Ein Schimmeltest kann eine wichtige Orientierung bieten, wenn in einer Wohnung, einem Haus, einem Kellerraum oder einem gewerblich genutzten Gebäude ein muffiger Geruch wahrgenommen wird, sich dunkle oder farbige Flecken an Wänden zeigen, Bewohner unter ungeklärten Beschwerden leiden oder der Verdacht besteht, dass sich hinter Möbeln, Tapeten, Verkleidungen oder Fußbodenaufbauten ein bislang unentdeckter Schimmelbefall entwickelt hat. Schimmelpilze können sich überall dort ansiedeln, wo über einen längeren Zeitraum ausreichend Feuchtigkeit vorhanden ist und organische Bestandteile als Nährstoffquelle zur Verfügung stehen. Dabei muss ein Befall nicht immer sofort deutlich sichtbar sein. Gerade nach einem Wasserschaden, bei Wärmebrücken, undichten Leitungen, feuchten Kellern oder dauerhaft zu hoher Luftfeuchtigkeit können sich Schimmelpilze auch in schwer zugänglichen Bereichen ausbreiten.
Im Handel werden zahlreiche Schimmeltests angeboten, die sich hinsichtlich ihrer Anwendung, Aussagekraft und Auswertung deutlich unterscheiden. Einfache Schimmel-Schnelltests verwenden häufig vorbereitete Nährböden in Petrischalen. Diese werden für einen bestimmten Zeitraum im Raum aufgestellt und anschließend verschlossen. Befinden sich vermehrungsfähige Sporen in der Raumluft, können nach einigen Tagen sichtbare Kolonien auf dem Nährboden wachsen. Andere Tests arbeiten mit Abstrichproben, Klebefilmproben oder Materialproben. Bei professionelleren Angeboten werden die entnommenen Proben an ein Fachlabor geschickt und dort mikroskopisch oder mikrobiologisch untersucht.
Ein Schimmeltest sollte jedoch niemals isoliert betrachtet werden. Das bloße Wachstum von Schimmelkolonien auf einem Nährboden beweist nicht automatisch, dass im untersuchten Raum ein gefährlicher oder sanierungsbedürftiger Befall vorliegt. Schimmelsporen sind natürlicherweise in der Umwelt vorhanden und gelangen beim Lüften, über Kleidung, Haustiere oder Gegenstände in Innenräume. Entscheidend sind unter anderem die Menge, die Art der nachgewiesenen Pilze, der Vergleich mit der Außenluft, die Entnahmemethode und die bauliche Situation. Ein Test kann daher einen Verdacht erhärten oder Hinweise liefern, ersetzt bei einem größeren, wiederkehrenden oder gesundheitlich relevanten Problem aber keine fachkundige Begutachtung.
In diesem ausführlichen Ratgeber erfahren Sie, welche Schimmeltests erhältlich sind, wie die verschiedenen Verfahren funktionieren, welche Vor- und Nachteile sie besitzen und worauf Sie bei der Durchführung achten sollten. Außerdem werden Alternativen wie Feuchtigkeitsmessgeräte, Wärmebildkameras und professionelle Raumluftmessungen erklärt. So können Sie besser einschätzen, welcher Test für Ihre Situation geeignet ist und wann die Unterstützung eines Sachverständigen, Fachlabors oder Sanierungsunternehmens erforderlich ist.
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Was ist ein Schimmeltest?
Ein Schimmeltest ist ein Prüfverfahren, mit dem Hinweise auf Schimmelpilze, Schimmelsporen oder einen möglichen mikrobiellen Befall in Innenräumen gewonnen werden können. Je nach Testart wird die Raumluft, eine verdächtige Oberfläche, ein Baustoff oder abgelagerter Staub untersucht. Das Ziel besteht darin, festzustellen, ob vermehrungsfähige Pilzbestandteile vorhanden sind und ob eine genauere Untersuchung sinnvoll erscheint.
Der Begriff Schimmeltest umfasst sowohl einfache Selbsttests für den privaten Gebrauch als auch professionelle Laboruntersuchungen. Bei günstigen Selbsttests erfolgt die Auswertung häufig durch den Anwender. Dabei wird nach einer vorgegebenen Inkubationszeit geprüft, ob auf einem Nährboden Kolonien gewachsen sind. Form, Farbe und Anzahl der Kolonien können erste Hinweise geben. Eine zuverlässige Bestimmung der Pilzart ist anhand des bloßen Aussehens jedoch schwierig und für Laien meist nicht eindeutig möglich.
Laborbasierte Schimmeltests sind aufwendiger. Der Anwender erhält ein Entnahmeset und nimmt nach Anleitung eine Luft-, Abstrich-, Klebefilm- oder Materialprobe. Die Probe wird anschließend verschlossen und an ein Labor geschickt. Dort kann untersucht werden, welche Schimmelpilzgattungen oder Schimmelpilzarten vorhanden sind. Je nach Verfahren wird zusätzlich die Konzentration der nachgewiesenen Sporen oder koloniebildenden Einheiten bewertet.
Ein Schimmeltest kann besonders dann hilfreich sein, wenn ein typischer modriger Geruch auftritt, aber keine sichtbaren Flecken vorhanden sind. Auch nach einem Wasserschaden, einer undichten Leitung, einem Rückstau oder einer Überschwemmung kann eine Untersuchung sinnvoll sein. Weitere typische Anlässe sind wiederkehrende Verfärbungen, dauerhaft beschlagene Fenster, feuchte Außenwände, Probleme in Raumecken oder der Verdacht auf Schimmel hinter einem großen Schrank.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen dem Nachweis von Schimmelpilzen und der Suche nach der Feuchtigkeitsursache. Ein Test kann anzeigen, dass Schimmelbestandteile vorhanden sind. Er erklärt jedoch nicht automatisch, warum sich der Befall entwickelt hat. Ohne Beseitigung der Feuchtigkeitsquelle kann Schimmel nach einer oberflächlichen Reinigung erneut auftreten.
Schimmelpilze benötigen grundsätzlich Feuchtigkeit, geeignete Temperaturen und verwertbare Nährstoffe. Als Nährstoffquelle können unter anderem Tapetenkleister, Papier, Holz, Staub, Textilien, Gipskarton oder organische Ablagerungen dienen. Selbst auf mineralischen Oberflächen kann sich Schimmel entwickeln, wenn sich dort ausreichend Staub oder Schmutz angesammelt hat.
Ein positives Testergebnis sollte daher immer zusammen mit der Raumnutzung, der Luftfeuchtigkeit, der Oberflächentemperatur, möglichen Wärmebrücken und dem Zustand der Bausubstanz betrachtet werden. Je genauer die Probenahme durchgeführt wird, desto besser kann das Ergebnis eingeordnet werden.
Vorteile eines Schimmeltests
Ein wesentlicher Vorteil besteht darin, dass ein Schimmeltest einen zunächst unklaren Verdacht konkretisieren kann. Nicht jeder dunkle Fleck ist automatisch Schimmel. Verfärbungen können beispielsweise auch durch Ruß, Staub, Abrieb, Feuchtigkeit, alte Klebstoffe oder Baumaterialien entstehen. Eine gezielte Probe kann zusätzliche Hinweise liefern.
Einfache Selbsttests sind vergleichsweise günstig und können ohne Spezialgeräte durchgeführt werden. Die Packungen enthalten meist alle notwendigen Hilfsmittel sowie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung. Dadurch lässt sich eine erste Untersuchung innerhalb kurzer Zeit vorbereiten.
Tests mit Laboranalyse bieten gegenüber einer reinen Sichtprüfung zusätzliche Informationen. Je nach Leistungsumfang kann das Labor bestimmte Schimmelpilzgattungen oder Arten identifizieren und das Ergebnis in einem Prüfbericht zusammenfassen. Dies kann besonders bei unklaren oder wiederkehrenden Problemen hilfreich sein.
Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, mehrere Räume miteinander zu vergleichen. Werden identische Tests unter vergleichbaren Bedingungen durchgeführt, können auffällige Unterschiede sichtbar werden. Ein stark belasteter Kellerraum kann beispielsweise ein deutlich anderes Ergebnis zeigen als ein regelmäßig gelüftetes Schlafzimmer.
Ein Schimmeltest kann außerdem zur Dokumentation beitragen. Das ist beispielsweise nach einem Wasserschaden, vor einer Sanierung oder bei einer Auseinandersetzung über die Ursache eines Feuchtigkeitsproblems relevant. Für eine rechtlich belastbare Dokumentation reicht ein selbst ausgewerteter Schnelltest allerdings meist nicht aus. In solchen Fällen ist eine fachgerechte Probenahme durch einen unabhängigen Sachverständigen sinnvoller.
Nachteile und Grenzen eines Schimmeltests
Die Aussagekraft eines einfachen Selbsttests ist begrenzt. Schimmelsporen kommen auch in unbelasteten Räumen vor. Wächst auf einer Petrischale eine Kolonie, bedeutet dies daher nicht automatisch, dass ein verdeckter Gebäudeschaden vorhanden ist. Umgekehrt kann ein Test trotz eines Problems unauffällig bleiben, wenn zum Zeitpunkt der Messung nur wenige Sporen freigesetzt werden.
Die Ergebnisse können stark von der Durchführung abhängen. Offene Fenster, Reinigungsarbeiten, Staubsaugen, Haustiere, Zimmerpflanzen, die Aufenthaltsdauer von Personen und die Position des Tests beeinflussen die Menge der abgelagerten Partikel. Zwei unmittelbar nebeneinander aufgestellte Nährböden können daher unterschiedlich aussehen.
Bei selbst auszuwertenden Nährbodentests besteht außerdem das Risiko einer Fehlinterpretation. Bakterien, Hefen und verschiedene Pilze können Kolonien bilden. Eine genaue Bestimmung allein anhand von Farbe und Form ist ohne Fachkenntnisse nicht zuverlässig möglich.
Ein weiterer Nachteil ist die Wartezeit. Bei Kultivierungsverfahren müssen die Nährböden häufig mehrere Tage unter geeigneten Bedingungen gelagert werden. Während dieser Zeit darf die Schale nicht erneut geöffnet werden, da gewachsene Kulturen nicht unnötig in die Raumluft gelangen sollten.
Auch ein Laborergebnis kann die Ursache des Problems nicht allein klären. Wird eine erhöhte Belastung festgestellt, muss weiterhin untersucht werden, woher die Feuchtigkeit stammt und welche Bauteile betroffen sind. Der Test ist daher nur ein Bestandteil einer vollständigen Schadensanalyse.
Schimmeltests Bestseller Platz 2 – 4
Welche Arten von Schimmeltests gibt es?
Schimmeltest mit Nährboden und Petrischale
Der Schimmeltest mit Petrischale gehört zu den bekanntesten Selbsttests für Privathaushalte. Im Testset befindet sich eine Schale mit einem vorbereiteten Nährmedium. Die Schale wird nach Anleitung für einen festgelegten Zeitraum geöffnet in einem Raum aufgestellt. In dieser Zeit können sich Partikel und Schimmelsporen aus der Luft auf dem Nährboden absetzen.
Nach Ablauf der vorgegebenen Zeit wird die Schale wieder verschlossen. Anschließend muss sie mehrere Tage bei einer geeigneten Temperatur aufbewahrt werden. Befinden sich vermehrungsfähige Mikroorganismen auf dem Nährboden, können sichtbare Kolonien entstehen. Der Anwender vergleicht das Wachstum anschließend häufig mit Bildern oder einer Auswertungstabelle.
Diese Methode ist einfach und kostengünstig. Sie wird auch als Sedimentationsverfahren oder passive Luftkeimsammlung bezeichnet. Allerdings erfasst sie vor allem Partikel, die sich während der Öffnungszeit auf der Schale absetzen. Sehr kleine, lange schwebende oder in geringer Konzentration vorkommende Sporen werden möglicherweise nicht zuverlässig erfasst.
Die Anzahl der gewachsenen Kolonien lässt sich zudem nicht ohne Weiteres in eine genaue Sporenkonzentration der Raumluft umrechnen. Luftbewegung, Raumgröße, Aufstellort und Öffnungsdauer beeinflussen das Ergebnis. Der Test eignet sich daher eher als grobe Orientierung und nicht als abschließende Bewertung.
Schimmeltest für die Raumluft mit Laboranalyse
Bei einem Raumlufttest mit Laboranalyse wird die Probe nach der Entnahme an ein Fachlabor geschickt. Einfache Sets können ebenfalls mit vorbereiteten Nährböden arbeiten. Umfangreichere Verfahren verwenden dagegen aktive Luftsammler, die ein genau festgelegtes Luftvolumen ansaugen und die enthaltenen Partikel auf einem Nährmedium oder einem Objektträger abscheiden.
Die Laboranalyse kann genauere Angaben zu den gefundenen Schimmelpilzen liefern. Je nach Untersuchungsmethode werden kultivierbare Pilze, Gesamtsporen oder bestimmte Pilzgruppen erfasst. Ein Laborbericht kann außerdem eine fachliche Einordnung enthalten.
Für eine aussagekräftige Bewertung wird häufig zusätzlich eine Außenluftprobe genommen. Da Schimmelsporen natürlicherweise in der Außenluft vorkommen, ist der Vergleich zwischen Innen- und Außenluft wichtig. Eine deutlich erhöhte Innenraumkonzentration oder das gehäufte Auftreten bestimmter feuchtebedingter Pilzarten kann auf eine Quelle im Gebäude hinweisen.
Ein professioneller Raumlufttest ist teurer als ein einfacher Selbsttest. Dafür ist die Aussagekraft bei fachgerechter Probenahme und sachkundiger Auswertung deutlich höher. Besonders bei gesundheitlichen Beschwerden, größeren Schäden oder strittigen Mietangelegenheiten ist diese Variante meist besser geeignet.
Oberflächen-Abstrichtest
Ein Abstrichtest wird eingesetzt, wenn eine auffällige Stelle sichtbar oder erreichbar ist. Mit einem sterilen Tupfer wird über die verdächtige Oberfläche gestrichen. Der Tupfer wird anschließend in ein Probengefäß gegeben oder auf einen Nährboden übertragen.
Diese Methode eignet sich beispielsweise für Flecken an Fensterlaibungen, Wänden, Möbelrückseiten, Silikonfugen oder Holzoberflächen. Sie zeigt, ob sich auf der untersuchten Stelle mikrobielles Material befindet. Die Probe repräsentiert jedoch nur den konkret abgestrichenen Bereich.
Bei unsachgemäßer Entnahme kann die Probe verunreinigt werden. Der Tupfer sollte deshalb weder mit den Fingern noch mit anderen Oberflächen in Kontakt kommen. Auch die Größe der abgestrichenen Fläche sollte den Vorgaben entsprechen, damit das Labor das Ergebnis sinnvoll bewerten kann.
Ein Abstrichtest ist weniger geeignet, wenn lediglich alte Verfärbungen vorhanden sind und keine aktiven oder vermehrungsfähigen Bestandteile mehr nachweisbar sind. Für die Beurteilung einer größeren Fläche können mehrere Proben notwendig sein.
Klebefilm- oder Kontaktprobe
Bei einer Klebefilmprobe wird ein transparenter Klebestreifen vorsichtig auf eine verdächtige Oberfläche gedrückt und anschließend wieder abgezogen. Anhaftende Pilzbestandteile, Sporen und Strukturen bleiben auf dem Klebefilm haften. Der Streifen wird auf einem Objektträger befestigt und an ein Labor geschickt.
Der Vorteil dieser Methode besteht darin, dass vorhandene Strukturen direkt mikroskopisch untersucht werden können. Dadurch kann das Labor unter Umständen auch nicht mehr kultivierbare Bestandteile erkennen. Die Probe eignet sich insbesondere für sichtbare, trockene Schimmelbeläge.
Die Entnahme muss sorgfältig erfolgen. Wird der Klebestreifen zu stark auf eine feuchte oder weiche Oberfläche gedrückt, können zu viele Materialbestandteile haften bleiben. Das erschwert möglicherweise die mikroskopische Auswertung.
Materialprobe
Bei einer Materialprobe wird ein kleiner Teil des betroffenen Baustoffs entnommen. Das kann beispielsweise ein Stück Tapete, Gipskarton, Dämmstoff, Holz, Putz oder Bodenbelag sein. Die Probe wird luftdicht verpackt und an ein Labor geschickt.
Materialproben eignen sich besonders, wenn der Verdacht besteht, dass der Befall nicht nur auf der Oberfläche sitzt, sondern tiefer in den Baustoff eingedrungen ist. Bei porösen Materialien kann Schimmel in Hohlräume und Materialschichten hineinwachsen. Eine oberflächliche Reinigung reicht dann häufig nicht aus.
Die Entnahme sollte vorsichtig durchgeführt werden, damit möglichst wenige Sporen freigesetzt werden. Bei größeren Befallsflächen oder unbekannten Baustoffen ist es sinnvoller, die Probe durch eine Fachperson entnehmen zu lassen. Auch mögliche Schadstoffe im Baumaterial müssen berücksichtigt werden.
Staubtest auf Schimmelbestandteile
Bei einem Staubtest wird Hausstaub aus einem definierten Bereich gesammelt. Je nach Verfahren erfolgt die Entnahme mit einem speziellen Staubsaugeraufsatz, einem Filter oder einem vorbereiteten Probenbehälter. Das Labor untersucht den Staub anschließend auf Schimmelpilzbestandteile.
Hausstaub kann Partikel über einen längeren Zeitraum ansammeln. Dadurch bildet die Probe nicht nur einen kurzen Messzeitpunkt ab. Das kann bei schwankenden Belastungen vorteilhaft sein. Allerdings hängt das Ergebnis stark davon ab, wo und wie der Staub gesammelt wurde.
Ein Staubtest liefert nicht automatisch eine genaue Aussage darüber, wo sich die Quelle befindet. Er kann aber Hinweise darauf geben, dass bestimmte Pilzbestandteile im untersuchten Bereich vorhanden sind.
DNA-basierter Schimmeltest
DNA-basierte Verfahren weisen genetisches Material bestimmter Pilze nach. Dabei muss der Schimmel nicht zwingend vermehrungsfähig sein. Auch abgestorbene Bestandteile können erfasst werden. Die Analyse kann sehr spezifisch sein und verschiedene Schimmelpilzarten unterscheiden.
Der Vorteil liegt in der hohen Empfindlichkeit. Gleichzeitig muss das Ergebnis fachkundig interpretiert werden. Der Nachweis von Pilz-DNA bedeutet nicht automatisch, dass aktuell ein aktiver Befall besteht oder eine akute gesundheitliche Gefährdung vorliegt.
DNA-Tests werden eher bei professionellen oder spezialisierten Untersuchungen eingesetzt. Für eine einfache Erstprüfung in einem Haushalt sind sie meist nicht notwendig.
Schimmel-Schnelltest für Oberflächen
Oberflächen-Schnelltests arbeiten häufig mit Teststäbchen, Reagenzien oder vorbereiteten Testfeldern. Die verdächtige Stelle wird abgewischt und die Probe anschließend entsprechend der Anleitung behandelt. Nach kurzer Zeit kann eine Farbveränderung oder eine andere Reaktion sichtbar werden.
Solche Tests liefern schnell eine erste Orientierung. Ihre Aussagekraft hängt jedoch stark vom Verfahren ab. Nicht jedes Produkt kann sicher zwischen Schimmel, Bakterien, Schmutz und anderen organischen Rückständen unterscheiden.
Ein auffälliges Ergebnis sollte daher nicht als alleinige Grundlage für umfangreiche Sanierungsmaßnahmen dienen. Bei größeren Flächen oder wiederkehrenden Problemen ist eine Laboruntersuchung sinnvoller.
Professionelle Schimmelmessung durch einen Sachverständigen
Eine professionelle Untersuchung umfasst in der Regel mehr als eine einzelne Probe. Der Sachverständige betrachtet die Bausubstanz, misst Luft- und Materialfeuchtigkeit, prüft mögliche Wärmebrücken und sucht nach verdeckten Schadensursachen. Je nach Situation werden Raumluft-, Oberflächen- oder Materialproben genommen.
Der Vorteil liegt in der fachgerechten Auswahl des Messverfahrens. Nicht jedes Problem lässt sich mit derselben Methode untersuchen. Ein erfahrener Sachverständiger entscheidet anhand des Schadensbildes, welche Proben sinnvoll sind und welche Messungen nur unnötige Kosten verursachen würden.
Diese Variante ist besonders bei größeren Schäden, gesundheitlichen Beschwerden, Versicherungsfällen oder Streitigkeiten zwischen Mietern und Vermietern zu empfehlen. Wichtig ist eine möglichst unabhängige Begutachtung. Ein Unternehmen, das gleichzeitig eine teure Sanierung verkaufen möchte, ist nicht in jedem Fall die neutralste Stelle für die Erstbewertung.
Welche Alternativen zu einem Schimmeltest gibt es?
Hygrometer zur Messung der Luftfeuchtigkeit
Ein Hygrometer misst die relative Luftfeuchtigkeit und häufig zusätzlich die Raumtemperatur. Es weist keinen Schimmel nach, kann aber zeigen, ob über längere Zeit ungünstige Bedingungen herrschen. Besonders in Schlafzimmern, Bädern, Kellern und wenig beheizten Räumen ist die regelmäßige Kontrolle sinnvoll.
Ein einzelner Messwert reicht nicht aus. Die Luftfeuchtigkeit schwankt beim Duschen, Kochen, Schlafen und Lüften. Aussagekräftiger ist eine Beobachtung über mehrere Tage oder Wochen. Digitale Hygrometer mit Min-Max-Anzeige oder Datenaufzeichnung erleichtern diese Kontrolle.
Feuchtigkeitsmessgerät für Wände und Baustoffe
Ein Materialfeuchtemessgerät kann Hinweise darauf liefern, ob eine Wand, ein Estrich, ein Holzbauteil oder ein anderer Baustoff ungewöhnlich feucht ist. Einfache Geräte arbeiten mit Messspitzen oder kapazitiven Sensoren.
Die angezeigten Werte müssen richtig eingeordnet werden. Verschiedene Baustoffe besitzen unterschiedliche Grundeigenschaften. Metallleitungen, Armierungen, Salze und die Materialdichte können die Messung beeinflussen. Ein günstiges Gerät eignet sich daher eher für Vergleichsmessungen als für eine exakte bautechnische Bewertung.
Wärmebildkamera
Eine Wärmebildkamera stellt Temperaturunterschiede auf Oberflächen sichtbar dar. Kalte Bereiche können auf Wärmebrücken, unzureichende Dämmung, Luftundichtigkeiten oder Feuchtigkeit hindeuten. An solchen Stellen kann sich bei ungünstigen Bedingungen Kondenswasser bilden.
Die Kamera weist keinen Schimmel direkt nach. Sie hilft jedoch bei der Suche nach möglichen Ursachen. Für aussagekräftige Aufnahmen muss ein ausreichender Temperaturunterschied zwischen Innen- und Außenbereich bestehen. Sonneneinstrahlung, Heizkörper und verdeckte Leitungen können das Bild beeinflussen.
Endoskopkamera
Mit einer kleinen Endoskopkamera lassen sich Hohlräume, Installationsschächte, Zwischenwände oder Bereiche hinter Verkleidungen kontrollieren. Dazu ist meist nur eine kleine Öffnung notwendig.
Diese Methode kann sichtbare Verfärbungen, Feuchtigkeit oder beschädigte Materialien zeigen. Sie ersetzt jedoch keine Laboranalyse. Außerdem kann die Kamera nur den unmittelbar sichtbaren Bereich erfassen.
Geruchsprüfung und Sichtkontrolle
Ein modriger, erdiger oder muffiger Geruch kann auf verdeckten Schimmel hinweisen. Eine gründliche Sichtkontrolle sollte insbesondere Raumecken, Fensterlaibungen, Außenwände, Möbelrückseiten, Sockelleisten und Bereiche um Rohrleitungen einbeziehen.
Geruch allein ist jedoch kein sicherer Nachweis. Auch feuchte Baustoffe, Abwasserleitungen, alte Teppiche, Holz oder andere Materialien können unangenehme Gerüche verursachen. Umgekehrt riecht nicht jeder Schimmelbefall deutlich.
Professionelle Leckortung
Besteht der Verdacht auf eine undichte Wasserleitung, ein beschädigtes Dach oder eindringende Feuchtigkeit, ist eine Leckortung oft wichtiger als ein Schimmeltest. Fachbetriebe können unter anderem Feuchtemessungen, Druckprüfungen, Thermografie oder akustische Verfahren einsetzen.
Wird die Feuchtigkeitsquelle früh gefunden und beseitigt, kann eine weitere Ausbreitung des Schadens verhindert werden. Ein Schimmeltest allein würde die undichte Stelle nicht lokalisieren.
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Worauf sollte man beim Kauf eines Schimmeltests achten?
Art der zu untersuchenden Probe
Vor dem Kauf muss geklärt werden, was untersucht werden soll. Bei einem muffigen Geruch ohne sichtbaren Befall kann ein Raumlufttest sinnvoll sein. Für einen klar erkennbaren Fleck eignet sich häufig eine Oberflächen-, Klebefilm- oder Abstrichprobe besser. Bei befallenen Baustoffen kann eine Materialprobe erforderlich sein.
Selbstauswertung oder Laboranalyse
Selbst auszuwertende Tests sind günstig und liefern eine grobe Orientierung. Die Interpretation bleibt jedoch dem Anwender überlassen. Ein Test mit Laboranalyse kostet mehr, bietet dafür meist genauere und verständlichere Ergebnisse.
Vor dem Kauf sollte geprüft werden, ob die Laborgebühr bereits im Preis enthalten ist. Bei manchen Produkten entstehen zusätzliche Kosten für Analyse, Versand oder eine ausführliche Beratung.
Lieferumfang
Ein vollständiges Set sollte alle notwendigen Entnahmehilfen enthalten. Dazu können Petrischalen, sterile Tupfer, Klebestreifen, Handschuhe, Probenbehälter, Rücksendeumschläge, Etiketten und eine ausführliche Anleitung gehören.
Bei Tests für mehrere Räume muss die Anzahl der enthaltenen Proben ausreichen. Eine zusätzliche Kontroll- oder Außenluftprobe kann für die spätere Bewertung besonders wichtig sein.
Verständliche Anleitung
Die Probenahme muss exakt nach Vorgabe erfolgen. Deshalb sollte die Anleitung klar erklären, wie lange ein Nährboden geöffnet wird, wo er aufzustellen ist, welche Vorbereitungen notwendig sind und wie die Probe gelagert oder verschickt wird.
Fehlen wichtige Angaben, steigt das Risiko unbrauchbarer Ergebnisse. Gute Anbieter erläutern außerdem, welche Aussage der Test treffen kann und wo seine Grenzen liegen.
Auswertungsdauer
Bei Kultivierungstests dauert es mehrere Tage, bis Kolonien sichtbar werden. Laboruntersuchungen benötigen zusätzlich Zeit für Versand und Analyse. Wer ein sehr schnelles Ergebnis benötigt, sollte die angegebene Bearbeitungszeit beachten.
Eine besonders kurze Auswertungszeit ist nicht automatisch ein Qualitätsmerkmal. Genauere Verfahren können naturgemäß mehr Zeit benötigen.
Qualität des Labors
Bei einem Test mit Einsendeanalyse sollte erkennbar sein, welches Labor die Probe untersucht und welche Methode verwendet wird. Ein seriöser Bericht sollte die Ergebnisse nachvollziehbar darstellen und keine pauschale Panik erzeugen.
Idealerweise wird erklärt, welche Pilze gefunden wurden, wie das Ergebnis bewertet wird und welche weiteren Schritte sinnvoll sind. Reine Verkaufsbotschaften für Reinigungs- oder Sanierungsprodukte sind kein Ersatz für eine neutrale Auswertung.
Kosten und Folgekosten
Einfache Nährbodentests sind bereits für einen vergleichsweise niedrigen Betrag erhältlich. Tests mit Laboranalyse kosten je nach Probenart und Untersuchungsumfang deutlich mehr. Professionelle Vor-Ort-Untersuchungen können mehrere Hundert Euro oder mehr kosten.
Neben dem Kaufpreis sollten Rücksendekosten, Zusatzproben und Beratungsgebühren berücksichtigt werden. Ein günstiger Test ist nicht wirtschaftlich, wenn er wegen einer unklaren Auswertung anschließend wiederholt werden muss.
Bekannte Schimmeltests und typische Produkte
Die folgende Tabelle zeigt beispielhafte Produkte und typische Preisbereiche. Preise können je nach Anbieter, Lieferumfang, Anzahl der Proben und enthaltenen Laborleistungen abweichen.
| Produktname | Marke | Ungefährer Preis | Kurze Beschreibung |
|---|---|---|---|
| Schimmeltest Raumluft | IVARIO | Etwa 45 bis 60 Euro | Testset zur Entnahme einer Raumluftprobe mit anschließender Laboranalyse und Ergebnisbericht. |
| Schimmeltest Oberfläche | IVARIO | Etwa 35 bis 55 Euro | Entnahmeset für verdächtige Oberflächen, bei dem die Probe an ein Labor geschickt wird. |
| Schimmeltest Raumluft mit Außenluftvergleich | Silberkraft | Etwa 70 bis 110 Euro | Mehrteiliges Testset mit Innen- und Außenluftproben sowie professioneller Laboranalyse. |
| Schimmelpilz Schnelltest | Mellerud | Etwa 15 bis 30 Euro | Einfacher Selbsttest mit Nährboden zur orientierenden Überprüfung der Raumluft. |
| Schimmelpilz-Test | Airself | Etwa 20 bis 40 Euro | Testsystem zur selbstständigen Probenahme und orientierenden Kontrolle von Innenräumen. |
| SchimmelCheck Oberflächen | AQA | Etwa 40 bis 70 Euro | Probenahmeset für sichtbare Flecken mit anschließender Untersuchung durch ein Fachlabor. |
| SchimmelCheck Raumluft | AQA | Etwa 50 bis 90 Euro | Raumluftuntersuchung zur Ermittlung möglicher Schimmelpilzbelastungen mit Laborbericht. |
| Schimmelpilz-Testkit Luft und Oberfläche | The Tester | Etwa 20 bis 50 Euro | Vielseitiges Selbsttestset, das je nach Anwendung für Luft, Oberflächen oder Lüftungsbereiche eingesetzt werden kann. |
| Schimmeltest Raumluft | TÜV SÜD | Etwa 100 bis 170 Euro | Umfangreicheres Testpaket mit professioneller Laboruntersuchung und fachlichem Ergebnisbericht. |
| Schimmeltest Raumluft und Oberfläche | TÜV SÜD | Etwa 180 bis 230 Euro | Kombiniertes Untersuchungspaket für Raumluft und verdächtige Oberflächen mit Laboranalyse. |
Wie führt man einen Schimmeltest richtig durch?
Vor der Durchführung muss die Anleitung vollständig gelesen werden. Unterschiedliche Tests benötigen unterschiedliche Vorbereitungen. Bei einem Raumlufttest kann es beispielsweise erforderlich sein, Fenster und Türen für eine bestimmte Zeit geschlossen zu halten. Staubsaugen, intensives Lüften oder Reinigungsarbeiten können das Ergebnis beeinflussen.
Der Test sollte an einer repräsentativen Stelle aufgestellt werden. Direkte Zugluft, Heizkörper, offene Fenster und stark frequentierte Durchgänge sind häufig ungeeignet. Die vorgegebene Öffnungszeit darf nicht willkürlich verlängert oder verkürzt werden.
Bei einer Oberflächenprobe sollten Einmalhandschuhe getragen werden. Das Entnahmewerkzeug darf nur die untersuchte Stelle berühren. Die Probe muss eindeutig beschriftet werden, insbesondere wenn mehrere Räume oder Flächen untersucht werden.
Nach der Entnahme wird die Probe entsprechend der Anleitung verschlossen. Nährbodenschalen dürfen nach Beginn der Kultivierung nicht erneut geöffnet werden. Gewachsene Pilzkulturen sollten sicher verpackt und gemäß den Herstellerangaben entsorgt oder an das Labor geschickt werden.
Alle Rahmenbedingungen sollten notiert werden. Dazu gehören Datum, Uhrzeit, Raumtemperatur, Luftfeuchtigkeit, Lüftungsverhalten, Aufstellort und besondere Ereignisse wie Reinigungsarbeiten oder ein vorangegangener Wasserschaden. Diese Angaben erleichtern die spätere Bewertung.
Was tun bei einem positiven Schimmeltest?
Ein positives Ergebnis sollte zunächst ruhig und sachlich bewertet werden. Bei einem einfachen Nährbodentest bedeutet sichtbares Wachstum zunächst nur, dass vermehrungsfähige Mikroorganismen auf den Nährboden gelangt sind. Daraus lässt sich ohne weitere Untersuchung weder die genaue Quelle noch die gesundheitliche Bedeutung sicher ableiten.
Bei sichtbarem oder wiederkehrendem Schimmel muss die Feuchtigkeitsursache gesucht werden. Mögliche Ursachen sind falsches Lüften und Heizen, bauliche Wärmebrücken, undichte Leitungen, beschädigte Dächer, aufsteigende Feuchtigkeit, Kondenswasser oder unzureichend getrocknete Wasserschäden.
Kleine, oberflächliche Stellen können unter geeigneten Bedingungen selbst behandelt werden. Dabei müssen Material, Befallsgröße und gesundheitliche Situation berücksichtigt werden. Stark poröse oder tief befallene Materialien müssen häufig entfernt werden.
Bei größeren Flächen, starkem Geruch, verdecktem Befall oder gesundheitlichen Beschwerden sollte ein Fachbetrieb oder unabhängiger Sachverständiger eingeschaltet werden. Allergiker, Menschen mit Atemwegserkrankungen, immungeschwächte Personen und kleine Kinder sollten unnötigen Kontakt mit Schimmel vermeiden.
Das bloße Überstreichen eines Befalls löst das Problem nicht. Auch ein schimmelhemmender Anstrich kann eine dauerhaft feuchte Wand nicht sanieren. Erst wenn die Ursache beseitigt und das betroffene Material fachgerecht behandelt wurde, lässt sich ein erneutes Wachstum dauerhaft vermeiden.
Häufig gestellte Fragen zum Schimmeltest
Wie zuverlässig ist ein Schimmeltest für zu Hause?
Die Zuverlässigkeit hängt stark von der Testart ab. Einfache Petrischalentests können zeigen, dass vermehrungsfähige Sporen auf einem Nährboden wachsen. Sie erlauben jedoch meist keine verlässliche Aussage über die tatsächliche Konzentration in der Raumluft oder die genaue Ursache.
Tests mit professioneller Laboranalyse sind in der Regel aussagekräftiger, besonders wenn die Probenahme korrekt erfolgt und eine Außenluft- oder Vergleichsprobe vorhanden ist. Auch ein gutes Laborergebnis muss jedoch zusammen mit der Bausituation bewertet werden.
Was bedeutet es, wenn auf der Petrischale Schimmel wächst?
Das Wachstum zeigt, dass vermehrungsfähige Mikroorganismen auf den Nährboden gelangt sind. Da Schimmelsporen überall in der Umwelt vorkommen, ist ein gewisses Wachstum nicht automatisch ungewöhnlich.
Auffällig kann ein sehr starkes Wachstum, ein deutlicher Unterschied zwischen mehreren Räumen oder das Auftreten bestimmter Kolonien sein. Eine sichere Artbestimmung ist ohne Laboruntersuchung allerdings kaum möglich.
Kann ein Schimmeltest versteckten Schimmel nachweisen?
Ein Raumlufttest kann Hinweise auf einen verdeckten Befall liefern, wenn Schimmelsporen aus einem Hohlraum oder hinter einer Verkleidung in den Raum gelangen. Ein unauffälliges Ergebnis schließt versteckten Schimmel jedoch nicht sicher aus.
Bei einem konkreten Verdacht sind ergänzende Untersuchungen sinnvoll. Dazu gehören Feuchtigkeitsmessungen, Thermografie, Endoskopie oder die gezielte Öffnung eines betroffenen Bauteils durch eine Fachperson.
Wie lange dauert die Auswertung eines Schimmeltests?
Bei einem Selbsttest mit Nährboden werden erste Kolonien häufig nach wenigen Tagen sichtbar. Die vollständige Beobachtungsdauer ist in der Anleitung angegeben und sollte eingehalten werden.
Bei einer Laboranalyse kommen Versand- und Bearbeitungszeiten hinzu. Je nach Anbieter und Verfahren kann das Ergebnis nach einigen Werktagen oder erst nach mehreren Wochen vorliegen.
Kann man Schimmel allein an der Farbe erkennen?
Nein. Schimmel kann schwarz, grün, weiß, gelb, braun, grau oder rötlich erscheinen. Die Farbe hängt von der Pilzart, dem Untergrund, dem Alter der Kolonie und den Umgebungsbedingungen ab.
Eine schwarze Verfärbung ist nicht automatisch besonders gefährlich, und ein heller Belag ist nicht automatisch harmlos. Eine genaue Bestimmung erfolgt durch eine mikroskopische oder mikrobiologische Untersuchung.
Wann ist ein professioneller Schimmeltest sinnvoll?
Eine professionelle Untersuchung ist empfehlenswert, wenn der Befall größer ist, immer wieder auftritt, hinter Bauteilen vermutet wird oder gesundheitliche Beschwerden bestehen. Auch nach einem umfangreichen Wasserschaden kann eine fachgerechte Kontrolle sinnvoll sein.
Bei Streitigkeiten zwischen Mieter und Vermieter, Versicherungsfällen oder geplanten rechtlichen Schritten sollte die Probenahme möglichst durch einen unabhängigen Sachverständigen erfolgen. Ein privater Selbsttest besitzt hierfür nur eine begrenzte Beweiskraft.
Wie viel kostet ein Schimmeltest?
Einfache Selbsttests mit Nährboden sind häufig bereits für etwa 15 bis 40 Euro erhältlich. Tests mit Laboranalyse kosten abhängig von Probenart und Leistungsumfang häufig zwischen ungefähr 40 und 150 Euro.
Kombinierte Laborpakete und professionelle Vor-Ort-Untersuchungen können deutlich teurer sein. Die Kosten richten sich nach der Anzahl der Räume, den benötigten Proben, der Art des Gebäudes und dem Aufwand der Ursachenanalyse.
Kann ein Schimmeltest gesundheitliche Gefahren bestimmen?
Ein Test kann bestimmte Schimmelpilze oder eine erhöhte Belastung nachweisen. Daraus lässt sich jedoch nicht automatisch ableiten, ob eine konkrete Person erkranken wird. Die gesundheitliche Wirkung hängt unter anderem von der Konzentration, der Dauer der Belastung und der individuellen Empfindlichkeit ab.
Bei Beschwerden wie anhaltendem Husten, gereizten Augen, Atemproblemen oder allergischen Symptomen sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Ein Schimmeltest ersetzt keine medizinische Diagnose.
Sollte man vor dem Schimmeltest lüften?
Das hängt vom jeweiligen Verfahren ab. Bei vielen Raumlufttests sollen Fenster und Türen vor der Probenahme für eine vorgegebene Zeit geschlossen bleiben. Dadurch sollen vergleichbare Bedingungen entstehen.
Da die Vorgaben je nach Produkt unterschiedlich sind, muss immer die konkrete Anleitung beachtet werden. Eigenmächtiges Lüften unmittelbar vor der Messung kann das Ergebnis verfälschen.
Kann man einen Schimmeltest nach einer Sanierung verwenden?
Ja, ein Test kann Bestandteil einer Sanierungskontrolle sein. Dabei sollte geprüft werden, ob die Feuchtigkeitsursache beseitigt, das belastete Material entfernt und der Arbeitsbereich gründlich gereinigt wurde.
Für eine belastbare Freimessung reicht ein einfacher Selbsttest meist nicht aus. Bei größeren Sanierungen sollte die Kontrolle durch eine unabhängige Fachperson geplant und durchgeführt werden.
Schimmeltest Test bei Stiftung Warentest & Co
| Stiftung Warentest | Schimmeltest Test bei test.de |
| Öko-Test | Schimmeltest Test bei Öko-Test |
| Konsument.at | Schimmeltest bei konsument.at |
| gutefrage.net | Schimmeltest bei Gutefrage.de |
| Youtube.com | Schimmeltest bei Youtube.com |
Schimmeltest Testsieger
Stiftung Warentest ist bekannt dafür, eine Vielzahl an Produkte einem genauen Test zu unterziehen. Schimmeltests wurden bisher noch nicht getestet, so dass wir Ihnen keinen Schimmeltest Testsieger präsentieren können.
Schimmeltest Stiftung Warentest
Leider ist uns momentan kein Schimmeltest Stiftung Warentest Sieger bekannt.
Fazit zum Schimmeltest
Ein Schimmeltest kann ein nützliches Hilfsmittel sein, wenn in einem Gebäude ein muffiger Geruch, verdächtige Flecken, wiederkehrende Feuchtigkeit oder ein verdeckter Befall vermutet wird. Welche Testart geeignet ist, hängt davon ab, ob die Raumluft, eine sichtbare Oberfläche, ein Baustoff oder abgelagerter Staub untersucht werden soll.
Einfache Nährbodentests sind günstig und leicht durchzuführen. Sie liefern jedoch nur eine grobe Orientierung, da Schimmelsporen natürlicherweise in Innen- und Außenluft vorkommen. Sichtbares Wachstum auf einer Petrischale beweist deshalb nicht automatisch einen gefährlichen Gebäudeschaden. Ebenso kann ein unauffälliger Test einen verdeckten Befall nicht vollständig ausschließen.
Deutlich aussagekräftiger sind Schimmeltests mit Laboranalyse. Sie können Hinweise auf vorhandene Pilzgattungen und die Belastung einer Probe liefern. Besonders sinnvoll ist ein Vergleich zwischen Innen- und Außenluft. Trotzdem bleibt auch ein Laborbericht nur ein Teil der Gesamtbewertung. Entscheidend ist immer die Frage, warum in einem Bauteil oder Raum zu viel Feuchtigkeit vorhanden ist.
Beim Kauf sollten Verbraucher auf die passende Probenart, einen vollständigen Lieferumfang, verständliche Anweisungen und transparente Laborkosten achten. Ein günstiger Test ist nur dann hilfreich, wenn er korrekt durchgeführt und realistisch ausgewertet wird. Unklare Werbeaussagen oder pauschale Gefahrenbewertungen sollten kritisch betrachtet werden.
Bei kleinen, klar begrenzten und oberflächlichen Auffälligkeiten kann ein Selbsttest als erste Orientierung ausreichen. Bei größeren Flächen, wiederkehrendem Schimmel, verdeckten Wasserschäden, gesundheitlichen Beschwerden oder rechtlichen Streitigkeiten ist eine professionelle Begutachtung die bessere Wahl. Ein unabhängiger Sachverständiger kann nicht nur Proben nehmen, sondern auch die Feuchtigkeitsursache und die betroffenen Bauteile untersuchen.
Der wichtigste Schritt bleibt letztlich nicht der bloße Nachweis des Schimmels, sondern die dauerhafte Beseitigung seiner Ursache. Ohne eine Reparatur undichter Bauteile, eine ausreichende Trocknung oder eine Verbesserung der problematischen Raum- und Oberflächenbedingungen kann der Befall nach einer Reinigung erneut entstehen. Ein fachgerecht ausgewählter Schimmeltest kann dabei helfen, die Situation besser einzuschätzen und die nächsten Maßnahmen zielgerichtet zu planen.
Zuletzt Aktualisiert am 22.07.2026
Letzte Aktualisierung am 13.08.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API
