Ein Regensammler ist eine praktische, vergleichsweise einfach zu installierende und langfristig kostensparende Möglichkeit, Niederschlagswasser gezielt aus einem Fallrohr abzuleiten und in einer Regentonne, einem Regenfass oder einem größeren Wasserspeicher zu sammeln, sodass wertvolles Trinkwasser bei der Gartenbewässerung eingespart, die öffentliche Kanalisation bei starken Niederschlägen entlastet und gleichzeitig eine nachhaltigere Nutzung natürlicher Ressourcen ermöglicht werden kann. Besonders in längeren Trockenperioden zeigt sich der Nutzen eines gut ausgewählten Regensammlers, denn das zuvor aufgefangene Regenwasser steht unmittelbar für Blumenbeete, Gemüse, Rasenflächen, Hecken, Kübelpflanzen und zahlreiche weitere Anwendungen im Außenbereich zur Verfügung. Moderne Modelle arbeiten häufig mit einem integrierten Filter, einem Überlaufstopp und einer automatischen Umschaltung, wodurch Laub, grobe Verschmutzungen und überschüssiges Wasser nicht unkontrolliert in den Speicher gelangen. Je nach Bauart lässt sich ein Regensammler direkt in ein vorhandenes Fallrohr einsetzen, über einen seitlichen Anschluss verbinden oder sogar ohne vollständiges Durchtrennen des Rohres montieren. Damit das System zuverlässig funktioniert, müssen jedoch der Durchmesser des Fallrohres, die Größe der angeschlossenen Dachfläche, die Position des Wasserbehälters, die Filterleistung sowie die Frostbeständigkeit berücksichtigt werden. Dieser ausführliche Ratgeber erklärt, wie ein Regensammler funktioniert, welche Arten erhältlich sind, worauf beim Kauf geachtet werden sollte, welche Alternativen infrage kommen und wie das gesammelte Regenwasser möglichst effizient und hygienisch genutzt werden kann.
- Montiert in 5 Minuten
- Überlaufstopp-Funktion
- Umstellung Sommer- / Winterbetrieb möglich
- Fallrohrgröße DN 70 - DN 100
Was ist ein Regensammler?
Ein Regensammler ist ein Bauteil, das in ein Regenfallrohr eingesetzt oder seitlich daran angeschlossen wird, um einen Teil des vom Dach ablaufenden Regenwassers in einen dafür vorgesehenen Speicher umzuleiten. Bei diesem Speicher kann es sich um eine klassische Regentonne, ein dekoratives Regenfass, einen Wandtank, einen unterirdischen Erdtank oder eine größere Zisterne handeln. Das wesentliche Ziel besteht darin, Regenwasser kontrolliert zu sammeln, anstatt es vollständig über das Fallrohr in die Kanalisation oder eine Versickerungsanlage abzuleiten.
Das Wasser gelangt zunächst von der Dachfläche in die Dachrinne und fließt anschließend durch das Fallrohr nach unten. Im Inneren des Regensammlers wird ein bestimmter Anteil des Wassers über eine Führung, eine Sammelrinne oder einen Filtereinsatz seitlich abgeleitet. Über einen Verbindungsschlauch fließt es in den angeschlossenen Wasserbehälter. Ist der Behälter voll, sorgt bei vielen Modellen ein integrierter Überlaufstopp dafür, dass kein weiteres Wasser in die Regentonne gelangt. Das überschüssige Regenwasser fließt dann regulär durch das Fallrohr weiter.
Ein hochwertiger Regensammler übernimmt häufig mehrere Aufgaben gleichzeitig. Er sammelt Wasser, hält grobe Verschmutzungen zurück, verhindert das Überlaufen der Regentonne und ermöglicht je nach Ausführung sogar eine manuelle Umschaltung zwischen Sommer- und Winterbetrieb. Einige Modelle besitzen einen herausnehmbaren Filter, der Laub, Moos, kleine Äste und andere Partikel auffängt. Dadurch wird verhindert, dass sich zu viel Schmutz im Wasserbehälter absetzt oder der Verbindungsschlauch verstopft.
Regensammler werden überwiegend aus wetterfestem Kunststoff, Metall oder einer Kombination verschiedener Materialien gefertigt. Kunststoffmodelle sind leicht, preiswert und korrosionsbeständig. Modelle aus Zink, Kupfer oder Edelstahl passen häufig optisch besser zu hochwertigen Metallfallrohren, sind jedoch meist teurer. Entscheidend ist, dass der Regensammler zum vorhandenen Fallrohr passt. Übliche Rohrdurchmesser liegen beispielsweise bei 50, 60, 70, 80, 87, 100 oder 110 Millimetern. Manche Produkte sind für mehrere Größen geeignet und werden mit Adaptern oder flexiblen Dichtungen geliefert.
Die Montage kann je nach System unterschiedlich erfolgen. Klassische Regensammler werden durch das Heraustrennen eines kurzen Fallrohrstücks eingesetzt. Andere Produkte werden über eine Bohrung seitlich am Rohr befestigt. Für Heimwerker sind Modelle mit Bohrkrone und Montageschablone besonders interessant, weil das Fallrohr dabei nicht vollständig durchtrennt werden muss. Welche Variante besser geeignet ist, hängt von der Zugänglichkeit des Fallrohres, seinem Material und der gewünschten Rückbaubarkeit ab.
Welche Vorteile bietet ein Regensammler?
Der wichtigste Vorteil liegt in der Einsparung von Trinkwasser. Für die Bewässerung vieler Gartenpflanzen ist aufbereitetes Leitungswasser nicht notwendig. Regenwasser steht kostenlos zur Verfügung und kann während niederschlagsreicher Zeiten gesammelt werden. Besonders bei großen Gärten, zahlreichen Kübelpflanzen oder längeren Trockenperioden können dadurch spürbare Wasserkosten eingespart werden.
Viele Pflanzen vertragen Regenwasser zudem besser als kalkhaltiges Leitungswasser. Regenwasser ist in der Regel vergleichsweise weich und enthält weniger Kalk. Dies ist insbesondere bei Rhododendren, Hortensien, Heidelbeeren, Azaleen und anderen kalkempfindlichen Pflanzen von Vorteil. Auch auf Blättern und Pflanzgefäßen entstehen weniger Kalkrückstände.
Ein Regensammler arbeitet nach der Installation weitgehend automatisch. Sobald es regnet, wird Wasser in den angeschlossenen Behälter geleitet. Ein guter Überlaufstopp verhindert, dass die Regentonne ständig kontrolliert werden muss. Ist der Speicher voll, fließt das zusätzliche Wasser wieder durch das Fallrohr ab.
Ein weiterer Vorteil ist die Entlastung der Kanalisation. Wird Niederschlagswasser zwischengespeichert und später zur Bewässerung verwendet, gelangt es nicht unmittelbar in das öffentliche Abwassersystem. Der Beitrag eines einzelnen Regenfasses ist zwar begrenzt, doch bei einer breiten Nutzung können viele kleine Speicher die kurzfristige Abflussmenge bei Starkregen reduzieren.
Die Systeme sind außerdem relativ günstig. Ein einfacher Regensammler kostet oft deutlich weniger als eine komplette automatische Bewässerungsanlage oder ein unterirdisches Regenwassersystem. Viele Modelle lassen sich mit normalem Werkzeug selbst installieren. Ein Stromanschluss ist nicht erforderlich, da das Wasser allein durch das natürliche Gefälle fließt.
Welche Nachteile können auftreten?
Ein Regensammler kann nur so viel Wasser sammeln, wie in den angeschlossenen Behälter passt. Eine kleine Regentonne ist bei starkem Regen schnell gefüllt. Wird im Garten regelmäßig viel Wasser benötigt, reicht ein einzelner Behälter möglicherweise nicht aus. In diesem Fall müssen mehrere Tonnen verbunden oder größere Speicher verwendet werden.
Filter und Anschlüsse benötigen regelmäßige Pflege. Laub, Moos, Blütenreste und Schmutz können den Filtereinsatz oder den Verbindungsschlauch zusetzen. Wird ein verstopfter Regensammler nicht gereinigt, sinkt die Wasserleistung deutlich. Im ungünstigsten Fall kann sich das Wasser im Fallrohr zurückstauen.
Bei falsch ausgerichteten Anschlüssen funktioniert der Überlaufstopp möglicherweise nicht zuverlässig. Befindet sich der Anschluss an der Regentonne zu tief oder zu hoch, kann die automatische Füllbegrenzung beeinträchtigt sein. Deshalb sollten die Montagehöhe und die Herstellerhinweise genau eingehalten werden.
In frostgefährdeten Bereichen muss das System vor dem Winter vorbereitet werden. Wasser, das im Schlauch oder im Gehäuse gefriert, kann Bauteile beschädigen. Manche Modelle besitzen eine Winterstellung, bei anderen muss der Schlauch abgenommen oder der Zulauf verschlossen werden.
Ein weiterer Nachteil ist die Abhängigkeit von der Dach- und Rinnenreinigung. Stark verschmutzte Dächer, offene Dachrinnen oder brüchige Dachmaterialien können die Wasserqualität beeinträchtigen. Regenwasser aus einem Regensammler sollte daher nicht automatisch als Trinkwasser betrachtet werden. Für die Gartenbewässerung ist es meist gut geeignet, für den menschlichen Verzehr jedoch ohne aufwendige Aufbereitung nicht vorgesehen.
Regensammler Bestseller Platz 2 – 4
Welche Arten von Regensammlern gibt es?
Regensammler mit Filtereinsatz
Regensammler mit integriertem Filter gehören zu den beliebtesten Varianten. Im Inneren befindet sich ein Sieb, Filterkorb oder eine fein strukturierte Sammelfläche, die das Regenwasser von groben Verschmutzungen trennt. Laub, Moos, kleine Zweige und andere Partikel werden im Idealfall weiter durch das Fallrohr transportiert oder im herausnehmbaren Filter gesammelt. Das gefilterte Wasser gelangt anschließend über einen Schlauch in den Speicher.
Diese Bauart eignet sich besonders für Dächer, auf denen regelmäßig Blätter oder andere organische Bestandteile landen. Häuser in der Nähe großer Bäume profitieren daher häufig von einem Regensammler mit gut zugänglichem Filter. Wichtig ist, dass der Filter ohne vollständige Demontage gereinigt werden kann. Ein herausnehmbarer Einsatz erleichtert die Wartung erheblich.
Die Filterfeinheit sollte zum geplanten Einsatz passen. Für eine einfache Gießkanne reicht meist ein grober Vorfilter. Wird das Wasser jedoch durch eine Gartenpumpe, ein Bewässerungssystem oder feine Tropfschläuche geleitet, ist eine bessere Filterung sinnvoll. Zu feine Filter können allerdings schneller verstopfen und müssen entsprechend häufiger gereinigt werden.
Regensammler mit Überlaufstopp
Ein Regensammler mit Überlaufstopp ist so konstruiert, dass der Wasserzulauf automatisch reduziert oder gestoppt wird, sobald der Wasserstand im angeschlossenen Behälter die Höhe des Zulaufs erreicht. Dabei wird das Prinzip der kommunizierenden Wassersäulen genutzt. Steigt das Wasser im Verbindungsschlauch bis zur Höhe des Sammlers, fließt das weitere Regenwasser bevorzugt durch das Fallrohr nach unten.
Diese Funktion ist besonders wichtig, wenn die Regentonne keinen eigenen Überlauf besitzt oder direkt an einer Hauswand steht. Ohne Überlaufstopp könnte Wasser über den Rand laufen, den Untergrund aufweichen, die Fassade verschmutzen oder in einen Kellerbereich gelangen. Ein funktionierender Überlaufstopp erhöht daher sowohl den Komfort als auch die Sicherheit.
Damit die Technik zuverlässig arbeitet, müssen Regensammler und Tonnenanschluss auf annähernd gleicher Höhe montiert werden. Der Verbindungsschlauch sollte möglichst gerade verlaufen und darf nicht stark durchhängen. Luftblasen, Knicke oder Ablagerungen können die Funktion beeinträchtigen.
Regensammler zum Einsetzen in das Fallrohr
Bei klassischen Einbaumodellen wird ein kurzes Stück aus dem vorhandenen Fallrohr entfernt. Der Regensammler wird anschließend zwischen das obere und untere Rohrstück eingesetzt. Diese Konstruktion bietet häufig eine hohe Sammelleistung, weil der gesamte Wasserstrom durch den Sammler geleitet wird. Gleichzeitig können große Filterflächen und zuverlässige Überlauffunktionen integriert werden.
Die Montage erfordert eine saubere Messung. Wird zu viel oder zu wenig Rohr entfernt, passt das Bauteil nicht korrekt. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass die Rohrenden gerade geschnitten und entgratet werden. Bei Metallrohren können geeignete Blechscheren oder Metallsägen erforderlich sein, während Kunststoffrohre meist mit einer feinzahnigen Säge bearbeitet werden können.
Einbaumodelle eignen sich besonders für dauerhaft geplante Systeme. Sie sitzen stabil, können große Wassermengen bewältigen und wirken bei passender Farbe relativ unauffällig. Ein späterer Rückbau ist jedoch aufwendiger, da das herausgetrennte Rohrstück ersetzt werden muss.
Regensammler zur seitlichen Bohrmontage
Bei dieser Variante wird das Fallrohr nicht vollständig durchtrennt. Stattdessen wird seitlich eine Öffnung gebohrt, in die ein Sammelstück oder eine flexible Entnahmeeinheit eingesetzt wird. Viele Sets enthalten eine passende Bohrkrone, Dichtungen, einen Anschlussschlauch und eine Montageschablone.
Der Vorteil besteht in der schnellen und vergleichsweise sauberen Montage. Das Fallrohr bleibt grundsätzlich erhalten und muss nicht auseinandergenommen werden. Diese Lösung eignet sich besonders für Kunststofffallrohre und für Heimwerker, die mit möglichst geringem Aufwand eine Regentonne anschließen möchten.
Allerdings ist die Sammelleistung mancher Bohrsysteme geringer als bei vollflächigen Einbaumodellen. Bei sehr großen Dachflächen oder starken Niederschlägen kann daher ein Teil des Wassers ungenutzt durch das Rohr fließen. Außerdem muss die seitliche Dichtung exakt sitzen, damit kein Wasser außen am Rohr herunterläuft.
Regensammler für Metallfallrohre
Regensammler für Zink-, Kupfer- oder Edelstahlfallrohre werden häufig aus einem optisch passenden Material angeboten. Neben der Funktion spielt hierbei das Erscheinungsbild eine wichtige Rolle. Ein grauer Kunststoffsammler kann an einem hochwertigen Kupferfallrohr störend wirken, während ein metallischer Sammler harmonischer in die Fassade integriert werden kann.
Bei der Auswahl muss auf Materialverträglichkeit geachtet werden. Werden unterschiedliche Metalle ungünstig miteinander kombiniert, kann Kontaktkorrosion entstehen. Geeignete Dichtungen und fachgerechte Übergänge reduzieren dieses Risiko. Bei Unsicherheit ist die Beratung durch einen Dachdecker oder Klempner sinnvoll.
Metallmodelle sind in der Regel robust und langlebig, kosten jedoch häufig mehr als Kunststoffprodukte. Auch die Montage kann anspruchsvoller sein, da Metallrohre schwerer zu bohren oder zu durchtrennen sind.
Regensammler mit Sommer- und Winterbetrieb
Modelle mit Sommer- und Winterstellung besitzen einen Hebel, Drehschalter oder herausnehmbaren Einsatz, mit dem der Wasserzulauf zum Speicher unterbrochen werden kann. Im Sommer wird das Regenwasser in die Tonne geleitet. Vor dem ersten Frost wird die Winterstellung aktiviert, sodass das Wasser wieder vollständig durch das Fallrohr abläuft.
Diese Funktion erleichtert die saisonale Nutzung erheblich. Der Verbindungsschlauch muss je nach Konstruktion nicht vollständig entfernt werden. Trotzdem sollte geprüft werden, ob sich noch Restwasser im Schlauch befindet. Ein Schlauch, der durchhängt und mit Wasser gefüllt bleibt, kann bei Frost beschädigt werden.
Für Regionen mit regelmäßigem Frost ist eine Winterumschaltung sehr empfehlenswert. Sie reduziert den Wartungsaufwand und verlängert bei korrekter Bedienung die Lebensdauer des Systems.
Regensammler mit Wasserhahn oder zusätzlichem Auslauf
Einige Produkte besitzen neben dem Anschluss für die Regentonne einen zusätzlichen kleinen Auslauf oder Wasserhahn. Darüber kann Wasser direkt aus dem Fallrohr entnommen werden, beispielsweise zum Füllen einer Gießkanne. Diese Variante ist sinnvoll, wenn kein großer Speicher aufgestellt werden kann oder nur gelegentlich kleinere Wassermengen benötigt werden.
Die direkte Entnahme funktioniert allerdings nur während oder kurz nach einem Regenereignis. Ein solcher Regensammler ersetzt keinen Vorratsbehälter. Zudem sollte der Auslauf nach Gebrauch geschlossen werden, damit kein Wasser unkontrolliert an der Fassade oder auf dem Boden austritt.
Worauf sollte beim Kauf eines Regensammlers geachtet werden?
Passender Fallrohrdurchmesser
Der Durchmesser des Fallrohres ist eines der wichtigsten Kaufkriterien. Ein zu großer oder zu kleiner Regensammler lässt sich nicht sicher montieren und kann undicht werden. Der Rohrdurchmesser sollte daher vor dem Kauf exakt gemessen werden. Dabei ist der Außendurchmesser entscheidend. Bei nicht kreisförmigen Fallrohren muss zusätzlich geprüft werden, ob der Hersteller passende Varianten für quadratische oder rechteckige Rohre anbietet.
Material des Fallrohres
Nicht jedes Modell ist gleichermaßen für Kunststoff, Zink, Kupfer oder Stahl geeignet. Während einige Regensammler universell eingesetzt werden können, sind andere speziell auf Kunststoffrohre ausgelegt. Die Herstellerangaben sollten daher genau geprüft werden. Besonders bei Kupferrohren ist auf passende Materialien und eine korrosionssichere Verbindung zu achten.
Größe der Dachfläche
Je größer die Dachfläche, desto mehr Wasser läuft bei Regen durch das Fallrohr. Ein kleiner Regensammler kann bei einer großen Dachfläche möglicherweise nicht ausreichend Wasser ableiten oder filtern. Hersteller geben teilweise an, für welche maximale Dachfläche das Produkt geeignet ist. Diese Angabe sollte insbesondere bei großen Einfamilienhäusern, Garagen, Hallen oder Nebengebäuden berücksichtigt werden.
Filterleistung und Wartungszugang
Ein guter Filter sollte grobe Verschmutzungen zurückhalten, ohne den Wasserfluss unnötig zu begrenzen. Gleichzeitig muss er einfach erreichbar sein. Modelle, die für jede Reinigung vollständig ausgebaut werden müssen, verursachen langfristig unnötigen Aufwand. Praktischer sind herausnehmbare Filtereinsätze, Revisionsöffnungen oder selbstreinigende Konstruktionen.
Überlaufstopp
Ein automatischer Überlaufstopp ist in den meisten Fällen empfehlenswert. Er verhindert, dass die Regentonne bei längerem Regen überläuft. Allerdings funktioniert die Technik nur bei korrekter Montage. Deshalb sollten die zulässige Einbauhöhe, der Schlauchdurchmesser und die Position des Tonnenanschlusses beachtet werden.
Anschlussschlauch und Zubehör
Viele Sets enthalten bereits einen Schlauch, Dichtungen, Anschlussstücke und gegebenenfalls eine Bohrkrone. Ein vollständiges Set spart Zeit und reduziert das Risiko inkompatibler Teile. Der Schlauch sollte UV-beständig, ausreichend flexibel und frostbeständig sein. Außerdem muss seine Länge zur Entfernung zwischen Fallrohr und Regentonne passen.
Winterbetrieb
Wer den Regensammler ganzjährig am Fallrohr lassen möchte, sollte ein Modell mit Winterstellung wählen. Alternativ muss der Zulauf vor dem Frost verschlossen oder der Sammler teilweise demontiert werden. Eine einfache Umschaltung ist deutlich komfortabler und verringert die Gefahr von Frostschäden.
Reinigungsmöglichkeit
Auch ein hochwertiger Regensammler muss gelegentlich gereinigt werden. Deshalb sollte das Gehäuse leicht geöffnet oder der Filter ohne Spezialwerkzeug entnommen werden können. Glatte Innenflächen sind vorteilhaft, da sich Schmutz weniger stark festsetzt.
Welche Alternativen gibt es zu einem Regensammler?
Regentonne direkt unter einem Fallrohrauslauf
Die einfachste Alternative besteht darin, das Fallrohr zu kürzen und das Wasser direkt von oben in eine offene Regentonne laufen zu lassen. Diese Lösung ist preiswert und besitzt eine hohe Einlaufleistung. Allerdings gelangen auch Laub, Schmutz und kleine Tiere leichter in den Behälter. Zudem fehlt häufig ein automatischer Überlaufstopp.
Eine offene Regentonne sollte deshalb mit einem Deckel, einem Einlauffilter und einem geregelten Überlauf ausgestattet werden. Andernfalls kann sie bei starkem Regen überlaufen oder zu einer Brutstätte für Mücken werden. Für einfache Anwendungen an einem Gartenhaus kann diese Lösung dennoch ausreichend sein.
Regenwasserklappe
Eine Regenwasserklappe ist ein einfaches Bauteil, das in das Fallrohr eingebaut wird. Bei Bedarf wird eine Klappe geöffnet, sodass das Wasser seitlich herausläuft und in eine darunterstehende Gießkanne oder Tonne gelangt. Wird kein Wasser benötigt, kann die Klappe geschlossen werden.
Diese Variante ist günstig und unkompliziert, bietet jedoch meist keine automatische Filterung und keinen zuverlässigen Überlaufstopp. Der Nutzer muss die Klappe manuell bedienen. Für kleine Gärten oder gelegentliche Wasserentnahme kann sie dennoch eine sinnvolle Alternative darstellen.
Regenwasserdieb
Der Begriff Regenwasserdieb wird häufig als Synonym für Regensammler verwendet. Manche Hersteller bezeichnen damit jedoch speziell kompakte Einbaumodelle, die das Wasser aus dem inneren Randbereich des Fallrohres entnehmen. Funktional unterscheiden sich solche Produkte nur geringfügig von klassischen Regensammlern.
Beim Kauf sollte daher weniger auf die Produktbezeichnung und stärker auf die tatsächliche Funktionsweise geachtet werden. Entscheidend sind Filter, Überlaufstopp, Rohrdurchmesser, Sammelleistung und Wartungszugang.
Unterirdische Zisterne
Eine Zisterne ist eine wesentlich größere und aufwendigere Alternative. Sie wird meist unterirdisch eingebaut und kann mehrere Tausend Liter Regenwasser speichern. Das Wasser lässt sich nicht nur zur Gartenbewässerung, sondern bei entsprechendem Leitungssystem auch für Toilettenspülung oder Waschmaschine verwenden.
Die Anschaffung und Installation sind deutlich teurer als bei einem einfachen Regensammler. Erdarbeiten, Filtertechnik, Pumpen und separate Leitungen erhöhen den Aufwand. Für große Grundstücke und einen dauerhaft hohen Wasserverbrauch kann eine Zisterne dennoch wirtschaftlich sinnvoll sein.
Wandtank oder schlanker Regenspeicher
Wandtanks sind schmale, hohe Wasserbehälter, die direkt an einer Haus- oder Garagenwand aufgestellt werden. Sie nutzen den vorhandenen Platz effizienter als runde Regentonnen und sind häufig optisch ansprechend gestaltet. Auch diese Speicher werden üblicherweise über einen Regensammler mit dem Fallrohr verbunden.
Als Alternative zur klassischen Regentonne bieten sie ein größeres Volumen bei geringer Stellfläche. Allerdings müssen sie auf einem absolut ebenen und tragfähigen Untergrund stehen. Ein gefüllter Tank kann mehrere Hundert Kilogramm wiegen.
Versickerungssystem
Wer Regenwasser nicht speichern möchte, kann es gezielt auf dem Grundstück versickern lassen. Dafür kommen Mulden, Rigolen oder unterirdische Versickerungsboxen infrage. Diese Systeme reduzieren den Abfluss in die Kanalisation, stellen jedoch kein Wasser für die spätere Bewässerung bereit.
Eine Versickerung eignet sich besonders für überschüssiges Wasser aus einer vollen Regentonne. Der Überlauf des Speichers kann beispielsweise in eine bepflanzte Mulde oder eine ausreichend dimensionierte Rigole geleitet werden. Dabei müssen örtliche Bodenverhältnisse und rechtliche Vorgaben beachtet werden.
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Beliebte Regensammler und bekannte Hersteller
Die folgende Tabelle zeigt bekannte Regensammler beziehungsweise häufig angebotene Produktserien. Die Preise dienen lediglich als ungefähre Orientierung und können je nach Händler, Rohrgröße, Material, Lieferumfang und Verfügbarkeit abweichen.
| Produktname | Marke | Ungefährer Preis | Kurzbeschreibung |
|---|---|---|---|
| Speedy Regensammler | GRAF | etwa 25 bis 40 Euro | Seitlich montierbarer Regensammler für verschiedene Fallrohrgrößen, häufig mit Bohrkrone, Schlauch und Überlaufstopp erhältlich. |
| Regendieb Pro | GRAF | etwa 35 bis 55 Euro | Leistungsfähiger Regensammler mit Filterfunktion, Winterstellung und Anschluss für Regentonnen oder größere Speicher. |
| Füllautomat de luxe | 3P Technik | etwa 30 bis 50 Euro | Fallrohrsammler mit Filtereinsatz und automatischer Füllbegrenzung für verschiedene Dach- und Speichergrößen. |
| Regensammler mit Filter | Marley | etwa 20 bis 40 Euro | Kompaktes Modell für gängige Kunststofffallrohre, abhängig von der Ausführung mit Schlauchanschluss und Filter. |
| Rain Collector | Garantia | etwa 25 bis 45 Euro | Regensammler für die Verbindung von Fallrohr und Regentonne, teilweise mit automatischem Überlaufstopp und Sommer-Winter-Funktion. |
| Regensammler für Metallfallrohre | diverse Dachentwässerungshersteller | etwa 40 bis 100 Euro | Robuste Ausführung aus Zink, Kupfer oder Edelstahl für eine optisch passende Montage an Metallfallrohren. |
Die Tabelle ist nicht als verbindliche Rangliste zu verstehen. Ein Produkt kann technisch hochwertig sein und dennoch ungeeignet bleiben, wenn es nicht zum vorhandenen Fallrohr oder zum geplanten Speicher passt. Vor dem Kauf sollten deshalb immer die genauen Abmessungen, die zulässige Dachfläche und der Lieferumfang überprüft werden.
Wie wird ein Regensammler richtig montiert?
Vor der Montage muss zunächst ein geeigneter Standort für die Regentonne ausgewählt werden. Der Untergrund sollte fest, eben und ausreichend tragfähig sein. Eine Tonne mit 300 Litern Inhalt wiegt einschließlich Behälter mehr als 300 Kilogramm. Lockere Erde, unebene Pflastersteine oder instabile Holzpodeste sind daher ungeeignet.
Anschließend wird die gewünschte Einbauhöhe bestimmt. Der Anschluss des Regensammlers sollte bei Modellen mit Überlaufstopp ungefähr auf gleicher Höhe wie der obere Zulauf an der Regentonne liegen. Ist der Sammler deutlich höher montiert, kann die Tonne überlaufen. Ist er zu niedrig angebracht, wird das Speichervolumen möglicherweise nicht vollständig genutzt.
Bei einem Einbaumodell wird das Fallrohr entsprechend der Herstellerangaben markiert und ein passendes Teilstück entfernt. Die Schnittkanten sollten gerade und frei von Graten sein. Danach wird der Regensammler zwischen die Rohrenden eingesetzt und gegebenenfalls mit Schellen, Muffen oder Dichtungen befestigt.
Bei einer seitlichen Bohrmontage wird die Bohrschablone am Rohr positioniert. Die Öffnung sollte exakt in der vorgesehenen Höhe gebohrt werden. Anschließend wird das Sammelstück eingesetzt und mit der mitgelieferten Dichtung fixiert. Wichtig ist, dass die Dichtung sauber aufliegt und nicht verdreht wird.
Der Verbindungsschlauch wird möglichst kurz, gerade und ohne Knicke zur Regentonne geführt. Ein leichtes Gefälle in Richtung Behälter unterstützt den Wasserfluss. Durchhängende Schlaufen sollten vermieden werden, da sich darin Wasser und Schmutz sammeln können.
Nach der Montage empfiehlt sich ein Funktionstest. Dazu kann vorsichtig Wasser in die Dachrinne oder das obere Fallrohr gegeben werden. Dabei wird kontrolliert, ob Wasser in die Tonne fließt und ob alle Verbindungen dicht bleiben. Sobald der Wasserstand die Zulaufhöhe erreicht, sollte der automatische Füllstopp überprüft werden.
Wie viel Regenwasser kann gesammelt werden?
Die theoretisch sammelbare Wassermenge hängt von der Dachfläche und der Niederschlagsmenge ab. Als grobe Orientierung gilt: Ein Millimeter Niederschlag entspricht ungefähr einem Liter Wasser pro Quadratmeter Fläche. Fallen auf eine Dachfläche von 100 Quadratmetern zehn Millimeter Regen, treffen theoretisch etwa 1.000 Liter Wasser auf das Dach.
In der Praxis steht nicht die gesamte Menge zur Verfügung. Ein Teil bleibt auf dem Dach, verdunstet, wird durch Wind verweht oder geht durch Verschmutzung und technische Verluste verloren. Auch der Regensammler leitet je nach Konstruktion nicht zwingend den gesamten Wasserstrom in den Speicher. Dennoch kann bereits ein kurzer Regenschauer eine kleine Regentonne füllen.
Die Größe des Speichers sollte zum Wasserbedarf und zur Dachfläche passen. Eine 100-Liter-Tonne ist für ein kleines Beet ausreichend, erreicht an einem großen Hausdach jedoch schnell ihre Kapazitätsgrenze. Für größere Gärten sind Behälter mit 300 bis 1.000 Litern oder miteinander verbundene Regentonnen oft sinnvoller.
Regentonnen miteinander verbinden
Mehrere Regentonnen lassen sich über Verbindungssets koppeln. Dabei werden die Behälter entweder im oberen oder im unteren Bereich miteinander verbunden. Eine obere Verbindung wirkt vor allem als Überlauf: Erst wenn die erste Tonne gefüllt ist, fließt das Wasser in den nächsten Behälter. Eine Verbindung im unteren Bereich sorgt dagegen dafür, dass sich der Wasserstand in allen Tonnen weitgehend gleichmäßig verteilt.
Bei einer unteren Verbindung müssen alle Anschlüsse absolut dicht sein, da dort dauerhaft Wasserdruck anliegt. Außerdem sollten die Behälter auf gleicher Höhe stehen. Unterschiedliche Höhen führen zu ungleichmäßigen Wasserständen und können einzelne Anschlüsse stärker belasten.
Mehrere verbundene Tonnen erhöhen das Speichervolumen ohne den Einbau einer teuren Zisterne. Sie benötigen allerdings entsprechend viel Stellfläche. Außerdem sollte jeder Behälter gegen Umkippen gesichert und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden.
Pflege und Reinigung eines Regensammlers
Ein Regensammler sollte mehrmals pro Jahr kontrolliert werden. Besonders nach dem Laubfall im Herbst, nach starken Stürmen oder nach längeren trockenen Phasen können sich größere Mengen Schmutz im Filter befinden. Ein herausnehmbarer Filter wird unter fließendem Wasser abgespült und anschließend wieder korrekt eingesetzt.
Auch der Verbindungsschlauch sollte geprüft werden. Ablagerungen, Algen und organische Rückstände können den Querschnitt verkleinern. Der Schlauch lässt sich je nach Modell abnehmen und mit Wasser durchspülen. Scharfe Reinigungsmittel sind normalerweise nicht erforderlich und können Dichtungen beschädigen.
Die Regentonne selbst sollte mindestens einmal jährlich geleert und gereinigt werden. Bodensatz kann mit einer Bürste und klarem Wasser entfernt werden. Eine dünne Sedimentschicht ist zwar nicht ungewöhnlich, große Mengen organischer Ablagerungen können jedoch Gerüche verursachen und die Wasserqualität verschlechtern.
Vor dem Winter wird der Regensammler in die Winterstellung gebracht oder vom Speicher getrennt. Die Regentonne sollte je nach Material vollständig oder zumindest teilweise entleert werden. Besonders starre Kunststoffbehälter können durch gefrierendes Wasser beschädigt werden.
Regenwasser sicher und sinnvoll verwenden
Gesammeltes Regenwasser eignet sich vor allem zur Gartenbewässerung. Es kann mit einer Gießkanne entnommen, über einen Auslaufhahn abgelassen oder mithilfe einer geeigneten Regenfasspumpe gefördert werden. Für Tropfbewässerungen und feine Düsen sollte das Wasser zusätzlich gefiltert werden, damit kleine Öffnungen nicht verstopfen.
Regenwasser ist kein kontrolliertes Trinkwasser. Es kann Staub, Vogelkot, Pollen, Mikroorganismen und Rückstände vom Dach enthalten. Deshalb sollte es nicht getrunken und nicht ohne geeignete Aufbereitung zum Kochen oder für die Körperpflege verwendet werden.
Auch bei essbaren Pflanzen ist eine gezielte Anwendung sinnvoll. Das Wasser sollte möglichst direkt auf den Boden und nicht kurz vor der Ernte auf Salatblätter, Kräuter oder Früchte gegossen werden. Eine bodennahe Bewässerung reduziert außerdem Verdunstungsverluste und das Risiko von Pilzkrankheiten.
Der Wasserbehälter sollte abgedeckt sein. Ein Deckel verhindert, dass Kinder oder Tiere hineinfallen, reduziert die Verschmutzung und erschwert Mücken die Eiablage. Öffnungen können zusätzlich mit einem feinmaschigen Netz gesichert werden.
Häufige Fehler bei der Verwendung eines Regensammlers
Ein häufiger Fehler ist die Montage auf der falschen Höhe. Dadurch kann entweder nicht das gesamte Tonnenvolumen genutzt werden oder der Behälter läuft trotz Überlaufstopp über. Die Einbauzeichnung des Herstellers sollte deshalb genau beachtet werden.
Ebenfalls problematisch ist ein geknickter oder durchhängender Verbindungsschlauch. In einer Schlaufe sammelt sich Wasser, wodurch der freie Durchfluss behindert wird. Gleichzeitig lagern sich Schmutzpartikel leichter ab.
Viele Nutzer unterschätzen die notwendige Reinigung. Ein Regensammler ist zwar wartungsarm, aber nicht wartungsfrei. Besonders bei Häusern unter Bäumen muss der Filter regelmäßig überprüft werden.
Auch eine zu kleine Regentonne kann unpraktisch sein. Ist der Speicher nach jedem kurzen Schauer voll, bleibt ein großer Teil des möglichen Regenwassers ungenutzt. In diesem Fall kann ein größerer Tank oder die Verbindung mehrerer Behälter sinnvoll sein.
Ein weiterer Fehler besteht darin, das System im Winter gefüllt zu lassen. Gefrierendes Wasser dehnt sich aus und kann Schläuche, Anschlüsse oder Kunststoffgehäuse sprengen. Selbst als frostbeständig bezeichnete Komponenten sollten möglichst frei von stehendem Wasser sein.
FAQ – häufig gestellte Fragen zu Regensammlern
Wie funktioniert der Überlaufstopp bei einem Regensammler?
Der Überlaufstopp funktioniert bei vielen Modellen über den Wasserstand im Verbindungsschlauch. Regensammler und Anschlussöffnung der Regentonne werden auf ungefähr gleicher Höhe montiert. Solange der Wasserstand in der Tonne unterhalb des Anschlusses liegt, fließt Regenwasser durch den Schlauch in den Behälter. Sobald die Tonne bis zur Höhe des Anschlusses gefüllt ist, steigt das Wasser auch im Schlauch an. Dadurch kann kein weiteres Wasser mehr frei in den Behälter nachlaufen. Das überschüssige Regenwasser wird stattdessen innerhalb des Fallrohres nach unten geführt. Voraussetzung ist eine korrekte Montage ohne undichte Stellen, Knicke oder starke Höhenunterschiede.
Muss das Fallrohr für die Montage durchtrennt werden?
Das hängt von der Bauart ab. Klassische Einbaumodelle werden zwischen zwei Fallrohrabschnitte gesetzt. Dafür muss ein kurzes Rohrstück herausgeschnitten werden. Seitlich montierbare Regensammler benötigen dagegen lediglich eine Bohrung. Sie werden mit einem Sammelstück und einer Dichtung in das Rohr eingesetzt. Diese Variante ist häufig einfacher zu montieren und lässt sich leichter zurückbauen. Allerdings können Einbaumodelle bei großen Wassermengen eine höhere Sammel- und Filterleistung bieten.
Kann ein Regensammler an jedem Fallrohr verwendet werden?
Nein. Der Regensammler muss zum Durchmesser, zur Form und zum Material des Fallrohres passen. Viele Modelle sind für runde Kunststoffrohre mit bestimmten Durchmessern ausgelegt. Für quadratische Rohre, Kupferrohre oder besonders große Fallrohre werden spezielle Produkte benötigt. Vor dem Kauf sollte der Außendurchmesser des Rohres gemessen werden. Bei Metallrohren ist zusätzlich auf die Materialverträglichkeit zu achten, damit keine Korrosion oder undichte Verbindung entsteht.
Wie oft muss ein Regensammler gereinigt werden?
Eine pauschale Zeitangabe ist schwierig, weil die Verschmutzung stark von der Umgebung abhängt. An einem Haus ohne nahegelegene Bäume kann eine Kontrolle alle paar Monate ausreichen. Befinden sich Laubbäume direkt am Dach, sollte der Filter während des Herbstes deutlich häufiger geprüft werden. Spätestens wenn weniger Wasser in die Regentonne fließt, das Fallrohr ungewöhnliche Geräusche verursacht oder Wasser an einer Verbindung austritt, ist eine Reinigung erforderlich. Zusätzlich empfiehlt sich eine gründliche Kontrolle vor und nach dem Winter.
Kann ein Regensammler im Winter am Fallrohr bleiben?
Viele Modelle können grundsätzlich am Fallrohr verbleiben, müssen jedoch in die Winterstellung gebracht werden. Dadurch wird der Zulauf zur Regentonne unterbrochen. Der Verbindungsschlauch sollte entleert oder abgenommen werden, damit darin kein Wasser gefriert. Besitzt das Modell keine Winterfunktion, kann eine Demontage oder ein Verschließen des Zulaufs notwendig sein. Die Herstellerangaben sind dabei entscheidend, da Frostschäden häufig nicht von der Garantie abgedeckt werden.
Warum läuft die Regentonne trotz Überlaufstopp über?
Meist liegt die Ursache in einer falschen Montagehöhe. Befindet sich der Regensammler höher als der Anschluss an der Regentonne, kann weiterhin Wasser nachfließen, obwohl der Behälter bereits voll ist. Weitere Ursachen sind ein undichter Anschluss, ein falsch eingesetzter Filter, ein ungeeigneter Schlauch oder ein beschädigtes Sammlergehäuse. Auch ein zusätzlicher Wassereintritt von oben kann zum Überlaufen führen. Die Einbauhöhe und alle Verbindungen sollten daher Schritt für Schritt kontrolliert werden.
Wie groß sollte die Regentonne für einen Regensammler sein?
Für kleine Balkone, Terrassen oder einzelne Beete können 100 bis 200 Liter ausreichen. Für einen durchschnittlichen Garten sind 300 bis 500 Liter häufig sinnvoller. Große Grundstücke mit Rasenflächen, Gemüsebeeten und zahlreichen Kübelpflanzen profitieren von 1.000 Litern oder mehr. Die optimale Größe hängt außerdem von der Dachfläche und der regionalen Niederschlagsverteilung ab. Ein großer Speicher ist besonders nützlich, wenn zwischen Regenperioden längere Trockenphasen auftreten.
Eignet sich Regenwasser für alle Pflanzen?
Für die meisten Gartenpflanzen ist Regenwasser sehr gut geeignet. Besonders kalkempfindliche Arten profitieren von dem meist weichen Wasser. Einschränkungen können entstehen, wenn das Dach stark verschmutzt ist, problematische Beschichtungen besitzt oder größere Mengen Vogelkot aufweist. Bei jungen Gemüsepflanzen und essbaren Blättern sollte das Wasser möglichst direkt auf den Boden gegeben werden. Eine Verwendung als Trinkwasser ist ohne entsprechende Aufbereitung nicht vorgesehen.
Kann an einen Regensammler eine Pumpe angeschlossen werden?
Die Pumpe wird normalerweise nicht direkt an den Regensammler, sondern an den Wasserbehälter angeschlossen. Geeignet sind beispielsweise Regenfasspumpen, Tauchpumpen oder Gartenpumpen mit Ansaugschlauch. Vor einer Pumpe sollte das Wasser ausreichend gefiltert werden. Grobe Partikel können Laufräder, Ventile oder Bewässerungsdüsen beschädigen beziehungsweise verstopfen. Außerdem muss die Pumpe gegen Trockenlauf geschützt werden, wenn die Regentonne vollständig leer werden kann.
Ist ein teurer Regensammler automatisch besser?
Ein höherer Preis kann mit einer besseren Filtertechnik, robusteren Materialien, einer höheren Sammelleistung oder einer komfortablen Winterumschaltung verbunden sein. Er garantiert jedoch nicht, dass das Produkt für jedes Fallrohr geeignet ist. Ein günstiges Modell kann an einem kleinen Gartenhaus vollkommen ausreichen, während für ein großes Hausdach ein leistungsfähigeres System benötigt wird. Entscheidend ist daher nicht allein der Preis, sondern die Kombination aus Passform, Filterleistung, Überlaufstopp, Wartungsfreundlichkeit und Lieferumfang.
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Stiftung Warentest ist bekannt dafür, eine Vielzahl an Produkte einem genauen Test zu unterziehen. Regensammler wurden bisher noch nicht getestet, so dass wir Ihnen keinen Regensammler Testsieger präsentieren können.
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Fazit: Lohnt sich ein Regensammler?
Ein Regensammler ist eine sinnvolle Anschaffung für nahezu jeden Gartenbesitzer, der Regenwasser unkompliziert auffangen und zur Bewässerung verwenden möchte. Die Technik ist vergleichsweise einfach, benötigt keinen Strom und kann bei korrekter Installation über viele Jahre zuverlässig arbeiten. Bereits ein kleiner Wasserbehälter reduziert den Verbrauch von Leitungswasser und stellt während trockener Tage eine kostenlose Wasserreserve bereit.
Besonders empfehlenswert sind Modelle mit integriertem Filter, automatischem Überlaufstopp und einer leicht bedienbaren Sommer-Winter-Umschaltung. Ein guter Filter verhindert, dass größere Mengen Laub und Schmutz in die Regentonne gelangen. Der Überlaufstopp schützt den Aufstellbereich vor unkontrolliert austretendem Wasser, während die Winterstellung das Risiko von Frostschäden reduziert.
Der wichtigste Punkt bei der Auswahl ist die Kompatibilität mit dem vorhandenen Fallrohr. Durchmesser, Form und Material müssen zum Regensammler passen. Ebenso entscheidend sind die Größe der Dachfläche und das Volumen des Wasserspeichers. An einem großen Dach ist eine kleine Regentonne schnell gefüllt. Wer einen höheren Wasserbedarf hat, sollte daher mehrere Behälter verbinden oder direkt einen größeren Tank wählen.
Die Montage ist bei vielen Modellen auch für erfahrene Heimwerker problemlos möglich. Seitlich montierbare Systeme erfordern lediglich eine passende Bohrung, während klassische Einbaumodelle ein Stück des Fallrohres ersetzen. Unabhängig von der Bauart müssen die Montagehöhe und die Schlauchführung exakt stimmen, damit der automatische Überlaufstopp funktioniert.
Ganz ohne Wartung kommt ein Regensammler nicht aus. Filter, Schlauch und Anschlüsse sollten regelmäßig kontrolliert und gereinigt werden. Vor dem Winter muss das System entleert oder auf Winterbetrieb umgestellt werden. Dieser überschaubare Aufwand steht jedoch in einem guten Verhältnis zum Nutzen.
Insgesamt bietet ein Regensammler eine preiswerte, nachhaltige und alltagstaugliche Möglichkeit, Niederschlagswasser effizient zu nutzen. Wer ein passendes Modell auswählt, es korrekt montiert und regelmäßig wartet, erhält ein zuverlässiges System, das die Gartenbewässerung erleichtert, Trinkwasser spart und überschüssiges Regenwasser sinnvoll zwischenspeichert.
Zuletzt Aktualisiert am 11.07.2026
Letzte Aktualisierung am 10.08.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API
