Inhaltsverzeichnis
- Was ist Großsittichfutter?
- Welche Vögel zählen zu den Großsittichen?
- Welche Bestandteile sind in Großsittichfutter enthalten?
- Vorteile und Nachteile von Großsittichfutter
- Vorteile von Großsittichfutter
- Nachteile von Großsittichfutter
- Großsittichfutter Bestseller Platz 2 – 4
- Welche Arten von Großsittichfutter gibt es?
- Klassisches Großsittichfutter
- Großsittichfutter ohne Sonnenblumenkerne
- Fettarmes Großsittichfutter
- Großsittichfutter mit Kräutern
- Großsittichfutter mit Früchten
- Keimfutter für Großsittiche
- Quellfutter für Großsittiche
- Pelletiertes Großsittichfutter
- Bio-Großsittichfutter
- Einzelsaaten und selbst gemischtes Großsittichfutter
- Worauf sollte man beim Kauf von Großsittichfutter achten?
- Zusammensetzung der Mischung
- Frische und Geruch
- Staub- und Bruchkornanteil
- Verpackungsgröße
- Eignung für die Vogelart
- Zusatzstoffe
- Alternativen zu klassischem Großsittichfutter
- Pellets als Hauptfutter
- Frischfutter
- Grassamenmischungen
- Frische und getrocknete Kräuter
- Futter aus Wildsämereien
- Großsittichfutter Bestseller Platz 5 – 10
- Beliebte Produkte und Marken für Großsittichfutter
- Wie viel Großsittichfutter sollte täglich gegeben werden?
- Großsittichfutter richtig lagern
- Ergänzungen zu Großsittichfutter
- Frisches Gemüse
- Mineralien und Calcium
- Frische Zweige
- Sauberes Trinkwasser
- Häufige Fehler bei der Fütterung von Großsittichen
- FAQ – häufige Fragen zu Großsittichfutter
- Welches Großsittichfutter ist das beste?
- Dürfen Nymphensittiche normales Großsittichfutter fressen?
- Ist Großsittichfutter ohne Sonnenblumenkerne besser?
- Wie viel Futter braucht ein Großsittich am Tag?
- Wie erkennt man verdorbenes Großsittichfutter?
- Kann man Großsittichfutter selbst mischen?
- Brauchen Großsittiche zusätzlich Vitamine?
- Dürfen Großsittiche täglich Obst bekommen?
- Wie oft sollte das Futter gewechselt werden?
- Was tun, wenn der Vogel nur Sonnenblumenkerne frisst?
- Ist Keimfutter für Großsittiche gesund?
- Kann Großsittichfutter im Kühlschrank gelagert werden?
- Großsittichfutter Test bei Stiftung Warentest & Co
- Großsittichfutter Testsieger
- Großsittichfutter Stiftung Warentest
- Fazit zu Großsittichfutter
Großsittichfutter bildet die Grundlage für eine ausgewogene Ernährung größerer Sitticharten und sollte deshalb nicht einfach nach Verpackungsgröße, Preis oder einem besonders bunten Aussehen ausgewählt werden, denn die Zusammensetzung des Futters beeinflusst langfristig das Körpergewicht, die Verdauung, das Gefieder, die Aktivität und die allgemeine Gesundheit der Tiere, wobei immer berücksichtigt werden muss, dass Arten wie Nymphensittiche, Rosellasittiche, Ziegensittiche, Halsbandsittiche oder andere Großsittiche teilweise unterschiedliche Bedürfnisse besitzen und zusätzlich Faktoren wie Alter, Bewegung, Haltung, Jahreszeit und Gesundheitszustand eine wichtige Rolle spielen.
Im Handel werden zahlreiche Mischungen angeboten, die sich in der Auswahl der Saaten, im Fettgehalt, in der Körnergröße und in möglichen Zusätzen deutlich unterscheiden. Manche Produkte bestehen fast ausschließlich aus klassischen Getreide- und Hirsesorten, während andere Mischungen Sonnenblumenkerne, Nüsse, getrocknete Früchte, Kräuter oder spezielle Ergänzungen enthalten. Eine besonders reichhaltige Mischung wirkt auf den ersten Blick häufig hochwertig, kann bei dauerhaftem Einsatz jedoch zu energiereich sein. Umgekehrt ist ein sehr schlichtes Futter nicht automatisch schlecht, sofern die enthaltenen Saaten hochwertig, sauber und für die jeweilige Vogelart geeignet sind.
Ein gutes Großsittichfutter sollte daher als Teil eines umfassenden Ernährungskonzeptes betrachtet werden. Neben der Körnermischung benötigen die Tiere je nach Art und individueller Situation frisches Gemüse, geeignete Kräuter, Zweige, Mineralstoffe und sauberes Trinkwasser. Obst sollte wegen seines Zuckergehalts meist nur maßvoll angeboten werden. Dieser Ratgeber erläutert ausführlich, was Großsittichfutter ist, welche Arten erhältlich sind, welche Vor- und Nachteile unterschiedliche Mischungen haben und worauf bei Auswahl, Lagerung und täglicher Fütterung geachtet werden sollte.
- Hauptfutter für Großsittiche, mit wertvollem Getreide und Saaten
- Enthält lebenswichtige Vitamine, Mineralien und Spurenelemente
- Wir verzichten auf den Zusatz von Zucker und künstlichen Aromen, Farb- und Konservierungsstoffen
- Im wiederverschließbaren Aroma-Fresh-Bag
Was ist Großsittichfutter?
Großsittichfutter ist eine speziell auf größere Sitticharten abgestimmte Futtermischung, die überwiegend aus verschiedenen Saaten, Getreidekörnern und je nach Produkt aus weiteren pflanzlichen Bestandteilen besteht. Der Begriff beschreibt allerdings keine einheitlich vorgeschriebene Rezeptur. Deshalb können zwei als Großsittichfutter bezeichnete Produkte sehr unterschiedlich zusammengesetzt sein.
Typische Bestandteile sind verschiedene Hirsesorten, Haferkerne, Kanariensaat, Kardisaat, Buchweizen, Dari, Paddyreis, Hanfsaat, Leinsaat und kleinere Mengen Sonnenblumenkerne. Manche Mischungen enthalten zusätzlich Kürbiskerne, Nüsse, getrocknete Beeren, Gemüseflocken, Kräuter oder Blüten. Welche Zutaten sinnvoll sind, hängt davon ab, für welche Vogelarten das Futter bestimmt ist und wie viel Energie die Tiere tatsächlich verbrauchen.
Großsittiche besitzen einen kräftigeren Schnabel als kleine Wellensittiche und können daher auch größere Saaten problemlos entspelzen. Dennoch bedeutet ein größerer Schnabel nicht automatisch, dass überwiegend große und fettreiche Körner gefüttert werden sollten. Viele Sittiche bevorzugen geschmacklich besonders gehaltvolle Saaten wie Sonnenblumenkerne. Werden diese in großen Mengen angeboten, wählen die Tiere häufig genau diese Bestandteile heraus und lassen weniger energiereiche Körner liegen.
Eine ausgewogene Mischung sollte deshalb so zusammengesetzt sein, dass nicht einzelne besonders fettreiche Zutaten dominieren. Für viele in Innenräumen gehaltene Großsittiche ist eine eher magere Saatenmischung mit geringem Sonnenblumenkernanteil sinnvoll. Vögel in großen Außenvolieren, Tiere mit sehr viel Freiflug oder Vögel in einer körperlich anstrengenden Lebensphase können dagegen einen etwas höheren Energiebedarf haben.
Welche Vögel zählen zu den Großsittichen?
Die Bezeichnung Großsittich wird im Alltag für zahlreiche mittelgroße bis größere Sitticharten verwendet. Dazu gehören beispielsweise Nymphensittiche, Rosellasittiche, Pennantsittiche, Ziegensittiche, Mönchssittiche, Halsbandsittiche, Alexandersittiche, Bourkesittiche und verschiedene Plattschweifsittiche. Die genauen Ernährungsbedürfnisse dieser Arten sind jedoch nicht vollständig identisch.
Nymphensittiche neigen bei zu energiereicher Fütterung und wenig Bewegung relativ leicht zu Übergewicht. Viele Plattschweifsittiche benötigen eine abwechslungsreiche, aber nicht übermäßig fettreiche Ernährung. Halsbandsittiche und Alexandersittiche können größere Saaten und feste Pflanzenteile gut verarbeiten, sollten aber ebenfalls nicht hauptsächlich mit Sonnenblumenkernen und Nüssen ernährt werden.
Ein Futter, das allgemein für Großsittiche angeboten wird, muss deshalb immer auf seine tatsächliche Zusammensetzung geprüft werden. Die Aufschrift auf der Verpackung allein reicht nicht aus, um beurteilen zu können, ob das Produkt zum eigenen Vogelbestand passt.
Welche Bestandteile sind in Großsittichfutter enthalten?
Hirse ist in vielen Mischungen ein wichtiger Grundbestandteil. Sie liefert Kohlenhydrate und wird von zahlreichen Sitticharten gut angenommen. Unterschiedliche Sorten wie gelbe, rote, weiße oder Silberhirse sorgen für Abwechslung. Kanariensaat ist ebenfalls häufig enthalten und zeichnet sich durch einen vergleichsweise hohen Eiweißanteil aus.
Haferkerne sind energiereicher und können die Mischung schmackhafter machen. Kardisaat enthält mehr Fett und sollte daher nicht in unbegrenzten Mengen vorhanden sein. Buchweizen, Dari und Paddyreis bringen unterschiedliche Körnergrößen und Strukturen in das Futter. Leinsaat und Hanfsaat liefern wertvolle Fettsäuren, sind aber ebenfalls kalorienreich.
Sonnenblumenkerne gehören zu den beliebtesten Bestandteilen vieler Großsittichmischungen. Sie enthalten viel Fett und werden von zahlreichen Vögeln bevorzugt gefressen. Ein hoher Anteil kann jedoch langfristig Übergewicht und eine unausgewogene Futteraufnahme fördern. Für wenig aktive Wohnungsvögel sind Mischungen ohne Sonnenblumenkerne oder mit einem sehr geringen Anteil häufig besser geeignet.
Getrocknete Früchte und Beeren wirken abwechslungsreich, enthalten aber je nach Verarbeitung relativ viel Zucker. Große Trockenfruchtstücke werden nicht von jedem Vogel tatsächlich gefressen. Kräuter, Blüten und Gemüseflocken können das Futter sinnvoll ergänzen, ersetzen aber kein frisches Grünfutter.
Vorteile und Nachteile von Großsittichfutter
Fertige Großsittichmischungen sind praktisch und können bei sorgfältiger Auswahl eine solide Grundlage der täglichen Fütterung bilden. Gleichzeitig unterscheiden sich die Produkte erheblich in Qualität und Nährstoffgehalt. Eine ungeprüfte oder einseitige Verwendung kann deshalb Nachteile haben.
Vorteile von Großsittichfutter
- Auf größere Vogelarten abgestimmte Körner: Die Saaten besitzen häufig unterschiedliche Größen und können von kräftigen Schnäbeln gut verarbeitet werden.
- Einfache tägliche Dosierung: Eine fertige Mischung lässt sich unkompliziert portionieren und spart das Zusammenstellen einzelner Saaten.
- Abwechslung innerhalb einer Mischung: Verschiedene Körnerformen, Farben und Geschmacksrichtungen beschäftigen die Tiere bei der Futteraufnahme.
- Lange Haltbarkeit: Trockenes Körnerfutter ist bei korrekter Lagerung deutlich länger haltbar als frisches Obst und Gemüse.
- Große Produktauswahl: Es gibt klassische, fettarme, sonnenblumenkernfreie, keimfähige und speziell ergänzte Mischungen.
- Gut für Beschäftigungsfütterung geeignet: Saaten können in Naturmaterialien, Futterspielzeugen oder Suchbereichen verteilt werden.
- Individuell ergänzbar: Eine Basismischung kann je nach Vogelart und Bedarf mit Kräutern, Grassamen oder Einzelsaaten angepasst werden.
Nachteile von Großsittichfutter
- Teilweise hoher Fettgehalt: Mischungen mit vielen Sonnenblumenkernen, Nüssen oder ölhaltigen Saaten können Übergewicht fördern.
- Selektives Fressverhalten: Vögel suchen sich häufig bevorzugte Saaten heraus und lassen andere Bestandteile liegen.
- Keine vollständige Ernährung: Reines Körnerfutter deckt nicht automatisch den gesamten Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen und Frischkost ab.
- Große Qualitätsunterschiede: Staub, Bruchkorn, alte Saaten oder Verunreinigungen können bei minderwertigen Produkten vorkommen.
- Unklare Eignung für einzelne Arten: Ein allgemein bezeichnetes Großsittichfutter passt nicht zwingend zu jeder Großsittichart.
- Möglicher Schädlingsbefall: Falsch gelagertes Futter kann von Futtermotten oder anderen Vorratsschädlingen befallen werden.
- Versteckte Kalorien: Getrocknete Früchte, Nüsse und ölhaltige Saaten erhöhen den Energiegehalt teilweise erheblich.
Großsittichfutter Bestseller Platz 2 – 4
Welche Arten von Großsittichfutter gibt es?
Großsittichfutter wird in unterschiedlichen Varianten angeboten. Die wichtigste Unterscheidung betrifft die Zusammensetzung, den Fettgehalt und die vorgesehene Fütterungssituation. Nicht jede Mischung eignet sich dauerhaft als Hauptfutter.
Klassisches Großsittichfutter
Klassisches Großsittichfutter besteht aus einer Mischung verschiedener Hirsearten, Kanariensaat, Hafer, Dari, Buchweizen, Kardisaat und häufig Sonnenblumenkernen. Diese Produkte sind weit verbreitet und werden von vielen größeren Sittichen gut angenommen.
Der Vorteil liegt in der großen Vielfalt unterschiedlicher Saaten. Die Tiere können verschiedene Körner knacken und entspelzen, wodurch die Futteraufnahme gleichzeitig eine Form der Beschäftigung darstellt. Allerdings besteht bei klassischen Mischungen häufig das Problem, dass der Anteil energiereicher Saaten relativ hoch ist.
Besonders bei Wohnungsvögeln mit eingeschränktem Freiflug kann ein dauerhaft hoher Anteil an Sonnenblumenkernen und Kardisaat zu einer zu hohen Kalorienaufnahme führen. Deshalb sollte die Zutatenliste sorgfältig geprüft werden. Sonnenblumenkerne sollten nicht den optisch dominierenden Anteil der Mischung bilden.
Großsittichfutter ohne Sonnenblumenkerne
Sonnenblumenkernfreies Großsittichfutter wird häufig für Tiere empfohlen, die zu Übergewicht neigen oder nur mäßig aktiv sind. Diese Mischungen enthalten stattdessen mehr Hirse, Grassamen, Kanariensaat, Buchweizen und andere weniger fettreiche Bestandteile.
Der Verzicht auf Sonnenblumenkerne bedeutet nicht, dass das Futter völlig fettfrei ist. Auch Hanf, Leinsaat, Kardisaat und andere Ölsaaten liefern viel Energie. Dennoch lässt sich der durchschnittliche Fettgehalt durch eine sorgfältig formulierte Mischung deutlich reduzieren.
Eine solche Variante eignet sich häufig für Nymphensittiche und andere in Innenräumen gehaltene Großsittiche. Bei einer Futterumstellung kann es zunächst vorkommen, dass die Tiere nach ihren bevorzugten Sonnenblumenkernen suchen. Die Umgewöhnung sollte schrittweise erfolgen, damit die Vögel weiterhin zuverlässig fressen.
Fettarmes Großsittichfutter
Fettarmes Großsittichfutter enthält einen hohen Anteil an Hirse und Grassamen sowie nur geringe Mengen ölhaltiger Saaten. Es ist vor allem für wenig aktive Tiere, ältere Vögel oder Vögel mit einer tierärztlich festgestellten Neigung zu Übergewicht gedacht.
Wichtig ist, dass eine fettarme Mischung nicht automatisch für jeden Vogel geeignet ist. Sehr aktive Tiere in Außenvolieren können insbesondere bei niedrigen Temperaturen einen höheren Energiebedarf besitzen. Auch während bestimmter Belastungsphasen kann eine individuell angepasste Fütterung notwendig sein.
Die Bezeichnung fettarm ist außerdem nicht immer eindeutig. Deshalb sollten die Bestandteile und gegebenenfalls die analytischen Angaben verglichen werden. Ein Futter kann ohne Sonnenblumenkerne angeboten werden und trotzdem viele andere fettreiche Saaten enthalten.
Großsittichfutter mit Kräutern
Kräutermischungen enthalten zusätzlich getrocknete Pflanzenteile wie Löwenzahn, Brennnessel, Petersilie, Kamille, Ringelblume oder verschiedene Blüten. Sie sollen die geschmackliche und strukturelle Vielfalt erhöhen.
Getrocknete Kräuter können eine interessante Ergänzung sein, werden aber nicht von jedem Vogel gleichermaßen gefressen. Manche Tiere sortieren die Kräuter aus, während andere sie gerne aufnehmen. Eine kleine Menge hochwertiger Kräuter kann sinnvoll sein, sollte jedoch kein Verkaufsargument für ein ansonsten minderwertiges Futter sein.
Frische, geeignete Kräuter bieten zusätzlich Feuchtigkeit und Beschäftigung. Sie sollten sauber, ungespritzt und eindeutig bestimmt sein. Pflanzen von stark befahrenen Straßen oder behandelten Flächen sind ungeeignet.
Großsittichfutter mit Früchten
Fruchtmischungen enthalten getrocknete Apfelstücke, Bananen, Rosinen, Beeren oder andere Trockenfrüchte. Sie wirken optisch attraktiv und werden häufig als besonders abwechslungsreich beworben.
Getrocknete Früchte enthalten aufgrund des Wasserentzugs konzentrierten Zucker. Deshalb sollten sie nur einen kleinen Teil der Mischung ausmachen. Einige Vögel fressen die Fruchtstücke gar nicht, wodurch sie lediglich das Volumen und den Preis des Futters erhöhen.
Bei zuckerreichen Mischungen besteht außerdem das Risiko, dass die Ernährung unnötig kalorienreich wird. Frisches Gemüse ist im Alltag meist die bessere Ergänzung. Geeignetes Obst kann gelegentlich in kleinen Portionen angeboten werden.
Keimfutter für Großsittiche
Keimfutter besteht aus keimfähigen Saaten, die vor dem Verfüttern eingeweicht und zum Keimen gebracht werden. Während des Keimprozesses verändert sich die Zusammensetzung der Saaten. Das Futter wird weicher, feuchter und für viele Vögel besonders attraktiv.
Keimfutter kann eine wertvolle Ergänzung sein, erfordert jedoch sehr sauberes Arbeiten. Feuchte Saaten bieten ideale Bedingungen für Bakterien, Hefen und Schimmelpilze. Das Futter muss gründlich gespült, hygienisch verarbeitet und nach kurzer Zeit wieder aus dem Käfig entfernt werden.
Es sollte nur Saat verwendet werden, die ausdrücklich als keimfähig und für diesen Zweck geeignet angeboten wird. Ein einfacher Keimtest kann zeigen, ob ein großer Anteil der Körner tatsächlich keimt. Stark muffig riechende oder schleimige Saaten dürfen keinesfalls verfüttert werden.
Quellfutter für Großsittiche
Quellfutter wird nur eingeweicht und nicht vollständig zum Keimen gebracht. Die Körner nehmen Wasser auf und werden weicher. Diese Futterform kann für ältere Tiere, Vögel mit Schnabelproblemen oder während der Gewöhnung an feuchtes Futter geeignet sein.
Auch Quellfutter verdirbt deutlich schneller als trockenes Körnerfutter. Saubere Gefäße, frisches Wasser und kurze Standzeiten sind unverzichtbar. Reste sollten nach wenigen Stunden entfernt werden, besonders bei warmen Raumtemperaturen.
Pelletiertes Großsittichfutter
Pellets bestehen aus vermahlenen und anschließend geformten Futterbestandteilen. Der Vorteil ist, dass die Tiere nicht nur einzelne Lieblingssaaten auswählen können. Jedes Pellet besitzt im Idealfall eine ähnliche Nährstoffzusammensetzung.
Die Umstellung von Körnerfutter auf Pellets kann schwierig sein, da viele Sittiche die unbekannte Form zunächst nicht als Futter erkennen. Eine abrupte Umstellung ist riskant. Das Körpergewicht sollte während der Eingewöhnung kontrolliert werden.
Pellets können je nach Produkt einen ausgewogenen Bestandteil der Ernährung darstellen, sollten aber nicht unkritisch eingesetzt werden. Zusammensetzung, Zusatzstoffe, Protein- und Fettgehalt unterscheiden sich erheblich. Manche Halter kombinieren Pellets mit einer kontrollierten Menge Körnerfutter und Frischkost.
Bio-Großsittichfutter
Bio-Großsittichfutter enthält Saaten aus kontrolliert ökologischem Anbau. Es kann für Halter interessant sein, die Wert auf bestimmte Anbaumethoden und eine möglichst transparente Herkunft legen.
Die Bio-Kennzeichnung sagt jedoch nicht automatisch aus, dass die Mischung optimal zusammengesetzt ist. Auch biologisch angebaute Sonnenblumenkerne bleiben energiereich. Entscheidend sind weiterhin die Eignung für die jeweilige Art, das Mischungsverhältnis, die Frische und die hygienische Qualität.
Einzelsaaten und selbst gemischtes Großsittichfutter
Erfahrene Halter stellen das Futter teilweise selbst aus Einzelsaaten zusammen. Dadurch lässt sich die Mischung genau an Vogelart, Aktivität und Gesundheitszustand anpassen. Beispielsweise kann der Anteil an Grassamen erhöht und der Anteil an ölhaltigen Saaten reduziert werden.
Eine Eigenmischung setzt allerdings fundierte Kenntnisse voraus. Werden wichtige Saatengruppen weggelassen oder ungünstig kombiniert, kann die Ernährung einseitig werden. Außerdem müssen alle Einzelsaaten hygienisch einwandfrei, frisch und korrekt gelagert sein.
Eine praktische Zwischenlösung besteht darin, eine hochwertige Grundmischung mit ausgewählten Grassamen oder Kräutern zu ergänzen. Änderungen sollten langsam vorgenommen und das Gewicht der Tiere regelmäßig kontrolliert werden.
Worauf sollte man beim Kauf von Großsittichfutter achten?
Zusammensetzung der Mischung
Die Zutatenliste ist eines der wichtigsten Auswahlkriterien. Eine gute Mischung sollte verschiedene Hirsesorten und weitere geeignete Saaten enthalten. Sonnenblumenkerne, Nüsse und sehr fettreiche Saaten sollten bei wenig aktiven Vögeln nur in begrenzter Menge vorhanden sein.
Unklare Sammelbezeichnungen erschweren die Bewertung. Je genauer die Bestandteile angegeben sind, desto leichter lässt sich das Futter vergleichen. Stark zuckerhaltige Zusätze, Honig oder große Mengen getrockneter Früchte sind für ein tägliches Hauptfutter meist nicht notwendig.
Frische und Geruch
Frisches Futter riecht angenehm körnig und neutral. Ein muffiger, ranziger oder feuchter Geruch weist auf Qualitätsprobleme hin. Ölhaltige Saaten können bei langer oder warmer Lagerung ranzig werden. Solches Futter sollte nicht mehr angeboten werden.
Auch die Optik ist wichtig. Viele leere Hülsen, übermäßiger Staub, Gespinste, Insekten oder verklumpte Bestandteile sind Warnzeichen. Nach dem Öffnen sollte die Packung sorgfältig kontrolliert werden.
Staub- und Bruchkornanteil
Ein geringer Anteil an Staub und Bruchkorn spricht für eine saubere Verarbeitung. Sehr staubiges Futter belastet die Atemwege und wird von den Tieren schlechter aufgenommen. Außerdem kann ein hoher Bruchanteil darauf hindeuten, dass die Saaten alt oder unsachgemäß transportiert wurden.
Verpackungsgröße
Große Säcke sind pro Kilogramm häufig günstiger, lohnen sich aber nur, wenn das Futter innerhalb einer angemessenen Zeit verbraucht wird. In kleinen Haushalten mit wenigen Vögeln kann eine kleinere Packung frischer und letztlich wirtschaftlicher sein.
Nach dem Öffnen beginnt der Kontakt mit Luft und Feuchtigkeit. Deshalb sollte nicht mehr Futter gekauft werden, als unter den vorhandenen Lagerbedingungen sicher aufbewahrt werden kann.
Eignung für die Vogelart
Eine Mischung für Großsittiche kann für einen Nymphensittich zu reichhaltig und für einen sehr aktiven Halsbandsittich zu energiearm sein. Die Artenbezeichnung auf der Packung sollte deshalb nur als Orientierung betrachtet werden.
Bei gesundheitlichen Problemen, Übergewicht, Lebererkrankungen oder besonderem Nährstoffbedarf sollte die Fütterung mit einem vogelkundigen Tierarzt abgestimmt werden. Allgemeine Produktbeschreibungen ersetzen keine individuelle Beratung.
Zusatzstoffe
Einige Futtermischungen enthalten zugesetzte Vitamine, Mineralstoffe, Aromen oder Farbstoffe. Bei gefärbten Bestandteilen ist zu prüfen, ob diese überhaupt notwendig sind. Ein natürlich wirkendes Futter ohne auffällige Farbgebung ist häufig die sinnvollere Wahl.
Vitaminisierte Mischungen können problematisch sein, wenn zusätzlich weitere Präparate gegeben werden. Eine unkontrollierte Überversorgung mit fettlöslichen Vitaminen kann gesundheitliche Folgen haben. Ergänzungsmittel sollten deshalb nicht wahllos kombiniert werden.
Alternativen zu klassischem Großsittichfutter
Pellets als Hauptfutter
Pellets werden häufig als Alternative zu klassischen Saatenmischungen angeboten. Da die Bestandteile vermahlen und gleichmäßig verarbeitet werden, können die Tiere keine einzelnen Lieblingskörner herauspicken. Dadurch lässt sich selektives Fressverhalten reduzieren.
Die Qualität der Pellets hängt stark von der Rezeptur ab. Ein hoher Anteil günstiger Füllstoffe oder unnötiger Zusätze ist nicht automatisch besser als hochwertiges Körnerfutter. Die Umstellung sollte langsam und unter Kontrolle des Körpergewichts erfolgen.
Frischfutter
Geeignetes Gemüse und Grünfutter sind keine vollständige Alternative zu einer Grundfuttermischung, aber eine wichtige Ergänzung. Geeignet sein können beispielsweise Paprika, Möhren, Gurke, Zucchini, Brokkoli, Fenchel, Blattsalate in maßvollen Mengen sowie verschiedene Küchenkräuter.
Frischfutter sollte gründlich gewaschen, ungewürzt und in geeigneter Größe angeboten werden. Verdorbene Reste müssen zeitnah entfernt werden. Neue Sorten werden von manchen Vögeln erst nach wiederholtem Anbieten akzeptiert.
Grassamenmischungen
Grassamen sind meist kleiner und energieärmer als viele klassische Großsittichsaaten. Sie können verwendet werden, um eine reichhaltige Mischung zu strecken oder die Tiere länger mit der Futtersuche zu beschäftigen.
Da die Körner klein sind, benötigen die Vögel mehr Zeit für die Aufnahme. Das kann ein natürlicheres Fressverhalten fördern. Eine reine Grassamenfütterung ist jedoch nicht für jeden Vogel dauerhaft ausgewogen.
Frische und getrocknete Kräuter
Kräuter wie Vogelmiere, Löwenzahn, Basilikum oder geeignete Gräser können Abwechslung bieten. Voraussetzung ist eine sichere Bestimmung der Pflanzen und eine unbelastete Herkunft.
Getrocknete Kräuter lassen sich unter das Körnerfutter mischen oder separat anbieten. Sie ersetzen keine ausgewogene Grundernährung, können aber die Beschäftigung und Geschmacksvielfalt erhöhen.
Futter aus Wildsämereien
Wildsämereien enthalten unterschiedliche kleine Saaten, die dem natürlichen Nahrungsspektrum vieler Vogelarten näherkommen können als sehr gleichförmige Standardmischungen. Sie werden häufig als Ergänzung angeboten.
Da die genaue Zusammensetzung schwanken kann, sollte auf eine seriöse Herkunft geachtet werden. Selbst gesammelte Wildsämereien müssen sicher bestimmt, frei von Schadstoffen und vollständig trocken sein.
Großsittichfutter Bestseller Platz 5 – 10
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Beliebte Produkte und Marken für Großsittichfutter
Die folgende Tabelle nennt bekannte Produktreihen und Marken, die im Bereich Großsittichfutter erhältlich sind. Die Preise dienen lediglich als grobe Orientierung und können je nach Packungsgröße, Händler, Rezeptur und Angebotslage deutlich abweichen.
| Name | Marke | Ungefährer Preis | Kurze Beschreibung |
|---|---|---|---|
| Großsittichfutter Premium | Versele-Laga | Etwa 8 bis 20 Euro | Abwechslungsreiche Körnermischung für größere Sitticharten, je nach Variante mit unterschiedlichen Saaten und Zusätzen. |
| Großsittichfutter | Vitakraft | Etwa 5 bis 15 Euro | Im Handel weit verbreitete Mischung mit Hirse, Getreide und weiteren Saaten für die tägliche Fütterung. |
| Großsittichfutter ohne Sonnenblumenkerne | Witte Molen | Etwa 8 bis 18 Euro | Fettärmere Mischung für Halter, die den Anteil besonders energiereicher Saaten begrenzen möchten. |
| Großsittich Spezial | Ricos Futterkiste | Etwa 10 bis 25 Euro | Je nach Sorte sorgfältig abgestimmte Mischung mit verschiedenen Saaten und möglichen Kräuterbestandteilen. |
| Großsittichfutter Classic | JR Farm | Etwa 6 bis 16 Euro | Klassische Saatenmischung mit mehreren Hirse- und Getreidesorten sowie ergänzenden Bestandteilen. |
| Großsittichfutter ohne Nüsse | Mifuma | Etwa 10 bis 30 Euro | Grundmischung für Großsittiche, häufig auch in größeren Gebinden für Volierenhalter erhältlich. |
| Großsittichfutter Premium | Dehner | Etwa 6 bis 15 Euro | Handelsübliche Mischung für größere Sittiche mit unterschiedlichen Saaten und Körnergrößen. |
| Großsittichfutter Spezialmischung | Birds and More | Etwa 8 bis 25 Euro | Je nach Produkt für bestimmte Arten oder Anforderungen zusammengestellte Saatenmischung. |
Bei der Auswahl sollte nicht allein der Markenname entscheidend sein. Selbst innerhalb einer Marke können sich unterschiedliche Produktlinien deutlich unterscheiden. Die Zutatenliste und der sichtbare Anteil fettreicher Saaten sind deshalb wichtiger als eine bekannte Verpackung.
Wie viel Großsittichfutter sollte täglich gegeben werden?
Die passende Futtermenge hängt von Vogelart, Körpergröße, Aktivität, Gesundheitszustand und Zusammensetzung des Futters ab. Eine allgemeingültige Menge lässt sich deshalb nicht exakt festlegen. Für viele mittelgroße Sittiche dienen ungefähr ein bis zwei Esslöffel Körnerfutter pro Tier und Tag als grobe Ausgangsgröße.
Entscheidend ist nicht nur, wie viel eingefüllt wird, sondern wie viel tatsächlich gefressen wird. Leere Spelzen können den Futternapf gefüllt aussehen lassen, obwohl kaum verwertbare Körner vorhanden sind. Der Napf sollte deshalb regelmäßig kontrolliert und die Hülsen entfernt werden.
Eine dauerhafte freie Verfügbarkeit großer Futtermengen kann selektives Fressen begünstigen. Die Tiere wählen dann bevorzugt die energiereichsten Bestandteile. Eine kontrollierte Tagesration ermöglicht eine bessere Einschätzung der tatsächlichen Aufnahme.
Das Körpergewicht sollte mit einer geeigneten Vogelwaage regelmäßig überprüft werden. Ein deutlicher Gewichtsanstieg oder Gewichtsverlust sollte ernst genommen werden. Besonders bei plötzlicher Abnahme ist eine tierärztliche Untersuchung notwendig.
Großsittichfutter richtig lagern
Großsittichfutter sollte kühl, trocken, dunkel und sauber aufbewahrt werden. Direkte Sonneneinstrahlung, Feuchtigkeit und Wärme beschleunigen den Verderb. Ölhaltige Saaten können bei ungünstiger Lagerung ranzig werden.
Nach dem Öffnen empfiehlt sich ein sauberer, lebensmittelechter Behälter mit gut schließendem Deckel. Das Futter sollte erst vollständig aufgebraucht werden, bevor eine neue Packung eingefüllt wird. Wird frisches Futter einfach auf alte Reste geschüttet, bleiben möglicherweise ältere Saaten dauerhaft am Boden.
Der Behälter sollte regelmäßig geleert und gereinigt werden. Vor dem erneuten Befüllen muss er vollständig trocken sein. Feuchtigkeit kann Schimmelbildung fördern und das gesamte Futter unbrauchbar machen.
Bei Verdacht auf Futtermotten oder andere Schädlinge sollte das betroffene Futter entsorgt und der Lagerbereich gründlich gereinigt werden. Gespinste, kleine Larven oder verklumpte Körner sind typische Hinweise auf einen Befall.
Ergänzungen zu Großsittichfutter
Frisches Gemüse
Gemüse liefert Feuchtigkeit, Struktur und verschiedene Nährstoffe. Es sollte möglichst regelmäßig angeboten werden. Geeignete Sorten können langsam eingeführt und unterschiedlich präsentiert werden, beispielsweise geraspelt, in Stücken, aufgespießt oder in einem Futterhalter.
Mineralien und Calcium
Sepiaschalen, Mineralsteine oder geeignete Mineralstoffquellen können zur Versorgung mit Calcium und weiteren Mineralstoffen beitragen. Der tatsächliche Bedarf hängt von Ernährung, Art, Alter und Lebensphase ab.
Eine unkontrollierte Gabe hoch dosierter Pulver ist nicht sinnvoll. Bei Verdacht auf einen Mangel sollte ein vogelkundiger Tierarzt einbezogen werden.
Frische Zweige
Ungespritzte Zweige geeigneter Baumarten bieten Beschäftigung, Knabbermaterial und je nach Art Knospen oder Blätter. Geeignet sein können beispielsweise Zweige von Apfel, Weide, Hasel oder Birke.
Die Pflanzen müssen sicher bestimmt und frei von Pestiziden, Abgasen und Schimmel sein. Unbekannte oder möglicherweise giftige Arten dürfen nicht verwendet werden.
Sauberes Trinkwasser
Frisches Trinkwasser muss jederzeit verfügbar sein. Es sollte täglich gewechselt werden. Trinkgefäße müssen regelmäßig gründlich gereinigt werden, da sich in warmen Räumen schnell Beläge und Keime bilden können.
Häufige Fehler bei der Fütterung von Großsittichen
Ein häufiger Fehler ist ein zu hoher Anteil an Sonnenblumenkernen. Die Vögel fressen diese besonders gern, erhalten dadurch aber schnell zu viele Kalorien. Auch Nüsse sollten wegen ihres hohen Fettgehalts eher als gelegentliche Belohnung verwendet werden.
Ein weiterer Fehler besteht darin, nur Körnerfutter anzubieten. Frischfutter, geeignete Pflanzen und Mineralstoffquellen gehören bei den meisten Großsittichen zu einer abwechslungsreichen Ernährung. Gleichzeitig sollten Ergänzungsmittel nicht wahllos kombiniert werden.
Auch das ständige Nachfüllen eines scheinbar leeren Napfes kann problematisch sein. Häufig liegen nur Spelzen auf der Oberfläche, während darunter noch zahlreiche Körner vorhanden sind. Umgekehrt kann ein gefüllt wirkender Napf fast ausschließlich aus Hülsen bestehen.
Plötzliche Futterumstellungen sind ebenfalls riskant. Einige Vögel erkennen neue Nahrung zunächst nicht als essbar. Eine schrittweise Umstellung mit Gewichtskontrolle ist sicherer.
FAQ – häufige Fragen zu Großsittichfutter
Welches Großsittichfutter ist das beste?
Das beste Großsittichfutter ist eine frische, saubere und zur jeweiligen Vogelart passende Mischung mit einem ausgewogenen Verhältnis aus Hirse, Kanariensaat, Grassamen und weiteren geeigneten Saaten. Für wenig aktive Wohnungsvögel ist häufig ein geringer Anteil an Sonnenblumenkernen und anderen fettreichen Bestandteilen sinnvoll. Eine pauschal beste Marke gibt es nicht, weil sich die Bedürfnisse je nach Art, Bewegung, Alter und Gesundheitszustand unterscheiden.
Dürfen Nymphensittiche normales Großsittichfutter fressen?
Nymphensittiche können grundsätzlich viele klassische Großsittichmischungen fressen. Allerdings enthalten einige Produkte sehr viele Sonnenblumenkerne und andere fettreiche Saaten. Da Nymphensittiche bei wenig Bewegung zu Übergewicht neigen können, ist eine eher fettarme Mischung häufig besser geeignet. Die Zusammensetzung sollte deshalb vor dem Kauf genau geprüft werden.
Ist Großsittichfutter ohne Sonnenblumenkerne besser?
Für viele wenig aktive Sittiche kann eine Mischung ohne Sonnenblumenkerne vorteilhaft sein, weil Sonnenblumenkerne sehr energiereich sind. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass jedes sonnenblumenkernfreie Futter optimal ist. Auch Hanf, Leinsaat und Kardisaat enthalten viel Fett. Entscheidend ist die gesamte Zusammensetzung.
Wie viel Futter braucht ein Großsittich am Tag?
Die benötigte Menge hängt von Art, Größe, Aktivität und Energiegehalt des Futters ab. Für viele mittelgroße Sittiche können ungefähr ein bis zwei Esslöffel Körnerfutter pro Tag als grober Ausgangspunkt dienen. Das Gewicht des Vogels, die tatsächlich gefressene Menge und die Menge an Frischfutter müssen berücksichtigt werden. Bei Unsicherheit ist eine Beratung durch einen vogelkundigen Tierarzt sinnvoll.
Wie erkennt man verdorbenes Großsittichfutter?
Verdorbenes Futter kann muffig, feucht oder ranzig riechen. Weitere Warnzeichen sind Schimmel, Gespinste, Larven, verklumpte Körner, übermäßiger Staub oder eine ungewöhnliche Verfärbung. Im Zweifelsfall sollte das Futter entsorgt werden. Eine kleine Kostenersparnis rechtfertigt kein gesundheitliches Risiko.
Kann man Großsittichfutter selbst mischen?
Eine eigene Mischung ist möglich, setzt aber Kenntnisse über die Bedürfnisse der gehaltenen Vogelart voraus. Das Verhältnis von Hirse, Grassamen, Getreide und Ölsaaten muss sinnvoll gewählt werden. Außerdem müssen die Einzelsaaten frisch, sauber und korrekt gelagert sein. Für Einsteiger ist eine hochwertige Grundmischung häufig sicherer.
Brauchen Großsittiche zusätzlich Vitamine?
Bei einer ausgewogenen Ernährung mit hochwertigem Grundfutter, geeigneter Frischkost und ausreichender Mineralstoffversorgung sind zusätzliche Vitaminpräparate nicht automatisch erforderlich. Eine unkontrollierte Überdosierung kann schädlich sein. Vitaminpräparate sollten vor allem bei einem nachgewiesenen Bedarf und nach fachlicher Empfehlung eingesetzt werden.
Dürfen Großsittiche täglich Obst bekommen?
Obst kann in kleinen Mengen angeboten werden, enthält aber je nach Sorte relativ viel Zucker. Gemüse und geeignete Kräuter sind für die regelmäßige Frischfütterung häufig besser geeignet. Sehr süße Früchte und Trockenfrüchte sollten nur gelegentlich gegeben werden.
Wie oft sollte das Futter gewechselt werden?
Die Tagesration sollte regelmäßig erneuert und der Napf von leeren Hülsen befreit werden. Altes Futter sollte nicht über viele Tage stehen bleiben. Feuchtes Futter, Keimfutter und Frischkost müssen deutlich schneller entfernt werden, da sie rasch verderben können.
Was tun, wenn der Vogel nur Sonnenblumenkerne frisst?
Eine Mischung mit weniger oder keinen Sonnenblumenkernen kann schrittweise eingeführt werden. Die Umstellung sollte nicht abrupt erfolgen, da der Vogel neue Saaten möglicherweise zunächst ablehnt. Das Körpergewicht muss kontrolliert werden. Sonnenblumenkerne können später in kleinen Mengen als Belohnung eingesetzt werden.
Ist Keimfutter für Großsittiche gesund?
Hygienisch einwandfreies Keimfutter kann eine abwechslungsreiche Ergänzung sein. Es enthält mehr Feuchtigkeit und wird von vielen Vögeln gern angenommen. Wegen des hohen Keimrisikos für Bakterien und Schimmel muss es sehr sorgfältig zubereitet werden. Verdächtig riechendes oder schleimiges Keimfutter darf nicht verfüttert werden.
Kann Großsittichfutter im Kühlschrank gelagert werden?
Eine Lagerung im Kühlschrank ist meist nicht erforderlich und kann beim häufigen Öffnen zu Kondenswasser führen. Besser ist ein kühler, trockener und dunkler Raum. Wird Futter eingefroren, muss es vor dem Öffnen vollständig auf Raumtemperatur gebracht werden, damit sich keine Feuchtigkeit auf den Saaten niederschlägt.
Großsittichfutter Test bei Stiftung Warentest & Co
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Großsittichfutter Testsieger
Stiftung Warentest ist bekannt dafür, eine Vielzahl an Produkte einem genauen Test zu unterziehen. Großsittichfutter wurden bisher noch nicht getestet, so dass wir Ihnen keinen Großsittichfutter Testsieger präsentieren können.
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Fazit zu Großsittichfutter
Ein hochwertiges Großsittichfutter ist eine wichtige Grundlage für die tägliche Ernährung größerer Sitticharten. Entscheidend ist jedoch nicht allein, dass auf der Verpackung die Bezeichnung Großsittichfutter steht. Die tatsächliche Zusammensetzung muss zur Art, zur Aktivität und zum Gesundheitszustand der Tiere passen.
Für viele Wohnungsvögel eignen sich Mischungen mit einem hohen Anteil verschiedener Hirse- und Grassamen und einem eher geringen Anteil an Sonnenblumenkernen, Nüssen und anderen ölhaltigen Bestandteilen. Sehr energiereiche Futtermischungen können bei wenig Bewegung langfristig Übergewicht begünstigen. Besonders Nymphensittiche und andere zu Gewichtszunahme neigende Arten profitieren häufig von einer kontrollierten, eher fettarmen Fütterung.
Ein gutes Körnerfutter allein reicht dennoch nicht aus, um automatisch eine vollständig ausgewogene Ernährung sicherzustellen. Frisches Gemüse, geeignete Kräuter, Mineralstoffquellen, sauberes Trinkwasser und Beschäftigung bei der Nahrungssuche gehören ebenfalls zu einer artgerechten Haltung. Obst und fettreiche Saaten sollten meist nur in kleinen Mengen angeboten werden.
Beim Kauf sind Frische, Geruch, Sauberkeit, Staubanteil und eine transparente Zutatenliste besonders wichtig. Das Futter sollte trocken, kühl und vor Schädlingen geschützt gelagert werden. Muffige, feuchte oder von Gespinsten durchzogene Saaten dürfen nicht mehr verfüttert werden.
Die tägliche Futtermenge sollte kontrolliert und an den tatsächlichen Bedarf angepasst werden. Ein dauerhaft bis zum Rand gefüllter Napf kann dazu führen, dass die Vögel nur ihre Lieblingssaaten auswählen. Regelmäßige Gewichtskontrollen helfen dabei, Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Bei starkem Übergewicht, Gewichtsverlust oder gesundheitlichen Auffälligkeiten sollte ein vogelkundiger Tierarzt hinzugezogen werden.
Zusammenfassend ist ein gutes Großsittichfutter eine saubere, frische und ausgewogene Saatenmischung, die weder unnötig zuckerreich noch übermäßig fetthaltig ist. Wer die Zusammensetzung sorgfältig prüft, die Fütterung abwechslungsreich gestaltet und die individuellen Bedürfnisse seiner Vögel berücksichtigt, schafft eine solide Grundlage für Gesundheit, Aktivität und ein gepflegtes Gefieder.
Zuletzt Aktualisiert am 20.07.2026
Letzte Aktualisierung am 20.07.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API
