Die Basstrommel gehört zu den wichtigsten Instrumenten eines Schlagzeugs und ist gleichzeitig in Orchestern, Blaskapellen, Spielmannszügen und Marching-Bands ein unverzichtbarer Bestandteil des rhythmischen Fundaments. Ihr tiefer, druckvoller Klang sorgt dafür, dass ein Rhythmus nicht nur gehört, sondern oftmals auch körperlich wahrgenommen wird. Beim klassischen Drumset wird die Basstrommel, häufig auch Bassdrum oder Kick Drum genannt, mit einer Fußmaschine gespielt. In Orchestern und Marschformationen kommen dagegen größere Basstrommeln zum Einsatz, die mit speziellen Schlägeln angeschlagen werden. Obwohl alle Varianten grundsätzlich für besonders tiefe Frequenzen zuständig sind, unterscheiden sie sich hinsichtlich Konstruktion, Größe, Klang, Spieltechnik und Einsatzzweck erheblich.
Wer eine Basstrommel kaufen möchte, sollte sich deshalb zunächst überlegen, für welchen musikalischen Bereich sie benötigt wird. Eine kompakte 18-Zoll-Bassdrum für Jazz, akustische Auftritte oder Straßenmusik besitzt vollkommen andere Eigenschaften als eine 22- oder 24-Zoll-Basstrommel für Rock und Metal. Eine große Konzert-Basstrommel wiederum ist mit einer klassischen Kick Drum aus einem Schlagzeugset kaum vergleichbar. Selbst innerhalb eines bestimmten Durchmessers können Kesseltiefe, Holzart, Felle, Stimmung, Dämpfung und verwendeter Schlägel beziehungsweise Beater den Klang erheblich verändern.
Bei einem Schlagzeug ist die Basstrommel das klangliche Gegengewicht zur Snaredrum. Während die Snare für einen hellen, prägnanten und durchsetzungsfähigen Akzent sorgt, liefert die Bassdrum den tiefen Puls. Gemeinsam bilden beide Instrumente das rhythmische Fundament vieler Musikrichtungen. Gerade bei Rock, Pop, Metal und moderner elektronisch beeinflusster Musik ist ein klar definierter Bassdrum-Sound entscheidend. Im Jazz wird dagegen häufig ein offenerer, resonanterer Klang bevorzugt, während bei kleinen Akustikauftritten kompakte Bassdrums gefragt sind, die weniger Platz benötigen und trotzdem ausreichend Fundament liefern.
Die Auswahl einer passenden Basstrommel sollte daher nicht ausschließlich nach Durchmesser oder Preis erfolgen. Kesselmaterial, Kesseltiefe, Verarbeitung, Spannreifen, Felle, Stimmbarkeit und vorhandene Hardware beeinflussen die Alltagstauglichkeit und den Klang erheblich. Dieser ausführliche Ratgeber zeigt, welche Arten von Basstrommeln erhältlich sind, welche Größen sich für unterschiedliche Musikrichtungen eignen, welche Alternativen bestehen und worauf beim Kauf besonders geachtet werden sollte.
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- Leichtgewicht mit 6.5 kg, aus 7 Lagen Lindenholz, ermöglicht müheloses Tragen.
- Prägnanter Klang, Dämpfungsringe aus Schaumstoff an Kesselrändern für kurzen, klaren Ton
- Einfache Stimmung, 8 Guss-Spannböckchen je Seite und 1,5 mm Stahlspannreifen
Was ist eine Basstrommel?
Eine Basstrommel ist eine große Trommel, deren vergleichsweise großer Kesseldurchmesser besonders tiefe Frequenzen erzeugt. Im englischen Sprachraum wird sie als Bass Drum bezeichnet. Beim Schlagzeug hat sich zusätzlich die Bezeichnung Kick Drum etabliert, weil die Trommel über eine mit dem Fuß bediente Fußmaschine angeschlagen wird.
Das grundlegende Prinzip entspricht anderen Trommeln. Ein zylindrischer Kessel wird auf beiden Seiten mit Trommelfellen bespannt. Das Fell auf der Spielerseite wird als Schlagfell bezeichnet. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich das Resonanzfell. Wird das Schlagfell angeschlagen, beginnt es zu schwingen. Diese Schwingungen setzen die Luft innerhalb des Kessels in Bewegung und regen anschließend auch das Resonanzfell an. Dadurch entsteht der charakteristische tiefe und voluminöse Klang.
Bei einer Drumset-Basstrommel erfolgt der Anschlag normalerweise nicht mit der Hand, sondern mit einer Fußmaschine. An dieser befindet sich ein Beater, der beim Betätigen des Pedals gegen das Schlagfell schlägt. Beater werden unter anderem aus Filz, Kunststoff, Gummi oder Holz hergestellt. Bereits dieses kleine Bauteil beeinflusst den Klang deutlich. Ein weicher Filzbeater liefert normalerweise einen runderen Klang, während härtere Materialien einen stärkeren Attack erzeugen können.
Der Kessel einer Basstrommel kann aus unterschiedlichen Hölzern bestehen. Häufig verwendet werden Ahorn, Birke und Pappel. Darüber hinaus existieren Modelle aus Mischkonstruktionen oder ungewöhnlicheren Materialien. Ahorn wird häufig mit einem warmen und ausgewogenen Klang verbunden. Birke kann etwas prägnanter und durchsetzungsfähiger wirken. Pappel ist besonders bei preisgünstigeren Instrumenten verbreitet und kann bei einer guten Konstruktion ebenfalls überzeugende Ergebnisse liefern.
Ein entscheidender Unterschied zwischen verschiedenen Basstrommeln ist der Durchmesser. Bei Schlagzeugen gehören 20 und 22 Zoll zu den häufigsten Größen. Kleinere Instrumente mit 16 oder 18 Zoll sind besonders bei kompakten Sets, Jazz-Kits und mobilen Schlagzeugen verbreitet. Große Modelle mit 24 oder sogar 26 Zoll werden unter anderem für besonders kraftvolle Rock-Sounds eingesetzt.
Vorteile einer Basstrommel
- Tiefes Klangfundament: Die Basstrommel erzeugt die tiefsten und druckvollsten Frequenzen eines klassischen Schlagzeugs.
- Rhythmische Grundlage: Zusammen mit der Snaredrum bildet sie das Fundament vieler moderner Rhythmen.
- Viele Größen verfügbar: Von kompakten 16-Zoll-Modellen bis zu sehr großen Bassdrums ist eine breite Auswahl erhältlich.
- Klang stark beeinflussbar: Stimmung, Felle, Dämpfung und Beater ermöglichen zahlreiche unterschiedliche Sounds.
- Für viele Musikrichtungen geeignet: Basstrommeln werden in Jazz, Rock, Pop, Metal, Funk, Blues, Blasmusik und Orchestermusik eingesetzt.
- Große Produktauswahl: Zahlreiche Hersteller bieten Instrumente vom Einsteigerbereich bis zur professionellen Oberklasse an.
Nachteile einer Basstrommel
- Hoher Platzbedarf: Besonders 22- und 24-Zoll-Modelle benötigen beim Transport und bei der Lagerung vergleichsweise viel Raum.
- Transportaufwand: Große Basstrommeln sind sperrig und benötigen häufig eine passende Tasche oder ein Case.
- Hohe Lautstärke: Akustische Bassdrums können in Wohnungen und kleinen Räumen sehr laut sein.
- Abstimmung erforderlich: Ein guter Klang setzt eine passende Fellspannung und gegebenenfalls Dämpfung voraus.
- Zusätzliches Zubehör: Bei einzelnen Drumset-Bassdrums wird normalerweise eine separate Fußmaschine benötigt.
Basstrommeln Bestseller Platz 2 – 4
Welche Arten von Basstrommeln gibt es?
22-Zoll-Basstrommel
Die 22-Zoll-Basstrommel gehört zu den verbreitetsten Größen bei modernen Schlagzeugen. Sie bietet einen guten Kompromiss aus tiefem Fundament, Durchsetzungsfähigkeit und vielseitiger Einsetzbarkeit. Deshalb findet man diese Größe häufig bei Rock-, Pop-, Funk- und Allround-Schlagzeugen.
Eine typische Konfiguration ist beispielsweise 22 x 16 oder 22 x 18 Zoll. Die erste Zahl beschreibt den Durchmesser, während die zweite Zahl die Kesseltiefe bezeichnet. Eine tiefere Konstruktion kann einen voluminösen Klang unterstützen, benötigt allerdings mehr Platz. Moderne Schlagzeugkonzepte verwenden teilweise wieder etwas kürzere Kessel, weil sie schneller ansprechen und kompakter sind.
Für Einsteiger ist eine 22-Zoll-Bassdrum häufig eine sinnvolle Wahl, wenn noch nicht feststeht, welche Musikrichtung später hauptsächlich gespielt wird. Die Größe bietet ausreichend Reserven für kraftvolle Musik und lässt sich gleichzeitig durch Felle, Stimmung und Dämpfung vielseitig anpassen.
20-Zoll-Basstrommel
Eine 20-Zoll-Bassdrum ist etwas kompakter und kann schneller ansprechen als ein größeres 22-Zoll-Modell. Sie eignet sich hervorragend für kleinere Bühnen, Proberäume, Jazz, Funk, Pop und zahlreiche weitere Musikrichtungen. Auch für Musiker, die ihr Schlagzeug regelmäßig transportieren, kann der geringere Durchmesser ein praktischer Vorteil sein.
Klanglich muss eine 20-Zoll-Basstrommel keineswegs dünn wirken. Mit einer passenden Stimmung und hochwertigen Fellen kann sie einen erstaunlich tiefen und druckvollen Klang liefern. Moderne Mikrofon- und PA-Technik ermöglicht es außerdem, auch kleinere Bassdrums auf großen Bühnen sehr kraftvoll klingen zu lassen.
18-Zoll-Basstrommel
18-Zoll-Bassdrums werden traditionell häufig mit Jazz-Schlagzeugen verbunden. Sie bieten eine schnelle Ansprache und einen kontrollierten, häufig etwas höheren Grundton. Gleichzeitig sind sie wesentlich transportfreundlicher als größere Varianten.
Moderne 18-Zoll-Modelle werden allerdings längst nicht mehr ausschließlich im Jazz eingesetzt. Sie sind ebenfalls bei kleinen Akustikauftritten, Singer-Songwriter-Bands, Straßenmusik und kompakten Drumsets beliebt. Mit geeigneten Fellen und einer tieferen Stimmung lässt sich auch aus einem kleinen Kessel erstaunlich viel Bass herausholen.
Besonders kompakte Pancake-Bassdrums reduzieren zusätzlich die Kesseltiefe. Dadurch lassen sie sich einfach transportieren und benötigen auf kleinen Bühnen kaum Platz. Klanglich bieten sie naturgemäß weniger Kesselvolumen, können über eine PA aber dennoch sehr wirkungsvoll eingesetzt werden.
24-Zoll-Basstrommel
Eine 24-Zoll-Bassdrum richtet sich an Musiker, die besonders viel Tiefbass und ein großes akustisches Volumen wünschen. Sie ist vor allem aus Rock, Hard Rock und verwandten Stilrichtungen bekannt. Der größere Durchmesser bewegt mehr Luft und kann einen entsprechend mächtigen Klang erzeugen.
Die Größe bringt jedoch praktische Nachteile mit sich. Transport und Lagerung sind aufwendiger, und bei kleineren Musikern kann sich durch die höhere Position der auf der Bassdrum montierten Toms eine weniger komfortable Ergonomie ergeben. Wer hauptsächlich in kleinen Räumen spielt, benötigt das zusätzliche Volumen möglicherweise überhaupt nicht.
Marching-Basstrommel
Marching-Basstrommeln werden in Spielmannszügen, Marching-Bands und vergleichbaren Formationen eingesetzt. Anders als die Bassdrum eines Schlagzeugs wird das Instrument am Körper getragen und mit einem oder zwei Schlägeln gespielt. Hier stehen hohe Lautstärke, klare rhythmische Akzente und eine gute Projektion im Vordergrund.
Da die Trommel beim Marschieren getragen werden muss, spielen Gewicht und Tragesystem eine besonders wichtige Rolle. Professionelle Tragesysteme verteilen das Gewicht möglichst gleichmäßig auf den Körper. Die Anforderungen unterscheiden sich deshalb deutlich von einer stationären Drumset-Basstrommel.
Orchester-Basstrommel
Die große Konzert- oder Orchester-Basstrommel gehört zu den tiefsten Schlaginstrumenten eines Orchesters. Sie wird normalerweise auf einem speziellen Ständer montiert und mit großen Schlägeln gespielt. Der Klang soll besonders tief, voluminös und dynamisch sein.
Im Gegensatz zur Bassdrum eines modernen Drumsets geht es hier weniger um einen kurzen und präzisen Kick-Sound. Häufig wird ein langer, mächtiger Nachklang gewünscht. Über Spieltechnik, Schlägelwahl und Dämpfung kann der Musiker die Klangentwicklung kontrollieren.
Elektronische Bassdrum
Bei elektronischen Schlagzeugen wird die Funktion einer Basstrommel durch ein Kick-Pad oder einen elektronischen Bassdrum-Tower übernommen. Eine normale Fußmaschine schlägt dabei auf eine Gummi- oder Gewebefläche. Ein Sensor erkennt den Anschlag und sendet ein Signal an das Drum-Modul, das anschließend den gewünschten Bassdrum-Sound erzeugt.
Der größte Vorteil liegt in der geringeren akustischen Lautstärke und der nahezu unbegrenzten Auswahl verschiedener Sounds. Gerade für das Üben in einer Wohnung kann ein elektronisches Schlagzeug deshalb sinnvoll sein. Vollständig geräuschlos ist allerdings auch eine elektronische Bassdrum nicht. Das Betätigen der Fußmaschine und der mechanische Anschlag erzeugen Körperschall, der sich über den Boden übertragen kann.
Alternativen zur klassischen Basstrommel
Elektronisches Kick-Pad
Ein elektronisches Kick-Pad ist eine interessante Alternative, wenn das Instrument hauptsächlich zum Üben verwendet wird. In Verbindung mit einem E-Drum-Modul oder einer entsprechenden Software können unterschiedlichste Bassdrum-Sounds erzeugt werden. Die Lautstärke lässt sich über Kopfhörer erheblich reduzieren.
Für eine realistische Spieltechnik sollte ein Modell gewählt werden, an dem eine normale Fußmaschine verwendet werden kann. Sehr kleine Pedalcontroller ohne echten Beater benötigen weniger Platz, vermitteln allerdings ein anderes Spielgefühl.
Cajon
Eine Cajon kann bei kleinen akustischen Formationen teilweise die Funktion einer Bassdrum übernehmen. Wird die Mitte beziehungsweise der obere Bereich der Schlagfläche entsprechend gespielt, entsteht ein tiefer Basston. Spezielle Cajon-Pedale erlauben sogar eine Spielweise mit dem Fuß.
Eine Cajon erreicht allerdings weder den Tiefgang noch das Volumen einer großen Basstrommel. Dafür ist sie äußerst kompakt und eignet sich hervorragend für akustische Auftritte, Straßenmusik oder Situationen mit wenig Platz.
Floor-Tom als Bassdrum
Bei besonders kompakten Schlagzeugsets kann ein großes Standtom zur Bassdrum umgebaut werden. Für verschiedene Floor-Tom-Größen sind sogenannte Bassdrum-Riser und Umrüstsysteme erhältlich. Dadurch lässt sich beispielsweise ein 16-Zoll-Standtom horizontal aufstellen und mit einer Fußmaschine spielen.
Diese Lösung spart viel Platz und Gewicht. Der Klang kann für kleine Jazz-, Akustik- oder Club-Gigs vollkommen ausreichend sein. Eine vollwertige 22-Zoll-Basstrommel ersetzt ein umgebautes Standtom klanglich allerdings nicht.
Trigger an einer akustischen Basstrommel
Wer grundsätzlich das Spielgefühl einer akustischen Bassdrum beibehalten möchte, gleichzeitig aber elektronische Sounds benötigt, kann einen Drum-Trigger verwenden. Dieser erkennt den Fellanschlag und sendet ein entsprechendes Signal an ein Drum-Modul oder einen Computer.
Diese Hybridlösung wird insbesondere bei moderner Live-Musik eingesetzt. Der akustische Klang kann dabei mit einem elektronischen Sample kombiniert oder vollständig durch einen elektronischen Sound ergänzt werden.
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- 12 Zoll (30 cm) Durchmesser, 10 Zoll (25 cm) hoch
- Gelber Kessel aus Aluminium, 6 verchromte Spannschrauben
- Farbe Kessel: gelb, Farbe Spannreifen: grün
- Schwarzes XDrum Logo auf dem Fell, Gewicht: 3 kg
Beliebte Basstrommeln im Vergleich
| Modell | Marke | Ungefährer Preis | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| 18" Club Jam Pancake Bass | Tama | ca. 175 Euro | Sehr kompakte 18-Zoll-Pancake-Bassdrum für kleine Bühnen, Akustikgigs, Straßenmusik und besonders transportfreundliche Drumsets. |
| Series 6 18"x14" Bass Drum | DrumCraft | ca. 340 Euro | Kompakte Bassdrum mit Ahorn-/Walnusskessel, die sich insbesondere für kleinere Sets und Musiker mit begrenztem Platzangebot eignet. |
| 22"x18" Export Bass Drum | Pearl | ca. 385 Euro | Klassische 22-Zoll-Bassdrum aus der bekannten Export-Serie mit Pappelkessel. Eine typische Größe für Rock, Pop und vielseitige Drumsets. |
| Stage Custom Birch 18"x15" | Yamaha | ca. 390 Euro | 18-Zoll-Bassdrum aus der Stage-Custom-Birch-Serie mit Birkenkessel. Interessant für kompakte Drumsets, Jazz und kleinere Live-Anwendungen. |
| Series 6 20"x16" Bass Drum | DrumCraft | ca. 380 Euro | 20-Zoll-Modell als ausgewogener Kompromiss zwischen kompakter Bauweise und kräftigem Bassdrum-Fundament. |
| Series 6 22"x18" Bass Drum | DrumCraft | ca. 445 Euro | Große 22-Zoll-Bassdrum mit Ahorn-/Walnusskessel für einen kraftvollen und vielseitigen Sound. |
| AQ2 18"x14" Bass Drum | Sonor | ca. 510 Euro | Hochwertige kompakte Bassdrum mit Ahornkessel. Besonders interessant für anspruchsvollere kleine Drumsets und Jazz-orientierte Konfigurationen. |
| AQ2 22"x17,5" Bass Drum | Sonor | ca. 670 Euro | Große Bassdrum aus der AQ2-Serie mit Ahornkessel und klassischer Allround-Größe für einen kräftigen Bühnensound. |
Hinweis: Die Preise dienen lediglich als ungefähre Orientierung. Abhängig von Ausführung, Farbe, Händler, Lieferbarkeit und möglichen Preisänderungen können die tatsächlichen Verkaufspreise abweichen.
Worauf sollte man beim Kauf einer Basstrommel achten?
Durchmesser
Der Durchmesser ist eines der wichtigsten Auswahlkriterien. Kleine Durchmesser von 16 oder 18 Zoll sind kompakt, reagieren schnell und eignen sich besonders für Jazz, Akustikmusik und mobile Drumsets. Eine 20-Zoll-Bassdrum stellt einen sehr vielseitigen Mittelweg dar. 22 Zoll gelten als verbreiteter Allround-Standard, während 24 Zoll und größere Modelle besonders dann interessant sind, wenn ein großes akustisches Bassfundament gewünscht wird.
Größer bedeutet dabei nicht grundsätzlich besser. Eine kleinere Bassdrum kann über Mikrofonierung und PA einen ausgesprochen kraftvollen Sound liefern. Gleichzeitig ist sie einfacher zu transportieren und ermöglicht häufig eine ergonomisch niedrigere Position der Toms.
Kesseltiefe
Neben dem Durchmesser spielt die Tiefe des Kessels eine wichtige Rolle. Bassdrums mit großer Kesseltiefe besitzen mehr Innenvolumen. Sie können voluminös klingen, benötigen aber entsprechend mehr Stellfläche. Kürzere Kessel reagieren häufig etwas direkter und sind transportfreundlicher.
Die optimale Kombination hängt vom gewünschten Sound ab. Deshalb sollte nicht ausschließlich nach möglichst großen Abmessungen gesucht werden.
Kesselmaterial
Ahorn, Birke und Pappel gehören zu den häufigsten Holzarten. Ahorn wird aufgrund seines ausgewogenen und warmen Charakters bei zahlreichen hochwertigen Schlagzeugen verwendet. Birke bietet häufig einen klaren Attack und eine gute Durchsetzungsfähigkeit. Pappel kommt oft im Einsteiger- und Mittelklassebereich zum Einsatz und ermöglicht vergleichsweise günstige Instrumente.
Das Holz alleine entscheidet allerdings nicht über die Qualität. Kesselkonstruktion, Wandstärke, Verarbeitung, Gratung, Felle und Stimmung beeinflussen den Klang ebenfalls erheblich. Eine sorgfältig konstruierte Pappel-Bassdrum kann deshalb besser klingen als ein schlecht verarbeitetes Instrument aus einem vermeintlich höherwertigen Holz.
Schlagfell
Das Schlagfell beeinflusst Attack, Bassanteil und Nachklang unmittelbar. Einlagige Felle können offen und resonant klingen. Zweilagige Modelle bieten häufig mehr Kontrolle und Haltbarkeit. Spezielle Bassdrum-Felle besitzen teilweise integrierte Dämpfungsringe, mit denen störende Obertöne und ein zu langer Nachklang reduziert werden.
Welches Fell optimal ist, hängt von Musikrichtung und persönlichem Geschmack ab. Rock- und Metal-Drummer bevorzugen häufig einen kontrollierten, kurzen und druckvollen Sound. Im Jazz darf die Bassdrum dagegen oft offener und resonanter klingen.
Resonanzfell
Auch das vordere Resonanzfell hat großen Einfluss auf den Klang. Ein vollständig geschlossenes Fell kann einen besonders vollen Resonanzanteil erzeugen. Viele Schlagzeuger verwenden allerdings Resonanzfelle mit einer Öffnung. Durch diese kann ein Mikrofon einfacher im Inneren oder unmittelbar vor dem Kessel positioniert werden.
Die Größe und Position dieser Öffnung beeinflussen ebenfalls das Verhalten der Trommel. Eine sehr große Öffnung reduziert einen Teil der Resonanz, kann dafür aber einen stärker kontrollierten Klang ermöglichen.
Dämpfung
Eine Bassdrum kann mit speziellen Dämpfkissen, Schaumstoff, kleinen Decken oder integrierten Dämpfungssystemen kontrolliert werden. Die Dämpfung reduziert Nachklang und Obertöne. Zu viel Material im Kessel kann den Klang allerdings unnötig trocken und leblos machen.
Für einen modernen, kurzen Kick-Sound kann eine stärkere Dämpfung sinnvoll sein. Für Jazz oder einen offenen Vintage-Klang wird häufig deutlich weniger gedämpft.
Spannreifen und Hardware
Die Spannreifen halten die Felle und werden über Stimmschrauben gespannt. Sie sollten stabil verarbeitet sein und eine gleichmäßige Stimmung ermöglichen. Zusätzlich besitzt eine typische Drumset-Basstrommel ausziehbare Beine beziehungsweise Sporen. Diese verhindern, dass sich die Trommel beim Spielen nach vorne bewegt.
Wer eine einzelne Bassdrum kauft, sollte prüfen, welche Anbauteile enthalten sind. Eine Fußmaschine gehört bei einzelnen Kesseln normalerweise nicht automatisch zum Lieferumfang.
Basstrommel richtig stimmen
Die Stimmung einer Basstrommel hat erheblichen Einfluss auf Klang und Spielgefühl. Zunächst sollte das Fell möglichst gleichmäßig auf dem Kessel sitzen. Anschließend werden die Stimmschrauben schrittweise und über Kreuz angezogen. Dadurch verteilt sich die Spannung gleichmäßiger über das Fell.
Für einen tiefen modernen Sound wird das Schlagfell häufig relativ tief gestimmt. Es sollte allerdings noch ausreichend Spannung besitzen, damit es sauber reagiert und keine unkontrollierten Falten entstehen. Das Resonanzfell kann ähnlich oder etwas höher gestimmt werden.
Ein häufiger Fehler besteht darin, die Basstrommel extrem locker zu stimmen, weil ein möglichst tiefer Ton gewünscht wird. Zu wenig Spannung kann jedoch einen undefinierten und kraftlosen Klang verursachen. Eine leicht höhere Fellspannung liefert teilweise überraschend mehr Druck und Projektion.
Nach dem grundlegenden Stimmen sollte die Trommel im tatsächlichen Raum ausprobiert werden. Ein Sound, der in einem kleinen Schlafzimmer perfekt wirkt, kann auf einer Bühne vollkommen anders klingen. Auch Mikrofonierung und PA beeinflussen das Ergebnis erheblich.
Basstrommel leiser machen
Eine akustische Basstrommel gehört zu den problematischsten Instrumenten, wenn in einer Wohnung oder einem hellhörigen Gebäude geübt werden soll. Schon ein einzelner kräftiger Anschlag erzeugt erhebliche Schallenergie und zusätzlich Körperschall über den Boden.
Spezielle Meshheads können die akustische Lautstärke erheblich reduzieren. Sie bestehen aus einem Gewebe und erzeugen deutlich weniger Schall als klassische Trommelfelle. Das Spielgefühl verändert sich allerdings abhängig vom verwendeten Modell.
Eine weitere Möglichkeit sind Bassdrum-Dämpfer beziehungsweise Übungspads. Auch eine Kombination mit einem elektronischen Trigger kann sinnvoll sein. Der akustische Klang wird reduziert, während über Kopfhörer ein elektronischer Bassdrum-Sound wiedergegeben wird.
Bei Wohnungen muss zusätzlich der Körperschall berücksichtigt werden. Eine entkoppelte Plattform kann verhindern, dass ein großer Teil der Vibrationen unmittelbar in den Fußboden übertragen wird. Vollständig geräuschlos lässt sich eine mechanisch gespielte Fußmaschine jedoch kaum betreiben.
FAQ – häufige Fragen zur Basstrommel
Welche Basstrommel-Größe ist für Anfänger geeignet?
Eine 20- oder 22-Zoll-Bassdrum ist für viele Anfänger eine gute Wahl. 22 Zoll sind besonders verbreitet und eignen sich für Rock, Pop, Funk und zahlreiche weitere Musikrichtungen. Eine 20-Zoll-Bassdrum ist kompakter und ebenfalls ausgesprochen vielseitig. Wer bereits weiß, dass hauptsächlich Jazz oder akustische Musik gespielt werden soll, kann auch direkt mit 18 Zoll beginnen.
Was ist der Unterschied zwischen Bassdrum und Basstrommel?
Im alltäglichen Sprachgebrauch werden beide Begriffe häufig synonym verwendet. Bass Drum ist die englische Bezeichnung für Basstrommel. Bei einem Schlagzeug wird außerdem häufig von Kick Drum gesprochen. Eine Basstrommel kann allerdings auch eine große Orchester- oder Marching-Trommel sein. Der Begriff Bassdrum wird im deutschsprachigen Musikeralltag besonders häufig für die mit einer Fußmaschine gespielte Trommel des Drumsets verwendet.
Ist eine größere Basstrommel automatisch lauter?
Nicht unbedingt. Ein größerer Kessel kann mehr Luft bewegen und einen tieferen Grundcharakter besitzen, die tatsächliche Lautstärke hängt aber zusätzlich von Fellen, Stimmung, Anschlagstärke, Beater und Konstruktion ab. Bei verstärkten Konzerten spielt außerdem die Mikrofonierung eine entscheidende Rolle. Eine kleine 18-Zoll-Bassdrum kann über eine leistungsfähige PA enorm druckvoll wiedergegeben werden.
Welche Größe eignet sich für Rockmusik?
22 Zoll sind ein weit verbreiteter Standard für Rockmusik. Diese Größe bietet einen kräftigen Tiefbass, ohne so sperrig wie eine 24-Zoll-Bassdrum zu sein. Für klassischen oder besonders kraftvollen Rock können auch 24 Zoll interessant sein. Moderne Mikrofonierung ermöglicht allerdings auch mit 20 Zoll einen überzeugenden Rock-Sound.
Welche Basstrommel eignet sich für Jazz?
Im Jazz sind 18-Zoll-Bassdrums besonders verbreitet. Sie reagieren schnell, lassen sich vergleichsweise hoch und offen stimmen und benötigen wenig Platz. Auch 20-Zoll-Modelle können hervorragend funktionieren und bieten etwas mehr Tiefbass. Entscheidend sind letztlich der gewünschte Sound und der jeweilige Jazz-Stil.
Welche Basstrommel eignet sich für Metal?
Für Metal werden häufig 22-Zoll-Bassdrums eingesetzt. Entscheidender als die reine Größe sind jedoch ein klar definierter Attack, kontrollierte Resonanz und eine passende Fußmaschine. Viele Metal-Schlagzeuger verwenden außerdem Doppelpedale oder zwei separate Bassdrums. Trigger können zusätzlich eingesetzt werden, um bei sehr schnellen Passagen einen konstanten und präzisen Sound zu erzeugen.
Braucht eine Basstrommel ein Loch im Resonanzfell?
Nein. Eine Basstrommel funktioniert auch mit einem vollständig geschlossenen Resonanzfell. Ein Loch erleichtert allerdings die Mikrofonierung und verändert den Klang. Ein geschlossenes Fell liefert häufig mehr Resonanz, während eine Öffnung einen kontrollierteren Sound ermöglichen kann. Für Live-Auftritte ist ein Resonanzfell mit Mikrofonöffnung sehr verbreitet.
Wie lässt sich eine Basstrommel dämpfen?
Dafür können spezielle Bassdrum-Kissen, Schaumstoff-Dämpfer oder andere geeignete Materialien verwendet werden. Häufig reicht es, wenn ein kleines Dämpfkissen leicht am Schlag- oder Resonanzfell anliegt. Zusätzlich sind Felle mit integrierten Dämpfungssystemen erhältlich. Zu starke Dämpfung sollte vermieden werden, wenn ein lebendiger und voluminöser Klang gewünscht wird.
Kann man eine 18-Zoll-Basstrommel für Rock verwenden?
Grundsätzlich ja. Besonders bei mikrofonierten Auftritten kann auch eine 18-Zoll-Bassdrum erstaunlich kraftvoll wirken. Akustisch bietet sie allerdings weniger Tiefbass und Volumen als ein größeres 22- oder 24-Zoll-Modell. Für kleine Bühnen und transportfreundliche Sets kann sie trotzdem eine interessante Alternative sein.
Was kostet eine gute Basstrommel?
Die Preisspanne ist groß. Einzelne kompakte Basstrommeln sind bereits für weniger als 200 Euro erhältlich. Solide Mittelklassemodelle liegen häufig im Bereich einiger hundert Euro. Hochwertige professionelle Modelle können deutlich mehr kosten. Für Anfänger ist allerdings nicht automatisch das teuerste Instrument erforderlich. Eine gut verarbeitete Mittelklasse-Bassdrum mit passenden Fellen und einer sorgfältigen Stimmung kann bereits sehr überzeugend klingen.
Welche Fußmaschine wird für eine Basstrommel benötigt?
Für eine klassische Drumset-Bassdrum wird eine Bassdrum-Fußmaschine verwendet. Einfache Einzelpedale besitzen einen Beater. Doppelpedale verfügen über zwei Beater und ermöglichen schnelle Spielfiguren mit beiden Füßen auf einer einzigen Basstrommel. Besonders bei Metal und verwandten Musikrichtungen sind Doppelpedale weit verbreitet.
Kann man eine Basstrommel einzeln kaufen?
Ja. Viele Hersteller bieten Bassdrums separat an. Das ist beispielsweise sinnvoll, wenn ein bestehendes Schlagzeug erweitert, eine beschädigte Trommel ersetzt oder ein individuelles Drumset zusammengestellt werden soll. Beim Einzelkauf sollten Durchmesser, Tiefe, Farbe, Kesselmaterial und vorhandene Hardware zum übrigen Set passen.
Basstrommel Test bei Stiftung Warentest & Co
| Stiftung Warentest | Basstrommel Test bei test.de |
| Öko-Test | Basstrommel Test bei Öko-Test |
| Konsument.at | Basstrommel bei konsument.at |
| gutefrage.net | Basstrommel bei Gutefrage.de |
| Youtube.com | Basstrommel bei Youtube.com |
Basstrommel Testsieger
Stiftung Warentest ist bekannt dafür, eine Vielzahl an Produkte einem genauen Test zu unterziehen. Basstrommeln wurden bisher noch nicht getestet, so dass wir Ihnen keinen Basstrommel Testsieger präsentieren können.
Basstrommel Stiftung Warentest
Leider ist uns momentan kein Basstrommel Stiftung Warentest Sieger bekannt.
Fazit zur Basstrommel
Die Basstrommel bildet das tiefe Fundament eines Schlagzeugs und beeinflusst den gesamten Charakter eines Drumsets erheblich. Ob ein kurzer, präziser Kick-Sound für moderne Rock- und Metal-Musik, ein offener Jazz-Klang oder ein mächtiger, resonanter Bass für klassische Musik gewünscht wird, hängt von Größe, Kessel, Fellen, Stimmung, Dämpfung und Spieltechnik ab.
Für viele Schlagzeuger stellt eine 22-Zoll-Basstrommel die vielseitigste Lösung dar. Sie bietet ausreichend Tiefbass für Rock und Pop, lässt sich aber auch für andere Musikrichtungen anpassen. Eine 20-Zoll-Bassdrum ist kompakter und sehr flexibel. 18-Zoll-Modelle eignen sich besonders für Jazz, Akustikgigs, kleine Bühnen und Musiker, die möglichst wenig transportieren möchten. Wer dagegen ein besonders großes akustisches Fundament sucht, kann sich für 24 Zoll oder größere Modelle entscheiden.
Beim Kauf sollte der Durchmesser deshalb niemals isoliert betrachtet werden. Auch Kesseltiefe, Material, Verarbeitung, Spannreifen, Felle und Hardware bestimmen die Qualität und Alltagstauglichkeit. Hinzu kommt der geplante Einsatzbereich. Eine Bassdrum, die ausschließlich im eigenen Proberaum bleibt, darf größer und schwerer sein als ein Instrument, das mehrmals pro Woche zu Auftritten transportiert werden muss.
Besonders wichtig ist außerdem die richtige Stimmung. Selbst eine hochwertige Basstrommel kann enttäuschend klingen, wenn Schlag- und Resonanzfell falsch gespannt oder ungeeignet gedämpft werden. Umgekehrt kann ein günstigeres Instrument mit guten Fellen und einer sorgfältigen Abstimmung einen erstaunlich professionellen Klang liefern.
Wer hauptsächlich in einer Wohnung übt, sollte zusätzlich über Meshheads, elektronische Kick-Pads oder ein vollständiges E-Drum-Set nachdenken. Akustische Basstrommeln erzeugen erhebliche Lautstärke und Körperschall. Für Proberaum und Bühne bleibt die klassische Bassdrum dagegen eines der wichtigsten und vielseitigsten Instrumente überhaupt. Entscheidend ist letztlich, eine Größe und Konstruktion zu wählen, die zum Musikstil, zum vorhandenen Platz, zur gewünschten Lautstärke und zum persönlichen Spielgefühl passt.
Zuletzt Aktualisiert am 11.08.2026
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