Ein Printserver ist eine praktische Lösung, wenn ein Drucker von mehreren Computern, Notebooks oder anderen Geräten innerhalb eines Netzwerks genutzt werden soll, obwohl der Drucker selbst keinen eigenen Netzwerkanschluss besitzt. Besonders ältere USB-Drucker lassen sich mit einem geeigneten Printserver weiterhin sinnvoll verwenden, ohne dass sie dauerhaft an einen einzelnen PC angeschlossen sein müssen. Der Printserver übernimmt dabei die Aufgabe, Druckaufträge aus dem Netzwerk entgegenzunehmen und an den angeschlossenen Drucker weiterzugeben. Dadurch kann ein ursprünglich lokal angeschlossenes Gerät zu einem zentral verfügbaren Netzwerkdrucker werden.
Printserver kommen sowohl in privaten Haushalten als auch in Büros, Werkstätten, Schulen und kleineren Unternehmen zum Einsatz. In vielen modernen Druckern ist eine vergleichbare Funktion bereits integriert, beispielsweise über Ethernet oder WLAN. Wer jedoch einen vorhandenen Drucker ohne Netzwerkfunktion weiterverwenden möchte, kann mit einem externen Printserver eine kostengünstige Alternative zum Neukauf erhalten. Dabei gibt es kabelgebundene Modelle mit LAN-Anschluss, WLAN-Printserver und Geräte mit mehreren USB-Ports für mehrere Drucker.
Beim Kauf ist allerdings Vorsicht erforderlich. Nicht jeder Printserver funktioniert mit jedem Drucker. Besonders Multifunktionsgeräte mit Scanner, Fax, Tintenstandsanzeige oder herstellerspezifischer Software können nur eingeschränkt kompatibel sein. Ein einfacher Druckauftrag lässt sich häufig problemlos übertragen, während Zusatzfunktionen möglicherweise nicht über das Netzwerk verfügbar sind. Auch Betriebssystemunterstützung, Druckprotokolle, Einrichtung und Geschwindigkeit unterscheiden sich zwischen einzelnen Geräten.
In diesem ausführlichen Ratgeber erfahren Sie, wie ein Printserver funktioniert, welche verschiedenen Arten angeboten werden und worauf beim Kauf besonders zu achten ist. Zusätzlich erklären wir die Unterschiede zwischen klassischen USB-Printservern, WLAN-Modellen, integrierten Druckservern und alternativen Lösungen wie Router-USB-Funktionen oder Raspberry-Pi-Systemen. Außerdem gehen wir auf Einrichtung, Kompatibilität, Sicherheit und typische Probleme ein.
- IEEE 802.3 und 802.3u Kompatibilität: Kompatibel mit den weit verbreiteten Ethernet-Standards, um...
- Unterstützt mehrere Netzwerkprotokolle: Kompatibel mit TCP/IP, IPX/SPX, NetBEUI und AppleTalk, was...
- Peer-to-Peer und serverbasiertes Drucken: Ermöglicht sowohl direktes Drucken zwischen Geräten als...
- Webbasiertes Management und SNMP-Protokoll: Bietet eine benutzerfreundliche Verwaltung über...
Was ist ein Printserver?
Ein Printserver ist ein Gerät beziehungsweise eine Netzwerkfunktion, die einen oder mehrere Drucker für mehrere Nutzer innerhalb eines Netzwerks verfügbar macht. Der Drucker wird dabei nicht mehr direkt mit einem einzelnen Computer verbunden, sondern mit dem Printserver. Dieser kommuniziert anschließend über LAN oder WLAN mit den angeschlossenen Endgeräten.
Ein typischer externer Printserver besitzt einen USB-Anschluss für den Drucker und einen Ethernet-Anschluss für das Netzwerk. Alternativ gibt es WLAN-Modelle, die sich drahtlos mit dem Router verbinden. Sobald der Printserver korrekt eingerichtet wurde, können verschiedene Computer Druckaufträge über das Netzwerk senden.
Der Printserver nimmt diese Aufträge entgegen und leitet sie an den Drucker weiter. Dadurch muss kein bestimmter PC eingeschaltet bleiben, nur damit andere Nutzer auf den Drucker zugreifen können. Dies unterscheidet die Lösung von der klassischen Windows-Druckerfreigabe, bei der ein Computer als Host fungiert.
Moderne Netzwerkdrucker besitzen den Printserver bereits intern. Sie werden direkt per Ethernet oder WLAN mit dem Netzwerk verbunden. Externe Printserver sind deshalb vor allem für ältere oder einfache USB-Drucker interessant, die keine eigene Netzwerkfunktion besitzen.
Welche Vorteile und Nachteile hat ein Printserver?
Vorteile
- Ein USB-Drucker kann von mehreren Netzwerkgeräten genutzt werden.
- Es muss kein zusätzlicher Computer dauerhaft eingeschaltet bleiben.
- Ältere Drucker können weiterverwendet werden.
- LAN- und WLAN-Varianten ermöglichen flexible Aufstellung.
- Mehrere Benutzer können Druckaufträge zentral senden.
- Einige Modelle unterstützen mehrere Drucker gleichzeitig.
- Die Anschaffung kann günstiger als ein neuer Netzwerkdrucker sein.
- Geeignet für Haushalt, Büro und kleine Arbeitsgruppen.
Nachteile
- Nicht jeder Drucker ist mit jedem Printserver kompatibel.
- Scanner- und Faxfunktionen von Multifunktionsgeräten funktionieren häufig nicht vollständig.
- Die Einrichtung kann bei älteren Geräten kompliziert sein.
- Herstellerspezifische Statusanzeigen können fehlen.
- WLAN-Verbindungen können langsamer oder störanfälliger sein als LAN.
- Sehr alte Printserver unterstützen moderne Betriebssysteme möglicherweise nicht mehr.
- Treiber und Netzwerkprotokolle müssen korrekt konfiguriert werden.
Printserver Bestseller Platz 2 – 4
Welche Arten von Printservern gibt es?
Printserver unterscheiden sich hauptsächlich durch ihre Netzwerkverbindung, die Anzahl der Druckeranschlüsse und die unterstützten Funktionen. Die passende Variante hängt davon ab, welcher Drucker vorhanden ist und wie das Netzwerk aufgebaut ist.
USB-Printserver mit LAN
Ein kabelgebundener USB-Printserver gehört zu den klassischen Varianten. Der vorhandene USB-Drucker wird über ein USB-Kabel mit dem Printserver verbunden. Der Printserver selbst wird anschließend per Netzwerkkabel an Router oder Switch angeschlossen.
Diese Bauweise bietet eine stabile und meist zuverlässige Verbindung. Ethernet ist weniger störanfällig als WLAN und benötigt keine zusätzliche Funkkonfiguration. Besonders in Büros oder an festen Standorten ist diese Variante deshalb sinnvoll.
Nach der Einrichtung erhält der Printserver eine IP-Adresse im Netzwerk. Die Computer senden ihre Druckaufträge anschließend über diese Adresse beziehungsweise über ein unterstütztes Druckprotokoll.
WLAN-Printserver
Ein WLAN-Printserver bietet zusätzliche Flexibilität. Er kann in der Nähe des Druckers platziert werden, ohne dass ein Netzwerkkabel bis zum Router verlegt werden muss. Der Printserver verbindet sich drahtlos mit dem vorhandenen WLAN.
Diese Lösung ist besonders praktisch, wenn sich der Drucker in einem anderen Raum befindet oder keine Netzwerkdose in der Nähe vorhanden ist. Benötigt werden in der Regel lediglich Stromversorgung und USB-Verbindung zum Drucker.
Die Einrichtung kann etwas aufwendiger sein, da WLAN-Name, Verschlüsselung und Passwort konfiguriert werden müssen. Außerdem sollte auf Unterstützung moderner WLAN-Sicherheitsstandards geachtet werden.
Printserver mit mehreren USB-Anschlüssen
Für Büros oder Arbeitsgruppen gibt es Printserver mit zwei oder mehr USB-Ports. Damit können mehrere Drucker über ein einziges Netzwerkgerät bereitgestellt werden.
Dies kann sinnvoll sein, wenn beispielsweise ein Schwarzweiß-Laserdrucker und ein Farbdrucker gemeinsam genutzt werden sollen. Jeder angeschlossene Drucker wird separat im Netzwerk eingerichtet.
Vor dem Kauf sollte geprüft werden, wie viele Geräte tatsächlich gleichzeitig unterstützt werden und ob die einzelnen Ports unabhängig genutzt werden können.
Parallel-Port-Printserver
Sehr alte Drucker verwenden teilweise noch einen parallelen Druckeranschluss. Für solche Geräte existieren spezielle Printserver mit Parallel-Port.
Diese Technik ist heute deutlich seltener relevant. Wer einen sehr alten Drucker weiterbetreiben möchte, sollte zunächst prüfen, ob Treiber für aktuelle Betriebssysteme überhaupt noch verfügbar sind. Ein funktionierender Printserver allein reicht nicht aus, wenn der Druckertreiber nicht mehr unterstützt wird.
Integrierter Printserver
Viele moderne Drucker und Multifunktionsgeräte besitzen bereits einen internen Printserver. Sie werden direkt per Ethernet oder WLAN mit dem Netzwerk verbunden.
Der große Vorteil liegt in der besseren Integration. Da der Druckerhersteller Netzwerkfunktion und Gerät gemeinsam entwickelt hat, sind Statusmeldungen, Tinten- oder Tonerstand und teilweise Scan-Funktionen deutlich besser eingebunden.
Wer ohnehin einen neuen Drucker benötigt, sollte deshalb in vielen Fällen direkt ein Modell mit integrierter Netzwerkfunktion wählen, statt zusätzlich einen externen Printserver anzuschaffen.
Printserver im Router
Einige Router besitzen einen USB-Anschluss, an den ein Drucker angeschlossen werden kann. Über die Routersoftware kann dieser anschließend im Netzwerk freigegeben werden.
Damit übernimmt der Router faktisch die Funktion eines Printservers. Allerdings unterscheiden sich Funktionsumfang und Kompatibilität stark. Nicht jeder USB-Port an einem Router unterstützt Drucker, und Multifunktionsfunktionen können eingeschränkt sein.
Vor der Nutzung sollte deshalb geprüft werden, ob der Router ausdrücklich eine Druckerfreigabe unterstützt.
Software-Printserver
Ein Computer oder kleiner Server kann ebenfalls als Printserver eingesetzt werden. Der Drucker wird lokal angeschlossen und anschließend im Netzwerk freigegeben.
Diese Lösung ist flexibel und benötigt keine zusätzliche Hardware, sofern ohnehin ein dauerhaft laufender Rechner vorhanden ist. Der Nachteil besteht darin, dass der Host eingeschaltet sein muss, damit andere Nutzer drucken können.
Raspberry Pi als Printserver
Ein kleiner Einplatinencomputer wie ein Raspberry Pi kann mithilfe geeigneter Software als eigener Printserver eingerichtet werden. Unter Linux wird dafür häufig CUPS verwendet.
Diese Lösung bietet besonders viel Flexibilität und ist für technisch versierte Nutzer interessant. Mehrere Drucker, unterschiedliche Protokolle und weitere Netzwerkfunktionen können kombiniert werden.
Die Einrichtung ist allerdings deutlich komplexer als bei einem fertigen Printserver und setzt grundlegende Kenntnisse in Netzwerk- und Linux-Konfiguration voraus.
Printserver für professionelle Netzwerke
In Unternehmen kommen teilweise eigenständige Druckserver-Systeme oder zentrale Serverdienste zum Einsatz. Sie verwalten große Mengen an Druckern, Warteschlangen, Nutzerrechten und Druckaufträgen.
Solche Lösungen bieten Funktionen wie Zugriffskontrolle, Protokollierung, zentrale Treiberverwaltung und teilweise Kostenabrechnung. Für einen normalen Privathaushalt sind sie deutlich überdimensioniert.
Welche Alternativen zu einem Printserver gibt es?
Ein externer Printserver ist nicht immer die beste Lösung. Je nach vorhandener Hardware gibt es mehrere Alternativen.
Netzwerkdrucker
Ein moderner Drucker mit Ethernet oder WLAN ist die komfortabelste Alternative. Das Gerät wird direkt in das Netzwerk eingebunden und benötigt keine zusätzliche Printserver-Hardware.
Bei Multifunktionsdruckern ist dies besonders sinnvoll, weil neben dem Drucken auch Scannen und weitere Funktionen über das Netzwerk genutzt werden können.
Druckerfreigabe über Windows oder macOS
Ein lokal angeschlossener Drucker kann über das Betriebssystem für andere Netzwerkgeräte freigegeben werden. Diese Lösung verursacht keine zusätzlichen Hardwarekosten.
Der Nachteil ist, dass der Computer, an dem der Drucker angeschlossen ist, eingeschaltet sein muss. Wird er heruntergefahren, steht auch der Drucker anderen Nutzern nicht mehr zur Verfügung.
Router mit USB-Druckerfreigabe
Falls der vorhandene Router eine Printserver-Funktion besitzt, kann diese genutzt werden. Damit entfällt ein separates Gerät.
Die Kompatibilität muss allerdings geprüft werden. Gerade bei Multifunktionsdruckern können Scanner und andere Zusatzfunktionen fehlen.
NAS mit Druckserver-Funktion
Einige Netzwerkspeicher unterstützen USB-Drucker. Der Drucker wird mit dem NAS verbunden und anschließend über dessen Betriebssystem freigegeben.
Wer ohnehin ein NAS rund um die Uhr betreibt, kann diese Lösung sinnvoll finden. Ob sie funktioniert, hängt jedoch vom konkreten NAS-Modell und Drucker ab.
Neuer WLAN-Drucker
Bei einem sehr alten Drucker sollte geprüft werden, ob sich die Anschaffung eines Printservers überhaupt noch lohnt. Moderne WLAN-Drucker sind teilweise günstig erhältlich und bieten deutlich bessere Integration.
Besonders wenn Treiberprobleme, hoher Stromverbrauch oder teure Verbrauchsmaterialien hinzukommen, kann ein Neukauf langfristig sinnvoller sein.
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Beliebte Printserver im Vergleich
| Name | Marke | Ungefährer Preis | Kurze Beschreibung |
|---|---|---|---|
| USB Print Server | TP-Link | ca. 40–70 Euro | Kompakter Netzwerk-Printserver für die Einbindung kompatibler USB-Drucker über Ethernet. |
| Fast Ethernet Print Server | D-Link | ca. 50–90 Euro | Kabelgebundener Printserver für USB-Drucker und kleinere Heim- oder Büronetzwerke. |
| USB Device Server | Silex | ca. 100–250 Euro | Hochwertige Netzwerkgeräte für USB-Peripherie mit umfangreichen Funktionen und professioneller Ausrichtung. |
| Wireless Print Server | StarTech | ca. 70–130 Euro | Netzwerklösung zur Einbindung kompatibler USB-Drucker über LAN beziehungsweise WLAN je nach Modell. |
| USB Server | Digitus | ca. 50–100 Euro | Netzwerkadapter für USB-Geräte und Drucker mit unterschiedlichen Anschluss- und Konfigurationsmöglichkeiten. |
| Wireless USB Print Server | IOGEAR | ca. 60–120 Euro | Drahtlose Printserver-Lösung zur gemeinsamen Nutzung kompatibler USB-Drucker im Netzwerk. |
Worauf sollte man beim Kauf eines Printservers achten?
Druckerkompatibilität
Die Kompatibilität ist das wichtigste Kaufkriterium. Ein USB-Anschluss allein bedeutet nicht, dass jeder USB-Drucker funktioniert. Manche Geräte verwenden herstellerspezifische Protokolle oder benötigen bidirektionale Kommunikation.
Vor dem Kauf sollte deshalb die offizielle Kompatibilitätsliste des Printserver-Herstellers geprüft werden. Ist das konkrete Druckermodell dort nicht aufgeführt, besteht ein gewisses Risiko, dass einzelne Funktionen nicht verfügbar sind.
Multifunktionsgeräte
Bei Druckern mit Scanner, Fax oder Kartenleser ist besondere Vorsicht erforderlich. Ein klassischer Printserver überträgt in erster Linie Druckdaten. Der Scanner kann möglicherweise nicht über dieselbe Verbindung angesprochen werden.
Wer alle Funktionen eines Multifunktionsgeräts über das Netzwerk nutzen möchte, sollte eine Lösung wählen, die USB-Geräte vollständig über das Netzwerk weiterreichen kann, oder besser ein Gerät mit eigener Netzwerkfunktion einsetzen.
LAN oder WLAN
Ein LAN-Printserver bietet eine stabile und meist unkomplizierte Verbindung. Wenn der Drucker ohnehin in der Nähe eines Routers oder Switches steht, ist diese Variante besonders empfehlenswert.
WLAN bietet mehr Flexibilität beim Standort. Dafür hängt die Zuverlässigkeit stärker von Funkreichweite, Störungen und WLAN-Konfiguration ab.
Unterstützte Netzwerkprotokolle
Printserver können verschiedene Druckprotokolle unterstützen. Dazu gehören beispielsweise LPR/LPD, RAW beziehungsweise Port 9100 und teilweise IPP.
Moderne Betriebssysteme kommen mit mehreren dieser Standards zurecht. Je breiter die Unterstützung ausfällt, desto flexibler lässt sich der Printserver einsetzen.
Betriebssystemunterstützung
Vor allem bei älteren Printservern kann die Einrichtungssoftware nur für veraltete Windows-Versionen verfügbar sein. Das Gerät selbst könnte theoretisch weiter funktionieren, die Konfiguration ist dann aber unnötig kompliziert.
Wer Windows, macOS oder Linux verwendet, sollte prüfen, ob für das jeweilige System eine dokumentierte Einrichtung möglich ist.
USB-Version
Für normale Druckaufträge ist die benötigte Datenrate relativ gering. Trotzdem sollte auf einen zeitgemäßen USB-Anschluss geachtet werden. Bei großen Druckdateien kann ein sehr alter USB-Standard die Übertragung verlangsamen.
Entscheidender als die theoretische USB-Geschwindigkeit ist häufig die Leistung des Printservers selbst.
Anzahl der Druckeranschlüsse
Wer nur einen Drucker anschließen möchte, benötigt keinen Mehrport-Printserver. Für mehrere Drucker kann ein Gerät mit zwei oder mehr USB-Anschlüssen allerdings deutlich praktischer sein.
Vor dem Kauf sollte geprüft werden, ob alle Anschlüsse gleichzeitig nutzbar sind.
Weboberfläche
Eine moderne Weboberfläche erleichtert die Einrichtung erheblich. Der Printserver kann über einen Browser aufgerufen und konfiguriert werden.
Dadurch ist keine spezielle Software notwendig. Besonders in gemischten Netzwerken mit Windows-, Mac- und Linux-Geräten ist dies vorteilhaft.
Feste IP-Adresse
Für einen zuverlässigen Betrieb sollte der Printserver immer unter derselben Netzwerkadresse erreichbar sein. Dies kann über eine statische IP-Adresse oder eine feste DHCP-Zuweisung im Router erfolgen.
Ändert sich die IP-Adresse ständig, können bereits eingerichtete Druckerports ihre Verbindung verlieren.
Sicherheit
Bei WLAN-Modellen sollte auf moderne Verschlüsselung geachtet werden. Veraltete Sicherheitsstandards sollten nicht mehr verwendet werden.
Auch Administrationsoberflächen sollten nach Möglichkeit mit einem eigenen Passwort geschützt werden. Besonders in Unternehmensnetzwerken sollte der Zugriff auf Drucker gezielt eingeschränkt werden.
Firmware-Updates
Ein Hersteller, der Firmware-Updates bereitstellt, ist langfristig von Vorteil. Updates können Kompatibilitätsprobleme lösen oder Sicherheitslücken schließen.
Bei sehr alten Geräten ohne Herstellerunterstützung sollte der Einsatz insbesondere in sicherheitskritischen Netzwerken gut überlegt werden.
Stromversorgung
Viele externe Printserver benötigen ein eigenes Netzteil. Dadurch wird eine zusätzliche Steckdose benötigt.
Bei einem dauerhaft betriebenen Gerät sollte auf einen niedrigen Stromverbrauch geachtet werden. Der absolute Verbrauch ist meist gering, summiert sich jedoch über viele Jahre.
Wie wird ein Printserver eingerichtet?
Zunächst wird der Drucker mit dem vorgesehenen USB-Anschluss des Printservers verbunden. Anschließend wird der Printserver per Ethernet mit dem Router beziehungsweise Switch verbunden oder mit dem WLAN gekoppelt.
Nach dem Einschalten erhält das Gerät normalerweise automatisch eine IP-Adresse vom Router. Diese kann in der Routeroberfläche beziehungsweise über eine Herstellersoftware ermittelt werden.
Anschließend wird der Drucker auf dem jeweiligen Computer als Netzwerkdrucker eingerichtet. Je nach Printserver wird dabei die IP-Adresse und ein bestimmter Port beziehungsweise ein Druckprotokoll angegeben.
Der passende Druckertreiber muss weiterhin auf dem Computer installiert sein. Der Printserver ersetzt den Druckertreiber nicht, sondern lediglich die direkte USB-Verbindung.
Warum braucht ein Printserver eine IP-Adresse?
Die IP-Adresse identifiziert den Printserver innerhalb des Netzwerks. Computer senden ihre Druckdaten an diese Adresse.
Damit die Verbindung dauerhaft funktioniert, sollte sich die IP-Adresse möglichst nicht ändern. Eine feste DHCP-Zuweisung im Router ist häufig die einfachste Lösung.
Kann ein USB-Drucker mit einem Printserver WLAN-fähig werden?
Ja, wenn ein kompatibler WLAN-Printserver verwendet wird. Der Drucker bleibt physisch per USB mit dem Printserver verbunden, während der Printserver die Netzwerkverbindung über WLAN herstellt.
Aus Sicht der Computer steht der Drucker anschließend als Netzwerkgerät zur Verfügung. Allerdings bedeutet dies nicht automatisch, dass sämtliche Zusatzfunktionen des Druckers drahtlos funktionieren.
Kann man einen Multifunktionsdrucker über einen Printserver nutzen?
Das Drucken funktioniert bei vielen kompatiblen Geräten problemlos. Scanner, Fax, Kartenleser und Wartungsfunktionen können jedoch eingeschränkt sein.
Einige sogenannte USB-Device-Server übertragen USB-Verbindungen virtueller und können dadurch mehr Funktionen ermöglichen. Solche Lösungen sind jedoch meist teurer und benötigen spezielle Software auf den Computern.
Kann ein Printserver mehrere Benutzer gleichzeitig bedienen?
Mehrere Nutzer können Druckaufträge an denselben Printserver senden. Die Aufträge werden normalerweise in einer Druckwarteschlange verarbeitet.
Der Drucker selbst kann natürlich nur eine bestimmte Anzahl von Seiten gleichzeitig ausgeben. Die einzelnen Jobs werden deshalb nacheinander abgearbeitet.
Ist ein Printserver langsam?
Bei normalen Textdokumenten fällt die Netzwerkübertragung kaum auf. Große Fotos, umfangreiche PDFs oder hochauflösende Grafikdateien können länger benötigen.
Die Geschwindigkeit hängt von Netzwerkverbindung, Printserver-Leistung, USB-Schnittstelle und Drucker ab. Ein kabelgebundener Ethernet-Printserver bietet normalerweise eine stabile Grundlage.
Wie sicher ist ein Printserver?
Innerhalb eines privaten Heimnetzwerks ist ein korrekt konfigurierter Printserver normalerweise unproblematisch. Er sollte jedoch nicht unnötig direkt aus dem Internet erreichbar sein.
Administrationspasswörter sollten geändert und verfügbare Firmware-Updates installiert werden. In größeren Netzwerken können Firewall-Regeln und getrennte Netzwerkbereiche zusätzlichen Schutz bieten.
FAQ – häufige Fragen zu Printservern
Wofür braucht man einen Printserver?
Ein Printserver wird benötigt, wenn ein Drucker von mehreren Netzwerkgeräten genutzt werden soll, obwohl er selbst keinen LAN- oder WLAN-Anschluss besitzt. Der Printserver verbindet den USB-Drucker mit dem Netzwerk und nimmt Druckaufträge von verschiedenen Computern entgegen.
Funktioniert jeder USB-Drucker mit jedem Printserver?
Nein. Die Kompatibilität unterscheidet sich stark. Besonders Multifunktionsdrucker und Geräte mit speziellen Treibern können Probleme verursachen. Vor dem Kauf sollte deshalb unbedingt die Kompatibilitätsliste des Herstellers geprüft werden.
Braucht man für einen Printserver einen Treiber?
Für den eigentlichen Drucker wird weiterhin ein passender Druckertreiber benötigt. Der Printserver selbst kann zusätzlich Einrichtungssoftware oder spezielle Treiber erfordern. Geräte mit Standard-Netzwerkprotokollen lassen sich häufig direkt über das Betriebssystem einrichten.
Kann ein Printserver ohne Internet funktionieren?
Ja. Für das Drucken innerhalb des lokalen Netzwerks ist keine Internetverbindung erforderlich. Entscheidend ist lediglich, dass Computer und Printserver miteinander über das lokale Netzwerk kommunizieren können.
Was ist besser: WLAN-Printserver oder LAN-Printserver?
LAN bietet meist die stabilere und einfachere Verbindung. WLAN ist flexibler bei der Aufstellung und spart die Verlegung eines Netzwerkkabels. Wenn ein Ethernet-Anschluss in der Nähe verfügbar ist, ist LAN häufig die robustere Wahl.
Kann ich meinen alten Drucker mit einem Printserver weiterverwenden?
Ja, sofern der Drucker mit dem gewählten Printserver und dem aktuellen Betriebssystem kompatibel ist. Bei sehr alten Druckern sollte insbesondere geprüft werden, ob noch passende Treiber für moderne Betriebssysteme verfügbar sind.
Kann ein Router als Printserver verwendet werden?
Einige Router unterstützen eine USB-Druckerfreigabe. In diesem Fall kann der Drucker direkt am Router angeschlossen werden. Ob dies möglich ist, hängt vom Routermodell und dessen Firmware ab.
Funktioniert Scannen über einen Printserver?
Bei klassischen Printservern häufig nicht. Sie sind primär für Druckdaten ausgelegt. Spezielle USB-Device-Server können teilweise auch Scannerfunktionen übertragen. Für einen Multifunktionsdrucker ist ein Gerät mit integrierter Netzwerkfunktion meist die komfortablere Lösung.
Muss der Printserver dauerhaft eingeschaltet sein?
Ja, wenn jederzeit über das Netzwerk gedruckt werden soll. Wird der Printserver ausgeschaltet, ist der angeschlossene Drucker für Netzwerkgeräte nicht mehr erreichbar.
Lohnt sich ein Printserver heute noch?
Bei einem gut funktionierenden älteren USB-Drucker kann sich ein Printserver durchaus lohnen. Muss jedoch ohnehin ein neuer Drucker gekauft werden, ist ein Modell mit integriertem LAN oder WLAN meistens komfortabler und langfristig sinnvoller.
Printserver Test bei Stiftung Warentest & Co
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Printserver Testsieger
Stiftung Warentest ist bekannt dafür, eine Vielzahl an Produkte einem genauen Test zu unterziehen. Printserver wurden bisher noch nicht getestet, so dass wir Ihnen keinen Printserver Testsieger präsentieren können.
Printserver Stiftung Warentest
Leider ist uns momentan kein Printserver Stiftung Warentest Sieger bekannt.
Fazit zum Printserver
Ein Printserver ist eine sinnvolle Möglichkeit, einen vorhandenen USB-Drucker in ein Netzwerk einzubinden und ihn dadurch mehreren Nutzern zur Verfügung zu stellen. Besonders bei älteren, aber weiterhin zuverlässig arbeitenden Druckern kann sich die Anschaffung lohnen. Der Drucker muss dann nicht mehr dauerhaft an einen einzelnen Computer angeschlossen sein, und es muss auch kein Host-PC rund um die Uhr eingeschaltet bleiben.
Für eine möglichst stabile Verbindung ist ein kabelgebundener LAN-Printserver häufig die beste Wahl. WLAN-Modelle bieten dagegen mehr Freiheit beim Aufstellort und eignen sich besonders dann, wenn kein Netzwerkkabel zum Drucker verlegt werden kann. Wer mehrere Drucker betreiben möchte, kann außerdem zu einem Mehrport-Printserver greifen.
Der wichtigste Punkt vor dem Kauf bleibt die Kompatibilität. Ein Printserver kann zwar einen USB-Anschluss bereitstellen, unterstützt aber nicht automatisch sämtliche Druckermodelle und Funktionen. Besonders Multifunktionsgeräte stellen höhere Anforderungen. Während das Drucken häufig problemlos funktioniert, können Scanner, Fax, Wartungssoftware oder Statusanzeigen eingeschränkt sein. Wer alle Funktionen eines Multifunktionsgeräts im Netzwerk benötigt, sollte deshalb eher einen speziell dafür geeigneten USB-Device-Server oder einen Drucker mit integrierter Netzwerkfunktion verwenden.
Auch die Softwareunterstützung sollte nicht unterschätzt werden. Ein älterer Printserver kann technisch noch funktionieren, aber mit aktuellen Windows-, macOS- oder Linux-Versionen nur schwierig einzurichten sein. Moderne Weboberflächen, Standard-Druckprotokolle und regelmäßige Firmware-Updates erleichtern den langfristigen Einsatz deutlich.
Wer einen vorhandenen Drucker weiterverwenden möchte und vor dem Kauf sorgfältig die Kompatibilität prüft, kann mit einem Printserver eine kompakte und wirtschaftliche Netzwerklösung erhalten. Bei einem ohnehin anstehenden Druckerneukauf ist dagegen ein Modell mit integriertem Ethernet oder WLAN meist die komfortablere Lösung, weil Druck-, Scan- und Statusfunktionen besser aufeinander abgestimmt sind.
Zuletzt Aktualisiert am 14.08.2026
Letzte Aktualisierung am 14.08.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API
