Reitkissen Test & Ratgeber » 4 x Reitkissen Testsieger in 2026

Reitkissen Test & Vergleich

Der ultimative Ratgeber 2026

Ein Reitkissen ist eine interessante Alternative zum klassischen Reitsattel und wird vor allem von Reiterinnen und Reitern genutzt, die einen besonders direkten Kontakt zum Pferderücken wünschen. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Sattel besitzt ein Reitkissen in der Regel keinen festen Sattelbaum. Dadurch passt es sich stärker an die Form des Pferderückens an und ermöglicht dem Reiter, die Bewegungen des Pferdes deutlicher wahrzunehmen. Reitkissen werden deshalb häufig beim entspannten Freizeitreiten, bei der Boden- und Sitzschulung, für kurze Ausritte oder als Ergänzung zum normalen Sattel eingesetzt. Auch beim Training des Gleichgewichts können sie eine sinnvolle Rolle spielen, weil der Reiter weniger durch einen festen Sattel unterstützt wird und seinen Sitz bewusster ausbalancieren muss.

Die Auswahl an Reitkissen ist mittlerweile groß. Es gibt einfache gepolsterte Modelle ohne Steigbügel, stärker aufgebaute Varianten mit Wirbelsäulenfreiheit, Reitpads mit Haltegriff sowie komfortable Ausführungen mit austauschbaren Polstern. Die Materialien reichen von Baumwolle und Kunstfaser über synthetisches Wildleder bis hin zu Lammfell und Leder. Je nach Konstruktion unterscheiden sich die Modelle deutlich hinsichtlich Polsterung, Druckverteilung, Rutschfestigkeit und Halt. Gerade deshalb sollte ein Reitkissen nicht ausschließlich nach seinem Aussehen oder Preis ausgewählt werden. Entscheidend ist, dass es zum jeweiligen Pferd, zum Reiter und zum geplanten Einsatz passt.

Besonders wichtig ist eine möglichst gleichmäßige Druckverteilung. Ein Reitkissen darf nicht dazu führen, dass das Gewicht des Reiters punktuell auf empfindliche Bereiche des Pferderückens wirkt. Auch der verwendete Gurt, die Form der Unterseite und die mögliche Wirbelsäulenentlastung spielen eine wichtige Rolle. Wer längere Strecken reiten oder regelmäßig Steigbügel nutzen möchte, muss besonders sorgfältig auswählen, da die Belastung durch konzentrierten Druck deutlich höher sein kann als bei einem kurzen entspannten Ritt ohne Steigbügel. Im folgenden Ratgeber erfahren Sie ausführlich, welche Arten von Reitkissen erhältlich sind, welche Vor- und Nachteile sie besitzen, worauf beim Kauf geachtet werden sollte und welche Alternativen infrage kommen.

Reitkissen Testempfehlung 2026
Covalliero Reitpad AiRide für Pferde
  • Elastischer Schaumstoff: Das Reitpad ist mit hochwertigem elastischem Schaumstoff gefüllt, der sich...
  • Direkter Kontakt zum Pferd: Das Design ermöglicht einen direkten Kontakt zwischen Reiter und Pferd...
  • Kein Verrutschen: Dank der noppenartigen Struktur auf der Unterseite des Pads bleibt der Sattel fest...
  • Leicht zu reinigen: Das Reitpad mit Kunstledersitzfläche ist einfach zu reinigen. Das Kunstleder...

Was ist ein Reitkissen?

Ein Reitkissen ist eine gepolsterte Unterlage, die direkt auf den Pferderücken gelegt und normalerweise mit einem Gurt befestigt wird. Im Unterschied zu einem klassischen Sattel besitzt es meistens keinen festen Baum. Dadurch kann es sich stärker an unterschiedliche Rückenformen anpassen und vermittelt dem Reiter ein besonders unmittelbares Gefühl für die Bewegungen des Pferdes.

Je nach Modell kann ein Reitkissen sehr einfach aufgebaut sein oder zahlreiche zusätzliche Ausstattungsmerkmale besitzen. Einfache Varianten bestehen im Wesentlichen aus einer gepolsterten Sitzfläche mit Gurtstrupfen oder Befestigungsmöglichkeiten. Hochwertigere Modelle können über anatomisch geformte Polster, eine Wirbelsäulenfreiheit, einen Haltegriff, Klettpolster oder rutschhemmende Unterseiten verfügen.

Viele Reiter schätzen das Reitkissen, weil es ein freieres Sitzgefühl ermöglicht. Das Pferd kann mit den Beinen und dem Gewicht des Reiters sehr direkt angesprochen werden. Gleichzeitig muss der Reiter seinen eigenen Sitz stärker stabilisieren. Dadurch eignet sich ein Reitkissen auch für Sitzübungen und Gleichgewichtstraining.

Allerdings ersetzt ein Reitkissen nicht automatisch einen gut passenden Sattel. Besonders bei langen Ausritten, intensivem Training oder höherem Reitergewicht kann ein traditioneller Sattel mit geeigneter Auflagefläche eine bessere Druckverteilung bieten. Das Reitkissen sollte deshalb immer passend zum Einsatzzweck gewählt werden.

Vorteile und Nachteile eines Reitkissens

Vorteile

  • Sehr direkter Kontakt zwischen Reiter und Pferd.
  • Die Bewegungen des Pferderückens können besonders deutlich wahrgenommen werden.
  • Viele Modelle sind leicht und einfach zu transportieren.
  • Das Auf- und Absatteln geht häufig schneller als bei einem klassischen Sattel.
  • Reitkissen können das Gleichgewicht und den unabhängigen Sitz des Reiters fördern.
  • Viele Modelle passen sich verschiedenen Rückenformen relativ flexibel an.
  • Sie eignen sich gut für kurze entspannte Ritte und Sitzübungen.
  • Einige Modelle besitzen austauschbare oder anpassbare Polster.

Nachteile

  • Die Druckverteilung ist häufig geringer als bei einem gut angepassten Sattel.
  • Bei einigen Modellen kann das Reitkissen seitlich verrutschen.
  • Steigbügelbefestigungen können punktuellen Druck auf den Pferderücken erzeugen.
  • Für lange Ausritte sind einfache Modelle nicht immer geeignet.
  • Der Reiter erhält weniger Halt als in einem klassischen Sattel.
  • Ein ungeübter Reiter kann sich auf einem Reitkissen unsicherer fühlen.
  • Nicht jedes Modell bietet ausreichende Wirbelsäulenfreiheit.

Reitkissen Bestseller Platz 2 – 4


Welche Arten von Reitkissen gibt es?

Reitkissen werden in unterschiedlichen Konstruktionen angeboten. Die Unterschiede betreffen vor allem Polsterung, Material, Befestigung und zusätzlichen Halt. Ein passendes Modell sollte immer anhand des Pferderückens, des Reitergewichts und des gewünschten Einsatzes ausgewählt werden.

Einfaches Reitkissen ohne Steigbügel

Das klassische einfache Reitkissen besteht aus einer gepolsterten Sitzfläche und einem Befestigungsgurt. Es besitzt normalerweise keinen festen Aufbau und keine Steigbügel. Dadurch bleibt der Kontakt zum Pferderücken besonders direkt. Solche Modelle eignen sich vor allem für kurze Ritte, Sitzübungen und entspanntes Reiten auf dem Platz.

Da der Reiter keine Steigbügel verwendet, verteilt sich sein Gewicht hauptsächlich über Sitzfläche und Oberschenkel. Das kann gegenüber ungünstig angebrachten Steigbügelbefestigungen ein Vorteil sein. Gleichzeitig muss der Reiter sein Gleichgewicht eigenständig halten, wodurch eine gewisse Grundsicherheit im Sitz wichtig ist.

Reitkissen mit Haltegriff

Viele Reitkissen besitzen im vorderen Bereich einen stabilen Griff. Dieser kann besonders für Kinder oder weniger erfahrene Reiter hilfreich sein. In unsicheren Situationen lässt sich der Griff kurzfristig festhalten, ohne dass sich der Reiter am Zügel abstützen muss.

Der Haltegriff sollte jedoch nicht dazu führen, dass dauerhaft daran gezogen wird. Das Ziel bleibt ein ausbalancierter Sitz. Dennoch kann ein stabil ausgeführter Griff zusätzliches Sicherheitsgefühl vermitteln und den Aufstieg beziehungsweise das Positionieren auf dem Reitkissen erleichtern.

Reitkissen mit Wirbelsäulenfreiheit

Hochwertigere Modelle besitzen häufig eine Konstruktion, bei der die Polsterung rechts und links neben der Wirbelsäule stärker ausgeprägt ist. Dadurch soll der direkte Druck auf die Dornfortsätze reduziert werden. Gerade bei regelmäßiger Nutzung ist eine solche Bauweise interessant.

Die Wirbelsäulenfreiheit muss allerdings auch unter Belastung erhalten bleiben. Eine optisch vorhandene Rinne bedeutet nicht automatisch, dass sie mit dem Gewicht des Reiters noch ausreichend frei bleibt. Deshalb sollte die Passform am Pferd sorgfältig überprüft werden.

Reitkissen mit austauschbaren Polstern

Bei einigen Modellen können Polstereinlagen über Klettverschlüsse oder Einschubtaschen entnommen und ausgetauscht werden. Dadurch lässt sich die Polsterung teilweise an unterschiedliche Pferderücken anpassen. Je nach Hersteller stehen verschieden dicke oder unterschiedlich geformte Einlagen zur Verfügung.

Diese Flexibilität kann praktisch sein, ersetzt jedoch keine sorgfältige Passformkontrolle. Zu dicke Polster können den Reiter weit vom Pferd entfernen, während zu dünne Einlagen möglicherweise nicht genügend Druckverteilung bieten.

Lammfell-Reitkissen

Lammfell-Reitkissen sind besonders weich und bieten ein angenehmes Sitzgefühl. Echtes Lammfell besitzt natürliche temperatur- und feuchtigkeitsregulierende Eigenschaften und kann sowohl für Reiter als auch Pferd komfortabel sein.

Der Pflegeaufwand ist allerdings höher als bei einfachen Kunstfasermodellen. Echtes Lammfell sollte entsprechend den Herstellerhinweisen gereinigt und getrocknet werden. Unsachgemäße Wäsche kann dazu führen, dass das Leder hart wird oder das Fell seine ursprüngliche Beschaffenheit verliert.

Reitkissen aus Kunstfaser

Synthetische Materialien sind pflegeleicht und häufig deutlich günstiger als Leder oder echtes Lammfell. Viele Modelle verfügen über rutschhemmende Oberflächen oder Kunstwildleder, das dem Reiter zusätzlichen Halt vermitteln kann.

Solche Reitkissen eignen sich gut für den regelmäßigen Alltag, weil sie häufig unkompliziert gereinigt werden können. Je nach Material können sie allerdings weniger atmungsaktiv sein als Naturfasern.

Reitkissen mit Steigbügeln

Einige Reitkissen besitzen Befestigungsmöglichkeiten für Steigbügel. Sie vermitteln dadurch ein sattelähnlicheres Gefühl und können den Aufstieg erleichtern. Gerade diese Konstruktion sollte jedoch besonders kritisch betrachtet werden.

Wenn die Steigbügelaufhängung nur über einen schmalen Bereich des Kissens verläuft, kann beim Auftreten in den Steigbügel ein hoher punktueller Druck auf den Pferderücken entstehen. Deshalb sollten Steigbügel an einem Reitkissen nur verwendet werden, wenn die Konstruktion ausdrücklich dafür vorgesehen ist und die Belastung möglichst großflächig verteilt wird.

Anatomisch geformtes Reitpad

Moderne Reitpads können deutlich stärker aufgebaut sein als ein einfaches Reitkissen. Sie besitzen teilweise Pauschen, mehrere Polsterzonen und eine anatomisch angepasste Form. Damit liegen sie funktional zwischen einem einfachen Bareback Pad und einem baumlosen Sattel.

Sie bieten meist mehr Halt und Druckverteilung, bleiben aber flexibler als ein klassischer Sattel. Diese Modelle sind häufig teurer und sollten besonders sorgfältig an Pferd und Reiter angepasst werden.


Alternativen zum Reitkissen

Klassischer Sattel

Ein gut passender klassischer Sattel ist die wichtigste Alternative. Durch Sattelbaum, Polsterung und größere Auflagefläche kann das Gewicht des Reiters besonders gleichmäßig verteilt werden. Für regelmäßiges Training, längere Ausritte und sportliche Nutzung ist ein fachgerecht angepasster Sattel deshalb häufig die sinnvollere Lösung.

Der Nachteil besteht im höheren Gewicht, den größeren Anschaffungskosten und der notwendigen Anpassung an den Pferderücken. Veränderungen der Muskulatur können eine spätere Anpassung erforderlich machen.

Baumloser Sattel

Ein baumloser Sattel besitzt keinen klassischen festen Sattelbaum und bietet dadurch mehr Flexibilität. Gleichzeitig ist er stärker aufgebaut als ein einfaches Reitkissen und kann über Pauschen, Sitzaufbau und Steigbügelbefestigungen verfügen.

Auch ein baumloser Sattel muss zum Pferd passen. Besonders die Wirbelsäulenfreiheit und Druckverteilung sollten sorgfältig kontrolliert werden.

Fellsattel

Ein Fellsattel verbindet den direkten Kontakt eines Reitkissens mit einer besonders weichen Oberfläche. Viele Modelle bestehen aus echtem Lammfell und besitzen zusätzliche Polstermöglichkeiten. Sie werden häufig beim Freizeitreiten oder bei der Sitzschulung eingesetzt.

Der Pflegeaufwand ist vergleichsweise hoch. Zudem sollte genau geprüft werden, wie stark das jeweilige Modell den Druck verteilt und ob Steigbügel vorgesehen sind.

Ohne Sattel reiten

Das vollständig sattellose Reiten bietet den direktesten Kontakt zum Pferd. Es kann für kurze Sitzübungen interessant sein, verlangt aber einen sehr sicheren und unabhängigen Sitz. Ohne jede Polsterung wird das Gewicht des Reiters unmittelbar auf den Pferderücken übertragen.

Ein Reitkissen bietet daher gegenüber dem völlig sattellosen Reiten zumindest eine zusätzliche Polsterung und häufig auch mehr Halt.


Reitkissen Bestseller Platz 5 – 10

Bestseller Nr. 6
PFIFF 100011-40-Full Active Soft Gel-Pad Full Sattelunterlage
  • Leichtes, atmungsaktives Soft Gel Pad
  • erzielt eine Druckminderung
  • gute Sattelhaftung
  • eignet sich zur Verwendung mit oder ohne Satteldecke
Bestseller Nr. 7
WALDHAUSEN Bare-Back- Pad Reitkissen, WB, blau
  • Weiches Sitzpolster
  • Mit fixierten Steigbügelriemen und Steigbügeln
  • Lieferung inklusive Gurt
  • Zusätzlicher Ring für die Steigbügelriemen
AngebotBestseller Nr. 8
QHP Reitpad Pferd Bareback Pad 19 mm | Sicherer Halt | Komfortables Reiten...
  • Material, außen: 100 % Polyester
  • Material, innen: 100 % Polyester
  • Bareback pad mit weichem Kunstfellfutter
  • Ausgestattet mit einem Griff an der Vorderseite

Beliebte Reitkissen und Marken im Überblick

NameMarkeUngefährer PreisKurze Beschreibung
Reitpad BarebackWaldhausenca. 50 bis 100 EuroEinfaches und alltagstaugliches Reitkissen für Freizeitreiten und Sitzübungen.
Bareback PadHKMca. 40 bis 100 EuroGepolsterte Reitkissen in unterschiedlichen Größen und Ausführungen für Freizeit und Training.
ReitpadKerblca. 40 bis 90 EuroPreislich zugängliche Modelle für gelegentliche Nutzung und entspanntes Reiten.
Ride-On-PadBarefootca. 100 bis 200 EuroStärker ausgearbeitete Reitpads mit Fokus auf direkten Pferdekontakt und komfortable Polsterung.
ReitpadChristca. 200 bis 400 EuroHochwertige Modelle mit Lammfell und komfortabler Polsterung für anspruchsvollere Nutzer.
Bareback PadBusseca. 60 bis 150 EuroVerschiedene Reitkissen für Freizeit, Sitzschulung und kurze Ausritte.

Die genannten Preise dienen lediglich als ungefähre Orientierung. Je nach Größe, Material, Ausstattung und Händler können die tatsächlichen Preise deutlich abweichen. Besonders hochwertige Reitkissen aus echtem Lammfell oder aufwendig gepolsterte Reitpads können wesentlich teurer sein als einfache Modelle aus Kunstfaser.


Wichtige Kaufkriterien bei einem Reitkissen

Passform

Die Passform ist das wichtigste Auswahlkriterium. Ein Reitkissen sollte möglichst ruhig auf dem Pferderücken liegen und darf weder stark nach vorne noch nach hinten oder zur Seite rutschen. Gleichzeitig muss ausreichend Platz im Bereich der Wirbelsäule vorhanden sein.

Da Pferde unterschiedliche Rückenformen besitzen, passt nicht jedes Modell gleichermaßen gut. Breite Ponys benötigen möglicherweise eine andere Form als schmale Pferde mit ausgeprägtem Widerrist.

Polsterung

Eine ausreichende Polsterung soll Druckspitzen reduzieren. Entscheidend ist jedoch nicht nur die Dicke. Sehr weiches Material kann unter Belastung stark zusammengedrückt werden und dadurch kaum noch Schutz bieten. Hochwertige Schaumstoffe oder kombinierte Polstersysteme können eine gleichmäßigere Unterstützung bieten.

Bei austauschbaren Polstern lässt sich die Dicke teilweise anpassen. Dies kann hilfreich sein, wenn das Reitkissen auf verschiedenen Pferden verwendet wird.

Wirbelsäulenfreiheit

Die Wirbelsäule des Pferdes sollte möglichst nicht direkt durch das Gewicht des Reiters belastet werden. Modelle mit klar ausgeprägtem Wirbelkanal oder getrennten Polsterflächen können hier Vorteile bieten.

Wichtig ist, die tatsächliche Situation unter Belastung zu prüfen. Durch das Körpergewicht kann eine vorhandene Polsterung deutlich zusammengedrückt werden.

Material

Baumwolle, Kunstfaser, Kunstwildleder, Leder und Lammfell gehören zu den üblichen Materialien. Kunstfasern sind häufig besonders pflegeleicht. Wildlederähnliche Oberflächen erhöhen den Halt des Reiters. Lammfell bietet ein weiches und temperaturausgleichendes Sitzgefühl, benötigt jedoch mehr Pflege.

Gurtung

Das Reitkissen muss sicher befestigt werden können. Die Gurtstrupfen und Nähte sollten stabil verarbeitet sein. Gleichzeitig darf der Gurt nicht so stark angezogen werden, dass unnötiger Druck entsteht.

Je nach Pferd kann ein anatomisch geformter Gurt sinnvoll sein. Besonders bei runderen Pferden ohne ausgeprägten Widerrist ist die Rutschfestigkeit ein wichtiger Punkt.

Größe

Das Reitkissen muss sowohl zum Pferd als auch zum Reiter passen. Ist es zu klein, kann die Sitzfläche nicht ausreichend sein. Ist es zu groß, kann es über ungünstige Bereiche des Pferderückens hinausragen.

Viele Hersteller bieten verschiedene Größen für Ponys, Kleinpferde und Großpferde an. Die Herstellerangaben sollten sorgfältig mit den tatsächlichen Maßen verglichen werden.

Rutschfestigkeit

Ein rutschendes Reitkissen ist nicht nur unbequem, sondern kann auch die Sicherheit beeinträchtigen. Rutschhemmende Unterseiten, eine passende Form und eine geeignete Gurtung können den Halt verbessern.

Wenn das Pad trotz korrekter Gurtung dauerhaft verrutscht, sollte nicht einfach der Gurt immer stärker angezogen werden. Stattdessen muss geprüft werden, ob Form und Material überhaupt zum Pferd passen.

Steigbügelbefestigung

Wer Steigbügel nutzen möchte, sollte ausschließlich ein Modell wählen, das konstruktiv ausdrücklich darauf ausgelegt ist. Eine schmale Aufhängung kann die Belastung stark konzentrieren. Das ist besonders problematisch, wenn der Reiter häufig in den Bügeln steht oder viel Gewicht darüber aufnimmt.

Für viele Sitzübungen ist ein Reitkissen ohne Steigbügel ohnehin die sinnvollere Variante, da gerade der unabhängige Sitz trainiert werden soll.


Für welche Einsatzzwecke eignet sich ein Reitkissen?

Ein Reitkissen ist besonders gut für lockere Trainingseinheiten und kurze Ritte geeignet. Viele Reiter nutzen es beispielsweise nach der normalen Arbeit, um noch einige Minuten entspannt Schritt zu reiten. Auch für Sitzschulung an der Longe ist es interessant, weil die Bewegungen des Pferdes deutlich spürbar werden.

Für erfahrene Reiter kann das Reiten mit Reitkissen dabei helfen, den eigenen Sitz zu kontrollieren. Ohne die Unterstützung von Sattelbaum und ausgeprägten Pauschen muss der Körper Bewegungen selbstständig ausgleichen.

Bei längeren Ausritten sollte dagegen geprüft werden, ob das gewählte Modell eine ausreichende Druckverteilung ermöglicht. Ein einfaches dünnes Pad ist nicht automatisch für mehrere Stunden geeignet. Je länger und intensiver geritten wird, desto wichtiger werden Polsterung, Passform und Druckverteilung.

Reitkissen richtig auflegen

Vor dem Auflegen sollte der Pferderücken sauber sein. Sand, Schmutz oder getrockneter Schweiß können unter dem Reitkissen reiben und Hautreizungen verursachen. Auch die Unterseite des Pads sollte frei von Fremdkörpern sein.

Das Reitkissen wird entsprechend der Herstellerangabe positioniert. Es darf nicht zu weit vorne liegen und die Schulterbewegung einschränken. Gleichzeitig sollte die hintere Kante nicht in empfindliche Bereiche der Lendenwirbelsäule geraten.

Nach dem Angurten sollte kontrolliert werden, ob das Pad mittig liegt. Nach einigen Minuten Reiten lohnt sich eine erneute Kontrolle, da sich Gurt und Polsterung durch Bewegung setzen können.

Reinigung und Pflege eines Reitkissens

Nach dem Reiten sollte das Reitkissen gut trocknen können. Feuchtigkeit durch Schweiß sollte nicht dauerhaft im Material verbleiben. Besonders Modelle mit Naturmaterialien profitieren von einer luftigen Lagerung.

Lose Haare und Staub können mit einer weichen Bürste entfernt werden. Waschbare Kunstfasermodelle lassen sich je nach Herstellerhinweis teilweise in der Waschmaschine reinigen. Dabei sollten Temperatur, Schleuderdrehzahl und Waschmittel genau den Angaben entsprechen.

Lammfellmodelle benötigen eine speziellere Pflege. Häufig ist ein geeignetes Woll- oder Fellwaschmittel erforderlich. Das Material sollte langsam trocknen und nicht direkt auf einer Heizung liegen. Auch Lederbestandteile dürfen nicht ohne Weiteres wie normale Textilien gewaschen werden.

Die Gurtstrupfen, Nähte und Befestigungspunkte sollten regelmäßig auf Verschleiß kontrolliert werden. Besonders bei Modellen mit Haltegriff oder Steigbügelaufhängung sind beschädigte Nähte ein Sicherheitsrisiko.


FAQ – häufige Fragen zum Reitkissen

Ist ein Reitkissen besser als ein Sattel?

Ein Reitkissen ist nicht grundsätzlich besser als ein Sattel. Beide Lösungen haben unterschiedliche Einsatzbereiche. Ein Reitkissen ermöglicht besonders direkten Kontakt und eignet sich gut für Sitzübungen oder kurze entspannte Ritte. Ein gut angepasster Sattel kann das Gewicht des Reiters dagegen großflächiger verteilen und bietet mehr Stabilität. Für regelmäßige längere Belastung ist ein passender Sattel deshalb häufig die bessere Lösung.

Kann man mit einem Reitkissen ausreiten?

Grundsätzlich ist das möglich, sofern Pferd, Reiter und Reitkissen dafür geeignet sind. Für kurze ruhige Ausritte kann ein hochwertiges und gut sitzendes Reitkissen angenehm sein. Bei längeren Strecken muss allerdings besonders auf Druckverteilung und Rutschfestigkeit geachtet werden. Auch der Reiter sollte ausreichend sicher sitzen, da ein Reitkissen weniger seitlichen Halt bietet als ein Sattel.

Kann ein Reitkissen dem Pferderücken schaden?

Ein schlecht passendes oder ungeeignet verwendetes Reitkissen kann durchaus problematischen Druck erzeugen. Besonders dünne Modelle, fehlende Wirbelsäulenfreiheit und ungünstige Steigbügelaufhängungen können zu Druckspitzen führen. Deshalb sollte das Reitkissen regelmäßig auf seine Passform kontrolliert werden. Bei Unsicherheit kann fachkundige Unterstützung sinnvoll sein.

Sind Steigbügel an einem Reitkissen sinnvoll?

Steigbügel können mehr Halt geben und den Aufstieg erleichtern. Sie sind jedoch nicht bei jedem Reitkissen empfehlenswert. Wenn die Kräfte der Bügel nur über einen schmalen Gurt auf den Pferderücken übertragen werden, kann hoher punktueller Druck entstehen. Steigbügel sollten deshalb nur an Modellen genutzt werden, die ausdrücklich dafür konstruiert wurden.

Welche Größe sollte ein Reitkissen haben?

Die Größe richtet sich sowohl nach dem Pferd als auch nach dem Reiter. Die Sitzfläche muss ausreichend groß sein, darf aber nicht ungünstig weit nach hinten reichen. Hersteller geben häufig Empfehlungen für Pony, Cob beziehungsweise Kleinpferd und Full beziehungsweise Großpferd an. Zusätzlich sollte die tatsächliche Rückenlänge des Pferdes berücksichtigt werden.

Ist ein Reitkissen für Anfänger geeignet?

Ein Reitkissen kann für Anfänger im Rahmen von geführten Sitzübungen interessant sein, weil sie die Bewegungen des Pferdes sehr deutlich kennenlernen. Gleichzeitig bietet es weniger Halt als ein Sattel. Für vollständig unerfahrene Reiter sollte die Nutzung deshalb unter kontrollierten Bedingungen und mit geeigneter Anleitung erfolgen. Ein sicherer, ruhiger Ausbildungswallach oder ein anderes zuverlässiges Lehrpferd ist dabei besonders wichtig.

Wie verhindert man, dass ein Reitkissen rutscht?

Eine korrekte Größe, eine passende Form, eine rutschhemmende Unterseite und eine geeignete Gurtung sind entscheidend. Das Reitkissen sollte mittig liegen und der Gurt ausreichend fest, aber nicht übermäßig straff angezogen werden. Wenn ein Modell trotz korrekter Anwendung ständig verrutscht, passt möglicherweise die Form nicht zum Pferderücken.

Kann man ein Reitkissen auf jedem Pferd verwenden?

Nein. Auch wenn ein Reitkissen flexibler als viele Sättel ist, passt nicht jedes Modell auf jeden Rücken. Sehr schmale Pferde mit hohem Widerrist benötigen eine andere Konstruktion als breite, runde Pferde. Auch Rückenlänge und Muskulatur spielen eine Rolle. Die Passform sollte deshalb immer am jeweiligen Pferd geprüft werden.

Wie oft sollte ein Reitkissen gewaschen werden?

Das hängt von Material und Nutzung ab. Oberflächlicher Staub und Haare können nach jeder Nutzung entfernt werden. Eine vollständige Wäsche ist erst erforderlich, wenn sich deutlich Schweiß und Schmutz angesammelt haben. Zu häufiges Waschen kann manche Materialien unnötig beanspruchen. Maßgeblich sind deshalb die Pflegehinweise des Herstellers.

Ist ein Reitkissen für schwere Reiter geeignet?

Je höher das Reitergewicht, desto wichtiger wird eine gute Druckverteilung. Ein sehr dünnes, kaum strukturiertes Reitkissen kann bei höherem Gewicht schnell an seine Grenzen kommen. In solchen Fällen sind hochwertig aufgebaute Reitpads oder ein professionell angepasster Sattel häufig sinnvoller. Entscheidend ist, dass Pferd, Reitergewicht und Ausrüstung insgesamt zueinander passen.


Reitkissen Test bei Stiftung Warentest & Co

Stiftung WarentestReitkissen Test bei test.de
Öko-TestReitkissen Test bei Öko-Test
Konsument.atReitkissen bei konsument.at
gutefrage.netReitkissen bei Gutefrage.de
Youtube.comReitkissen bei Youtube.com

Reitkissen Testsieger

Stiftung Warentest ist bekannt dafür, eine Vielzahl an Produkte einem genauen Test zu unterziehen. Reitkissen wurden bisher noch nicht getestet, so dass wir Ihnen keinen Reitkissen Testsieger präsentieren können.


Reitkissen Stiftung Warentest

Leider ist uns momentan kein Reitkissen Stiftung Warentest Sieger bekannt.


Fazit zum Reitkissen

Ein Reitkissen ist eine vielseitige Ergänzung zur klassischen Reitausrüstung und kann insbesondere beim Freizeitreiten, bei Sitzübungen und bei kurzen entspannten Ausritten interessante Vorteile bieten. Der direkte Kontakt zum Pferderücken sorgt dafür, dass Bewegungen sehr deutlich wahrgenommen werden und der Reiter seinen eigenen Sitz bewusster ausbalancieren muss. Dadurch kann das Reiten mit einem passenden Reitkissen eine wertvolle Abwechslung zum normalen Sattel darstellen.

Entscheidend ist jedoch die passende Konstruktion. Polsterung, Wirbelsäulenfreiheit, Größe, Gurtung und Rutschfestigkeit sollten sorgfältig auf das jeweilige Pferd abgestimmt werden. Ein Reitkissen ist zwar flexibel, aber keineswegs automatisch für jeden Pferderücken geeignet. Besonders bei längerer Nutzung oder höherem Reitergewicht sollte auf eine möglichst gute Druckverteilung geachtet werden.

Wer Steigbügel verwenden möchte, sollte ausschließlich ein dafür vorgesehenes Modell auswählen, bei dem die auftretenden Kräfte nicht punktuell auf den Rücken übertragen werden. Für klassische Sitzübungen sind einfache Modelle ohne Steigbügel häufig sogar sinnvoller, da sie den unabhängigen Sitz stärker fördern. Hochwertige Reitpads mit anatomischer Polsterung oder Lammfell bieten dagegen mehr Komfort und können bei regelmäßiger Nutzung interessant sein.

Ein Reitkissen sollte deshalb nicht als pauschaler Ersatz für einen gut angepassten Sattel betrachtet werden. Richtig ausgewählt und verantwortungsvoll eingesetzt kann es jedoch ein angenehmes, leichtes und vielseitiges Ausrüstungsteil sein. Wer auf eine gute Passform achtet, den Pferderücken regelmäßig kontrolliert und das Kissen dem tatsächlichen Einsatzzweck entsprechend auswählt, kann damit sowohl den eigenen Sitz verbessern als auch ein besonders unmittelbares Reitgefühl erleben.

Zuletzt Aktualisiert am 21.08.2026

Rate this post

Letzte Aktualisierung am 20.09.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API