Ein hochwertiges Degufutter bildet die Grundlage für eine ausgewogene, artgerechte und langfristig gesunde Ernährung von Degus, denn die kleinen südamerikanischen Nagetiere besitzen einen empfindlichen Stoffwechsel, reagieren besonders sensibel auf Zucker und benötigen eine rohfaserreiche, energiearme und möglichst naturnahe Futterzusammenstellung, die ihre Verdauung unterstützt, den kontinuierlichen Zahnabrieb fördert und gleichzeitig verhindert, dass Übergewicht, Verdauungsstörungen oder ernährungsbedingte Stoffwechselprobleme entstehen.
Degus stammen ursprünglich aus trockenen Regionen Chiles und ernähren sich in ihrer natürlichen Umgebung überwiegend von Gräsern, Kräutern, Blättern, Rinde, Wurzeln, Samen und anderen pflanzlichen Bestandteilen. Ihr Verdauungssystem ist daher auf eine faserreiche und zuckerarme Ernährung eingestellt. Süße Früchte, Honig, Melasse, gezuckerte Snacks und stark stärkehaltige Bestandteile gehören nicht in den täglichen Speiseplan. Dennoch enthalten viele handelsübliche Futtermischungen bunte Flocken, gepresste Stücke oder süße Zutaten, die optisch ansprechend wirken, für Degus jedoch ungeeignet sein können.
Ein gutes Degufutter besteht idealerweise aus einer abwechslungsreichen Mischung aus getrockneten Kräutern, Blättern, Blüten, geeigneten Gräsern, kleinen Mengen hochwertiger Saaten und gegebenenfalls einem ausgewogenen Pellet- oder Extrudatanteil. Heu sollte jederzeit unbegrenzt zur Verfügung stehen und bildet den wichtigsten Bestandteil der täglichen Ernährung. Ergänzend können frische oder getrocknete Kräuter, Zweige und ausgewähltes Gemüse angeboten werden.
Dieser ausführliche Ratgeber erklärt, was Degufutter auszeichnet, welche Inhaltsstoffe sinnvoll sind, welche Futtersorten angeboten werden, worauf beim Kauf geachtet werden sollte und welche Futterbestandteile vermieden werden müssen. Darüber hinaus werden unterschiedliche Arten von Degufutter, mögliche Alternativen, bekannte Produkte, Fütterungsempfehlungen sowie häufige Fragen zur artgerechten Degufütterung ausführlich behandelt.
- ✔ NATUR PUR - ist eine ausgewogene, artgerechte und zuckerfreie Alleinfutter-Mischung.
- ✔ FÖRDERUNG DER VITALFUNKTIONEN - durch den Zusatz wertvoller Kräuter und Blüten...
- ✔ DEGU-SPEZIAL - wurde für die speziellen Bedürfnisse von Degus entwickelt und deckt ihren...
- ✔ NATÜRLICH FÜTTERN – Alle JR FARM Produkte sind gentechnikfrei sowie frei von künstlichen...
Was ist Degufutter?
Degufutter ist eine speziell auf die ernährungsphysiologischen Bedürfnisse von Degus abgestimmte Futtermischung. Es soll die Tiere mit Rohfasern, pflanzlichen Nährstoffen, Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen versorgen, ohne zu viel Zucker, Fett oder schnell verfügbare Kohlenhydrate zu enthalten. Die Zusammensetzung unterscheidet sich je nach Hersteller und Produktart deutlich.
Im Handel wird Degufutter in Form von Kräutermischungen, Saatenmischungen, Pellets, Extrudaten oder kombinierten Komplettfuttern angeboten. Manche Produkte enthalten zusätzlich getrocknetes Gemüse, Blüten oder Zweige. Entscheidend ist nicht die optische Vielfalt, sondern die tatsächliche Zusammensetzung. Bunte Farben, süßlich riechende Bestandteile oder große Mengen Getreideflocken sind kein Qualitätsmerkmal.
Das wichtigste Grundnahrungsmittel für Degus ist hochwertiges, trockenes und staubarmes Heu. Heu muss den Tieren rund um die Uhr zur freien Verfügung stehen. Durch das lange Kauen werden die ständig nachwachsenden Zähne abgenutzt, während die enthaltenen Pflanzenfasern eine normale Verdauung unterstützen. Ein konzentriertes Degufutter kann Heu ergänzen, aber nicht ersetzen.
Degus besitzen eine natürliche Neigung zu Störungen des Zuckerstoffwechsels. Aus diesem Grund sollte ihr Futter keinen zugesetzten Zucker und möglichst keine süßen Früchte enthalten. Auch Zutaten wie Honig, Melasse, Johannisbrot, Rosinen, Bananenstücke oder gezuckerte Backwaren sind ungeeignet. Selbst kleine Mengen können bei regelmäßiger Fütterung problematisch werden.
Eine hochwertige Futtermischung sollte möglichst klar deklariert sein. Eine genaue Zutatenliste ermöglicht es dem Halter, problematische Bestandteile zu erkennen. Allgemeine Bezeichnungen wie pflanzliche Nebenerzeugnisse geben dagegen wenig Auskunft über die tatsächliche Qualität und Herkunft der Zutaten.
Welche Vorteile bietet hochwertiges Degufutter?
Ein ausgewogenes Degufutter erleichtert die tägliche Versorgung der Tiere. Die enthaltenen Bestandteile sind im besten Fall so zusammengestellt, dass sie die Grundversorgung mit wichtigen Nährstoffen unterstützen. Besonders bei unerfahrenen Haltern kann ein hochwertiges Allein- oder Ergänzungsfutter eine sinnvolle Grundlage darstellen.
Rohfaserreiche Kräuter, Blätter und Gräser fördern eine langsame und gleichmäßige Futteraufnahme. Degus beschäftigen sich länger mit dem Futter, suchen einzelne Bestandteile heraus und müssen intensiv kauen. Dies unterstützt sowohl die Verdauung als auch den Zahnabrieb.
Eine abwechslungsreiche Pflanzenmischung bietet zudem verschiedene Geschmacksrichtungen, Gerüche und Strukturen. Dadurch wird die natürliche Futtersuche angeregt. Das Futter kann im Gehege verteilt, in Heu versteckt oder in geeigneten Beschäftigungselementen angeboten werden.
Ein hochwertiges Komplettfutter kann außerdem helfen, eine zu einseitige Ernährung zu vermeiden. Voraussetzung ist, dass die Tiere nicht dauerhaft nur besonders schmackhafte und energiereiche Bestandteile herausselektieren. Bei stark selektierenden Degus können gleichmäßig zusammengesetzte Pellets oder Extrudate Vorteile bieten.
Welche Nachteile und Risiken gibt es?
Nicht jedes als Degufutter bezeichnete Produkt ist automatisch geeignet. Manche Mischungen enthalten große Mengen Getreide, Mais, Flocken, Nüsse oder süße Bestandteile. Solche Produkte können zu energiereich sein und eine unausgewogene Futteraufnahme begünstigen.
Bei groben Mischungen besteht das Risiko der selektiven Fütterung. Degus suchen sich häufig die schmackhaftesten Bestandteile heraus und lassen weniger beliebte Kräuter oder Pellets liegen. Dadurch kann die tatsächlich aufgenommene Nährstoffzusammensetzung deutlich von der Herstellerangabe abweichen.
Pellets und Extrudate verhindern zwar eine starke Auswahl einzelner Zutaten, sind aber als alleinige Nahrung häufig zu eintönig. Sie bieten weniger Beschäftigung und können bei einer zu weichen Struktur den natürlichen Zahnabrieb nur begrenzt unterstützen. Heu und strukturreiche Pflanzenteile bleiben deshalb unverzichtbar.
Auch ein hochwertiges Degufutter kann zu Übergewicht führen, wenn es in zu großen Mengen angeboten wird. Saaten, Kerne und ölhaltige Bestandteile besitzen eine hohe Energiedichte. Sie sollten nur sparsam eingesetzt werden. Die Futtermenge muss an Körpergewicht, Aktivität, Gruppengröße und sonstige Futterbestandteile angepasst werden.
Degufutter Bestseller Platz 2 – 4
Welche Arten von Degufutter gibt es?
Kräutermischungen
Kräutermischungen bestehen aus getrockneten Blättern, Blüten, Stängeln, Gräsern und weiteren pflanzlichen Bestandteilen. Sie orientieren sich vergleichsweise stark an der natürlichen Ernährung von Degus und liefern viele Rohfasern sowie unterschiedliche Pflanzenstoffe.
Geeignete Mischungen können beispielsweise Löwenzahnblätter, Brennnessel, Spitzwegerich, Breitwegerich, Schafgarbe, Petersilienstiele, Malvenblätter, Himbeerblätter oder Ringelblumen enthalten. Die genaue Zusammensetzung sollte abwechslungsreich sein und keine gezuckerten Früchte enthalten.
Kräutermischungen eignen sich gut als tägliche Ergänzung zu Heu. Sie können lose im Gehege verteilt oder mit Heu vermischt werden. Dabei sollte auf eine trockene und saubere Lagerung geachtet werden. Muffiger Geruch, Feuchtigkeit oder sichtbarer Schimmel sind eindeutige Ausschlusskriterien.
Saatenmischungen
Saatenmischungen enthalten verschiedene Gras-, Kräuter- und Ölsaaten. Dazu können beispielsweise Hirsearten, Grassamen, Leinsamen, Sesam oder Mariendistelsamen gehören. Saaten liefern wertvolle Nährstoffe, sind teilweise jedoch sehr energiereich.
Besonders ölhaltige Samen sollten nur in begrenzten Mengen angeboten werden. Sie eignen sich eher als kleiner Bestandteil einer ausgewogenen Mischung oder als gelegentliche Belohnung. Eine Futtermischung, die fast ausschließlich aus Saaten besteht, ist für Degus in der Regel zu gehaltvoll.
Grassamen und kleine mehlhaltige Saaten können in moderaten Mengen genutzt werden. Entscheidend ist das Verhältnis zur rohfaserreichen Basis. Kräuter, Heu und Blätter sollten den deutlich größeren Anteil der Ernährung ausmachen.
Pelletfutter
Pellets bestehen aus fein vermahlenen und anschließend gepressten Zutaten. Jeder Pellet enthält im Wesentlichen die gleiche Zusammensetzung. Dadurch können Degus nicht nur besonders schmackhafte Bestandteile herausselektieren.
Ein gutes Pelletfutter sollte rohfaserreich, zuckerarm und frei von ungeeigneten süßen Zusätzen sein. Die Zutatenliste sollte möglichst transparent sein. Pellets können als Ergänzung eingesetzt werden, sollten aber nicht das gesamte Futterangebot bestimmen.
Die gleichmäßige Form bietet nur wenig Abwechslung. Deshalb sollten zusätzlich Heu, Kräuter, Blätter, Zweige und andere strukturreiche Pflanzenbestandteile angeboten werden. Zu große Mengen Pellets können außerdem dazu führen, dass weniger Heu gefressen wird.
Extrudatfutter
Extrudate werden unter Druck und Wärme hergestellt. Sie besitzen meist eine gleichmäßige Form und können verschiedene Nährstoffe enthalten. Ähnlich wie bei Pellets wird die selektive Futteraufnahme reduziert.
Bei der Herstellung werden die Zutaten stark verarbeitet. Daher sollte Extrudatfutter nicht automatisch als naturnah angesehen werden. Es kann dennoch sinnvoll sein, wenn es ausgewogen zusammengesetzt und nur als Teil der gesamten Ernährung eingesetzt wird.
Wichtig ist ein niedriger Zucker- und Stärkeanteil. Farbige Extrudate mit süßen Zusätzen oder künstlich wirkenden Bestandteilen sind nicht notwendig. Eine schlichte Zusammensetzung ist meist die bessere Wahl.
Mischfutter aus Kräutern, Saaten und Pellets
Viele handelsübliche Degufutter kombinieren verschiedene Bestandteile. Kräuter, Saaten, Pellets, getrocknetes Gemüse und gelegentlich Blüten werden zu einer Komplettmischung verarbeitet.
Solche Mischungen können praktisch sein, wenn das Verhältnis der Bestandteile stimmt. Problematisch wird es, wenn der Anteil an Getreideflocken, Sonnenblumenkernen, Mais oder süßen Zutaten zu hoch ist. Der Halter sollte deshalb nicht nur auf die Vorderseite der Verpackung, sondern vor allem auf die Zutatenliste achten.
Bei stark selektierenden Tieren kann beobachtet werden, welche Bestandteile übrig bleiben. Werden regelmäßig nur bestimmte Komponenten gefressen, muss die Fütterung angepasst werden. Eine Mischung ist nur dann ausgewogen, wenn sie auch tatsächlich vollständig aufgenommen wird.
Getreidefreies Degufutter
Getreidefreies Degufutter verzichtet auf Weizen, Mais, Gerste, Hafer und andere klassische Getreidesorten. Stattdessen basiert es häufig auf Kräutern, Blättern, Gräsern, Blüten und ausgewählten Saaten.
Ein getreidefreies Produkt ist jedoch nicht automatisch optimal. Auch getreidefreie Mischungen können zu viele ölhaltige Saaten, getrocknete Wurzeln oder süße Zutaten enthalten. Die Gesamtzusammensetzung bleibt entscheidend.
Für Halter, die eine besonders naturnahe und rohfaserreiche Ernährung anstreben, können getreidefreie Mischungen eine gute Grundlage sein. Sie sollten mit hochwertigem Heu und geeigneten Frischfutterkomponenten ergänzt werden.
Strukturreiches Naturfutter
Strukturreiches Naturfutter enthält größere Pflanzenteile, Stängel, Blätter, Rinde und Blüten. Die Tiere müssen intensiver kauen und sich mit dem Futter beschäftigen. Diese Form kommt dem natürlichen Fressverhalten besonders nahe.
Ein Nachteil besteht darin, dass manche Bestandteile aussortiert werden. Zudem benötigt das Futter mehr Lagerplatz und kann schneller zerbröseln. Staub am Boden der Verpackung sollte nicht in großen Mengen verfüttert werden.
Strukturreiches Futter eignet sich besonders gut zum Verteilen im Gehege. Die Degus müssen suchen, riechen und einzelne Pflanzenteile aufnehmen. Dadurch wird die tägliche Beschäftigung gefördert.
Frischfutter
Frischfutter kann die Ernährung sinnvoll ergänzen. Geeignet sind je nach Verträglichkeit beispielsweise verschiedene Blattsalate, Gurke, Zucchini, Chicorée, Fenchelgrün, Kräuter oder frische Zweige.
Neue Futtersorten sollten langsam und in kleinen Mengen eingeführt werden. Zu große Mengen ungewohnten Frischfutters können Verdauungsprobleme verursachen. Reste müssen zeitnah aus dem Gehege entfernt werden.
Zuckerreiches Obst ist für Degus nicht als regelmäßiges Frischfutter geeignet. Auch sehr stärkehaltiges Gemüse sollte nur zurückhaltend oder gar nicht angeboten werden. Der Schwerpunkt liegt auf blattreichen, faserhaltigen und zuckerarmen Pflanzen.
Welche Alternativen zu fertigem Degufutter gibt es?
Selbst zusammengestellte Kräutermischung
Eine selbst zusammengestellte Kräutermischung ermöglicht eine vollständige Kontrolle über die Zutaten. Der Halter kann verschiedene Blätter, Blüten, Gräser und Kräuter individuell kombinieren.
Diese Variante setzt jedoch gute Kenntnisse über geeignete Pflanzen voraus. Nicht jede getrocknete Pflanze ist für Degus verträglich. Außerdem muss die Mischung abwechslungsreich und ausgewogen sein. Eine einseitige Auswahl aus nur zwei oder drei Kräutern reicht langfristig nicht aus.
Alle Zutaten sollten trocken, sauber und frei von Schimmel sein. Selbst gesammelte Pflanzen dürfen nicht an stark befahrenen Straßen, auf gedüngten Flächen oder an mit Pflanzenschutzmitteln behandelten Stellen geerntet werden.
Heu mit ergänzenden Kräutern
Eine einfache und naturnahe Fütterungsform besteht aus hochwertigem Heu, verschiedenen getrockneten Kräutern und einer kleinen Saatenration. Diese Kombination kann eine gute Alternative zu stark verarbeiteten Komplettfuttern darstellen.
Heu muss jederzeit vorhanden sein. Die Kräutermischung sorgt für Abwechslung, während kleine Mengen Saaten zusätzliche Energie und essenzielle Fettsäuren liefern können. Die Zusammenstellung sollte regelmäßig variiert werden.
Wiesenfütterung
Frische Gräser und geeignete Wiesenkräuter können saisonal angeboten werden. Sie müssen sauber, ungespritzt und eindeutig bestimmt sein. Die Gewöhnung erfolgt langsam, da große Mengen frischer Pflanzen bei ungeübten Tieren Verdauungsprobleme verursachen können.
Die Wiesenfütterung bietet eine hohe Vielfalt und beschäftigt die Tiere intensiv. Sie ist jedoch nur dann sicher, wenn giftige Pflanzen zuverlässig erkannt werden. Bei Unsicherheit sollte auf selbst gesammeltes Frischfutter verzichtet werden.
Hochwertiges Chinchillafutter
Ein geeignetes Chinchillafutter kann in Ausnahmefällen als Alternative dienen, wenn die Zusammensetzung auch für Degus passend ist. Viele Chinchillafutter sind rohfaserreich und zuckerarm.
Dennoch unterscheiden sich die Bedürfnisse der Tierarten. Das Produkt muss deshalb sorgfältig geprüft werden. Fruchtstücke, Melasse, Honig oder große Mengen Getreide sind auch in Chinchillafutter ungeeignet.
Individuelle Mischung aus Fachhandel und Kräutershop
Einzelne Kräuter, Blätter, Blüten und Saaten können im spezialisierten Fachhandel gekauft und selbst kombiniert werden. Dadurch lässt sich die Mischung an Alter, Gewicht und Aktivität der Tiere anpassen.
Die Lagerung erfordert mehrere trockene, luftdurchlässige oder gut verschließbare Behälter. Feuchtigkeit muss unbedingt vermieden werden. Außerdem sollte nur eine Menge gekauft werden, die innerhalb eines überschaubaren Zeitraums verbraucht wird.
Degufutter Bestseller Platz 5 – 10
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Wichtige Kaufkriterien für Degufutter
Hoher Rohfaseranteil
Ein hoher Rohfaseranteil ist für die Verdauung und den Zahnabrieb von großer Bedeutung. Kräuter, Gräser, Blätter und Heu liefern strukturreiche Pflanzenfasern. Das Futter sollte nicht überwiegend aus fein gemahlenen oder stark verarbeiteten Zutaten bestehen.
Kein zugesetzter Zucker
Zucker, Honig, Melasse und ähnliche Süßungsmittel gehören nicht in Degufutter. Auch süße Trockenfrüchte sollten vermieden werden. Die Verpackung sollte sorgfältig auf entsprechende Zutaten geprüft werden.
Geringer Getreideanteil
Große Mengen Weizen, Mais, Haferflocken oder gepufftes Getreide erhöhen den Stärke- und Energiegehalt. Ein kleiner Anteil bestimmter Saaten kann akzeptabel sein, die Basis sollte jedoch aus faserreichen Pflanzen bestehen.
Keine bunten oder künstlich wirkenden Bestandteile
Bunte Futterstücke dienen häufig vor allem der optischen Wirkung. Degus benötigen keine künstlichen Farben oder dekorativen Zuckerbestandteile. Ein natürliches Futter wirkt meist deutlich unscheinbarer.
Klare Deklaration
Eine genaue Zutatenliste ist einem unklar deklarierten Produkt vorzuziehen. Bezeichnungen wie Kräuter, Blätter oder Saaten sollten möglichst konkret aufgeschlüsselt werden. Dadurch lässt sich die Qualität besser beurteilen.
Frische und Geruch
Degufutter sollte frisch, trocken und pflanzlich riechen. Muffiger, ranziger oder ungewöhnlich süßer Geruch kann auf eine schlechte Lagerung oder ungeeignete Bestandteile hinweisen.
Staubentwicklung
Ein geringer Anteil an Abrieb ist bei getrockneten Kräutern normal. Stark staubendes Futter kann jedoch die Atemwege belasten und deutet möglicherweise auf alte oder stark zerbrochene Ware hin.
Verpackungsgröße
Großpackungen wirken günstiger, sind aber nur sinnvoll, wenn sie innerhalb einer angemessenen Zeit verbraucht werden. Nach dem Öffnen können Aroma, Nährstoffe und Qualität nachlassen. Kleine Haushalte mit wenigen Tieren profitieren häufig von moderaten Packungsgrößen.
Beliebte Degufutter und bekannte Produkte im Vergleich
Die folgende Tabelle zeigt bekannte Futtersorten und typische Preisbereiche. Preise und Rezepturen können sich ändern. Vor dem Kauf sollte daher immer die aktuelle Zutatenliste geprüft werden.
| Produktname | Marke | Ungefährer Preis | Kurze Beschreibung |
|---|---|---|---|
| DeguTraum Basic | JR Farm | etwa 6 bis 12 Euro | Gemischtes Degufutter mit Kräutern, Saaten und pflanzlichen Bestandteilen; die aktuelle Rezeptur sollte vor dem Kauf geprüft werden. |
| Nature Degu | Versele-Laga | etwa 5 bis 10 Euro | Strukturreiche Futtermischung für Degus mit verschiedenen pflanzlichen Komponenten und gepressten Bestandteilen. |
| Complete Degu | Versele-Laga | etwa 8 bis 15 Euro | Gleichmäßig zusammengesetztes Extrudatfutter, das selektives Fressen reduzieren kann. |
| Degu Adult | Bunny Nature | etwa 12 bis 20 Euro | Komplettfutter mit unterschiedlichen Pflanzenfasern und strukturreichen Bestandteilen für ausgewachsene Degus. |
| Degu Menü | Vitakraft | etwa 4 bis 9 Euro | Handelsübliche Futtermischung mit verschiedenen Saaten und pflanzlichen Zutaten; Zucker- und Getreideanteil sollten geprüft werden. |
| Degu Herbs | Rodipet | etwa 8 bis 16 Euro | Kräuterbetonte Mischung mit getrockneten Pflanzenbestandteilen für eine faserreiche Ernährung. |
| Degufutter Spezialmischung | Futterparadies | etwa 6 bis 14 Euro | Je nach Variante strukturreiche Mischung aus Kräutern, Blüten und Saaten. |
| Degu Kräutermix | Grünhopper | etwa 8 bis 18 Euro | Naturorientierte Kräuter- und Pflanzenmischung ohne auffällige bunte Futterbestandteile. |
Welches Degufutter ist besonders empfehlenswert?
Ein besonders empfehlenswertes Degufutter zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Kräutern, Blättern, Gräsern und anderen rohfaserreichen Pflanzenbestandteilen aus. Zucker, Honig, Melasse und Trockenfrüchte sollten nicht enthalten sein. Der Anteil an Getreide und energiereichen Saaten sollte gering bleiben.
Ob eine lose Mischung, Pelletfutter oder ein kombiniertes Produkt besser geeignet ist, hängt auch vom Fressverhalten der Tiere ab. Degus, die einzelne Bestandteile stark selektieren, können von einem gleichmäßig zusammengesetzten Futter profitieren. Dennoch sollten immer Heu und strukturreiche Pflanzen angeboten werden.
Das teuerste Produkt ist nicht automatisch das beste. Wichtiger sind eine klare Zutatenliste, eine natürliche Zusammensetzung, ein frischer Geruch und die tatsächliche Akzeptanz. Futterreste sollten regelmäßig kontrolliert werden, um zu erkennen, ob einzelne Bestandteile dauerhaft verschmäht werden.
Degus richtig füttern
Heu muss jederzeit unbegrenzt vorhanden sein. Es sollte trocken, aromatisch, grünlich und möglichst staubarm sein. Feuchtes, muffiges oder schimmeliges Heu darf nicht verfüttert werden.
Das konzentrierte Degufutter wird in begrenzten Mengen angeboten. Die genaue Menge hängt von Zusammensetzung, Tiergewicht, Aktivität und zusätzlichem Frischfutter ab. Herstellerangaben können als Orientierung dienen, müssen aber an die Tiere angepasst werden.
Futter kann in mehreren kleinen Portionen angeboten werden. Eine Verteilung im Gehege fördert das natürliche Suchverhalten. Näpfe sind nicht zwingend erforderlich, wenn das Futter hygienisch auf sauberen Ebenen oder in Beschäftigungselementen verteilt wird.
Frisches Trinkwasser muss täglich verfügbar sein. Trinkflaschen und Näpfe werden regelmäßig gereinigt und auf ihre Funktion geprüft. Eine blockierte Trinkflasche kann unbemerkt zu Wassermangel führen.
Welche Futtermittel sollten Degus nicht bekommen?
Zuckerreiche Lebensmittel sind grundsätzlich ungeeignet. Dazu zählen Süßigkeiten, Honig, gezuckerte Müslis, Kekse, Joghurt-Drops und süße Knabberstangen. Solche Produkte besitzen keinen sinnvollen Platz in einer artgerechten Degufütterung.
Obst sollte aufgrund des natürlichen Zuckergehalts nicht regelmäßig angeboten werden. Getrocknetes Obst ist noch konzentrierter und deshalb besonders ungeeignet.
Auch Nüsse, Sonnenblumenkerne und Kürbiskerne sind sehr fettreich. Sie können höchstens in kleinsten Mengen als seltene Belohnung genutzt werden. Bei übergewichtigen Tieren sollten sie vollständig entfallen.
Gewürzte, gekochte oder verarbeitete menschliche Lebensmittel gehören nicht in das Degugehege. Brot, Chips, Salzgebäck, Schokolade, Milchprodukte und Fleisch sind ungeeignet.
Lagerung von Degufutter
Degufutter sollte trocken, kühl und lichtgeschützt gelagert werden. Direkte Sonneneinstrahlung und hohe Temperaturen beschleunigen den Qualitätsverlust. Feuchtigkeit kann Schimmelbildung und Schädlingsbefall begünstigen.
Geeignet sind saubere, gut schließende Behälter. Bei Kräutermischungen sollte dennoch darauf geachtet werden, dass keine Restfeuchtigkeit eingeschlossen wird. Das Futter darf nicht direkt auf einem feuchten Kellerboden stehen.
Neue Futtermengen sollten nicht einfach auf alte Reste geschüttet werden. Der Behälter wird vor dem Nachfüllen vollständig geleert und gereinigt. So bleiben alte, möglicherweise verdorbene Bestandteile nicht dauerhaft am Boden zurück.
FAQ – häufig gestellte Fragen zu Degufutter
Was ist das wichtigste Futter für Degus?
Das wichtigste Grundfutter für Degus ist hochwertiges Heu. Es muss rund um die Uhr verfügbar sein und bildet die Basis der täglichen Ernährung. Heu liefert Rohfasern, unterstützt die Verdauung und fördert durch intensives Kauen den Zahnabrieb.
Zusätzlich werden Kräuter, Blätter, Blüten und eine begrenzte Menge konzentriertes Degufutter angeboten. Frischfutter kann die Ernährung ergänzen, sollte aber langsam eingeführt und sorgfältig ausgewählt werden.
Dürfen Degus Obst fressen?
Obst ist für Degus aufgrund seines Zuckergehalts nicht als regelmäßiges Futter geeignet. Degus reagieren empfindlich auf Zucker und besitzen eine erhöhte Anfälligkeit für Störungen des Zuckerstoffwechsels.
Auch kleine süße Obststücke sollten nicht als tägliche Belohnung verwendet werden. Getrocknete Früchte enthalten besonders konzentrierten Zucker und sind deshalb noch problematischer.
Ist getreidefreies Degufutter besser?
Getreidefreies Degufutter kann eine gute Wahl sein, wenn es auf Kräutern, Blättern, Gräsern und ausgewählten Saaten basiert. Der Verzicht auf Getreide reduziert häufig den Stärkeanteil.
Allerdings ist die Bezeichnung getreidefrei allein kein Qualitätsnachweis. Auch solche Produkte können zu viele fettreiche Saaten oder ungeeignete süße Bestandteile enthalten. Die vollständige Zutatenliste bleibt entscheidend.
Wie viel Degufutter braucht ein Degu täglich?
Die benötigte Menge hängt von Körpergewicht, Alter, Aktivität, Gruppengröße und Zusammensetzung des Futters ab. Heu sollte unbegrenzt angeboten werden. Konzentrierte Futtermischungen werden dagegen nur in begrenzten Portionen gegeben.
Das Körpergewicht sollte regelmäßig kontrolliert werden. Nimmt ein Tier deutlich zu, muss die Menge energiereicher Bestandteile überprüft werden. Plötzlicher Gewichtsverlust kann auf eine Erkrankung hinweisen und sollte tierärztlich abgeklärt werden.
Dürfen Degus Nüsse und Kerne fressen?
Nüsse und viele Kerne besitzen einen hohen Fettgehalt. Sie sind daher kein geeignetes Hauptfutter. Kleinste Mengen können bei gesunden, normalgewichtigen Tieren gelegentlich als Belohnung angeboten werden.
Bei übergewichtigen Degus oder Tieren mit gesundheitlichen Problemen sollten Nüsse und fettreiche Kerne vermieden werden. Häufig sind getrocknete Kräuter oder einzelne Blätter die bessere Belohnung.
Kann man Kaninchenfutter an Degus verfüttern?
Einige Kaninchenfutter sind rohfaserreich und zuckerarm, dennoch sind sie nicht automatisch für Degus geeignet. Rezepturen können Getreide, Melasse, Früchte oder andere ungeeignete Zutaten enthalten.
Vor einer Verwendung muss die Zusammensetzung genau geprüft werden. Speziell abgestimmtes Degufutter oder eine fachgerecht zusammengestellte Kräutermischung ist in der Regel die sicherere Wahl.
Warum sortieren Degus ihr Futter aus?
Degus bevorzugen häufig besonders schmackhafte, energiereiche Bestandteile. In groben Mischungen werden Kräuter, Pellets oder weniger beliebte Samen deshalb teilweise liegen gelassen.
Bleiben regelmäßig große Futtermengen übrig, kann die Mischung unausgewogen aufgenommen werden. In diesem Fall sollte die Futterzusammensetzung angepasst oder ein weniger selektierbares Produkt gewählt werden.
Wie stellt man Degus auf neues Futter um?
Eine Futterumstellung sollte langsam erfolgen. Das neue Futter wird zunächst in kleinen Mengen unter das bisherige Futter gemischt. Der Anteil wird über mehrere Tage schrittweise erhöht.
Während der Umstellung werden Kot, Fressverhalten und Allgemeinzustand beobachtet. Durchfall, starke Futterverweigerung oder auffälliges Verhalten müssen ernst genommen werden.
Dürfen Degus frische Kräuter fressen?
Viele frische Kräuter sind gut geeignet, sofern sie eindeutig bestimmt, sauber und ungespritzt sind. Beispiele können Löwenzahn, Spitzwegerich oder bestimmte Küchenkräuter sein.
Frische Pflanzen werden langsam eingeführt. Tiere, die bisher fast ausschließlich Trockenfutter erhalten haben, können auf große Mengen Frischfutter empfindlich reagieren.
Wie erkennt man verdorbenes Degufutter?
Verdorbenes Futter kann muffig, ranzig oder ungewöhnlich feucht riechen. Schimmel, Verklumpungen, Gespinste, Käfer oder Larven sind klare Hinweise auf einen Befall.
Verdächtiges Futter darf nicht verfüttert werden. Der gesamte betroffene Inhalt sollte entsorgt und der Vorratsbehälter gründlich gereinigt werden.
Brauchen Degus zusätzliches Vitaminfutter?
Bei einer ausgewogenen Ernährung ist zusätzliches Vitaminfutter normalerweise nicht erforderlich. Eine übermäßige Versorgung mit einzelnen Vitaminen oder Mineralstoffen kann ebenfalls problematisch sein.
Nahrungsergänzungsmittel sollten nur nach fachkundiger Empfehlung eingesetzt werden. Bei Verdacht auf einen Mangel ist eine Untersuchung durch einen auf kleine Heimtiere spezialisierten Tierarzt sinnvoll.
Kann Degufutter im Gehege verstreut werden?
Das Verstreuen des Futters kann eine sehr sinnvolle Beschäftigung sein. Die Tiere müssen suchen, riechen und einzelne Bestandteile sammeln. Dadurch wird das natürliche Verhalten gefördert.
Das Futter sollte nur auf sauberen, trockenen Flächen verteilt werden. In stark verschmutzter Einstreu oder feuchten Bereichen kann es verderben. Reste müssen regelmäßig entfernt werden.
Degufutter Test bei Stiftung Warentest & Co
| Stiftung Warentest | Degufutter Test bei test.de |
| Öko-Test | Degufutter Test bei Öko-Test |
| Konsument.at | Degufutter bei konsument.at |
| gutefrage.net | Degufutter bei Gutefrage.de |
| Youtube.com | Degufutter bei Youtube.com |
Degufutter Testsieger
Stiftung Warentest ist bekannt dafür, eine Vielzahl an Produkte einem genauen Test zu unterziehen. Degufutter wurden bisher noch nicht getestet, so dass wir Ihnen keinen Degufutter Testsieger präsentieren können.
Degufutter Stiftung Warentest
Leider ist uns momentan kein Degufutter Stiftung Warentest Sieger bekannt.
Fazit: Hochwertiges Degufutter ist rohfaserreich, zuckerarm und möglichst naturnah
Ein gutes Degufutter orientiert sich an der natürlichen, pflanzenreichen Ernährung von Degus. Die Grundlage besteht aus hochwertigem Heu, das jederzeit zur freien Verfügung stehen muss. Ergänzt wird es durch getrocknete Kräuter, Blätter, Blüten, Gräser und kleine Mengen geeigneter Saaten.
Beim Kauf sollten Halter besonders auf eine klare Zutatenliste achten. Zucker, Honig, Melasse, Trockenfrüchte und stark stärkehaltige Bestandteile sind ungeeignet. Auch bunte Flocken oder künstlich wirkende Futterstücke stellen keinen Vorteil dar.
Pellets und Extrudate können selektives Fressen reduzieren, sollten aber nicht die gesamte Ernährung bestimmen. Strukturreiche Pflanzenteile sorgen für Beschäftigung, intensives Kauen und einen besseren Zahnabrieb. Frische Kräuter und ausgewähltes Gemüse können das Angebot ergänzen, müssen jedoch langsam eingeführt werden.
Die Futtermenge sollte regelmäßig an Körpergewicht und Aktivität angepasst werden. Besonders energiereiche Saaten, Nüsse und Kerne dürfen nur sehr sparsam angeboten werden. Eine regelmäßige Gewichtskontrolle hilft, Übergewicht oder gesundheitliche Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
Wer auf ein zuckerarmes, rohfaserreiches und abwechslungsreiches Degufutter achtet, schafft eine wichtige Grundlage für eine gesunde Verdauung, stabile Zähne und ein aktives Leben. Entscheidend ist nicht eine möglichst große Menge verschiedener Zutaten, sondern eine sinnvoll zusammengestellte und dauerhaft geeignete Ernährung.
Zuletzt Aktualisiert am 16.07.2026
Letzte Aktualisierung am 10.08.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API
