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Laborbuch Test & Vergleich

Der ultimative Ratgeber 2026

Ein Laborbuch gehört in Forschung, Entwicklung, Ausbildung und vielen technischen Arbeitsbereichen zu den wichtigsten Werkzeugen für eine nachvollziehbare Dokumentation. Während Messgeräte, Computer und Analyseprogramme die eigentlichen Daten liefern, hält das Laborbuch fest, unter welchen Bedingungen ein Versuch durchgeführt wurde, welche Materialien verwendet wurden, welche Abweichungen auftraten und wie die Ergebnisse zu interpretieren sind. Eine sorgfältige Dokumentation kann deshalb wesentlich mehr leisten als eine lose Sammlung von Messwerten. Sie ermöglicht es, Experimente später nachzuvollziehen, Arbeitsabläufe zu reproduzieren und Zusammenhänge zu erkennen, die während der ursprünglichen Durchführung möglicherweise noch nicht offensichtlich waren. Das klassische Laborbuch besteht häufig aus einem fest gebundenen Notizbuch mit nummerierten oder zumindest dauerhaft miteinander verbundenen Seiten. Ergänzend werden heute elektronische Laborbücher verwendet, die als sogenannte Electronic Laboratory Notebooks beziehungsweise ELN bezeichnet werden. Welche Variante geeignet ist, hängt stark vom jeweiligen Einsatzgebiet ab. Ein Laborbuch für ein Studium oder einen schulischen Versuch muss beispielsweise andere Anforderungen erfüllen als eine Dokumentation innerhalb eines pharmazeutischen oder industriellen Qualitätsmanagementsystems. Besonders wichtig sind eine klare Struktur, nachvollziehbare Zeitangaben, eine eindeutige Zuordnung der Einträge und eine möglichst dauerhafte Dokumentation. Lose Zettel, einzelne Ausdrucke und unstrukturierte digitale Dateien können dagegen schnell dazu führen, dass Informationen verloren gehen oder später nicht mehr eindeutig einem Versuch zugeordnet werden können. Wer regelmäßig experimentiert, Messreihen durchführt oder Proben bearbeitet, sollte daher bereits vor Beginn der Arbeit überlegen, wie die Dokumentation aufgebaut werden soll. Dieser Ratgeber erläutert ausführlich, was ein Laborbuch ist, welche unterschiedlichen Varianten angeboten werden, worauf beim Kauf eines gebundenen Laborbuchs geachtet werden sollte und welche Alternativen für unterschiedliche Einsatzbereiche infrage kommen.


Was ist ein Laborbuch?

Ein Laborbuch ist ein Dokumentationsmittel, mit dem experimentelle Arbeiten, Beobachtungen, Messwerte, Berechnungen, verwendete Materialien und Ergebnisse möglichst nachvollziehbar festgehalten werden. Es kann sich dabei um ein klassisches gebundenes Buch oder um eine elektronische Dokumentationslösung handeln. Im Mittelpunkt steht nicht allein das Endergebnis eines Experiments. Ein gut geführtes Laborbuch beschreibt vielmehr den vollständigen Weg vom geplanten Versuch bis zur Auswertung.

Typische Einträge können beispielsweise das Datum, die Bezeichnung des Versuchs, verwendete Geräte, Chemikalien oder Proben, Konzentrationen, Temperaturen, Zeiten, Chargeninformationen, Einstellungen von Messgeräten sowie besondere Beobachtungen enthalten. Werden während eines Versuchs Änderungen vorgenommen, sollten auch diese nachvollziehbar dokumentiert werden. Nur so lässt sich später erkennen, warum zwei scheinbar identische Versuche möglicherweise unterschiedliche Ergebnisse geliefert haben.

Ein Laborbuch ist deshalb weder ein gewöhnliches Tagebuch noch lediglich ein Notizblock. Die Einträge sollten so gestaltet sein, dass eine fachkundige Person die durchgeführten Arbeiten auch zu einem späteren Zeitpunkt nachvollziehen kann. Je nach Arbeitsumgebung können hierfür zusätzliche interne Vorgaben oder gesetzliche beziehungsweise normative Anforderungen gelten. In regulierten Laborbereichen können beispielsweise Regeln zur Dokumentation, Korrektur von Einträgen, Unterschrift, Datierung, Archivierung und Zugriffskontrolle vorgeschrieben sein. Ein beliebiges Notizbuch erfüllt solche Anforderungen nicht automatisch.

Bei einem klassischen Papierlaborbuch werden häufig fest gebundene Seiten bevorzugt. Lose Blätter können leichter verloren gehen oder nachträglich ausgetauscht werden. Manche speziellen Laborbücher besitzen deshalb bereits fortlaufend nummerierte Seiten. Zusätzlich können Felder für Datum, Projektbezeichnung, Unterschrift oder Gegenzeichnung vorgesehen sein.

Elektronische Laborbücher verfolgen grundsätzlich dasselbe Ziel, speichern die Informationen jedoch digital. Je nach Software können Dateien, Bilder, Messdaten und Auswertungen direkt einem Versuch zugeordnet werden. Für Unternehmen und größere Forschungseinrichtungen kann eine solche zentrale Lösung erhebliche Vorteile bieten. Für kleinere Projekte oder die Ausbildung bleibt das klassische Papierlaborbuch jedoch weiterhin eine unkomplizierte und zuverlässige Möglichkeit der Dokumentation.


Vorteile und Nachteile eines Laborbuchs

Ein strukturiert geführtes Laborbuch bietet zahlreiche Vorteile. Gleichzeitig verursacht eine sorgfältige Dokumentation zusätzlichen Aufwand. Dieser Aufwand ist jedoch häufig deutlich geringer als der Zeitverlust, der entsteht, wenn ein Experiment später nicht mehr nachvollzogen werden kann.

Vorteile eines Laborbuchs

  • Nachvollziehbarkeit: Arbeitsabläufe, Messwerte und Veränderungen können später rekonstruiert werden.
  • Reproduzierbarkeit: Gut dokumentierte Versuche lassen sich wesentlich einfacher wiederholen.
  • Übersicht: Ergebnisse und Beobachtungen befinden sich an einem zentralen Ort.
  • Dokumentation von Fehlern: Auch fehlgeschlagene Versuche können wichtige Erkenntnisse liefern.
  • Projektverlauf: Die Entwicklung eines Experiments oder Forschungsprojekts bleibt nachvollziehbar.
  • Wissenssicherung: Informationen bleiben auch dann erhalten, wenn beteiligte Personen das Projekt wechseln.
  • Unterstützung bei Berichten: Versuchsberichte, Abschlussarbeiten oder interne Auswertungen können anhand der ursprünglichen Aufzeichnungen erstellt werden.
  • Beweiskraft und Dokumentationsfunktion: Je nach Umfeld kann eine ordnungsgemäß geführte Dokumentation bei der Klärung zeitlicher Abläufe oder wissenschaftlicher Entwicklungen hilfreich sein.

Nachteile eines Laborbuchs

  • Zeitaufwand: Eine ausführliche Dokumentation benötigt zusätzliche Arbeitszeit.
  • Begrenzter Platz: Papierlaborbücher bieten nur eine festgelegte Anzahl an Seiten.
  • Schwierige Suche: Ohne Inhaltsübersicht oder Index kann das Auffinden älterer Einträge aufwendig sein.
  • Keine automatische Sicherung: Ein beschädigtes oder verlorenes Papierlaborbuch kann nicht ohne Weiteres wiederhergestellt werden.
  • Digitale Daten müssen teilweise zusätzlich eingebunden werden: Diagramme, Fotos und große Datensätze lassen sich nicht direkt in ein klassisches Buch integrieren.
  • Regelkonformität nicht automatisch gegeben: Ein handelsübliches Notizbuch erfüllt nicht automatisch die Anforderungen regulierter Arbeitsbereiche.

Laborbücher Bestseller Platz 2 – 4


Welche Arten von Laborbüchern gibt es?

Unter dem Begriff Laborbuch werden unterschiedliche Dokumentationslösungen zusammengefasst. Neben klassischen gebundenen Büchern existieren spezielle Ausführungen mit vorgedruckten Feldern sowie elektronische Systeme. Die richtige Wahl hängt vom Arbeitsablauf, dem Umfang der Dokumentation und möglichen organisatorischen Vorgaben ab.

Klassisches gebundenes Laborbuch

Das gebundene Laborbuch ist die traditionelle Variante und wird in zahlreichen Laboren, Hochschulen und Ausbildungsbereichen verwendet. Die Seiten sind fest mit dem Einband verbunden und können nicht ohne sichtbare Veränderungen entfernt werden. Dadurch eignet sich diese Form besonders gut für eine chronologische Dokumentation.

Ein großer Vorteil besteht in der einfachen Verwendung. Das Buch benötigt weder Strom noch Software und kann direkt am Arbeitsplatz genutzt werden. Beobachtungen, Skizzen und Messwerte lassen sich unmittelbar eintragen. Auch kleinere Tabellen oder handschriftliche Berechnungen sind problemlos möglich.

Bei der Auswahl sollte auf eine stabile Bindung geachtet werden. Ein Laborbuch wird häufig über Monate oder sogar Jahre benutzt und muss entsprechend widerstandsfähig sein. Ein robuster Einband schützt die Seiten beim täglichen Transport zwischen Arbeitsplatz, Laborbank und Büro.

Für systematische Arbeiten sind nummerierte Seiten besonders hilfreich. Dadurch können Versuche eindeutig referenziert werden. Ein Inhaltsverzeichnis auf den ersten Seiten erleichtert zusätzlich das spätere Auffinden bestimmter Experimente.


Laborbuch mit vorgedruckten Feldern

Spezielle Laborbücher besitzen häufig vorgedruckte Bereiche für wiederkehrende Angaben. Dazu können Datum, Projektnummer, Versuchstitel, Name, Unterschrift oder Seitenverweise gehören. Derartige Bücher unterstützen eine einheitliche Dokumentationsweise und können insbesondere in Arbeitsgruppen sinnvoll sein, in denen mehrere Personen nach ähnlichen Vorgaben arbeiten.

Der Vorteil liegt in der festen Struktur. Wichtige Informationen werden weniger leicht vergessen, weil entsprechende Felder bereits vorgesehen sind. Gleichzeitig kann eine zu starre Aufteilung aber auch nachteilig sein, wenn Experimente stark voneinander abweichen und unterschiedlich viel Platz benötigen.

Vor dem Kauf sollte deshalb geprüft werden, welche Felder tatsächlich vorhanden sind und ob sie zum eigenen Arbeitsablauf passen. Ein Laborbuch für chemische Versuchsreihen benötigt möglicherweise andere Strukturen als eines für technische Messungen oder biologische Beobachtungen.


Laborbuch mit nummerierten Seiten

Fortlaufend nummerierte Seiten sind bei wissenschaftlichen Dokumentationen besonders praktisch. Sie erleichtern Querverweise und machen deutlich, an welcher Stelle ein bestimmter Versuch dokumentiert wurde. So kann beispielsweise bei einer späteren Versuchsreihe auf eine frühere Seite verwiesen werden.

Eine Seitennummerierung lässt sich zwar auch selbst vornehmen, bereits vorgedruckte Nummern sind jedoch komfortabler und konsistenter. In Arbeitsumgebungen mit festgelegten Dokumentationsregeln können nummerierte Seiten außerdem Bestandteil der internen Anforderungen sein.

Wichtig ist jedoch, die Seitennummerierung nicht mit einer automatischen rechtlichen oder regulatorischen Eignung gleichzusetzen. Ob ein Laborbuch für ein bestimmtes Qualitätssystem geeignet ist, hängt von den konkreten Vorgaben der Einrichtung ab.


Laborbuch im DIN-A4-Format

DIN A4 bietet viel Platz für ausführliche Beschreibungen, Tabellen, Diagramme und Skizzen. Das Format ist deshalb besonders beliebt, wenn umfangreiche Experimente dokumentiert werden. Ausdrucke oder kleinere Diagramme können ebenfalls leichter eingeklebt werden als in einem kompakten Notizbuch.

Der Nachteil ist die Größe. Ein DIN-A4-Laborbuch benötigt mehr Platz auf der Laborbank und ist schwerer zu transportieren. Wer regelmäßig zwischen unterschiedlichen Arbeitsbereichen wechselt, kann ein kleineres Format als angenehmer empfinden.

Für umfangreiche Forschungsprojekte ist DIN A4 dennoch häufig eine sinnvolle Wahl, weil genügend Schreibfläche vorhanden ist und die Aufzeichnungen übersichtlich gestaltet werden können.


Kompaktes Laborbuch im DIN-A5-Format

Ein Laborbuch im DIN-A5-Format ist deutlich handlicher. Es lässt sich einfach transportieren und benötigt wenig Platz auf dem Arbeitsplatz. Besonders für kurze Messreihen, mobile Untersuchungen oder einfache Praktikumsversuche kann dieses Format ausreichend sein.

Bei umfangreichen Tabellen oder großen Skizzen stößt DIN A5 jedoch schneller an seine Grenzen. Auch das Einkleben von Ausdrucken ist weniger komfortabel. Wer sehr ausführlich dokumentiert, benötigt möglicherweise mehrere Bücher innerhalb eines Projektes.

Das kleinere Format eignet sich daher besonders für Nutzer, denen Mobilität und kompakte Abmessungen wichtiger sind als eine möglichst große Schreibfläche.


Wasserabweisendes Laborbuch

In manchen Arbeitsbereichen können Spritzer, hohe Luftfeuchtigkeit oder häufige Reinigungsarbeiten auftreten. Ein besonders robuster beziehungsweise wasserabweisender Einband kann das Laborbuch in solchen Umgebungen besser schützen. Vollständig wasserdicht sind klassische Papierlaborbücher jedoch normalerweise nicht.

Auch bei einem widerstandsfähigen Einband sollte das Buch nicht unmittelbar neben Flüssigkeitsbehältern oder in Bereichen abgelegt werden, in denen eine Kontamination möglich ist. In Laboren mit besonderen Sicherheitsanforderungen gelten ohnehin die jeweiligen internen Vorgaben zur Verwendung und Aufbewahrung von Dokumentationsmitteln.


Elektronisches Laborbuch

Ein elektronisches Laborbuch, häufig als ELN bezeichnet, überträgt die klassische Labordokumentation in eine digitale Umgebung. Nutzer können Versuchsbeschreibungen, Messdaten, Dateien, Fotos, Diagramme und Kommentare miteinander verknüpfen. Je nach System lassen sich Einträge durchsuchen, versionieren und gemeinsam bearbeiten.

Der größte Vorteil liegt in der Verwaltung großer Datenmengen. Während ein Papierlaborbuch nur begrenzten Platz bietet, können digitale Systeme umfangreiche Messreihen und Dateien zentral speichern. Suchfunktionen erleichtern außerdem das Auffinden früherer Experimente erheblich.

Gleichzeitig sind elektronische Systeme technisch und organisatorisch anspruchsvoller. Zugriffsrechte, Datensicherung, Versionierung und langfristige Verfügbarkeit müssen zuverlässig geregelt werden. In regulierten Bereichen können zusätzliche Anforderungen an elektronische Aufzeichnungen und elektronische Signaturen bestehen. Nicht jede Notiz-App ist deshalb automatisch als professionelles elektronisches Laborbuch geeignet.


Welche Alternativen gibt es zum Laborbuch?

Nicht jede Tätigkeit erfordert ein spezielles Laborbuch. Für einfache Anwendungen können andere Dokumentationsmöglichkeiten ausreichend sein. Entscheidend ist immer, welche Anforderungen an Nachvollziehbarkeit, Archivierung und Sicherheit bestehen.

Normales Notizbuch

Ein hochwertiges gebundenes Notizbuch kann für einfache Versuche, private Projekte oder Ausbildungszwecke ausreichend sein. Idealerweise sollten die Seiten fest gebunden und ausreichend beschreibbar sein. Eine eigene Seitennummerierung und ein Inhaltsverzeichnis können die Organisation verbessern.

Für regulierte oder besonders dokumentationskritische Arbeiten sollte allerdings vorab geklärt werden, ob ein gewöhnliches Notizbuch akzeptiert wird.

Ringbuch oder Ordner

Ein Ordner bietet den Vorteil, dass Ausdrucke, Diagramme und Protokolle einfach eingeheftet werden können. Seiten lassen sich ergänzen und neu sortieren. Genau diese Flexibilität kann aber auch ein Nachteil sein, wenn eine unveränderbare chronologische Dokumentation benötigt wird.

Für unterstützende Unterlagen ist ein Ordner sehr praktisch. Als Ersatz für ein verbindlich geführtes Laborbuch eignet er sich jedoch nicht in jedem Arbeitsumfeld.

Tabellenkalkulation

Programme zur Tabellenkalkulation eignen sich hervorragend zur Erfassung und Auswertung numerischer Daten. Messreihen können sortiert, berechnet und grafisch dargestellt werden. Für ausführliche Beobachtungen, Versuchsabläufe und chronologische Notizen sind sie jedoch weniger komfortabel.

Häufig ist deshalb eine Kombination sinnvoll: Das Laborbuch dokumentiert den Versuch, während die eigentlichen Messdaten zusätzlich in einer Tabellenkalkulation verarbeitet werden.

Textverarbeitungsprogramm

Mit einer Textverarbeitung können ausführliche Versuchsprotokolle erstellt werden. Bilder, Tabellen und Diagramme lassen sich problemlos integrieren. Allerdings benötigt eine professionelle Dokumentation klare Regeln für Dateinamen, Versionen und Speicherung. Ohne eine solche Struktur entstehen schnell mehrere unterschiedliche Dokumentversionen.

Electronic Laboratory Notebook

Ein professionelles ELN ist die umfangreichste digitale Alternative zum klassischen Papierlaborbuch. Es eignet sich besonders für größere Arbeitsgruppen und Projekte, in denen viele digitale Daten entstehen. Je nach System können Rollen, Berechtigungen, Versionen, Suchfunktionen und Freigaben verwaltet werden.


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Beliebte Laborbücher und geeignete Modelle im Vergleich

ProduktnameMarkeUngefährer PreisBeschreibung
Laborbuch DIN A4Carl Rothca. 20–40 EuroGebundenes Laborbuch für wissenschaftliche und technische Aufzeichnungen. Je nach Ausführung mit strukturierten beziehungsweise nummerierten Seiten erhältlich.
Laboratory NotebookVWRca. 20–45 EuroFür die Dokumentation von Versuchen und Messreihen vorgesehenes Labor-Notizbuch in robuster Ausführung.
Laborbuch A4Hahnemühleca. 20–40 EuroGebundenes Buch mit hochwertigem Papier, das sich für umfangreiche handschriftliche Aufzeichnungen, Tabellen und Skizzen eignet.
Master Classic A4+LEUCHTTURM1917ca. 30–45 EuroGroßes gebundenes Notizbuch mit nummerierten Seiten. Für allgemeine Dokumentationsaufgaben geeignet; vor regulierter Verwendung müssen interne Anforderungen geprüft werden.
Office Hardcover A4Oxfordca. 15–30 EuroRobustes gebundenes Notizbuch für einfache Laboraufzeichnungen, Studium und Ausbildung. Kein automatischer Ersatz für ein vorgeschriebenes Speziallaborbuch.

Preise, Seitenausstattung und konkrete Produktvarianten können sich unterscheiden. Vor dem Kauf sollte deshalb überprüft werden, ob ein bestimmtes Modell tatsächlich die benötigten Eigenschaften besitzt. Für regulierte Laborbereiche ist insbesondere entscheidend, welche Vorgaben die jeweilige Einrichtung oder das entsprechende Qualitätssystem macht.


Worauf sollte beim Kauf eines Laborbuchs geachtet werden?

Bindung

Eine stabile Bindung gehört zu den wichtigsten Eigenschaften eines klassischen Laborbuchs. Fest gebundene Seiten erleichtern eine chronologische Dokumentation und verhindern, dass einzelne Blätter versehentlich herausfallen. Spiralbindungen sind komfortabel, weil sich das Buch flach aufschlagen lässt, können aber abhängig vom Einsatzbereich weniger geeignet sein als eine klassische feste Bindung.

Wer das Laborbuch innerhalb eines geregelten Dokumentationssystems verwendet, sollte vor dem Kauf prüfen, welche Bindungsart zulässig oder vorgeschrieben ist.


Seitennummerierung

Fortlaufend nummerierte Seiten erleichtern die Orientierung erheblich. Sie ermöglichen eindeutige Querverweise und helfen beim Aufbau eines Inhaltsverzeichnisses. Besonders bei umfangreichen Projekten ist diese Funktion sinnvoll.

Fehlt eine vorgedruckte Nummerierung, können Seiten bei einfachen privaten oder akademischen Anwendungen selbst nummeriert werden. In Arbeitsbereichen mit festen Dokumentationsvorgaben sollte jedoch die vorgeschriebene Vorgehensweise eingehalten werden.


Papierqualität

Das Papier sollte gut beschreibbar sein und möglichst wenig durchscheinen. Wer häufig mit Füller, Gelstift oder anderen flüssigeren Schreibmitteln arbeitet, sollte auf eine ausreichend hohe Papierqualität achten.

Auch das Einkleben kleiner Ausdrucke oder Etiketten kann bei stabilem Papier einfacher sein. Extrem dünne Seiten können sich durch Klebstoff oder hohe Tintenmengen stärker verformen.


Format

DIN A4 eignet sich besonders für ausführliche Dokumentationen und größere Tabellen. DIN A5 ist kompakter und leichter zu transportieren. Die Entscheidung sollte davon abhängen, wie detailliert dokumentiert wird und ob das Laborbuch häufig mitgenommen werden muss.

Bei langfristigen Projekten ist eine größere Schreibfläche häufig angenehmer. Für kurze Notizen direkt an Messgeräten oder bei mobilen Arbeiten kann dagegen ein kompaktes Format praktischer sein.


Anzahl der Seiten

Ein Laborbuch sollte ausreichend Seiten für den vorgesehenen Projektzeitraum besitzen. Ein sehr dickes Buch ist allerdings nicht automatisch besser. Bei mehreren klar getrennten Projekten kann es übersichtlicher sein, unterschiedliche Bücher zu verwenden.

Wichtig ist außerdem eine eindeutige Kennzeichnung des Einbands. Projekttitel, Zeitraum und verantwortliche Person können dabei helfen, mehrere Bücher auseinanderzuhalten.


Einband

Ein stabiler Hardcover-Einband schützt die Aufzeichnungen im täglichen Gebrauch. Laborbücher werden häufig auf Arbeitsflächen abgelegt, transportiert und über längere Zeit benutzt. Ein dünner Einband kann entsprechend schneller beschädigt werden.

Glatt beschichtete Oberflächen lassen sich teilweise einfacher reinigen als textile Einbände. Die konkreten Hygieneregeln des jeweiligen Arbeitsplatzes müssen allerdings unabhängig davon beachtet werden.


Lineatur oder Raster

Karierte beziehungsweise gerasterte Seiten eignen sich gut für Tabellen, Skizzen und einfache Diagramme. Linierte Seiten sind angenehm für längere textliche Beschreibungen. Punktkarierte Seiten bieten einen flexiblen Mittelweg.

Für technische und naturwissenschaftliche Arbeiten ist ein Raster häufig besonders vielseitig, weil sowohl Text als auch Zeichnungen übersichtlich angeordnet werden können.


Wie wird ein Laborbuch richtig geführt?

Ein gutes Laborbuch sollte möglichst zeitnah zur eigentlichen Arbeit geführt werden. Wer erst mehrere Tage später versucht, Versuchsabläufe aus dem Gedächtnis zu rekonstruieren, riskiert fehlende oder fehlerhafte Angaben. Beobachtungen sollten deshalb während beziehungsweise unmittelbar nach dem jeweiligen Arbeitsschritt notiert werden.

Jeder Versuch sollte eindeutig gekennzeichnet sein. Datum, Titel beziehungsweise Versuchsnummer und Ziel der Untersuchung gehören zu den grundlegenden Angaben. Anschließend können Materialien, Geräte, Einstellungen und der geplante Ablauf dokumentiert werden.

Besonders wichtig sind tatsächliche Abweichungen vom ursprünglichen Plan. Wird beispielsweise eine Temperatur verändert, ein anderes Reagenz verwendet oder ein Versuch vorzeitig abgebrochen, sollte dies dokumentiert werden. Gerade unerwartete Abweichungen können später entscheidend für die Interpretation der Ergebnisse sein.

Messwerte sollten möglichst direkt und vollständig erfasst werden. Es ist nicht sinnvoll, ausschließlich ausgewählte oder besonders gute Ergebnisse einzutragen. Auch ungewöhnliche beziehungsweise unerwartete Messwerte können wichtige Informationen enthalten.

Für Korrekturen gelten je nach Arbeitsbereich unterschiedliche Regeln. In vielen klassischen Dokumentationssystemen wird ein falscher Eintrag so korrigiert, dass der ursprüngliche Inhalt weiterhin lesbar bleibt. Ein vollständiges Ausradieren oder unkenntlich Machen kann problematisch sein. In regulierten Bereichen sind immer die entsprechenden betrieblichen Vorgaben maßgeblich.


Welche Informationen gehören in ein Laborbuch?

Der genaue Inhalt hängt von der Tätigkeit ab. Typischerweise können folgende Angaben sinnvoll sein:

  • Datum und gegebenenfalls Uhrzeit
  • Versuchsbezeichnung oder Projektnummer
  • Ziel beziehungsweise Fragestellung
  • verwendete Materialien und Proben
  • Geräte und relevante Einstellungen
  • Versuchsbedingungen
  • durchgeführte Arbeitsschritte
  • Messwerte und Beobachtungen
  • Abweichungen vom geplanten Ablauf
  • Berechnungen und Zwischenergebnisse
  • Diagramme oder Skizzen
  • Verweise auf digitale Dateien oder externe Messdaten
  • Interpretation der Ergebnisse
  • offene Fragen und nächste Arbeitsschritte

Entscheidend ist nicht, möglichst viele Informationen wahllos zu sammeln. Die Dokumentation sollte vielmehr so vollständig sein, dass der Versuch sinnvoll nachvollzogen werden kann.


Laborbuch im Studium und in der Ausbildung

Im Studium oder in der Ausbildung dient ein Laborbuch häufig gleichzeitig als Arbeitsunterlage und Lernhilfe. Studierende können darin Versuchsaufbauten, Formeln, Beobachtungen und Ergebnisse festhalten. Dadurch wird nicht nur der einzelne Versuch dokumentiert, sondern auch das Verständnis für einen systematischen wissenschaftlichen Arbeitsablauf gefördert.

Die Anforderungen können sich zwischen Hochschulen, Lehrveranstaltungen und Praktika deutlich unterscheiden. Manche Lehrveranstaltungen stellen genaue Vorgaben zur Form der Dokumentation auf. Diese Vorgaben sollten immer Vorrang vor allgemeinen Empfehlungen haben.

Besonders hilfreich ist eine klare Gliederung. Jeder neue Versuch beginnt mit Datum, Titel und Fragestellung. Anschließend folgen Vorbereitung, Durchführung, Ergebnisse und eine kurze Interpretation. Dadurch entsteht mit der Zeit eine übersichtliche Sammlung des gesamten Praktikums.


Laborbuch in Forschung und Entwicklung

In Forschung und Entwicklung besitzt die Dokumentation eine besonders große Bedeutung. Projekte können sich über Monate oder Jahre erstrecken und von mehreren Personen bearbeitet werden. Ein nachvollziehbares Laborbuch sorgt dafür, dass Entscheidungen und Experimente auch zu einem späteren Zeitpunkt verstanden werden können.

Gerade bei komplexen Projekten sollten Rohdaten, Auswertungen und Laborbucheinträge eindeutig miteinander verknüpft sein. Werden große Dateien digital gespeichert, kann im Laborbuch beispielsweise auf einen eindeutigen Speicherort oder eine Dateikennung verwiesen werden.

Ein Laborbuch ersetzt dabei nicht automatisch andere vorgeschriebene Dokumentationssysteme. In Unternehmen können zusätzlich SOPs, Qualitätsmanagementsysteme, Datenbanken oder spezielle elektronische Systeme eingesetzt werden.


Aufbewahrung und Archivierung von Laborbüchern

Nach Abschluss eines Projektes sollten Laborbücher nicht einfach entsorgt werden. Je nach Einrichtung können klare Archivierungsfristen und Aufbewahrungsorte vorgeschrieben sein. Auch ohne formale Anforderungen ist eine geordnete Archivierung sinnvoll, damit ältere Arbeiten später nachvollzogen werden können.

Papierlaborbücher sollten trocken, sauber und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt gelagert werden. Elektronische Dokumentationen benötigen dagegen ein zuverlässiges Sicherungskonzept. Eine einzelne Datei auf einem lokalen Computer ist keine ausreichende langfristige Archivierung.

Bei geschäftlichen oder regulatorisch relevanten Dokumentationen müssen immer die geltenden internen und externen Vorgaben berücksichtigt werden. Allgemeine Empfehlungen können eine solche Prüfung nicht ersetzen.


Häufig gestellte Fragen zum Laborbuch

Warum sollte ein Laborbuch fest gebunden sein?

Eine feste Bindung sorgt dafür, dass die Seiten dauerhaft miteinander verbunden bleiben. Dadurch können einzelne Blätter nicht so leicht verloren gehen oder versehentlich vertauscht werden. Für eine chronologische Dokumentation ist dies besonders praktisch. In wissenschaftlichen und industriellen Arbeitsbereichen kann eine gebundene Ausführung außerdem Teil der internen Dokumentationsvorgaben sein. Eine feste Bindung allein macht ein Buch allerdings noch nicht automatisch für regulierte Anwendungen geeignet. Welche Anforderungen erfüllt werden müssen, hängt vom jeweiligen Arbeitsplatz und Qualitätssystem ab.


Sollten die Seiten eines Laborbuchs nummeriert sein?

Eine Seitennummerierung ist sehr empfehlenswert, weil sie Querverweise und ein Inhaltsverzeichnis erheblich erleichtert. Bei mehreren zusammenhängenden Versuchen kann beispielsweise auf Ergebnisse einer früheren Seite verwiesen werden. Außerdem lässt sich ein bestimmter Eintrag wesentlich schneller wiederfinden. Bei einfachen Anwendungen können Seiten selbst nummeriert werden. Für professionelle beziehungsweise regulierte Dokumentationen sollte jedoch geprüft werden, ob bereits vorgedruckte Nummerierungen oder andere Vorgaben erforderlich sind.


Welcher Stift eignet sich für ein Laborbuch?

Für dauerhafte Aufzeichnungen werden häufig dokumentenechte beziehungsweise möglichst beständige Schreibmittel bevorzugt. Bleistifte sind für dauerhaft nachvollziehbare Einträge in vielen Arbeitsumgebungen weniger geeignet, weil Einträge leicht verändert beziehungsweise radiert werden können. Welche Stifte tatsächlich zulässig sind, hängt jedoch von den Vorgaben der jeweiligen Einrichtung ab. In regulierten Laboren sollte deshalb nicht eigenständig entschieden werden, sondern die bestehende Dokumentationsanweisung beachtet werden.


Dürfen Fehler im Laborbuch korrigiert werden?

Fehler können selbstverständlich auftreten und müssen korrigierbar sein. Entscheidend ist die Art der Korrektur. In vielen Dokumentationssystemen soll der ursprüngliche Eintrag weiterhin erkennbar bleiben. Häufig wird der Fehler deshalb mit einer einfachen Linie gestrichen und die richtige Information daneben beziehungsweise darüber ergänzt. Je nach Vorgabe können Datum, Kürzel oder eine Begründung erforderlich sein. Radiergummi, Korrekturflüssigkeit oder vollständiges Unkenntlichmachen können in professionellen Dokumentationssystemen unzulässig sein. Maßgeblich sind immer die konkreten Regeln des jeweiligen Arbeitsplatzes.


Darf man Ausdrucke in ein Laborbuch einkleben?

Das kann grundsätzlich sinnvoll sein, beispielsweise bei kleinen Diagrammen, Geräteausdrucken oder Fotos. Allerdings muss die Zuordnung eindeutig bleiben. In professionellen Arbeitsumgebungen kann vorgeschrieben sein, wie eingeklebte Dokumente gekennzeichnet, datiert oder unterschrieben werden müssen. Bei sehr großen Datensätzen ist es häufig sinnvoller, diese digital zu speichern und im Laborbuch einen eindeutigen Verweis auf den Speicherort anzulegen.


Ist ein digitales Laborbuch besser als ein Papierlaborbuch?

Beide Varianten besitzen unterschiedliche Vorteile. Papier ist einfach, unmittelbar verfügbar und unabhängig von Software. Digitale Systeme bieten dagegen Suchfunktionen, zentrale Datenspeicherung, Dateiverknüpfungen und teilweise eine bessere Zusammenarbeit innerhalb größerer Teams. Welches System geeigneter ist, hängt daher vom Arbeitsumfang und von den organisatorischen Anforderungen ab. Für ein Praktikum kann ein Papierlaborbuch völlig ausreichend sein, während eine große Forschungsorganisation von einem professionellen ELN profitieren kann.


Kann ein normales Notizbuch als Laborbuch verwendet werden?

Für private Experimente, schulische Projekte oder manche universitären Arbeiten kann ein gebundenes Notizbuch ausreichen. Empfehlenswert sind ein stabiler Einband und fest gebundene Seiten. Eine Seitennummerierung und ein selbst angelegtes Inhaltsverzeichnis verbessern die Übersicht. In Unternehmen, Forschungseinrichtungen oder regulierten Laboren sollte jedoch vorher geprüft werden, ob ein spezielles Laborbuch vorgeschrieben ist. Ein handelsübliches Notizbuch erfüllt nicht automatisch besondere Dokumentationsanforderungen.


Wie ausführlich sollte ein Laborbuch geführt werden?

Die Dokumentation sollte so ausführlich sein, dass eine fachkundige Person den Versuch später nachvollziehen kann. Dabei geht es nicht darum, jeden Handgriff unnötig detailliert zu beschreiben. Entscheidend sind die Informationen, die für eine Wiederholung oder Interpretation benötigt werden. Dazu gehören insbesondere verwendete Materialien, relevante Geräteeinstellungen, Versuchsbedingungen, Messwerte, Abweichungen und Beobachtungen. Je komplexer das Experiment ist, desto ausführlicher sollte normalerweise auch die Dokumentation ausfallen.


Wie lange muss ein Laborbuch aufbewahrt werden?

Eine allgemeingültige Aufbewahrungsfrist gibt es nicht für jeden denkbaren Anwendungsfall. Die erforderliche Dauer hängt unter anderem vom Tätigkeitsbereich, den internen Vorgaben, Verträgen und möglichen regulatorischen Anforderungen ab. Hochschulen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen können eigene Archivierungsregeln besitzen. Wer ein Laborbuch im beruflichen Umfeld führt, sollte sich deshalb an den geltenden internen Regelungen orientieren und Bücher nach Abschluss eines Projektes nicht eigenmächtig entsorgen.


Wie organisiert man mehrere Laborbücher?

Mehrere Laborbücher sollten eindeutig gekennzeichnet werden. Sinnvoll sind beispielsweise Projekttitel, fortlaufende Buchnummern, Zeitraum und Name beziehungsweise Kürzel der verantwortlichen Person. Zusätzlich kann ein zentrales Verzeichnis geführt werden, in dem dokumentiert ist, welches Buch welchem Projekt zugeordnet wurde. Auf diese Weise lassen sich ältere Aufzeichnungen auch nach mehreren Jahren noch auffinden. Bei sehr umfangreichen Projekten kann es sinnvoll sein, ein Buch vollständig abzuschließen, bevor das nächste begonnen wird, und die Verbindung zwischen beiden Büchern durch eindeutige Querverweise festzuhalten.


Laborbuch Test bei Stiftung Warentest & Co

Stiftung WarentestLaborbuch Test bei test.de
Öko-TestLaborbuch Test bei Öko-Test
Konsument.atLaborbuch bei konsument.at
gutefrage.netLaborbuch bei Gutefrage.de
Youtube.comLaborbuch bei Youtube.com

Laborbuch Testsieger

Stiftung Warentest ist bekannt dafür, eine Vielzahl an Produkte einem genauen Test zu unterziehen. Laborbücher wurden bisher noch nicht getestet, so dass wir Ihnen keinen Laborbuch Testsieger präsentieren können.


Laborbuch Stiftung Warentest

Leider ist uns momentan kein Laborbuch Stiftung Warentest Sieger bekannt.


Fazit zum Laborbuch

Ein Laborbuch ist ein vergleichsweise einfaches Werkzeug, besitzt für wissenschaftliche, technische und experimentelle Arbeiten jedoch eine enorme Bedeutung. Gute Forschung und zuverlässige Versuche bestehen nicht nur aus Messwerten und Ergebnissen. Ebenso wichtig ist eine nachvollziehbare Dokumentation darüber, wie diese Ergebnisse entstanden sind. Ein ordentlich geführtes Laborbuch macht Arbeitsschritte transparent und ermöglicht es, Experimente später erneut durchzuführen oder unerwartete Ergebnisse besser zu verstehen.

Für viele Anwender bleibt das klassische gebundene Laborbuch eine ausgezeichnete Lösung. Es ist unkompliziert, jederzeit verfügbar und benötigt keine technische Infrastruktur. Besonders praktisch sind Modelle mit stabilem Einband, ausreichend hochwertigem Papier und fortlaufend nummerierten Seiten. Ein Inhaltsverzeichnis beziehungsweise eine strukturierte Projektkennzeichnung erleichtert zusätzlich das spätere Auffinden von Informationen.

Das richtige Format hängt vom Einsatzzweck ab. DIN A4 bietet viel Platz für umfangreiche Versuchsbeschreibungen, Tabellen und Skizzen. DIN A5 ist kompakter und eignet sich besser für mobile Arbeiten oder kürzere Aufzeichnungen. Ebenso sollte überlegt werden, ob linierte, karierte oder punktkarierte Seiten besser zum jeweiligen Arbeitsstil passen.

Für größere Forschungsgruppen und Unternehmen können elektronische Laborbücher erhebliche Vorteile bieten. Digitale Daten lassen sich direkt mit Versuchen verknüpfen und Suchfunktionen erleichtern die Verwaltung umfangreicher Projekte. Ein professionelles elektronisches Laborbuch erfordert allerdings ein durchdachtes Konzept für Zugriffsrechte, Datensicherung, Versionierung und langfristige Archivierung.

Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen einem allgemeinen Laborbuch und einer Dokumentation innerhalb eines regulierten Arbeitsbereichs. Ein gebundenes Buch mit nummerierten Seiten erfüllt nicht automatisch alle möglichen Anforderungen aus Qualitätsmanagement, GLP, GMP oder unternehmensinternen Vorgaben. Wer in einem entsprechenden Umfeld arbeitet, sollte deshalb immer die dort vorgeschriebenen Dokumentationsregeln beachten.

Für Studium, Ausbildung, private Experimente und viele nicht regulierte Forschungsarbeiten ist ein robustes gebundenes Laborbuch dagegen eine praktische und kostengünstige Lösung. Wer von Anfang an sauber dokumentiert, Datum, Versuchsbedingungen, Messwerte und Abweichungen konsequent festhält und seine Aufzeichnungen sinnvoll strukturiert, schafft eine zuverlässige Grundlage für spätere Auswertungen, Berichte und weitere Experimente.

Zuletzt Aktualisiert am 09.08.2026

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