Ein gut eingerichtetes Arbeitszimmer ist weit mehr als ein Raum mit einem Schreibtisch und einem Bürostuhl. Wer regelmäßig von zu Hause arbeitet, lernt, studiert, Schreibarbeiten erledigt oder viele Stunden am Computer verbringt, profitiert von einem Arbeitsplatz, der ergonomisch, funktional und gleichzeitig angenehm gestaltet ist. Eine durchdachte Einrichtung kann dabei helfen, konzentrierter zu arbeiten, Ordnung zu halten und die Belastung für Rücken, Schultern, Nacken und Augen zu reduzieren. Gerade wenn das Arbeitszimmer täglich mehrere Stunden genutzt wird, sollten Möbel und Ausstattung deshalb nicht ausschließlich nach ihrer Optik ausgewählt werden.
Die Anforderungen an ein Arbeitszimmer unterscheiden sich erheblich. Während für gelegentliche Büroarbeiten möglicherweise ein kompakter Schreibtisch und ein einfacher Drehstuhl ausreichen, benötigt ein dauerhaft genutztes Homeoffice deutlich mehr Ausstattung. Neben einem ergonomischen Bürostuhl können ein höhenverstellbarer Schreibtisch, ein großer Monitor, geeignete Beleuchtung, Stauraum, Kabelmanagement und eine gute technische Ausstattung sinnvoll sein. Wer zusätzlich Akten, Ordner, Drucker oder Büromaterial unterbringen muss, sollte außerdem frühzeitig ausreichend Stauraum einplanen.
Auch die Größe des Raumes entscheidet über die optimale Einrichtung. Ein kleines Arbeitszimmer verlangt nach platzsparenden Möbeln und einer möglichst effizienten Nutzung der vorhandenen Wandflächen. Große Räume bieten dagegen die Möglichkeit, verschiedene Arbeitsbereiche einzurichten und beispielsweise Schreibtisch, Besprechungsecke, Regalwand und Ablageflächen voneinander zu trennen. Besonders häufig wird das Arbeitszimmer inzwischen mit einem Gästezimmer, Hobbyraum oder Schlafzimmer kombiniert. Hier sind flexible und multifunktionale Möbel besonders interessant.
Neben der eigentlichen Möblierung spielt die Position des Arbeitsplatzes eine wichtige Rolle. Tageslicht ist angenehm und kann die Arbeitsatmosphäre deutlich verbessern, allerdings sollte der Bildschirm möglichst so aufgestellt werden, dass störende Spiegelungen und starke Kontraste vermieden werden. Gleichzeitig sollte genügend künstliches Licht vorhanden sein, damit auch am Abend oder an dunklen Tagen angenehm gearbeitet werden kann. Selbst Faktoren wie Wandfarbe, Raumtemperatur, Akustik und Hintergrundgestaltung können das Wohlbefinden am Arbeitsplatz beeinflussen.
In diesem ausführlichen Ratgeber erfahren Sie, wie sich ein Arbeitszimmer sinnvoll einrichten lässt, welche unterschiedlichen Einrichtungskonzepte infrage kommen, welche Möbel besonders wichtig sind und worauf Sie bei Schreibtisch, Bürostuhl, Beleuchtung und Stauraum achten sollten. Zusätzlich werden praktische Alternativen für Wohnungen ohne separates Arbeitszimmer, häufige Einrichtungsfehler sowie hilfreiche Tipps für Ordnung, Ergonomie und produktives Arbeiten erläutert.
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Was ist ein Arbeitszimmer?
Ein Arbeitszimmer ist ein Raum oder abgegrenzter Wohnbereich, der überwiegend zum Arbeiten, Lernen, Schreiben oder für andere konzentrierte Tätigkeiten genutzt wird. Klassischerweise befinden sich dort mindestens ein Schreibtisch, ein geeigneter Stuhl und Möglichkeiten zur Aufbewahrung von Unterlagen und Arbeitsmaterialien. Moderne Arbeitszimmer sind häufig zusätzlich mit Computer, Monitoren, Dockingstation, Drucker, Headset, Webcam und weiterer Büroelektronik ausgestattet.
Die genaue Ausstattung hängt stark vom jeweiligen Einsatzzweck ab. Ein Arbeitnehmer im Homeoffice benötigt möglicherweise zwei große Monitore und einen ergonomischen Arbeitsplatz für acht Stunden tägliche Nutzung. Ein Student benötigt dagegen eventuell viel freie Tischfläche für Bücher und Notizen. Kreative Berufe benötigen wiederum Platz für Zeichentabletts, Grafikmonitore, Kameras oder anderes Arbeitsmaterial.
Auch ein privates Büro für Rechnungen, Versicherungen, Steuerunterlagen und allgemeine Organisation kann als Arbeitszimmer gestaltet werden. Hier steht häufig weniger die tägliche Ergonomie als vielmehr eine übersichtliche Aufbewahrung im Mittelpunkt. Geschlossene Schränke, Aktenschränke und Schubladencontainer können dafür besonders praktisch sein.
Ein separates Arbeitszimmer bietet den Vorteil, dass berufliche und private Bereiche räumlich voneinander getrennt werden können. Nach Feierabend lässt sich die Tür schließen und der Arbeitsplatz verschwindet weitgehend aus dem Blickfeld. Diese Trennung ist in einem Wohnzimmer oder Schlafzimmer deutlich schwieriger.
Vorteile und Nachteile eines Arbeitszimmers
Vorteile
- Klare räumliche Trennung zwischen Arbeit und Freizeit.
- Arbeitsmaterialien können dauerhaft aufgebaut bleiben.
- Ergonomische Möbel lassen sich gezielt auf den Nutzer einstellen.
- Mehr Ruhe und Konzentration als an einem provisorischen Arbeitsplatz.
- Ausreichend Platz für Computer, Monitore und Bürogeräte.
- Ordner, Dokumente und Zubehör lassen sich übersichtlich aufbewahren.
- Videokonferenzen können in einer professionelleren Umgebung stattfinden.
- Beleuchtung und Raumgestaltung können vollständig auf die Arbeit abgestimmt werden.
- Ein abschließbarer Raum kann vertrauliche Unterlagen besser schützen.
Nachteile
- Ein separater Raum muss überhaupt vorhanden sein.
- Die vollständige Einrichtung kann relativ teuer werden.
- Schreibtisch, ergonomischer Stuhl und Stauraum benötigen viel Platz.
- Bei schlechter Planung kann der Raum schnell überladen wirken.
- Zu wenig Bewegung ist auch in einem ergonomischen Arbeitszimmer problematisch.
- Technik und Beleuchtung erhöhen den Stromverbrauch.
- Ein schlecht positionierter Bildschirm kann trotz guter Ausstattung zu Spiegelungen und ungünstiger Haltung führen.
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Unterschiedliche Arten von Arbeitszimmern
Klassisches Arbeitszimmer
Das klassische Arbeitszimmer besitzt einen festen Schreibtisch, einen Bürostuhl sowie Regale oder Schränke für Unterlagen. Es eignet sich besonders für Personen, die hauptsächlich Schreibarbeiten erledigen oder am Computer arbeiten. Ein großer Vorteil besteht darin, dass der Arbeitsplatz dauerhaft eingerichtet bleiben kann.
Der Schreibtisch bildet normalerweise das Zentrum des Raumes. Bei regelmäßiger Bildschirmarbeit sollte ausreichend Tiefe vorhanden sein, damit Monitor, Tastatur und Maus sinnvoll positioniert werden können. Gleichzeitig sollte seitlich genügend Arbeitsfläche für Dokumente oder andere Materialien vorhanden sein.
Für ein klassisches Arbeitszimmer sind geschlossene und offene Aufbewahrungssysteme gleichermaßen interessant. Häufig verwendete Unterlagen können in offenen Regalen untergebracht werden, während selten benötigte Akten oder optisch unruhige Materialien hinter Schranktüren verschwinden.
Homeoffice für tägliches Arbeiten
Wer mehrere Tage pro Woche oder vollständig von zu Hause arbeitet, sollte das Arbeitszimmer ähnlich sorgfältig planen wie einen professionellen Büroarbeitsplatz. Ergonomie besitzt dabei besondere Bedeutung. Ein guter Bürostuhl sollte individuell einstellbar sein und eine angenehme Sitzposition ermöglichen. Noch flexibler ist die Kombination mit einem elektrisch höhenverstellbaren Schreibtisch.
Ein Sitz-Steh-Schreibtisch ermöglicht es, die Körperhaltung während des Tages regelmäßig zu wechseln. Dadurch wird langes Sitzen zwar nicht vollständig vermieden, aber der Arbeitsplatz lässt sich abwechslungsreicher nutzen. Entscheidend bleibt trotzdem, regelmäßige Bewegungspausen einzuplanen.
Auch die technische Ausstattung sollte im dauerhaften Homeoffice sorgfältig geplant werden. Ein oder zwei größere Monitore können deutlich angenehmer sein als die ausschließliche Arbeit am kleinen Notebookdisplay. Dockingstationen ermöglichen einen schnellen Anschluss von Monitoren, Netzwerk, Tastatur, Maus und weiteren Geräten.
Kleines Arbeitszimmer
Ein kleines Arbeitszimmer erfordert eine besonders effiziente Raumplanung. Statt eines sehr tiefen Schreibtisches kann ein kompaktes Modell verwendet werden, sofern genügend Platz für den Monitor vorhanden bleibt. Wandregale schaffen zusätzlichen Stauraum, ohne wertvolle Bodenfläche zu beanspruchen.
Schubladencontainer können gleichzeitig als Ablagefläche dienen. Ein schmales Regal nutzt freie Bereiche neben dem Schreibtisch, während geschlossene Hängeschränke Unterlagen aufnehmen können. Auch eine Arbeitsplatte von Wand zu Wand kann in kleinen Räumen eine sehr effektive Lösung darstellen.
Bei der Gestaltung sollte darauf geachtet werden, den Raum optisch nicht zu überladen. Helle Möbel und Wandfarben lassen kleine Räume häufig großzügiger wirken. Geschlossene Schrankfronten können außerdem ruhiger erscheinen als vollständig offene Regale voller Ordner und Büroartikel.
Arbeitszimmer und Gästezimmer kombiniert
Nicht jeder Haushalt kann einen Raum ausschließlich als Büro verwenden. Besonders praktisch ist deshalb eine Kombination aus Arbeits- und Gästezimmer. Im Alltag steht der Arbeitsplatz im Mittelpunkt, während bei Besuch zusätzlich eine Schlafmöglichkeit zur Verfügung steht.
Ein Schlafsofa oder Schrankbett kann hierbei viel Platz sparen. Tagsüber bleibt genügend Bewegungsfreiheit, während sich bei Bedarf eine Liegefläche herstellen lässt. Der Schreibtisch sollte möglichst so positioniert werden, dass das Bett auch ausgeklappt genutzt werden kann, ohne die gesamte Einrichtung verschieben zu müssen.
Geschlossene Schränke sind in solchen Räumen besonders sinnvoll. Arbeitsunterlagen und Technik lassen sich darin verstauen, sodass das Zimmer bei Übernachtungsbesuch wohnlicher und weniger wie ein Büro wirkt.
Arbeitszimmer für zwei Personen
Arbeiten zwei Personen regelmäßig im selben Raum, müssen ausreichend große Arbeitsbereiche geschaffen werden. Zwei einzelne Schreibtische bieten maximale Flexibilität. Alternativ kann eine lange Arbeitsplatte verwendet werden, an der zwei Arbeitsplätze nebeneinander eingerichtet werden.
Neben der Fläche spielt die Akustik eine wichtige Rolle. Wenn eine Person häufig telefoniert oder an Videokonferenzen teilnimmt, während die andere konzentriert arbeitet, können gegenseitige Störungen entstehen. Headsets mit Mikrofon und eine gute Raumakustik können helfen. Bei sehr häufigen Gesprächen ist ein gemeinsames Arbeitszimmer jedoch möglicherweise nicht ideal.
Minimalistisches Arbeitszimmer
Ein minimalistisches Arbeitszimmer konzentriert sich auf wenige wesentliche Möbel und möglichst freie Flächen. Typischerweise stehen ein klar gestalteter Schreibtisch, ein Bürostuhl, ein Monitor und wenige Aufbewahrungsmöglichkeiten im Mittelpunkt.
Der Vorteil besteht in einer ruhigen Arbeitsumgebung mit wenig visueller Ablenkung. Kabelmanagement spielt hierbei eine besonders große Rolle. Kabelkanäle, Kabelwannen und Mehrfachsteckdosen unter der Tischplatte sorgen dafür, dass Strom- und Datenleitungen möglichst wenig sichtbar sind.
Kreatives Arbeitszimmer
Kreative Tätigkeiten stellen häufig andere Anforderungen an den Raum als klassische Büroarbeit. Zeichnen, Nähen, Basteln, Fotografieren oder Modellbau benötigen beispielsweise größere Arbeitsflächen und schnellen Zugriff auf zahlreiche Materialien.
Offene Regale, Lochwände und transparente Aufbewahrungsboxen können besonders praktisch sein. Materialien bleiben sichtbar und sind schnell erreichbar. Gleichzeitig sollte eine ausreichend große freie Arbeitsfläche vorhanden sein. Bei handwerklichen oder gestalterischen Tätigkeiten ist außerdem eine besonders gute Beleuchtung wichtig.
Alternativen zum separaten Arbeitszimmer
Arbeitsecke im Wohnzimmer
Eine Arbeitsecke im Wohnzimmer ist eine der häufigsten Alternativen. Ein kompakter Schreibtisch kann beispielsweise in einer freien Ecke oder hinter dem Sofa aufgestellt werden. Besonders geeignet sind Möbel, die optisch zur übrigen Einrichtung passen.
Der Nachteil besteht in der fehlenden Trennung zwischen Arbeit und Freizeit. Nach Feierabend bleibt der Arbeitsplatz sichtbar. Ein Raumteiler, Regal oder Vorhang kann dabei helfen, den Bereich optisch stärker abzugrenzen.
Arbeitsplatz im Schlafzimmer
Auch das Schlafzimmer kann Platz für einen kleinen Arbeitsplatz bieten. Dies ist praktisch, wenn der Raum tagsüber ansonsten kaum genutzt wird. Allerdings sollte der Arbeitsplatz möglichst ordentlich gehalten werden, damit Unterlagen und Technik nicht dauerhaft Unruhe in den Schlafbereich bringen.
Sekretär
Ein Sekretär ist eine besonders platzsparende Möglichkeit für gelegentliche Büroarbeiten. Moderne Modelle besitzen eine ausklappbare Arbeitsfläche und geschlossenen Stauraum. Nach der Arbeit lässt sich der Arbeitsplatz teilweise vollständig schließen.
Für dauerhaftes Arbeiten mit mehreren Monitoren sind Sekretäre meistens zu klein. Für Notebook, Schriftverkehr oder private Organisation können sie jedoch hervorragend geeignet sein.
Esstisch als Arbeitsplatz
Der Esstisch ist eine unkomplizierte Übergangslösung. Für gelegentliches Arbeiten kann dies vollkommen ausreichen. Bei täglicher Nutzung entstehen allerdings Nachteile. Monitor und Arbeitsmaterial müssen ständig auf- und abgebaut werden und normale Esszimmerstühle sind für stundenlanges Sitzen meist weniger geeignet.
Coworking-Space
Wer zu Hause keinen geeigneten Arbeitsplatz einrichten kann, findet in einem Coworking-Space eine professionelle Alternative. Dort stehen abhängig vom Anbieter Schreibtische, Internetzugang, Besprechungsräume und teilweise weitere Büroausstattung zur Verfügung. Dafür entstehen regelmäßige Kosten und der Arbeitsplatz befindet sich nicht im eigenen Zuhause.
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Beliebte Produkte für das Arbeitszimmer
Für ein gut ausgestattetes Arbeitszimmer werden normalerweise verschiedene Möbel und Zubehörprodukte miteinander kombiniert. Die folgende Tabelle zeigt bekannte Beispiele und typische Preisbereiche. Preise können sich abhängig von Händler, Ausführung und Ausstattung deutlich verändern.
| Produktname | Marke | Ungefährer Preis | Kurze Beschreibung |
|---|---|---|---|
| MICKE Schreibtisch | IKEA | ca. 80–120 Euro | Kompakter Schreibtisch für kleinere Arbeitszimmer und Homeoffice-Arbeitsplätze mit begrenzter Stellfläche. |
| MARKUS Drehstuhl | IKEA | ca. 170–220 Euro | Bürostuhl mit hoher Rückenlehne für den regelmäßigen Einsatz am Schreibtisch. |
| E7 höhenverstellbarer Schreibtisch | FlexiSpot | ca. 400–700 Euro | Elektrisch höhenverstellbarer Schreibtisch für den Wechsel zwischen sitzender und stehender Arbeit. |
| KALLAX Regal | IKEA | ca. 25–190 Euro | Modulares Regalsystem in verschiedenen Größen für Ordner, Boxen, Bücher und Bürozubehör. |
| Ergo Cosy Laptopständer | Leitz | ca. 30–60 Euro | Notebookständer zur erhöhten Positionierung des Displays bei Nutzung mit externer Tastatur und Maus. |
Worauf sollte man beim Einrichten eines Arbeitszimmers achten?
Der richtige Schreibtisch
Der Schreibtisch sollte ausreichend groß für alle regelmäßig verwendeten Arbeitsmittel sein. Für einen Arbeitsplatz mit Monitor, Tastatur und Maus ist insbesondere eine ausreichende Tiefe wichtig. Wer zwei große Monitore nutzt, benötigt außerdem genügend Breite.
Eine besonders flexible Lösung ist ein höhenverstellbarer Schreibtisch. Elektrische Modelle lassen sich auf Knopfdruck verändern und häufig mit verschiedenen Höhenpositionen speichern. Dadurch kann zwischen Sitzen und Stehen gewechselt werden.
Wichtig ist außerdem die Stabilität. Besonders bei großen Monitoren oder Monitorarmen sollte die Tischplatte ausreichend belastbar sein. Ein höhenverstellbarer Tisch sollte auch in hoher Position möglichst wenig wackeln.
Ergonomischer Bürostuhl
Der Bürostuhl gehört zu den wichtigsten Einrichtungsgegenständen eines regelmäßig genutzten Arbeitszimmers. Er sollte sich an die Körpergröße und den Nutzer anpassen lassen. Eine höhenverstellbare Sitzfläche gehört zur Grundausstattung. Zusätzliche Funktionen wie einstellbare Armlehnen, Lordosenstütze, Sitztiefenverstellung oder Synchronmechanik können den Komfort weiter erhöhen.
Entscheidend ist allerdings nicht allein die Anzahl der Einstellungen. Der Stuhl muss zur eigenen Körpergröße und Sitzweise passen. Eine sehr ausgeprägte Lordosenstütze kann beispielsweise für manche Personen angenehm und für andere störend sein.
Monitor richtig positionieren
Der Monitor sollte möglichst zentral vor dem Nutzer stehen. Wird dauerhaft seitlich auf den Bildschirm geschaut, kann dies Nacken und Schultern unnötig belasten. Bei mehreren Monitoren sollte der hauptsächlich verwendete Bildschirm im Zentrum stehen.
Monitorarme bieten besonders viel Flexibilität. Sie ermöglichen eine Anpassung von Höhe, Abstand und Winkel und schaffen gleichzeitig zusätzliche freie Fläche auf dem Schreibtisch. Voraussetzung ist eine geeignete Tischplatte und eine passende VESA-Aufnahme am Monitor.
Beleuchtung
Ein Arbeitszimmer sollte möglichst über Tageslicht verfügen. Der Bildschirm sollte allerdings nicht direkt vor einem sehr hellen Fenster oder mit dem Rücken zum Fenster positioniert werden, wenn dadurch starke Kontraste beziehungsweise Reflexionen entstehen.
Zusätzlich ist eine gute Allgemeinbeleuchtung wichtig. Eine Deckenleuchte sorgt für eine gleichmäßige Grundhelligkeit. Eine Schreibtischleuchte kann den unmittelbaren Arbeitsbereich zusätzlich beleuchten. Besonders bei handschriftlicher Arbeit sollte darauf geachtet werden, dass die eigene Hand keine störenden Schatten auf die Arbeitsfläche wirft.
Stauraum
Ordnung verbessert nicht automatisch die Produktivität, ein übersichtlicher Arbeitsplatz erleichtert jedoch viele alltägliche Abläufe. Häufig benötigte Gegenstände sollten leicht erreichbar sein. Selten benötigte Unterlagen können dagegen in geschlossenen Schränken untergebracht werden.
Rollcontainer eignen sich hervorragend für Büromaterial und kleinere Unterlagen. Ordner finden in ausreichend tiefen Regalen Platz. Dokumente mit vertraulichen Informationen können in abschließbaren Schränken aufbewahrt werden.
Kabelmanagement
Mit Computer, Monitoren, Ladegeräten, Netzwerkhardware und Schreibtischleuchte sammeln sich schnell zahlreiche Kabel an. Eine Kabelwanne unter dem Schreibtisch kann Mehrfachsteckdose und Netzteile aufnehmen. Klettbänder bündeln einzelne Kabelstränge.
Bei einem höhenverstellbaren Schreibtisch müssen die Leitungen außerdem ausreichend Bewegungsreserve besitzen. Besonders Strom- und Netzwerkkabel dürfen beim Hochfahren des Tisches nicht gespannt werden.
Akustik
Leere Räume mit harten Böden und kahlen Wänden können stark hallen. Das ist besonders bei Telefonaten und Videokonferenzen störend. Teppiche, Vorhänge, Regale und andere textile beziehungsweise unregelmäßige Oberflächen reduzieren Reflexionen und können die Raumakustik verbessern.
Bei besonders problematischen Räumen können zusätzliche Akustikelemente sinnvoll sein. Sie sollten jedoch gezielt eingesetzt und nicht nur aufgrund ihrer Optik angebracht werden.
Internet und Netzwerk
Ein zuverlässiger Internetanschluss ist für viele Arbeitszimmer unverzichtbar. Eine kabelgebundene Netzwerkverbindung bietet häufig eine besonders stabile Verbindung. Ist kein Netzwerkkabel vorhanden, kann gutes WLAN ausreichend sein.
Bei schlechtem WLAN-Empfang sollte nicht automatisch ein einfacher Repeater irgendwo im Raum platziert werden. Mesh-Systeme oder ein sinnvoll positionierter Access Point können bei größeren Wohnungen die bessere Lösung darstellen.
Arbeitszimmer ergonomisch gestalten
Ergonomie bedeutet nicht, dass eine einzige perfekte Sitzhaltung den gesamten Arbeitstag beibehalten werden sollte. Viel wichtiger ist Bewegung. Selbst ein optimal eingestellter Bürostuhl verhindert nicht die Nachteile, die durch stundenlanges unbewegtes Sitzen entstehen können.
Die Füße sollten beim Sitzen stabil auf dem Boden oder gegebenenfalls auf einer geeigneten Fußstütze stehen. Die Schultern sollten möglichst locker bleiben. Tastatur und Maus müssen so erreichbar sein, dass die Arme nicht dauerhaft weit nach vorne ausgestreckt werden müssen.
Die Höhe des Bildschirms sollte so eingestellt werden, dass keine dauerhaft stark nach unten oder oben geneigte Kopfhaltung notwendig ist. Besonders Notebooknutzer profitieren deshalb häufig von einem Laptopständer in Kombination mit externer Tastatur und Maus.
Wer einen höhenverstellbaren Schreibtisch besitzt, sollte nicht versuchen, den gesamten Arbeitstag im Stehen zu verbringen. Sinnvoller ist der regelmäßige Wechsel zwischen unterschiedlichen Positionen. Telefonate oder kurze Besprechungen können beispielsweise im Stehen geführt werden.
Arbeitszimmer organisieren und Ordnung halten
Eine dauerhafte Ordnung funktioniert am besten, wenn jeder häufig verwendete Gegenstand einen festen Platz erhält. Dokumente können beispielsweise nach Themen in beschrifteten Ordnern organisiert werden. Kleine Büroartikel finden in Schubladen mit Unterteilungen Platz.
Auf dem Schreibtisch selbst sollten hauptsächlich Dinge stehen, die regelmäßig benötigt werden. Zahlreiche Ablagen, Dekorationen und lose Unterlagen reduzieren die freie Arbeitsfläche und können optisch unruhig wirken.
Auch digitale Ordnung gehört zu einem modernen Arbeitszimmer. Dateien sollten sinnvoll strukturiert und regelmäßig gesichert werden. Eine externe Festplatte oder ein geeignetes Backup-System schützt wichtige Dokumente vor Datenverlust.
FAQ – häufige Fragen zum Arbeitszimmer
Wie groß sollte ein Arbeitszimmer sein?
Eine feste Mindestgröße für ein privat eingerichtetes Arbeitszimmer gibt es nicht. Bereits ein kleiner Raum kann funktionieren, wenn der vorhandene Platz sinnvoll genutzt wird. Für einen einfachen Arbeitsplatz mit Schreibtisch, Stuhl und kleinem Regal können wenige Quadratmeter ausreichen.
Wer zwei Arbeitsplätze, umfangreichen Stauraum oder zusätzliche Möbel benötigt, sollte entsprechend mehr Fläche einplanen. Entscheidend ist, dass hinter dem Bürostuhl genügend Bewegungsraum bleibt und Schränke sowie Türen problemlos geöffnet werden können.
Wo sollte der Schreibtisch im Arbeitszimmer stehen?
Idealerweise wird der Arbeitsplatz so positioniert, dass Tageslicht seitlich auf die Arbeitsfläche fällt. Ein Fenster direkt hinter dem Monitor kann zu starken Helligkeitsunterschieden führen. Befindet sich das Fenster direkt hinter dem Nutzer, können Spiegelungen auf dem Bildschirm entstehen.
Die konkrete Position hängt jedoch auch vom Raum, den Anschlüssen und der Einrichtung ab. Wichtig ist deshalb vor allem, störende Reflexionen und eine dauerhaft unangenehme Blickrichtung zu vermeiden.
Welche Möbel benötigt man im Arbeitszimmer?
Zur Grundausstattung gehören normalerweise ein Schreibtisch und ein geeigneter Stuhl. Abhängig von der Tätigkeit kommen Regale, Aktenschränke, Rollcontainer, Sideboards und zusätzliche Ablageflächen hinzu.
Wer hauptsächlich digital arbeitet, benötigt möglicherweise nur wenig Stauraum. Bei umfangreichen Papierunterlagen und Ordnern sollte dagegen von Anfang an genügend Aufbewahrungsplatz eingeplant werden.
Ist ein höhenverstellbarer Schreibtisch sinnvoll?
Für Personen, die viele Stunden am Schreibtisch verbringen, kann ein höhenverstellbarer Tisch sehr sinnvoll sein. Er ermöglicht einen unkomplizierten Wechsel zwischen Sitzen und Stehen und bringt dadurch mehr Bewegung in den Arbeitstag.
Er ersetzt allerdings keine regelmäßigen Bewegungspausen. Auch beim Stehen sollte die Position immer wieder verändert werden.
Welche Farbe eignet sich für ein Arbeitszimmer?
Neutrale und helle Farben eignen sich besonders gut, weil sie den Raum ruhig wirken lassen und Licht reflektieren. Weiß, Beige, Hellgrau oder dezente Naturtöne lassen sich einfach mit verschiedenen Möbeln kombinieren.
Kräftigere Farben können als Akzent eingesetzt werden. Dunkle Wandfarben wirken interessant, reduzieren in kleinen Räumen jedoch möglicherweise die wahrgenommene Helligkeit. Entscheidend ist letztlich eine Umgebung, in der man sich auch über mehrere Stunden wohlfühlt.
Welche Beleuchtung ist im Arbeitszimmer sinnvoll?
Eine Kombination aus Tageslicht, Allgemeinbeleuchtung und gezieltem Arbeitsplatzlicht ist besonders flexibel. Die Deckenleuchte sorgt für eine gleichmäßige Grundhelligkeit, während eine Schreibtischlampe die unmittelbare Arbeitsfläche beleuchtet.
Direkt blendende Leuchten und starke Reflexionen auf dem Monitor sollten vermieden werden. Bei Bildschirmarbeit ist eine angenehme und möglichst gleichmäßige Helligkeitsverteilung im Raum sinnvoll.
Wie richtet man ein kleines Arbeitszimmer ein?
In kleinen Räumen sollten Möbel möglichst effizient ausgewählt werden. Ein kompakter Schreibtisch, Wandregale und ein schmaler Rollcontainer nutzen wenig Grundfläche. Geschlossene Schränke können außerdem für ein ruhigeres Erscheinungsbild sorgen.
Die Höhe des Raumes sollte ebenfalls genutzt werden. Regale können deutlich weiter nach oben reichen als klassische Sideboards und bieten dadurch bei gleicher Grundfläche wesentlich mehr Stauraum.
Kann man ein Arbeitszimmer mit einem Gästezimmer kombinieren?
Ja, diese Kombination ist besonders praktisch. Ein Schlafsofa oder Schrankbett sorgt bei Bedarf für zusätzliche Schlafplätze. Im normalen Alltag bleibt der überwiegende Teil des Raumes für die Arbeit verfügbar.
Bei der Planung sollte allerdings bereits berücksichtigt werden, wie viel Platz die Schlafmöglichkeit im ausgeklappten Zustand beansprucht. Andernfalls müssen bei jedem Besuch Schreibtisch oder andere Möbel verschoben werden.
Was gehört nicht auf den Schreibtisch?
Alles, was nur selten benötigt wird, muss normalerweise nicht dauerhaft auf der Arbeitsfläche stehen. Große Mengen Papier, Verpackungen, selten genutztes Zubehör oder zahlreiche Dekorationsgegenstände können die nutzbare Tischfläche unnötig reduzieren.
Das bedeutet nicht, dass ein Schreibtisch vollkommen leer sein muss. Persönliche Gegenstände oder eine Pflanze können den Arbeitsplatz angenehmer machen. Entscheidend ist ein vernünftiges Verhältnis zwischen Funktion und Dekoration.
Wie kann man ein Arbeitszimmer gemütlich gestalten?
Ein funktionales Büro muss nicht steril wirken. Pflanzen, Bilder, ein Teppich und dezente Dekoration können die Atmosphäre deutlich verbessern. Auch warme Materialien wie Holz sorgen für eine wohnlichere Wirkung.
Die Gestaltung sollte allerdings den Arbeitsbereich nicht überladen. Besonders hinter dem Monitor oder unmittelbar auf dem Schreibtisch kann eine ruhigere Umgebung die Konzentration erleichtern.
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Fazit: Ein gut geplantes Arbeitszimmer verbessert Komfort und Organisation
Ein Arbeitszimmer sollte konsequent an die tatsächliche Nutzung angepasst werden. Wer nur gelegentlich eine Rechnung schreibt oder private Unterlagen sortiert, benötigt keine umfangreiche professionelle Büroausstattung. Wer dagegen täglich mehrere Stunden im Homeoffice arbeitet, sollte insbesondere bei Schreibtisch, Bürostuhl, Monitorposition und Beleuchtung auf eine hochwertige und ergonomische Lösung achten.
Der Schreibtisch bildet gemeinsam mit dem Bürostuhl die Grundlage des Arbeitsplatzes. Eine ausreichend große Arbeitsfläche verhindert, dass Tastatur, Dokumente und weitere Arbeitsmittel ständig umgeräumt werden müssen. Ein höhenverstellbarer Tisch kann zusätzliche Flexibilität schaffen und ermöglicht einen regelmäßigen Wechsel zwischen Sitzen und Stehen.
Mindestens genauso wichtig ist ein geeigneter Bürostuhl. Er sollte sich an Körpergröße und bevorzugte Sitzposition anpassen lassen und ausreichend Unterstützung bieten. Trotzdem ersetzt auch der beste Bürostuhl keine Bewegung. Regelmäßiges Aufstehen und ein Wechsel der Körperhaltung gehören zu einem vernünftig gestalteten Arbeitsalltag dazu.
Bei kleinen Arbeitszimmern kommt es besonders auf eine effiziente Nutzung der Fläche an. Wandregale, schmale Schränke und kompakte Schreibtische ermöglichen auch auf wenigen Quadratmetern einen vollwertigen Arbeitsplatz. Helle Farben und eine reduzierte Einrichtung verhindern gleichzeitig, dass der Raum überladen wirkt.
Technik und Kabel sollten ebenfalls frühzeitig eingeplant werden. Mehrere Monitore, Dockingstation, Drucker und Ladegeräte benötigen Strom- und Datenanschlüsse. Mit Kabelwannen, Kabelkanälen und sinnvoll positionierten Steckdosen lässt sich vermeiden, dass später zahlreiche Leitungen sichtbar über den Boden verlaufen.
Ein gutes Arbeitszimmer verbindet letztlich Ergonomie, Funktionalität und eine angenehme Atmosphäre. Es muss weder besonders groß noch teuer eingerichtet sein. Entscheidend ist vielmehr, dass Arbeitsfläche, Sitzmöbel, Licht, Stauraum und Technik sinnvoll aufeinander abgestimmt werden. Wer diese Grundlagen berücksichtigt, kann selbst aus einem relativ kleinen Raum einen Arbeitsplatz schaffen, an dem konzentriertes und komfortables Arbeiten langfristig möglich ist.
Zuletzt Aktualisiert am 11.08.2026
Letzte Aktualisierung am 11.08.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API
