Ein Blitzgerät gehört zu den vielseitigsten Hilfsmitteln in der Fotografie und kann einen erheblichen Einfluss darauf haben, wie professionell, scharf und ausgewogen ein Foto am Ende wirkt. Während moderne Kameras und Smartphones auch bei wenig Licht immer leistungsfähiger werden, stößt vorhandenes Umgebungslicht dennoch schnell an seine Grenzen. Besonders bei Innenaufnahmen, Veranstaltungen, Porträts, Produktfotos oder schnellen Bewegungen kann zusätzliches Blitzlicht entscheidend sein. Ein gutes Blitzgerät liefert dabei nicht einfach nur mehr Helligkeit. Vielmehr ermöglicht es dem Fotografen, die Richtung, Stärke und teilweise sogar die Charakteristik des Lichts gezielt zu beeinflussen.
Die Auswahl reicht von vergleichsweise einfachen Aufsteckblitzen für Hobbyfotografen bis zu leistungsstarken Systemblitzen mit automatischer TTL-Belichtungsmessung, Funksteuerung, dreh- und schwenkbaren Blitzköpfen sowie zahlreichen manuellen Einstellmöglichkeiten. Hinzu kommen Studioblitze, Ringblitze, Makroblitze und kompakte mobile Lösungen. Welches Modell am besten geeignet ist, hängt deshalb stark davon ab, mit welcher Kamera fotografiert wird und in welchen Situationen das zusätzliche Licht benötigt wird.
Gerade Einsteiger unterschätzen häufig, wie groß der Unterschied zwischen dem eingebauten Kamerablitz und einem separaten Blitzgerät sein kann. Ein integrierter Blitz sitzt unmittelbar über dem Objektiv und beleuchtet das Motiv deshalb meist frontal. Das kann zu harten Schatten, glänzenden Hautpartien und einem insgesamt flachen Bildeindruck führen. Ein externer Blitz lässt sich dagegen häufig nach oben oder zur Seite richten. Das Blitzlicht kann beispielsweise gegen eine helle Zimmerdecke reflektiert werden und fällt dadurch deutlich weicher auf das Motiv. Dieses sogenannte indirekte Blitzen gehört zu den wichtigsten Einsatzmöglichkeiten eines modernen Systemblitzes.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass leistungsfähige Blitzgeräte nicht zwangsläufig auf der Kamera montiert bleiben müssen. Viele Modelle können drahtlos ausgelöst und außerhalb der Kamera positioniert werden. Dadurch entsteht eine wesentlich größere Freiheit bei der Lichtgestaltung. Mehrere Blitzgeräte lassen sich außerdem kombinieren und unterschiedlich stark einstellen. Auf diese Weise können selbst mit vergleichsweise kompaktem Fotozubehör aufwendige Lichtaufbauten realisiert werden.
Beim Kauf eines Blitzgerätes sollten deshalb nicht ausschließlich Leistung und Preis betrachtet werden. Kamera-Kompatibilität, Leitzahl, Blitzfolgezeit, TTL-Unterstützung, High-Speed-Synchronisation, Funksteuerung, Bedienbarkeit, Stromversorgung und Beweglichkeit des Blitzkopfes spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Unser ausführlicher Blitzgerät-Ratgeber zeigt, welche Varianten erhältlich sind, welche Eigenschaften wirklich wichtig sind und worauf vor dem Kauf geachtet werden sollte.
- 【Bitte vor Bestellung lesen】 ⚠️Keine TTL Funktion ⚠️Kein HSS ⚠️Keine Kameramen...
- 【Kompatibilitätsliste】Kompatibel mit Fuji X-Pro2 X-T20 X-T2 X-T1 GFX50s GFX50R X-T30 X-T4 X-T...
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Was ist ein Blitzgerät?
Ein Blitzgerät ist eine künstliche Lichtquelle, die für einen sehr kurzen Zeitraum eine vergleichsweise große Menge Licht erzeugt. In der Fotografie dient dieses Licht dazu, ein Motiv vollständig oder teilweise auszuleuchten. Anders als eine dauerhaft eingeschaltete Lampe erzeugt ein klassischer Fotoblitz lediglich einen extrem kurzen Lichtimpuls. Dieser kann je nach Gerät und eingestellter Leistung nur Bruchteile einer Sekunde dauern.
Externe Blitzgeräte werden häufig über den sogenannten Zubehör- oder Blitzschuh einer Kamera befestigt. Bei vielen Kameras befindet sich dieser Anschluss auf der Oberseite des Gehäuses. Neben der mechanischen Befestigung können über zusätzliche elektrische Kontakte Informationen zwischen Kamera und Blitz ausgetauscht werden. Moderne Kamera- und Blitzsysteme können dadurch Belichtungsdaten übertragen und die benötigte Blitzleistung automatisch berechnen.
Eine besonders verbreitete Technik ist TTL beziehungsweise „Through The Lens“. Dabei misst die Kamera die Lichtmenge durch das Objektiv und stimmt die Blitzleistung automatisch auf die jeweilige Aufnahmesituation ab. Das erleichtert insbesondere bei wechselnden Lichtverhältnissen oder spontanen Aufnahmen die Arbeit erheblich. Fortgeschrittene Fotografen können die Leistung vieler Blitzgeräte zusätzlich vollständig manuell einstellen.
Ein leistungsfähiger Systemblitz besitzt in der Regel einen schwenk- und drehbaren Blitzkopf. Dadurch muss das Licht nicht direkt auf das Motiv gerichtet werden. Es kann beispielsweise gegen eine Wand oder Decke geblitzt werden. Die reflektierende Fläche wird dadurch zu einer wesentlich größeren Lichtquelle und erzeugt weichere Schatten.
Viele moderne Geräte können außerdem unabhängig von der Kamera eingesetzt werden. Die Auslösung erfolgt über Funk oder optische Signale. Diese Technik wird als entfesseltes Blitzen bezeichnet und eröffnet wesentlich umfangreichere Möglichkeiten zur Lichtgestaltung.
Vorteile und Nachteile eines Blitzgerätes
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Deutlich mehr Licht bei schlechten Lichtverhältnissen | Zusätzliches Gewicht und weiteres Zubehör an der Kamera |
| Bewegungen können wirkungsvoll eingefroren werden | Direktes Blitzlicht kann ohne richtige Anwendung hart wirken |
| Indirektes Blitzen ermöglicht weicheres Licht | Akkus oder Batterien müssen regelmäßig geladen beziehungsweise ersetzt werden |
| Sehr gute Kontrolle über die Beleuchtung | Leistungsfähige Systemblitze können vergleichsweise teuer sein |
| Viele Modelle unterstützen automatische TTL-Steuerung | Kompatibilität zwischen Kamera und Blitz muss beachtet werden |
| Entfesseltes Blitzen mit Funksteuerung möglich | Professionelle Lichtaufbauten erfordern etwas Erfahrung |
| Porträts, Veranstaltungen und Produktaufnahmen können deutlich aufgewertet werden | Nach starken Blitzen entsteht teilweise eine kurze Ladezeit |
Der größte Vorteil eines externen Blitzgerätes liegt in der Kontrolle über das vorhandene Licht. Fotografen sind weniger stark von Raumbeleuchtung, Tageszeit oder Wetter abhängig. Außerdem kann ein Blitz nicht nur bei Dunkelheit sinnvoll sein. Selbst bei hellem Tageslicht lässt er sich als Aufhellblitz verwenden, beispielsweise wenn das Gesicht einer Person durch Gegenlicht zu dunkel dargestellt würde.
Nachteile entstehen vor allem dann, wenn der Blitz falsch eingesetzt wird. Ein direkt auf das Gesicht gerichteter leistungsstarker Blitz kann harte Schatten und unnatürliche Reflexionen verursachen. Der Umgang mit Blitzlicht erfordert deshalb etwas Übung. Moderne Automatiken erleichtern den Einstieg jedoch deutlich.
Blitzgeräte Bestseller Platz 2 – 4
Welche Arten von Blitzgeräten gibt es?
Unter der Bezeichnung Blitzgerät werden unterschiedliche Geräte zusammengefasst. Die einzelnen Bauformen unterscheiden sich hinsichtlich Leistung, Mobilität, Bedienung und vorgesehenem Einsatzzweck teilweise erheblich. Vor dem Kauf sollte deshalb zunächst geklärt werden, welche Art von Fotografie hauptsächlich betrieben werden soll.
Aufsteckblitz und Systemblitz
Der klassische Aufsteckblitz zählt zu den verbreitetsten Varianten. Das Gerät wird auf dem Blitzschuh einer kompatiblen Kamera montiert. Einfache Modelle können lediglich ausgelöst werden, während moderne Systemblitze umfangreich mit der Kamera kommunizieren. Sie unterstützen beispielsweise TTL-Belichtungsmessung, automatische Anpassung des Reflektors an die verwendete Brennweite und High-Speed-Synchronisation.
Für viele Hobby- und ambitionierte Fotografen stellt ein guter Systemblitz den sinnvollsten Einstieg dar. Das Gerät ist vergleichsweise kompakt und kann sowohl direkt auf der Kamera als auch entfesselt verwendet werden.
Manueller Blitz
Bei einem manuellen Blitz wird die Blitzleistung vom Fotografen eingestellt. Automatische TTL-Funktionen stehen entweder überhaupt nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung. Dadurch können solche Modelle günstiger sein. Gleichzeitig setzen sie ein besseres Verständnis für Belichtung und Blitzleistung voraus.
Manuelle Blitze sind besonders interessant, wenn mehrere Geräte in einem festen Lichtaufbau eingesetzt werden. Bei Produkt- und Studiofotografie bleiben Position, Abstand und Kameraeinstellungen häufig weitgehend gleich. Eine automatische Neuberechnung der Blitzleistung ist dann nicht zwingend erforderlich.
TTL-Blitzgerät
Ein TTL-Blitz stimmt die benötigte Lichtmenge automatisch mit der Kamera ab. Dafür werden unmittelbar vor oder während der Aufnahme Messdaten ermittelt. Die Kamera kann daraus berechnen, wie stark der Blitz auslösen muss. Dadurch lassen sich auch Situationen bewältigen, in denen sich Motivabstand oder Umgebungslicht ständig verändern.
Besonders bei Hochzeiten, Familienfeiern, Reportagen und Veranstaltungen ist TTL hilfreich. Der Fotograf muss nicht nach jedem Standortwechsel die Blitzleistung vollständig neu einstellen.
Studioblitz
Studioblitze sind größere und meist leistungsfähigere Geräte, die überwiegend stationär eingesetzt werden. Sie werden auf Stativen befestigt und häufig mit Lichtformern wie Softboxen, Reflexschirmen, Beauty-Dishes oder Waben kombiniert. Dadurch kann die Lichtcharakteristik sehr gezielt verändert werden.
Studioblitze eignen sich beispielsweise für Porträt-, Mode- und Produktfotografie. Neben netzbetriebenen Modellen gibt es inzwischen auch leistungsfähige Studioblitze mit Akkus, die außerhalb eines Studios verwendet werden können.
Ringblitz
Bei einem Ringblitz befindet sich die Lichtquelle ringförmig um das Kameraobjektiv. Das Motiv wird dadurch nahezu aus derselben Richtung beleuchtet, aus der auch fotografiert wird. Störende seitliche Schatten werden reduziert.
Ringblitze werden unter anderem bei Makrofotografie, medizinischer Dokumentation und teilweise bei Porträt- oder Beautyfotografie eingesetzt. Charakteristisch können ringförmige Reflexionen in glänzenden Oberflächen oder den Augen einer Person sein.
Makroblitz
Makroblitze sind speziell für sehr kurze Aufnahmeabstände entwickelt. Ein gewöhnlicher Aufsteckblitz kann bei kleinen Motiven problematisch sein, weil sich das Blitzgerät deutlich oberhalb des Objektivs befindet. Dadurch erreicht das Licht das unmittelbar vor dem Objektiv befindliche Motiv unter Umständen nicht optimal.
Makroblitzsysteme bestehen häufig aus zwei kleinen Blitzköpfen oder einem ringförmig angeordneten Blitz. Besonders bei Insekten-, Pflanzen- und Detailfotografie kann die Beleuchtung dadurch wesentlich gleichmäßiger ausfallen.
Kompaktblitz
Kleine Blitzgeräte werden für Fotografen angeboten, denen möglichst geringes Gewicht wichtiger ist als maximale Leistung. Solche Modelle passen gut zu spiegellosen Systemkameras und eignen sich für Reisen oder Familienfotografie. Aufgrund der kleineren Bauweise verfügen sie allerdings häufig über geringere Leistungsreserven.
Blitzgerät-Arten im Vergleich
| Art | Typischer Einsatz | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Systemblitz | Allround, Porträt, Veranstaltungen | Kompakt, häufig TTL und Funksteuerung |
| Manueller Blitz | Studio, Produktfotografie, feste Setups | Günstig und kontrollierbar, mehr Handarbeit |
| TTL-Blitz | Reportage, Hochzeit, spontane Fotografie | Automatische Anpassung der Blitzleistung |
| Studioblitz | Porträt, Mode, Produkte | Hohe Leistung und viele Lichtformer |
| Ringblitz | Makro, Beauty, Dokumentation | Ringförmige Lichtquelle rund um das Objektiv |
| Makroblitz | Insekten, Pflanzen und kleine Gegenstände | Für geringe Aufnahmeabstände optimiert |
| Kompaktblitz | Reise und Alltag | Geringes Gewicht und kleine Abmessungen |
Worauf sollte beim Kauf eines Blitzgerätes geachtet werden?
Kompatibilität mit der Kamera
Die Kompatibilität gehört zu den wichtigsten Kaufkriterien. Nur weil sich ein Blitz mechanisch auf den Blitzschuh einer Kamera setzen lässt, bedeutet dies nicht automatisch, dass sämtliche Funktionen unterstützt werden. Besonders TTL, High-Speed-Synchronisation und automatische Zoomsteuerung sind vom jeweiligen Kamerasystem abhängig.
Vor dem Kauf sollte deshalb geprüft werden, ob das Blitzgerät ausdrücklich für den Hersteller beziehungsweise das verwendete Kamerasystem vorgesehen ist.
Leitzahl und Blitzleistung
Die Leitzahl wird häufig als Orientierung für die maximale Leistung eines Blitzgerätes angegeben. Grundsätzlich deutet eine höhere Leitzahl auf eine größere mögliche Reichweite hin. Allerdings können die Herstellerangaben nur sinnvoll verglichen werden, wenn sie bei vergleichbaren ISO-Werten und Reflektorstellungen ermittelt wurden.
Für kleine Innenräume und kurze Aufnahmeabstände ist keine extreme Leistung notwendig. Wer dagegen große Räume ausleuchten, indirekt über hohe Decken blitzen oder größere Lichtformer verwenden möchte, profitiert von höheren Leistungsreserven.
TTL-Funktion
TTL ist besonders komfortabel, wenn schnell fotografiert werden muss. Die Kamera berechnet automatisch eine geeignete Blitzleistung. Gleichzeitig ermöglichen viele Blitzgeräte eine Blitzbelichtungskorrektur. Dadurch kann das automatisch berechnete Blitzlicht gezielt stärker oder schwächer eingestellt werden.
High-Speed-Synchronisation
Die High-Speed-Synchronisation wird häufig als HSS bezeichnet. Sie ermöglicht den Einsatz eines Blitzgerätes bei kürzeren Verschlusszeiten als der normalen Blitzsynchronzeit der Kamera. Das kann beispielsweise bei Porträts im hellen Sonnenlicht interessant sein, wenn mit einer weit geöffneten Blende fotografiert werden soll.
HSS ist eine nützliche Funktion, reduziert allerdings die effektiv verfügbare Blitzleistung. Kamera und Blitzgerät müssen die entsprechende Technik gemeinsam unterstützen.
Dreh- und schwenkbarer Blitzkopf
Ein beweglicher Blitzkopf ist für ein universell nutzbares Blitzgerät praktisch unverzichtbar. Wird der Kopf nach oben gerichtet, kann das Licht über die Decke reflektiert werden. Durch seitliches Drehen lässt sich eine Wand als große Reflexionsfläche nutzen.
Je größer der Schwenkbereich ausfällt, desto flexibler kann der Fotograf auch im Hochformat indirekt blitzen.
Zoomreflektor
Viele Blitzgeräte besitzen einen motorisch oder manuell verstellbaren Reflektor. Dieser passt den Lichtkegel ungefähr an die Brennweite des verwendeten Objektivs an. Bei Weitwinkelaufnahmen wird das Licht breiter verteilt, während bei Teleaufnahmen ein engerer Lichtkegel genutzt werden kann.
Blitzfolgezeit
Nach einer Auslösung muss der Kondensator des Blitzgerätes erneut geladen werden. Die hierfür benötigte Zeit wird als Blitzfolgezeit bezeichnet. Besonders bei Veranstaltungen oder Serien von Porträtaufnahmen kann eine kurze Ladezeit von Vorteil sein.
Die tatsächliche Geschwindigkeit hängt unter anderem davon ab, mit welcher Leistung geblitzt wird und wie leistungsfähig die eingesetzten Akkus beziehungsweise Batterien sind.
Funksteuerung
Wer entfesselt blitzen möchte, sollte auf ein integriertes Funksystem achten. Einige Modelle besitzen nur einen Funkempfänger, andere können gleichzeitig als Sender und Empfänger eingesetzt werden. Bei umfangreicheren Systemen lassen sich mehrere Blitzgruppen getrennt voneinander steuern.
Funk hat gegenüber rein optischen Auslösesystemen den Vorteil, dass keine direkte Sichtverbindung zwischen Sender und Blitz erforderlich ist.
Stromversorgung
Klassische Systemblitze verwenden häufig AA-Akkus oder Batterien. Daneben gibt es Geräte mit herstellerspezifischen Lithium-Ionen-Akkus. Solche Akkus können hohe Blitzfolgen ermöglichen und müssen nicht einzeln eingesetzt werden.
AA-Akkus sind dagegen nahezu überall erhältlich und lassen sich bei Bedarf schnell austauschen. Welche Variante besser geeignet ist, hängt vom persönlichen Einsatzbereich ab.
Welche Alternativen zu einem Blitzgerät gibt es?
Nicht jede Fotosituation erfordert einen Blitz. Teilweise kann eine dauerhaft leuchtende Lichtquelle sogar die bessere Lösung darstellen. Besonders Videoaufnahmen benötigen grundsätzlich Dauerlicht, weil ein kurzer Blitzimpuls nur bei Einzelbildern genutzt werden kann.
| Alternative | Vorteile | Geeignet für |
|---|---|---|
| LED-Dauerlicht | Lichtwirkung bereits vor der Aufnahme sichtbar | Foto und Video |
| Softbox mit Dauerlicht | Große und weiche Lichtquelle | Porträts und Produkte |
| Reflektor | Benötigt keinen Strom | Aufhellung bei vorhandenem Licht |
| Natürliches Fensterlicht | Weiche und natürliche Wirkung | Porträt und Produktfotografie |
| Stativ und längere Belichtungszeit | Keine zusätzliche Lichtquelle notwendig | Unbewegte Motive und Nachtfotografie |
LED-Dauerlichter haben den Vorteil, dass das endgültige Licht bereits vor der Aufnahme beurteilt werden kann. Schatten und Reflexionen lassen sich direkt erkennen. Dafür erreichen kompakte LED-Leuchten häufig nicht die kurzzeitig extrem hohe Lichtleistung eines Fotoblitzes.
Bei unbewegten Motiven kann außerdem ein Stativ verwendet und die Belichtungszeit verlängert werden. Für Personen oder bewegte Objekte ist dieses Verfahren jedoch nur eingeschränkt geeignet, da Bewegungsunschärfe entstehen kann.
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Beliebte Hersteller und Blitzgeräte
Blitzgeräte werden sowohl von Kameraherstellern als auch von spezialisierten Zubehörherstellern angeboten. Originalgeräte bieten häufig eine besonders enge Integration in das jeweilige Kamerasystem. Drittanbieter können dagegen ein attraktives Verhältnis aus Ausstattung und Preis bieten. Entscheidend sollte weniger der Markenname als vielmehr die Kompatibilität mit der eigenen Kamera und dem gewünschten Funktionsumfang sein.
| Hersteller | Typische Produkte | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Canon | Speedlite-Systemblitze | Für kompatible Canon-Kameras und deren Blitzsteuerung ausgelegt |
| Nikon | Speedlight-Systemblitze | Modelle für das Nikon-Kamerasystem |
| Sony | System- und Funkblitze | Auf kompatible Sony-Kameras abgestimmte Funktionen |
| Godox | Systemblitze, Studioblitze und Funkauslöser | Großes herstellerübergreifendes Blitzsystem |
| Profoto | Mobile und professionelle Blitzsysteme | Schwerpunkt auf professioneller Fotoausrüstung |
| Metz | System- und Aufsteckblitze | Traditioneller Hersteller von Fotozubehör |
| Nissin | Kompakte Systemblitze | Verschiedene Modelle für unterschiedliche Kamerasysteme |
Blitzgerät richtig verwenden
Die einfachste Möglichkeit besteht darin, das Blitzgerät auf der Kamera zu befestigen und direkt auf das Motiv zu richten. Gute Ergebnisse entstehen damit jedoch nicht automatisch. Besonders bei Porträts wirkt direktes frontales Licht häufig hart. Befindet sich eine helle Decke in geringer Entfernung, ist indirektes Blitzen meist die bessere Wahl.
Dazu wird der Blitzkopf nach oben gedreht. Das Licht trifft zunächst auf die Decke und wird von dort in den Raum zurückgeworfen. Die effektiv leuchtende Fläche wird dadurch erheblich größer und die Schatten werden weicher. Gleichzeitig benötigt diese Methode mehr Blitzleistung, weil ein Teil des Lichtes durch Reflexion und den längeren Weg verloren geht.
Auch die Farbe der reflektierenden Fläche muss berücksichtigt werden. Eine weiße Decke beeinflusst die Lichtfarbe kaum. Eine kräftig rote, grüne oder gelbe Wand kann dagegen einen entsprechenden Farbstich erzeugen.
Entfesseltes Blitzen
Beim entfesselten Blitzen befindet sich das Blitzgerät nicht auf der Kamera. Es wird beispielsweise seitlich auf einem Stativ positioniert und drahtlos ausgelöst. Dadurch kann die Richtung des Lichtes unabhängig von der Position der Kamera gewählt werden.
Schon ein einzelner entfesselter Blitz kann deutlich plastischere Ergebnisse erzeugen. Wird die Lichtquelle seitlich positioniert, entstehen gezielt kontrollierbare Schatten und das Motiv erhält mehr räumliche Wirkung. Mit einem Lichtformer wie einer Softbox kann das Licht zusätzlich weicher gestaltet werden.
Mehrere Blitzgeräte ermöglichen noch komplexere Aufbauten. Ein Blitz kann beispielsweise als Hauptlicht dienen, während ein zweites Gerät Schatten aufhellt oder den Hintergrund beleuchtet. Für den Einstieg ist ein einzelnes zusätzliches Licht jedoch vollkommen ausreichend.
Blitzgerät für Porträtfotografie
Bei Porträts sollte das Blitzlicht möglichst nicht wie eine kleine punktförmige Lichtquelle wirken. Je größer die Lichtquelle im Verhältnis zum Motiv erscheint, desto weicher fallen Schatten typischerweise aus. Deshalb werden Softboxen, Reflexschirme oder indirektes Blitzen eingesetzt.
Auch die Entfernung zwischen Lichtquelle und Person hat Einfluss auf die Lichtwirkung. Ein relativ nah positionierter großer Lichtformer kann ein besonders weiches Licht erzeugen. Direktes Licht eines kleinen Blitzkopfes führt dagegen häufig zu deutlich sichtbaren Schattenkanten.
Blitzgerät bei Veranstaltungen
Auf Hochzeiten, Geburtstagsfeiern und anderen Veranstaltungen ändern sich Lichtverhältnisse und Motivabstände ständig. Hier kann ein TTL-fähiger Aufsteckblitz besonders praktisch sein. Die automatische Steuerung passt die Blitzleistung innerhalb gewisser Grenzen an die jeweilige Aufnahme an.
Eine ausreichend schnelle Blitzfolge und eine zuverlässige Stromversorgung sind bei längeren Veranstaltungen ebenfalls wichtig. Ersatzakkus oder geladene Batteriesätze gehören deshalb zu einer sinnvollen Fotoausrüstung.
Blitzgerät pflegen und aufbewahren
Ein Blitzgerät benötigt vergleichsweise wenig Pflege. Kontakte am Blitzschuh sollten sauber und trocken gehalten werden. Staub lässt sich mit einem weichen Tuch oder geeigneten Hilfsmitteln entfernen. Flüssige Reinigungsmittel sollten nicht unkontrolliert in Schalter, Batteriefächer oder andere Öffnungen gelangen.
Wird das Gerät längere Zeit nicht verwendet, sollten insbesondere Einwegbatterien entfernt werden. Auslaufende Batterien können erhebliche Schäden im Batteriefach verursachen. Akkus sollten entsprechend den Empfehlungen des jeweiligen Herstellers gelagert werden.
Beim Transport empfiehlt sich eine gepolsterte Tasche. Besonders der bewegliche Blitzkopf kann bei starken Stößen mechanisch belastet werden. Bei Studioblitzen müssen zusätzlich Blitzröhre und gegebenenfalls Einstelllicht geschützt werden.
Häufige Fragen zum Blitzgerät
Welches Blitzgerät eignet sich für Anfänger?
Für Einsteiger ist ein kompatibler Systemblitz mit TTL-Steuerung, dreh- und schwenkbarem Blitzkopf sowie möglichst einfacher Bedienung eine gute Wahl. TTL reduziert den Aufwand bei der Einstellung der Blitzleistung. Gleichzeitig sollte ein manueller Modus vorhanden sein, damit später gezielt mit unterschiedlichen Leistungsstufen experimentiert werden kann. Eine integrierte Funksteuerung ist sinnvoll, wenn bereits absehbar ist, dass das Blitzgerät später auch entfesselt eingesetzt werden soll.
Wie stark sollte ein Blitzgerät sein?
Die erforderliche Leistung hängt stark vom Einsatzzweck ab. Für kurze Aufnahmeabstände und kleinere Räume reicht eine moderate Blitzleistung häufig vollkommen aus. Mehr Reserven sind sinnvoll, wenn über hohe Decken indirekt geblitzt, ein großer Lichtformer verwendet oder eine größere Entfernung überbrückt werden soll. Die Leitzahl kann zur Orientierung dienen, sollte aber nur zwischen Geräten verglichen werden, deren Werte unter vergleichbaren Bedingungen angegeben wurden.
Was bedeutet TTL bei einem Blitzgerät?
TTL steht für „Through The Lens“. Die Kamera nutzt ihre Belichtungsmessung, um die benötigte Blitzleistung automatisch zu bestimmen. Das Verfahren ist besonders praktisch bei sich schnell verändernden Situationen. Die automatische Berechnung kann bei vielen Kameras zusätzlich über eine Blitzbelichtungskorrektur beeinflusst werden.
Warum sollte der Blitz gegen die Decke gerichtet werden?
Das sogenannte Bouncen oder indirekte Blitzen vergrößert die scheinbare Lichtquelle. Statt das Motiv direkt mit dem kleinen Blitzkopf anzuleuchten, wird beispielsweise eine weiße Decke angestrahlt. Diese reflektiert das Licht großflächig zurück. Dadurch entstehen in vielen Situationen weichere Schatten und eine natürlichere Lichtwirkung. Voraussetzung ist eine geeignete, möglichst neutrale Reflexionsfläche.
Kann ein Blitzgerät auch draußen verwendet werden?
Ja. Blitzgeräte sind auch im Freien sinnvoll. Besonders bei starkem Gegenlicht kann ein Blitz dazu verwendet werden, Schatten im Gesicht aufzuhellen. Bei hellem Tageslicht wird allerdings relativ viel Blitzleistung benötigt. High-Speed-Synchronisation kann hilfreich sein, wenn gleichzeitig mit kurzen Verschlusszeiten und weit geöffneter Blende fotografiert werden soll.
Was bedeutet HSS beim Blitzgerät?
HSS steht für High-Speed-Synchronisation. Damit können bestimmte Blitzgeräte auch bei Verschlusszeiten eingesetzt werden, die kürzer als die normale Blitzsynchronzeit der Kamera sind. Die Funktion ist beispielsweise für Porträts bei hellem Tageslicht interessant. Allerdings sinkt die effektiv verfügbare Blitzleistung im HSS-Betrieb teilweise deutlich.
Was ist besser: Blitzgerät oder LED-Dauerlicht?
Beide Systeme haben unterschiedliche Vorteile. Ein Blitz kann für einen sehr kurzen Zeitraum eine hohe Lichtleistung erzeugen und eignet sich dadurch besonders zum Einfrieren von Bewegungen. LED-Dauerlicht leuchtet permanent. Die Lichtwirkung lässt sich bereits vor der Aufnahme beurteilen und die Beleuchtung kann zusätzlich für Videoaufnahmen genutzt werden. Welche Technik besser ist, hängt deshalb vom Einsatzbereich ab.
Kann jedes Blitzgerät an jeder Kamera verwendet werden?
Nein. Selbst wenn der Blitz mechanisch auf den Zubehörschuh passt, müssen elektronische Funktionen nicht zwangsläufig kompatibel sein. Funktionen wie TTL, HSS, automatische Zoomsteuerung oder Funkkommunikation können vom jeweiligen Kamerasystem abhängen. Vor dem Kauf sollte deshalb immer die Kompatibilitätsliste des Herstellers geprüft werden.
Wie lange halten die Akkus eines Blitzgerätes?
Eine pauschale Angabe ist kaum möglich. Die Laufzeit hängt von Akkuart, Kapazität, Blitzleistung und Nutzung ab. Wird regelmäßig mit voller Leistung geblitzt, ist der Energieverbrauch erheblich höher als bei kleinen Leistungsstufen. Auch niedrige Temperaturen können die Leistungsfähigkeit von Akkus beeinflussen. Für längere Fotoeinsätze empfiehlt sich deshalb eine vollständig geladene Reserve.
Ist ein teures Blitzgerät automatisch besser?
Ein höherer Preis kann mit mehr Leistung, kürzeren Blitzfolgezeiten, besserer Verarbeitung, umfangreicher Funksteuerung oder größerer Kompatibilität verbunden sein. Für den individuellen Einsatzzweck werden diese Funktionen jedoch nicht zwangsläufig benötigt. Für einen Hobbyfotografen kann ein günstigeres kompatibles Modell vollkommen ausreichend sein, während professionelle Anwender häufig auf schnelle Ladezeiten, hohe Belastbarkeit und ein umfangreiches Funksystem angewiesen sind.
Blitzgerät Test bei Stiftung Warentest & Co
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Stiftung Warentest ist bekannt dafür, eine Vielzahl an Produkte einem genauen Test zu unterziehen. Blitzgeräte wurden bisher noch nicht getestet, so dass wir Ihnen keinen Blitzgerät Testsieger präsentieren können.
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Fazit zum Blitzgerät
Ein Blitzgerät erweitert die fotografischen Möglichkeiten deutlich und sollte nicht ausschließlich als Notlösung für dunkle Räume betrachtet werden. Richtig eingesetzt kann zusätzliches Blitzlicht selbst bei vorhandenem Tageslicht zu sichtbar besseren Ergebnissen beitragen. Schatten lassen sich aufhellen, Bewegungen können eingefroren und Motive gezielter vom Hintergrund getrennt werden. Besonders ein schwenkbarer Systemblitz eröffnet bereits ohne umfangreiche Studioausrüstung zahlreiche Möglichkeiten zur Lichtgestaltung.
Für viele Fotografen ist ein TTL-fähiger Aufsteckblitz mit dreh- und schwenkbarem Kopf ein besonders vielseitiger Einstieg. Er lässt sich automatisch betreiben, später aber auch manuell verwenden. Unterstützt das Gerät zusätzlich Funksteuerung, kann es außerhalb der Kamera eingesetzt und mit weiteren Blitzgeräten kombiniert werden.
Beim Kauf sollten die Kamera-Kompatibilität und der tatsächlich benötigte Funktionsumfang an erster Stelle stehen. Eine hohe Leitzahl allein macht noch kein gutes Blitzgerät. Ebenso wichtig sind kurze Blitzfolgezeiten, eine praktische Bedienung, zuverlässige Stromversorgung, ein ausreichend beweglicher Blitzkopf und gegebenenfalls Funktionen wie TTL, HSS und Funksteuerung.
Wer zunächst die Grundlagen des indirekten und entfesselten Blitzens beherrscht, kann mit einem einzigen guten Blitzgerät bereits sehr unterschiedliche Lichtsituationen kontrollieren. Für ambitionierte Porträt-, Event-, Makro- oder Produktfotografie lassen sich später weitere Blitze, Lichtformer und Funkauslöser ergänzen. Damit entwickelt sich ein zunächst kleines Zubehörteil zu einem umfangreichen und flexibel einsetzbaren Lichtsystem.
Zuletzt Aktualisiert am 10.08.2026
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