Ein Netzwerkdrucker ist eine besonders praktische Lösung für Haushalte, Büros und Arbeitsgruppen, in denen mehrere Computer, Notebooks, Smartphones oder Tablets auf denselben Drucker zugreifen sollen, denn im Gegensatz zu einem klassischen USB-Drucker muss das Gerät nicht dauerhaft mit einem bestimmten Computer verbunden sein. Stattdessen wird der Drucker direkt in das lokale Netzwerk integriert und steht dadurch allen entsprechend eingerichteten Geräten zur Verfügung. Je nach Modell erfolgt die Verbindung über ein Netzwerkkabel per Ethernet beziehungsweise LAN, kabellos über WLAN oder über beide Möglichkeiten. Moderne Netzwerkdrucker unterstützen außerdem häufig Funktionen wie AirPrint, Mopria, herstellereigene Smartphone-Apps, automatischen Duplexdruck, Cloud-Druckdienste und bei Multifunktionsgeräten zusätzlich das Scannen über das Netzwerk.
Die Vorteile machen sich besonders deutlich bemerkbar, wenn mehrere Personen denselben Drucker nutzen. In einer Familie können beispielsweise Desktop-PC, MacBook, Schulnotebook und Smartphones unabhängig voneinander Dokumente an einen zentral aufgestellten Drucker senden. In einem Büro kann ein leistungsfähiger Laserdrucker dagegen von mehreren Arbeitsplätzen gleichzeitig genutzt werden. Dadurch entfällt die Anschaffung eines separaten Druckers für jeden Computer. Zudem kann der Drucker an einem geeigneten Standort aufgestellt werden und muss sich nicht direkt neben einem Arbeitsplatz befinden. Bei einer WLAN-Verbindung ist dafür nicht einmal ein Netzwerkkabel zwischen Router und Drucker erforderlich.
Allerdings unterscheiden sich Netzwerkdrucker erheblich hinsichtlich Drucktechnik, Geschwindigkeit, Folgekosten, Papierkapazität, Schnittstellen und Funktionsumfang. Ein günstiger Tintenstrahldrucker kann für gelegentliche Farbdokumente vollkommen ausreichend sein, während ein Büro mit mehreren hundert Druckseiten im Monat möglicherweise mit einem schnellen Laserdrucker oder einem Tintentankgerät besser bedient ist. Auch die Netzwerkfunktionen sollten genau betrachtet werden. Ein vorhandenes WLAN-Modul bedeutet beispielsweise nicht automatisch, dass Ethernet, Wi-Fi Direct oder alle gewünschten mobilen Druckstandards unterstützt werden. Dieser ausführliche Ratgeber erklärt, welche Arten von Netzwerkdruckern erhältlich sind, welche Vor- und Nachteile sie besitzen, worauf beim Kauf geachtet werden sollte und wie ein Netzwerkdrucker sinnvoll eingerichtet und betrieben werden kann.
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Was ist ein Netzwerkdrucker?
Ein Netzwerkdrucker ist ein Drucker, der über eine eigene Netzwerkverbindung verfügt und dadurch unabhängig von einem einzelnen Computer erreichbar ist. Während ein klassischer USB-Drucker direkt an einen Rechner angeschlossen wird, kommuniziert ein Netzwerkdrucker über den Router beziehungsweise die vorhandene Netzwerkinfrastruktur mit mehreren Endgeräten.
Die Verbindung kann kabelgebunden über Ethernet oder kabellos über WLAN erfolgen. Viele moderne Geräte unterstützen beide Varianten. Sobald der Drucker korrekt in das Netzwerk eingebunden wurde, erhält er innerhalb des lokalen Netzwerks eine Adresse und kann von kompatiblen Computern und mobilen Geräten angesprochen werden. Je nach Betriebssystem wird das Gerät automatisch erkannt oder muss über die Druckereinstellungen hinzugefügt werden.
Netzwerkdrucker können sowohl reine Drucker als auch Multifunktionsgeräte sein. Multifunktionsdrucker kombinieren beispielsweise Drucken, Scannen und Kopieren. Manche Modelle besitzen zusätzlich eine Faxfunktion. Gerade im Büro oder Homeoffice kann ein solches Gerät mehrere einzelne Maschinen ersetzen und damit Platz sparen.
Auch die Drucktechnik ist unabhängig von der Netzwerkfunktion. Es gibt Netzwerkdrucker mit Tintenstrahl-, Tank- und Lasertechnik. Deshalb sollte die Netzwerkfähigkeit lediglich als ein Teil der gesamten Geräteausstattung betrachtet werden. Für die späteren Druckkosten und die Geschwindigkeit ist beispielsweise die eigentliche Drucktechnik wesentlich entscheidender.
Vorteile eines Netzwerkdruckers
Der größte Vorteil ist die gemeinsame Nutzung. Mehrere Endgeräte können auf denselben Drucker zugreifen, ohne dass zunächst Dateien auf einen bestimmten Computer übertragen werden müssen. Das spart Zeit und vereinfacht den Arbeitsablauf erheblich.
Ein weiterer Vorteil ist die flexible Aufstellung. Ein WLAN-Drucker kann grundsätzlich dort platziert werden, wo eine ausreichend stabile WLAN-Verbindung und eine Stromversorgung vorhanden sind. Ein LAN-Drucker benötigt zusätzlich eine Netzwerkleitung, profitiert dafür aber von einer besonders stabilen Verbindung.
Auch das Drucken von mobilen Geräten ist bei modernen Netzwerkdruckern komfortabel. Viele Geräte unterstützen Apple AirPrint für iPhone, iPad und Mac sowie Mopria für zahlreiche Android-Geräte. Dadurch muss häufig nicht einmal ein spezieller Druckertreiber installiert werden.
In einem Büro lassen sich außerdem leistungsfähige Geräte zentral bereitstellen. Statt mehrere kleine Drucker mit unterschiedlichen Verbrauchsmaterialien zu verwalten, kann ein gemeinsames Modell eingesetzt werden. Das kann Wartung und Beschaffung von Papier, Toner beziehungsweise Tinte vereinfachen.
Nachteile eines Netzwerkdruckers
Der wichtigste Nachteil ist die etwas aufwendigere Einrichtung. Während ein USB-Drucker häufig lediglich per Kabel angeschlossen wird, muss ein Netzwerkdrucker zunächst mit dem Netzwerk verbunden werden. WLAN-Passwort, Netzwerkeinstellungen, Router und gegebenenfalls Firewall-Regeln können dabei eine Rolle spielen.
Auch Netzwerkprobleme wirken sich direkt auf den Druckbetrieb aus. Fällt das WLAN aus oder ist die Verbindung instabil, können Druckaufträge verzögert werden oder gar nicht beim Drucker ankommen. Eine LAN-Verbindung ist in dieser Hinsicht meistens stabiler.
Darüber hinaus sollte die Sicherheit berücksichtigt werden. Ein Netzwerkdrucker ist ein Netzwerkgerät und sollte wie andere Geräte regelmäßig aktualisiert werden. Standardpasswörter für Administrationsoberflächen sollten geändert und unnötige Dienste deaktiviert werden, sofern das jeweilige Gerät entsprechende Möglichkeiten bietet.
Netzwerkdrucker Bestseller Platz 2 – 4
Welche Arten von Netzwerkdruckern gibt es?
WLAN-Netzwerkdrucker
WLAN-Drucker gehören heute zu den beliebtesten Netzwerkdruckern im privaten Bereich. Sie werden drahtlos mit dem Router verbunden und können anschließend von Computern, Smartphones und Tablets im gleichen Netzwerk angesprochen werden. Der Vorteil ist die flexible Platzierung. Es muss kein Netzwerkkabel zwischen Router und Drucker verlegt werden.
Für eine zuverlässige Funktion sollte am Aufstellort allerdings ein ausreichend gutes WLAN-Signal vorhanden sein. Mehrere massive Wände, große Entfernungen oder ein stark ausgelastetes Funknetz können die Verbindung beeinträchtigen. Bei einem stationären Bürogerät, das direkt neben einer Netzwerkdose steht, kann Ethernet daher die unkompliziertere Lösung sein.
Einige Drucker unterstützen unterschiedliche WLAN-Frequenzbereiche. Bei der Einrichtung sollte geprüft werden, welche Standards das Gerät unterstützt und wie das heimische Netzwerk konfiguriert ist. Moderne Router vereinen mehrere Frequenzbereiche häufig unter einem gemeinsamen Netzwerknamen.
LAN-Netzwerkdrucker
Ein LAN-Drucker wird per Ethernet-Kabel mit Router, Switch oder Netzwerkdose verbunden. Diese Variante besitzt gegenüber WLAN den Vorteil einer sehr stabilen Verbindung. Störungen durch Funknetze, Entfernung oder ungünstige Gebäudestrukturen spielen praktisch keine Rolle, solange die Verkabelung korrekt funktioniert.
Gerade in Büros ist Ethernet deshalb weiterhin weit verbreitet. Ein fest installierter Drucker muss normalerweise nicht ständig seinen Standort wechseln. Die einmal verlegte Netzwerkleitung verursacht im täglichen Betrieb kaum Aufwand und bietet eine zuverlässige Verbindung.
Der Nachteil liegt hauptsächlich in der notwendigen Verkabelung. Befindet sich keine Netzwerkdose in der Nähe, muss möglicherweise ein längeres Kabel verlegt werden. Im privaten Wohnzimmer oder Arbeitszimmer ist WLAN deshalb häufig optisch angenehmer.
Netzwerk-Laserdrucker
Laserdrucker eignen sich insbesondere für umfangreiche Textdokumente und regelmäßige Druckaufträge. Sie arbeiten mit Toner und können je nach Modell hohe Druckgeschwindigkeiten erreichen. Schwarzweiß-Laserdrucker sind häufig eine sehr wirtschaftliche Lösung für Büros, Homeoffice und Haushalte, in denen hauptsächlich Dokumente gedruckt werden.
Ein großer Vorteil ist, dass Toner bei längeren Nutzungspausen nicht wie flüssige Tinte eintrocknet. Wer einige Wochen nicht druckt, muss sich deshalb normalerweise keine Sorgen über eingetrocknete Druckköpfe machen. Außerdem sind Ausdrucke unmittelbar nach dem Druck weitgehend trocken und relativ unempfindlich gegenüber Verwischen.
Farblaserdrucker können zusätzlich Grafiken und farbige Geschäftsdokumente drucken. Sie sind allerdings größer, schwerer und in der Anschaffung häufig teurer. Auch ein kompletter Satz Farbtoner kann erhebliche Kosten verursachen.
Netzwerk-Tintenstrahldrucker
Tintenstrahldrucker sind besonders vielseitig und können neben Texten häufig hochwertige Farbabbildungen und Fotos ausgeben. Für Haushalte, Schüler, Studenten und kreative Anwendungen kann diese Drucktechnik deshalb attraktiv sein.
Moderne Tintenstrahl-Multifunktionsgeräte besitzen meistens WLAN und teilweise zusätzlich Ethernet. Dadurch können sie ohne Probleme als Netzwerkdrucker eingesetzt werden. Der Funktionsumfang reicht von einfachen Druckern bis zu umfangreichen Bürogeräten mit Duplexdruck, Dokumenteneinzug und mehreren Papierkassetten.
Ein möglicher Nachteil sind die Tintenkosten. Bei klassischen Patronengeräten können kleine Originalpatronen relativ teuer sein. Wer regelmäßig große Mengen druckt, sollte deshalb die Reichweite und Kosten der Verbrauchsmaterialien besonders sorgfältig vergleichen.
Netzwerkdrucker mit Tintentank
Tintentankdrucker verwenden keine kleinen klassischen Patronen, sondern größere nachfüllbare Tintenbehälter. Bekannte Produktreihen sind beispielsweise Epson EcoTank, Canon MegaTank und HP Smart Tank. Die Geräte kosten häufig mehr als einfache Patronendrucker, können dafür aber erheblich niedrigere Tintenkosten pro Seite bieten.
Diese Variante ist vor allem für Haushalte und Büros interessant, die regelmäßig größere Mengen in Schwarzweiß und Farbe drucken. Ein Satz Tintenflaschen kann je nach Modell für viele tausend Seiten ausgelegt sein. Dadurch müssen Verbrauchsmaterialien wesentlich seltener nachgekauft werden.
Bei sehr seltenem Drucken bleibt jedoch die grundsätzliche Eigenschaft der Tintenstrahltechnik bestehen: Düsen und Druckköpfe benötigen gelegentliche Nutzung beziehungsweise automatische Wartung. Für ausschließlich sporadischen Schwarzweißdruck kann ein Laserdrucker deshalb unkomplizierter sein.
Multifunktions-Netzwerkdrucker
Multifunktionsgeräte verbinden Drucker, Scanner und Kopierer in einem Gehäuse. Dadurch kann beispielsweise ein Dokument am Gerät eingescannt und anschließend direkt auf einem Netzwerkcomputer gespeichert oder per Software weiterverarbeitet werden.
Besonders praktisch ist ein automatischer Dokumenteneinzug, häufig mit ADF abgekürzt. Damit lassen sich mehrere Seiten nacheinander einziehen, ohne jede Seite einzeln auf das Scannerglas legen zu müssen. Bei hochwertigen Bürogeräten kann der Dokumenteneinzug teilweise sogar Vorder- und Rückseiten erfassen.
Für ein Homeoffice ist ein Netzwerk-Multifunktionsgerät häufig die vielseitigste Lösung, da nur ein Gerät aufgestellt und in das Netzwerk eingebunden werden muss.
Schwarzweiß-Netzwerkdrucker
Ein Schwarzweißdrucker konzentriert sich vollständig auf Dokumente ohne Farbausgabe. Besonders bei Laserdruckern kann diese Reduzierung sinnvoll sein. Es wird nur schwarzer Toner benötigt, was die Verwaltung der Verbrauchsmaterialien vereinfacht.
Für Rechnungen, Briefe, Versandetiketten, Verträge und andere Textdokumente reicht Schwarzweiß häufig vollständig aus. Wer dagegen regelmäßig farbige Grafiken oder Fotos benötigt, sollte einen Farbdrucker auswählen.
Netzwerkdrucker mit Wi-Fi Direct
Wi-Fi Direct ermöglicht eine direkte drahtlose Verbindung zwischen Endgerät und Drucker, ohne dass der Datenverkehr zwingend über einen vorhandenen WLAN-Router laufen muss. Das kann beispielsweise praktisch sein, wenn Gäste etwas drucken möchten oder an einem Standort kein klassisches Netzwerk vorhanden ist.
Wi-Fi Direct ersetzt jedoch nicht in jedem Fall die normale Netzwerkintegration. Wer den Drucker dauerhaft mit mehreren Computern verwenden möchte, sollte ihn normalerweise regulär in das bestehende Netzwerk einbinden.
Welche Alternativen zum Netzwerkdrucker gibt es?
USB-Drucker
Ein einfacher USB-Drucker ist die klassische Alternative. Er wird direkt an einen Computer angeschlossen. Für einen einzelnen Arbeitsplatz kann dies vollkommen ausreichend sein. Die Einrichtung ist häufig besonders unkompliziert und Netzwerkprobleme spielen keine Rolle.
Sobald mehrere Computer denselben Drucker verwenden sollen, wird die Lösung jedoch weniger komfortabel. Der angeschlossene Rechner müsste beispielsweise dauerhaft eingeschaltet bleiben und den Drucker im Netzwerk freigeben. Ein eigenständiger Netzwerkdrucker ist dafür wesentlich praktischer.
USB-Drucker am Router
Einige Router besitzen eine USB-Schnittstelle und können einen angeschlossenen USB-Drucker im Netzwerk verfügbar machen. Ob und mit welchen Funktionen dies möglich ist, hängt vom jeweiligen Router und Drucker ab.
Komfortfunktionen eines Multifunktionsgerätes stehen dabei möglicherweise nicht vollständig zur Verfügung. Ein Drucker mit eigener Netzwerkfunktion ist deshalb meistens einfacher und flexibler.
Printserver
Ein externer Printserver kann ältere USB-Drucker netzwerkfähig machen. Das Gerät wird zwischen Drucker und Netzwerk geschaltet und stellt Druckfunktionen für mehrere Computer bereit. Diese Lösung kann sinnvoll sein, wenn ein hochwertiger vorhandener Drucker weiterhin genutzt werden soll.
Bei modernen günstigen Netzwerkdruckern lohnt sich die zusätzliche Technik wirtschaftlich jedoch nicht immer. Zudem können Kompatibilitätsprobleme auftreten.
Druckdienst im Copyshop
Wer nur wenige Male pro Jahr Dokumente ausdrucken muss, benötigt möglicherweise überhaupt keinen eigenen Drucker. Ein Copyshop oder anderer Druckdienst verursacht zwar Kosten pro Seite, spart aber Anschaffung, Verbrauchsmaterial und Wartung eines eigenen Gerätes.
Für regelmäßige Druckaufträge oder vertrauliche Unterlagen ist ein eigener Netzwerkdrucker dagegen wesentlich komfortabler.
Netzwerkdrucker Bestseller Platz 5 – 10
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Beliebte Netzwerkdrucker und Produktbeispiele
| Produktname | Marke | Ungefährer Preis | Kurze Beschreibung |
|---|---|---|---|
| HL-L2445DW | Brother | ca. 130 bis 180 Euro | Kompakter Schwarzweiß-Laserdrucker mit Netzwerkfunktionen und automatischem Duplexdruck, geeignet für Dokumente im Homeoffice und kleineren Büro. |
| MFC-L2800DW | Brother | ca. 200 bis 280 Euro | Schwarzweiß-Laser-Multifunktionsgerät mit Druck-, Scan- und Kopierfunktionen sowie kabelloser Netzwerkanbindung. |
| EcoTank ET-4850 | Epson | ca. 350 bis 450 Euro | Tintentank-Multifunktionsdrucker mit WLAN, automatischem Dokumenteneinzug und niedrigen laufenden Tintenkosten bei regelmäßigem Druckvolumen. |
| MAXIFY GX4050 | Canon | ca. 400 bis 500 Euro | Nachfüllbarer Tintentank-Multifunktionsdrucker für Homeoffice und Büro mit umfangreicher Netzwerk- und Dokumentenfunktion. |
| LaserJet Pro 4102dw | HP | ca. 250 bis 350 Euro | Schneller Schwarzweiß-Laserdrucker mit Duplexdruck und Netzwerkanbindung für umfangreichere Dokumentendrucke im Büro. |
Worauf sollte man beim Kauf eines Netzwerkdruckers achten?
WLAN oder LAN
Vor dem Kauf sollte zunächst entschieden werden, wie der Drucker mit dem Netzwerk verbunden werden soll. WLAN ermöglicht eine flexible Aufstellung und ist in privaten Haushalten besonders praktisch. LAN bietet dagegen eine sehr stabile kabelgebundene Verbindung und ist für feste Büroarbeitsplätze häufig die bessere Lösung.
Optimal ist ein Gerät, das beide Möglichkeiten unterstützt. Dann kann zunächst WLAN genutzt und bei Bedarf später auf Ethernet gewechselt werden.
Drucktechnik
Wer überwiegend Texte druckt und teilweise längere Pausen zwischen den Druckaufträgen hat, ist mit einem Schwarzweiß-Laserdrucker häufig gut ausgestattet. Für Fotos und farbige Grafiken ist ein Tintenstrahldrucker interessanter. Bei hohem Farbdruckvolumen kann ein Tintentanksystem aufgrund der niedrigen Tintenkosten besonders attraktiv sein.
Druckgeschwindigkeit
Die Geschwindigkeit wird häufig in Seiten pro Minute angegeben. Für gelegentliches Drucken zuhause ist dieser Wert weniger entscheidend. In einem Büro können dagegen täglich zahlreiche längere Dokumente anfallen. Hier macht sich ein schneller Drucker deutlich bemerkbar.
Neben der maximalen Druckgeschwindigkeit ist die Zeit bis zur ersten ausgegebenen Seite interessant. Ein Gerät kann eine hohe Dauergeschwindigkeit erreichen, trotzdem aber relativ lange benötigen, um aus dem Energiesparmodus zu starten.
Automatischer Duplexdruck
Duplexdruck bezeichnet das automatische Bedrucken von Vorder- und Rückseite eines Blattes. Dadurch können umfangreiche Dokumente deutlich weniger Papier benötigen. Ein Drucker ohne automatische Duplexfunktion erfordert dagegen das manuelle Wenden und erneute Einlegen der Seiten.
Für Homeoffice, Schule und Büro gehört Duplexdruck deshalb zu den besonders empfehlenswerten Funktionen.
Papierkapazität
Eine ausreichend große Papierkassette reduziert den Aufwand im Alltag. Wer nur gelegentlich wenige Seiten druckt, kommt mit einer kleinen Kassette aus. Bei hohem Druckvolumen ist eine Kapazität von mehreren hundert Blatt komfortabler.
Zusätzliche Einzelblatteinzüge sind hilfreich, wenn beispielsweise Umschläge, Etiketten oder besonderes Papier bedruckt werden sollen, ohne die normale Papierkassette umzuräumen.
Druckkosten
Die Anschaffungskosten sind nur ein Teil der tatsächlichen Gesamtkosten. Gerade bei günstigen Tintenstrahldruckern können die Verbrauchsmaterialien langfristig erheblich teurer werden als das Gerät selbst. Deshalb sollten Reichweite und Preis von Tintenpatronen beziehungsweise Tonerkartuschen verglichen werden.
Auch Trommeln, Resttonerbehälter oder andere Verschleißteile können bei einigen Laserdruckern zusätzliche Kosten verursachen. Bei Tintentankgeräten ist die Anfangsinvestition höher, dafür sind die Kosten pro gedruckter Seite häufig wesentlich niedriger.
AirPrint und mobiles Drucken
Wer iPhone, iPad oder Mac verwendet, sollte auf Apple AirPrint achten. Damit kann häufig ohne Installation einer speziellen Druckersoftware direkt aus kompatiblen Apps gedruckt werden. Für Android-Geräte stehen unter anderem Mopria und herstellereigene Druckdienste zur Verfügung.
Viele Hersteller bieten zusätzlich eigene Apps an, mit denen sich Dokumente und Fotos drucken, Scans speichern und Geräteeinstellungen verwalten lassen.
Scanner und automatischer Dokumenteneinzug
Bei einem Multifunktionsdrucker sollte nicht nur auf den eigentlichen Drucker geachtet werden. Ein automatischer Dokumenteneinzug kann beim Scannen mehrseitiger Unterlagen sehr viel Zeit sparen. Ohne ADF muss jede Seite einzeln auf das Scannerglas gelegt werden.
Wer häufig doppelseitige Vorlagen digitalisieren möchte, sollte zusätzlich prüfen, ob der automatische Dokumenteneinzug Duplexscans unterstützt.
Netzwerkdrucker richtig einrichten
Bei einer kabelgebundenen Verbindung wird der Drucker zunächst per Ethernet-Kabel mit Router oder Switch verbunden. In vielen Heimnetzwerken erhält er anschließend automatisch eine Netzwerkadresse. Danach kann das Gerät über Windows, macOS oder die Herstellersoftware hinzugefügt werden.
Bei WLAN erfolgt die Verbindung über das Bedienfeld des Druckers, eine Smartphone-App oder eine andere vom Hersteller vorgesehene Einrichtungsmethode. Das Gerät benötigt den Namen des WLAN-Netzes und das entsprechende Kennwort.
Nach erfolgreicher Einrichtung sollte geprüft werden, ob alle benötigten Computer und Mobilgeräte auf den Drucker zugreifen können. Bei einem Multifunktionsgerät ist außerdem ein Test der Netzwerk-Scan-Funktion sinnvoll.
Netzwerkdrucker unter Windows und macOS
Moderne Betriebssysteme erkennen viele Netzwerkdrucker automatisch. Unter Windows kann das Gerät über die Drucker- und Scannereinstellungen gesucht und hinzugefügt werden. Falls Windows keinen passenden Treiber automatisch installiert, stellt der Hersteller normalerweise entsprechende Software bereit.
Auch macOS erkennt zahlreiche Netzwerkdrucker automatisch. Unterstützt das Modell AirPrint, kann häufig auf eine zusätzliche umfangreiche Treiberinstallation verzichtet werden. Spezielle Herstellerprogramme können trotzdem erforderlich sein, wenn erweiterte Scan- oder Wartungsfunktionen genutzt werden sollen.
Sicherheit bei Netzwerkdruckern
Ein moderner Netzwerkdrucker kann eine eigene Administrationsoberfläche besitzen, die über einen Webbrowser erreichbar ist. Dort lassen sich Netzwerkeinstellungen, Firmware, Benutzer oder andere Funktionen konfigurieren. Standardpasswörter sollten nach Möglichkeit geändert werden.
Firmware-Updates können Fehler und Sicherheitsprobleme beheben. Deshalb ist es sinnvoll, regelmäßig zu prüfen, ob Aktualisierungen verfügbar sind. Funktionen und Netzwerkdienste, die nicht benötigt werden, können je nach Modell deaktiviert werden.
In Unternehmen können zusätzliche Anforderungen wie Benutzeranmeldung, verschlüsseltes Drucken oder zentrale Druckserver relevant sein. Für den normalen Privathaushalt sind dagegen ein gesichertes WLAN, aktuelle Firmware und ein vernünftig konfigurierter Router meist die wichtigsten Grundlagen.
FAQ – häufige Fragen zum Netzwerkdrucker
Was ist der Unterschied zwischen einem Netzwerkdrucker und einem WLAN-Drucker?
Ein Netzwerkdrucker ist allgemein ein Drucker, der direkt in ein Netzwerk eingebunden werden kann. Ein WLAN-Drucker ist eine spezielle Form davon und verwendet eine drahtlose Netzwerkverbindung. Ein Netzwerkdrucker kann alternativ ausschließlich über Ethernet beziehungsweise LAN angeschlossen sein. Viele moderne Modelle unterstützen sowohl WLAN als auch LAN.
Braucht ein Netzwerkdrucker einen Computer?
Nein. Ein echter Netzwerkdrucker wird direkt mit dem Netzwerk verbunden und benötigt keinen dauerhaft eingeschalteten Computer als Vermittler. Nach der Einrichtung können mehrere Geräte selbstständig Druckaufträge an ihn senden. Ein klassischer USB-Drucker benötigt dagegen normalerweise einen direkt angeschlossenen Computer, sofern keine zusätzliche Netzwerkfreigabe oder ein Printserver verwendet wird.
Kann ich mit dem Smartphone auf einem Netzwerkdrucker drucken?
Bei modernen Geräten ist das meistens möglich. Für Apple-Geräte ist AirPrint besonders verbreitet. Android-Smartphones können beispielsweise Mopria oder die App des Druckerherstellers verwenden. Voraussetzung ist, dass das konkrete Druckermodell die entsprechende Funktion unterstützt und sich Smartphone und Drucker in einer passenden Netzwerkumgebung befinden.
Ist LAN besser als WLAN beim Netzwerkdrucker?
LAN ist in der Regel stabiler und unabhängig von der Funkqualität. Für einen fest aufgestellten Bürodrucker ist Ethernet deshalb eine sehr gute Lösung. WLAN ist flexibler und spart die Netzwerkleitung. Für einen normalen Privathaushalt reicht eine stabile WLAN-Verbindung meistens problemlos aus. Wenn bereits eine Netzwerkdose neben dem Drucker vorhanden ist, spricht wenig gegen LAN.
Warum findet mein Computer den Netzwerkdrucker nicht?
Dafür kommen verschiedene Ursachen infrage. Der Drucker kann mit dem falschen WLAN verbunden sein, die Netzwerkverbindung kann ausgefallen sein oder der Computer befindet sich in einem anderen Netzwerksegment. Auch Treiber, Firewall-Einstellungen oder die automatische Geräteerkennung können eine Rolle spielen. Zunächst sollte geprüft werden, ob der Drucker selbst eine funktionierende Netzwerkverbindung anzeigt.
Was ist besser: Laser oder Tinte als Netzwerkdrucker?
Für überwiegend schwarze Textdokumente und längere Druckpausen ist ein Laserdrucker häufig besonders unkompliziert. Wer regelmäßig Fotos oder hochwertige Farbgrafiken drucken möchte, profitiert eher von einem Tintenstrahldrucker. Bei umfangreichem Farbdruck können Tintentankgeräte eine interessante Kombination aus Farbfähigkeit und niedrigen Tintenkosten darstellen.
Lohnt sich ein Netzwerkdrucker für zuhause?
Bereits bei zwei oder mehr regelmäßig verwendeten Computern kann sich ein Netzwerkdrucker deutlich komfortabler anfühlen als ein reines USB-Modell. Auch wer häufig vom Smartphone oder Tablet druckt, profitiert von der Netzwerkanbindung. In einem Haushalt mit nur einem stationären PC und seltenen Druckaufträgen kann dagegen auch ein einfacher USB-Drucker ausreichen.
Kann ein Netzwerkdrucker auch ohne Internet funktionieren?
Ja. Für das lokale Drucken ist normalerweise keine funktionierende Internetverbindung erforderlich. Entscheidend ist, dass Drucker und Endgerät innerhalb des lokalen Netzwerks miteinander kommunizieren können. Cloud-Funktionen, Fernzugriff oder bestimmte Herstellerdienste benötigen dagegen möglicherweise eine Internetverbindung.
Was bedeutet Wi-Fi Direct beim Drucker?
Wi-Fi Direct ermöglicht die direkte Funkverbindung eines Smartphones, Tablets oder Computers mit dem Drucker. Ein klassischer WLAN-Router muss dabei nicht zwingend als Vermittler dienen. Das kann unterwegs oder für Gäste praktisch sein. Für die dauerhafte Nutzung mit mehreren Geräten ist die normale Einbindung in das Heim- oder Büronetzwerk jedoch meist komfortabler.
Wie kann man einen Netzwerkdrucker vor unbefugtem Zugriff schützen?
Das WLAN sollte mit einer modernen Verschlüsselung und einem sicheren Kennwort geschützt werden. Wenn der Drucker eine eigene Administrationsoberfläche besitzt, sollten vorhandene Standardpasswörter geändert werden. Firmware-Updates sollten regelmäßig installiert und nicht benötigte Fernzugriffs- beziehungsweise Netzwerkfunktionen deaktiviert werden. In größeren Netzwerken können zusätzlich Benutzerrechte und zentrale Sicherheitsrichtlinien sinnvoll sein.
Netzwerkdrucker Test bei Stiftung Warentest & Co
| Stiftung Warentest | Netzwerkdrucker Test bei test.de |
| Öko-Test | Netzwerkdrucker Test bei Öko-Test |
| Konsument.at | Netzwerkdrucker bei konsument.at |
| gutefrage.net | Netzwerkdrucker bei Gutefrage.de |
| Youtube.com | Netzwerkdrucker bei Youtube.com |
Netzwerkdrucker Testsieger
Stiftung Warentest ist bekannt dafür, eine Vielzahl an Produkte einem genauen Test zu unterziehen. Netzwerkdrucker wurden bisher noch nicht getestet, so dass wir Ihnen keinen Netzwerkdrucker Testsieger präsentieren können.
Netzwerkdrucker Stiftung Warentest
Leider ist uns momentan kein Netzwerkdrucker Stiftung Warentest Sieger bekannt.
Fazit zum Netzwerkdrucker
Ein Netzwerkdrucker ist die komfortabelste Drucklösung, sobald mehrere Computer oder mobile Geräte auf einen gemeinsamen Drucker zugreifen sollen. Statt Dokumente zunächst auf einen bestimmten Rechner zu übertragen oder ständig USB-Kabel umzustecken, kann der Druckauftrag direkt über das lokale Netzwerk an das Gerät gesendet werden. Besonders WLAN-Modelle lassen sich dabei sehr flexibel aufstellen, während Ethernet eine ausgesprochen stabile Verbindung bietet.
Welche Drucktechnik die richtige ist, hängt hauptsächlich vom Druckverhalten ab. Für regelmäßige Textdokumente und längere Nutzungspausen ist ein Schwarzweiß-Laserdrucker häufig eine zuverlässige und wirtschaftliche Lösung. Wer zusätzlich Fotos und farbige Grafiken benötigt, sollte einen Tintenstrahl- oder Farbdrucker wählen. Bei hohem Farbdruckvolumen sind Tintentankmodelle interessant, weil ihre laufenden Tintenkosten oft deutlich niedriger ausfallen als bei klassischen Patronengeräten.
Für Homeoffice und Familie bietet ein Multifunktions-Netzwerkdrucker besonders viel Flexibilität. Drucken, Scannen und Kopieren werden in einem einzigen Gerät kombiniert. Automatischer Duplexdruck und ein Dokumenteneinzug erhöhen den Komfort zusätzlich. Wer regelmäßig mehrseitige Dokumente verarbeitet, sollte diese Funktionen bereits beim Kauf berücksichtigen und nicht ausschließlich den reinen Gerätepreis vergleichen.
Mindestens ebenso wichtig sind die laufenden Kosten. Ein günstiger Drucker kann langfristig teuer werden, wenn Tinte oder Toner nur geringe Reichweiten besitzen. Deshalb sollten Preis und Reichweite der Verbrauchsmaterialien bereits vor der Anschaffung geprüft werden. Auch Papierkapazität, Druckgeschwindigkeit, AirPrint, WLAN, Ethernet und Wi-Fi Direct sollten entsprechend den eigenen Anforderungen ausgewählt werden.
Wer den Netzwerkdrucker nach der Einrichtung mit aktueller Firmware betreibt, vorhandene Sicherheitsoptionen sinnvoll nutzt und das Gerät passend zum tatsächlichen Druckvolumen auswählt, erhält eine zentrale und komfortable Drucklösung für viele unterschiedliche Endgeräte. Besonders in Haushalten mit mehreren Computern sowie im Homeoffice oder kleinen Büro ist ein guter Netzwerkdrucker deshalb meist wesentlich praktischer als ein ausschließlich per USB angeschlossenes Gerät.
Zuletzt Aktualisiert am 26.08.2026
Letzte Aktualisierung am 20.09.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API
