Ein Weitwinkelzoom gehört für viele Fotografen und Videofilmer zu den vielseitigsten Objektiven überhaupt, weil es einen besonders großen Bildwinkel mit einer flexibel veränderbaren Brennweite verbindet und dadurch sowohl weitläufige Landschaften, beeindruckende Architektur, enge Innenräume, dynamische Reportagen als auch kreative Perspektiven aufnehmen kann, ohne dass für jede Bildsituation sofort das Objektiv gewechselt werden muss, wobei sich die einzelnen Modelle hinsichtlich Lichtstärke, Brennweitenbereich, Bildstabilisierung, Autofokus, Größe, Gewicht, Sensorformat und Preis teilweise erheblich unterscheiden.
- Nützliche Kamerafunktionen: Wasserdicht bis zu 15 m, bruchsicher bis zu 100 kg...
- Hohe Bildqualität durch hochauflösendes F2.0-Objektiv, 12 MP Hochgeschwindigkeits-CMOS-Bildsensor...
- Feldsensor-System: GPS, Manometer, Temperatursensor, Kompass, Bildfreigabe und Tracking über WLAN...
- Neue Funktionen im Vergleich zur Olympus TG-6: Intervallaufnahmen, Zeitraffer-Videos, vertikales...
Was ist ein Weitwinkelzoom?
Ein Weitwinkelzoom ist ein Kameraobjektiv, dessen Brennweite innerhalb eines bestimmten Weitwinkelbereichs verändert werden kann. Im Gegensatz zu einer Weitwinkel-Festbrennweite bietet es nicht nur einen einzelnen Bildwinkel, sondern mehrere Brennweiten in einem Objektiv. Typische Brennweitenbereiche sind beispielsweise 10 bis 20 Millimeter, 10 bis 24 Millimeter, 12 bis 24 Millimeter, 14 bis 24 Millimeter, 16 bis 35 Millimeter oder 17 bis 40 Millimeter.
Welche Brennweite tatsächlich als Weitwinkel gilt, hängt vom Sensorformat der Kamera ab. Bei einer Vollformatkamera beginnt der klassische Weitwinkelbereich ungefähr bei 35 Millimetern. Brennweiten von etwa 24 bis 28 Millimetern werden als deutlicher Weitwinkel wahrgenommen. Unterhalb von ungefähr 20 Millimetern spricht man häufig von einem Ultraweitwinkel.
Bei Kameras mit APS-C-Sensor wirkt dieselbe Brennweite enger, da der kleinere Sensor nur einen Ausschnitt des projizierten Bildes nutzt. Durch den sogenannten Crop-Faktor entspricht ein 10-Millimeter-Objektiv an einer APS-C-Kamera ungefähr einem Bildwinkel von 15 oder 16 Millimetern an einer Vollformatkamera. Bei Kameras mit Micro-Four-Thirds-Sensor entspricht ein 7-Millimeter-Objektiv ungefähr einem 14-Millimeter-Bildwinkel im Vollformat.
Der große Bildwinkel ermöglicht es, wesentlich mehr von einer Szene aufzunehmen als mit einem Normalobjektiv oder Teleobjektiv. Das ist besonders praktisch, wenn wenig Abstand zum Motiv vorhanden ist. In kleinen Räumen, engen Gassen oder vor großen Gebäuden kann ein Weitwinkelzoom den entscheidenden Unterschied ausmachen.
Die Zoomfunktion bietet dabei zusätzliche Flexibilität. Der Fotograf kann den Bildausschnitt verändern, ohne seinen Standort wechseln zu müssen. Bei einer Landschaftsaufnahme lässt sich beispielsweise zunächst eine sehr weite Ansicht fotografieren und anschließend durch eine längere Brennweite ein bestimmter Bereich stärker hervorheben.
Weitwinkelzoomobjektive werden für Spiegelreflexkameras und spiegellose Systemkameras angeboten. Sie unterscheiden sich unter anderem durch den Objektivanschluss. Ein Objektiv für Canon RF passt nicht ohne Weiteres an eine Sony-E-Kamera, während ein Nikon-Z-Objektiv nicht direkt an eine Kamera mit Fujifilm-X-Anschluss montiert werden kann. Vor dem Kauf muss deshalb geprüft werden, ob das Objektiv zum Kamerabajonett und zum Sensorformat passt.
Neben klassischen Kameraobjektiven wird der Begriff Weitwinkelzoom teilweise auch bei Kompaktkameras, Camcordern und Smartphones verwendet. Bei Smartphones bezeichnet er meist den Wechsel zwischen einer normalen Kamera und einer zusätzlichen Ultraweitwinkelkamera. Ein echtes stufenloses optisches Weitwinkelzoom ist dort allerdings deutlich seltener als bei Wechselobjektivkameras.
Vorteile und Nachteile eines Weitwinkelzooms
Vorteile
- Großer Bildwinkel: Ein Weitwinkelzoom erfasst besonders viel von einer Szene und eignet sich daher für Landschaften, Gebäude, Innenräume und Gruppenaufnahmen.
- Flexible Brennweite: Der Bildausschnitt kann verändert werden, ohne das Objektiv zu wechseln.
- Praktisch bei wenig Platz: In engen Räumen oder schmalen Straßen können große Motive vollständig abgebildet werden.
- Kreative Perspektiven: Nahe Motive wirken besonders groß, während der Hintergrund weiter entfernt erscheint.
- Vielseitige Nutzung: Landschaft, Architektur, Reise, Video, Reportage und Immobilienfotografie lassen sich mit einem einzigen Objektiv abdecken.
- Geringerer Objektivwechsel: Die Zoomfunktion reduziert die Notwendigkeit, mehrere Festbrennweiten mitzuführen.
- Gut für Videoaufnahmen: Der große Bildwinkel eignet sich für Vlogs, Innenaufnahmen, Gimbal-Aufnahmen und dynamische Kamerafahrten.
- Hilfreich für Astrofotografie: Lichtstarke Modelle ermöglichen weite Aufnahmen des Nachthimmels.
Nachteile
- Mögliche Verzeichnung: Gerade Linien können am Bildrand gebogen erscheinen.
- Randunschärfe: Günstige Objektive zeigen bei offener Blende teilweise eine schwächere Schärfe in den Ecken.
- Stürzende Linien: Wird die Kamera nach oben oder unten geneigt, erscheinen Gebäude stark verzerrt.
- Hoher Preis lichtstarker Modelle: Professionelle Weitwinkelzooms mit durchgängiger hoher Lichtstärke sind meist teuer.
- Teilweise hohes Gewicht: Hochwertige Vollformatobjektive können groß und schwer sein.
- Große Frontlinse: Manche Ultraweitwinkelzooms besitzen eine gewölbte Frontlinse, an der normale Schraubfilter nicht verwendet werden können.
- Übertriebene Perspektive: Personen am Bildrand können unnatürlich breit oder verzerrt wirken.
- Weniger Freistellung: Aufgrund der kurzen Brennweite ist eine starke Hintergrundunschärfe schwieriger zu erzielen.
Weitwinkelzoom Bestseller Platz 2 – 4
Welche Arten von Weitwinkelzooms gibt es?
Standard-Weitwinkelzooms
Standard-Weitwinkelzooms decken meist einen Brennweitenbereich ab, der vom deutlichen Weitwinkel bis in den gemäßigten Weitwinkel- oder Normalbereich reicht. Typische Beispiele für Vollformatkameras sind Objektive mit 16 bis 35 Millimetern oder 17 bis 40 Millimetern.
Diese Objektive sind besonders vielseitig, da sie nicht ausschließlich extreme Bildwinkel bieten. Bei 16 Millimetern lässt sich eine weite Landschaft oder ein kleiner Innenraum fotografieren. Im Bereich von 28 bis 35 Millimetern eignen sie sich dagegen auch für Reportagen, Straßenszenen, Gruppenbilder und Reiseaufnahmen.
Ein Standard-Weitwinkelzoom ist häufig die beste Wahl für Fotografen, die nur ein Objektiv für unterschiedliche Situationen mitnehmen möchten. Es eignet sich für Städtereisen, Veranstaltungen, Landschaftsaufnahmen und dokumentarische Fotografie. Durch die längere Endbrennweite entstehen weniger extreme Verzerrungen als bei einem reinen Ultraweitwinkelzoom.
Viele Modelle besitzen ein Filtergewinde, sodass Polfilter, Graufilter und Verlaufsfilter direkt eingeschraubt werden können. Das ist besonders für Landschaftsfotografen wichtig. Modelle mit kleinerer Lichtstärke sind meist leichter, kompakter und günstiger als professionelle Varianten mit einer durchgängigen Blende von beispielsweise f/2,8.
Für den Alltag ist ein Brennweitenbereich bis ungefähr 35 Millimeter sehr praktisch. Das Objektiv kann dadurch länger auf der Kamera bleiben und muss nicht sofort gegen ein Standardzoom ausgetauscht werden.
Ultraweitwinkelzooms
Ultraweitwinkelzooms beginnen bei besonders kurzen Brennweiten. Für Vollformatkameras sind Bereiche wie 12 bis 24 Millimeter oder 14 bis 24 Millimeter typisch. Bei APS-C-Kameras werden häufig Objektive mit ungefähr 8 bis 16 Millimetern, 10 bis 18 Millimetern oder 10 bis 24 Millimetern angeboten.
Diese Objektive ermöglichen einen sehr großen Bildwinkel. Dadurch können selbst in engen Innenräumen große Bereiche aufgenommen werden. In der Landschaftsfotografie lassen sich ein markanter Vordergrund, der Mittelgrund und ein weiter Horizont gemeinsam in das Bild integrieren.
Der extreme Bildwinkel erfordert allerdings eine bewusste Bildgestaltung. Ohne ein interessantes Element im Vordergrund kann die Aufnahme schnell leer und distanziert wirken. Ein Stein, eine Pflanze, ein Weg oder eine Person kann dem Bild Tiefe geben und den Blick des Betrachters in die Szene führen.
Bei Architekturaufnahmen müssen die Kameraausrichtung und die Perspektive besonders sorgfältig kontrolliert werden. Bereits eine leichte Neigung nach oben kann zu deutlich zusammenlaufenden Gebäudelinien führen. Diese lassen sich teilweise durch eine passende Kameraposition oder durch eine nachträgliche Perspektivkorrektur reduzieren.
Einige Ultraweitwinkelzooms besitzen eine stark gewölbte Frontlinse und eine fest integrierte Gegenlichtblende. Normale Schraubfilter können an solchen Modellen häufig nicht befestigt werden. Für Filteraufnahmen sind spezielle Haltersysteme oder Objektive mit flacher Frontlinse erforderlich.
Lichtstarke Weitwinkelzooms
Lichtstarke Weitwinkelzooms besitzen häufig eine durchgängige maximale Blendenöffnung von f/2,8. Diese Blende steht dann im gesamten Zoombereich zur Verfügung. Das ist besonders für Astrofotografie, Veranstaltungen, Innenräume und Videoaufnahmen bei schwachem Licht interessant.
Eine große Blendenöffnung lässt mehr Licht auf den Sensor fallen. Dadurch können kürzere Belichtungszeiten oder niedrigere ISO-Werte verwendet werden. Bei der Fotografie von Sternen ist eine kurze Belichtungszeit wichtig, damit die Sterne nicht aufgrund der Erdrotation zu Strichen werden.
Lichtstarke Modelle sind meist größer, schwerer und teurer als Objektive mit f/4 oder variabler Blende. Die optische Konstruktion erfordert große Linsenelemente und eine aufwendige Korrektur von Abbildungsfehlern.
Für professionelle Fotografen kann die konstante Lichtstärke dennoch entscheidend sein. Bei Reportagen oder Videoaufnahmen verändert sich die Belichtung beim Zoomen nicht. Dadurch bleibt die Helligkeit des Bildes konstant.
Eine starke Hintergrundunschärfe ist trotz f/2,8 aufgrund der kurzen Brennweite nur begrenzt möglich. Bei einem sehr geringen Aufnahmeabstand kann der Hintergrund dennoch sichtbar unscharf werden.
Kompakte Weitwinkelzooms
Kompakte Weitwinkelzooms setzen den Schwerpunkt auf ein geringes Gewicht und kleine Abmessungen. Sie besitzen häufig eine maximale Lichtstärke von f/4 oder eine variable Blendenöffnung. Dafür lassen sie sich leichter transportieren und passen besser zu kleinen spiegellosen Kameras.
Für Reisen, Wanderungen und längere Stadtbesichtigungen ist ein leichtes Objektiv besonders angenehm. Ein Unterschied von mehreren hundert Gramm kann bei einer ganztägigen Nutzung deutlich spürbar sein.
Moderne spiegellose Kameras können Bildfehler teilweise automatisch korrigieren. Dadurch lassen sich kleinere Objektive entwickeln, deren Verzeichnung und Randabdunklung kameraintern oder in der Bildbearbeitung ausgeglichen werden.
Kompakte Modelle eignen sich für Nutzer, die überwiegend bei Tageslicht fotografieren und keine extrem hohe Lichtstärke benötigen. Zusammen mit einem stabilisierten Kameragehäuse können auch bei wenig Licht längere Belichtungszeiten aus der Hand möglich sein, sofern sich das Motiv nicht bewegt.
Weitwinkelzooms mit Bildstabilisator
Ein optischer Bildstabilisator gleicht leichte Bewegungen der Kamera aus. Dadurch können längere Belichtungszeiten verwendet werden, ohne dass das Foto durch Verwacklung unscharf wird. Dies ist bei statischen Motiven wie Gebäuden, Landschaften oder Innenräumen hilfreich.
Bei sehr kurzen Brennweiten ist die Verwacklungsgefahr zwar geringer als bei Teleobjektiven, dennoch bietet ein Bildstabilisator praktische Vorteile. Besonders bei Videoaufnahmen wirkt das Bild ruhiger. Kleine Handbewegungen werden reduziert und Kamerafahrten erscheinen gleichmäßiger.
Ein Bildstabilisator kann die Bewegung des Motivs nicht ausgleichen. Bei laufenden Personen, Fahrzeugen oder Tieren bleibt eine ausreichend kurze Verschlusszeit erforderlich.
Viele moderne Kameras besitzen eine Stabilisierung direkt im Gehäuse. In Kombination mit einem stabilisierten Objektiv können beide Systeme teilweise zusammenarbeiten. Bei anderen Kameras ist der optische Stabilisator im Objektiv besonders wichtig.
Weitwinkelzooms für APS-C-Kameras
Weitwinkelzooms für APS-C-Kameras sind speziell für kleinere Bildsensoren konstruiert. Typische Brennweiten beginnen bei ungefähr 8 bis 12 Millimetern. Durch den Crop-Faktor ergibt sich daraus ein Bildwinkel, der einem deutlich weiteren Vollformatobjektiv entspricht.
Ein 10-bis-20-Millimeter-Objektiv an einer APS-C-Kamera bietet ungefähr den Bildwinkel eines 15-bis-30- oder 16-bis-32-Millimeter-Objektivs an einer Vollformatkamera. Der genaue Wert hängt vom Kamerahersteller ab.
APS-C-Weitwinkelzooms sind meist leichter und günstiger als entsprechende Vollformatobjektive. Da der kleinere Sensor eine kleinere Bildfläche erfordert, kann das Objektiv kompakter konstruiert werden.
Ein Objektiv für APS-C kann häufig mechanisch an einer Vollformatkamera montiert werden, sofern der Anschluss identisch ist. Es leuchtet den größeren Sensor jedoch nicht vollständig aus. Die Kamera schaltet dann möglicherweise in einen kleineren Aufnahmemodus oder es entstehen dunkle Bildränder.
Weitwinkelzooms für Vollformatkameras
Vollformat-Weitwinkelzooms sind für Sensoren mit einer Größe von ungefähr 36 mal 24 Millimetern konstruiert. Sie müssen einen größeren Bildkreis ausleuchten und sind deshalb häufig größer und aufwendiger gebaut.
Ein Vorteil besteht darin, dass die angegebene Brennweite direkt dem klassischen Kleinbild-Bildwinkel entspricht. Ein 16-Millimeter-Objektiv liefert somit tatsächlich einen sehr weiten Bildwinkel, ohne dass ein Crop-Faktor berücksichtigt werden muss.
Hochwertige Vollformatobjektive bieten häufig eine sehr gute Schärfe, eine robuste Abdichtung und schnelle Autofokusmotoren. Professionelle Modelle sind für einen intensiven Einsatz und wechselnde Wetterbedingungen ausgelegt.
Vollformatobjektive können oft auch an APS-C-Kameras genutzt werden. Der Bildwinkel wird dort jedoch enger. Ein 16-bis-35-Millimeter-Objektiv wirkt an einer APS-C-Kamera ungefähr wie ein 24-bis-52- oder 26-bis-56-Millimeter-Objektiv. Der eigentliche Ultraweitwinkelbereich geht dadurch teilweise verloren.
Weitwinkelzooms für Micro-Four-Thirds-Kameras
Micro-Four-Thirds-Kameras besitzen einen Crop-Faktor von ungefähr zwei. Ein Objektiv mit 7 bis 14 Millimetern entspricht daher ungefähr einem Bildwinkel von 14 bis 28 Millimetern an einer Vollformatkamera.
Die Objektive können besonders kompakt und leicht konstruiert werden. Dadurch eignet sich das System gut für Reisen, Wanderungen, Videoaufnahmen und den mobilen Einsatz.
Aufgrund des kleineren Sensors ist die Schärfentiefe bei gleicher Bildwirkung größer. Das kann bei Landschafts- und Architekturaufnahmen von Vorteil sein, weil sich Vordergrund und Hintergrund leichter gemeinsam scharf darstellen lassen.
Bei schlechten Lichtverhältnissen kann ein lichtstarkes Modell sinnvoll sein. Für Videoaufnahmen sind ein leiser Autofokus, ein geringer Bildwinkelwechsel beim Fokussieren und eine gute Zusammenarbeit mit dem kamerainternen Stabilisator wichtig.
Weitwinkelzooms für Videoaufnahmen
Für Videoaufnahmen gelten teilweise andere Anforderungen als für reine Fotografie. Der Autofokus sollte möglichst leise, gleichmäßig und zuverlässig arbeiten. Schnelle, ruckartige Fokusbewegungen können im Video störend wirken.
Ein geringer sogenannter Focus-Breathing-Effekt ist ebenfalls wichtig. Dabei verändert sich der Bildausschnitt während des Fokussierens. Bei einem starken Effekt sieht es so aus, als würde das Objektiv leicht zoomen, obwohl nur der Fokus verstellt wird.
Innenzoomende Objektive verändern ihre Länge beim Zoomen nicht. Das ist bei der Verwendung auf einem Gimbal praktisch, da sich die Gewichtsverteilung weniger stark verändert. Bei ausfahrenden Zoomobjektiven kann nach einer deutlichen Brennweitenänderung eine erneute Ausbalancierung notwendig sein.
Ein manueller Blendenring, ein gleichmäßiger Zoomring und ein kurzer Mindestfokusabstand sind zusätzliche Vorteile. Für Vlogs sollte das Objektiv weit genug sein, um die Person und einen Teil der Umgebung aus kurzer Entfernung aufzunehmen.
Professionelle Weitwinkelzooms
Professionelle Weitwinkelzooms zeichnen sich meist durch eine hohe Lichtstärke, robuste Materialien, Wetterschutz und eine aufwendige optische Konstruktion aus. Sie sollen auch bei offener Blende eine gute Schärfe bis in die Bildecken liefern.
Eine Abdichtung gegen Staub und Spritzwasser ist für Landschafts-, Architektur- und Reportagefotografen wichtig. Das Objektiv darf trotzdem nicht mit vollständiger Wasserdichtigkeit verwechselt werden. Starker Regen, Salzwasser und Sand können weiterhin Schäden verursachen.
Professionelle Modelle verwenden häufig besonders schnelle Autofokusmotoren. Sie eignen sich dadurch auch für bewegte Motive und Videoaufnahmen. Die Objektivgehäuse bestehen häufig aus Metall und hochwertigem Kunststoff.
Die Nachteile liegen vor allem im hohen Preis und Gewicht. Für gelegentliche Urlaubsaufnahmen ist ein günstigeres und leichteres Modell häufig ausreichend.
Welche Alternativen gibt es zu einem Weitwinkelzoom?
Weitwinkel-Festbrennweite
Eine Weitwinkel-Festbrennweite besitzt nur eine einzige Brennweite. Der Bildausschnitt wird durch eine Veränderung des Kamerastandorts oder einen späteren Zuschnitt angepasst. Festbrennweiten sind häufig lichtstärker, kompakter oder optisch besonders gut korrigiert.
Eine lichtstarke Festbrennweite mit f/1,4, f/1,8 oder f/2 ist besonders für Astrofotografie und Aufnahmen bei schwachem Licht interessant. Sie kann mehr Licht einfangen als ein typisches Zoomobjektiv mit f/2,8 oder f/4.
Der Nachteil ist die geringere Flexibilität. Wer unterschiedliche Bildwinkel benötigt, muss mehrere Objektive mitführen oder häufiger den Standort wechseln. In engen Räumen ist ein Zurückgehen nicht immer möglich.
Standardzoom
Viele Standardzooms beginnen im Vollformat bei ungefähr 24 Millimetern. Für zahlreiche Reise-, Landschafts- und Gruppenaufnahmen reicht dieser Bildwinkel bereits aus. Gleichzeitig reicht der Zoombereich häufig bis 70, 105 oder 120 Millimeter.
Ein Standardzoom ist dadurch noch vielseitiger, erreicht jedoch nicht den extremen Bildwinkel eines echten Ultraweitwinkelzooms. Für kleine Innenräume und große Gebäude kann eine Anfangsbrennweite von 24 Millimetern zu eng sein.
Fisheye-Objektiv
Ein Fisheye-Objektiv bietet einen extrem großen Bildwinkel und erzeugt bewusst eine starke tonnenförmige Verzeichnung. Gerade Linien werden außerhalb der Bildmitte deutlich gebogen dargestellt.
Diese Wirkung kann für kreative Sport-, Architektur-, Konzert- und Landschaftsaufnahmen genutzt werden. Für eine natürliche Darstellung von Räumen und Gebäuden ist ein Fisheye jedoch meist ungeeignet.
Panoramaaufnahme
Eine Panoramaaufnahme besteht aus mehreren Einzelbildern, die später zu einem breiten Gesamtbild zusammengesetzt werden. Dadurch kann ein sehr großer Bildwinkel mit einer hohen Auflösung erreicht werden.
Diese Methode eignet sich besonders für Landschaften und unbewegte Motive. Bei bewegten Personen, Wellen, Wolken oder Fahrzeugen können Übergangsfehler entstehen. In kleinen Räumen ist ein Panorama aufgrund von Perspektivverschiebungen schwieriger umzusetzen.
Smartphone mit Ultraweitwinkelkamera
Viele moderne Smartphones besitzen neben der Hauptkamera eine zusätzliche Ultraweitwinkelkamera. Sie ermöglicht schnelle und unkomplizierte Aufnahmen von Landschaften, Gebäuden und Innenräumen.
Die Bildqualität ist bei gutem Licht häufig ausreichend. Bei schwachem Licht, an den Bildrändern und bei feinen Details sind größere Kameras mit hochwertigen Objektiven meist überlegen. Außerdem ist die Brennweite vieler Smartphones nicht stufenlos veränderbar.
Actionkamera
Actionkameras besitzen meist ein fest eingebautes Weitwinkelobjektiv. Sie eignen sich für Sport, Reisen, Fahrzeuge und Aufnahmen unter schwierigen Bedingungen.
Der Bildwinkel ist groß, die Kamera kompakt und häufig wasserdicht. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind jedoch geringer als bei einer Systemkamera. Der Zoom erfolgt meist digital und reduziert die nutzbare Bildqualität.
Shift-Objektiv
Ein Tilt-Shift- oder Shift-Objektiv ist eine professionelle Alternative für Architekturaufnahmen. Das Objektiv kann gegenüber dem Sensor verschoben werden, sodass hohe Gebäude aufgenommen werden können, ohne die Kamera stark nach oben zu neigen.
Dadurch bleiben vertikale Linien weitgehend parallel. Solche Objektive sind jedoch teuer, häufig manuell zu fokussieren und besitzen meistens keine Zoomfunktion.
Weitwinkelzoom Bestseller Platz 5 – 10
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- CMOS-Sensor mit 13,2 Megapixel Auflösung
- 3-facher opt. Weitwinkel-Zoom (entspricht 30 - 90 mm)
- 6,7-cm (2,7 Zoll) LCD-Monitor mit 230.000 Pixel
- 7 Kreativ-Effekte, Full-HD-Videofunktion, Full-HD-Qualität (1080/60i)
Wichtige Kaufkriterien für ein Weitwinkelzoom
Passender Objektivanschluss
Das wichtigste Kaufkriterium ist der passende Objektivanschluss. Selbst wenn Brennweite und Lichtstärke ideal erscheinen, kann ein Objektiv mit dem falschen Bajonett nicht direkt an der Kamera verwendet werden.
Zu den verbreiteten Anschlüssen gehören unter anderem Canon RF, Canon EF, Nikon Z, Nikon F, Sony E, Fujifilm X, Micro Four Thirds, Leica L und Pentax K. Innerhalb eines Herstellers können ältere und neuere Anschlüsse nebeneinander existieren.
Mit einem Adapter lassen sich manche älteren Spiegelreflexobjektive an spiegellosen Kameras verwenden. Dabei sollte geprüft werden, ob Autofokus, Bildstabilisierung, Blendensteuerung und Objektivdaten vollständig übertragen werden.
Sensorformat
Ein Objektiv muss zum Sensorformat der Kamera passen. Vollformatobjektive können häufig an APS-C-Kameras verwendet werden, liefern dort jedoch einen engeren Bildwinkel. APS-C-Objektive decken den Vollformatsensor in der Regel nicht vollständig ab.
Für einen wirklich weiten Bildwinkel an einer APS-C-Kamera sollte ein speziell berechnetes APS-C-Weitwinkelzoom gewählt werden. An Micro-Four-Thirds-Kameras sind entsprechend besonders kurze Brennweiten erforderlich.
Brennweitenbereich
Der passende Brennweitenbereich hängt vom geplanten Einsatz ab. Für Architektur und sehr enge Innenräume ist eine besonders kurze Anfangsbrennweite wichtig. Für Reisen und Reportagen ist eine längere Endbrennweite praktischer.
Ein 16-bis-35-Millimeter-Objektiv ist am Vollformat sehr vielseitig. Ein 14-bis-24-Millimeter-Modell bietet einen extremeren Bildwinkel, erreicht aber nicht den gemäßigten Bereich von 35 Millimetern.
Bei APS-C-Kameras ist ein Bereich von ungefähr 10 bis 20 oder 10 bis 24 Millimetern ein guter Ausgangspunkt. Bei Micro Four Thirds sind ungefähr 7 bis 14 Millimeter typisch.
Lichtstärke
Die Lichtstärke wird durch die maximale Blendenöffnung angegeben. Eine kleinere Blendenzahl bedeutet eine größere Öffnung und damit mehr Licht. Ein Objektiv mit f/2,8 ist lichtstärker als ein Modell mit f/4.
Für Astrofotografie, Veranstaltungen und Innenräume ist f/2,8 vorteilhaft. Für Landschafts- und Architekturaufnahmen wird häufig ohnehin auf f/5,6, f/8 oder f/11 abgeblendet. In diesem Fall kann ein leichteres f/4-Objektiv vollkommen ausreichen.
Bildqualität
Zur Bildqualität gehören Schärfe, Kontrast, Farbwiedergabe, Gegenlichtverhalten und die Korrektur optischer Fehler. Besonders wichtig ist die Schärfe in den Bildecken, da dort Weitwinkelobjektive häufig schwächer sind.
Die Leistung sollte nicht nur in der Bildmitte betrachtet werden. Für Landschaft und Architektur sind gleichmäßig scharfe Details bis an den Rand besonders wichtig.
Verzeichnung
Weitwinkelobjektive können gerade Linien gebogen darstellen. Bei einer tonnenförmigen Verzeichnung wölben sich Linien nach außen. Eine wellenförmige Verzeichnung ist schwieriger zu korrigieren.
Viele Kameras und Bildbearbeitungsprogramme besitzen automatische Objektivprofile. Diese gleichen die Verzeichnung rechnerisch aus. Die Korrektur kann allerdings zu einem leichten Beschnitt und einer geringeren Randauflösung führen.
Vignettierung
Vignettierung bezeichnet eine Abdunklung der Bildecken. Sie tritt häufig bei offener Blende und der kürzesten Brennweite auf. Durch Abblenden wird sie meist schwächer.
Auch die Vignettierung kann softwareseitig korrigiert werden. Eine starke Aufhellung dunkler Ecken kann jedoch das Bildrauschen in diesen Bereichen erhöhen.
Chromatische Aberration
Chromatische Aberrationen erscheinen als farbige Ränder an kontrastreichen Kanten. Sie treten häufig an Ästen vor hellem Himmel, Gebäudekanten oder metallischen Flächen auf.
Hochwertige Linsenelemente reduzieren diese Fehler bereits optisch. Verbleibende Farbsäume lassen sich häufig in der Bildbearbeitung entfernen.
Autofokus
Der Autofokus sollte schnell, genau und möglichst leise arbeiten. Für Landschafts- und Architekturaufnahmen ist die Geschwindigkeit weniger kritisch. Bei Reportagen, Veranstaltungen und Videoaufnahmen ist ein moderner Autofokusmotor dagegen wichtig.
Videofilmer sollten besonders auf sanfte Fokusübergänge und geringe Betriebsgeräusche achten. Ein lauter Motor kann vom Kameramikrofon aufgenommen werden.
Bildstabilisierung
Ein Bildstabilisator ist sinnvoll, wenn die Kamera keine interne Stabilisierung besitzt. Er erleichtert Aufnahmen aus der Hand bei wenig Licht und verbessert ruhige Videoaufnahmen.
Für Langzeitbelichtungen mit Stativ sollte die Stabilisierung abhängig vom Modell deaktiviert werden. Einige moderne Systeme erkennen die Stativnutzung automatisch.
Mindestfokusabstand
Ein kurzer Mindestfokusabstand ermöglicht dynamische Nahaufnahmen. Das Motiv kann sehr nah an der Frontlinse platziert werden, während der weite Hintergrund sichtbar bleibt.
Diese Perspektive eignet sich für Pflanzen, Lebensmittel, Gegenstände und kreative Reiseaufnahmen. Die maximale Vergrößerung sollte zusätzlich zum reinen Mindestabstand betrachtet werden.
Filtergewinde
Wer Polfilter, Graufilter oder Verlaufsfilter verwenden möchte, sollte auf ein normales Filtergewinde achten. Eine stark gewölbte Frontlinse kann die Verwendung klassischer Schraubfilter verhindern.
Für Landschaftsvideos sind Graufilter wichtig, um bei hellem Licht mit einer passenden Belichtungszeit filmen zu können. Ein Polfilter kann Reflexionen reduzieren und den Kontrast im Himmel verstärken. Bei extrem weiten Brennweiten kann die Wirkung am Himmel jedoch ungleichmäßig ausfallen.
Größe und Gewicht
Ein schweres Objektiv kann die Handhabung der Kamera deutlich verändern. Besonders kleine spiegellose Kameras wirken mit großen Vollformatobjektiven schnell frontlastig.
Für Reisen und Wanderungen sollte das Gesamtgewicht aus Kamera, Objektiv, Filtern und Zubehör berücksichtigt werden. Ein kompaktes Modell wird häufig öfter mitgenommen als ein optisch perfektes, aber sehr schweres Objektiv.
Wetterschutz
Ein abgedichtetes Objektiv ist für Landschafts-, Reise- und Reportagefotografen sinnvoll. Dichtungen reduzieren das Eindringen von Staub und Feuchtigkeit.
Ein Wetterschutz bietet jedoch keine Garantie gegen Wasserschäden. Kamera und Objektiv sollten bei starkem Regen zusätzlich geschützt und nach Einsätzen in feuchter Umgebung sorgfältig getrocknet werden.
Preis
Einfache Weitwinkelzooms für APS-C-Kameras sind teilweise für ungefähr 250 bis 500 Euro erhältlich. Hochwertige Mittelklassemodelle kosten häufig zwischen etwa 500 und 1.000 Euro. Professionelle Vollformatobjektive mit hoher Lichtstärke können ungefähr 1.200 bis über 2.500 Euro kosten.
Der Preis sollte zum tatsächlichen Einsatz passen. Für gelegentliche Urlaubsbilder ist ein leichtes und günstiges Modell oft sinnvoller als ein schweres Profizoom. Wer regelmäßig Architektur, Astrofotografie oder bezahlte Aufträge fotografiert, profitiert stärker von einer hochwertigen Optik.
Bekannte Weitwinkelzooms im Überblick
Die folgende Tabelle zeigt bekannte Objektivserien und typische Preisbereiche. Die tatsächlichen Preise hängen von Kameranschluss, Anbieter, Verfügbarkeit, Zustand und möglichen Nachfolgemodellen ab.
| Produktname | Marke | Ungefährer Preis | Kurze Beschreibung |
|---|---|---|---|
| FE 16–35 mm F2.8 GM II | Sony | etwa 2.300 bis 2.700 Euro | Lichtstarkes professionelles Vollformat-Weitwinkelzoom mit hoher Bildqualität, schnellem Autofokus und vergleichsweise kompakter Bauweise. |
| RF 15–35 mm F2.8L IS USM | Canon | etwa 2.000 bis 2.500 Euro | Hochwertiges Weitwinkelzoom für Canon-RF-Kameras mit Bildstabilisator, hoher Lichtstärke und robuster Verarbeitung. |
| NIKKOR Z 14–24 mm f/2.8 S | Nikon | etwa 2.000 bis 2.600 Euro | Professionelles Ultraweitwinkelzoom für Nikon-Z-Kameras mit hoher Lichtstärke und ausgezeichneter Abbildungsleistung. |
| 14–24 mm F2.8 DG DN Art | Sigma | etwa 1.200 bis 1.600 Euro | Lichtstarkes Ultraweitwinkelzoom für ausgewählte spiegellose Vollformatkameras, geeignet für Landschaft und Astrofotografie. |
| 17–28 mm F/2.8 Di III RXD | Tamron | etwa 700 bis 950 Euro | Relativ kompaktes und lichtstarkes Weitwinkelzoom mit praxisgerechtem Brennweitenbereich. |
| 10–20 mm F3.5 EX DC HSM | Sigma | etwa 300 bis 500 Euro | Weitwinkelzoom für ausgewählte APS-C-Spiegelreflexkameras mit durchgängiger Lichtstärke und großem Bildwinkel. |
| EF-S 10–18 mm F4.5–5.6 IS STM | Canon | etwa 250 bis 350 Euro | Leichtes und günstiges APS-C-Weitwinkelzoom mit Bildstabilisator und leisem Autofokus. |
| XF 10–24 mm F4 R OIS WR | Fujifilm | etwa 800 bis 1.100 Euro | Vielseitiges APS-C-Weitwinkelzoom mit Bildstabilisierung, Wetterschutz und großem Brennweitenbereich. |
| M.Zuiko Digital ED 7–14 mm F2.8 PRO | Olympus / OM System | etwa 1.000 bis 1.400 Euro | Lichtstarkes Micro-Four-Thirds-Ultraweitwinkelzoom mit robustem Gehäuse und professioneller Ausrichtung. |
| Leica DG Vario-Elmarit 8–18 mm F2.8–4.0 | Panasonic | etwa 850 bis 1.150 Euro | Hochwertiges und vergleichsweise vielseitiges Weitwinkelzoom für Micro-Four-Thirds-Kameras. |
Welches Weitwinkelzoom ist besonders beliebt?
Besonders beliebt sind Weitwinkelzooms, die eine gute Bildqualität mit einem moderaten Gewicht und einem praktikablen Brennweitenbereich verbinden. Für Vollformatkameras gelten Bereiche von ungefähr 16 bis 35 Millimetern als besonders vielseitig. Sie decken sowohl deutliche Weitwinkelaufnahmen als auch zurückhaltendere Reportageperspektiven ab.
Für APS-C-Kameras sind Objektive mit ungefähr 10 bis 20 oder 10 bis 24 Millimetern weit verbreitet. Sie liefern einen Bildwinkel, der dem klassischen Ultraweitwinkelbereich an einer Vollformatkamera nahekommt.
Landschaftsfotografen bevorzugen häufig Modelle mit einem normalen Filtergewinde, da sich Polfilter, Graufilter und Verlaufsfilter unkompliziert verwenden lassen. Astrofotografen achten dagegen stärker auf eine hohe Lichtstärke, geringe Koma-Abbildungsfehler und eine gute Randschärfe.
Reisefotografen wählen häufig kompakte f/4-Modelle. Diese sind leichter und lassen sich über einen längeren Zeitraum angenehmer tragen. Professionelle Architektur- und Eventfotografen greifen dagegen eher zu lichtstarken und robust abgedichteten Objektiven.
Ein besonders beliebtes Modell ist nicht automatisch für jede Kamera und jeden Nutzer die beste Wahl. Der passende Anschluss, das Sensorformat und der konkrete Einsatzbereich sind wichtiger als allgemeine Verkaufszahlen.
Weitwinkelzoom richtig verwenden
Vordergrund bewusst einbeziehen
Ein Weitwinkelobjektiv lässt Entfernungen größer erscheinen. Ein nahes Objekt wirkt sehr präsent, während der Hintergrund kleiner und weiter entfernt dargestellt wird. Diese Eigenschaft kann genutzt werden, um Tiefe in das Bild zu bringen.
Bei Landschaftsaufnahmen eignen sich Steine, Blumen, Wege, Wasserflächen oder Äste als Vordergrund. Das Objekt sollte jedoch bewusst platziert werden und nicht zufällig am Bildrand auftauchen.
Kamera möglichst gerade halten
Bei Architekturaufnahmen sollten die Kamera und der Sensor möglichst parallel zur Gebäudefassade ausgerichtet werden. Wird die Kamera nach oben geneigt, laufen vertikale Linien zusammen.
Ein höherer Kamerastandort oder ein größerer Abstand zum Gebäude kann helfen. Alternativ lässt sich die Perspektive später in der Bildbearbeitung korrigieren. Dabei geht jedoch ein Teil des Bildrandes verloren.
Bildränder kontrollieren
Im großen Bildwinkel können unerwünschte Gegenstände leicht übersehen werden. Füße, Taschen, Stativbeine, Passanten oder Äste können unbemerkt am Rand erscheinen.
Vor der Aufnahme sollte deshalb der gesamte Bildrahmen kontrolliert werden. Bei beweglichen Displays ist eine vergrößerte Live-Ansicht hilfreich.
Personen nicht an den äußersten Rand stellen
Menschen können am Bildrand stark gedehnt erscheinen. Gesichter und Körper wirken dann unnatürlich breit. Bei Gruppenaufnahmen sollten Personen möglichst näher an der Bildmitte positioniert werden.
Ist eine Person das Hauptmotiv, wirkt eine Brennweite im Bereich von ungefähr 28 bis 35 Millimetern meist natürlicher als ein extremes Ultraweitwinkel.
Gegenlichtblende verwenden
Die Gegenlichtblende reduziert seitlich einfallendes Licht und schützt die Frontlinse. Bei Weitwinkelobjektiven muss sie exakt zum Modell passen, da eine zu lange Blende dunkle Ecken verursachen kann.
Bei direkter Sonne im Bild können dennoch Reflexionen und Kontrastverluste entstehen. Eine leichte Veränderung des Kamerastandorts kann helfen.
Geeignete Blende wählen
Für Landschaft und Architektur wird häufig eine mittlere Blende wie f/5,6, f/8 oder f/11 verwendet. In diesem Bereich liefern viele Objektive eine hohe Schärfe über das gesamte Bild.
Sehr kleine Blenden wie f/16 oder f/22 erhöhen zwar die Schärfentiefe, können aber durch Beugung zu einer geringeren Detailauflösung führen. Für Sterne und schwaches Licht ist eine offene Blende sinnvoller.
Pflege und Reinigung eines Weitwinkelzooms
Die Frontlinse sollte zunächst mit einem Blasebalg von losem Staub und Sand befreit werden. Erst anschließend kann ein weicher Objektivpinsel oder ein sauberes Mikrofasertuch verwendet werden. Grobe Partikel können beim direkten Wischen Kratzer verursachen.
Fingerabdrücke und fettige Flecken lassen sich mit einem geeigneten Objektivreiniger entfernen. Die Flüssigkeit sollte sparsam auf das Tuch und nicht direkt auf das Objektiv gegeben werden.
Besonders gewölbte Frontlinsen sind anfällig für Berührungen. Die Gegenlichtblende bietet einen gewissen Schutz. Nach der Nutzung sollte der Objektivdeckel angebracht werden.
Nach Einsätzen bei Regen oder hoher Luftfeuchtigkeit muss das Objektiv vollständig trocknen, bevor es in einer geschlossenen Tasche gelagert wird. Dauerhafte Feuchtigkeit kann Pilzbildung im Inneren begünstigen.
Der Objektivanschluss und die elektronischen Kontakte sollten sauber und trocken bleiben. Kontakte dürfen nur vorsichtig mit einem geeigneten trockenen Tuch gereinigt werden.
Bei längerer Lagerung empfiehlt sich ein trockener, staubfreier Ort. Extreme Hitze, direkte Sonneneinstrahlung und hohe Luftfeuchtigkeit sollten vermieden werden.
FAQ – häufige Fragen zum Weitwinkelzoom
Welche Brennweite gilt als Weitwinkel?
Bei einer Vollformatkamera gelten Brennweiten unterhalb von ungefähr 35 Millimetern als Weitwinkel. Ein Bereich von 24 bis 28 Millimetern liefert einen deutlich weiten Bildwinkel. Brennweiten unterhalb von ungefähr 20 Millimetern werden häufig als Ultraweitwinkel bezeichnet.
Bei APS-C- und Micro-Four-Thirds-Kameras muss der Crop-Faktor berücksichtigt werden. Ein 10-Millimeter-Objektiv an einer APS-C-Kamera entspricht je nach System ungefähr 15 oder 16 Millimetern an Vollformat. Ein 7-Millimeter-Objektiv an einer Micro-Four-Thirds-Kamera entspricht ungefähr 14 Millimetern.
Welches Weitwinkelzoom eignet sich für Landschaftsfotografie?
Für Landschaftsfotografie ist ein Objektiv mit guter Randschärfe, geringem Gewicht und einem nutzbaren Filtergewinde besonders praktisch. Am Vollformat ist ein Bereich von ungefähr 16 bis 35 Millimetern sehr vielseitig. Wer besonders extreme Perspektiven bevorzugt, kann ein 14-bis-24-Millimeter-Objektiv wählen.
Eine hohe Lichtstärke ist für klassische Tageslichtlandschaften nicht zwingend erforderlich, da häufig abgeblendet und mit einem Stativ gearbeitet wird. Für Nachtlandschaften und Astrofotografie ist f/2,8 oder lichtstärker dagegen vorteilhaft.
Welches Weitwinkelzoom eignet sich für Innenräume?
Für Innenräume ist eine kurze Anfangsbrennweite wichtig. An einer Vollformatkamera sind ungefähr 14 bis 20 Millimeter besonders hilfreich. An einer APS-C-Kamera eignen sich ungefähr 8 bis 12 Millimeter, während an Micro Four Thirds ungefähr 7 bis 9 Millimeter sinnvoll sein können.
Neben dem Bildwinkel sind geringe Verzeichnung und eine gute Randqualität wichtig. Für Immobilienaufnahmen sollte die Kamera möglichst gerade ausgerichtet werden, damit Wände und Möbel natürlich erscheinen.
Braucht ein Weitwinkelzoom einen Bildstabilisator?
Ein Bildstabilisator ist nicht zwingend erforderlich, kann aber sehr nützlich sein. Kurze Brennweiten lassen sich grundsätzlich länger aus der Hand halten als Telebrennweiten. Bei schwachem Licht, Innenaufnahmen und Videos verbessert die Stabilisierung dennoch die Ergebnisse.
Besitzt die Kamera bereits eine interne Bildstabilisierung, kann ein unstabilisiertes Objektiv ausreichend sein. Bei bewegten Motiven ersetzt der Stabilisator keine kurze Belichtungszeit.
Ist ein Weitwinkelzoom für Porträts geeignet?
Ein Weitwinkelzoom kann für kreative Umweltporträts verwendet werden, bei denen die Person zusammen mit ihrer Umgebung gezeigt wird. Besonders Brennweiten von ungefähr 28 bis 35 Millimetern eignen sich für dokumentarische Porträts.
Bei sehr kurzen Brennweiten und geringem Abstand können Nase, Hände oder Füße überproportional groß erscheinen. Personen sollten außerdem nicht am äußersten Bildrand stehen, da sie dort verzerrt dargestellt werden können.
Warum wirken Gebäude auf Weitwinkelaufnahmen schief?
Das liegt häufig nicht direkt am Objektiv, sondern an der Kameraneigung. Wird die Kamera nach oben gerichtet, laufen vertikale Linien zum oberen Bildrand zusammen. Dieser Effekt wird als stürzende Linie bezeichnet.
Eine gerade Kamerahaltung, ein höherer Aufnahmestandort oder ein größerer Abstand reduzieren den Effekt. Zusätzlich kann eine Perspektivkorrektur in der Bildbearbeitung verwendet werden.
Kann man mit einem Weitwinkelzoom Sterne fotografieren?
Ja, ein lichtstarkes Weitwinkelzoom eignet sich gut für Astrofotografie. Der große Bildwinkel ermöglicht Aufnahmen der Milchstraße, weiter Sternenfelder und nächtlicher Landschaften.
Wichtig sind eine große Blendenöffnung, eine gute Abbildungsleistung in den Bildecken und möglichst geringe Koma-Fehler. Ein stabiles Stativ und eine manuelle Fokussierung auf die Sterne sind ebenfalls erforderlich.
Was ist besser: Weitwinkelzoom oder Festbrennweite?
Ein Weitwinkelzoom ist flexibler und deckt mehrere Brennweiten ab. Es eignet sich besonders für Reisen, Reportagen, Architektur und Situationen, in denen der Standort nicht frei verändert werden kann.
Eine Festbrennweite ist häufig lichtstärker, kleiner oder optisch besonders hochwertig. Sie eignet sich für Nutzer, die eine bestimmte Brennweite gezielt einsetzen oder bei sehr wenig Licht fotografieren möchten. Welche Variante besser ist, hängt vom persönlichen Einsatz ab.
Warum sind manche Weitwinkelzooms so teuer?
Ein großer Bildwinkel stellt hohe Anforderungen an die optische Konstruktion. Verzeichnung, Randunschärfe, Farbsäume und Reflexionen müssen aufwendig korrigiert werden. Lichtstarke Modelle benötigen zudem große und hochwertige Linsenelemente.
Professionelle Objektive besitzen häufig schnelle Autofokusmotoren, Wetterschutz, robuste Gehäuse und spezielle Glassorten. Diese Merkmale erhöhen die Herstellungskosten deutlich.
Kann ein Vollformat-Weitwinkelzoom an einer APS-C-Kamera verwendet werden?
In vielen Fällen ist dies möglich, sofern der Objektivanschluss passt. Durch den Crop-Faktor wird der Bildwinkel jedoch enger. Ein 16-bis-35-Millimeter-Objektiv wirkt an einer APS-C-Kamera ungefähr wie ein 24-bis-52- oder 26-bis-56-Millimeter-Objektiv an Vollformat.
Dadurch geht ein großer Teil des Ultraweitwinkelbereichs verloren. Für APS-C-Kameras ist deshalb häufig ein speziell entwickeltes Objektiv mit ungefähr 8 bis 12 Millimetern Anfangsbrennweite besser geeignet.
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Weitwinkelzoom Testsieger
Stiftung Warentest ist bekannt dafür, eine Vielzahl an Produkte einem genauen Test zu unterziehen. Weitwinkelzoom wurden bisher noch nicht getestet, so dass wir Ihnen keinen Weitwinkelzoom Testsieger präsentieren können.
Weitwinkelzoom Stiftung Warentest
Leider ist uns momentan kein Weitwinkelzoom Stiftung Warentest Sieger bekannt.
Fazit zum Weitwinkelzoom
Ein Weitwinkelzoom ist ein vielseitiges Objektiv für Fotografen und Videofilmer, die große Bildwinkel flexibel nutzen möchten. Es eignet sich besonders für Landschaften, Architektur, Innenräume, Reisen, Reportagen, Gruppenaufnahmen, Immobilienfotografie und kreative Perspektiven.
Der wichtigste Vorteil gegenüber einer Festbrennweite ist die flexible Veränderung des Bildausschnitts. Der Fotograf kann schnell zwischen einer sehr weiten Ansicht und einer zurückhaltenderen Perspektive wechseln, ohne das Objektiv austauschen zu müssen. Das spart Zeit und reduziert das mitgeführte Zubehör.
Welches Modell am besten geeignet ist, hängt vor allem vom Kamerasystem und vom Sensorformat ab. Ein Vollformatobjektiv mit 16 bis 35 Millimetern ist besonders vielseitig. Für extreme Innen- oder Architekturaufnahmen kann ein Bereich von 12 bis 24 oder 14 bis 24 Millimetern sinnvoller sein. APS-C- und Micro-Four-Thirds-Kameras benötigen aufgrund des Crop-Faktors entsprechend kürzere Brennweiten.
Die Lichtstärke sollte zum geplanten Einsatz passen. Für Landschaften bei Tageslicht reicht häufig ein kompaktes f/4-Modell. Für Astrofotografie, Veranstaltungen und Innenräume ist ein lichtstarkes Objektiv mit f/2,8 vorteilhaft. Diese Modelle sind jedoch meist größer, schwerer und deutlich teurer.
Neben Brennweite und Lichtstärke sollten die Randschärfe, Verzeichnung, Autofokusleistung, Filtermöglichkeit, Stabilisierung und Verarbeitung geprüft werden. Landschaftsfotografen profitieren von einem normalen Filtergewinde, während Videofilmer besonders auf einen leisen Autofokus, geringe Fokusatmung und eine stabile Bauweise achten sollten.
Ein extrem weiter Bildwinkel garantiert nicht automatisch bessere Bilder. Entscheidend ist eine bewusste Gestaltung. Ein interessanter Vordergrund, eine sorgfältige Ausrichtung der Kamera und die Kontrolle der Bildränder sind bei Weitwinkelaufnahmen besonders wichtig. Personen sollten nicht unbedacht am Rand platziert werden, da dort sichtbare Verzerrungen entstehen können.
Für Einsteiger ist ein günstiges und leichtes APS-C- oder Micro-Four-Thirds-Weitwinkelzoom häufig ein sinnvoller Einstieg. Fortgeschrittene Fotografen und professionelle Anwender profitieren stärker von einer hohen Lichtstärke, robustem Wetterschutz und einer gleichmäßigen Bildqualität bis in die Ecken.
Wer das Objektiv passend zum eigenen Kamerasystem, Einsatzbereich und Budget auswählt, erhält mit einem Weitwinkelzoom ein leistungsfähiges Werkzeug, das neue Perspektiven eröffnet und sowohl im Alltag als auch auf Reisen und bei anspruchsvollen Foto- oder Videoprojekten vielseitig eingesetzt werden kann.
Zuletzt Aktualisiert am 28.07.2026
Letzte Aktualisierung am 29.07.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API
