgitarrenverstärker finden, der nicht nur auf dem Papier umfangreich ausgestattet ist, sondern im musikalischen Alltag wirklich zum Instrument und zum persönlichen Einsatzgebiet passt.
Zuletzt Aktualisiert am 11.08.2026
Letzte Aktualisierung am 12.08.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API
