Naturseife gehört zu den traditionsreichsten Möglichkeiten der Haut- und Körperreinigung und erlebt seit einigen Jahren wieder deutlich mehr Aufmerksamkeit, weil viele Verbraucher bewusster auf Inhaltsstoffe, Verpackungen, Herstellung und Hautverträglichkeit achten und deshalb nach einer Alternative zu klassischen Flüssigseifen, Duschgels oder stark parfümierten Reinigungsprodukten suchen. Eine gute Naturseife kann aus vergleichsweise wenigen Rohstoffen bestehen und wird häufig auf Basis pflanzlicher Öle wie Olivenöl, Kokosöl, Rapsöl, Mandelöl oder Sheabutter hergestellt, die mit einer Lauge verseift werden. Je nach Rezeptur kommen Kräuter, Pflanzenextrakte, Tonerden, ätherische Öle, Blüten oder andere natürliche Zusätze hinzu. Dadurch unterscheiden sich Naturseifen teilweise erheblich hinsichtlich Duft, Schaumbildung, Reinigungskraft, Härte und Hautgefühl. Während eine kräftige Pflanzenölseife beispielsweise hervorragend für die Hände geeignet sein kann, werden für trockene oder empfindliche Haut häufig stärker überfettete und möglichst schlicht zusammengesetzte Varianten bevorzugt. Auch die Art der Herstellung spielt eine Rolle, denn kaltgesiedete, handgefertigte Seifen können andere Eigenschaften besitzen als industriell produzierte Produkte. Wer eine Naturseife kaufen möchte, sollte daher nicht ausschließlich auf eine attraktive Verpackung oder einen angenehmen Duft achten, sondern insbesondere die Inhaltsstoffe, den vorgesehenen Einsatzbereich, den Überfettungsgrad, die verwendeten Öle und die persönlichen Bedürfnisse der eigenen Haut berücksichtigen.
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Was ist Naturseife?
Bei Naturseife handelt es sich grundsätzlich um Seife, die auf Basis natürlicher Fette und Öle hergestellt wird. Besonders häufig kommen pflanzliche Rohstoffe wie Olivenöl, Kokosöl, Rizinusöl, Sonnenblumenöl, Rapsöl, Mandelöl, Avocadoöl oder Sheabutter zum Einsatz. Diese werden mit einer Lauge vermischt. Während der sogenannten Verseifung reagieren Fette und Lauge miteinander. Dabei entstehen Seife und Glycerin.
Das während der Verseifung entstehende Glycerin verbleibt bei vielen traditionell beziehungsweise handwerklich produzierten Naturseifen im Produkt. Es kann dazu beitragen, dass sich die Seife auf der Haut angenehmer anfühlt. Zusätzlich kann eine Naturseife überfettet werden. Dabei wird die Rezeptur so berechnet, dass ein bestimmter Fettanteil beziehungsweise Fettüberschuss verbleibt. Je nach Verwendungszweck kann die Überfettung unterschiedlich hoch ausfallen.
Der Begriff Naturseife darf allerdings nicht so verstanden werden, dass jedes entsprechend bezeichnete Produkt automatisch ausschließlich aus biologisch angebauten Rohstoffen besteht. Naturseife und Bio-Seife sind nicht zwingend dasselbe. Wer besonderen Wert auf biologisch erzeugte Rohstoffe legt, sollte daher auf entsprechende Herstellerangaben und Zertifizierungen achten.
Auch hinsichtlich der Zusatzstoffe gibt es deutliche Unterschiede. Manche Naturseifen bestehen nur aus wenigen Zutaten. Andere enthalten Pflanzenextrakte, Kräuter, ätherische Öle, natürliche Farbstoffe, Tonerde, Aktivkohle, Salz, Milch, Honig oder weitere Zusätze. Deshalb lohnt sich auch bei Naturseife grundsätzlich ein Blick auf die vollständige Inhaltsstoffliste.
Vorteile einer Naturseife
Ein wesentlicher Vorteil liegt in der häufig übersichtlichen Zusammensetzung. Gerade handgesiedete Naturseifen kommen oftmals mit vergleichsweise wenigen Inhaltsstoffen aus. Wer bewusst auf bestimmte Zutaten verzichten möchte, kann dadurch leichter ein geeignetes Produkt auswählen.
Darüber hinaus sind feste Naturseifen sehr ergiebig. Wird ein Seifenstück nach der Verwendung trocken gelagert, kann es über einen längeren Zeitraum genutzt werden. Im Gegensatz zu Flüssigseife wird außerdem kein Pumpspender benötigt. Viele Naturseifen werden lediglich in Papier oder Karton verpackt angeboten, wodurch sich der Verpackungsaufwand reduzieren lässt.
- häufig überschaubare Inhaltsstofflisten
- große Auswahl verschiedener Pflanzenöle
- unterschiedliche Überfettungsgrade erhältlich
- sehr ergiebige Verwendung möglich
- kompakte und einfache Aufbewahrung
- auf Reisen praktisch zu transportieren
- häufig papier- oder kartonverpackt erhältlich
- zahlreiche Duftvarianten und duftfreie Produkte erhältlich
- für Hände, Körper und je nach Produkt weitere Einsatzbereiche geeignet
Nachteile einer Naturseife
Naturseife ist nicht automatisch für jeden Hauttyp die beste Wahl. Klassische Seife besitzt einen alkalischen pH-Wert. Sehr empfindliche, gereizte oder ausgesprochen trockene Haut kann deshalb auf bestimmte Produkte mit Spannungsgefühl oder Irritationen reagieren. Auch natürliche Duftstoffe und ätherische Öle können empfindliche Haut reizen.
Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass feste Seife zwischen den Anwendungen trocknen muss. Bleibt sie dauerhaft in einer nassen Seifenschale liegen, wird sie weich und verbraucht sich wesentlich schneller.
- nicht jede Naturseife ist für jeden Hauttyp geeignet
- ätherische Öle können empfindliche Haut reizen
- Seifenstücke müssen nach der Verwendung trocknen können
- bei falscher Lagerung kann die Seife schnell aufweichen
- handgefertigte Produkte sind teilweise deutlich teurer
- bei hartem Wasser können sich Seifenrückstände bilden
Naturseifen Bestseller Platz 2 – 4
Welche Arten von Naturseife gibt es?
Naturseife ist keineswegs ein einheitliches Produkt. Die verwendeten Pflanzenöle, der Überfettungsgrad, zusätzliche Inhaltsstoffe und das Herstellungsverfahren beeinflussen die Eigenschaften einer Seife teilweise erheblich. Deshalb sollte die gewünschte Variante passend zum jeweiligen Einsatzzweck ausgewählt werden.
Olivenölseife
Olivenölseife gehört zu den bekanntesten klassischen Naturseifen. Je nach Rezeptur besteht sie vollständig oder zu einem großen Teil aus verseiftem Olivenöl. Charakteristisch ist häufig ein eher feiner und cremiger Schaum. Reine Olivenölseifen schäumen oftmals weniger stark als Produkte mit einem hohen Anteil an Kokosöl. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie schlechter reinigen.
Olivenölseifen werden häufig von Menschen bevorzugt, die eine vergleichsweise schlichte Rezeptur suchen. Hochwertige Varianten können lediglich aus Olivenöl, Wasser und den für die Verseifung benötigten Bestandteilen bestehen. Gerade traditionell gefertigte Olivenölseifen benötigen teilweise eine längere Reifezeit, während der Wasser verdunstet und das Seifenstück härter wird.
Aleppo-Seife
Aleppo-Seife ist eine besonders traditionsreiche Seifenart und wird klassischerweise auf Basis von Olivenöl und Lorbeeröl hergestellt. Der Anteil des Lorbeeröls kann sich je nach Produkt deutlich unterscheiden. Dadurch unterscheiden sich auch Preis, Geruch und Eigenschaften.
Typisch für traditionelle Aleppo-Seifen ist die feste Blockform. Die Außenseite kann im Laufe der Reifung bräunlich werden, während der innere Bereich häufig grünlich bleibt. Eine längere Lagerung kann dazu führen, dass die Seife trockener, härter und ergiebiger wird.
Kokosölseife
Kokosöl wird gerne verwendet, weil es einer Seife eine hohe Reinigungskraft und eine ausgeprägte Schaumbildung verleihen kann. Gerade bei hartem Wasser kann Kokosöl zu einer guten Schaumentwicklung beitragen. Ein sehr hoher Kokosölanteil kann allerdings stärker entfettend wirken.
Aus diesem Grund wird Kokosöl in Körperseifen häufig mit anderen Pflanzenölen kombiniert. Eine entsprechende Überfettung kann zusätzlich dazu beitragen, die Rezeptur auf die Hautreinigung abzustimmen. Für Haushalts- oder Reinigungsseifen kann dagegen bewusst eine stärkere Reinigungskraft gewünscht sein.
Sheabutterseife
Sheabutter wird besonders häufig für pflegend ausgerichtete Naturseifen verwendet. Sie besitzt einen hohen Anteil an verschiedenen Fettsäuren und verleiht einer Seifenrezeptur häufig einen cremigen Charakter. Sheabutter wird dabei meist nicht allein eingesetzt, sondern mit anderen Pflanzenölen kombiniert.
Eine Sheabutterseife kann insbesondere für Verbraucher interessant sein, die beim Waschen ein eher reichhaltiges Hautgefühl bevorzugen. Trotzdem sollte auch hier auf die vollständige Zusammensetzung geachtet werden, denn allein das Vorhandensein von Sheabutter sagt noch wenig über die gesamte Rezeptur aus.
Lavendelseife
Lavendelseife gehört zu den bekanntesten Duftseifen. Zur Beduftung wird häufig ätherisches Lavendelöl verwendet. Manche Produkte enthalten zusätzlich getrocknete Lavendelblüten. Der charakteristische Duft wird von vielen Anwendern als angenehm und klassisch empfunden.
Bei empfindlicher Haut ist jedoch zu beachten, dass auch natürliche ätherische Öle Duftstoffe enthalten, auf die einzelne Personen reagieren können. Wer möglichst reizarm reinigen möchte, sollte deshalb nicht automatisch davon ausgehen, dass eine natürliche Beduftung für empfindliche Haut grundsätzlich besser geeignet ist.
Aktivkohleseife
Aktivkohleseife enthält fein verteilte Aktivkohle und besitzt dadurch meist eine auffällig dunkle oder schwarze Färbung. Besonders häufig werden derartige Produkte für die Gesichts- oder Körperreinigung angeboten. Hersteller kombinieren Aktivkohle beispielsweise mit Olivenöl, Kokosöl, Sheabutter oder Tonerde.
Wer Aktivkohleseife im Gesicht verwenden möchte, sollte darauf achten, dass das Produkt ausdrücklich dafür vorgesehen ist. Entscheidend ist nicht nur der Zusatz Aktivkohle, sondern die gesamte Zusammensetzung und die individuelle Hautverträglichkeit.
Salzseife
Bei Salzseifen wird der Seifenmasse eine größere Menge Salz zugesetzt. Dadurch können sehr feste und langlebige Seifenstücke entstehen. Salz beeinflusst allerdings auch die Schaumbildung, weshalb solche Rezepturen häufig mit Ölen kombiniert werden, die besonders gut schäumen.
Salzseifen werden häufig zur Körper- und Gesichtsreinigung angeboten. Das Hautgefühl unterscheidet sich teilweise deutlich von klassischen Pflanzenölseifen. Wer bisher ausschließlich gewöhnliche Seifen verwendet hat, sollte eine Salzseife zunächst vorsichtig ausprobieren.
Ziegenmilch- und Milchseife
Milchseifen enthalten beispielsweise Ziegenmilch, Schafmilch oder andere Milchbestandteile. Sie werden häufig als besonders cremige und pflegend ausgerichtete Seifen angeboten. Durch die enthaltenen tierischen Bestandteile sind diese Varianten allerdings nicht vegan.
Bei der Herstellung ist eine kontrollierte Verarbeitung wichtig, da Milchbestandteile während der Verseifung empfindlich auf hohe Temperaturen reagieren können. Hochwertige Milchseifen werden daher häufig mit besonderer Sorgfalt hergestellt.
Vegane Naturseife
Viele Naturseifen werden ausschließlich auf Basis pflanzlicher Öle hergestellt und sind damit grundsätzlich vegan. Trotzdem sollte die Kennzeichnung kontrolliert werden, denn Honig, Milch, Bienenwachs oder andere tierische Bestandteile können auch in Naturseifen vorkommen.
Vegane Varianten werden häufig aus Olivenöl, Kokosöl, Rapsöl, Sonnenblumenöl, Mandelöl, Rizinusöl, Kakaobutter oder Sheabutter hergestellt. Die Auswahl ist entsprechend groß.
Duftfreie Naturseife
Duftfreie Naturseife verzichtet auf zugesetztes Parfüm und ätherische Duftöle. Solche Produkte können insbesondere für Personen interessant sein, die starke Düfte nicht mögen oder empfindlich darauf reagieren.
Eine besonders minimalistische Rezeptur ist jedoch nicht automatisch für jeden Hauttyp ideal. Auch die verwendeten Öle, die Reinigungskraft und die Überfettung sollten berücksichtigt werden.
Welche Alternativen zur Naturseife gibt es?
Naturseife ist eine beliebte Möglichkeit zur Reinigung, jedoch nicht die einzige. Welche Alternative sinnvoll ist, hängt unter anderem vom Hauttyp, vom Verwendungszweck und von den persönlichen Vorlieben ab.
Syndet
Ein Syndet sieht in fester Form teilweise wie ein gewöhnliches Seifenstück aus, basiert jedoch nicht auf klassisch verseiften Fetten. Stattdessen kommen andere waschaktive Substanzen zum Einsatz. Der pH-Wert kann dadurch gezielt eingestellt werden. Produkte für empfindliche Haut werden beispielsweise häufig hautnah beziehungsweise leicht sauer formuliert.
Für Menschen, deren Haut klassische Seife schlecht verträgt, kann ein mildes Syndet daher eine interessante Alternative darstellen.
Festes Duschgel
Festes Duschgel wird ebenfalls in Stückform angeboten, ist chemisch aber nicht zwingend klassische Seife. Es kann auf milden Tensiden basieren und bietet ähnliche praktische Vorteile wie ein Seifenstück. Dazu gehören eine kompakte Form, eine einfache Dosierung und ein vergleichsweise geringer Verpackungsbedarf.
Flüssigseife
Flüssigseife ist besonders komfortabel zu dosieren und kann über einen Pumpspender hygienisch entnommen werden. Sie benötigt allerdings einen Behälter und enthält bereits einen großen Anteil Wasser. Für Haushalte, die feste Seife als unpraktisch empfinden, bleibt Flüssigseife eine unkomplizierte Alternative.
Waschlotion
Waschlotionen werden häufig speziell für empfindliche, trockene oder beanspruchte Haut angeboten. Je nach Zusammensetzung können sie milder sein als klassische Seife. Besonders bei Hautproblemen sollte nicht allein nach dem Begriff Natur oder konventionell entschieden werden, sondern nach der tatsächlichen Verträglichkeit und gegebenenfalls nach fachlicher Empfehlung.
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Beliebte Naturseifen im Vergleich
Auf dem Markt gibt es sowohl klassische Markenprodukte als auch traditionelle Seifenarten und zahlreiche Produkte kleiner Seifenmanufakturen. Die folgende Tabelle zeigt einige bekannte Naturseifen beziehungsweise Produktserien und gibt eine grobe Orientierung hinsichtlich Preis und Eigenschaften. Da Preise abhängig von Händler, Packungsgröße und Variante schwanken, handelt es sich lediglich um ungefähre Bereiche.
| Produkt | Marke | Ungefährer Preis | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| Natural Bar Soap | Dr. Bronner’s | ca. 5 bis 8 Euro | Feste Seife auf Pflanzenölbasis, die in mehreren Duftvarianten sowie unterschiedlichen Rezepturen angeboten wird. |
| Pflanzenölseife | Speick | ca. 2 bis 4 Euro | Klassische feste Seife mit pflanzlichen Bestandteilen für die tägliche Reinigung von Händen und Körper. |
| Olivenölseife | Finigrana | ca. 3 bis 7 Euro | Traditionell ausgerichtete Pflanzenölseife, die je nach Variante mit unterschiedlichen Duft- oder Pflanzenzusätzen erhältlich ist. |
| Aleppo-Seife | Najel | ca. 5 bis 10 Euro | Traditionelle Seife auf Basis von Olivenöl und je nach Variante unterschiedlich hohem Lorbeerölanteil. |
| Kernseife / Pflanzenölseife | Sonett | ca. 2 bis 5 Euro | Schlicht zusammengesetzte feste Seife auf Pflanzenölbasis, je nach Produkt für Hände oder weitere Reinigungsaufgaben geeignet. |
Worauf sollte man beim Kauf einer Naturseife achten?
Inhaltsstoffe
Die Inhaltsstoffe gehören zu den wichtigsten Kaufkriterien. Wer eine möglichst klassische Naturseife sucht, sollte auf eine übersichtliche Zusammensetzung achten. Gleichzeitig sind zusätzliche Zutaten nicht grundsätzlich schlecht. Entscheidend ist vielmehr, ob sie zum gewünschten Einsatzzweck passen.
Bei empfindlicher Haut kann es sinnvoll sein, zunächst eine unparfümierte und möglichst einfach formulierte Variante zu wählen. Besonders bei ätherischen Ölen sollte berücksichtigt werden, dass natürlich nicht automatisch reizfrei bedeutet.
Überfettung
Bei handgesiedeten Naturseifen wird häufig ein Überfettungsgrad angegeben. Er beschreibt vereinfacht den Anteil an Fett beziehungsweise Öl, der über die für die vollständige Verseifung benötigte Menge hinaus eingeplant wird.
Stärker überfettete Seifen werden häufig für die Körperpflege angeboten, während Haushaltsseifen deutlich niedriger überfettet sein können. Ein möglichst hoher Wert ist jedoch nicht automatisch besser, denn die ideale Rezeptur hängt vom Einsatzbereich ab.
Hauttyp
Normale und robuste Haut kommt häufig mit vielen unterschiedlichen Seifenrezepturen zurecht. Bei trockener oder empfindlicher Haut ist eine sorgfältigere Auswahl sinnvoll. Eine milde Rezeptur mit angemessener Überfettung kann angenehmer sein als eine besonders stark reinigende Seife.
Wer unter ausgeprägten Hautproblemen leidet, sollte sich allerdings nicht allein auf allgemeine Produktempfehlungen verlassen.
Duft
Viele Naturseifen besitzen intensive Düfte durch ätherische Öle oder natürliche Duftmischungen. Lavendel, Zitrone, Orange, Rosmarin, Minze und verschiedene Kräuter gehören zu den beliebten Varianten. Ein Duft, der im trockenen Zustand angenehm erscheint, kann während des Waschens deutlich intensiver wirken.
Wer Duftstoffe vermeiden möchte, sollte gezielt eine unparfümierte Seife auswählen und dabei auch auf ätherische Öle achten.
Größe des Seifenstücks
Naturseifen werden häufig in Größen zwischen ungefähr 80 und 200 Gramm angeboten. Ein großes Stück ist nicht automatisch wirtschaftlicher. Sehr große Seifen können in der Hand unpraktisch sein. Sie lassen sich jedoch problemlos teilen, sodass jeweils nur ein kleiner Teil genutzt wird und der Rest trocken gelagert werden kann.
Herstellung
Kaltgesiedete Seifen werden nach der Herstellung über mehrere Wochen gelagert und ausgehärtet. Während dieser Reifephase verliert die Seife Wasser. Ein gut gereiftes Stück ist dadurch häufig härter und kann sich beim Waschen langsamer verbrauchen.
Handgemachte Seifen sind aufgrund des höheren Herstellungsaufwands teilweise teurer als industriell gefertigte Produkte. Der höhere Preis allein ist jedoch kein Beweis für eine bessere Verträglichkeit.
Naturseife richtig verwenden
Die Anwendung ist unkompliziert. Das Seifenstück und die Hände beziehungsweise der zu reinigende Hautbereich werden zunächst mit Wasser angefeuchtet. Anschließend wird die Seife entweder zwischen den Händen aufgeschäumt oder vorsichtig über die feuchte Haut geführt. Der Schaum wird verteilt und danach gründlich abgespült.
Beim Duschen kann zusätzlich ein Waschlappen oder Seifensäckchen verwendet werden. Dadurch entsteht häufig schneller Schaum und auch kleine Seifenreste lassen sich vollständig aufbrauchen.
Für das Gesicht sollte ausschließlich eine dafür geeignete Seife verwendet werden. Die Gesichtshaut ist bei vielen Menschen empfindlicher als die Haut an Händen oder Körper. Ein Produkt, das sich hervorragend als Handseife eignet, kann deshalb für das Gesicht zu stark reinigen.
Naturseife richtig lagern
Die richtige Lagerung beeinflusst unmittelbar, wie lange ein Seifenstück hält. Der größte Fehler besteht darin, die Seife nach dem Waschen in einer geschlossenen oder mit Wasser gefüllten Ablage liegen zu lassen. Das Stück nimmt Wasser auf, wird weich und kann sich bei der nächsten Verwendung deutlich schneller abreiben.
Optimal ist eine Seifenablage, bei der Wasser vollständig ablaufen kann und Luft an möglichst viele Seiten des Stücks gelangt. Gerillte Seifenschalen, Ablagen mit Löchern oder Seifenmagnete sind deshalb besonders praktisch.
Nicht verwendete Vorratsstücke sollten trocken und möglichst kühl aufbewahrt werden. Starke Feuchtigkeit oder dauerhafte direkte Sonneneinstrahlung sind ungünstig. Manche gut gereiften Pflanzenölseifen werden durch längere trockene Lagerung sogar härter und damit ergiebiger.
Wie nachhaltig ist Naturseife?
Feste Naturseife kann hinsichtlich Verpackung und Transport verschiedene Vorteile besitzen. Da sie keinen hohen bereits enthaltenen Wasseranteil benötigt, ist sie kompakt. Zudem kann sie häufig in einer einfachen Papierbanderole oder einem kleinen Karton verkauft werden.
Nachhaltigkeit hängt allerdings nicht allein von der Produktform ab. Auch Herkunft der Pflanzenöle, Anbaumethoden, Transportwege, Verpackungsmaterial und Herstellungsverfahren spielen eine Rolle. Eine Naturseife ist deshalb nicht allein aufgrund ihres Namens automatisch besonders nachhaltig.
Wer Wert auf diesen Aspekt legt, kann auf transparente Angaben zur Herkunft der Rohstoffe, zertifizierte Pflanzenöle, möglichst wenig Verpackung und eine nachvollziehbare Produktion achten.
Häufig gestellte Fragen zu Naturseife
Ist Naturseife besser für die Haut als normale Seife?
Das lässt sich nicht pauschal sagen. Entscheidend ist die konkrete Zusammensetzung. Eine gut formulierte und passend überfettete Naturseife kann für viele Menschen angenehm sein. Andere Personen vertragen aufgrund des alkalischen pH-Werts klassische Seife generell weniger gut und kommen mit einer milden Waschlotion oder einem Syndet besser zurecht. Naturseife sollte deshalb nicht allein aufgrund der Bezeichnung als grundsätzlich hautfreundlicher angesehen werden. Besonders Menschen mit empfindlicher Haut sollten zunächst ein schlicht zusammengesetztes Produkt ausprobieren und beobachten, wie ihre Haut darauf reagiert.
Kann man Naturseife täglich verwenden?
Viele Naturseifen sind für die tägliche Anwendung konzipiert und können problemlos regelmäßig zum Händewaschen oder Duschen genutzt werden. Voraussetzung ist, dass das jeweilige Produkt vertragen wird. Wenn nach dem Waschen dauerhaft Spannungsgefühle, starke Trockenheit oder Irritationen auftreten, sollte eine mildere Alternative ausprobiert werden. Auch sehr häufiges Waschen kann unabhängig vom verwendeten Produkt die Haut belasten, weshalb die individuelle Hautreaktion wichtiger ist als eine pauschale Empfehlung.
Ist Naturseife für trockene Haut geeignet?
Es gibt zahlreiche Naturseifen, die speziell für trockene Haut entwickelt beziehungsweise stärker überfettet werden. Rezepturen mit Olivenöl, Sheabutter, Mandelöl oder anderen reichhaltigen Pflanzenfetten werden häufig in diesem Zusammenhang angeboten. Trotzdem kann auch eine stark überfettete klassische Seife für ausgesprochen trockene oder empfindliche Haut ungeeignet sein. Entscheidend ist letztlich die persönliche Verträglichkeit. Verbraucher mit sehr trockener Haut sollten zusätzlich darauf achten, nicht übermäßig heiß und lange zu waschen.
Kann Naturseife für das Gesicht benutzt werden?
Grundsätzlich gibt es Naturseifen, die ausdrücklich für die Gesichtsreinigung angeboten werden. Es sollte jedoch nicht jede beliebige Hand- oder Körperseife im Gesicht verwendet werden. Gesichtshaut kann empfindlicher reagieren und benötigt möglicherweise eine mildere Reinigung. Wer eine Gesichtsseife ausprobieren möchte, sollte daher eine entsprechend deklarierte Variante wählen, zunächst nur eine kleine Hautstelle testen und bei anhaltender Trockenheit oder Reizung auf ein anderes Reinigungsprodukt wechseln.
Warum schäumt meine Naturseife so wenig?
Die Schaummenge hängt stark von der verwendeten Rezeptur ab. Olivenölreiche Seifen entwickeln häufig einen wesentlich feineren und weniger üppigen Schaum als Kokosölseifen. Auch die Wasserhärte beeinflusst die Schaumbildung. Bei sehr hartem Leitungswasser kann die gleiche Seife weniger schäumen als bei weichem Wasser. Eine geringe Schaummenge bedeutet allerdings nicht automatisch, dass die Seife schlecht reinigt. Schaum wird von Verbrauchern häufig mit Reinigungskraft gleichgesetzt, ist dafür jedoch nicht das alleinige Kriterium.
Wie lange hält ein Stück Naturseife?
Die Nutzungsdauer hängt von Größe, Härte, Rezeptur, Lagerung und Verwendungshäufigkeit ab. Ein ungefähr 100 Gramm schweres Stück kann bei einer einzelnen Person mehrere Wochen halten. Wird dieselbe Seife täglich zum Duschen verwendet oder von mehreren Personen genutzt, verbraucht sie sich entsprechend schneller. Einen besonders großen Einfluss besitzt die Aufbewahrung. Eine Seife, die zwischen den Anwendungen vollständig trocknen kann, hält wesentlich länger als ein dauerhaft feuchtes Stück.
Kann Naturseife schlecht werden?
Auch Naturseife ist nicht unbegrenzt haltbar. Insbesondere die enthaltenen beziehungsweise nicht vollständig verseiften Fette können mit der Zeit oxidieren. Ein unangenehm ranziger Geruch oder ungewöhnliche Veränderungen können darauf hinweisen, dass ein sehr altes Seifenstück nicht mehr optimal ist. Trocken gelagerte und gut ausgereifte Seifen besitzen allerdings häufig eine lange Haltbarkeit. Die Angaben des jeweiligen Herstellers sollten berücksichtigt werden.
Warum wird Naturseife nach dem Waschen weich?
Das ist meistens eine Folge von zu viel Feuchtigkeit. Ein Seifenstück nimmt Wasser an seiner Oberfläche auf. Kann dieses Wasser nicht verdunsten, wird die oberste Schicht weich und teilweise breiig. Abhilfe schafft eine gut belüftete Seifenschale. Besonders praktisch sind Ablagen mit Rippen oder Öffnungen, durch die überschüssiges Wasser ablaufen kann. Auch ein Seifenmagnet verhindert, dass die gesamte Unterseite dauerhaft auf einer feuchten Fläche liegt.
Ist jede Naturseife vegan?
Nein. Zwar bestehen sehr viele Naturseifen ausschließlich aus pflanzlichen Ölen, es gibt jedoch auch Produkte mit Ziegenmilch, Schafmilch, Honig, Bienenwachs oder anderen tierischen Bestandteilen. Wer ausschließlich vegane Produkte verwenden möchte, sollte daher auf die entsprechende Kennzeichnung und die Inhaltsstoffliste achten. Eine Bezeichnung wie Pflanzenölseife kann ein Hinweis sein, ersetzt aber nicht unbedingt die vollständige Prüfung der Zutaten.
Was bedeutet Überfettung bei Naturseife?
Der Überfettungsgrad beschreibt vereinfacht, welcher Fettüberschuss bei der Rezepturberechnung berücksichtigt wird. Bei Körperseifen wird häufig mit einer höheren Überfettung gearbeitet als bei klassischen Haushaltsseifen. Dadurch kann sich die Seife weniger stark entfettend anfühlen. Wie hoch die optimale Überfettung sein sollte, lässt sich allerdings nicht pauschal bestimmen. Neben dem Prozentwert spielen auch die verwendeten Öle und das persönliche Hautempfinden eine entscheidende Rolle.
Naturseife Test bei Stiftung Warentest & Co
| Stiftung Warentest | Naturseife Test bei test.de |
| Öko-Test | Naturseife Test bei Öko-Test |
| Konsument.at | Naturseife bei konsument.at |
| gutefrage.net | Naturseife bei Gutefrage.de |
| Youtube.com | Naturseife bei Youtube.com |
Naturseife Testsieger
Stiftung Warentest ist bekannt dafür, eine Vielzahl an Produkte einem genauen Test zu unterziehen. Naturseifen wurden bisher noch nicht getestet, so dass wir Ihnen keinen Naturseife Testsieger präsentieren können.
Naturseife Stiftung Warentest
Leider ist uns momentan kein Naturseife Stiftung Warentest Sieger bekannt.
Fazit zu Naturseife
Naturseife ist eine vielseitige und gleichzeitig traditionsreiche Möglichkeit zur täglichen Reinigung. Besonders interessant ist die enorme Auswahl unterschiedlicher Rezepturen. Von schlichter Olivenölseife über Aleppo-Seife bis hin zu Varianten mit Sheabutter, Kokosöl, Salz, Aktivkohle, Kräutern oder ätherischen Ölen lässt sich für nahezu jeden Geschmack ein geeignetes Produkt finden. Entscheidend ist allerdings, Naturseife nicht pauschal als grundsätzlich bessere oder hautfreundlichere Alternative zu betrachten. Die tatsächlichen Eigenschaften hängen wesentlich von den verwendeten Ölen, dem Überfettungsgrad, den Zusatzstoffen und der individuellen Hautverträglichkeit ab.
Wer empfindliche oder trockene Haut besitzt, sollte besonders sorgfältig auswählen und nach Möglichkeit zunächst eine eher schlicht zusammengesetzte, wenig oder gar nicht beduftete Seife testen. Für normale Haut darf die Auswahl dagegen stärker nach persönlichen Vorlieben hinsichtlich Duft, Schaum und Hautgefühl erfolgen. Wer gezielt eine vegane Naturseife sucht, sollte darauf achten, dass keine Milch, Honig, Bienenwachs oder andere tierische Bestandteile enthalten sind.
Ein wichtiger Faktor für die Wirtschaftlichkeit ist außerdem die richtige Aufbewahrung. Selbst eine hochwertige und lange gereifte Naturseife verbraucht sich unnötig schnell, wenn sie dauerhaft feucht bleibt. Mit einer geeigneten Seifenschale oder einem Seifenmagneten kann das Stück zwischen den Anwendungen trocknen und wesentlich länger genutzt werden.
Beim Kauf lohnt es sich deshalb, nicht ausschließlich nach Preis oder Duft zu entscheiden. Inhaltsstoffe, Verwendungszweck, Pflanzenöle, Überfettung, Stückgröße, Herstellung und persönliche Hautbedürfnisse sind deutlich wichtigere Kriterien. Wird die Naturseife passend ausgewählt und richtig gelagert, kann sie eine sehr ergiebige, unkomplizierte und angenehm zu verwendende Alternative zu zahlreichen flüssigen Reinigungsprodukten darstellen.
Zuletzt Aktualisiert am 05.09.2026
Letzte Aktualisierung am 21.10.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API
