Ein Kartendrucker ist eine spezialisierte Drucklösung für Unternehmen, Vereine, Behörden, Schulen, Hotels, Fitnessstudios, Veranstaltungen und zahlreiche weitere Bereiche, in denen regelmäßig stabile Kunststoffkarten benötigt werden. Anders als ein gewöhnlicher Papierdrucker verarbeitet ein Kartendrucker typischerweise Karten im Kreditkartenformat und bringt Texte, Fotos, Logos, Barcodes oder andere Informationen direkt auf die Kartenoberfläche auf. Dadurch lassen sich beispielsweise Mitarbeiterausweise, Besucherkarten, Mitgliedskarten, Kundenkarten, Zutrittskarten, Schülerausweise, Bibliothekskarten oder personalisierte Geschenkkarten direkt vor Ort herstellen.
Die Auswahl an Kartendruckern ist umfangreicher, als es zunächst erscheinen mag. Einfache Geräte drucken einseitig und eignen sich für kleine Stückzahlen, während professionelle Modelle automatisch Vorder- und Rückseite bedrucken, Magnetstreifen kodieren oder kontaktlose RFID- beziehungsweise Chipkarten personalisieren können. Auch bei der eigentlichen Drucktechnik gibt es Unterschiede. Besonders verbreitet sind Thermosublimations- und Retransfer-Druckverfahren. Während klassische Direct-to-Card-Drucker vergleichsweise kompakt und günstig sind, können Retransfer-Systeme eine besonders gleichmäßige Bedruckung bis nahe an den Kartenrand ermöglichen.
Vor dem Kauf sollte daher nicht allein der Anschaffungspreis betrachtet werden. Druckauflösung, Druckgeschwindigkeit, Kartenzufuhr, Verbrauchsmaterial, Folienkosten, mögliche Kodiermodule und die verwendete Software beeinflussen die langfristigen Betriebskosten erheblich. Auch die Frage, ob nur gelegentlich einige Mitgliedskarten oder täglich mehrere hundert Ausweise produziert werden sollen, ist entscheidend. Dieser ausführliche Ratgeber erklärt, wie ein Kartendrucker funktioniert, welche verschiedenen Arten verfügbar sind, welche Vor- und Nachteile bestehen und worauf beim Kauf besonders geachtet werden sollte.
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Was ist ein Kartendrucker?
Ein Kartendrucker ist ein Druckgerät, das speziell für das Bedrucken von Kunststoffkarten konstruiert wurde. Die verwendeten Karten besitzen häufig das sogenannte ID-1-Format, das auch von Bank- und Kreditkarten bekannt ist. Typische Abmessungen liegen bei ungefähr 85,6 × 54 Millimetern. Je nach Modell können allerdings auch unterschiedliche Kartendicken oder besondere Kartenmaterialien verarbeitet werden.
Die meisten Kartendrucker arbeiten nicht mit klassischen Tintenpatronen oder Tonerkartuschen. Stattdessen kommen Farbbänder beziehungsweise Druckfolien zum Einsatz. Bei einem Thermosublimationsverfahren werden Farbstoffe mithilfe von Wärme von einem Farbband auf die Kunststoffkarte übertragen. Die einzelnen Farbbereiche werden nacheinander aufgetragen, wodurch ein vollständiges Farbbild entsteht. Häufig befindet sich zusätzlich eine transparente Schutzschicht auf dem Farbband, die über das Druckbild gelegt wird.
Ein typisches Farbband wird häufig mit den Farbfeldern Yellow, Magenta und Cyan sowie einem schwarzen Resin-Bereich und einer transparenten Schutzschicht ausgestattet. Daraus ergibt sich die bekannte Abkürzung YMCKO. Das schwarze Feld dient insbesondere für gestochen scharfe Texte, Barcodes oder dunkle Elemente, während die transparente Schicht das Druckbild schützen kann.
Kartendrucker können entweder einzelne Karten über einen manuellen Einzug oder automatisch aus einem Kartenmagazin einziehen. Professionellere Modelle besitzen größere Eingabe- und Ausgabefächer und können viele Karten nacheinander produzieren. Bei Duplex-Geräten wird die Karte innerhalb des Druckers automatisch gedreht, damit auch die Rückseite bedruckt werden kann.
Zusätzlich können bestimmte Kartendrucker Kodiermodule besitzen. Damit lassen sich beispielsweise Magnetstreifen beschreiben, kontaktlose RFID-Karten programmieren oder Chipkarten personalisieren. Das macht Kartendrucker besonders interessant für Zutrittskontrollsysteme, Zeiterfassung und andere Anwendungen, bei denen die Karte nicht nur optisch bedruckt, sondern auch elektronisch genutzt wird.
Vorteile und Nachteile eines Kartendruckers
Vorteile
- Personalisierte Kunststoffkarten können direkt vor Ort hergestellt werden
- Geeignet für Mitarbeiterausweise, Mitgliedskarten, Kundenkarten und Zutrittskarten
- Fotorealistische Farbdrucke bei geeigneten Geräten möglich
- Barcodes, QR-Codes, Texte und Logos können individuell aufgedruckt werden
- Je nach Modell ein- oder beidseitiger Druck verfügbar
- Teilweise Kodierung von Magnetstreifen, RFID- und Chipkarten möglich
- Professionelle Optik gegenüber laminierten Papierausweisen
- Karten können unmittelbar nach Bedarf produziert werden
- Große Stückzahlen lassen sich mit automatischer Kartenzufuhr effizient verarbeiten
Nachteile
- Höhere Anschaffungskosten als bei normalen Papierdruckern
- Spezielle Farbbänder und Kartenrohlinge erforderlich
- Verbrauchsmaterial kann die laufenden Kosten deutlich beeinflussen
- Regelmäßige Reinigung ist wichtig
- Nicht jeder Drucker unterstützt Chip- oder RFID-Kodierung
- Professionelle Retransfer-Systeme können vergleichsweise teuer sein
- Software und Treiber müssen mit dem verwendeten Betriebssystem kompatibel sein
Kartendrucker Bestseller Platz 2 – 4
Welche Arten von Kartendruckern gibt es?
Einseitiger Kartendrucker
Ein einseitiger Kartendrucker bedruckt zunächst nur eine Seite der Kunststoffkarte. Diese Geräte gehören häufig zu den günstigeren Einstiegslösungen und eignen sich sehr gut, wenn auf der Vorderseite bereits alle wichtigen Informationen untergebracht werden können. Typische Anwendungen sind einfache Mitgliedskarten, Namensschilder, Kundenkarten oder Besucherausweise.
Soll zusätzlich die Rückseite bedruckt werden, kann die Karte bei vielen Geräten manuell gewendet und erneut eingezogen werden. Bei kleinen Stückzahlen ist das problemlos machbar. Werden jedoch regelmäßig große Mengen doppelseitiger Ausweise benötigt, wird dieser Ablauf schnell aufwendig. In diesem Fall bietet ein automatischer Duplex-Drucker deutlich mehr Komfort.
Duplex-Kartendrucker
Ein Duplex-Kartendrucker kann Vorder- und Rückseite automatisch bedrucken. Die Karte wird nach dem ersten Druckvorgang intern gedreht und anschließend auf der zweiten Seite bedruckt. Dadurch eignet sich ein solches Gerät besonders für Ausweise mit Foto und Namen auf der Vorderseite sowie zusätzlichen Informationen, Kontaktdaten oder Nutzungsbedingungen auf der Rückseite.
Bei großen Stückzahlen spart die automatische Wendefunktion erheblich Zeit. Außerdem reduziert sie Bedienfehler, weil Karten nicht manuell aus dem Gerät genommen, gedreht und erneut eingelegt werden müssen. Der höhere Anschaffungspreis kann sich deshalb bei regelmäßiger Nutzung schnell lohnen.
Direct-to-Card-Kartendrucker
Direct-to-Card, häufig mit DTC abgekürzt, gehört zu den am weitesten verbreiteten Verfahren. Der Druckkopf überträgt das Druckbild unmittelbar auf die Oberfläche der Karte. Das Verfahren ist relativ schnell und benötigt weniger zusätzliche Verbrauchsmaterialien als ein Retransfer-Drucker.
Bei dieser Technik kann jedoch konstruktionsbedingt ein sehr schmaler unbedruckter Bereich am Kartenrand verbleiben. Für klassische Mitarbeiterausweise oder Mitgliedskarten spielt dies häufig keine große Rolle. Wer jedoch eine vollständig randlose Gestaltung erwartet, sollte Retransfer-Systeme berücksichtigen.
DTC-Drucker stellen für viele Unternehmen den besten Kompromiss aus Anschaffungskosten, Geschwindigkeit und Druckqualität dar. Sie sind in einfachen Desktop-Versionen ebenso erhältlich wie als professionelle Geräte für größere Kartenmengen.
Retransfer-Kartendrucker
Beim Retransfer-Verfahren wird das Bild zunächst spiegelverkehrt auf eine transparente Transferfolie gedruckt. Anschließend wird diese Folie mithilfe von Wärme auf die Kartenoberfläche übertragen. Der Druckkopf kommt dadurch nicht direkt mit der Karte in Kontakt.
Ein wesentlicher Vorteil besteht darin, dass das Druckbild über die eigentliche Kartenkante hinausgehen kann. Dadurch lässt sich ein optisch nahezu vollständig randloses Ergebnis erzielen. Außerdem eignet sich das Verfahren häufig besser für Karten mit integrierter Elektronik oder ungleichmäßigerer Oberfläche.
Retransfer-Geräte sind allerdings teurer und benötigen neben dem Farbband zusätzlich Transferfolie. Dadurch steigen sowohl Anschaffungskosten als auch Verbrauchskosten. Für hochwertige Firmenausweise, Sicherheitskarten und repräsentative Anwendungen kann sich der Mehraufwand jedoch lohnen.
Monochrom-Kartendrucker
Nicht jede Karte benötigt einen vollständigen Farbdruck. Wer beispielsweise ausschließlich Namen, Nummern, Barcodes oder einfache Logos auf bereits farbige Kartenrohlinge druckt, kann einen monochromen Druckmodus beziehungsweise ein monochromes Farbband verwenden.
Der Vorteil liegt in den geringeren Verbrauchskosten und häufig auch in einer hohen Druckgeschwindigkeit. Besonders für Zugangskarten, Produktionsausweise und einfache Identifikationskarten kann diese Variante wirtschaftlich sein.
Kartendrucker mit Magnetstreifen-Kodierung
Magnetstreifen werden weiterhin in verschiedenen Bereichen eingesetzt. Ein entsprechendes Kodiermodul kann die Daten während des Kartendrucks direkt auf den Magnetstreifen schreiben. Dadurch müssen Druck und Kodierung nicht in getrennten Arbeitsschritten erfolgen.
Beim Kauf ist darauf zu achten, welche Magnetstreifenstandards und Koerzitivitäten unterstützt werden. Wird die Karte in einem bestehenden System eingesetzt, muss der Kartendrucker technisch mit den vorhandenen Karten und Lesegeräten kompatibel sein.
Kartendrucker mit RFID- oder Smartcard-Kodierung
Moderne Zutritts- und Identifikationskarten enthalten häufig kontaktlose Chips. Bestimmte professionelle Kartendrucker lassen sich mit entsprechenden Kodiermodulen ausstatten. Während des Produktionsvorgangs kann die Karte dadurch sowohl optisch personalisiert als auch elektronisch beschrieben werden.
Diese Systeme sind vor allem für Unternehmen, Hotels, Hochschulen und Behörden interessant. Die konkrete Kompatibilität mit den verwendeten Kartentechnologien sollte unbedingt vor dem Kauf geprüft werden, da nicht jedes Kodiermodul mit jedem Chiptyp arbeiten kann.
Alternativen zum Kartendrucker
Externer Kartendruckservice
Wer nur einmalig oder sehr selten Karten benötigt, kann einen professionellen Druckservice beauftragen. Die Karten werden online gestaltet beziehungsweise als Druckdatei übermittelt und anschließend fertig produziert geliefert. Dadurch entfällt die Anschaffung eines eigenen Druckers.
Der Nachteil besteht in längeren Reaktionszeiten. Muss kurzfristig ein neuer Mitarbeiterausweis erstellt werden, ist ein eigener Kartendrucker wesentlich flexibler.
Etikettendrucker mit Kartenhalter
Für einfache interne Kennzeichnungen können gedruckte Etiketten auf stabile Kunststoffkarten oder Kartenhalter geklebt werden. Diese Lösung ist günstig, erreicht optisch allerdings nicht das professionelle Ergebnis eines echten Kartendruckers.
Bei häufigem Gebrauch können Etiketten außerdem verschmutzen, sich ablösen oder beschädigt werden. Für dauerhaft genutzte Ausweise ist direkter Kartendruck deshalb meist besser geeignet.
Papierausweis mit Laminierung
Eine weitere günstige Alternative besteht darin, Ausweise auf Papier zu drucken und anschließend zu laminieren. Für Veranstaltungen, kurzfristige Besucherausweise oder sehr kleine Stückzahlen kann dies vollkommen ausreichend sein.
Die Herstellung ist allerdings arbeitsintensiver und das Ergebnis meist größer und weniger hochwertig als eine klassische Plastikkarte. Elektronische Funktionen wie RFID oder Magnetstreifen können auf diese Weise ebenfalls nicht ohne zusätzliche Komponenten umgesetzt werden.
Digitale Ausweislösung
In einigen Bereichen können physische Karten durch digitale Ausweise auf Smartphones ergänzt oder ersetzt werden. QR-Codes beziehungsweise digitale Wallet-Lösungen können beispielsweise für Veranstaltungen oder Mitgliedschaften eingesetzt werden.
Für industrielle Arbeitsplätze, Zutrittskontrollen oder Situationen ohne Smartphone bleibt die physische Karte jedoch häufig die robustere und einfachere Lösung.
Kartendrucker Bestseller Platz 5 – 10
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Beliebte Kartendrucker im Überblick
| Name | Marke | Ungefährer Preis | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| ZC100 | Zebra | ca. 800–1.100 Euro | Kompakter Desktop-Kartendrucker für einseitige Farbkarten und klassische Ausweisanwendungen. |
| ZC300 | Zebra | ca. 1.100–1.600 Euro | Leistungsfähiger Kartendrucker mit verschiedenen Ausstattungsvarianten und optionalem beidseitigem Druck. |
| Badgy200 | Evolis | ca. 600–800 Euro | Kompakter Einstiegs-Kartendrucker für kleinere Kartenmengen, beispielsweise Mitglieds- oder Kundenkarten. |
| Primacy 2 | Evolis | ca. 1.300–2.000 Euro | Professioneller Kartendrucker für höhere Druckvolumen mit verschiedenen Kodier- und Erweiterungsmöglichkeiten. |
| Magicard 300 | Magicard | ca. 1.000–1.500 Euro | Kartendrucker für professionelle Ausweiskarten mit unterschiedlichen Sicherheits- und Personalisierungsoptionen. |
| DTC1250e | Fargo | ca. 1.000–1.500 Euro | Kompakter Direct-to-Card-Drucker für Firmenausweise, Mitgliedskarten und ähnliche Anwendungen. |
Die genannten Preise dienen lediglich als grobe Orientierung. Je nach Händler, Duplex-Funktion, Kodiermodul, Netzwerkanschluss und enthaltenem Zubehör können die tatsächlichen Preise deutlich abweichen. Bei professionellen Kartendruckern können verschiedene Versionen desselben Grundmodells erhältlich sein. Deshalb sollte vor dem Kauf genau geprüft werden, welche Ausstattung tatsächlich benötigt wird.
Worauf sollte beim Kauf eines Kartendruckers geachtet werden?
Druckvolumen
Das erwartete Kartenvolumen ist eines der wichtigsten Kriterien. Ein kleines Unternehmen, das pro Monat lediglich einige Mitarbeiterausweise produziert, benötigt keinen industriellen Hochleistungsdrucker. Ein Veranstalter oder eine Hochschule, die regelmäßig hunderte Karten an einem Tag erstellen muss, sollte dagegen auf eine hohe Druckgeschwindigkeit und große Kartenmagazine achten.
Hersteller unterscheiden häufig zwischen Einstiegs-, Standard- und Hochleistungsgeräten. Ein dauerhaft überlasteter kleiner Kartendrucker kann unnötig viel Wartung verursachen.
Einseitiger oder beidseitiger Druck
Bei einfachen Namens- und Mitgliedskarten genügt häufig eine bedruckte Vorderseite. Sobald zusätzliche Informationen, Nutzungsbedingungen, Kontaktdaten oder Barcodes auf der Rückseite benötigt werden, ist ein Duplex-Gerät sinnvoll.
Ein automatischer Duplexdruck spart bei großen Mengen erheblich Zeit und reduziert manuelle Arbeitsschritte.
Druckauflösung
Viele Kartendrucker arbeiten mit ungefähr 300 dpi. Diese Auflösung reicht für normale Texte, Fotos, Logos und Barcodes in der Regel gut aus. Für sehr kleine Schriften oder besonders anspruchsvolle Sicherheitsmerkmale können höher auflösende Modelle interessant sein.
Die theoretische dpi-Zahl ist allerdings nicht das einzige Qualitätsmerkmal. Druckverfahren, Farbband und Kartenoberfläche beeinflussen das Ergebnis ebenfalls.
Druckgeschwindigkeit
Bei einer einzelnen Karte sind einige Sekunden Unterschied kaum relevant. Bei mehreren hundert Karten kann die Druckgeschwindigkeit jedoch erheblichen Einfluss auf den Arbeitsablauf haben. Farbdruck dauert normalerweise länger als monochromer Druck, und Duplexdruck benötigt zusätzliche Zeit.
Herstellerangaben sollten deshalb immer im Zusammenhang mit dem verwendeten Druckmodus betrachtet werden.
Kartenzufuhr
Ein großes Eingabefach erleichtert Serienproduktionen. Statt jede Karte einzeln einzulegen, können mehrere Rohlinge auf einmal eingefüllt werden. Das Gerät zieht diese anschließend automatisch nacheinander ein.
Wer dagegen hauptsächlich einzelne personalisierte Karten auf Abruf erstellt, benötigt nicht unbedingt ein besonders großes Magazin.
USB, Ethernet und Netzwerkbetrieb
Einfache Kartendrucker werden häufig per USB mit einem einzelnen Computer verbunden. In größeren Organisationen kann ein Ethernet-Anschluss sinnvoll sein, damit mehrere Arbeitsplätze auf denselben Drucker zugreifen können.
Je nach Infrastruktur können außerdem WLAN- oder andere Netzwerkfunktionen interessant sein. Vor dem Kauf sollte geprüft werden, ob entsprechende Funktionen bereits integriert sind oder nur über optionale Module verfügbar werden.
Kodiermöglichkeiten
Wenn die Karte gleichzeitig als elektronischer Schlüssel oder Datenträger dienen soll, sind Kodiermöglichkeiten entscheidend. Magnetstreifen, kontaktbehaftete Smartcards und kontaktlose RFID-Systeme stellen jeweils unterschiedliche Anforderungen.
Es sollte exakt geprüft werden, welche Kartentechnologie bereits verwendet wird. Ein beliebiger RFID-Kodierer ist nicht automatisch mit jedem vorhandenen Zugangssystem kompatibel.
Verbrauchsmaterial
Die laufenden Kosten eines Kartendruckers werden wesentlich durch Farbbänder, Transferfolien, Reinigungsmaterial und Kartenrohlinge bestimmt. Ein günstiger Drucker kann langfristig teuer werden, wenn die passenden Farbbänder nur wenige Karten bedrucken oder vergleichsweise hohe Stückkosten verursachen.
Für einen realistischen Vergleich sollten daher die Kosten pro Karte betrachtet werden. Dazu werden der Preis des Farbbands und dessen angegebene Reichweite berücksichtigt.
Software
Viele Kartendrucker werden mit einfacher Gestaltungssoftware ausgeliefert oder können mit professionellen Kartenprogrammen kombiniert werden. Eine gute Software ermöglicht das Erstellen von Vorlagen, den Import von Datenbanken sowie das automatische Einfügen von Namen, Fotos und weiteren Informationen.
Bei umfangreichen Mitarbeiterausweisen kann die Datenbankanbindung wichtiger sein als der Drucker selbst. Muss jeder Name manuell eingegeben werden, entsteht bei großen Stückzahlen unnötiger Aufwand.
Welche Karten können mit einem Kartendrucker bedruckt werden?
PVC-Karten
PVC gehört zu den häufigsten Materialien für Plastikkarten. Die Karten sind stabil, relativ günstig und mit vielen Kartendruckern kompatibel. Sie eignen sich für Mitgliedskarten, Mitarbeiterausweise, Besucherkarten und zahlreiche andere Anwendungen.
Magnetstreifenkarten
Diese Karten besitzen bereits einen integrierten Magnetstreifen. Der sichtbare Bereich der Karte kann bedruckt werden, während ein entsprechendes Kodiermodul Daten auf den Streifen schreibt. Solche Systeme werden beispielsweise bei älteren Zutritts-, Hotel- oder Zeiterfassungslösungen eingesetzt.
RFID-Karten
RFID-Karten enthalten einen kontaktlos lesbaren Chip und eine Antenne. Sie können beispielsweise für Zutrittskontrolle, Zeiterfassung oder Bezahlsysteme verwendet werden. Beim Bedrucken ist insbesondere die Kompatibilität zwischen Kartenmaterial und Druckverfahren wichtig.
Chipkarten
Kontaktbehaftete Chipkarten besitzen einen sichtbaren Kontaktbereich. Sie können ebenfalls personalisiert werden, sofern Drucker und Kartentyp miteinander kompatibel sind. Für die elektrische Programmierung wird ein geeignetes Kodiermodul benötigt.
Rewritable-Karten
Bestimmte Spezialkarten können mehrfach beschrieben beziehungsweise wieder gelöscht werden. Solche Karten können beispielsweise für wechselnde Besucherausweise interessant sein. Nicht jeder Kartendrucker unterstützt diese Technik.
Kartendrucker für Mitarbeiterausweise
Mitarbeiterausweise gehören zu den wichtigsten Einsatzgebieten. Auf der Vorderseite können beispielsweise Foto, Name, Personalnummer, Abteilung und Firmenlogo aufgedruckt werden. Die Rückseite kann Kontaktdaten, Hinweise oder einen Barcode enthalten.
Wird gleichzeitig ein RFID-Chip eingesetzt, kann derselbe Ausweis zusätzlich Türen öffnen, Arbeitszeiten erfassen oder andere interne Funktionen übernehmen. Ein Kartendrucker mit integriertem Kodiermodul kann diesen Prozess deutlich vereinfachen.
Unternehmen sollten außerdem berücksichtigen, wie häufig neue Karten produziert werden müssen. Bei Personalwechsel, Verlust oder Beschädigung ist ein eigener Kartendrucker besonders praktisch, weil Ersatzkarten unmittelbar hergestellt werden können.
Kartendrucker für Vereine und Fitnessstudios
Mitgliedskarten lassen sich ebenfalls sehr gut mit einem Kartendrucker erstellen. Vereinslogo, Mitgliedsnummer, Name und Ablaufdatum können individuell aufgedruckt werden. Bei Fitnessstudios können zusätzlich Barcodes oder RFID-Chips für den Einlass eingesetzt werden.
Gerade bei regelmäßig wechselnden Mitgliedern bietet ein eigener Drucker mehr Flexibilität als ein externer Dienstleister. Karten lassen sich direkt bei der Anmeldung erstellen und sofort ausgeben.
Kartendrucker für Veranstaltungen
Veranstalter können Kartendrucker zur Herstellung von Teilnehmer-, Presse-, VIP- oder Mitarbeiterausweisen einsetzen. In Kombination mit einer Datenbank können bereits registrierte Teilnehmer schnell personalisierte Karten erhalten.
Bei sehr großen Veranstaltungen sind Druckgeschwindigkeit, Zuverlässigkeit und ein großes Kartenfach besonders wichtig. Häufig werden mehrere Geräte parallel eingesetzt, damit sich beim Check-in keine langen Wartezeiten bilden.
Reinigung und Wartung eines Kartendruckers
Kartendrucker benötigen regelmäßig eine sorgfältige Reinigung. Staub und kleinste Kunststoffpartikel können sich auf Rollen, Kartentransport und Druckkopf ablagern. Dadurch können Streifen, Punkte oder andere Druckfehler entstehen.
Viele Hersteller bieten spezielle Reinigungskarten und Reinigungssets an. Eine Reinigungskarte wird ähnlich wie eine normale Karte durch das Gerät geführt und nimmt Verschmutzungen von den Transportrollen auf. Der empfohlene Reinigungsrhythmus sollte eingehalten werden.
Der Druckkopf ist eines der empfindlichsten und teuersten Bauteile. Er sollte niemals mit ungeeigneten Werkzeugen oder aggressiven Reinigungsmitteln behandelt werden. Auch das Berühren der empfindlichen Druckfläche mit Fingern sollte vermieden werden.
Kartenrohlinge sollten möglichst sauber und staubfrei gelagert werden. Selbst kleinste Schmutzpartikel können beim Druck zwischen Karte und Druckkopf gelangen und das Ergebnis beeinträchtigen.
Zusätzlich sollte nur ausdrücklich geeignetes Verbrauchsmaterial verwendet werden. Minderwertige Farbbänder oder ungeeignete Karten können zu Störungen führen und unter Umständen die Lebensdauer des Druckers beeinträchtigen.
Häufige Fragen zum Kartendrucker
Was kostet ein Kartendrucker?
Einfache Modelle für kleinere Kartenmengen beginnen häufig im Bereich von mehreren hundert Euro. Professionelle Duplex- oder Retransfer-Kartendrucker können deutlich über 1.000 Euro kosten. Geräte mit umfangreichen Kodiermodulen und hoher Produktionsleistung können nochmals erheblich teurer sein. Neben dem Kaufpreis sollten unbedingt die Kosten für Farbbänder und Kartenrohlinge berücksichtigt werden.
Kann ein normaler Drucker Plastikkarten bedrucken?
Ein gewöhnlicher Tintenstrahl- oder Laserdrucker ist normalerweise nicht für klassische PVC-Karten im Kreditkartenformat ausgelegt. Es gibt spezielle bedruckbare Materialien, aber für professionelle Plastikkarten ist ein echter Kartendrucker die deutlich zuverlässigere Lösung.
Was bedeutet YMCKO?
YMCKO bezeichnet ein typisches Farbband mit den Farben Yellow, Magenta und Cyan sowie einem schwarzen Druckfeld und einem transparenten Overlay. Durch die Kombination der drei Farben entstehen Farbfotos und Grafiken. Das schwarze Feld erzeugt scharfe Texte und Barcodes, während das Overlay das Druckbild schützen kann.
Was ist der Unterschied zwischen Direct-to-Card und Retransfer?
Bei Direct-to-Card wird das Bild unmittelbar auf die Kartenoberfläche übertragen. Beim Retransfer-Verfahren wird es zunächst auf eine Folie gedruckt, die anschließend auf die Karte aufgebracht wird. Retransfer kann ein besonders gleichmäßiges und nahezu randloses Ergebnis erzeugen, ist aber normalerweise teurer.
Kann ein Kartendrucker RFID-Karten bedrucken?
Viele Kartendrucker können geeignete RFID-Karten optisch bedrucken. Sollen gleichzeitig Daten auf den RFID-Chip geschrieben werden, benötigt das Gerät jedoch ein passendes Kodiermodul. Die Kompatibilität mit dem jeweiligen Chipstandard muss vor dem Kauf überprüft werden.
Wie lange hält ein Farbband?
Die Reichweite hängt vom jeweiligen Band ab. Je nach Modell sind beispielsweise einige hundert Kartenseiten möglich. Bei Duplexdruck ist zu berücksichtigen, dass Vorder- und Rückseite jeweils Verbrauchsmaterial benötigen können. Die genaue Reichweite wird vom Hersteller angegeben.
Wie hoch sind die Kosten pro Karte?
Die Kosten setzen sich aus Kartenrohling, Farbband, gegebenenfalls Transferfolie und weiteren Verbrauchsmaterialien zusammen. Bei großen Stückzahlen können kleine Unterschiede bei den Verbrauchskosten erheblich werden. Deshalb sollte vor dem Kauf eine realistische Kosten-pro-Karte-Rechnung durchgeführt werden.
Kann man Barcodes und QR-Codes drucken?
Ja. Geeignete Kartensoftware kann Barcodes und QR-Codes erzeugen und zusammen mit Namen, Fotos und anderen Informationen auf der Karte platzieren. Für eine zuverlässige spätere Erkennung sollte auf ausreichenden Kontrast und eine passende Druckauflösung geachtet werden.
Ist ein Duplex-Kartendrucker notwendig?
Nur wenn regelmäßig beide Kartenseiten bedruckt werden sollen. Für einfache Mitgliedskarten kann ein einseitiges Modell vollkommen ausreichen. Bei Mitarbeiterausweisen mit zusätzlichen Informationen auf der Rückseite spart automatischer Duplexdruck allerdings viel Zeit.
Wie oft muss ein Kartendrucker gereinigt werden?
Das hängt von Modell und Druckvolumen ab. Viele Hersteller empfehlen eine Reinigung nach einer bestimmten Anzahl bedruckter Karten beziehungsweise bei jedem Farbbandwechsel. Die konkreten Wartungshinweise des Herstellers sollten eingehalten werden, da eine saubere Kartenführung wesentlich für eine gute Druckqualität ist.
Kartendrucker Test bei Stiftung Warentest & Co
| Stiftung Warentest | Kartendrucker Test bei test.de |
| Öko-Test | Kartendrucker Test bei Öko-Test |
| Konsument.at | Kartendrucker bei konsument.at |
| gutefrage.net | Kartendrucker bei Gutefrage.de |
| Youtube.com | Kartendrucker bei Youtube.com |
Kartendrucker Testsieger
Stiftung Warentest ist bekannt dafür, eine Vielzahl an Produkte einem genauen Test zu unterziehen. Kartendrucker wurden bisher noch nicht getestet, so dass wir Ihnen keinen Kartendrucker Testsieger präsentieren können.
Kartendrucker Stiftung Warentest
Leider ist uns momentan kein Kartendrucker Stiftung Warentest Sieger bekannt.
Fazit zum Kartendrucker
Ein Kartendrucker ist eine professionelle und flexible Lösung für alle Organisationen, die regelmäßig individuelle Kunststoffkarten benötigen. Mitarbeiterausweise, Mitgliedskarten, Kundenkarten, Besucherausweise und Zutrittskarten lassen sich direkt vor Ort produzieren und bei Bedarf sofort ersetzen. Gerade wenn Namen, Fotos, Nummern oder Berechtigungen häufig wechseln, bietet ein eigener Drucker erhebliche Vorteile gegenüber einem externen Druckservice.
Für kleine Stückzahlen reicht häufig ein kompakter einseitiger Direct-to-Card-Drucker. Unternehmen, Vereine oder Einrichtungen mit einem höheren Druckvolumen sollten dagegen einen automatischen Karteneinzug, Duplexdruck und eine höhere Druckgeschwindigkeit berücksichtigen. Werden besonders hochwertige randlose Karten benötigt, kann ein Retransfer-Drucker die bessere Wahl darstellen, auch wenn Anschaffung und Verbrauchsmaterial teurer sind.
Eine besonders wichtige Rolle spielen die laufenden Kosten. Farbband, Kartenrohlinge, Reinigungsmaterial und gegebenenfalls Transferfolie verursachen bei jeder produzierten Karte Kosten. Deshalb sollte nicht ausschließlich der Anschaffungspreis des Druckers verglichen werden. Bei mehreren tausend Karten pro Jahr können die Verbrauchskosten deutlich wichtiger werden als eine anfängliche Preisdifferenz zwischen zwei Geräten.
Wer zusätzlich Magnetstreifen, RFID-Chips oder Smartcards einsetzen möchte, sollte die notwendige Kodiertechnik bereits vor dem Kauf festlegen. Nachrüstungen sind nicht bei jedem Gerät möglich und unterschiedliche Kartenstandards sind nicht automatisch untereinander kompatibel. Mit einem passend ausgestatteten Kartendrucker, geeigneter Software und regelmäßig durchgeführter Reinigung lässt sich jedoch ein zuverlässiges System aufbauen, mit dem professionell aussehende und technisch nutzbare Karten schnell und flexibel selbst hergestellt werden können.
Zuletzt Aktualisiert am 15.08.2026
Letzte Aktualisierung am 18.09.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API
