Ein Heißluftgarer ist für viele Haushalte zu einer praktischen Alternative zu Backofen und klassischer Fritteuse geworden, weil er Lebensmittel mit stark zirkulierender heißer Luft gart, häufig nur wenig oder gar kein zusätzliches Öl benötigt und insbesondere kleinere bis mittelgroße Portionen vergleichsweise schnell zubereiten kann. Ob knusprige Pommes frites, Gemüse, Hähnchenteile, Brötchen, Fisch, Aufläufe oder kleine Backwaren – moderne Geräte bieten zahlreiche Programme und Einstellmöglichkeiten, mit denen sich unterschiedliche Speisen komfortabel garen, aufwärmen, rösten oder backen lassen. Die große Auswahl macht die Entscheidung jedoch nicht einfach, denn Heißluftgarer unterscheiden sich deutlich hinsichtlich Fassungsvermögen, Korbform, Leistung, Temperaturbereich, Bedienung, Reinigung und zusätzlicher Funktionen. Manche Modelle besitzen nur einen einzelnen Garkorb, während andere mit zwei getrennten Kammern, mehreren Ebenen oder einer großen ofenähnlichen Bauweise ausgestattet sind. Dieser ausführliche Ratgeber erklärt, wie ein Heißluftgarer funktioniert, welche Arten erhältlich sind, welche Vor- und Nachteile berücksichtigt werden sollten und worauf es beim Kauf, bei der Nutzung und bei der Reinigung besonders ankommt.
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Was ist ein Heißluftgarer?
Ein Heißluftgarer ist ein elektrisches Küchengerät, das Lebensmittel mit zirkulierender heißer Luft gart. Häufig wird das Gerät auch als Heißluftfritteuse, Airfryer oder fettarme Fritteuse bezeichnet. Im Gegensatz zu einer klassischen Fritteuse werden die Speisen nicht vollständig in heißes Fett eingetaucht. Stattdessen erzeugt ein Heizelement hohe Temperaturen, während ein Ventilator die heiße Luft schnell und gleichmäßig im Garraum verteilt.
Durch die starke Luftzirkulation wird die Oberfläche vieler Lebensmittel vergleichsweise trocken und knusprig. Besonders gut funktioniert dieses Prinzip bei tiefgekühlten Pommes frites, Kroketten, panierten Lebensmitteln und anderen Produkten, die bereits eine geringe Menge Fett enthalten. Frische Kartoffeln und Gemüse können mit wenig Öl bestrichen oder besprüht werden, um eine gleichmäßigere Bräunung zu erreichen.
Technisch ähnelt ein Heißluftgarer einem kompakten Umluftbackofen. Der Garraum ist jedoch kleiner, sodass er sich meist schneller aufheizt und die heiße Luft konzentrierter um die Lebensmittel zirkulieren kann. Dadurch verkürzt sich bei vielen Speisen die Zubereitungszeit. Außerdem muss ein Heißluftgarer je nach Modell gar nicht oder nur kurz vorgeheizt werden.
Die meisten Geräte besitzen einen herausnehmbaren Garkorb, der in eine geschlossene Schublade eingesetzt wird. Durch Öffnungen im Korb kann die heiße Luft von möglichst vielen Seiten an die Lebensmittel gelangen. Größere Modelle verwenden mehrere Gittereinschübe, Backbleche oder Drehkörbe und erinnern optisch stärker an einen kleinen Backofen.
Wie funktioniert ein Heißluftgarer?
Nach dem Einschalten erhitzt das Heizelement die Luft im Inneren des Gerätes. Ein leistungsstarker Ventilator verteilt diese Luft kontinuierlich im Garraum. Die Strömung trifft auf die Oberfläche der Lebensmittel, entzieht ihr Feuchtigkeit und sorgt für Bräunung. Dieser Vorgang ähnelt der Umluftfunktion eines Backofens, läuft aufgrund des kleineren Garraums jedoch häufig intensiver ab.
Damit die heiße Luft alle Lebensmittel möglichst gleichmäßig erreicht, sollte der Garkorb nicht zu voll beladen werden. Werden Pommes frites oder Gemüse dicht übereinandergeschichtet, entstehen abgeschattete Bereiche. Die Lebensmittel garen dann zwar, werden aber weniger gleichmäßig knusprig.
Viele Speisen sollten während des Garvorgangs einmal oder mehrfach geschüttelt, gewendet oder umsortiert werden. Einige Geräte erinnern den Nutzer automatisch daran. Bei Modellen mit Rührarm oder rotierendem Korb erfolgt die Bewegung teilweise selbstständig.
Was kann in einem Heißluftgarer zubereitet werden?
Heißluftgarer eignen sich für zahlreiche Lebensmittel. Besonders häufig werden Pommes frites, Kartoffelecken, Kroketten, Chicken Nuggets, Fischstäbchen, Hähnchenschenkel und Gemüse zubereitet. Auch Brötchen, Pizza, Toast, Muffins, kleine Kuchen und Aufläufe können in vielen Geräten gelingen.
Darüber hinaus lässt sich ein Heißluftgarer zum Aufwärmen bereits gegarter Speisen verwenden. Pizza, Brötchen oder panierte Lebensmittel werden dabei häufig knuspriger als in einer Mikrowelle. Je nach Temperaturbereich können manche Geräte außerdem Lebensmittel trocknen oder bei niedriger Hitze warmhalten.
Flüssige Speisen benötigen eine hitzebeständige Form, die in den Garraum passt. Suppen und große Mengen dünnflüssiger Speisen sind für die meisten Heißluftgarer weniger geeignet. Auch sehr leichte Zutaten können durch den Luftstrom bewegt werden und sollten entsprechend gesichert werden.
Vorteile eines Heißluftgarers
- Weniger zusätzliches Fett: Viele Lebensmittel können mit wenig oder ganz ohne zusätzliches Öl zubereitet werden.
- Schnelles Aufheizen: Der kompakte Garraum erreicht die gewünschte Temperatur häufig schneller als ein großer Backofen.
- Kurze Garzeiten: Starke Luftzirkulation kann die Zubereitungszeit vieler Speisen verkürzen.
- Vielseitige Nutzung: Je nach Modell sind Frittieren, Backen, Rösten, Grillen, Aufwärmen und Dörren möglich.
- Einfache Bedienung: Temperatur, Zeit und Programme lassen sich meist unkompliziert einstellen.
- Weniger Geruch als beim Frittieren: Da kein großer Behälter mit heißem Fett verwendet wird, entsteht normalerweise weniger Frittiergeruch.
- Praktisch für kleine Portionen: Einzelne Mahlzeiten oder Snacks können ohne großen Backofen zubereitet werden.
- Einfache Reinigung: Viele Körbe und Einsätze sind beschichtet und teilweise spülmaschinengeeignet.
Nachteile eines Heißluftgarers
- Begrenztes Fassungsvermögen: Kleine Geräte reichen für große Familien oder mehrere Portionen häufig nicht aus.
- Nicht identisch mit klassischem Frittieren: Geschmack und Konsistenz unterscheiden sich von in Fett ausgebackenen Speisen.
- Platzbedarf: Ein leistungsfähiges Gerät benötigt dauerhaft Fläche auf der Küchenarbeitsplatte.
- Geräuschentwicklung: Der Ventilator erzeugt während des Betriebs ein deutlich wahrnehmbares Betriebsgeräusch.
- Schütteln oder Wenden erforderlich: Viele Speisen müssen während des Garens bewegt werden.
- Ungleichmäßige Ergebnisse bei Überfüllung: Zu dicht gepackte Lebensmittel werden weniger knusprig.
- Beschichtung kann verschleißen: Unsachgemäße Reinigung oder Metallwerkzeuge können den Garkorb beschädigen.
- Zusätzliche Anschaffung: Wer bereits einen guten Umluftbackofen besitzt, benötigt das Gerät möglicherweise nicht zwingend.
Heißluftgarer Bestseller Platz 2 – 4
Welche Arten von Heißluftgarern gibt es?
Heißluftgarer werden in unterschiedlichen Bauformen angeboten. Die Konstruktion beeinflusst das Fassungsvermögen, die Bedienung, die Reinigung und die Zubereitungsmöglichkeiten. Vor dem Kauf sollte daher überlegt werden, welche Speisen regelmäßig zubereitet werden und wie viele Personen versorgt werden sollen.
Klassischer Heißluftgarer mit einem Garkorb
Der klassische Heißluftgarer besitzt eine einzelne herausziehbare Schublade mit einem perforierten Garkorb. Diese Bauform ist weit verbreitet und besonders einfach zu bedienen. Lebensmittel werden in den Korb gelegt, die Schublade wird eingeschoben und anschließend werden Temperatur und Garzeit eingestellt.
Einzelkorb-Geräte eignen sich für kleine Haushalte, Paare und Familien, die nicht mehrere unterschiedliche Speisen gleichzeitig mit verschiedenen Temperaturen garen möchten. Die Geräte sind in sehr kompakten Größen ebenso erhältlich wie mit einem Volumen von sechs Litern oder mehr.
Der Vorteil liegt in der unkomplizierten Reinigung und der guten Luftzirkulation. Nachteilig ist, dass Hauptgericht und Beilage häufig nacheinander zubereitet werden müssen, wenn beide unterschiedliche Einstellungen benötigen.
Doppelkammer-Heißluftgarer
Ein Doppelkammer-Heißluftgarer besitzt zwei getrennte Garkörbe. Beide Kammern können bei vielen Modellen unabhängig voneinander eingestellt werden. Dadurch lassen sich beispielsweise Pommes frites in einer Kammer und Fleisch oder Gemüse in der anderen Kammer gleichzeitig zubereiten.
Viele Geräte bieten eine Synchronisationsfunktion. Dabei startet das Gerät die beiden Programme zeitversetzt, sodass beide Speisen zur gleichen Zeit fertig werden. Eine weitere Funktion sorgt dafür, dass Temperatur und Garzeit von einer Kammer automatisch auf die andere übertragen werden.
Ein Doppelkammergerät ist besonders für Familien und Haushalte geeignet, in denen unterschiedliche Speisen gleichzeitig zubereitet werden. Es benötigt jedoch deutlich mehr Stellfläche als ein kompakter Einzelkorb-Heißluftgarer.
Heißluftgarer mit großem flexiblem Garkorb
Einige Modelle besitzen einen besonders breiten Garkorb, der durch eine herausnehmbare Trennwand in zwei Garzonen unterteilt werden kann. Ohne Trennwand steht ein großer zusammenhängender Garraum für Braten, größere Fleischstücke oder umfangreiche Portionen zur Verfügung.
Mit eingesetzter Trennung können zwei unterschiedliche Lebensmittel parallel gegart werden. Diese Bauform verbindet die Flexibilität eines Doppelkammergerätes mit der Möglichkeit, größere Speisen in einem einzigen Garraum zuzubereiten.
Wichtig ist, dass die Luftzirkulation auch bei eingesetzter Trennwand ausreichend bleibt. Außerdem können sich Gerüche und Dampf zwischen den Bereichen stärker vermischen als bei vollständig getrennten Kammern.
Heißluftofen mit mehreren Ebenen
Ein Heißluftofen besitzt eine Fronttür und mehrere Einschubebenen. Statt eines tiefen Garkorbs werden meist Gitter, Backbleche, Fettauffangschalen oder Drehspieße verwendet. Das Gerät erinnert an einen kleinen Umluftbackofen.
Diese Ausführung bietet ein großes nutzbares Volumen und ermöglicht die Zubereitung von Pizza, Toast, Aufläufen, Hähnchen und Backwaren. Mehrere Bleche können teilweise gleichzeitig eingesetzt werden. Damit die Ergebnisse gleichmäßig werden, müssen die Einschübe gelegentlich getauscht oder Lebensmittel gewendet werden.
Die Reinigung ist aufgrund der größeren Innenflächen häufig aufwendiger als bei einem einfachen Korbgerät. Dafür bietet ein Heißluftofen mehr Flexibilität und kann in kleinen Küchen teilweise einen separaten Minibackofen ersetzen.
Heißluftgarer mit Drehspieß
Modelle mit Drehspieß eignen sich für Hähnchen, Braten und andere größere Lebensmittel. Das Gargut dreht sich während des Betriebs gleichmäßig vor dem Heizelement. Dadurch kann die Oberfläche von allen Seiten gebräunt werden.
Die Größe des Garraums muss zum jeweiligen Lebensmittel passen. Ein großes Hähnchen kann in einem kompakten Gerät zu nah an das Heizelement geraten. Außerdem ist das Einsetzen und Fixieren des Drehspießes etwas aufwendiger als die Nutzung eines einfachen Garkorbs.
Heißluftgarer mit Rührarm
Einige Geräte besitzen einen beweglichen Rührarm, der die Lebensmittel während des Garens automatisch durchmischt. Diese Bauform eignet sich besonders für Pommes frites, Kartoffelwürfel, Gemüse und Pfannengerichte.
Das manuelle Schütteln entfällt weitgehend. Empfindliche, panierte oder sehr weiche Lebensmittel können durch den Rührarm jedoch beschädigt werden. Bei manchen Modellen lässt sich der Arm deshalb herausnehmen.
Kompakter Mini-Heißluftgarer
Mini-Heißluftgarer besitzen ein kleines Fassungsvermögen und richten sich vor allem an Singles, kleine Haushalte, Büros, Wohnmobile oder Studentenwohnungen. Sie benötigen wenig Stellfläche und verbrauchen bei kleinen Portionen weniger Energie als ein großer Backofen.
Das geringe Volumen ist zugleich die größte Einschränkung. Bereits zwei Portionen Pommes frites können den Korb überfüllen. Wer regelmäßig für mehrere Personen kocht, sollte daher eine größere Ausführung wählen.
Großer Familien-Heißluftgarer
Große Heißluftgarer bieten ein Fassungsvermögen von sechs, acht oder noch mehr Litern. Sie eignen sich für Familien, größere Portionen und umfangreichere Gerichte. Breite Körbe sind dabei oft praktischer als besonders tiefe Körbe, weil Lebensmittel in einer flacheren Schicht besser von der heißen Luft erreicht werden.
Große Geräte benötigen entsprechend mehr Stellfläche und sind schwerer. Vor dem Kauf sollten nicht nur das Volumen, sondern auch die Außenmaße geprüft werden.
Heißluftgarer mit Sichtfenster
Ein Sichtfenster ermöglicht die Kontrolle der Lebensmittel, ohne den Garkorb herausziehen oder die Tür öffnen zu müssen. Dadurch geht weniger Hitze verloren. Einige Geräte besitzen zusätzlich eine Innenbeleuchtung.
Das Fenster kann während der Nutzung beschlagen oder durch Fettspritzer verschmutzen. Es muss regelmäßig gereinigt werden, damit die Sicht erhalten bleibt. Die Funktion ist praktisch, aber nicht zwingend notwendig.
Multifunktions-Heißluftgarer
Multifunktionsgeräte kombinieren Heißluftgaren mit weiteren Funktionen wie Grillen, Dampfgaren, Druckgaren oder langsamen Schmoren. Solche Modelle können mehrere Einzelgeräte ersetzen und sind besonders für kleine Küchen interessant.
Die Bedienung ist allerdings komplexer, und das Gerät fällt meist größer und teurer aus. Außerdem sollten die Zusatzfunktionen nur dann kaufentscheidend sein, wenn sie tatsächlich regelmäßig genutzt werden.
Welche Alternativen zum Heißluftgarer gibt es?
Ein Heißluftgarer ist praktisch, aber nicht für jeden Haushalt notwendig. Je nach gewünschter Zubereitungsart können klassische oder multifunktionale Küchengeräte eine sinnvolle Alternative sein.
Umluftbackofen
Ein Umluftbackofen arbeitet nach einem ähnlichen Prinzip. Er erhitzt Luft und verteilt sie mit einem Ventilator im Garraum. Sein größter Vorteil ist das deutlich größere Fassungsvermögen. Mehrere Bleche, große Pizzen, Kuchen und umfangreiche Gerichte lassen sich gleichzeitig zubereiten.
Für kleine Portionen benötigt ein großer Backofen jedoch meist mehr Zeit und Energie. Der Heißluftgarer heizt sich schneller auf und konzentriert die Luftströmung auf einen kleineren Garraum.
Minibackofen
Ein Minibackofen ist kompakter als ein herkömmlicher Backofen und bietet häufig Oberhitze, Unterhitze, Umluft und Grillfunktionen. Er eignet sich für Pizza, Aufläufe, Toast und Backwaren.
Im Vergleich zu einem klassischen Korb-Heißluftgarer ist die Luftzirkulation oft weniger intensiv. Dafür können Backformen und größere flache Speisen einfacher eingesetzt werden.
Klassische Fritteuse
Eine klassische Fritteuse gart Lebensmittel vollständig in heißem Fett. Dadurch entstehen der typische Geschmack und eine besonders gleichmäßige knusprige Oberfläche. Pommes frites, Schnitzel, Berliner und andere Teigwaren gelingen darin anders als im Heißluftgarer.
Der Fettbedarf, die Geruchsentwicklung und die Reinigung sind jedoch deutlich höher. Außerdem muss das Frittierfett regelmäßig gefiltert, gelagert oder entsorgt werden.
Mikrowelle mit Grill oder Heißluft
Kombinationsmikrowellen bieten neben der Mikrowellenfunktion häufig Grill und Heißluft. Sie können Speisen schnell erwärmen und teilweise auch backen oder bräunen.
Die Bedienung ist je nach Modell anspruchsvoller, und die Ergebnisse bei Pommes frites oder panierten Lebensmitteln erreichen nicht immer die Knusprigkeit eines guten Heißluftgarers. Dafür ersetzt ein Kombigerät mehrere separate Küchengeräte.
Kontaktgrill
Ein Kontaktgrill gart Lebensmittel zwischen zwei beheizten Grillplatten. Fleisch, Sandwiches, Gemüse und Panini werden schnell und mit direktem Kontakt gebräunt.
Für lose Pommes frites, Kroketten oder Backwaren ist ein Kontaktgrill weniger geeignet. Er ergänzt einen Heißluftgarer daher eher, als ihn vollständig zu ersetzen.
Pfanne
Eine Pfanne eignet sich zum Braten, Rösten und Schmoren. Durch den direkten Kontakt zur heißen Oberfläche entstehen kräftige Röstaromen. Die Temperatur lässt sich auf einem Herd schnell regulieren.
Für eine fettarme und gleichmäßige Rundum-Garung vieler kleiner Lebensmittel ist der Heißluftgarer komfortabler. Außerdem muss in der Pfanne häufig stärker beaufsichtigt und gewendet werden.
Dampfgarer
Ein Dampfgarer bereitet Lebensmittel mit Wasserdampf zu. Gemüse, Fisch, Reis und andere Speisen bleiben saftig und benötigen kein zusätzliches Fett. Eine knusprige Oberfläche entsteht dabei jedoch nicht.
Wer hauptsächlich schonend und saftig garen möchte, ist mit einem Dampfgarer gut beraten. Für knusprige Snacks ist der Heißluftgarer geeigneter.
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Heißluftgarer kaufen: Die wichtigsten Kaufkriterien
Fassungsvermögen
Das Fassungsvermögen sollte zur Haushaltsgröße und zu den typischen Portionen passen. Für einen Single können etwa zwei bis vier Liter genügen. Paare sind mit ungefähr vier bis sechs Litern häufig gut versorgt. Familien profitieren von sechs Litern oder mehr beziehungsweise von zwei getrennten Kammern.
Die Literangabe allein ist jedoch nicht immer aussagekräftig. Ein breiter, flacher Korb kann praktischer sein als ein schmaler, tiefer Korb mit identischem Volumen. Lebensmittel sollten möglichst in einer lockeren Schicht verteilt werden.
Leistung
Die elektrische Leistung liegt bei vielen Geräten zwischen ungefähr 1.200 und 2.500 Watt. Eine höhere Wattzahl kann ein schnelleres Aufheizen und eine stabilere Temperatur ermöglichen, ist aber kein alleiniger Qualitätsindikator.
Größe, Luftführung und Regelung müssen zur Leistung passen. Ein kleiner Heißluftgarer benötigt weniger Leistung als ein großes Doppelkammergerät.
Temperaturbereich
Ein großer Temperaturbereich erhöht die Vielseitigkeit. Für Pommes frites, Fleisch und Backwaren werden häufig Temperaturen zwischen 160 und 200 Grad Celsius benötigt. Niedrige Temperaturen sind praktisch zum Dörren, Warmhalten oder langsamen Erwärmen.
Einige Geräte erreichen mehr als 200 Grad Celsius und können dadurch kräftiger bräunen. Entscheidend ist jedoch, dass die eingestellte Temperatur möglichst zuverlässig gehalten wird.
Bedienung
Heißluftgarer werden über Drehregler, Tasten oder Touchscreens bedient. Mechanische Drehregler sind robust und einfach. Digitale Bedienfelder ermöglichen häufig genauere Einstellungen und zusätzliche Programme.
Eine klare Beschriftung, gut lesbare Anzeigen und eine nachvollziehbare Menüführung sind wichtiger als eine besonders große Anzahl an Funktionen.
Automatikprogramme
Programme für Pommes frites, Geflügel, Fisch, Gemüse und Backwaren erleichtern den Einstieg. Sie wählen automatisch eine voreingestellte Temperatur und Garzeit.
Die Ergebnisse hängen jedoch von Menge, Größe und Ausgangstemperatur der Lebensmittel ab. Programme sind daher nur Ausgangswerte und ersetzen nicht die eigene Kontrolle.
Doppelkammer und Synchronisation
Zwei unabhängig regelbare Kammern sind praktisch, wenn Hauptgericht und Beilage gleichzeitig gegart werden sollen. Eine Synchronisationsfunktion sorgt dafür, dass beide Kammern zur selben Zeit fertig sind.
Wer überwiegend nur eine einzelne Portion zubereitet, benötigt diese Funktion nicht zwingend. Ein Doppelkammergerät ist größer, schwerer und meist teurer.
Reinigung
Garkorb, Einsatz und Auffangschale sollten leicht herausnehmbar sein. Spülmaschinengeeignete Teile erleichtern die Reinigung, wobei häufiges Spülen in der Maschine die Beschichtung auf Dauer stärker beanspruchen kann.
Abgerundete Innenflächen und wenige schwer zugängliche Ritzen sind vorteilhaft. Das Heizelement sollte so angeordnet sein, dass Spritzer möglichst leicht entfernt werden können.
Beschichtung
Eine hochwertige Antihaftbeschichtung verhindert, dass Lebensmittel festkleben. Sie sollte frei von sichtbaren Unebenheiten, Blasen oder Kratzern sein.
Metallbesteck, scharfe Bürsten und aggressive Scheuermittel können die Oberfläche beschädigen. Silikon-, Holz- oder Kunststoffwerkzeuge sind schonender.
Außenmaße
Ein großes Fassungsvermögen führt häufig zu erheblichen Außenmaßen. Vor dem Kauf sollte die verfügbare Stellfläche genau gemessen werden. Rund um Lüftungsöffnungen muss ausreichend Abstand bleiben.
Auch die Höhe spielt eine Rolle, wenn das Gerät unter einem Hängeschrank stehen soll. Heiße Abluft darf nicht dauerhaft direkt gegen Möbel oder empfindliche Oberflächen strömen.
Geräuschentwicklung
Der Ventilator ist während des Betriebs hörbar. Ein leises Gerät ist insbesondere in offenen Wohnküchen angenehm. Vollständig geräuschlos kann ein Heißluftgarer aufgrund des Luftstroms jedoch nicht arbeiten.
Sicherheitsfunktionen
Ein Überhitzungsschutz, rutschfeste Füße, ein wärmeisolierter Griff und eine automatische Abschaltung erhöhen die Sicherheit. Beim Herausziehen des Korbs sollte das Gerät den Heizvorgang unterbrechen.
Gehäuse und Bedienelemente können sich dennoch erwärmen. Kinder sollten das Gerät nicht unbeaufsichtigt bedienen.
Zubehör
Je nach Bauform können Grillroste, Spieße, Backformen, Pizzableche, Silikoneinsätze und Trenngitter sinnvoll sein. Zubehör muss hitzebeständig sein und darf die Luftzirkulation nicht unnötig blockieren.
Ein großes Zubehörpaket ist nur dann vorteilhaft, wenn die Teile regelmäßig genutzt werden. Für viele Anwendungen reichen Garkorb und ein kleiner Rost aus.
Stromverbrauch
Der tatsächliche Stromverbrauch hängt von Leistung und Betriebsdauer ab. Ein Heißluftgarer kann bei kleinen Portionen effizienter sein als ein großer Backofen, weil er schneller aufheizt und kürzer läuft.
Bei sehr großen Mengen kann ein Backofen jedoch sinnvoller sein, weil mehrere Portionen gleichzeitig gegart werden können. Muss der Heißluftgarer mehrfach nacheinander laufen, verringert sich der mögliche Vorteil.
Beliebte Heißluftgarer und bekannte Produkte
Die folgende Tabelle zeigt bekannte Geräte und Modellreihen aus unterschiedlichen Größen- und Preisklassen. Preise können sich abhängig von Händler, Ausstattung, Farbe, Verfügbarkeit und Angebotszeitraum deutlich verändern. Die Angaben dienen daher lediglich als grobe Orientierung.
| Produktname | Marke | Ungefährer Preis | Kurze Beschreibung |
|---|---|---|---|
| Airfryer Essential XL | Philips | ca. 100 bis 170 Euro | Geräumiger Einzelkorb-Heißluftgarer mit digitalen Programmen für Familien und größere Portionen. |
| Airfryer 5000 Series XXL | Philips | ca. 170 bis 260 Euro | Großes Modell mit umfangreichen Automatikfunktionen und großzügigem Garkorb. |
| Foodi Dual Zone AF300EU | Ninja | ca. 140 bis 220 Euro | Doppelkammer-Heißluftgarer mit zwei unabhängig einstellbaren Garzonen und Synchronisationsfunktion. |
| Foodi MAX Dual Zone AF400EU | Ninja | ca. 180 bis 270 Euro | Große Dual-Zone-Ausführung für Familien und die parallele Zubereitung verschiedener Speisen. |
| TurboBlaze 6 Liter | Cosori | ca. 100 bis 160 Euro | Leistungsstarker Einzelkorb-Heißluftgarer mit großem Korb und verschiedenen Garprogrammen. |
| Dual Basket Air Fryer | Cosori | ca. 150 bis 230 Euro | Gerät mit zwei Garkörben für unterschiedliche Speisen und zeitlich abgestimmtes Garen. |
| Easy Fry & Grill XXL | Tefal | ca. 120 bis 200 Euro | Großer Heißluftgarer mit Grillfunktion und digitaler Bedienung. |
| Easy Fry Dual | Tefal | ca. 140 bis 230 Euro | Doppelkammermodell für parallele Zubereitung von Hauptgericht und Beilage. |
| Hot Air Fryer XXL | Princess | ca. 70 bis 130 Euro | Preislich attraktiver Heißluftgarer mit großem Garkorb und mehreren Programmen. |
| Air Fryer XL | Severin | ca. 70 bis 140 Euro | Alltagstaugliches Modell für kleinere Familien mit digitaler Steuerung und mehreren Temperaturstufen. |
Welche Größe ist für welchen Haushalt geeignet?
| Fassungsvermögen | Geeignete Haushaltsgröße | Typische Nutzung |
|---|---|---|
| Bis etwa 3 Liter | Eine Person | Kleine Snacks, einzelne Portionen, Brötchen und Beilagen |
| Etwa 3 bis 5 Liter | Ein bis zwei Personen | Pommes frites, Gemüse, Fisch, kleinere Fleischportionen und Backwaren |
| Etwa 5 bis 7 Liter | Zwei bis vier Personen | Familienportionen, größere Beilagen und komplette kleinere Mahlzeiten |
| Etwa 7 bis 10 Liter | Drei bis fünf Personen | Große Einzelkörbe, Doppelkammern und mehrere Speisen gleichzeitig |
| Mehr als 10 Liter | Größere Familien | Heißluftöfen, große Doppelkammergeräte und umfangreiche Mahlzeiten |
Die Angaben sind nur Richtwerte. Die tatsächlich nutzbare Menge hängt stark von der Form des Korbes und vom jeweiligen Lebensmittel ab. Ein Korb sollte nicht bis zum Rand gefüllt werden, wenn ein knuspriges Ergebnis gewünscht ist.
Heißluftgarer richtig verwenden
Gerät sicher aufstellen
Der Heißluftgarer sollte auf einer ebenen, hitzebeständigen und stabilen Arbeitsfläche stehen. Lüftungsöffnungen dürfen nicht verdeckt werden. Zwischen Gerät, Wand und Hängeschränken muss ausreichend Abstand vorhanden sein, damit heiße Abluft entweichen kann.
Das Netzkabel darf nicht mit heißen Flächen in Kontakt kommen. Mehrfachsteckdosen sollten nur verwendet werden, wenn sie für die hohe Leistung des Gerätes geeignet sind.
Lebensmittel vorbereiten
Feuchte Lebensmittel sollten vor dem Garen abgetrocknet werden. Eine trockene Oberfläche bräunt besser. Frische Kartoffelstücke können nach dem Schneiden gewässert werden, um überschüssige Stärke zu entfernen. Danach müssen sie gründlich trocknen.
Eine kleine Menge Öl kann die Bräunung und Knusprigkeit verbessern. Das Öl sollte sparsam und gleichmäßig verteilt werden. Zu viel Fett kann in die Auffangschale tropfen und Rauch entwickeln.
Korb nicht überfüllen
Die heiße Luft muss zwischen den Lebensmitteln zirkulieren können. Eine lockere, möglichst flache Verteilung führt meist zu besseren Ergebnissen als ein vollständig gefüllter Korb.
Bei größeren Mengen ist es oft sinnvoller, in mehreren Durchgängen zu arbeiten. Die bereits fertigen Portionen können anschließend kurz gemeinsam erwärmt werden.
Temperatur und Zeit anpassen
Angaben auf Verpackungen beziehen sich häufig auf Backofen oder klassische Fritteuse. Im Heißluftgarer kann eine etwas niedrigere Temperatur oder kürzere Garzeit ausreichen.
Beim ersten Versuch sollte das Lebensmittel einige Minuten vor Ablauf der empfohlenen Zeit kontrolliert werden. Die optimale Einstellung hängt von Gerät, Menge und gewünschter Bräunung ab.
Schütteln und Wenden
Pommes frites, Gemüse und kleine Snacks sollten während des Garens geschüttelt werden. Größere Fleischstücke, Fisch und panierte Lebensmittel werden vorsichtig gewendet.
Der Garkorb darf nur am dafür vorgesehenen Griff herausgezogen werden. Heiße Metallteile sollten nicht berührt werden.
Kerntemperatur kontrollieren
Bei Fleisch und Geflügel ist die Kerntemperatur wichtiger als eine feste Zeitangabe. Ein geeignetes Küchenthermometer hilft, sichere und gleichzeitig saftige Ergebnisse zu erzielen.
Sehr dicke oder gefrorene Fleischstücke können außen bereits stark gebräunt sein, während das Innere noch nicht vollständig gegart ist. In diesem Fall sollte die Temperatur reduziert und die Garzeit verlängert werden.
Häufige Fehler bei der Nutzung
Zu viel Inhalt in den Korb geben
Eine Überfüllung blockiert den Luftstrom. Die Speisen garen dann eher im entstehenden Dampf, statt gleichmäßig zu bräunen. Besonders Pommes frites werden dadurch weich und unterschiedlich gar.
Zu viel Öl verwenden
Ein Heißluftgarer benötigt normalerweise nur wenig zusätzliches Öl. Große Mengen können Rauch, Spritzer und eine aufwendigere Reinigung verursachen. Bei bereits fetthaltigen Tiefkühlprodukten ist häufig gar kein zusätzliches Öl erforderlich.
Leichte Lebensmittel nicht sichern
Backpapier, Käse, Tortillas oder sehr leichte Zutaten können durch den Luftstrom angehoben werden und an das Heizelement gelangen. Backpapier darf daher nicht leer vorgeheizt und sollte immer ausreichend beschwert werden.
Gerät nicht reinigen
Fett- und Speisereste können bei späteren Garvorgängen Rauch und unangenehme Gerüche verursachen. Korb, Einsatz und Innenraum sollten regelmäßig gereinigt werden.
Nur Automatikprogramme verwenden
Programme sind praktische Ausgangspunkte, passen aber nicht zu jeder Menge und jedem Lebensmittel. Eigene Kontrollen und Anpassungen bleiben notwendig.
Metallbesteck im Korb verwenden
Metallwerkzeuge können die Antihaftbeschichtung zerkratzen. Beschädigte Beschichtungen verlieren ihre Wirkung und sollten nicht weiter mechanisch belastet werden.
Heißluftgarer reinigen und pflegen
Vor der Reinigung muss das Gerät ausgeschaltet, vom Stromnetz getrennt und vollständig abgekühlt sein. Korb, Einsatz und Auffangschale werden herausgenommen und mit warmem Wasser, mildem Spülmittel und einem weichen Schwamm gereinigt.
Festgebackene Reste können einige Minuten eingeweicht werden. Aggressive Scheuermittel, Stahlwolle und scharfe Gegenstände sind ungeeignet, weil sie die Beschichtung beschädigen.
Spülmaschinengeeignete Teile können grundsätzlich maschinell gereinigt werden. Eine schonende Handwäsche kann die Lebensdauer der Beschichtung jedoch verlängern.
Der Innenraum wird mit einem leicht feuchten Tuch ausgewischt. Das Heizelement kann nach vollständigem Abkühlen vorsichtig mit einer weichen Bürste von losen Rückständen befreit werden. Wasser darf niemals direkt in das Gerätegehäuse gegossen werden.
Die Außenseite und das Bedienfeld werden mit einem weichen Tuch gereinigt. Vor dem Zusammenbau müssen alle Teile vollständig trocken sein.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Heißluftgarer
Ist ein Heißluftgarer dasselbe wie eine Heißluftfritteuse?
Die Begriffe werden im Alltag meistens gleichbedeutend verwendet. Beide bezeichnen ein Gerät, das Lebensmittel mit stark zirkulierender heißer Luft gart. Die Bezeichnung Heißluftfritteuse betont den Einsatz als Alternative zur klassischen Fritteuse, obwohl die Lebensmittel nicht in Fett schwimmen.
Manche Hersteller verwenden den Begriff Heißluftgarer für größere oder multifunktionale Geräte. Technisch basiert die Zubereitung jedoch auf demselben Grundprinzip.
Wird Essen im Heißluftgarer wirklich knusprig?
Viele Lebensmittel werden im Heißluftgarer deutlich knusprig, insbesondere tiefgekühlte Pommes frites, Kroketten, Nuggets und panierte Produkte. Diese Lebensmittel enthalten häufig bereits Fett, das die Bräunung unterstützt.
Frische Kartoffeln und Gemüse benötigen meist eine kleine Menge Öl und sollten nicht zu dicht liegen. Das Ergebnis ist knusprig, unterscheidet sich aber von in tiefem Fett frittierten Speisen.
Muss ein Heißluftgarer vorgeheizt werden?
Viele Geräte benötigen kein langes Vorheizen. Bei kleinen Portionen kann direkt gestartet werden. Für Fleisch, Backwaren und besonders gleichmäßige Bräunung kann ein kurzes Vorheizen von wenigen Minuten sinnvoll sein.
Die Bedienungsanleitung des Herstellers sollte beachtet werden. Einige Programme berücksichtigen das Vorheizen bereits automatisch.
Wie viel Öl wird benötigt?
Bei tiefgekühlten Fertigprodukten ist häufig kein zusätzliches Öl nötig. Frische Kartoffeln oder Gemüse profitieren von ungefähr einem Teelöffel bis einem Esslöffel Öl, abhängig von der Menge.
Das Öl sollte gleichmäßig verteilt werden. Ein feiner Ölzerstäuber oder das Vermischen in einer Schüssel erleichtert einen sparsamen Auftrag.
Kann Backpapier im Heißluftgarer verwendet werden?
Hitzebeständiges Backpapier kann verwendet werden, darf aber die Luftzirkulation nicht vollständig blockieren. Perforierte Einlagen sind häufig besser geeignet.
Backpapier darf niemals leer in einem vorheizenden Gerät liegen. Der starke Luftstrom könnte es anheben und gegen das Heizelement drücken. Es muss immer sicher durch Lebensmittel beschwert werden.
Kann Aluminiumfolie verwendet werden?
Aluminiumfolie kann bei vielen Modellen in begrenztem Umfang verwendet werden, sofern der Hersteller dies erlaubt. Sie darf Lüftungsöffnungen nicht verdecken und muss sicher beschwert sein.
Säurehaltige Lebensmittel sollten nicht lange direkt auf Aluminiumfolie liegen. Außerdem darf Folie nicht in Kontakt mit dem Heizelement kommen.
Kann gefrorenes Fleisch direkt gegart werden?
Kleinere gefrorene Fleischstücke können je nach Art direkt gegart werden. Die Garzeit verlängert sich deutlich. Größere Stücke können außen zu dunkel werden, bevor sie innen sicher gegart sind.
Geflügel und dicke Fleischstücke sollten möglichst vorher aufgetaut oder bei reduzierter Temperatur langsam gegart werden. Die Kerntemperatur muss kontrolliert werden.
Ist ein Heißluftgarer sparsamer als ein Backofen?
Bei kleinen und mittelgroßen Portionen kann ein Heißluftgarer weniger Strom verbrauchen, weil der Garraum kleiner ist, schneller aufheizt und kürzere Garzeiten ermöglicht.
Bei großen Mengen kann ein Backofen effizienter sein, wenn mehrere Bleche gleichzeitig genutzt werden. Müssen im Heißluftgarer mehrere Durchgänge durchgeführt werden, fällt der Vorteil geringer aus.
Welche Größe eignet sich für zwei Personen?
Für zwei Personen ist ein Fassungsvermögen von ungefähr vier bis sechs Litern häufig sinnvoll. Damit lassen sich zwei Portionen Pommes frites, Gemüse oder kleinere komplette Mahlzeiten zubereiten.
Wer regelmäßig größere Fleischstücke, mehrere Beilagen oder Gäste versorgt, sollte ein größeres Modell oder einen Heißluftgarer mit zwei Kammern wählen.
Welche Größe eignet sich für eine Familie?
Für Familien sind Modelle ab ungefähr sechs Litern empfehlenswert. Bei vier oder mehr Personen bieten Doppelkammergeräte oder breite Körbe mit acht Litern und mehr zusätzlichen Komfort.
Wichtig ist die nutzbare Fläche. Ein breiter Korb ermöglicht eine flachere Verteilung und kann bessere Ergebnisse liefern als ein besonders tiefer Korb.
Kann man im Heißluftgarer backen?
Ja, viele Geräte eignen sich für Muffins, kleine Kuchen, Brötchen, Plätzchen und andere Backwaren. Es wird eine hitzebeständige Form benötigt, die ausreichend Platz für die Luftzirkulation lässt.
Die Temperatur sollte häufig etwas niedriger als im klassischen Backofen gewählt werden. Da die Oberhitze intensiv sein kann, müssen empfindliche Backwaren frühzeitig kontrolliert werden.
Warum raucht der Heißluftgarer?
Rauch entsteht häufig durch Fett, das in die heiße Auffangschale tropft, oder durch alte Rückstände im Innenraum. Besonders fettreiches Fleisch kann dieses Problem verursachen.
Das Gerät sollte ausgeschaltet und nach dem Abkühlen gereinigt werden. Bei ungewöhnlich starkem Rauch, elektrischem Geruch oder sichtbaren Schäden darf es nicht weiterverwendet werden.
Darf der Garkorb in die Spülmaschine?
Viele Garkörbe sind laut Hersteller spülmaschinengeeignet. Die genaue Angabe findet sich in der Bedienungsanleitung. Eine regelmäßige Handwäsche mit mildem Spülmittel kann die Antihaftbeschichtung länger schonen.
Vor dem Einsetzen müssen Korb und Schublade vollständig trocken sein.
Kann ein Heißluftgarer eine Mikrowelle ersetzen?
Ein Heißluftgarer kann viele Speisen aufwärmen und erzeugt dabei häufig eine knusprigere Oberfläche. Er ist jedoch langsamer als eine Mikrowelle, wenn Flüssigkeiten oder weiche Speisen schnell erhitzt werden sollen.
Für Suppen, Getränke und sehr schnelles Erwärmen ist die Mikrowelle praktischer. Beide Geräte erfüllen unterschiedliche Aufgaben und ergänzen sich gut.
Wie lange hält ein Heißluftgarer?
Die Lebensdauer hängt von Verarbeitung, Nutzung, Reinigung und Ersatzteilversorgung ab. Regelmäßiges Entfernen von Fett und Speiseresten schont Heizelement und Ventilator.
Garkörbe und Beschichtungen sind typische Verschleißteile. Bei bekannten Herstellern können teilweise Ersatzkörbe und Einsätze nachgekauft werden.
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Stiftung Warentest ist bekannt dafür, eine Vielzahl an Produkte einem genauen Test zu unterziehen. Heißluftgarer wurden bisher noch nicht getestet, so dass wir Ihnen keinen Heißluftgarer Testsieger präsentieren können.
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Fazit zum Heißluftgarer
Ein Heißluftgarer ist ein vielseitiges Küchengerät, das vor allem bei kleinen und mittelgroßen Portionen eine schnelle und komfortable Alternative zum Backofen darstellt. Durch die intensive Zirkulation heißer Luft können Pommes frites, Gemüse, Fleisch, Fisch, Backwaren und zahlreiche weitere Lebensmittel mit wenig zusätzlichem Fett zubereitet werden. Die Ergebnisse sind häufig deutlich knuspriger als beim Aufwärmen in einer Mikrowelle und benötigen gleichzeitig weniger Öl als in einer klassischen Fritteuse.
Die wichtigste Kaufentscheidung betrifft das Fassungsvermögen. Ein kompaktes Gerät ist für Singles praktisch, reicht aber für mehrere Personen schnell nicht aus. Familien sollten auf einen breiten Korb, ein größeres Volumen oder zwei getrennte Garzonen achten. Doppelkammergeräte sind besonders komfortabel, wenn Hauptgericht und Beilage unterschiedliche Temperaturen und Garzeiten benötigen.
Auch die Bauform sollte zum Alltag passen. Ein klassischer Heißluftgarer mit Schublade ist einfach zu bedienen und zu reinigen. Ein Heißluftofen mit mehreren Ebenen bietet mehr Platz für Pizza, Backformen und größere Speisen, benötigt aber mehr Stellfläche und Pflege. Flexible Großraumkörbe mit Trennwand verbinden beide Konzepte teilweise miteinander.
Automatikprogramme, Sichtfenster und App-Steuerung können die Bedienung erleichtern, sind aber nicht wichtiger als eine gleichmäßige Temperatur, gute Luftführung und eine robuste Beschichtung. Ein übersichtliches Bedienfeld, leicht herausnehmbare Teile und verfügbare Ersatzkörbe erhöhen den praktischen Nutzen deutlich.
Für gute Ergebnisse sollte der Korb nicht überfüllt werden. Lebensmittel benötigen ausreichend Abstand, damit die heiße Luft sie möglichst gleichmäßig erreicht. Schütteln, Wenden und die Kontrolle kurz vor Ende der Garzeit bleiben trotz automatischer Programme notwendig. Eine kleine Menge Öl kann bei frischen Kartoffeln und Gemüse die Bräunung verbessern, während viele Tiefkühlprodukte bereits ausreichend Fett enthalten.
Die Reinigung sollte nach jedem intensiveren Einsatz erfolgen. Fett, Krümel und Marinaden können bei späteren Garvorgängen Rauch und Gerüche verursachen. Weiche Schwämme und milde Reinigungsmittel schützen die Antihaftbeschichtung. Metallbesteck und aggressive Scheuermittel sind zu vermeiden.
Insgesamt eignet sich ein Heißluftgarer besonders für Haushalte, die häufig kleinere Portionen, Snacks oder schnelle Mahlzeiten zubereiten und dabei nicht jedes Mal den großen Backofen aufheizen möchten. Er ersetzt weder jede Funktion eines Backofens noch den Geschmack einer klassischen Fritteuse vollständig. Als ergänzendes Küchengerät bietet er jedoch eine gelungene Kombination aus Geschwindigkeit, Vielseitigkeit, unkomplizierter Bedienung und fettarmer Zubereitung.
Zuletzt Aktualisiert am 05.08.2026
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