Ein Relingträger ist eine praktische und oft unverzichtbare Lösung, wenn im Fahrzeug mehr Transportkapazität benötigt wird und Kofferraum, Rückbank oder Innenraum nicht ausreichen. Besonders bei Urlaubsreisen, Familienausflügen, Wintersport, Fahrradtouren, Camping, Umzügen oder dem Transport sperriger Gegenstände kann ein Relingträger den vorhandenen Platz deutlich erweitern. Er wird auf der Dachreling eines Autos montiert und dient als Basis für Dachboxen, Fahrradträger, Skiträger, Kajakhalter, Transportkörbe oder andere Dachaufbauten. Dabei ist wichtig, dass nicht jeder Relingträger zu jedem Fahrzeug passt. Es gibt offene Dachrelingen, geschlossene beziehungsweise integrierte Dachrelingen, unterschiedliche Dachbreiten, verschiedene Befestigungssysteme und fahrzeugspezifische Freigaben. Wer einfach irgendeinen Träger kauft, riskiert Fehlmontage, Windgeräusche, Lackschäden oder im schlimmsten Fall eine unsichere Ladung. Deshalb sollte man vor dem Kauf genau prüfen, welche Relingart das eigene Fahrzeug besitzt, welche Dachlast erlaubt ist, welches Zubehör genutzt werden soll und wie häufig der Träger montiert wird. Dieser ausführliche Ratgeber erklärt, was ein Relingträger ist, welche Vorteile und Nachteile er hat, welche Arten es gibt, welche Alternativen sinnvoll sein können und worauf Sie beim Kauf wirklich achten sollten.
- Bitte überprüfen Sie vor dem Kauf die kompatiblen Abmessungen des Dachträgers. Der 56 Zoll lange...
- Reduzierte Windgeräusche: Gummidichtungsstreifen minimieren Windgeräusche für eine leisere...
- Haltbar und robust: Hochwertige Konstruktion aus korrosionsbeständiger Aluminiumlegierung, für...
- Diebstahlsicherung: Verfügt über ein sicheres Anti-Diebstahl-Verriegelungssystem mit gummierten...
Was ist ein Relingträger?
Ein Relingträger ist ein Dachträgersystem, das speziell für Fahrzeuge mit Dachreling entwickelt wurde. Die Dachreling ist die längs auf dem Fahrzeugdach verlaufende Vorrichtung, die bei vielen Kombis, SUVs, Vans und einigen Hochdachkombis ab Werk montiert ist. Der Relingträger besteht normalerweise aus zwei Querträgern, die quer zur Fahrtrichtung auf der Reling befestigt werden. Auf diesen Querträgern können anschließend Dachboxen, Fahrradträger, Skihalter, Snowboardhalter, Kajakhalter oder andere Transportsysteme montiert werden.
Der Begriff Relingträger wird häufig mit Dachträger, Grundträger oder Basisträger gleichgesetzt. Genau genommen ist der Relingträger eine spezielle Variante des Dachträgers, nämlich für Autos mit vorhandener Reling. Fahrzeuge ohne Dachreling benötigen andere Systeme, zum Beispiel Klemmträger für Fixpunkte, Regenrinnen, Türrahmen oder fahrzeugspezifische Befestigungspunkte. Deshalb ist die erste Kaufentscheidung immer die Frage: Hat das Auto überhaupt eine Dachreling, und wenn ja, welche Art?
Bei einer offenen Dachreling kann man meist zwischen Reling und Fahrzeugdach hindurchgreifen. Diese Relingform ist klassisch und vergleichsweise einfach zu erkennen. Viele Universal-Relingträger sind für offene Relingsysteme gedacht. Bei einer integrierten oder geschlossenen Dachreling liegt die Reling flach auf dem Dach auf. Hier kann man nicht daruntergreifen. Für diese Fahrzeuge werden spezielle Träger benötigt, die mit passenden Klemmbacken oder Adaptern arbeiten. Ein Träger für offene Reling passt daher nicht automatisch auf eine integrierte Reling.
Ein Relingträger ist kein eigenständiger Gepäckträger im Sinne einer fertigen Transportlösung, sondern die Grundlage für weiteres Zubehör. Eine Dachbox wird auf dem Relingträger befestigt. Ein Fahrrad-Dachträger braucht ebenfalls Querträger als Basis. Auch Ski- und Snowboardhalter werden meist auf den Querträgern montiert. Der Relingträger selbst muss deshalb stabil, passend und sicher montiert sein, weil er die komplette Last auf dem Fahrzeugdach trägt.
Wichtig ist außerdem die zulässige Dachlast des Fahrzeugs. Diese steht in der Bedienungsanleitung des Autos. Die Dachlast umfasst normalerweise das Gewicht des Relingträgers, des Zubehörs und der Ladung zusammen. Wenn ein Fahrzeug beispielsweise 75 Kilogramm Dachlast erlaubt und die Dachbox sowie der Träger zusammen bereits 25 Kilogramm wiegen, bleiben nur noch 50 Kilogramm für Gepäck. Diese Grenze sollte nicht überschritten werden, weil sich das Fahrverhalten verschlechtern kann und die Sicherheit gefährdet wird.
Vorteile und Nachteile von Relingträgern
Vorteile
Ein großer Vorteil von Relingträgern ist die zusätzliche Transportfläche. Gerade bei Familienreisen, Campingausstattung oder Wintersportausrüstung reicht der Kofferraum schnell nicht aus. Mit einem passenden Relingträger kann eine Dachbox montiert werden, wodurch sperrige, leichte oder saisonale Gegenstände sicher außerhalb des Innenraums transportiert werden können. Das schafft mehr Platz für Mitfahrer und sorgt für mehr Ordnung im Auto.
Ein weiterer Vorteil ist die Vielseitigkeit. Ein guter Relingträger kann als Basis für unterschiedliche Zubehörteile dienen. Heute wird eine Dachbox montiert, im Winter ein Skiträger und im Sommer vielleicht ein Fahrradträger oder Kajakhalter. Dadurch bleibt das System flexibel und kann über mehrere Jahre für verschiedene Einsatzzwecke genutzt werden.
Relingträger sind außerdem oft relativ schnell montierbar, wenn sie zum Fahrzeug passen. Besonders hochwertige Systeme sind vormontiert, abschließbar und mit gut verständlichen Markierungen versehen. Wer den Träger regelmäßig nutzt, profitiert von einfacher Handhabung und stabilen Befestigungen. Viele Modelle lassen sich nach der ersten Einstellung schneller erneut montieren.
Auch die Sicherheit kann ein Vorteil sein, wenn der Träger korrekt verwendet wird. Sperrige Gegenstände müssen nicht in den Innenraum gequetscht werden. Das reduziert die Gefahr, dass Gepäck bei einer starken Bremsung im Fahrzeug herumfliegt. Eine richtig montierte Dachbox oder ein ordnungsgemäß befestigter Träger sorgt für geordneten Transport.
Nachteile
Der größte Nachteil ist, dass Relingträger fahrzeugspezifisch passen müssen. Ein Modell, das auf einem SUV funktioniert, passt nicht automatisch auf einen Kombi oder Van. Selbst bei gleicher Automarke können Baujahr, Karosserieform und Relingart entscheidend sein. Wer hier ungenau kauft, riskiert Fehlkäufe.
Ein weiterer Nachteil sind Windgeräusche und ein höherer Kraftstoff- oder Stromverbrauch. Jeder Aufbau auf dem Dach verändert die Aerodynamik. Besonders einfache Stahl-Vierkantträger oder falsch montierte Träger können deutlich hörbar sein. Aerodynamische Aluminiumträger sind leiser, aber meist teurer. Mit Dachbox steigt der Verbrauch noch stärker.
Auch die Fahrzeughöhe verändert sich. Mit Relingträger und Dachbox kann das Auto deutlich höher werden. Das ist wichtig bei Garagen, Parkhäusern, Tiefgaragen, Waschanlagen und Fähren. Wer die neue Höhe vergisst, kann teure Schäden verursachen. Deshalb sollte man die Gesamthöhe nach der Montage kennen.
Außerdem ist die Dachlast begrenzt. Ein Relingträger macht das Dach nicht unbegrenzt belastbar. Die zulässige Dachlast des Fahrzeugs darf nicht überschritten werden. Auch dynamische Kräfte beim Bremsen, Ausweichen oder in Kurven müssen berücksichtigt werden. Schwere Gegenstände gehören daher eher in den Kofferraum als in eine Dachbox.
Relingträger Bestseller Platz 2 – 4
Unterschiedliche Arten von Relingträgern
Relingträger für offene Dachreling
Relingträger für offene Dachreling sind für Fahrzeuge gedacht, bei denen zwischen Dach und Reling ein sichtbarer Zwischenraum vorhanden ist. Man kann also unter der Reling hindurchgreifen. Diese klassische Relingform findet man häufig bei älteren Kombis, SUVs, Vans und Familienfahrzeugen. Die Träger werden meist mit Klemmfüßen an der Reling befestigt und quer über das Fahrzeugdach gespannt.
Der Vorteil dieser Bauart liegt in der vergleichsweise einfachen Erkennung und Montage. Viele Träger sind für offene Reling universeller einsetzbar, solange Breite, Relingform und Fahrzeugfreigabe passen. Dennoch sollte man nicht blind kaufen. Auch offene Dachrelingen können unterschiedliche Durchmesser, Formen und Abstände haben. Ein sicherer Halt ist nur gegeben, wenn die Klemmbacken sauber anliegen und der Träger korrekt angezogen wird.
Diese Art eignet sich gut für Nutzer, die eine Dachbox, Skiträger oder Fahrradträger montieren möchten und ein Fahrzeug mit klassischer Reling besitzen. Besonders preiswerte Relingträger sind häufig für offene Reling ausgelegt. Wer jedoch Wert auf niedrige Geräuschentwicklung legt, sollte eher ein aerodynamisches Aluminiumprofil wählen als einen einfachen Vierkant-Stahlträger.
Relingträger für integrierte oder geschlossene Dachreling
Bei einer integrierten oder geschlossenen Dachreling liegt die Reling flach auf dem Dach auf. Es gibt keinen freien Zwischenraum darunter. Diese Bauweise sieht oft moderner und eleganter aus, stellt aber höhere Anforderungen an den passenden Träger. Der Relingträger muss genau zur Form der Reling passen, damit er sicher greifen kann und keine Schäden verursacht.
Für integrierte Relingsysteme werden häufig fahrzeugspezifische oder besonders anpassbare Relingträger verwendet. Die Klemmbacken sind gummiert oder speziell geformt, damit sie die Reling sicher umgreifen. Hier ist die Kompatibilitätsprüfung besonders wichtig. Ein Träger für offene Reling ist meistens nicht geeignet.
Der Vorteil integrierter Relingträger liegt darin, dass sie oft sehr sauber und flach auf dem Fahrzeug sitzen. Hochwertige Systeme können optisch unauffällig wirken und weniger Windgeräusche erzeugen. Der Nachteil ist der meist höhere Preis und die geringere Universalität. Wer das Fahrzeug wechselt, kann den Träger oft nicht ohne Weiteres weiterverwenden.
Aluminium-Relingträger
Aluminium-Relingträger sind besonders beliebt, weil sie leichter, optisch hochwertiger und oft aerodynamischer sind als einfache Stahlträger. Viele Aluminiumprofile besitzen eine ovale oder flügelähnliche Form, wodurch Windgeräusche reduziert werden können. Außerdem verfügen sie häufig über eine T-Nut, in die Zubehör wie Fahrradträger oder Dachboxadapter eingeschoben werden kann.
Der große Vorteil liegt im Komfort. Aluminiumträger sind meistens leiser, leichter zu handhaben und besser verarbeitet. Für längere Fahrten, häufige Nutzung oder hochwertige Fahrzeuge sind sie oft die bessere Wahl. Besonders bei Autobahnfahrten macht sich eine bessere Aerodynamik bemerkbar.
Der Nachteil ist der Preis. Aluminium-Relingträger kosten meist mehr als einfache Stahlträger. Wer den Träger nur einmal im Jahr für eine kurze Fahrt nutzt, muss abwägen, ob sich der Aufpreis lohnt. Wer häufig reist oder den Träger dauerhaft montiert lässt, profitiert eher von der besseren Qualität.
Stahl-Relingträger
Stahl-Relingträger sind robuste und oft günstigere Basisträger. Sie bestehen häufig aus Vierkantprofilen und erfüllen den Zweck, Zubehör sicher auf dem Dach zu tragen. Für gelegentliche Nutzung, kurze Strecken oder preisbewusste Käufer können sie ausreichend sein.
Der Nachteil liegt vor allem bei Geräuschentwicklung, Gewicht und Komfort. Vierkant-Stahlprofile erzeugen meist mehr Windgeräusche als aerodynamische Aluminiumträger. Außerdem sind sie optisch einfacher und besitzen nicht immer komfortable T-Nut-Systeme. Zubehör muss dann über Klemmen oder U-Bügel befestigt werden.
Wer nur gelegentlich eine Dachbox montiert und nicht viel Geld ausgeben möchte, kann mit einem Stahl-Relingträger gut zurechtkommen. Für Vielfahrer, lange Autobahnstrecken oder häufige Montage ist Aluminium meist angenehmer.
Abschließbare Relingträger
Abschließbare Relingträger besitzen Schlösser, mit denen der Träger gegen schnelles Abnehmen gesichert wird. Das ist besonders sinnvoll, wenn der Träger länger am Fahrzeug bleibt oder teures Zubehör montiert wird. Ein Schloss verhindert zwar keinen professionellen Diebstahl mit Werkzeug, erhöht aber die Sicherheit gegen Gelegenheitsdiebstahl.
Für Urlaubsfahrten, Parkplätze an Hotels, Skigebiete oder öffentliche Stellplätze sind abschließbare Systeme empfehlenswert. Besonders praktisch sind Gleichschließsysteme, bei denen mehrere Komponenten mit demselben Schlüssel bedient werden können. Das reduziert Schlüsselchaos und erleichtert die Bedienung.
Alternativen zum Relingträger
Dachträger für Fixpunkte
Viele Fahrzeuge ohne sichtbare Reling besitzen feste Montagepunkte im Dach. Dafür gibt es spezielle Dachträger, die direkt an diesen Punkten befestigt werden. Diese Systeme sind oft sehr stabil und fahrzeugspezifisch. Sie eignen sich für Fahrzeuge, bei denen keine Reling vorhanden ist, aber eine Dachträgermontage vorgesehen wurde.
Der Vorteil liegt in der festen Verbindung mit dem Fahrzeugdach. Der Nachteil ist, dass solche Träger meist genau zum Modell passen müssen und weniger universell sind. Wer keine Reling hat, sollte zuerst prüfen, ob Fixpunkte vorhanden sind.
Klemmträger für Fahrzeuge ohne Reling
Klemmträger werden häufig am Türrahmen oder an speziellen Kanten befestigt. Sie sind für Fahrzeuge gedacht, die weder offene Reling noch integrierte Reling besitzen. Solche Systeme müssen besonders genau zum Fahrzeug passen, da falsche Montage zu Lackschäden oder Undichtigkeiten führen kann.
Für viele Limousinen oder Kompaktwagen sind Klemmträger die passende Lösung. Sie sind aber nicht so universell wie manche Relingträger und sollten immer nach Fahrzeugzuordnung gekauft werden.
Anhängerkupplungsträger
Für Fahrräder ist ein Träger auf der Anhängerkupplung oft eine sehr gute Alternative zum Dachtransport. Fahrräder müssen nicht aufs Dach gehoben werden, der Luftwiderstand ist geringer und die Montage ist meist komfortabler. Besonders schwere E-Bikes lassen sich auf einem Kupplungsträger deutlich einfacher transportieren als auf einem Dachträger.
Der Nachteil ist, dass eine Anhängerkupplung vorhanden sein muss. Außerdem kann der Zugang zum Kofferraum eingeschränkt sein, auch wenn viele moderne Träger abklappbar sind. Für Dachboxen oder Ski ist diese Lösung nicht geeignet, für Fahrräder aber oft praktischer.
Heckbox oder Heckträger
Eine Heckbox kann eine Alternative zur Dachbox sein. Sie wird meist auf einem Kupplungsträger oder speziellen Heckträgersystem montiert. Der Vorteil liegt im leichteren Beladen und geringeren Einfluss auf die Fahrzeughöhe. Besonders bei hohen SUVs oder Vans kann das angenehmer sein.
Der Nachteil ist die Einschränkung am Heck. Die Sicht nach hinten, der Zugang zum Kofferraum und die Fahrzeuglänge verändern sich. Außerdem benötigt man meist eine Anhängerkupplung oder ein passendes Heckträgersystem.
Relingträger Bestseller Platz 5 – 10
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Beliebte Relingträger im Überblick
| Produktname | Marke | Ungefährer Preis | Kurze Beschreibung |
|---|---|---|---|
| Thule WingBar Evo | Thule | ca. 240 bis 330 Euro | Hochwertiger aerodynamischer Aluminium-Relingträger für viele Fahrzeuge, besonders interessant für Vielfahrer und Nutzer mit hohem Komfortanspruch. |
| Thule Raised Rail Evo | Thule | ca. 230 bis 320 Euro | Trägersystem für Fahrzeuge mit offener Dachreling, stabil, abschließbar und mit vielen Thule-Zubehörlösungen kombinierbar. |
| Atera Signo RTD | Atera | ca. 195 bis 240 Euro | Premium-Relingträger für viele Fahrzeuge mit direkt aufliegender oder integrierter Reling, häufig vormontiert und mit Aero-Profil erhältlich. |
| Atera Signo RT | Atera | ca. 140 bis 210 Euro | Relingträger für klassische offene Dachreling, je nach Ausführung mit Stahl- oder Aluminiumprofil erhältlich. |
| Menabo Sherman | F.lli Menabo | ca. 70 bis 120 Euro | Preisgünstiger Relingträger für Fahrzeuge mit offener Dachreling, geeignet für gelegentliche Nutzung und einfache Transportaufgaben. |
| Menabo Tiger | F.lli Menabo | ca. 80 bis 150 Euro | Universeller Dachträger je nach Variante für verschiedene Relingarten, häufig als günstige Alternative zu Premiumsystemen gewählt. |
| CRUZ Airo R | CRUZ | ca. 120 bis 220 Euro | Aerodynamischer Relingträger für verschiedene Fahrzeuge, oft als solide Mittelklasse-Lösung für Dachboxen und Zubehör genutzt. |
Worauf sollte man beim Kauf eines Relingträgers achten?
Fahrzeugkompatibilität
Die Fahrzeugkompatibilität ist der wichtigste Punkt beim Kauf. Ein Relingträger muss zum Fahrzeugmodell, Baujahr, Karosserietyp und zur Relingart passen. Selbst wenn zwei Autos ähnlich aussehen, können die Relingmaße unterschiedlich sein. Besonders bei Modellwechseln oder Facelifts ändern sich Befestigungspunkte und Dachformen.
Seriöse Hersteller und Händler bieten Fahrzeugfinder an. Dort werden Marke, Modell, Baujahr, Karosserieform und Relingart ausgewählt. Diese Prüfung sollte man immer nutzen. Ein optisch passender Träger reicht nicht aus. Entscheidend ist die offizielle Freigabe.
Offene oder integrierte Reling
Vor dem Kauf muss klar sein, ob das Fahrzeug eine offene oder integrierte Reling besitzt. Bei einer offenen Reling ist ein Zwischenraum unter der Reling sichtbar. Bei einer integrierten Reling liegt die Reling direkt auf dem Dach. Dieser Unterschied entscheidet über das passende Trägersystem.
Falsche Zuordnung ist einer der häufigsten Fehler. Ein Träger für offene Reling kann auf einer integrierten Reling nicht sicher greifen. Umgekehrt sind Träger für integrierte Reling oft nicht für klassische offene Reling gedacht. Im Zweifel sollte man die Bedienungsanleitung oder den Herstellerfinder prüfen.
Maximale Tragkraft und Dachlast
Viele Relingträger bieten Tragkräfte von etwa 75 bis 100 Kilogramm. Entscheidend ist aber nicht nur die Tragkraft des Trägers, sondern auch die zulässige Dachlast des Fahrzeugs. Der niedrigere Wert zählt. Wenn das Auto nur 75 Kilogramm Dachlast erlaubt, bringt ein Träger mit 100 Kilogramm Tragkraft keinen Vorteil.
Die Dachlast umfasst alles zusammen: Relingträger, Dachbox, Fahrradträger und Ladung. Besonders Dachboxen werden häufig überladen. Schwere Gegenstände sollten besser in den Kofferraum. Auf dem Dach sind leichtere, sperrige Dinge besser aufgehoben.
Profilform und Windgeräusche
Relingträger mit aerodynamischem Aluminiumprofil sind meist leiser als einfache Vierkantträger. Wer oft auf Autobahnen fährt oder den Träger länger montiert lässt, sollte diesen Punkt ernst nehmen. Windgeräusche können auf langen Strecken sehr störend sein.
Auch die Montageposition beeinflusst Geräusche. Wenn der Träger zu weit vorne sitzt oder Zubehör schlecht ausgerichtet ist, können Pfeifgeräusche entstehen. Manche Hersteller liefern Gummileisten für T-Nuten mit, die offene Schlitze verschließen und Geräusche reduzieren.
Zubehörkompatibilität
Nicht jedes Zubehör passt auf jeden Träger. Dachboxen, Fahrradträger und Skihalter werden entweder mit U-Bügeln, Schnellspannsystemen oder T-Nut-Adaptern befestigt. Wer bereits Zubehör besitzt, sollte prüfen, ob es mit dem neuen Relingträger kompatibel ist.
Moderne Aluminiumträger mit T-Nut sind besonders flexibel. Viele hochwertige Zubehörteile lassen sich dort sauber einschieben. Bei Stahlträgern mit Vierkantprofil werden häufig Klemmbügel verwendet. Das funktioniert, ist aber nicht immer so komfortabel.
Diebstahlschutz
Abschließbare Relingträger sind sinnvoll, wenn der Träger längere Zeit am Fahrzeug bleibt. Besonders bei hochwertigen Trägern oder teurem Zubehör sollte ein Schloss vorhanden sein. Es verhindert zumindest schnelles Entfernen ohne Schlüssel.
Wer Dachbox und Fahrradträger nutzt, sollte auch dort auf abschließbare Systeme achten. Ein abschließbarer Relingträger allein schützt nicht automatisch das Zubehör oder die Ladung. Sicherheit entsteht erst durch das passende Gesamtsystem.
Montage und sichere Nutzung eines Relingträgers
Die Montage eines Relingträgers sollte immer nach Herstelleranleitung erfolgen. Vor der Montage sollten Dach und Reling sauber sein, damit keine Schmutzpartikel zwischen Klemmflächen und Lack geraten. Sand oder Staub können bei Belastung Kratzer verursachen. Die Trägerfüße müssen gleichmäßig sitzen und mit dem vorgeschriebenen Drehmoment oder der vorgesehenen Spannvorrichtung befestigt werden.
Nach der ersten Montage sollte man nach kurzer Fahrt prüfen, ob alles fest sitzt. Auch auf längeren Reisen ist eine regelmäßige Kontrolle sinnvoll, besonders nach Autobahnfahrten, starkem Regen, schlechter Straße oder Pausen. Ladung und Zubehör dürfen sich nicht lockern.
Beim Fahren mit Relingträger sollte man den veränderten Schwerpunkt beachten. Das Fahrzeug kann empfindlicher auf Seitenwind reagieren, besonders mit Dachbox. Kurven, Ausweichmanöver und Bremswege sollten vorsichtiger gefahren werden. Auch die Höchstgeschwindigkeit des Träger- oder Dachboxherstellers sollte beachtet werden.
Wenn der Relingträger nicht benötigt wird, sollte er abgenommen werden. Das reduziert Windgeräusche, Verbrauch und Verschleiß. Außerdem verringert sich das Risiko von Diebstahl oder Beschädigung. Wer den Träger dauerhaft montiert lässt, sollte regelmäßig Schrauben, Schlösser und Gummiauflagen kontrollieren.
FAQ zu Relingträgern
Passt jeder Relingträger auf jedes Auto mit Dachreling?
Nein, jeder Relingträger passt nicht automatisch auf jedes Auto mit Dachreling. Das ist einer der häufigsten Irrtümer. Entscheidend sind Fahrzeugmodell, Baujahr, Karosserieform, Relingart und Dachbreite. Besonders wichtig ist der Unterschied zwischen offener und integrierter Reling. Ein Träger für offene Reling ist meist nicht für eine geschlossene Reling geeignet. Vor dem Kauf sollte deshalb immer ein Fahrzeugfinder des Herstellers oder Händlers genutzt werden. Nur wenn der Träger ausdrücklich für das Fahrzeug freigegeben ist, sollte er gekauft und montiert werden.
Was ist der Unterschied zwischen Relingträger und Dachträger?
Dachträger ist der Oberbegriff für Trägersysteme auf dem Fahrzeugdach. Ein Relingträger ist eine spezielle Form des Dachträgers, die an einer vorhandenen Dachreling befestigt wird. Fahrzeuge ohne Reling benötigen andere Dachträgersysteme, zum Beispiel Fixpunktträger, Klemmträger oder Regenrinnenträger. Wenn ein Fahrzeug eine Reling besitzt, ist ein Relingträger meist die passende Lösung. Trotzdem muss die Relingart berücksichtigt werden.
Wie viel Gewicht darf ein Relingträger tragen?
Das hängt vom konkreten Trägermodell und vom Fahrzeug ab. Viele Relingträger sind für etwa 75 bis 100 Kilogramm ausgelegt. Entscheidend ist aber immer der niedrigste zulässige Wert aus Fahrzeugdachlast, Trägertragkraft und Zubehörfreigabe. Wenn das Fahrzeug nur 75 Kilogramm Dachlast erlaubt, darf diese Grenze nicht überschritten werden, auch wenn der Träger selbst mehr tragen könnte. Die Dachlast umfasst Träger, Dachbox, Zubehör und Ladung zusammen.
Kann man mit Relingträger in die Waschanlage fahren?
In der Regel sollte man mit montiertem Relingträger nicht in die automatische Waschanlage fahren, besonders nicht mit Dachbox oder anderem Zubehör. Bürsten, Trockner und Führungen können hängen bleiben oder Schäden verursachen. Viele Waschanlagen schließen Fahrzeuge mit Dachaufbauten ausdrücklich aus. Wenn das Auto gewaschen werden soll, ist es sicherer, den Relingträger vorher abzunehmen oder eine geeignete Waschmethode zu wählen.
Verursacht ein Relingträger mehr Verbrauch?
Ja, ein Relingträger kann den Kraftstoffverbrauch oder Stromverbrauch erhöhen, weil er den Luftwiderstand verschlechtert. Der Effekt ist bei leeren, aerodynamischen Aluminiumträgern geringer als bei Vierkantträgern oder einer großen Dachbox. Besonders bei höheren Geschwindigkeiten auf der Autobahn steigt der Verbrauch spürbar. Wer den Träger nicht benötigt, sollte ihn abnehmen. Das spart Energie und reduziert Windgeräusche.
Was ist besser: Aluminium- oder Stahl-Relingträger?
Aluminium-Relingträger sind meist leichter, leiser und komfortabler. Sie sehen hochwertiger aus und besitzen oft T-Nut-Systeme für Zubehör. Stahl-Relingträger sind häufig günstiger und robust, verursachen aber eher Windgeräusche und sind meist einfacher ausgestattet. Für gelegentliche Nutzung kann Stahl ausreichen. Für häufige Reisen, lange Strecken oder hochwertige Zubehörsysteme ist Aluminium meistens die bessere Wahl.
Darf ich eine Dachbox auf jedem Relingträger montieren?
Nein, die Dachbox muss zum Relingträger passen. Wichtig sind Profilbreite, Abstand der Querträger, Befestigungssystem der Dachbox und zulässige Traglast. Viele Dachboxen können mit U-Bügeln oder Schnellspannsystemen auf unterschiedlichen Trägern montiert werden, aber nicht immer. Vor dem Kauf sollte geprüft werden, ob Dachbox und Relingträger kompatibel sind. Außerdem muss die Dachlast des Fahrzeugs eingehalten werden.
Wie schnell darf man mit Relingträger und Dachbox fahren?
Die zulässige oder empfohlene Geschwindigkeit hängt von Herstellerangaben des Relingträgers und der Dachbox ab. Viele Hersteller empfehlen mit Dachbox eine gemäßigte Geschwindigkeit. Unabhängig von der konkreten Angabe sollte man mit Dachaufbau defensiver fahren, weil Seitenwind, Bremsverhalten und Schwerpunkt verändert sind. Hohe Geschwindigkeiten erhöhen außerdem Windgeräusche und Verbrauch deutlich.
Relingträger Test bei Stiftung Warentest & Co
| Stiftung Warentest | Relingträger Test bei test.de |
| Öko-Test | Relingträger Test bei Öko-Test |
| Konsument.at | Relingträger bei konsument.at |
| gutefrage.net | Relingträger bei Gutefrage.de |
| Youtube.com | Relingträger bei Youtube.com |
Relingträger Testsieger
Stiftung Warentest ist bekannt dafür, eine Vielzahl an Produkte einem genauen Test zu unterziehen. Relingträger wurden bisher noch nicht getestet, so dass wir Ihnen keinen Relingträger Testsieger präsentieren können.
Relingträger Stiftung Warentest
Leider ist uns momentan kein Relingträger Stiftung Warentest Sieger bekannt.
Fazit: Ein Relingträger ist praktisch, muss aber exakt zum Fahrzeug passen
Ein Relingträger ist eine sehr sinnvolle Anschaffung, wenn zusätzlicher Stauraum oder flexible Transportmöglichkeiten auf dem Fahrzeugdach benötigt werden. Besonders für Dachboxen, Skiträger, Fahrradträger, Kajakhalter oder anderes Reisezubehör ist er die zentrale Basis. Für Familien, Camper, Wintersportler und Menschen, die regelmäßig sperrige Ausrüstung transportieren, kann ein guter Relingträger den Alltag deutlich erleichtern.
Die wichtigste Regel lautet: Der Relingträger muss zum Fahrzeug passen. Dabei reicht es nicht, nur zu wissen, dass das Auto eine Dachreling hat. Entscheidend ist, ob es sich um eine offene oder integrierte Reling handelt, welches Baujahr das Fahrzeug hat und welche Freigaben der Hersteller vorgibt. Wer hier sorgfältig prüft, vermeidet Fehlkäufe und Sicherheitsrisiken.
Bei der Auswahl sollte man außerdem auf Tragkraft, Dachlast, Profilform, Zubehörkompatibilität, Diebstahlschutz und Montagekomfort achten. Günstige Stahlträger können für gelegentliche Nutzung ausreichen. Wer häufig reist, lange Autobahnstrecken fährt oder Wert auf leise Fahrt legt, ist mit aerodynamischen Aluminiumträgern meist besser beraten. Hochwertige Systeme kosten mehr, bieten aber oft bessere Verarbeitung, geringere Windgeräusche und einfachere Handhabung.
Ein Relingträger sollte immer korrekt montiert, regelmäßig kontrolliert und bei Nichtgebrauch abgenommen werden. Mit Dachaufbauten verändert sich das Fahrverhalten, die Fahrzeughöhe steigt und der Verbrauch nimmt zu. Wer diese Punkte berücksichtigt, bekommt mit einem passenden Relingträger eine sichere und vielseitige Transportlösung, die das Fahrzeug deutlich praktischer macht.
Zuletzt Aktualisiert am 10.06.2026
Letzte Aktualisierung am 11.08.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API
