Inhaltsverzeichnis
- Was ist ein Insektenhotel?
- Vorteile und Nachteile eines Insektenhotels
- Vorteile eines Insektenhotels
- Nachteile eines Insektenhotels
- Insektenhotels Bestseller Platz 2 – 4
- Unterschiedliche Arten von Insektenhotels
- Wildbienenhotel
- Insektenhotel für Marienkäfer
- Florfliegenhotel
- Schmetterlingshaus
- Großes Insektenhotel für den Garten
- Kleines Insektenhotel für Balkon und Terrasse
- DIY-Insektenhotel zum Selberbauen
- Alternativen zum Insektenhotel
- Blühwiese statt Zierrasen
- Totholzhaufen
- Laubhaufen und wilde Gartenecken
- Sandarium für bodennistende Wildbienen
- Heimische Sträucher und Stauden
- Insektenhotels Bestseller Platz 5 – 10
- Beliebte Insektenhotels und bekannte Produkte im Überblick
- Wichtige Kaufkriterien bei einem Insektenhotel
- Geeignete Materialien
- Saubere Verarbeitung
- Stabiles Dach und Wetterschutz
- Passende Größe
- Richtige Zielgruppe
- Der richtige Standort für ein Insektenhotel
- Pflege und Wartung eines Insektenhotels
- Häufige Fehler beim Insektenhotel
- FAQ zum Insektenhotel
- Wann ist der beste Zeitpunkt, ein Insektenhotel aufzuhängen?
- Wo sollte ein Insektenhotel am besten hängen?
- Welche Insekten ziehen in ein Insektenhotel ein?
- Sind Insektenhotels gefährlich für Kinder?
- Warum wird mein Insektenhotel nicht angenommen?
- Muss man ein Insektenhotel reinigen?
- Kann ein Insektenhotel auch auf dem Balkon genutzt werden?
- Welches Material ist für ein Insektenhotel am besten?
- Bleibt ein Insektenhotel im Winter draußen?
- Insektenhotel Test bei Stiftung Warentest & Co
- Insektenhotel Testsieger
- Insektenhotel Stiftung Warentest
- Fazit: Ein gutes Insektenhotel ist nützlich, aber nur mit passender Umgebung wirklich sinnvoll
Ein Insektenhotel ist eine sinnvolle und zugleich dekorative Möglichkeit, den eigenen Garten, Balkon oder die Terrasse naturnäher zu gestalten und nützlichen Insekten wie Wildbienen, Florfliegen, Marienkäfern, Ohrwürmern oder Schmetterlingen geeignete Nist-, Schutz- und Überwinterungsplätze anzubieten, denn durch aufgeräumte Gärten, versiegelte Flächen, intensive Landwirtschaft und fehlende natürliche Hohlräume finden viele Insekten immer weniger geeignete Rückzugsorte, obwohl sie für Bestäubung, Schädlingsregulierung und ein stabiles ökologisches Gleichgewicht enorm wichtig sind.
- das Insekten-Hotel bietet vielen Arten von Käfern & Insekten Lebensraum zur Entfaltung
- hilft den Pflanzen in Ihrem Garten durch Ansiedlung von Bienen & anderen Tieren z. B. bei...
Was ist ein Insektenhotel?
Ein Insektenhotel ist eine künstlich geschaffene Nisthilfe oder Überwinterungshilfe für verschiedene Insektenarten. Es besteht meist aus einem Holzrahmen, der mit unterschiedlichen Naturmaterialien gefüllt ist. Typische Füllungen sind Bambusröhrchen, Schilfhalme, gebohrte Holzblöcke, Totholz, Zapfen, Rinde, Stroh, Holzwolle, Lehm oder kleine Hohlräume. Ziel ist es, Insekten einen geschützten Platz anzubieten, an dem sie nisten, ruhen oder den Winter überstehen können.
Besonders bekannt sind Insektenhotels als Nisthilfe für Wildbienen. Dabei handelt es sich nicht um Honigbienen, sondern um zahlreiche einzeln lebende Bienenarten, die keine großen Völker bilden. Viele Wildbienen legen ihre Eier in vorhandene Hohlräume, etwa in alte Käferfraßgänge, hohle Pflanzenstängel oder Spalten. In einem gut gebauten Insektenhotel können sie passende Röhren finden, dort einzelne Brutzellen anlegen und diese mit Pollen sowie Nektar versorgen. Anschließend verschließen sie die Öffnung, damit sich der Nachwuchs geschützt entwickeln kann.
Neben Wildbienen können auch andere Insekten von einem Insektenhotel profitieren. Marienkäfer und Florfliegen sind nützliche Helfer gegen Blattläuse. Ohrwürmer können ebenfalls Schädlinge reduzieren, auch wenn sie manchmal an weichen Früchten knabbern. Schmetterlinge benötigen eher geschützte Spalten und geeignete Pflanzen in der Umgebung. Ein Insektenhotel allein reicht aber nicht aus, wenn der restliche Garten keine Nahrung bietet. Entscheidend ist immer das Zusammenspiel aus Nisthilfe, Blütenangebot, Wasserstellen, heimischen Pflanzen und möglichst wenig chemischer Belastung.
Ein gutes Insektenhotel ist also nicht einfach nur ein dekoratives Gartenaccessoire. Es kann tatsächlich einen Beitrag zum Artenschutz im Kleinen leisten, wenn es fachgerecht gebaut, richtig befüllt und an einem geeigneten Standort angebracht wird. Gleichzeitig eignet es sich hervorragend, um Kindern und Erwachsenen die Natur näherzubringen. Man kann beobachten, wie Wildbienen Röhrchen besiedeln, wie Öffnungen verschlossen werden und wie im nächsten Jahr neue Tiere schlüpfen.
Allerdings gibt es große Qualitätsunterschiede. Viele günstige Insektenhotels sehen hübsch aus, sind für Insekten aber nur eingeschränkt geeignet. Zu kurze Röhrchen, ausgefranste Kanten, ungeeignetes Weichholz, lackierte Oberflächen, zu große Löcher oder lose Füllmaterialien können dazu führen, dass das Hotel kaum besiedelt wird. Manche Materialien sind sogar problematisch, weil sich Tiere verletzen oder Parasiten leichter eindringen können. Deshalb lohnt es sich, beim Kauf genau hinzusehen.
Vorteile und Nachteile eines Insektenhotels
Ein Insektenhotel kann den Garten ökologisch aufwerten und nützlichen Insekten helfen. Trotzdem sollte man realistisch bleiben. Es ersetzt keinen naturnahen Garten, sondern ist nur ein Baustein. Die wichtigsten Vorteile und Nachteile zeigen, worauf es wirklich ankommt.
Vorteile eines Insektenhotels
Der größte Vorteil liegt darin, dass ein Insektenhotel zusätzliche Nistmöglichkeiten schafft. Besonders in modernen Gärten fehlen oft natürliche Hohlräume. Alte Stängel werden abgeschnitten, Totholz wird entfernt, Mauerritzen werden verschlossen und Beete werden sauber aufgeräumt. Dadurch verschwinden viele natürliche Lebensräume. Ein Insektenhotel kann hier zumindest teilweise Ersatz schaffen.
Ein weiterer Vorteil ist die Förderung von Bestäubern. Wildbienen, Hummeln und andere Insekten bestäuben viele Blütenpflanzen. Davon profitieren Obstbäume, Beerensträucher, Gemüsepflanzen, Kräuter und Zierblumen. Wer ein Insektenhotel mit einem blütenreichen Garten kombiniert, kann die Bestäubung im eigenen Garten verbessern und gleichzeitig zur Artenvielfalt beitragen.
Auch für die natürliche Schädlingsregulierung kann ein Insektenhotel nützlich sein. Florfliegenlarven und Marienkäferlarven fressen Blattläuse. Ohrwürmer können ebenfalls Schädlinge reduzieren. Wenn solche Nützlinge geeignete Rückzugsorte finden, können sie sich eher im Garten halten. Das kann den Einsatz von chemischen Mitteln reduzieren oder überflüssig machen.
Ein Insektenhotel ist außerdem ein gutes Beobachtungsobjekt. Gerade für Familien mit Kindern ist es spannend zu sehen, wie Insekten arbeiten. Wildbienen sind in der Regel friedlich und interessieren sich nicht für Kuchen, Limonade oder Menschen. Sie verteidigen kein großes Volk wie Honigbienen oder Wespen. Dadurch lassen sie sich meist gut beobachten, ohne dass Gefahr entsteht.
Ein weiterer Pluspunkt ist die dekorative Wirkung. Viele Insektenhotels sind optisch ansprechend und passen gut in naturnahe Gärten, auf Terrassen oder Balkone. Sie können an Wänden, Zäunen, Gartenhäusern oder Pfosten befestigt werden. Wer Wert auf Nachhaltigkeit legt, kann ein Insektenhotel auch selbst bauen und vorhandene Naturmaterialien nutzen.
Nachteile eines Insektenhotels
Ein Nachteil ist, dass viele Insektenhotels falsch gebaut sind. Nicht jedes Produkt, das als Insektenhotel verkauft wird, ist wirklich sinnvoll. Besonders problematisch sind unsauber gebohrte Löcher mit Splittern, zu große Öffnungen, hohle Ziegel mit scharfen Kanten, Nadelholz mit Harz, lackierte Materialien oder kurze Röhrchen. Solche Hotels werden entweder schlecht angenommen oder können Insekten verletzen.
Ein weiterer Nachteil ist die falsche Erwartung. Ein Insektenhotel allein rettet keinen Garten. Wenn rundherum keine Blüten, keine heimischen Pflanzen und keine natürlichen Strukturen vorhanden sind, fehlt den Insekten Nahrung. Dann bleibt das Hotel leer oder wird nur schwach besiedelt. Wer Insekten fördern möchte, muss auch für Pollen, Nektar, Wasser und unterschiedliche Pflanzen sorgen.
Auch der Standort kann Probleme verursachen. Ein Insektenhotel, das schattig, feucht oder wackelig hängt, wird häufig schlecht angenommen. Wildbienen bevorzugen warme, sonnige und geschützte Plätze. Feuchtigkeit kann außerdem Schimmel verursachen. Wenn das Hotel nicht regengeschützt ist, können Füllmaterialien verrotten und Brutgänge unbrauchbar werden.
Ein weiterer Punkt ist die mögliche Ansammlung von Parasiten, wenn ein Hotel über Jahre ungepflegt bleibt oder ungeeignete Materialien verwendet werden. Insektenhotels sollten nicht ständig gereinigt oder auseinandergebaut werden, aber kaputte, verschimmelte oder stark verwitterte Teile sollten ersetzt werden. Besonders billige Modelle halten oft nicht lange und müssen früher ausgetauscht werden.
Insektenhotels Bestseller Platz 2 – 4
Unterschiedliche Arten von Insektenhotels
Insektenhotels gibt es in vielen Formen und Größen. Manche sind speziell für Wildbienen ausgelegt, andere bieten mehrere Bereiche für unterschiedliche Insekten. Wichtig ist nicht die Größe allein, sondern die Qualität der Materialien und die Eignung für die jeweilige Insektenart. Ein kleines, sauber verarbeitetes Wildbienenhotel kann deutlich besser sein als ein großes, schlecht gefülltes Dekohotel.
Wildbienenhotel
Ein Wildbienenhotel ist eine Nisthilfe, die speziell auf solitäre Wildbienen ausgerichtet ist. Solitäre Wildbienen leben einzeln und legen ihre Eier in kleine Hohlräume. Dafür benötigen sie glatte, saubere Röhren mit geeignetem Durchmesser und ausreichender Tiefe. Häufig werden Bambusröhrchen, Schilfröhrchen oder Hartholzblöcke mit gebohrten Löchern verwendet.
Die Qualität der Röhren ist hier entscheidend. Die Kanten müssen glatt sein, damit sich die empfindlichen Flügel der Wildbienen nicht verletzen. Ausgefranste Bambusröhrchen oder unsaubere Bohrlöcher sind ein echtes Problem. Auch der Durchmesser sollte variieren. Viele Wildbienenarten nutzen Röhren zwischen etwa drei und neun Millimetern. Zu große Löcher werden oft schlecht angenommen oder von unerwünschten Bewohnern genutzt.
Bei gebohrtem Holz ist Hartholz besser geeignet als weiches Nadelholz. Buche, Esche, Eiche oder Obstholz sind häufig sinnvoller. Wichtig ist, quer zur Holzfaser beziehungsweise sauber in abgelagertes Holz zu bohren und die Bohrlöcher gründlich zu glätten. Risse im Holz können dazu führen, dass Feuchtigkeit eindringt oder Brutgänge aufreißen. Deshalb sollte das Holz trocken und stabil sein.
Ein Wildbienenhotel sollte sonnig und regengeschützt angebracht werden. Ideal ist eine Ausrichtung nach Süden oder Südosten. Es sollte fest montiert sein und nicht im Wind baumeln. Wildbienen mögen stabile Nistplätze. Wenn das Hotel ständig wackelt, wird es schlechter angenommen. In der Nähe sollten außerdem viele Blüten vorhanden sein, denn Wildbienen benötigen Pollen und Nektar in kurzer Flugdistanz.
Insektenhotel für Marienkäfer
Marienkäfer sind beliebte Nützlinge, weil viele Arten Blattläuse fressen. Ein Insektenhotel für Marienkäfer enthält häufig Bereiche mit Holzwolle, Rinde, kleinen Spalten oder trockenen Hohlräumen. Diese dienen vor allem als Unterschlupf und Überwinterungsplatz. Marienkäfer suchen im Herbst geschützte Plätze, an denen sie die kalte Jahreszeit überstehen können.
Wichtig ist, dass der Bereich trocken bleibt. Nasse Holzwolle oder feuchte Rinde ist ungeeignet, weil Schimmel entstehen kann. Ein guter Marienkäferbereich sollte windgeschützt, aber nicht komplett luftdicht sein. Marienkäfer brauchen kleine Spalten, in die sie kriechen können. Große offene Fächer bringen wenig Schutz.
Damit Marienkäfer im Garten bleiben, reicht ein Hotel allein nicht aus. Sie benötigen Nahrung. Blattläuse sind für viele Marienkäferarten eine wichtige Nahrungsquelle. Wer jede Blattlaus sofort chemisch bekämpft, nimmt den Nützlingen die Grundlage. Ein naturnaher Garten mit verschiedenen Pflanzen, Hecken und Stauden bietet deutlich bessere Bedingungen.
Ein Marienkäferhotel ist besonders als Ergänzung sinnvoll. Es wird nicht immer so sichtbar besiedelt wie ein Wildbienenhotel, weil Marienkäfer nicht auffällig Röhren verschließen. Trotzdem kann ein geschützter Rückzugsort helfen, die Tiere im Garten zu halten.
Florfliegenhotel
Florfliegen sind nützliche Insekten, deren Larven große Mengen Blattläuse fressen können. Erwachsene Florfliegen sind zarte, grünliche Insekten mit transparenten Flügeln. Ein Florfliegenhotel besteht oft aus einem roten oder naturfarbenen Kasten mit schmalen Schlitzen und einer Füllung aus Stroh oder Holzwolle. Die Schlitze ermöglichen den Tieren den Zugang, während das Innere Schutz bietet.
Florfliegen nutzen solche Kästen vor allem als Unterschlupf und Überwinterungsquartier. Besonders im Herbst suchen sie geschützte Orte. Ein gut platzierter Florfliegenkasten kann daher sinnvoll sein, wenn im Garten viele Blattläuse auftreten und man natürliche Gegenspieler fördern möchte.
Der Standort sollte wettergeschützt sein. Zu viel Nässe ist problematisch. Gleichzeitig sollte das Hotel nicht komplett isoliert sein, damit keine Feuchtigkeit im Inneren steht. Eine leicht geschützte Wand, ein Gartenhaus oder ein stabiler Pfosten sind geeignete Standorte. In der Nähe sollten Pflanzen stehen, auf denen Florfliegen Nahrung finden. Erwachsene Florfliegen ernähren sich je nach Art unter anderem von Nektar, Pollen und Honigtau.
Ein Florfliegenhotel ist nicht so bekannt wie ein Wildbienenhotel, kann aber ein sinnvoller Bestandteil eines nützlingsfreundlichen Gartens sein. Besonders in Kombination mit blühenden Kräutern, Stauden und einem Verzicht auf Insektizide ist der Nutzen größer.
Schmetterlingshaus
Ein Schmetterlingshaus ist ein spezieller Unterschlupf mit schmalen senkrechten Schlitzen. Es soll Schmetterlingen Schutz vor Wind, Regen oder Kälte bieten. In der Praxis werden solche Häuser jedoch unterschiedlich gut angenommen. Viele Schmetterlinge benötigen vor allem geeignete Futterpflanzen für Raupen und nektarreiche Blüten für erwachsene Tiere. Ein Haus allein hat daher nur begrenzten Nutzen.
Wer Schmetterlinge fördern möchte, sollte zuerst an Pflanzen denken. Brennnesseln sind zum Beispiel für einige bekannte Schmetterlingsraupen wichtig. Nektarpflanzen wie Lavendel, Dost, Thymian, Sommerflieder, Flockenblumen oder heimische Wildblumen können erwachsene Falter anlocken. Ohne passende Pflanzen bleibt auch das schönste Schmetterlingshaus weitgehend wirkungslos.
Ein Schmetterlingshaus kann dennoch als Ergänzung sinnvoll sein. Es sollte trocken, windgeschützt und in der Nähe von Blühpflanzen stehen. Manche Modelle sind optisch sehr dekorativ. Für einen echten Beitrag zur Schmetterlingsförderung ist aber ein naturnaher Garten wesentlich wichtiger.
Großes Insektenhotel für den Garten
Große Insektenhotels bestehen oft aus mehreren Fächern mit unterschiedlichen Materialien. Sie sollen Wildbienen, Marienkäfern, Florfliegen, Ohrwürmern und anderen Insekten gleichzeitig Platz bieten. Solche Modelle sind optisch auffällig und können ein schöner Blickfang im Garten sein. Sie eignen sich besonders für größere Grundstücke, Naturgärten, Schulen, Kindergärten oder Gemeinschaftsgärten.
Bei großen Modellen ist die Materialqualität besonders wichtig. Viele große Insektenhotels enthalten zwar viele Fächer, aber nicht alle Füllungen sind sinnvoll. Zapfen, grobe Holzstücke oder lose Rinde sehen dekorativ aus, bieten aber oft weniger Nutzen als saubere Niströhren für Wildbienen. Deshalb sollte man beim Kauf prüfen, ob die wichtigsten Bereiche hochwertig verarbeitet sind.
Ein großes Insektenhotel sollte stabil stehen oder fest befestigt werden. Es darf nicht kippen, wackeln oder bei Sturm beschädigt werden. Ein Dachüberstand schützt vor Regen. Die Rückwand sollte stabil sein. Außerdem sollte das Hotel nicht direkt auf feuchtem Boden stehen, weil sonst Holz und Füllmaterial schneller verrotten.
Große Insektenhotels sind besonders dann sinnvoll, wenn der Garten auch ökologisch passend gestaltet ist. Dazu gehören heimische Blühpflanzen, Wildblumen, Kräuter, Totholzbereiche, Laubhaufen, Wasserstellen und ein möglichst geringer Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Nur dann wird aus dem Hotel ein echter Lebensraum und nicht nur Dekoration.
Kleines Insektenhotel für Balkon und Terrasse
Auch auf Balkon und Terrasse kann ein kleines Insektenhotel sinnvoll sein. Besonders Wildbienen nutzen geeignete Nisthilfen auch in städtischen Bereichen, wenn ausreichend Blüten vorhanden sind. Ein kompaktes Modell mit Bambusröhrchen oder gebohrtem Hartholz kann an einer sonnigen Wand, am Balkongeländer oder an einem geschützten Pfosten befestigt werden.
Für Balkone ist wichtig, dass das Hotel sicher befestigt wird und nicht herunterfallen kann. Es sollte nicht frei im Wind schwingen. Außerdem sollte es nicht direkt hinter einer Scheibe hängen, wenn starke Hitze entsteht. Ein sonniger, aber nicht überhitzter Platz ist ideal. Regen sollte möglichst nicht direkt eindringen.
Damit das kleine Insektenhotel angenommen wird, sollte der Balkon blühende Pflanzen bieten. Kräuter wie Thymian, Salbei, Oregano, Schnittlauch und Lavendel sind für viele Insekten attraktiv. Auch heimische Wildblumen in Kästen können helfen. Rein grüne Balkone ohne Blüten bieten dagegen wenig Nahrung.
Ein kleines Insektenhotel ist für Balkonbesitzer eine gute Möglichkeit, Natur zu beobachten. Gerade Wildbienen lassen sich gut aus nächster Nähe sehen. Da sie friedlich sind und keine großen Völker verteidigen, sind sie im Normalfall unproblematische Mitbewohner.
DIY-Insektenhotel zum Selberbauen
Ein selbst gebautes Insektenhotel kann besonders sinnvoll sein, wenn hochwertige Materialien verwendet werden. Der Vorteil liegt darin, dass man die Größe, Füllung und Verarbeitung selbst bestimmen kann. Viele schlechte Fertigprodukte lassen sich vermeiden, wenn man weiß, worauf es ankommt.
Für Wildbienen eignen sich saubere Bambusröhrchen, Schilfstängel oder gebohrte Hartholzblöcke. Die Röhren sollten hinten geschlossen sein oder an einer natürlichen Knotenstelle enden. Die Schnittkanten müssen glatt sein. Bohrlöcher sollten nicht ausfransen. Nach dem Bohren kann man die Öffnungen mit Schleifpapier glätten. Die Tiefe der Gänge sollte ausreichend sein, damit mehrere Brutzellen hintereinander angelegt werden können.
Für andere Nützlinge können kleine Kästen mit Holzwolle, Rinde oder Stroh ergänzt werden. Diese Bereiche müssen trocken bleiben. Wichtig ist ein stabiles Dach mit Überstand. Das Holz des Rahmens sollte unbehandelt oder nur mit unbedenklichen, wetterfesten Mitteln geschützt sein. Lacke, starke Gerüche und chemische Holzschutzmittel sind ungeeignet.
Ein DIY-Insektenhotel ist auch ein gutes Projekt für Kinder, Schulen oder Familien. Dabei sollte aber nicht nur gebastelt, sondern auch erklärt werden, welche Materialien wirklich sinnvoll sind. So entsteht nicht nur ein dekoratives Objekt, sondern eine funktionierende Nisthilfe.
Alternativen zum Insektenhotel
Ein Insektenhotel ist nur eine Möglichkeit, Insekten zu fördern. Oft sind natürliche Strukturen sogar wertvoller als künstliche Hotels. Wer wirklich etwas für Insekten tun möchte, sollte den Garten insgesamt naturnäher gestalten. Die folgenden Alternativen und Ergänzungen sind besonders sinnvoll.
Blühwiese statt Zierrasen
Eine Blühwiese bietet vielen Insekten deutlich mehr Nahrung als ein kurz gemähter Zierrasen. Heimische Wildblumen liefern Pollen und Nektar für Wildbienen, Schwebfliegen, Schmetterlinge und Käfer. Je vielfältiger die Pflanzen, desto größer ist die Chance, dass unterschiedliche Insektenarten profitieren.
Eine Blühwiese muss nicht den ganzen Garten ersetzen. Schon ein kleiner Bereich kann helfen. Wichtig ist, eine geeignete Saatmischung zu verwenden und die Fläche nicht zu häufig zu mähen. Viele Wildblumen benötigen magere Böden. Auf stark gedüngten Flächen setzen sich oft Gräser durch. Eine Blühwiese braucht daher eine andere Pflege als klassischer Rasen.
Totholzhaufen
Totholz ist ein natürlicher Lebensraum für viele Insekten. Alte Äste, Holzstücke, Baumstämme oder Wurzelreste bieten Verstecke, Nahrung und Nistplätze. Käfer, Wildbienen, Ameisen, Spinnen und viele andere Tiere nutzen Totholz. In sehr aufgeräumten Gärten fehlt dieser Lebensraum fast vollständig.
Ein Totholzhaufen lässt sich einfach anlegen. Man kann Äste und Holzstücke in einer ruhigen Gartenecke stapeln. Wichtig ist, dass das Holz nicht ständig bewegt wird. Mit der Zeit siedeln sich Pilze, Moose und viele Kleintiere an. Der Nutzen ist oft größer als bei vielen dekorativen Insektenhotels.
Laubhaufen und wilde Gartenecken
Laub ist kein Abfall, sondern ein wertvoller Lebensraum. Ein Laubhaufen bietet Schutz für Käfer, Spinnen, Larven, Regenwürmer und andere Kleintiere. Auch Igel können größere Laubhaufen nutzen. Wer im Herbst jedes Blatt entfernt, nimmt vielen Tieren wichtige Winterquartiere.
Eine wilde Gartenecke mit Laub, Ästen, hohen Gräsern und abgestorbenen Stängeln ist ökologisch sehr wertvoll. Viele Insekten überwintern in Pflanzenstängeln oder im Boden. Wenn alles im Herbst radikal abgeschnitten wird, gehen diese Lebensräume verloren. Besser ist es, trockene Stängel bis zum Frühjahr stehen zu lassen.
Sandarium für bodennistende Wildbienen
Viele Wildbienen nisten nicht in Röhren, sondern im Boden. Für diese Arten bringt ein klassisches Insektenhotel wenig. Ein Sandarium kann hier helfen. Dabei handelt es sich um eine sonnige, offene Sandfläche mit magerem, durchlässigem Substrat. Bodennistende Wildbienen graben dort ihre Nistgänge.
Wichtig ist ein sonniger Standort und ungeeigneter Bewuchs sollte reduziert werden. Die Fläche darf nicht ständig betreten, geharkt oder bewässert werden. Ein Sandarium ist besonders wertvoll, weil ein großer Teil der Wildbienenarten bodennistend ist. Wer also nur ein Insektenhotel aufhängt, unterstützt nur einen Teil der Arten.
Heimische Sträucher und Stauden
Heimische Pflanzen sind für Insekten oft wertvoller als exotische Zierpflanzen. Viele Insektenarten sind an bestimmte Pflanzen angepasst. Heimische Wildsträucher, Stauden und Kräuter bieten Nahrung, Schutz und Fortpflanzungsmöglichkeiten. Beispiele sind Schlehe, Weißdorn, Hasel, Holunder, Wildrosen, Natternkopf, Wiesensalbei, Dost, Flockenblume und viele weitere Arten.
Ein Garten mit heimischen Pflanzen ist langfristig stabiler und lebendiger. Er bietet Nahrung über einen längeren Zeitraum, wenn früh, mittel und spät blühende Arten kombiniert werden. Ein Insektenhotel wird in einem solchen Umfeld deutlich besser angenommen.
Insektenhotels Bestseller Platz 5 – 10
- Design: XXL Insektenhotel in Hausform - Gebrannte Optik - Maße H x B x T: ca. 150 x 15,5 x 11 cm
- Nisthilfe: Insektenhaus für Wildbienen, Schmetterlinge u. a. Insekten - Artenvielfalt unterstützen
- Lerneffekt: Das Wildbienenhotel ist für Erwachsene und Kinder eine tolle Beobachtungsmöglichkeit
- Material: Schmetterlingshotel aus Tannenholz - Gefüllt mit Bambusröhrchen, Zapfen und Aststücken
- UNBEHANDELTES NATURHOLZ - Hergestellt aus robustem Naturholz und sorgfältig gewählten...
- WETTERFEST & GANZJÄHRIG - Das herausragende Metalldach schirmt das Insektenhaus effektiv vor...
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- Witterungsbeständig: Dank des robusten Metall-Dachs ist unser Insektenhotel wetterfest und bietet...
- Einfache Pflege: Das Bienenhotel verfügt über praktische Türen und Griffe. Diese ermöglichen...
- Einfache Installation: Mit den beigefügten Stangen lässt sich das Insektenhotel XXL einfach und...
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- Zum Aufhängen: An der Rückseite hat das Schmetterlingshotel einen Haken zum Aufhängen. Ideal ist...
- Brutkammern: Die 5 Fächer bieten vielen Insekten wie z.B. Wildbienen, Käfer, Schmetterlinge...
- Füllmaterial: Insekten nutzen Holz, Holzspäne und Bambusröhre zum Nisten. Gleichzeitig bekämpfen...
- UMWELTFREUNDLICH UND PÄDAGOGISCH wertvoll, bietet dieses Insektenhotel Kindern und Erwachsenen...
- WETTERFESTE KONSTRUKTION sorgt für Langlebigkeit und Schutz der Insektenbewohner vor Regen und...
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- KINDERFREUNDLICHES DESIGN ermöglicht es jungen Naturforschern, das Insektenhotel selbst zu bemalen...
Beliebte Insektenhotels und bekannte Produkte im Überblick
Die folgende Tabelle zeigt bekannte Arten und Marken von Insektenhotels. Die Preise sind grobe Richtwerte und können je nach Größe, Material, Verarbeitung, Händler und Saison abweichen. Besonders wichtig ist bei einem Insektenhotel nicht nur der Preis, sondern die saubere Verarbeitung der Nistgänge und die Eignung der Füllmaterialien.
| Produktname | Marke | Ungefährer Preis | Kurze Beschreibung |
|---|---|---|---|
| Wildbienenhaus | Neudorff | ca. 20 bis 45 Euro | Kompakte Nisthilfe für Wildbienen, meist mit Fokus auf geeignete Röhren und einfache Befestigung im Garten oder auf dem Balkon. |
| Insektenhotel Großmodell | Dobar | ca. 35 bis 120 Euro | Größere Modelle mit mehreren Fächern für unterschiedliche Insektenarten, dekorativ und für naturnahe Gärten geeignet. |
| Insektenhotel aus Holz | Relaxdays | ca. 15 bis 50 Euro | Preiswerte Modelle in verschiedenen Größen, geeignet als Einstieg, Verarbeitung der Röhren sollte vor der Nutzung geprüft werden. |
| Wildbienen-Nisthilfe | Gardigo | ca. 15 bis 40 Euro | Kleine bis mittlere Nisthilfen für Wildbienen und andere Nützlinge, häufig für Balkon, Terrasse und Garten verwendbar. |
| Nützlingshotel | Windhager | ca. 20 bis 70 Euro | Verschiedene Modelle für Wildbienen, Florfliegen und Marienkäfer, je nach Ausführung mit unterschiedlichen Naturmaterialien. |
| DIY-Insektenhotel Bausatz | verschiedene Anbieter | ca. 10 bis 35 Euro | Selbstbau-Set für Kinder, Familien oder Schulen, sinnvoll wenn die Materialien sauber verarbeitet und fachgerecht eingesetzt werden. |
Wichtige Kaufkriterien bei einem Insektenhotel
Geeignete Materialien
Das wichtigste Kaufkriterium sind die Materialien. Für Wildbienen eignen sich glatte Röhren aus Bambus, Schilf oder gebohrtem Hartholz. Die Öffnungen dürfen nicht splittern. Weiches, faseriges Holz ist ungünstig, weil Bohrlöcher ausreißen und Feuchtigkeit stärker eindringen kann. Zapfen, lose Holzstücke und dekorative Füllungen sehen zwar schön aus, haben aber oft nur begrenzten Nutzen.
Ein gutes Insektenhotel verwendet unbehandelte oder unbedenklich behandelte Naturmaterialien. Starke Lacke, chemische Holzschutzmittel oder riechende Klebstoffe sind ungeeignet. Insekten reagieren empfindlich auf Gerüche und Schadstoffe. Außerdem sollte das Holz wetterbeständig sein, damit das Hotel mehrere Jahre hält.
Saubere Verarbeitung
Saubere Verarbeitung ist besonders bei Wildbienen wichtig. Die Eingänge der Niströhren müssen glatt sein. Splitter können Flügel verletzen. Auch zu kurze Röhren sind problematisch, weil Wildbienen mehrere Brutzellen hintereinander anlegen. Wenn die Gänge zu kurz sind, wird das Hotel schlechter genutzt.
Bei Holzblöcken sollten die Bohrungen sauber und tief genug sein. Sie dürfen hinten nicht komplett durchgehen, sondern sollten geschlossen enden. Offene Durchgänge bieten weniger Schutz. Risse im Holz können Feuchtigkeit und Parasiten begünstigen. Deshalb sollte man beim Kauf genau auf Bohrlöcher, Röhren und Kanten achten.
Stabiles Dach und Wetterschutz
Ein gutes Insektenhotel braucht Schutz vor Regen. Ein Dach mit Überstand verhindert, dass Wasser direkt in die Niströhren läuft. Feuchte Röhren können schimmeln und die Brut schädigen. Auch die Rückseite sollte stabil und möglichst geschützt sein. Modelle ohne ausreichenden Wetterschutz verwittern schneller.
Wer ein Hotel an einer Hauswand, unter einem Dachüberstand oder an einer geschützten Gartenhütte montiert, verbessert die Haltbarkeit zusätzlich. Trotzdem sollte das Hotel sonnig stehen. Ein komplett schattiger, feuchter Standort ist ungünstig.
Passende Größe
Die Größe sollte zum Standort passen. Für Balkon und Terrasse reicht oft ein kleines Wildbienenhotel. Für größere Gärten kann ein größeres Modell sinnvoll sein. Entscheidend ist aber nicht möglichst groß, sondern möglichst gut verarbeitet. Ein kleines, hochwertiges Hotel wird häufig besser angenommen als ein großes Billigmodell mit schlechten Füllungen.
Sehr große Insektenhotels sollten stabil montiert oder aufgestellt werden. Sie müssen Wind und Wetter standhalten. Wenn sie wackeln oder kippen, verlieren sie an Nutzen und können gefährlich werden.
Richtige Zielgruppe
Nicht jedes Insektenhotel ist für dieselben Tiere gedacht. Wer Wildbienen fördern möchte, sollte ein Hotel mit guten Röhren kaufen. Wer Florfliegen oder Marienkäfer unterstützen möchte, braucht eher geschützte Hohlräume mit Holzwolle oder Stroh. Wer Schmetterlinge fördern will, sollte vor allem auf passende Pflanzen setzen.
Viele Kombimodelle versprechen Lebensraum für zahlreiche Insekten. Das ist nicht automatisch falsch, aber man sollte prüfen, ob die einzelnen Bereiche wirklich sinnvoll gestaltet sind. Häufig sind spezialisierte Nisthilfen besser als überladene Dekohotels.
Der richtige Standort für ein Insektenhotel
Der Standort entscheidet stark darüber, ob ein Insektenhotel angenommen wird. Besonders Wildbienen bevorzugen warme und sonnige Plätze. Ideal ist eine Ausrichtung nach Süden oder Südosten. Morgensonne ist sehr gut, weil die Tiere dadurch früh aktiv werden können. Ein schattiger Nordstandort ist dagegen ungeeignet.
Das Insektenhotel sollte trocken hängen. Direkter Regen in die Niströhren ist schlecht. Ein Dachüberstand, eine Hauswand, ein Gartenhaus oder ein geschützter Zaun sind gute Möglichkeiten. Gleichzeitig sollte das Hotel nicht komplett versteckt sein. Insekten müssen es gut anfliegen können. Dichte Büsche direkt vor den Röhren können stören.
Die Befestigung muss stabil sein. Das Hotel sollte nicht frei baumeln oder bei Wind schwingen. Wildbienen bevorzugen feste Nistplätze. Ein wackeliges Hotel wird schlechter angenommen. Eine Montage in etwa ein bis zwei Metern Höhe ist praktisch, aber nicht zwingend. Wichtig ist vor allem, dass es sicher, trocken und sonnig hängt.
In der Nähe sollten blühende Pflanzen wachsen. Viele Wildbienen fliegen nicht extrem weit auf Nahrungssuche. Wenn direkt im Umfeld blütenreiche Stauden, Kräuter, Obstbäume, Wildblumen oder Sträucher vorhanden sind, steigt die Chance auf Besiedlung. Ein Insektenhotel an einer kahlen Wand ohne Pflanzen in der Nähe wird deutlich weniger bringen.
Pflege und Wartung eines Insektenhotels
Ein Insektenhotel braucht wenig Pflege, sollte aber regelmäßig kontrolliert werden. Wichtig ist, es nicht aus falschem Ordnungssinn zu reinigen. Verschlossene Röhren dürfen nicht geöffnet werden. Darin befindet sich möglicherweise Nachwuchs. Auch scheinbar verlassene Gänge können noch besetzt sein. Deshalb sollte man Brutgänge in Ruhe lassen.
Kontrolliert werden sollten vor allem beschädigte, verschimmelte oder herausfallende Materialien. Wenn Röhrchen nass, schwarz, weich oder stark beschädigt sind, können sie ersetzt werden. Lose Füllungen sollten wieder stabil eingesetzt werden. Ein beschädigtes Dach sollte repariert werden, damit kein Wasser eindringt.
Spinnweben direkt vor den Einfluglöchern können vorsichtig entfernt werden, wenn sie den Zugang blockieren. Das sollte aber behutsam passieren. Spinnen gehören ebenfalls zum Ökosystem, doch direkt verschlossene Röhrenzugänge können die Nutzung des Hotels einschränken.
Im Winter sollte das Insektenhotel draußen bleiben. Viele Insekten überwintern darin. Wer es ins warme Haus holt, bringt den natürlichen Rhythmus durcheinander. Die Tiere könnten zu früh schlüpfen und dann keine Nahrung finden. Ein Insektenhotel bleibt daher ganzjährig am Standort.
Häufige Fehler beim Insektenhotel
Ein häufiger Fehler ist ein falscher Standort. Viele Insektenhotels hängen zu schattig, zu feucht oder zu niedrig im Spritzwasserbereich. Das führt dazu, dass Röhren schimmeln oder kaum besiedelt werden. Sonne, Trockenheit und Stabilität sind entscheidend.
Ein weiterer Fehler sind ungeeignete Materialien. Ausgefranste Bambusröhren, scharfkantige Ziegel, frisches Nadelholz, lackierte Füllungen oder zu große Löcher sind schlecht. Gerade günstige Produkte sollten vor dem Aufhängen geprüft und bei Bedarf nachgebessert werden.
Auch zu viel Ordnung im Garten ist ein Problem. Wenn das Insektenhotel zwar hängt, aber alle Blüten fehlen, Laub entfernt wird und Pflanzen stark zurückgeschnitten werden, finden Insekten wenig Nahrung und kaum weitere Lebensräume. Ein Insektenhotel funktioniert am besten in einem naturnahen Umfeld.
Ein weiterer Fehler ist das Reinigen zur falschen Zeit. Verschlossene Röhren sollten niemals geöffnet werden. Sie enthalten oft Brut. Wer sie auskratzt, zerstört die nächste Generation. Nur beschädigte oder eindeutig unbrauchbare Teile sollten vorsichtig ersetzt werden.
FAQ zum Insektenhotel
Wann ist der beste Zeitpunkt, ein Insektenhotel aufzuhängen?
Ein Insektenhotel kann grundsätzlich das ganze Jahr über aufgehängt werden. Besonders sinnvoll ist es jedoch im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr, bevor viele Wildbienen mit der Suche nach Nistplätzen beginnen. Dann steht die Nisthilfe rechtzeitig bereit. Auch im Sommer oder Herbst kann man ein Insektenhotel noch anbringen, denn manche Insekten nutzen es später als Schutz- oder Überwinterungsplatz.
Wichtig ist, dass das Hotel nach dem Aufhängen möglichst an seinem Platz bleibt. Häufiges Umhängen stört die Orientierung der Insekten. Wenn Wildbienen bereits Röhren besiedelt haben, sollte das Hotel nicht mehr versetzt werden. Die Tiere merken sich den Standort sehr genau. Wird das Hotel plötzlich an einen anderen Ort gebracht, finden sie ihre Nistplätze möglicherweise nicht wieder.
Wo sollte ein Insektenhotel am besten hängen?
Ein Insektenhotel sollte sonnig, trocken und windgeschützt hängen. Besonders gut ist eine Ausrichtung nach Süden oder Südosten. So wird das Hotel morgens schnell erwärmt, und Wildbienen können früh aktiv werden. Ein Platz unter einem Dachüberstand, an einer Hauswand, an einem Gartenhaus oder an einem stabilen Zaun ist oft gut geeignet.
Wichtig ist außerdem eine stabile Befestigung. Das Hotel sollte nicht frei baumeln oder stark wackeln. Vor den Einflugöffnungen sollte genügend freier Raum sein, damit Insekten gut anfliegen können. Direkt daneben oder darunter sollten möglichst blühende Pflanzen wachsen, damit Nahrung in der Nähe verfügbar ist.
Welche Insekten ziehen in ein Insektenhotel ein?
Am häufigsten werden gute Insektenhotels von Wildbienen genutzt. Sie legen ihre Eier in Röhren oder Bohrlöcher und verschließen diese anschließend mit Lehm, Pflanzenmaterial oder anderen Stoffen. Je nach Füllung können auch Florfliegen, Marienkäfer, Ohrwürmer oder andere kleine Nützlinge Schutz finden.
Welche Tiere tatsächlich einziehen, hängt stark von Bauweise, Standort und Gartenumgebung ab. Ein Hotel mit hochwertigen Röhren wird eher von Wildbienen genutzt. Bereiche mit Holzwolle können eher Florfliegen oder Marienkäfern dienen. Wenn im Garten aber keine Nahrung vorhanden ist, bleibt auch ein gutes Hotel oft wenig besiedelt.
Sind Insektenhotels gefährlich für Kinder?
Ein fachgerecht angebrachtes Insektenhotel ist für Kinder normalerweise nicht gefährlich. Wildbienen sind friedlich und verteidigen kein großes Volk wie Honigbienen oder Wespen. Sie interessieren sich nicht für süße Getränke, Kuchen oder Grillfleisch. Deshalb lassen sie sich meist gut beobachten.
Trotzdem sollten Kinder lernen, das Hotel nicht zu schütteln, nicht mit Stöcken in die Röhren zu stechen und verschlossene Gänge nicht zu öffnen. Beobachten ist sinnvoll, stören nicht. Wer Kindern den richtigen Umgang erklärt, kann ein Insektenhotel sogar als wertvolles Lernobjekt nutzen.
Warum wird mein Insektenhotel nicht angenommen?
Wenn ein Insektenhotel leer bleibt, liegt es oft am Standort oder an der Verarbeitung. Ein schattiger, feuchter oder wackeliger Platz ist ungünstig. Auch ausgefranste Röhren, zu große Löcher, ungeeignete Materialien oder fehlender Wetterschutz können dazu führen, dass Insekten das Hotel meiden.
Ein weiterer Grund kann fehlende Nahrung sein. Wenn im Umfeld kaum Blüten wachsen, gibt es für Wildbienen und andere Insekten wenig Anreiz, sich dort anzusiedeln. Ein Insektenhotel sollte daher immer mit blütenreichen Pflanzen kombiniert werden. Manchmal dauert es auch einfach eine Saison, bis die ersten Bewohner einziehen.
Muss man ein Insektenhotel reinigen?
Ein Insektenhotel sollte nicht wie ein Vogelhaus gründlich gereinigt werden. Verschlossene Röhren dürfen nicht geöffnet oder ausgekratzt werden, weil sich darin Brut befinden kann. Auch wenn eine Röhre lange verschlossen aussieht, kann sie noch bewohnt sein. Geduld ist hier wichtig.
Pflege bedeutet eher Kontrolle als Reinigung. Beschädigte, verschimmelte oder herausfallende Materialien können vorsichtig ersetzt werden. Das Dach sollte dicht bleiben, damit kein Regen eindringt. Spinnweben direkt vor den Eingängen können bei Bedarf vorsichtig entfernt werden. Eine komplette Reinigung ist meist nicht nötig und kann mehr schaden als nutzen.
Kann ein Insektenhotel auch auf dem Balkon genutzt werden?
Ja, ein Insektenhotel kann auch auf dem Balkon sinnvoll sein. Besonders kleine Wildbienenhotels werden auch in Städten angenommen, wenn der Standort sonnig und geschützt ist. Wichtig ist eine stabile Befestigung, damit das Hotel nicht im Wind schwingt oder herunterfällt.
Auf dem Balkon sollten zusätzlich blühende Pflanzen stehen. Kräuter wie Thymian, Salbei, Oregano, Lavendel und Schnittlauch sind hilfreich. Auch Wildblumenmischungen in Balkonkästen können Nahrung bieten. Ohne Blüten wird das Hotel deutlich weniger attraktiv.
Welches Material ist für ein Insektenhotel am besten?
Für Wildbienen sind glatte Bambusröhrchen, Schilfröhrchen und sauber gebohrtes Hartholz besonders geeignet. Die Gänge sollten unterschiedliche Durchmesser haben und hinten geschlossen sein. Die Eingänge müssen glatt sein, damit sich die Tiere nicht verletzen.
Für Florfliegen und Marienkäfer können Holzwolle, Stroh oder Rindenstücke als geschützte Rückzugsorte dienen. Diese Materialien müssen trocken bleiben. Ungeeignet sind scharfkantige, splittrige, lackierte oder feuchte Materialien. Auch dekorative Füllungen ohne echte Hohlräume bringen oft wenig Nutzen.
Bleibt ein Insektenhotel im Winter draußen?
Ja, ein Insektenhotel sollte im Winter draußen bleiben. Viele Insekten überwintern darin oder entwickeln sich in verschlossenen Röhren. Wird das Hotel ins warme Haus gebracht, können die Tiere zu früh schlüpfen. Dann finden sie draußen keine Nahrung und sterben möglicherweise.
Der beste Schutz ist ein geeigneter Standort, der vor Regen und starkem Wind schützt. Frost ist für viele überwinternde Insekten kein Problem, solange das Hotel trocken bleibt und die natürlichen Temperaturverhältnisse erhalten bleiben.
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Fazit: Ein gutes Insektenhotel ist nützlich, aber nur mit passender Umgebung wirklich sinnvoll
Ein Insektenhotel kann eine wertvolle Ergänzung für Garten, Balkon oder Terrasse sein. Es bietet Wildbienen und anderen Nützlingen zusätzliche Nist- und Rückzugsplätze und macht Natur direkt beobachtbar. Besonders hochwertige Wildbienenhotels mit sauberen Röhren, glatten Bohrlöchern und wettergeschützter Bauweise können sehr gut angenommen werden.
Entscheidend ist jedoch die Qualität. Ein hübsches, aber schlecht verarbeitetes Insektenhotel bringt wenig. Splittrige Röhren, ungeeignetes Holz, zu große Löcher oder fehlender Regenschutz können den Nutzen deutlich reduzieren. Wer ein Insektenhotel kaufen möchte, sollte deshalb auf geeignete Materialien, saubere Verarbeitung, ein stabiles Dach und eine sichere Befestigung achten.
Genauso wichtig ist die Umgebung. Ohne Blüten, heimische Pflanzen, Totholz, Laubbereiche und natürliche Strukturen bleibt ein Insektenhotel nur ein einzelnes Hilfsmittel. Der größte Nutzen entsteht, wenn das Hotel Teil eines naturnahen Gartens ist. Blühende Kräuter, Wildblumen, Obstgehölze, heimische Stauden und ein Verzicht auf unnötige Pflanzenschutzmittel machen den Standort für Insekten deutlich attraktiver.
Wer Insekten wirklich unterstützen möchte, sollte deshalb nicht nur ein Hotel aufhängen, sondern den Garten insgesamt insektenfreundlicher gestalten. Dann wird das Insektenhotel nicht nur zur Dekoration, sondern zu einem funktionierenden Lebensraum im Kleinen.
Zuletzt Aktualisiert am 06.07.2026
Letzte Aktualisierung am 12.07.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API
