Die Nachtkerze ist eine auffällige und zugleich unkomplizierte Pflanze, die mit ihren leuchtend gelben Blüten besonders in den Abendstunden Aufmerksamkeit erregt und sowohl für naturnahe Gärten als auch für Wildblumenflächen, Staudenbeete und größere Pflanzgefäße interessant sein kann. Ihren Namen verdankt sie der besonderen Eigenschaft vieler Arten, ihre Blüten erst gegen Abend zu öffnen. Dadurch wird die Pflanze nicht nur zu einem dekorativen Blickfang, sondern bietet auch verschiedenen nachtaktiven Insekten eine wertvolle Nahrungsquelle. Besonders bekannt ist die Gemeine Nachtkerze, botanisch Oenothera biennis, die ursprünglich aus Nordamerika stammt und sich inzwischen in vielen Teilen Europas verbreitet hat. Neben ihrer Verwendung als Gartenpflanze ist die Nachtkerze auch wegen ihrer Samen bekannt, aus denen Nachtkerzenöl gewonnen wird. Entsprechend groß ist die Auswahl an Produkten: Neben Samen und Jungpflanzen werden beispielsweise getrocknete Pflanzenteile, Nachtkerzenöl und unterschiedliche Gartenmischungen angeboten. Wer Nachtkerzen für den eigenen Garten kaufen oder selbst aus Samen ziehen möchte, sollte deshalb zunächst klären, welche Art gewünscht ist, wie viel Platz zur Verfügung steht und ob die Pflanze eher als dekorative Staude, Bestandteil einer Wildblumenfläche oder gezielt als insektenfreundliche Gartenpflanze eingesetzt werden soll. Auch Standort, Boden, Wuchshöhe und mögliche Selbstaussaat spielen eine wichtige Rolle. Mit den richtigen Voraussetzungen ist die Nachtkerze ausgesprochen pflegeleicht und kann über lange Zeit einen natürlichen, farbenfrohen und ökologisch interessanten Akzent im Garten setzen.
- zweijährige krautige Pflanze
- blütenreicher, traubig verzweigter und drüsig behaarter Blütenstand
- in der Naturheilkunde hat heute vor allem das Nachtkerzenöl eine Bedeutung
- eine Anzuchtanleitung wird mitgeliefert
Was ist eine Nachtkerze?
Die Nachtkerze gehört zur Gattung Oenothera innerhalb der Familie der Nachtkerzengewächse. Es gibt zahlreiche Arten und Sorten, die sich hinsichtlich Wuchshöhe, Blütenfarbe, Lebensdauer und Standortansprüchen unterscheiden. Besonders bekannt ist die Gemeine Nachtkerze, Oenothera biennis. Sie wächst meist zweijährig und kann abhängig von Standort und Bedingungen eine beachtliche Höhe erreichen.
Im ersten Jahr entwickelt die Gemeine Nachtkerze überwiegend eine bodennahe Blattrosette. Im zweiten Jahr wächst ein kräftiger Blütenstängel empor, an dem sich zahlreiche gelbe Blüten bilden. Besonders charakteristisch ist das Öffnen der Blüten in den Abendstunden. Unter günstigen Bedingungen kann man teilweise beobachten, wie sich die Blüten innerhalb relativ kurzer Zeit entfalten.
Die gelben Blüten verströmen einen Duft und werden unter anderem von Nachtfaltern besucht. Dadurch ist die Nachtkerze für naturnahe Gärten interessant. Gleichzeitig können auch andere Insekten die Blüten nutzen, insbesondere wenn sie am Morgen noch geöffnet sind.
Nach der Blüte entstehen längliche Samenkapseln mit zahlreichen kleinen Samen. Diese können sich selbstständig im Garten verteilen. Wer die Nachtkerze an einem geeigneten Standort wachsen lässt, muss sie deshalb häufig nicht jedes Jahr neu aussäen. Gleichzeitig sollte die Selbstaussaat im Auge behalten werden, wenn die Pflanze nur in einem bestimmten Bereich wachsen soll.
Neben der dekorativen Verwendung ist die Nachtkerze für ihre ölhaltigen Samen bekannt. Aus ihnen wird Nachtkerzenöl gewonnen, das unter anderem in Kosmetikprodukten und als Lebensmittel beziehungsweise Nahrungsergänzung angeboten wird. Der Gartenanbau und die Verwendung entsprechender Fertigprodukte sind allerdings zwei unterschiedliche Themen. Wer Nachtkerzenöl zu gesundheitlichen Zwecken verwenden möchte, sollte sich nicht allein auf traditionelle Anwendungsgebiete verlassen, sondern die jeweiligen Produktangaben sowie gegebenenfalls fachlichen Rat berücksichtigen.
Vorteile und Nachteile der Nachtkerze
Vorteile
Ein wichtiger Vorteil ist die vergleichsweise unkomplizierte Kultur. Viele Nachtkerzen kommen mit eher trockenen und nährstoffarmen Böden gut zurecht und benötigen nach erfolgreichem Anwachsen nur wenig Pflege. Dadurch eignen sie sich auch für Gartenbereiche, die nicht täglich bewässert werden sollen.
Die Blüten sind außerdem optisch besonders interessant. Ihr Öffnen am Abend unterscheidet die Nachtkerze von vielen klassischen Gartenpflanzen und macht sie zu einer schönen Ergänzung in Bereichen, die insbesondere am späten Nachmittag und Abend genutzt werden.
Auch aus ökologischer Sicht kann die Pflanze interessant sein. Nachtaktive Insekten finden an den geöffneten Blüten Nahrung. In einem naturnah gestalteten Garten lässt sich die Nachtkerze deshalb gut mit anderen heimischen beziehungsweise insektenfreundlichen Pflanzen kombinieren.
Ein weiterer Vorteil besteht in der einfachen Vermehrung über Samen. Einmal etabliert, säen sich zahlreiche Nachtkerzen selbst aus und können dadurch über mehrere Jahre im Garten auftauchen.
Nachteile
Die ausgeprägte Selbstaussaat kann gleichzeitig ein Nachteil sein. Wer einen sehr streng gestalteten Garten bevorzugt, muss möglicherweise regelmäßig junge Pflanzen entfernen oder verblühte Samenstände rechtzeitig abschneiden.
Je nach Art können Nachtkerzen außerdem relativ hoch werden. Große Exemplare benötigen ausreichend Platz und können bei starkem Wind umknicken. Für kleine Pflanzgefäße oder den vorderen Bereich eines Beetes sind kompaktere Arten beziehungsweise Sorten häufig besser geeignet.
Auch sollte nicht davon ausgegangen werden, dass jede als Nachtkerze angebotene Art identische Eigenschaften besitzt. Wuchshöhe, Winterhärte und Lebensdauer können sich deutlich unterscheiden. Deshalb lohnt sich ein Blick auf die botanische Bezeichnung.
Nachtkerzen Bestseller Platz 2 – 4
Welche Arten von Nachtkerzen gibt es?
Gemeine Nachtkerze – Oenothera biennis
Die Gemeine Nachtkerze ist die bekannteste Vertreterin der Gattung. Sie wächst meist zweijährig. Im ersten Jahr bildet sie eine Blattrosette, während im zweiten Jahr der eigentliche Blütenstängel entsteht. Die Pflanze kann unter guten Bedingungen deutlich über einen Meter hoch werden und entwickelt zahlreiche gelbe Blüten.
Sie eignet sich besonders für naturnahe Gärten, Wildblumenflächen, trockene Gartenbereiche und größere Staudenbeete. Durch ihre stattliche Höhe sollte sie eher im hinteren Bereich eines Beetes stehen. Ein sonniger Standort ist ideal. Der Boden sollte gut durchlässig sein und keine dauerhafte Staunässe aufweisen.
Die Gemeine Nachtkerze kann sich stark selbst aussäen. Wer dies ausdrücklich wünscht, kann die Samenstände nach der Blüte stehen lassen. Soll die Ausbreitung begrenzt werden, werden verwelkte Blütenstände beziehungsweise Samenkapseln rechtzeitig entfernt.
Polster-Nachtkerze
Unter der Bezeichnung Polster-Nachtkerze werden niedrig wachsende Arten beziehungsweise Sorten angeboten, die sich deutlich von der hohen Gemeinen Nachtkerze unterscheiden. Sie bleiben kompakter und eignen sich deshalb gut für Beetränder, Steingärten oder Pflanzgefäße.
Die niedrigere Wuchsform ist besonders für kleinere Gärten interessant. Gleichzeitig entsteht durch zahlreiche Blüten ein dichter und farbintensiver Eindruck. Ein sonniger und gut durchlässiger Standort ist normalerweise auch für diese Varianten sinnvoll.
Bei der Auswahl sollte genau auf die jeweilige botanische Art und die vom Anbieter angegebene Endhöhe geachtet werden. Die Bezeichnung Nachtkerze allein ist für die Planung eines Beetes zu ungenau.
Rosa Nachtkerze
Nicht alle Nachtkerzen blühen gelb. Es gibt Arten und Sorten mit rosafarbenen bis kräftig pinken Blüten. Diese Pflanzen werden häufig stärker als Zierpflanzen eingesetzt und können besonders gut mit weißen, blauen oder violetten Stauden kombiniert werden.
Rosa Nachtkerzen bleiben je nach Art deutlich niedriger als Oenothera biennis. Dadurch eignen sie sich auch für kleinere Beete. Bei der Pflanzung sollte darauf geachtet werden, wie stark sich die jeweilige Art durch Ausläufer oder Samen ausbreitet.
Missouri-Nachtkerze
Die Missouri-Nachtkerze wird für ihre großen gelben Blüten geschätzt. Sie wächst deutlich niedriger als die Gemeine Nachtkerze und eignet sich gut für Steingärten, sonnige Beetränder und trockene Standorte.
Ihre großen Blüten können im Verhältnis zur kompakten Pflanze besonders auffällig wirken. Sie bevorzugt einen sonnigen Standort und durchlässigen Boden. Staunässe ist insbesondere im Winter ungünstig.
Aufgrund ihrer niedrigeren Wuchsform ist die Missouri-Nachtkerze eine interessante Alternative für Menschen, denen eine Gemeine Nachtkerze zu groß oder zu wild wachsend erscheint.
Nachtkerzensamen
Wer Nachtkerzen selbst ziehen möchte, kann Saatgut kaufen. Samen sind besonders günstig und ermöglichen die Bepflanzung größerer Flächen. Allerdings benötigt die Anzucht mehr Geduld als das Setzen bereits vorgezogener Pflanzen.
Bei Saatgut sollte die genaue Art auf der Verpackung angegeben sein. Außerdem sind Hinweise zur Aussaatzeit, Keimdauer und zum benötigten Standort hilfreich. Saatgut sollte trocken gelagert und möglichst innerhalb des empfohlenen Zeitraums verwendet werden.
Nachtkerzen als Jungpflanze
Vorgezogene Pflanzen bieten den Vorteil, dass bereits ein kräftiger Entwicklungsstand vorhanden ist. Sie können direkt in ein vorbereitetes Beet gesetzt werden und lassen sich hinsichtlich Standort und Abstand besser planen als eine breit gestreute Aussaat.
Jungpflanzen sind allerdings deutlich teurer als Samen und müssen während der ersten Zeit nach dem Pflanzen regelmäßig kontrolliert und bei Trockenheit gegossen werden. Besonders bei Versandpflanzen sollte nach Erhalt geprüft werden, ob der Wurzelballen ausreichend feucht und die Pflanze unbeschädigt ist.
Nachtkerzenöl
Nachtkerzenöl wird aus den Samen der Pflanze gewonnen und unterscheidet sich grundsätzlich von Saatgut für den Garten. Es wird beispielsweise als Speiseöl, Hautpflegeprodukt oder Bestandteil von Kosmetik angeboten. Auch Kapseln mit Nachtkerzenöl sind erhältlich.
Bei entsprechenden Produkten sind Herkunft, Herstellungsverfahren, Zusammensetzung und vorgesehene Verwendung wichtig. Ein für die Hautpflege verkauftes kosmetisches Öl ist beispielsweise nicht automatisch zum Verzehr bestimmt. Umgekehrt sollten Lebensmittel nur entsprechend ihrer Deklaration verwendet werden.
Gesundheitsbezogene Wirkversprechen sollten kritisch betrachtet werden. Wer Nachtkerzenöl aufgrund einer Erkrankung, Schwangerschaft, regelmäßiger Medikamenteneinnahme oder anderer medizinischer Fragestellungen nutzen möchte, sollte die Anwendung mit medizinischem Fachpersonal abstimmen.
Welche Alternativen gibt es zur Nachtkerze?
Königskerze
Die Königskerze eignet sich ebenfalls hervorragend für sonnige, naturnahe Gartenbereiche. Sie bildet hohe Blütenstände und kann damit ähnlich wie eine große Nachtkerze einen auffälligen vertikalen Akzent setzen. Ihre Blüten werden von verschiedenen Insekten besucht.
Wilde Malve
Die Wilde Malve ist eine attraktive Alternative für naturnah gestaltete Beete. Ihre violetten bis rosafarbenen Blüten sorgen über einen längeren Zeitraum für Farbe. Sie eignet sich gut in Kombination mit anderen Wildstauden.
Natternkopf
Der Natternkopf ist besonders für trockene und sonnige Flächen interessant. Seine intensiv blau-violetten Blüten unterscheiden sich farblich deutlich von den klassischen gelben Nachtkerzen und werden von vielen Insekten besucht.
Duft-Nachtviole
Wer vor allem eine Pflanze für den Abendgarten sucht, kann auch die Nachtviole in Betracht ziehen. Sie ist für ihren Duft bekannt, der besonders abends wahrgenommen werden kann. Dadurch ergänzt sie Sitzplätze und Bereiche, die hauptsächlich in den Abendstunden genutzt werden.
Lavendel
Lavendel eignet sich für sonnige, trockene Standorte und benötigt ebenfalls vergleichsweise wenig Pflege. Er bleibt kompakter als die Gemeine Nachtkerze und lässt sich sehr gut entlang von Wegen oder an Terrassen pflanzen.
Nachtkerzen Bestseller Platz 5 – 10
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- Nutzung / Verwendung 🐝🍯🦋 : Nutzpflanze, Heilpflanze, Arzneipflanze
- Aussaatzeit 🫳🏻🫘⏰🌱 : April - August
- Aussaattiefe 🫳🏻🫘↓🌱 : 1,0 cm - 2,0 cm
- Standort ☀️⛅️ : sonnig
- 💧 Wasserbedarf: Der Wasserbedarf ist gering, allerdings längere Trockenperioden im Sommer...
- 💐 Standort: Die Nachtkerze braucht einen sonnigen Platz und liebt lockere Böden mit etwas Sand
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Beliebte Nachtkerzen-Produkte im Vergleich
| Name | Marke | Ungefährer Preis | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| Nachtkerze Saatgut | Samen Maier | ca. 2–5 Euro | Saatgut für die Anzucht von Nachtkerzen im Garten, geeignet für sonnige und naturnahe Bereiche. |
| Gemeine Nachtkerze Samen | Kiepenkerl | ca. 2–5 Euro | Saatgut für die klassische gelb blühende Nachtkerze zur Aussaat in Beeten und naturnahen Flächen. |
| Nachtkerze Oenothera | Sperli | ca. 2–6 Euro | Saatgut beziehungsweise sortenabhängiges Angebot für die Kultur dekorativer Nachtkerzen im Garten. |
| Nachtkerzenöl Bio | Naissance | ca. 10–20 Euro | Pflanzenöl zur kosmetischen Verwendung, beispielsweise als Bestandteil individueller Hautpflege. |
| Nachtkerzenöl | Primavera | ca. 10–20 Euro | Pflegeöl auf Basis von Nachtkerzensamen für kosmetische Anwendungen und Hautpflege. |
Worauf sollte man beim Kauf einer Nachtkerze achten?
Art und botanische Bezeichnung
Das wichtigste Kaufkriterium ist die genaue Art. Unter dem Oberbegriff Nachtkerze werden sehr unterschiedliche Pflanzen angeboten. Eine Gemeine Nachtkerze kann deutlich über einen Meter hoch werden, während andere Arten niedrig und polsterartig wachsen.
Die botanische Bezeichnung ermöglicht eine wesentlich zuverlässigere Einschätzung. Wer beispielsweise gezielt Oenothera biennis sucht, sollte darauf achten, dass diese Bezeichnung auf der Saatgutpackung beziehungsweise am Pflanzetikett steht.
Wuchshöhe
Vor allem in kleinen Gärten ist die spätere Wuchshöhe wichtig. Hohe Nachtkerzen können kleinere Pflanzen verdecken und sollten deshalb weiter hinten im Beet stehen. Niedrige Arten lassen sich dagegen hervorragend an Beeträndern oder in Steingärten verwenden.
Standort
Die meisten Nachtkerzen bevorzugen einen sonnigen Standort. Je mehr Licht zur Verfügung steht, desto besser können sich viele Arten entwickeln. Stark beschattete Plätze sind dagegen häufig weniger geeignet.
Vor dem Kauf sollte deshalb geprüft werden, ob der geplante Pflanzplatz über mehrere Stunden direktes Sonnenlicht erhält.
Boden
Nachtkerzen gelten vielfach als genügsam. Besonders gut eignen sich lockere und gut durchlässige Böden. Dauerhafte Staunässe sollte vermieden werden. Sehr schwere Lehmböden können gegebenenfalls durch geeignete Maßnahmen durchlässiger gestaltet werden.
Eine extrem nährstoffreiche Erde ist nicht zwingend erforderlich. Gerade die Gemeine Nachtkerze kommt auch mit eher mageren Standorten zurecht.
Saatgutqualität
Bei Saatgut sind eine eindeutige Sortenbezeichnung, ein seriöser Anbieter und eine unbeschädigte Verpackung wichtig. Außerdem sollte auf das angegebene Mindesthaltbarkeits- beziehungsweise Verwendungsdatum geachtet werden.
Sehr altes oder falsch gelagertes Saatgut kann eine schlechtere Keimfähigkeit besitzen. Samen sollten bis zur Aussaat trocken und entsprechend den Angaben des Herstellers gelagert werden.
Selbstaussaat
Wer einen naturbelassenen Garten bevorzugt, kann die Selbstaussaat bewusst nutzen. Die Samenstände bleiben dabei bis zur Reife an den Pflanzen. Dadurch können im folgenden Jahr an verschiedenen Stellen neue Nachtkerzen erscheinen.
Wer dagegen ein sehr ordentliches Beet bevorzugt, sollte Sorten mit weniger starker Ausbreitung wählen oder die Samenkapseln vor vollständiger Reife entfernen.
Verwendungszweck
Es sollte außerdem klar sein, ob eine lebende Pflanze, Saatgut oder Nachtkerzenöl gesucht wird. Diese Produkte haben trotz des gemeinsamen Namens völlig unterschiedliche Einsatzbereiche.
Wer Nachtkerzen als Gartenpflanze möchte, sollte Samen oder Jungpflanzen kaufen. Für kosmetische Anwendungen kommen dagegen entsprechend gekennzeichnete Öle infrage.
Wie wird eine Nachtkerze ausgesät?
Die Aussaat ist eine günstige Möglichkeit, mehrere Nachtkerzen zu kultivieren. Die genaue Aussaatzeit hängt von Art und Anbieter ab. Deshalb sollten die Angaben auf der Saatgutpackung beachtet werden.
Vor der Aussaat wird der Boden gelockert und von stark konkurrierendem Unkraut befreit. Die Samen können anschließend entsprechend der empfohlenen Saattiefe ausgebracht werden. Sehr kleine Samen dürfen nicht unnötig tief in die Erde gelangen.
Während der Keimphase sollte der Boden gleichmäßig leicht feucht bleiben, ohne dauerhaft nass zu sein. Sobald die Jungpflanzen kräftiger geworden sind, vertragen viele Nachtkerzen auch trockenere Bedingungen.
Bei zu dichtem Auflaufen sollten die Pflanzen vereinzelt werden. Dadurch erhält jede Nachtkerze ausreichend Licht, Wasser und Platz für die Entwicklung.
Der richtige Standort für Nachtkerzen
Ein sonniger Standort ist für viele Nachtkerzen ideal. Besonders gut passen sie in trockene Staudenbeete, Naturgärten, Wildblumenbereiche und sonnige Grundstücksränder.
Auch in Kiesgärten beziehungsweise entsprechend naturnah und wasserdurchlässig gestalteten Flächen können geeignete Arten wachsen. Entscheidend ist ein Boden, in dem überschüssiges Wasser ablaufen kann.
Bei hohen Sorten sollte außerdem der Wind berücksichtigt werden. Ein kräftiger Blütenstängel kann bei starken Böen belastet werden. An sehr windigen Standorten kann eine Stütze sinnvoll sein.
Nachtkerze richtig pflegen
Nachtkerzen benötigen nach erfolgreichem Anwachsen normalerweise wenig Pflege. Junge Pflanzen sollten während längerer Trockenperioden gegossen werden. Etablierte Exemplare kommen je nach Art und Boden häufig auch mit zeitweise trockenen Bedingungen zurecht.
Eine starke Düngung ist meistens nicht erforderlich. Zu viele Nährstoffe können bei manchen Pflanzen sogar zu einem sehr weichen und instabilen Wachstum führen.
Nach der Blüte können die Samenstände entweder stehen bleiben oder entfernt werden. Sollen sich die Nachtkerzen selbst vermehren, lässt man zumindest einen Teil der Kapseln ausreifen.
Soll eine unkontrollierte Ausbreitung verhindert werden, werden die Samenstände rechtzeitig abgeschnitten. Abgestorbene Pflanzenteile können später entfernt werden.
FAQ – häufige Fragen zur Nachtkerze
Ist die Nachtkerze mehrjährig?
Das hängt von der jeweiligen Art ab. Die bekannte Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis ist typischerweise zweijährig. Sie bildet im ersten Jahr eine Blattrosette und blüht überwiegend im zweiten Jahr. Andere Arten beziehungsweise Sorten können mehrjährig sein. Deshalb sollte vor dem Kauf auf die botanische Bezeichnung und die Angaben des Anbieters geachtet werden.
Wann blüht die Nachtkerze?
Die genaue Blütezeit hängt von Art, Standort und Witterung ab. Viele Nachtkerzen blühen während der Sommermonate. Besonders charakteristisch ist das Öffnen der Blüten in den Abendstunden. Einige Blüten bleiben bis zum folgenden Morgen geöffnet und schließen sich anschließend wieder.
Warum heißt die Nachtkerze Nachtkerze?
Der Name bezieht sich auf die abendliche beziehungsweise nächtliche Blütenöffnung vieler Arten. Besonders bei der Gemeinen Nachtkerze können sich die gelben Blüten am Abend innerhalb relativ kurzer Zeit öffnen. Dadurch wirkt die Pflanze während der Dämmerung besonders auffällig.
Ist die Nachtkerze für Insekten interessant?
Ja. Ihre abends geöffneten Blüten können insbesondere für nachtaktive Insekten interessant sein. Dazu gehören verschiedene Nachtfalter. Auch morgens können noch geöffnete Blüten von anderen Insekten besucht werden. Die Nachtkerze ist deshalb eine interessante Ergänzung in einem naturnahen Garten, sollte dort aber idealerweise mit zahlreichen weiteren Blühpflanzen kombiniert werden.
Wo wächst die Nachtkerze am besten?
Viele Arten bevorzugen sonnige und gut durchlässige Standorte. Die Gemeine Nachtkerze findet man häufig auf trockeneren Ruderalflächen, Böschungen oder ähnlichen Standorten. Im Garten eignet sie sich für sonnige Beete und naturnahe Bereiche. Dauerhafte Staunässe sollte vermieden werden.
Kann man Nachtkerzen im Topf halten?
Grundsätzlich ja, wobei sich kompakte Arten besser für Pflanzgefäße eignen als sehr hoch wachsende Nachtkerzen. Das Gefäß sollte ausreichend groß sein und unbedingt über einen guten Wasserablauf verfügen. Hohe Exemplare können in kleinen Töpfen instabil werden und benötigen deutlich mehr Wurzelraum.
Vermehrt sich die Nachtkerze selbst?
Viele Nachtkerzen bilden nach der Blüte zahlreiche Samen und können sich dadurch sehr erfolgreich selbst aussäen. Besonders in lockeren, offenen Böden erscheinen anschließend häufig neue Jungpflanzen. Wer dies nicht möchte, sollte die Samenstände vor der vollständigen Reife entfernen.
Muss eine Nachtkerze gedüngt werden?
Eine intensive Düngung ist bei vielen Arten nicht notwendig. Nachtkerzen kommen häufig mit eher nährstoffarmen Böden zurecht. In sehr armen Kübelsubstraten kann eine zurückhaltende Versorgung sinnvoll sein. Zu starke Düngung sollte jedoch vermieden werden.
Kann man Nachtkerzenöl selbst herstellen?
Theoretisch enthalten die Samen der Nachtkerze Öl, die professionelle Gewinnung ist allerdings mit entsprechendem Aufwand verbunden. Für die normale Verwendung ist fertig gewonnenes Nachtkerzenöl wesentlich praktischer. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, ob das Produkt als Lebensmittel oder Kosmetik vorgesehen ist und wie es laut Hersteller verwendet werden soll.
Wofür wird Nachtkerzenöl verwendet?
Nachtkerzenöl wird unter anderem in kosmetischen Pflegeprodukten sowie in Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln angeboten. Die zulässige beziehungsweise vorgesehene Verwendung hängt vom jeweiligen Produkt ab. Medizinische Wirkungen sollten nicht allein aus traditionellen Anwendungen abgeleitet werden. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder gleichzeitiger Medikamenteneinnahme ist fachlicher Rat sinnvoll.
Nachtkerze Test bei Stiftung Warentest & Co
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Nachtkerze Testsieger
Stiftung Warentest ist bekannt dafür, eine Vielzahl an Produkte einem genauen Test zu unterziehen. Nachtkerzen wurden bisher noch nicht getestet, so dass wir Ihnen keinen Nachtkerze Testsieger präsentieren können.
Nachtkerze Stiftung Warentest
Leider ist uns momentan kein Nachtkerze Stiftung Warentest Sieger bekannt.
Fazit zur Nachtkerze
Die Nachtkerze ist eine vielseitige Pflanze, die sowohl wegen ihrer auffälligen Blüten als auch aufgrund ihres Nutzens für einen naturnah gestalteten Garten interessant ist. Besonders charakteristisch ist die Blütenöffnung am Abend. Dadurch bietet die Pflanze nicht nur einen ungewöhnlichen Anblick, sondern kann gleichzeitig nachtaktiven Insekten als Nahrungsquelle dienen.
Wer eine Nachtkerze für den Garten kaufen möchte, sollte unbedingt auf die genaue Art achten. Die Gemeine Nachtkerze kann relativ hoch werden und eignet sich hervorragend für größere Naturgärten und Wildblumenbereiche. Niedrigere Arten wie bestimmte Polster- oder Missouri-Nachtkerzen sind dagegen für kleinere Beete, Steingärten und Pflanzgefäße besser geeignet.
Der Pflegeaufwand ist bei einem passenden Standort vergleichsweise gering. Viel Sonne, ein gut durchlässiger Boden und eine zurückhaltende Wasserversorgung sind für viele Arten gute Voraussetzungen. Besonders die Gemeine Nachtkerze kann sich zudem zuverlässig selbst aussäen. Wer dies verhindern möchte, sollte die Samenstände rechtzeitig entfernen.
Neben Pflanzen und Saatgut werden zahlreiche Produkte aus Nachtkerzensamen angeboten. Dazu gehört insbesondere Nachtkerzenöl, das sowohl in Kosmetik als auch in entsprechend gekennzeichneten Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln vorkommen kann. Solche Produkte sollten stets entsprechend ihrer vorgesehenen Verwendung genutzt werden.
Insgesamt ist die Nachtkerze vor allem für Menschen interessant, die eine pflegeleichte, ungewöhnlich blühende und naturnah wirkende Pflanze suchen. Wer ausreichend Platz bietet, die passende Art auswählt und die mögliche Selbstaussaat berücksichtigt, kann mit Nachtkerzen über lange Zeit attraktive Akzente im Garten schaffen.
Zuletzt Aktualisiert am 30.08.2026
Letzte Aktualisierung am 19.09.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API
