Reifen Test & Ratgeber » 4 x Reifen Testsieger in 2026

Reifen Test & Vergleich

Der ultimative Ratgeber 2026

Inhaltsverzeichnis

Reifen gehören zu den wichtigsten sicherheitsrelevanten Bauteilen eines Fahrzeugs, denn unabhängig davon, wie leistungsfähig Bremsen, Fahrwerk, Lenkung und elektronische Assistenzsysteme konstruiert sind, wird jede Beschleunigungs-, Brems- und Lenkbewegung letztlich über eine vergleichsweise kleine Kontaktfläche zwischen Reifen und Fahrbahn übertragen. Die Wahl der passenden Reifen beeinflusst deshalb nicht nur den Bremsweg und die Haftung bei Regen, Schnee oder trockener Fahrbahn, sondern ebenfalls den Fahrkomfort, die Lenkpräzision, den Kraftstoffverbrauch, die Geräuschentwicklung und das Verhalten des Fahrzeugs in kritischen Situationen. Dabei reicht es nicht aus, lediglich auf die richtige Reifengröße zu achten. Auch Reifenart, Tragfähigkeitsindex, Geschwindigkeitsindex, Profiltiefe, Alter, Gummimischung, Nasshaftung, Rollwiderstand und das persönliche Fahrprofil spielen eine entscheidende Rolle. Wer überwiegend kurze Strecken in einer milden Region fährt, stellt andere Anforderungen an seine Reifen als ein Vielfahrer, ein sportlicher Fahrer oder jemand, der regelmäßig bei winterlichen Bedingungen unterwegs ist. Dieser ausführliche Reifen-Ratgeber erklärt, welche Reifenarten erhältlich sind, worin die wichtigsten Vor- und Nachteile liegen, wie Reifenkennzeichnungen gelesen werden, welche Kaufkriterien besonders wichtig sind und wie Reifen richtig gepflegt, gelagert und kontrolliert werden.

Reifen Testempfehlung 2026
Nexen 16912NX N'blue 4Season 195/65R15 91H Allwetterreifen
  • Kraftstoffeffizienz: E
  • Nasshaftung: B
  • Geräuschemission: 68 db
  • Spezifische Eigenschaften: M+S, 3PMSF

Was sind Reifen?

Reifen sind ringförmige Fahrzeugbauteile, die auf Felgen montiert werden und den direkten Kontakt zwischen Fahrzeug und Fahrbahn herstellen. Moderne Pkw-Reifen bestehen aus mehreren aufeinander abgestimmten Schichten und Materialien. Sichtbar ist vor allem die äußere Gummimischung mit dem Profil. Im Inneren befinden sich jedoch zusätzlich Stahl- und Textilgewebe, Karkasse, Gürtel, Seitenwandverstärkungen, Wulstkerne und eine luftdichte Innenschicht.

Die Karkasse bildet das tragende Gerüst des Reifens. Sie nimmt einen großen Teil der Belastungen auf und sorgt dafür, dass der Reifen seine Form behält. Oberhalb der Karkasse liegt bei modernen Radialreifen ein Gürtelpaket, das häufig aus Stahlcord besteht. Dieser Gürtel stabilisiert die Lauffläche und verbessert die Spurtreue.

Die Lauffläche ist der Bereich, der während der Fahrt mit der Straße in Kontakt steht. Ihre Gummimischung und Profilgestaltung bestimmen maßgeblich die Haftung, den Verschleiß, die Wasserverdrängung und die Geräuschentwicklung. Sommerreifen verwenden meist eine vergleichsweise feste Mischung, die bei warmen Temperaturen stabil bleibt. Winterreifen besitzen eine weichere Mischung und zahlreiche Lamellen, damit sie bei niedrigen Temperaturen sowie auf Schnee und Eis besser greifen.

Die Seitenwand verbindet die Lauffläche mit dem Reifenwulst. Sie federt Unebenheiten ab, muss gleichzeitig aber stabil genug sein, um Lenkbewegungen präzise zu übertragen. Auf der Seitenwand befinden sich außerdem die wichtigsten technischen Angaben, darunter Reifengröße, Tragfähigkeitsindex, Geschwindigkeitsindex, Herstellungsdatum und verschiedene Zulassungskennzeichnungen.

Der Reifenwulst sorgt für den festen Sitz auf der Felge. Im Wulst befinden sich starke Drahtkerne, die verhindern, dass sich der Reifen unter Belastung von der Felge löst. Eine beschädigte Wulst kann die sichere Montage beeinträchtigen und ist in der Regel nicht fachgerecht reparierbar.

Die meisten heutigen Pkw-Reifen sind schlauchlos. Die Luft wird direkt zwischen Reifen und Felge eingeschlossen. Voraussetzung dafür sind eine unbeschädigte Felge, ein intaktes Ventil und eine dichte Reifenwulstverbindung. Ältere Fahrzeuge, bestimmte Motorräder oder Spezialfahrzeuge können weiterhin Reifen mit separatem Schlauch verwenden.

Welche Aufgaben erfüllen Reifen?

Reifen übertragen Antriebs-, Brems- und Seitenführungskräfte. Beim Beschleunigen müssen sie verhindern, dass die Räder durchdrehen. Beim Bremsen übertragen sie die Verzögerung auf die Straße. In Kurven erzeugen sie die notwendigen Seitenführungskräfte, damit das Fahrzeug der eingeschlagenen Richtung folgt.

Gleichzeitig übernehmen Reifen einen Teil der Federung. Sie gleichen kleine Unebenheiten aus und beeinflussen dadurch den Fahrkomfort. Reifen mit hoher Seitenwand federn Stöße meist besser ab als sehr flache Niederquerschnittsreifen. Flache Reifen können dafür eine direktere Lenkreaktion ermöglichen.

Das Profil verdrängt Wasser und reduziert das Risiko von Aquaplaning. Längsrillen und Querkanäle leiten Wasser aus der Aufstandsfläche ab. Mit abnehmender Profiltiefe verschlechtert sich diese Fähigkeit. Deshalb kann ein Reifen trotz noch legaler Profiltiefe bei starkem Regen bereits deutlich weniger Sicherheitsreserve bieten als ein Neureifen.

Reifen tragen außerdem das gesamte Fahrzeuggewicht. Der Tragfähigkeitsindex muss deshalb zur Achslast des Fahrzeugs passen. Eine zu geringe Tragfähigkeit kann zu Überhitzung, strukturellen Schäden und im schlimmsten Fall zu einem Reifenausfall führen.


Vorteile und Nachteile hochwertiger Reifen

Vorteile hochwertiger Reifen

Hochwertige Reifen bieten häufig bessere Bremsleistungen auf trockener und nasser Fahrbahn. Besonders bei einer Notbremsung können wenige Meter Unterschied entscheidend sein. Gute Reifenmischungen und optimierte Profile sorgen dafür, dass das Fahrzeug auch bei Regen kontrollierbar bleibt.

Ein weiterer Vorteil ist das ausgewogene Fahrverhalten. Qualitativ gute Reifen reagieren vorhersehbar auf Lenkbewegungen und verlieren ihre Haftung in Grenzsituationen nicht abrupt. Dadurch kann der Fahrer kritische Situationen besser erkennen und kontrollieren.

Auch der Verschleiß kann günstiger ausfallen. Ein teurer Reifen mit hoher Laufleistung ist langfristig möglicherweise wirtschaftlicher als ein günstiger Reifen, der deutlich schneller ersetzt werden muss. Entscheidend ist jedoch nicht nur die Laufleistung, sondern das Verhältnis zwischen Haltbarkeit und Haftung.

Hochwertige Reifen können außerdem einen geringeren Rollwiderstand besitzen. Dadurch sinken Kraftstoffverbrauch beziehungsweise Energieverbrauch eines Elektroautos. Gleichzeitig sollte ein niedriger Rollwiderstand nicht zulasten der Nasshaftung gehen.

Eine gute Geräuschdämmung erhöht den Fahrkomfort. Besonders auf der Autobahn können laute Abrollgeräusche störend sein. Moderne Profile sind so gestaltet, dass unterschiedliche Profilblöcke bestimmte Frequenzen brechen und das Geräusch reduzieren.

Nachteile hochwertiger Reifen

Der offensichtlichste Nachteil ist der höhere Kaufpreis. Premiumreifen können deutlich mehr kosten als einfache Budgetmodelle. Bei großen Felgendurchmessern, hoher Tragfähigkeit oder sportlichen Größen steigt der Preis zusätzlich.

Sehr sportliche Reifen können schneller verschleißen, weil ihre weiche Mischung auf maximale Haftung ausgelegt ist. Ein Reifen mit hervorragendem Trockengrip ist deshalb nicht automatisch die wirtschaftlichste Lösung für hohe Jahresfahrleistungen.

Auch spezielle Hochleistungsreifen können Komfortnachteile besitzen. Eine steife Seitenwand verbessert die Lenkpräzision, überträgt aber Fahrbahnunebenheiten stärker in den Innenraum. Das macht sich besonders bei Niederquerschnittsreifen bemerkbar.

VorteileNachteile
Kurze Bremswege und gute HaftungHöherer Anschaffungspreis
Vorhersehbares FahrverhaltenSportliche Mischungen können schneller verschleißen
Gute WasserverdrängungGroße Reifengrößen sind häufig teuer
Teilweise geringerer RollwiderstandSteife Seitenwände können den Komfort reduzieren
Häufig gute LaufleistungNicht jedes Premiumprodukt passt zu jedem Fahrprofil
Niedrigere Abrollgeräusche möglichSpezialreifen sind teilweise nur eingeschränkt einsetzbar

Reifen Bestseller Platz 2 – 4


Welche Arten von Reifen gibt es?

Sommerreifen

Sommerreifen sind für warme und gemäßigte Temperaturen ausgelegt. Ihre Gummimischung bleibt bei höheren Temperaturen stabil und ermöglicht eine präzise Kraftübertragung. Im Vergleich zu Winterreifen besitzen Sommerreifen meist weniger feine Lamellen und größere, stabilere Profilblöcke.

Auf trockener Fahrbahn bieten Sommerreifen in der warmen Jahreszeit häufig die beste Lenkpräzision und die kürzesten Bremswege. Das steifere Profil verformt sich bei Kurvenfahrt weniger stark. Dadurch reagiert das Fahrzeug direkter auf Lenkbewegungen.

Auch bei Regen können gute Sommerreifen überzeugen. Breite Längsrillen und seitliche Kanäle transportieren Wasser aus der Aufstandsfläche. Die tatsächliche Nasshaftung hängt jedoch stark vom Modell und von der verbleibenden Profiltiefe ab.

Bei niedrigen Temperaturen verhärtet die Sommergummimischung zunehmend. Dadurch nimmt die Haftung ab. Auf Schnee und Eis sind Sommerreifen ungeeignet. In winterlichen Straßenverhältnissen dürfen sie daher nicht verwendet werden.

Winterreifen

Winterreifen sind für niedrige Temperaturen, Schnee, Eis und winterliche Nässe konstruiert. Ihre Gummimischung bleibt auch bei Kälte flexibel. Dadurch kann sich die Lauffläche besser an die Fahrbahn anpassen.

Das Profil besitzt zahlreiche Lamellen. Diese feinen Einschnitte öffnen sich während der Fahrt und erzeugen zusätzliche Griffkanten. Auf Schnee verzahnen sie sich mit der Oberfläche. Breitere Profilrillen helfen, Schneematsch und Wasser abzuleiten.

Ein moderner Winterreifen sollte das Alpine-Symbol mit Bergpiktogramm und Schneeflocke tragen. Die alleinige Kennzeichnung M+S reicht bei neueren Regelungen nicht immer aus. Vor dem Kauf sollten deshalb die aktuell geltenden gesetzlichen Vorgaben berücksichtigt werden.

Bei warmen Temperaturen verschleißen Winterreifen häufig schneller. Die weichere Mischung kann außerdem zu längeren Bremswegen und einem weniger präzisen Lenkgefühl führen. Deshalb sollten Winterreifen im Sommer nicht dauerhaft weitergefahren werden.

Ganzjahresreifen

Ganzjahresreifen kombinieren Eigenschaften von Sommer- und Winterreifen. Sie sollen sowohl bei warmen Temperaturen als auch bei winterlichen Bedingungen ein ausreichendes Sicherheitsniveau bieten. Ihre Gummimischung und ihr Profil stellen einen Kompromiss dar.

Für Fahrer mit geringer oder mittlerer Jahresfahrleistung, überwiegendem Stadtverkehr und mildem Klima können Ganzjahresreifen sinnvoll sein. Sie ersparen den halbjährlichen Reifenwechsel und benötigen keinen zweiten Radsatz.

Bei extremen Wetterbedingungen erreichen sie jedoch meist nicht die Leistung spezialisierter Saisonreifen. Auf sehr heißem Asphalt kann ein guter Sommerreifen stabiler bremsen. Bei starkem Schneefall oder auf vereisten Straßen bietet ein hochwertiger Winterreifen häufig mehr Reserven.

Auch Ganzjahresreifen müssen die erforderlichen Winterkennzeichnungen tragen, wenn sie bei winterlichen Straßenverhältnissen genutzt werden sollen. Ein beliebiges Allwetterprofil ohne passende Zulassung ist nicht ausreichend.

Runflat-Reifen

Runflat-Reifen besitzen verstärkte Seitenwände oder spezielle Stützsysteme. Bei einem Druckverlust können sie das Fahrzeuggewicht für eine begrenzte Strecke und mit reduzierter Geschwindigkeit tragen. Dadurch muss nach einer Reifenpanne nicht sofort am Straßenrand ein Rad gewechselt werden.

Runflat-Reifen werden häufig bei Fahrzeugen eingesetzt, die ab Werk kein Ersatzrad besitzen. Sie funktionieren sinnvoll in Verbindung mit einem Reifendruckkontrollsystem, da der Fahrer einen schleichenden Druckverlust sonst möglicherweise nicht sofort bemerkt.

Die verstärkten Seitenwände erhöhen das Gewicht und können den Fahrkomfort reduzieren. Runflat-Reifen sind außerdem häufig teurer und nicht in jeder Werkstatt problemlos montierbar. Nach einer Fahrt ohne Luftdruck müssen sie oft ersetzt werden, selbst wenn äußerlich kein großer Schaden sichtbar ist.

Reifen für Elektroautos

Reifen für Elektrofahrzeuge müssen besonderen Anforderungen gerecht werden. Elektroautos besitzen häufig ein hohes Fahrzeuggewicht und stellen sofort ein hohes Drehmoment bereit. Dadurch werden Reifen beim Beschleunigen und Bremsen stark belastet.

Ein geringer Rollwiderstand ist wichtig, um die Reichweite zu verbessern. Gleichzeitig müssen die Reifen ausreichend Grip bieten. Da Elektrofahrzeuge bei niedrigen Geschwindigkeiten besonders leise sind, fallen Abrollgeräusche stärker auf. Viele spezielle EV-Reifen besitzen deshalb geräuschoptimierte Profile oder schallabsorbierende Schaumeinlagen.

Nicht jedes Elektroauto benötigt zwingend einen ausdrücklich gekennzeichneten Spezialreifen. Entscheidend sind die freigegebene Reifengröße, Tragfähigkeit, Geschwindigkeitsfreigabe und die Eignung für das Fahrzeuggewicht.

SUV-Reifen

SUV-Reifen sind häufig auf höhere Fahrzeuggewichte und größere Dimensionen ausgelegt. Viele Modelle besitzen einen erhöhten Tragfähigkeitsindex und verstärkte Karkassen. Sie können als Sommer-, Winter- oder Ganzjahresreifen angeboten werden.

Für überwiegenden Straßeneinsatz sollten Straßenreifen gewählt werden. Grobstollige Geländereifen sind auf Asphalt häufig lauter, verbrauchsintensiver und beim Bremsen weniger leistungsfähig. Die Reifenwahl sollte daher dem tatsächlichen Einsatz entsprechen.

Offroad-Reifen

Offroad-Reifen besitzen ein grobes und tiefes Profil, das sich in Schlamm, Sand oder lockerem Untergrund verzahnt. Die Seitenwände sind häufig verstärkt, um Beschädigungen durch Steine und scharfe Kanten zu reduzieren.

Auf befestigten Straßen erzeugen solche Reifen meist deutlich mehr Abrollgeräusche und besitzen einen höheren Rollwiderstand. Bei Nässe können grobe Profile schlechter bremsen als reine Straßenreifen.

Für Fahrzeuge, die sowohl auf der Straße als auch im Gelände genutzt werden, gibt es All-Terrain-Reifen. Sie stellen einen Kompromiss zwischen Straßenkomfort und Geländetauglichkeit dar.

UHP-Reifen

UHP steht für Ultra High Performance. Solche Reifen sind für leistungsstarke und sportliche Fahrzeuge entwickelt. Sie bieten hohe Seitenführungskräfte, präzise Lenkreaktionen und gute Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten.

UHP-Reifen verwenden häufig weiche Mischungen und steife Karkassen. Dadurch können sie schneller verschleißen und härter abrollen. Bei kalten Temperaturen sind reine Sommer-UHP-Reifen besonders ungeeignet.

Diese Reifen lohnen sich vor allem für Fahrer, die die Leistungsfähigkeit ihres Fahrzeugs tatsächlich nutzen. Für ruhigen Stadtverkehr kann ein ausgewogener Touringreifen komfortabler und wirtschaftlicher sein.

Touringreifen

Touringreifen sind auf Komfort, Laufleistung, geringe Geräuschentwicklung und ausgewogenes Fahrverhalten ausgelegt. Sie werden häufig auf Kompakt- und Mittelklassefahrzeugen verwendet.

Im Vergleich zu Sportreifen bieten sie möglicherweise weniger direkte Lenkreaktionen, halten dafür aber oft länger und rollen komfortabler ab. Für Pendler und Vielfahrer sind sie häufig eine sinnvolle Wahl.

Transporterreifen

Transporterreifen sind für hohe Lasten und gewerbliche Nutzung konstruiert. Sie besitzen verstärkte Karkassen und häufig spezielle C-Kennzeichnungen. Die Tragfähigkeit ist höher als bei vergleichbaren Pkw-Reifen.

Es dürfen nicht einfach gewöhnliche Pkw-Reifen montiert werden, wenn das Fahrzeug eine höhere Tragfähigkeit verlangt. Die Angaben in den Fahrzeugpapieren und die Herstellerfreigabe sind verbindlich.

Runderneuerte Reifen

Bei runderneuerten Reifen wird die abgenutzte Lauffläche eines geeigneten Reifenkörpers entfernt und durch eine neue Profilauflage ersetzt. Dadurch können Rohstoffe eingespart werden.

Die Qualität hängt stark vom Herstellungsverfahren und vom Zustand der Karkasse ab. Seriöse runderneuerte Reifen müssen entsprechende Prüf- und Kennzeichnungsvorgaben erfüllen. Im Pkw-Bereich sind sie weniger verbreitet als bei Nutzfahrzeugen.


Welche Alternativen gibt es zu neuen Reifen?

Gebrauchte Reifen

Gebrauchte Reifen sind günstiger als Neureifen. Sie können sinnvoll sein, wenn ihr Zustand, Alter und ihre Vorgeschichte eindeutig nachvollziehbar sind. In der Praxis ist das jedoch häufig schwierig.

Äußerlich unbeschädigte Reifen können innere Schäden besitzen. Eine frühere Fahrt mit zu geringem Luftdruck, starke Bordsteinberührungen oder unsachgemäße Lagerung sind nicht immer sichtbar. Außerdem muss die Profiltiefe über die gesamte Lauffläche gleichmäßig sein.

Gebrauchte Reifen sollten nur von seriösen Anbietern gekauft und vor der Montage fachgerecht geprüft werden. Ein niedriger Preis rechtfertigt keine Kompromisse bei sicherheitsrelevanten Bauteilen.

Runderneuerte Reifen

Runderneuerte Reifen können eine preisgünstige und ressourcenschonende Alternative darstellen. Sie eignen sich besonders für bestimmte Nutzfahrzeuge und Einsatzbereiche.

Bei Pkw ist die Auswahl begrenzter. Käufer sollten auf geprüfte Qualität und vollständige Kennzeichnungen achten. Für sportliche Fahrzeuge oder hohe Geschwindigkeiten sind sie nicht immer die beste Wahl.

Reifenreparatur

Ein kleiner Einstich in der Lauffläche kann unter bestimmten Voraussetzungen fachgerecht repariert werden. Die Beschädigung muss sich in einem reparierbaren Bereich befinden und darf eine festgelegte Größe nicht überschreiten.

Schäden an Seitenwand, Reifenschulter oder Karkasse sind meist nicht sicher reparierbar. Auch Reifen, die mit sehr niedrigem Druck weitergefahren wurden, können innere Strukturschäden besitzen.

Eine Reparatur sollte ausschließlich von einem Fachbetrieb durchgeführt werden. Provisorische Dichtmittel aus Pannensets sind in erster Linie für die Weiterfahrt zur Werkstatt gedacht.

Kompletträder

Statt einzelne Reifen zu kaufen, können komplette Räder aus Reifen und Felgen erworben werden. Das ist besonders bei einem zweiten Sommer- oder Winterradsatz sinnvoll.

Der saisonale Wechsel wird dadurch einfacher und günstiger, weil die Reifen nicht jedes Mal von der Felge abgezogen werden müssen. Kompletträder benötigen jedoch mehr Lagerplatz.

Reifen Bestseller Platz 5 – 10

Bestseller Nr. 5
Goodyear 205/55 R16 94V XL Ganzjahresreifen Allwetter M+S 3PMSF Reifen
  • Goodyear Reifen
  • Fahrzeugreifen, Autoreifen: kompatibel mit VW Golf IV Schrägheck (1J1), kompatibel mit VW Golf V...
  • Wählen Sie bitte Ihr Fahrzeug in der Auswahlliste, um die Kompatibilität mit dem Produkt zu...
Bestseller Nr. 6
Kumho 195/65 R15 91H Solus HA32 M+S PKW Ganzjahresreifen, 195/65R15 91H...
  • Langlebigkeit
  • Die angebotenen Reifen sind aus der aktuellen Produktion, d.h. nicht älter als 36 Monate. Reifen...
  • Reifenbreite: 195 mm | Reifenquerschnitt: 65 % | Felgenbreite: 15 Zoll | Traglastindex 91 (615 kg...
Bestseller Nr. 7
Kumho 205/55 R16 91H Solus HA32 M+S PKW Ganzjahresreifen, 205/55R16 91H...
  • Kraftstoffeffizienz: C Nasshaftung: B Geräuschemission: 72 Geräuschklasse: 2
  • Model Nummer:2270943KUM
  • Marke:Kumho
  • Kumho
Bestseller Nr. 8
Goodyear Vector 4Seasons Gen-3 | Ganzjahresreifen | 185/65R15 92V - XL/M+S/3PMSF
  • Nach geltendem deutschem Recht werden Reifen vom 01.01.2018 oder später als Winterausrüstung...
  • Besserer Grip im Schnee
  • Kürzerer Bremsweg & bessere Lenkbarkeit im Trockenen
  • Hoer Widerstand gegen Aquaplaning über die gesamte Lebensdauer
Bestseller Nr. 9
GOODRIDE - 165/70 R14 TL 81T ALL SEASON ELITE Z-401 M+S 3PMSF - Ganzjahresreifen
  • Kraftstoffeffizienz: D
  • Nasshaftung: C
  • Geräuschemission: 71 db
  • Spezifische Eigenschaften: M+S|3PMSF|BSW
Bestseller Nr. 10
Hankook Kinergy 4S 2 H750 M+S - 175/65R14 82T - Ganzjahresreifen
  • Kraftstoffeffizienz: C
  • Nasshaftung: B
  • Geräuschemission: 71 db
  • Spezifische Eigenschaften: M+S, 3PMSF

Reifenkennzeichnung richtig lesen

Auf der Seitenwand eines Reifens befindet sich beispielsweise die Kennzeichnung 225/45 R17 94Y XL. Jede Angabe besitzt eine konkrete Bedeutung.

KennzeichnungBedeutungBeispiel
ReifenbreiteBreite des Reifens in Millimetern225 Millimeter
QuerschnittHöhe der Seitenwand als Prozentwert der Reifenbreite45 Prozent
BauartR steht für RadialreifenR
FelgendurchmesserPassender Felgendurchmesser in Zoll17 Zoll
LastindexMaximal zulässige Belastung pro Reifen94
GeschwindigkeitsindexZulässige Höchstgeschwindigkeit des ReifensY
ZusatzkennungXL kennzeichnet häufig erhöhte TragfähigkeitXL

Reifenbreite

Die erste Zahl gibt die nominelle Reifenbreite in Millimetern an. Ein Reifen mit der Kennzeichnung 225 ist ungefähr 225 Millimeter breit. Die tatsächliche Breite kann je nach Felgenbreite und Hersteller geringfügig abweichen.

Querschnittsverhältnis

Die zweite Zahl beschreibt die Höhe der Seitenwand im Verhältnis zur Reifenbreite. Bei 225/45 beträgt die Seitenwandhöhe 45 Prozent von 225 Millimetern.

Ein kleinerer Wert bedeutet eine flachere Seitenwand. Flache Reifen reagieren meist direkter, bieten aber weniger Federungskomfort und sind empfindlicher gegen Schlaglöcher und Bordsteine.

Radialbauweise

Der Buchstabe R steht für Radialbauweise. Dabei verlaufen die Karkassenfäden radial von Wulst zu Wulst. Diese Bauweise ist bei modernen Pkw-Reifen Standard.

Felgendurchmesser

Die Zahl hinter dem R gibt den Felgendurchmesser in Zoll an. Ein Reifen mit R17 darf nur auf eine passende 17-Zoll-Felge montiert werden.

Tragfähigkeitsindex

Der Lastindex beschreibt die maximal zulässige Belastung pro Reifen. Die Zahl muss anhand einer Lastindextabelle umgerechnet werden. Ein höherer Index darf in vielen Fällen verwendet werden, ein niedrigerer Wert jedoch nicht ohne ausdrückliche Freigabe.

Geschwindigkeitsindex

Der Geschwindigkeitsbuchstabe gibt an, bis zu welcher Geschwindigkeit der Reifen unter vorgeschriebenen Bedingungen verwendet werden darf. Der erforderliche Index hängt von Fahrzeugfreigabe, Bauart und gesetzlichen Vorgaben ab.

DOT-Nummer

Die DOT-Kennzeichnung enthält unter anderem das Herstellungsdatum. Die letzten vier Ziffern geben Kalenderwoche und Jahr an. Die Kennzeichnung 2425 bedeutet beispielsweise, dass der Reifen in der 24. Kalenderwoche des Jahres 2025 hergestellt wurde.

Das Produktionsdatum allein entscheidet nicht über die Qualität. Ein sachgerecht gelagerter, unbenutzter Reifen kann auch nach einiger Zeit noch einwandfrei sein. Mit zunehmendem Alter verändert sich jedoch die Gummimischung.

Herstellerfreigaben

Einige Reifen besitzen spezielle Kennzeichnungen für bestimmte Fahrzeughersteller. Diese Reifen wurden auf bestimmte Fahrwerke oder Fahrzeugmodelle abgestimmt. Ob eine solche Freigabe zwingend benötigt wird, hängt vom Fahrzeug und von den Herstelleranforderungen ab.


Wichtige Kaufkriterien für Reifen

Passende Reifengröße

Die Reifengröße muss für das Fahrzeug zugelassen sein. Zulässige Größen finden sich in den Fahrzeugpapieren, der Übereinstimmungsbescheinigung oder in Herstellerfreigaben.

Eine optisch passende Größe ist nicht automatisch erlaubt. Abrollumfang, Tragfähigkeit, Freigängigkeit und Tachoabweichung müssen stimmen. Bei abweichenden Größen kann eine Eintragung erforderlich sein.

Nasshaftung

Die Nasshaftung beeinflusst den Bremsweg auf nasser Fahrbahn. Das EU-Reifenlabel ordnet Reifen in verschiedene Klassen ein. Diese Kennzeichnung bietet eine erste Orientierung, bildet aber nicht alle Fahreigenschaften ab.

Ein Reifen mit guter Nasshaftung ist besonders wichtig, da viele Unfälle bei Regen oder nasser Fahrbahn entstehen. Vielfahrer sollten diesem Kriterium hohe Bedeutung geben.

Rollwiderstand

Ein niedriger Rollwiderstand reduziert den Energiebedarf. Bei Verbrennern kann der Kraftstoffverbrauch sinken, bei Elektrofahrzeugen kann sich die Reichweite verbessern.

Sehr niedriger Rollwiderstand darf jedoch nicht zulasten der Haftung gehen. Ein ausgewogener Reifen ist meist sinnvoller als ein ausschließlich auf Verbrauch optimiertes Modell.

Geräuschentwicklung

Das externe Rollgeräusch wird auf dem Reifenlabel angegeben. Die wahrgenommene Lautstärke im Innenraum hängt zusätzlich von Fahrzeugdämmung, Fahrbahnbelag und Reifenkonstruktion ab.

Für Langstreckenfahrer kann ein leiser Reifen den Komfort deutlich verbessern. Grobe Profile und breite Sportreifen sind häufig lauter als komfortorientierte Touringreifen.

Laufleistung

Eine hohe Laufleistung reduziert die Kosten pro Kilometer. Der tatsächliche Verschleiß hängt jedoch stark von Fahrstil, Achsgeometrie, Fahrzeuggewicht, Luftdruck und Strecke ab.

Ein Reifen, der sehr langsam verschleißt, ist nicht automatisch der sicherste. Sehr harte Mischungen können Nachteile bei der Haftung besitzen. Eine ausgewogene Kombination aus Laufleistung und Grip ist entscheidend.

Fahrprofil

Stadtfahrer benötigen häufig andere Reifen als Autobahnfahrer. Häufiges Anfahren, Bremsen und Rangieren belastet Reifen anders als gleichmäßige Langstreckenfahrt.

Sportliche Fahrer sollten auf Lenkpräzision und hohe Seitenführung achten. Komfortorientierte Fahrer profitieren von weicherem Abrollen und niedrigen Geräuschen.

Witterungsbedingungen

In Regionen mit regelmäßigem Schneefall sind separate Winterreifen meist die sicherste Lösung. In milden Regionen können Ganzjahresreifen ausreichen, wenn das Fahrzeug bei extremen Bedingungen stehen bleiben kann.

Wer beruflich jederzeit mobil sein muss, sollte größere Sicherheitsreserven einplanen und nicht nur nach Bequemlichkeit entscheiden.

Marke und Testergebnisse

Eine bekannte Marke allein garantiert nicht, dass jedes Modell hervorragend ist. Auch Premiumhersteller bieten unterschiedliche Produktlinien für verschiedene Anforderungen an.

Reifentests sollten immer in einer vergleichbaren Größe betrachtet werden. Das Verhalten eines Modells kann sich zwischen verschiedenen Dimensionen unterscheiden.

Preis

Der Reifenpreis sollte nicht isoliert betrachtet werden. Montage, Auswuchten, Ventile, Reifendrucksensoren und Entsorgung können zusätzliche Kosten verursachen.

Ein etwas teurerer Reifen kann durch längere Laufleistung, geringeren Verbrauch oder bessere Sicherheit wirtschaftlicher sein. Sehr günstige Produkte sollten besonders kritisch geprüft werden.


Beliebte Reifen und bekannte Produktreihen im Überblick

Die folgende Tabelle zeigt bekannte Reifenmodelle unterschiedlicher Kategorien. Die Preise beziehen sich ungefähr auf gängige Pkw-Dimensionen und können je nach Größe, Lastindex, Geschwindigkeitsindex, Händler und Saison erheblich abweichen.

ProduktnameMarkeUngefährer Preis pro ReifenKurze Beschreibung
PremiumContact 7Continentaletwa 100 bis 220 EuroAusgewogener Sommerreifen mit Fokus auf Nasshaftung, Bremsleistung und Alltagstauglichkeit.
SportContact 7Continentaletwa 140 bis 320 EuroSportlicher Hochleistungsreifen für leistungsstarke Fahrzeuge und präzises Handling.
WinterContact TS 870Continentaletwa 100 bis 220 EuroModerner Winterreifen mit guter Schnee-, Nässe- und Bremsleistung.
CrossClimate 2Michelinetwa 110 bis 250 EuroBekannter Ganzjahresreifen mit ausgewogenen Eigenschaften für unterschiedliche Wetterbedingungen.
Pilot Sport 5Michelinetwa 130 bis 300 EuroSportlicher Sommerreifen mit präzisem Handling und guter Alltagstauglichkeit.
Primacy 4+Michelinetwa 110 bis 240 EuroKomfortorientierter Sommerreifen mit Fokus auf Laufleistung und Nassbremsleistung.
Goodyear Eagle F1 Asymmetric 6Goodyearetwa 120 bis 280 EuroSportlicher Sommerreifen mit guter Lenkpräzision und ausgewogenen Nässeeigenschaften.
Vector 4Seasons Gen-3Goodyearetwa 100 bis 230 EuroGanzjahresreifen für Fahrer, die auf einen saisonalen Reifenwechsel verzichten möchten.
P ZeroPirellietwa 140 bis 350 EuroHochleistungs-Sommerreifen für sportliche und leistungsstarke Fahrzeuge.
Blizzak LM005Bridgestoneetwa 100 bis 240 EuroWinterreifen mit Fokus auf Nasshaftung und winterliche Kontrolle.
Hankook Ventus Prime 4Hankooketwa 80 bis 190 EuroKomfortorientierter Sommerreifen mit ausgewogenem Preis-Leistungs-Verhältnis.
Vredestein QuatracVredesteinetwa 90 bis 210 EuroGanzjahresreifen für gemäßigte Klimazonen und unterschiedliche Fahrzeugklassen.

Welche Reifen sind besonders beliebt?

Besonders beliebt sind Reifen, die in mehreren Bereichen ausgewogene Leistungen bieten. Im Alltag zählen gute Nasshaftung, kurze Bremswege, geringe Geräuschentwicklung und akzeptable Laufleistung meist mehr als maximale Sportlichkeit.

Premium-Sommerreifen sind bei Vielfahrern und leistungsstarken Fahrzeugen verbreitet. Sie bieten häufig ein präzises Fahrgefühl und hohe Sicherheitsreserven bei Nässe. Für kleinere Fahrzeuge und moderate Fahrleistungen können auch gute Mittelklassemodelle eine vernünftige Wahl sein.

Ganzjahresreifen werden zunehmend von Fahrern gewählt, die sich den saisonalen Reifenwechsel sparen möchten. Besonders geeignet sind sie für milde Regionen und Fahrzeuge, die bei extremem Winterwetter notfalls stehen bleiben können.

Winterreifen bleiben die bevorzugte Lösung für Fahrer, die regelmäßig in Schneegebieten unterwegs sind, auf Steigungen wohnen oder beruflich bei jedem Wetter fahren müssen.

Wie viel Profiltiefe sollten Reifen besitzen?

Die gesetzliche Mindestprofiltiefe liegt bei Pkw-Reifen häufig bei 1,6 Millimetern. Dieser Wert ist jedoch lediglich die rechtliche Untergrenze. Die Sicherheitsreserven können bereits vorher deutlich abnehmen.

Sommerreifen werden häufig spätestens bei etwa drei Millimetern ersetzt, insbesondere wenn regelmäßig bei starkem Regen gefahren wird. Winterreifen verlieren mit geringer werdendem Profil einen Teil ihrer Fähigkeit, Schnee und Schneematsch aufzunehmen. Deshalb werden häufig etwa vier Millimeter als sinnvolle Wechselgrenze empfohlen.

Die Profiltiefe sollte an mehreren Stellen über die gesamte Reifenbreite gemessen werden. Einseitiger Verschleiß kann auf falschen Luftdruck, verstellte Achsgeometrie oder verschlissene Fahrwerksteile hinweisen.

Reifendruck richtig kontrollieren

Der richtige Reifendruck wird vom Fahrzeughersteller vorgegeben. Die Angaben befinden sich häufig im Tankdeckel, an der Türsäule, im Handschuhfach oder in der Betriebsanleitung.

Der Luftdruck sollte bei kalten Reifen kontrolliert werden. Nach längerer Fahrt erwärmt sich die Luft und der gemessene Druck steigt. Ein warmer Reifen sollte nicht auf den Kaltwert abgelassen werden.

Zu niedriger Luftdruck erhöht den Rollwiderstand, den Verbrauch und die Erwärmung. Die Reifenschultern können übermäßig verschleißen. Bei hoher Geschwindigkeit kann eine starke Überhitzung zu Schäden führen.

Zu hoher Druck reduziert die Aufstandsfläche und kann den Fahrkomfort verschlechtern. Die Reifenmitte kann stärker verschleißen. Für volle Beladung oder hohe Autobahngeschwindigkeit kann der Hersteller jedoch einen erhöhten Druck vorgeben.

Reifen richtig lagern

Kompletträder sollten liegend gestapelt oder an geeigneten Felgenhaltern aufgehängt werden. Reifen ohne Felgen werden stehend gelagert und gelegentlich gedreht, damit sie sich nicht dauerhaft verformen.

Der Lagerraum sollte kühl, trocken und dunkel sein. Direkte Sonne, starke Wärmequellen, Feuchtigkeit und Ozonquellen wie bestimmte Elektromotoren können die Gummimischung belasten.

Vor der Einlagerung sollten Reifen gereinigt und auf Schäden kontrolliert werden. Die Position am Fahrzeug kann markiert werden, beispielsweise vorne links oder hinten rechts. Bei der nächsten Montage lassen sich die Räder nach Herstellerempfehlung tauschen, um den Verschleiß gleichmäßiger zu verteilen.

Wann müssen Reifen ersetzt werden?

Reifen müssen ersetzt werden, wenn die Mindestprofiltiefe unterschritten ist, sichtbare Risse auftreten, die Karkasse beschädigt ist oder sich Beulen an der Seitenwand bilden. Auch Fremdkörper, tiefe Schnitte und starke Verformungen erfordern eine fachliche Prüfung.

Eine Beule an der Seitenwand deutet häufig auf einen beschädigten Karkassenfaden hin. Ein solcher Reifen darf nicht weitergefahren werden, da er plötzlich ausfallen kann.

Auch das Alter spielt eine Rolle. Mit den Jahren härtet Gummi aus und verliert Elastizität. Eine pauschale maximale Nutzungsdauer lässt sich nicht für jeden Reifen festlegen. Regelmäßige fachliche Kontrollen werden mit zunehmendem Alter wichtiger.


FAQ – häufig gestellte Fragen zu Reifen

Welche Reifen passen auf mein Auto?

Zulässige Reifengrößen finden sich in den Fahrzeugpapieren, in der Übereinstimmungsbescheinigung und in Freigaben des Fahrzeugherstellers. Neben Breite, Querschnitt und Felgendurchmesser müssen auch Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitsindex passen. Eine Größe, die mechanisch auf die Felge passt, ist nicht automatisch für das Fahrzeug zugelassen. Bei Unsicherheit sollte ein Reifenfachbetrieb die konkreten Fahrzeugdaten prüfen.

Wie alt dürfen neue Reifen beim Kauf sein?

Ein unbenutzter Reifen gilt nicht allein wegen eines einige Jahre zurückliegenden Produktionsdatums automatisch als minderwertig. Entscheidend sind sachgerechte Lagerung und der technische Zustand. Käufer sollten trotzdem auf ein nachvollziehbares Herstellungsdatum achten, besonders wenn der Reifen nur wenig gefahren und über viele Jahre genutzt werden soll. Ein sehr alter Lagerreifen ist trotz unbenutztem Profil nicht immer ein attraktives Angebot.

Kann man Sommerreifen im Winter fahren?

Bei winterlichen Straßenverhältnissen sind Sommerreifen ungeeignet und je nach Rechtslage nicht zulässig. Ihre Gummimischung verhärtet bei niedrigen Temperaturen, wodurch Haftung und Bremsleistung abnehmen. Auf Schnee und Eis fehlen außerdem die notwendigen Lamellen und Griffkanten. Selbst bei vorsichtiger Fahrweise bieten Sommerreifen dort deutlich weniger Kontrolle.

Kann man Winterreifen im Sommer fahren?

Winterreifen funktionieren technisch auch bei warmem Wetter, sind dort aber nicht optimal. Die weiche Mischung kann zu längeren Bremswegen, unpräzisem Lenkverhalten und erhöhtem Verschleiß führen. Außerdem steigt unter Umständen der Verbrauch. Für dauerhafte Sommernutzung sind geeignete Sommer- oder Ganzjahresreifen deshalb die bessere Wahl.

Sind Ganzjahresreifen sicher?

Hochwertige Ganzjahresreifen können unter vielen Bedingungen ein gutes Sicherheitsniveau bieten. Sie bleiben jedoch ein Kompromiss zwischen Sommer- und Winterreifen. Für moderate Fahrleistungen, milde Regionen und überwiegenden Stadtverkehr können sie sinnvoll sein. Wer regelmäßig bei starkem Schnee, auf Gebirgsstrecken oder mit hoher Autobahngeschwindigkeit unterwegs ist, profitiert meist von getrennten Saisonreifen.

Warum nutzen sich Reifen einseitig ab?

Einseitiger Verschleiß kann durch falsche Spur- oder Sturzeinstellungen, verschlissene Fahrwerksteile, falschen Luftdruck oder häufige schnelle Kurvenfahrt entstehen. Die Ursache sollte nicht nur durch den Kauf neuer Reifen überdeckt werden. Eine Achsvermessung und Fahrwerkskontrolle kann notwendig sein, damit die neuen Reifen nicht erneut ungleichmäßig verschleißen.

Darf man unterschiedliche Reifenmarken fahren?

Auf einer Achse sollten möglichst gleiche Reifenmodelle mit vergleichbarem Zustand montiert sein. Unterschiedliche Profile, Mischungen und Verschleißzustände können das Fahrverhalten beeinflussen. Je nach Fahrzeug und Rechtslage bestehen zusätzliche Vorgaben. Bei Allradfahrzeugen können unterschiedliche Abrollumfänge außerdem den Antriebsstrang belasten. Eine einheitliche Bereifung ist daher meist die beste Lösung.

Wo sollten die besseren Reifen montiert werden?

Die Reifen mit dem besseren Profil und der höheren Haftung werden häufig auf der Hinterachse empfohlen, unabhängig davon, ob das Fahrzeug Front- oder Heckantrieb besitzt. Eine stabil haftende Hinterachse reduziert das Risiko eines plötzlich ausbrechenden Hecks. Die konkrete Empfehlung kann jedoch vom Fahrzeughersteller abhängen.

Was bedeutet XL bei Reifen?

XL steht meist für Extra Load. Solche Reifen besitzen eine verstärkte Konstruktion und können bei entsprechendem Luftdruck eine höhere Last tragen. Die Kennzeichnung bedeutet nicht automatisch, dass der Reifen sportlicher oder pannensicherer ist. Sie ist relevant, wenn das Fahrzeug eine erhöhte Tragfähigkeit verlangt.

Was ist ein Reifendruckkontrollsystem?

Ein Reifendruckkontrollsystem überwacht den Druck direkt über Sensoren im Rad oder indirekt über die Raddrehzahlen. Es warnt den Fahrer vor einem deutlichen Druckverlust. Das System ersetzt jedoch nicht die regelmäßige manuelle Kontrolle. Auch ein noch nicht als kritisch erkannter Minderluftdruck kann Verschleiß und Verbrauch erhöhen.

Kann ein beschädigter Reifen repariert werden?

Kleine Einstiche in der mittleren Lauffläche können unter bestimmten Voraussetzungen repariert werden. Schäden an Seitenwand, Schulter oder Karkasse sind meist nicht reparierbar. Auch bei einer früheren Fahrt mit starkem Druckverlust kann der Reifen innerlich beschädigt sein. Die Entscheidung sollte ein Fachbetrieb nach Demontage und Innenprüfung treffen.

Warum vibriert das Lenkrad nach einem Reifenwechsel?

Vibrationen können durch eine Unwucht, verschmutzte Radnaben, falsch zentrierte Felgen, beschädigte Reifen oder nicht korrekt angezogene Radschrauben entstehen. Das Fahrzeug sollte zeitnah überprüft werden. Eine einfache Nachwuchtung kann das Problem lösen, bei beschädigten Felgen oder Reifen sind weitere Maßnahmen erforderlich.

Wie oft sollte der Reifendruck geprüft werden?

Eine regelmäßige Kontrolle, beispielsweise alle zwei bis vier Wochen und vor längeren Fahrten, ist sinnvoll. Zusätzlich sollte nach starken Temperaturänderungen, hoher Beladung oder längerem Fahrzeugstillstand geprüft werden. Auch das Reserverad darf nicht vergessen werden, sofern eines vorhanden ist.

Was bedeutet Aquaplaning?

Aquaplaning entsteht, wenn der Reifen das Wasser nicht mehr ausreichend verdrängen kann und auf einem Wasserfilm aufschwimmt. Lenk- und Bremskräfte können dann kaum noch übertragen werden. Hohe Geschwindigkeit, geringe Profiltiefe, breitere Reifen und viel Wasser erhöhen das Risiko. In einer solchen Situation sollte das Gaspedal vorsichtig gelöst und hektisches Lenken vermieden werden.

Reifen Test bei Stiftung Warentest & Co

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Reifen Testsieger

Stiftung Warentest ist bekannt dafür, eine Vielzahl an Produkte einem genauen Test zu unterziehen. Reifen wurden bisher noch nicht getestet, so dass wir Ihnen keinen Reifen Testsieger präsentieren können.


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Fazit zu Reifen

Reifen sind die einzige direkte Verbindung zwischen Fahrzeug und Fahrbahn und haben deshalb einen entscheidenden Einfluss auf Sicherheit, Fahrkomfort und Wirtschaftlichkeit. Eine leistungsfähige Bremsanlage oder ein modernes Fahrassistenzsystem kann nur so gut arbeiten, wie die montierten Reifen die Kräfte auf die Straße übertragen können.

Die Auswahl sollte immer mit der korrekten Reifengröße, dem passenden Tragfähigkeitsindex und dem vorgeschriebenen Geschwindigkeitsindex beginnen. Erst danach sind Marke, Preis, Geräuschentwicklung, Laufleistung und weitere Eigenschaften sinnvoll vergleichbar.

Sommerreifen bieten bei warmen Temperaturen meist die beste Kombination aus Präzision, Haftung und Bremsleistung. Winterreifen besitzen bei Kälte, Schnee und Eis deutliche Vorteile. Ganzjahresreifen können eine praktische Lösung für gemäßigte Regionen und moderate Fahrleistungen sein, ersetzen aber nicht in jeder Situation die Leistung spezialisierter Saisonreifen.

Ein günstiger Reifen ist nicht automatisch schlecht, und ein teures Premiumprodukt ist nicht für jedes Fahrzeug und jeden Fahrer zwingend erforderlich. Entscheidend ist ein ausgewogenes Modell, das zum persönlichen Fahrprofil passt. Vielfahrer sollten auf Nasshaftung, Laufleistung und Geräuschentwicklung achten. Sportliche Fahrer benötigen hohe Seitenführung und stabile Lenkreaktionen. Stadtfahrer können Komfort und Wirtschaftlichkeit stärker gewichten.

Die besten Reifen verlieren ihren Vorteil, wenn der Luftdruck falsch ist, das Profil ungleichmäßig verschleißt oder die Achsgeometrie nicht stimmt. Regelmäßige Kontrollen von Druck, Profiltiefe, Seitenwänden und Ventilen sind deshalb unverzichtbar. Vibrationen, ungewöhnliche Geräusche oder ein verändertes Lenkverhalten sollten zeitnah untersucht werden.

Auch die Lagerung beeinflusst die Lebensdauer. Reifen sollten kühl, trocken und vor direktem Sonnenlicht geschützt aufbewahrt werden. Kompletträder können liegend oder hängend gelagert werden, während Reifen ohne Felgen stehend aufbewahrt und regelmäßig gedreht werden sollten.

Beim Kauf gebrauchter Reifen ist besondere Vorsicht erforderlich. Innere Schäden und eine unbekannte Vorgeschichte lassen sich nicht immer erkennen. Bei sicherheitsrelevanten Bauteilen ist ein nachvollziehbarer Zustand wichtiger als eine kurzfristige Ersparnis.

Insgesamt lohnt es sich, Reifen nicht ausschließlich nach Preis oder Optik auszuwählen. Gute Reifen können den Bremsweg verkürzen, das Fahrzeug stabilisieren, Aquaplaningreserven erhöhen und den Fahrkomfort verbessern. Wer die richtige Reifenart wählt, gesetzliche Vorgaben einhält und auf regelmäßige Pflege achtet, erhöht die Sicherheit und kann gleichzeitig Verschleiß sowie laufende Kosten reduzieren.

Zuletzt Aktualisiert am 14.07.2026

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