Rohseife Test & Ratgeber » 4 x Rohseife Testsieger in 2026

Rohseife Test & Vergleich

Der ultimative Ratgeber 2026

Rohseife ist für viele der Einstieg in die Welt der selbstgemachten Kosmetik, aber auch ein Produkt, das im Handel oft missverstanden wird. Manche erwarten eine fertige, hautfreundliche Naturseife, andere kaufen Rohseife, um sie zu schmelzen, zu beduften und zu formen – und sind dann überrascht, dass die Ergebnisse sehr unterschiedlich ausfallen können. Rohseife ist im Kern ein Ausgangsmaterial: Sie ist entweder eine bereits verseifte Seifenbasis zum Weiterverarbeiten oder eine noch „junge“ Seife, die noch reifen muss. Genau diese Unterschiede entscheiden darüber, ob Rohseife mild ist, gut schäumt, wie sie sich verarbeiten lässt und wie hautverträglich sie am Ende wirklich ist. Dieser Ratgeber erklärt dir umfassend und praxisnah, was Rohseife ist, welche Arten es gibt, worauf du beim Kauf achten solltest und wie du typische Fehler vermeidest, die in der Praxis schnell zu schlechter Qualität, bröseligen Stücken oder reizender Seife führen können.

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Was ist Rohseife?

Der Begriff „Rohseife“ wird im Alltag für unterschiedliche Dinge verwendet. In der Praxis gibt es zwei Hauptbedeutungen, die man sauber trennen muss, weil sie völlig unterschiedliche Eigenschaften und Einsatzbereiche haben.

Die erste Variante ist die Seifenbasis, oft auch „Gießseife“ oder „Melt-and-Pour“-Basis genannt. Das ist bereits fertig verseifte Seife, die in Blöcken geliefert wird. Sie lässt sich schmelzen, einfärben, beduften und in Formen gießen. Dabei wird keine Lauge mehr verarbeitet, sondern nur noch mit der fertigen Basis gearbeitet. Diese Rohseife ist für viele Hobbyanwender die einfachste und sicherste Methode, eigene Seifen herzustellen, weil der gefährlichste Teil – das Arbeiten mit Natronlauge – bereits erledigt ist.

Die zweite Variante ist eine frisch hergestellte Seife, also eine Seife, die zwar schon verseift ist, aber noch nicht ausreichend gereift hat. Gerade bei kaltgesiedeter Seife dauert die Reifezeit mehrere Wochen. In dieser Phase kann die Seife noch weicher sein, stärker nach Lauge riechen und eine andere Hautverträglichkeit haben als nach vollständiger Reifung. Solche „junge“ Seife wird manchmal ebenfalls als Rohseife bezeichnet, ist aber nicht für die Weiterverarbeitung wie Gießen gedacht, sondern für die Reifung.

Für die meisten Käufer im Handel meint Rohseife praktisch immer eine Seifenbasis zum Basteln und Herstellen eigener Seifenstücke. Diese Basen können unterschiedlich zusammengesetzt sein, z. B. mit Glycerin, Sheabutter, Ziegenmilch, Olivenöl oder transparent/weiß.

Vorteile

Der größte Vorteil von Rohseife als Seifenbasis ist die einfache Verarbeitung. Du kannst ohne Lauge arbeiten, hast wenig Risiko und kommst schnell zu einem vorzeigbaren Ergebnis. Das ist ideal für Einsteiger, für Bastelprojekte, Geschenke oder wenn du kontrollieren willst, welche Duftstoffe und Zusätze in deiner Seife landen.

Ein weiterer Vorteil ist die Planbarkeit. Du weißt, dass die Basis grundsätzlich funktioniert, gut schäumt und stabil aushärtet. Außerdem lassen sich Zusätze wie Farben, Düfte, Kräuter oder pflegende Öle vergleichsweise einfach einarbeiten.

Nachteile

Rohseife ist nicht automatisch „Naturseife“. Viele Seifenbasen enthalten zusätzliche Inhaltsstoffe, um transparent zu werden, gut zu schmelzen oder schön zu wirken. Das ist nicht per se schlecht, aber wer eine reine, minimalistische Seife sucht, muss genau auf die Inhaltsstoffe achten.

Außerdem kann die Hautverträglichkeit leiden, wenn du selbst zu viele Duftstoffe, Farbstoffe oder ätherische Öle zusetzt. Gerade Einsteiger machen oft den Fehler, die Seife „vollzupacken“ – das Ergebnis kann dann austrocknend oder reizend sein.

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Welche Arten von Rohseife gibt es?

Rohseife als Seifenbasis gibt es in unterschiedlichen Varianten. Die Unterschiede liegen in Transparenz, Zusammensetzung, Schmelzverhalten, Schaum und Pflegegefühl. Welche Variante sinnvoll ist, hängt davon ab, was du herstellen willst und für welchen Hauttyp die Seife gedacht ist.

Glycerin-Rohseife (transparent)

Transparente Glycerin-Rohseife ist die bekannteste Bastelbasis. Sie lässt sich gut schmelzen, ergibt klare oder leicht durchscheinende Seifenstücke und nimmt Farben sehr intensiv an. Dadurch eignet sie sich besonders für dekorative Seifen, mehrfarbige Schichten, Einleger oder Seifen mit „Fenster“-Effekten.

Der praktische Vorteil ist die sehr unkomplizierte Verarbeitung. Sie schmilzt gleichmäßig, härtet sauber aus und sieht optisch hochwertig aus. Der Nachteil: Glycerinseifen können bei hoher Luftfeuchtigkeit zum „Schwitzen“ neigen, also Feuchtigkeit anziehen und außen klebrig werden. Das ist kein Qualitätsfehler, aber für Geschenke oder Lagerung muss man das berücksichtigen.

Weiße Rohseife (opake Seifenbasis)

Weiße Rohseife ist nicht transparent, sondern deckend. Sie eignet sich für klassische Seifenoptik, Pastellfarben und cremige Designs. Sie lässt sich ebenfalls gut schmelzen und ist oft etwas weniger anfällig fürs Schwitzen als transparente Glycerinbasis, je nach Rezeptur.

Diese Basis ist eine gute Wahl, wenn du eine eher „klassische“ Seife willst, die nicht nach Bastelprojekt aussieht. Für empfindliche Haut ist sie nicht automatisch besser – entscheidend bleibt die Zutatenliste und was du zusätzlich einrührst.

Rohseife mit Sheabutter

Sheabutter-Basen sollen ein pflegenderes Hautgefühl liefern, weil Sheabutter rückfettende Eigenschaften hat. In der Praxis hängt das Ergebnis stark davon ab, wie hoch der Anteil wirklich ist und welche Öle sonst enthalten sind. Für trockene Haut kann das angenehm sein, wenn du nicht zu stark beduftest und die Seife nicht zu „scharf“ formulierst.

Der Vorteil ist ein oft cremigerer Schaum und ein weniger austrocknendes Gefühl. Der Nachteil: Solche Basen können etwas weicher sein und reagieren empfindlicher, wenn du zu viele zusätzliche Öle zugibst.

Rohseife mit Olivenöl (Castile-ähnliche Basen)

Olivenölbasen zielen auf Milde und ein sanfteres Wascherlebnis ab. Echte Castile-Seife ist traditionell olivenölbasiert und wird lange gereift. Bei Seifenbasen ist das Prinzip ähnlich, aber die Zusammensetzung kann variieren. Solche Basen sind interessant für Menschen, die eine eher zurückhaltende, nicht überparfümierte Seife möchten.

Der Vorteil ist oft eine gute Hautverträglichkeit. Der Nachteil: Der Schaum kann weniger „bombastisch“ sein als bei anderen Basen, was manche Nutzer als „weniger reinigend“ missverstehen, obwohl das nicht automatisch stimmt.

Ziegenmilch-Rohseife

Ziegenmilch-Basen sind beliebt, weil sie ein cremiges Hautgefühl und einen dichten Schaum liefern können. Sie werden oft für besonders „sanfte“ Seifen beworben. Für viele funktioniert das gut, aber auch hier gilt: Duftstoffe und Zusätze entscheiden am Ende stark über Verträglichkeit.

Der Vorteil ist die angenehme, cremige Textur. Der Nachteil: Bei sehr empfindlicher Haut oder Allergien sollte man die Inhaltsstoffe genau prüfen, da Milchbestandteile nicht für jeden ideal sind.

Rohseife „Natur“ vs. „SLS-frei“ vs. „vegan“

Viele Seifenbasen werben mit Schlagworten wie „natur“, „SLS-frei“ oder „vegan“. Das kann sinnvoll sein, ist aber ohne Zutatenliste wertlos. „SLS-frei“ bedeutet meist, dass kein Sodium Lauryl Sulfate enthalten ist. Das kann für empfindliche Haut ein Vorteil sein, aber nicht jede Seifenbasis enthält SLS, und nicht jedes Tensid ist automatisch schlecht. „Vegan“ heißt, dass keine tierischen Bestandteile enthalten sind – wichtig für manche, für andere irrelevant. Entscheidend ist, ob die Basis für deinen Hauttyp passt und ob du sie sinnvoll weiterverarbeitest.


Alternativen zu Rohseife

Wenn du nicht basteln willst, ist die einfachste Alternative: fertige Seifenstücke aus dem Handel, idealerweise mit nachvollziehbaren Inhaltsstoffen und ohne unnötige Duft- und Farbstoffe. Für viele Zwecke ist das die bessere, weil konstante Lösung.

Wenn du wirklich Einfluss auf die Rezeptur willst, ist die Alternative das Kalt- oder Heißsieden mit Ölen und Lauge. Das ist deutlich aufwendiger, erfordert Sicherheitsmaßnahmen und Erfahrung, ermöglicht aber eine sehr individuelle Seife. Die Qualität kann höher sein als bei Seifenbasen, kann aber auch schlechter sein, wenn man Fehler macht.

Wer vor allem eine sanfte Reinigung sucht, kann außerdem auf Syndets oder feste Waschstücke (pH-hautneutral) ausweichen. Diese sind keine klassische Seife, können für empfindliche Haut aber geeigneter sein, weil sie den pH-Wert der Haut weniger verändern.

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Die besten Rohseifen im Überblick

Da „Rohseife“ im Handel vor allem Seifenbasen meint, ist die wichtigste Einordnung nicht ein einzelner Markenname, sondern die passende Basisart für deinen Zweck. Die folgende Tabelle hilft dir, die gängigen Varianten sauber zu vergleichen.

Produkt (Name)MarkeUngefährer PreisKurze Beschreibung
Glycerin-Rohseife transparent (Block)Diverse Herstellerca. 10–25 € / kgSehr gut zum Schmelzen und Gießen, ideal für dekorative Seifen; kann bei Feuchte „schwitzen“.
Rohseife weiß (opake Basis, Block)Diverse Herstellerca. 10–25 € / kgKlassische Seifenoptik, gut für Pastellfarben und cremige Designs; meist unkompliziert in der Verarbeitung.
Sheabutter-Rohseife (pflegende Basis)Diverse Herstellerca. 12–30 € / kgOft cremiger Schaum und pflegenderes Gefühl; nicht mit zu vielen Zusatzölen überladen.
Olivenöl-Rohseife (milde Basis)Diverse Herstellerca. 12–30 € / kgTendenziell mild, eher zurückhaltender Schaum; gut für schlichte, unaufgeregte Seifen.
Ziegenmilch-Rohseife (cremige Basis)Diverse Herstellerca. 12–35 € / kgCremiges Hautgefühl, dichter Schaum; Inhaltsstoffe prüfen, falls Allergien relevant sind.
SLS-freie Rohseife (Basis ohne SLS)Diverse Herstellerca. 12–35 € / kgFür empfindliche Haut oft interessant; trotzdem Zutatenliste prüfen, nicht nur Schlagwort kaufen.

Beliebte Anwendungen und wichtige Praxis-Tipps

Rohseife als Seifenbasis wird typischerweise in Stücke geschnitten, im Wasserbad oder in kurzen Intervallen in der Mikrowelle geschmolzen und anschließend mit Duft, Farbe und optionalen Zusätzen versehen. Danach wird die Masse in Formen gegossen und darf aushärten. Klingt simpel, scheitert aber in der Praxis oft an Details.

Ein häufiger Fehler ist Überhitzen. Wenn die Seifenbasis zu heiß wird, verdampft Wasser, die Seife wird später spröde, und Duftstoffe können sich verflüchtigen oder „kippen“. Besser ist kontrolliertes Schmelzen mit moderater Temperatur und Geduld, statt „Vollgas“.

Der zweite typische Fehler ist zu viel Zusatz. Viele geben zu viele ätherische Öle, zu viel Parfümöl, zu viele Kräuter, zu viel Peeling oder zu viel Pflegeöl hinein. Das Ergebnis kann eine Seife sein, die nicht richtig hart wird, ölig „ausblutet“, schlecht schäumt oder die Haut reizt. Weniger ist hier oft deutlich besser. Wenn du Pflegeöle zusetzen willst, dann in kleinen Mengen, weil die Basis bereits auf Stabilität und Schaum ausgelegt ist.

Auch Lagerung ist wichtig. Glycerinseifen ziehen Feuchtigkeit. Wenn du sie offen lagerst, können sie klebrig werden. Für Geschenke ist luftdichte Verpackung sinnvoll, idealerweise in Folie oder einem passenden Beutel, aber nicht so, dass sich Kondenswasser bildet. Trocken, kühl und dunkel lagern ist grundsätzlich die beste Praxis.

Wenn du Seife mit Einlegern machst, solltest du daran denken, dass manche Zusätze rosten, schimmeln oder verfärben können, wenn sie nicht vollständig trocken sind. Frische Blüten oder feuchte Kräuter sehen am ersten Tag toll aus und kippen nach zwei Wochen. Wenn du dekorieren willst, nutze wirklich trockene Zutaten oder stabile Einleger, die nicht „arbeiten“.


FAQ: Häufige Fragen zu Rohseife

Ist Rohseife schon fertig oder muss sie noch reifen?

Das hängt davon ab, was mit „Rohseife“ gemeint ist. Seifenbasen (Melt-and-Pour) sind fertig verseift und sofort nutzbar. „Junge“ kaltgesiedete Seife hingegen muss reifen. Im Handel ist mit Rohseife fast immer die fertige Basis gemeint.

Kann ich Rohseife mit ätherischen Ölen beduften?

Ja, aber vorsichtig dosieren. Zu viel ätherisches Öl kann die Haut reizen und die Seife weicher machen. Außerdem verflüchtigen sich manche Öle schnell oder verändern ihren Duft. Kleine Mengen, saubere Verarbeitung und keine Überhitzung sind entscheidend.

Warum wird meine selbst gegossene Rohseife weich oder ölig?

Meist liegt es an zu viel Zusatzöl, zu hoher Temperatur beim Schmelzen oder einer ungünstigen Mischung aus Zusätzen. Seifenbasis ist bereits formuliert. Wenn du zu viel „Pflege“ reinkippst, leidet die Struktur. Reduziere Zusätze und arbeite temperaturkontrolliert.

Warum „schwitzt“ transparente Rohseife?

Transparente Glycerinseife zieht Feuchtigkeit aus der Luft. Das ist typisch und tritt besonders bei hoher Luftfeuchtigkeit auf. Abhilfe schaffen trockene Lagerung und luftdichte Verpackung.

Welche Rohseife ist für empfindliche Haut am besten?

In der Praxis sind milde Basen ohne starke Duftstoffe und ohne aggressive Zusätze am sinnvollsten. Olivenölbasen oder „sensitiv“-Basen können passen, aber entscheidend ist die Zutatenliste. Wenn du empfindliche Haut hast, lass Duftstoffe eher weg oder nutze sehr sparsame Dosierungen.


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Stiftung Warentest ist bekannt dafür, eine Vielzahl an Produkte einem genauen Test zu unterziehen. Rohseifen wurden bisher noch nicht getestet, so dass wir Ihnen keinen Rohseife Testsieger präsentieren können.


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Leider ist uns momentan kein Rohseife Stiftung Warentest Sieger bekannt.


Fazit

Rohseife ist ein praktisches Ausgangsprodukt, wenn du eigene Seifen herstellen möchtest, ohne mit Lauge zu arbeiten. Der Erfolg hängt dabei weniger von „Zauberzutaten“ ab, sondern von der passenden Basis, sauberer Verarbeitung und sinnvoller Dosierung von Zusätzen. Wer überhitzt oder zu viel Duft und Öl einrührt, bekommt schnell eine schmierige, weiche oder reizende Seife. Wer dagegen schlicht bleibt, temperaturkontrolliert arbeitet und die Seife richtig lagert, kann mit Rohseife sehr hochwertige Ergebnisse erzielen – optisch, funktional und im besten Fall auch hautfreundlich.

Zuletzt Aktualisiert am 27.01.2026 von Andretest

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