Eine Tomatenpresse ist ein praktisches Küchengerät für alle, die frische Tomaten schnell und möglichst ohne großen manuellen Aufwand zu einer feinen Grundlage für Tomatensoße, Passata, Suppe, Ketchup, Sugo oder andere Gerichte verarbeiten möchten, denn das Gerät trennt das weiche Fruchtfleisch und den Saft weitgehend von Schalen, Kernen und festeren Bestandteilen und erspart dadurch das mühsame Abziehen der Tomatenhaut sowie das anschließende Passieren durch ein gewöhnliches Küchensieb. Besonders während der Tomatensaison, bei einer reichen Ernte aus dem eigenen Garten oder bei der Verarbeitung größerer Mengen kann eine Tomatenpresse die Arbeit erheblich beschleunigen. Neben einfachen handbetriebenen Modellen werden elektrische Tomatenpressen, robuste Geräte aus Edelstahl, Aufsätze für Küchenmaschinen und kombinierte Obst- und Gemüsemühlen angeboten. Die Unterschiede betreffen unter anderem die Leistung, die Materialqualität, den Durchsatz, die Lochgröße des Siebes, die Art der Befestigung und den Reinigungsaufwand. Dieser ausführliche Tomatenpresse Ratgeber erklärt, wie die Geräte funktionieren, welche Ausführungen erhältlich sind, welche Vor- und Nachteile sie besitzen und worauf beim Kauf einer geeigneten Presse besonders geachtet werden sollte.
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Was ist eine Tomatenpresse?
Eine Tomatenpresse ist ein manuell oder elektrisch betriebenes Küchengerät, mit dem Tomaten zerkleinert, ausgepresst und gleichzeitig passiert werden. Während Fruchtfleisch und Saft durch ein gelochtes Sieb gelangen, werden Schalen, Kerne, Strunkreste und andere feste Bestandteile getrennt ausgegeben. Das Ergebnis ist eine relativ gleichmäßige Tomatenmasse, die direkt weiterverarbeitet, eingekocht oder eingefroren werden kann.
Die Bezeichnung Tomatenpresse wird für unterschiedliche Geräte verwendet. Einige Modelle ähneln einem Fleischwolf und besitzen eine Förderschnecke, die die Tomaten gegen ein konisches Sieb drückt. Andere funktionieren wie eine klassische Passiermühle, bei der ein rotierendes Element die weichen Zutaten durch eine gelochte Scheibe presst. Außerdem gibt es Vorsätze für Küchenmaschinen und Fleischwölfe, die dieselbe Aufgabe übernehmen.
Eine klassische Tomatenpresse besteht aus einem Einfülltrichter, einem Gehäuse, einer Pressschnecke, einem Sieb und zwei getrennten Ausläufen. Durch den ersten Auslauf fließt das passierte Fruchtfleisch. Durch den zweiten werden Schalen und Kerne abgeführt. Bei manuellen Geräten wird die Schnecke über eine Handkurbel bewegt. Elektrische Modelle besitzen einen Motor, der den Pressvorgang automatisiert.
Tomatenpressen werden vor allem zur Herstellung von Passata verwendet. Passata ist eine passierte Tomatenmasse, die als Grundlage für Soßen, Suppen, Pizza, Aufläufe und zahlreiche mediterrane Gerichte dient. Je nach Reifegrad und Sorte der Tomaten entsteht eine eher dünne oder dickflüssige Masse. Die Konsistenz kann anschließend durch Einkochen angepasst werden.
Wie funktioniert eine Tomatenpresse?
Die vorbereiteten Tomaten werden in den Einfülltrichter gegeben und mit einem Stopfer vorsichtig in Richtung Förderschnecke bewegt. Die Schnecke zieht das Material ein, zerdrückt es und transportiert es entlang eines gelochten Siebes. Durch den entstehenden Druck gelangen Saft und weiches Fruchtfleisch durch die Öffnungen nach außen.
Feste Bestandteile, die nicht durch die Sieböffnungen passen, werden bis zum Ende der Schnecke weitertransportiert und dort separat ausgegeben. Je nach Modell können die ausgeworfenen Schalen und Kerne noch relativ feucht sein. In diesem Fall lassen sie sich ein zweites Mal durch die Presse geben, um die Ausbeute zu erhöhen.
Bei einer elektrischen Tomatenpresse übernimmt ein Motor die Bewegung der Förderschnecke. Dadurch können größere Mengen mit deutlich weniger körperlichem Aufwand verarbeitet werden. Bei einer Handpresse hängt die Arbeitsgeschwindigkeit dagegen von der Kurbelbewegung und der Beschaffenheit der Tomaten ab.
Müssen Tomaten vor dem Pressen gekocht werden?
Ob Tomaten roh oder vorgekocht verarbeitet werden können, hängt vom Modell und vom gewünschten Ergebnis ab. Viele robuste Schneckenpressen sind für rohe, reife und grob zerkleinerte Tomaten geeignet. Durch kurzes Erhitzen werden die Früchte allerdings weicher und lassen sich leichter passieren.
Vorgekochte Tomaten ergeben häufig eine feinere Masse und belasten die Mechanik weniger. Gleichzeitig beginnt bereits die Haltbarmachung beziehungsweise das Einkochen. Werden die Tomaten roh verarbeitet, bleibt der Geschmack besonders frisch. Die gewonnene Masse muss anschließend jedoch gekocht werden, wenn sie dauerhaft in Gläser abgefüllt werden soll.
Sehr harte, unreife Tomaten sind für viele Geräte ungeeignet. Sie liefern wenig Saft und können die Schnecke stärker belasten. Am besten eignen sich vollreife, fleischige und aromatische Tomaten mit einem möglichst geringen Wasseranteil.
Vorteile und Nachteile einer Tomatenpresse
Vorteile
- Schnelle Verarbeitung: Größere Mengen Tomaten lassen sich erheblich schneller passieren als mit einem gewöhnlichen Küchensieb.
- Trennung von Schalen und Kernen: Die unerwünschten Bestandteile werden automatisch vom Fruchtfleisch getrennt.
- Gleichmäßige Konsistenz: Die passierte Masse eignet sich direkt als Grundlage für Soßen, Suppen und Passata.
- Hohe Ausbeute: Gute Modelle drücken einen großen Anteil des Fruchtfleisches durch das Sieb.
- Weniger Vorarbeit: Das aufwendige Abziehen der Tomatenhaut ist in der Regel nicht erforderlich.
- Vielseitige Nutzung: Abhängig vom Modell können auch Beeren, Äpfel, Birnen, Paprika und anderes weiches Obst oder Gemüse verarbeitet werden.
- Geeignet für Vorratshaltung: Große Erntemengen können zu haltbarer Tomatensoße oder Passata verarbeitet werden.
- Kontrolle über Zutaten: Selbst gemachte Tomatenprodukte kommen ohne unnötige Zusatzstoffe aus.
Nachteile
- Reinigungsaufwand: Sieb, Schnecke und Gehäuse müssen nach der Verwendung gründlich gereinigt werden.
- Platzbedarf: Große elektrische Modelle benötigen Stauraum und eine geeignete Arbeitsfläche.
- Anschaffungskosten: Leistungsstarke Geräte aus Edelstahl können vergleichsweise teuer sein.
- Lautstärke: Elektrische Tomatenpressen verursachen während des Betriebs Motor- und Arbeitsgeräusche.
- Begrenzte Eignung: Sehr harte, trockene oder faserige Lebensmittel können nicht mit jedem Modell verarbeitet werden.
- Montage erforderlich: Einige Geräte müssen vor jeder Nutzung aus mehreren Einzelteilen zusammengesetzt werden.
- Rutschgefahr: Handpressen ohne stabile Befestigung können sich beim Kurbeln verschieben.
- Restfeuchtigkeit im Trester: Bei schwächeren Modellen verbleibt teilweise viel Fruchtfleisch in den ausgeworfenen Schalen.
Tomatenpressen Bestseller Platz 2 – 4
Welche Arten von Tomatenpressen gibt es?
Tomatenpressen werden in verschiedenen Bauarten angeboten. Die passende Ausführung hängt davon ab, welche Mengen verarbeitet werden sollen, wie häufig das Gerät eingesetzt wird und ob ein Stromanschluss verfügbar ist. Auch die gewünschte Konsistenz und die verwendeten Lebensmittel spielen bei der Auswahl eine wichtige Rolle.
Manuelle Tomatenpresse mit Handkurbel
Eine manuelle Tomatenpresse wird über eine Handkurbel angetrieben. Durch das Drehen bewegt sich die Pressschnecke und zieht die vorbereiteten Tomaten in das Gerät. Fruchtfleisch und Saft werden durch das Sieb gedrückt, während Schalen und Kerne am Ende der Schnecke austreten.
Handbetriebene Modelle benötigen keinen Strom und können daher flexibel verwendet werden. Sie eignen sich für kleine bis mittlere Mengen und für Nutzer, die nur gelegentlich Tomatensoße oder Passata herstellen. Auch in Ferienhäusern, Gartenküchen oder während des Campings können sie praktisch sein, sofern eine stabile Arbeitsfläche vorhanden ist.
Die Kurbelarbeit kann bei größeren Mengen anstrengend werden. Besonders feste oder nur grob zerkleinerte Tomaten erhöhen den benötigten Kraftaufwand. Ein großes Schwungrad, eine ergonomische Kurbel und eine leichtgängige Schnecke verbessern den Bedienkomfort.
Bei der Befestigung gibt es Unterschiede. Einige Handpressen werden mit einer Schraubzwinge an der Tischkante befestigt. Andere besitzen einen starken Saugnapf oder einen schweren Standfuß. Eine Schraubzwinge bietet häufig den sichersten Halt, kann jedoch empfindliche Tischplatten beschädigen. Schutzunterlagen verhindern Druckstellen und Kratzer.
Elektrische Tomatenpresse
Eine elektrische Tomatenpresse besitzt einen Motor, der die Förderschnecke antreibt. Der Nutzer muss die Tomaten lediglich vorbereiten, einfüllen und mit einem geeigneten Stopfer nachschieben. Dadurch können deutlich größere Mengen innerhalb kurzer Zeit verarbeitet werden.
Elektrische Modelle sind besonders für Hobbygärtner, Selbstversorger, Familien und Nutzer interessant, die regelmäßig viele Kilogramm Tomaten einkochen. Sie reduzieren die körperliche Belastung und liefern bei ausreichender Motorleistung einen gleichmäßigen Durchsatz.
Die Leistungsaufnahme wird in Watt angegeben. Eine höhere Wattzahl kann auf einen kräftigeren Motor hinweisen, ist aber nicht das einzige Qualitätsmerkmal. Wichtig sind ebenfalls die Übersetzung, die Form der Schnecke, die Qualität des Siebes und die Dauerbetriebsfähigkeit. Ein gut abgestimmtes Gerät kann trotz moderater Leistung effizienter arbeiten als ein schlecht konstruiertes Modell mit hoher Wattzahl.
Bei elektrischen Pressen sollten Überhitzungsschutz, rutschfeste Füße und ein ausreichend langer Netzanschluss vorhanden sein. Ein Rückwärtslauf kann hilfreich sein, wenn sich Zutaten in der Schnecke verklemmen. Nicht alle Geräte besitzen diese Funktion.
Tomatenpresse aus Edelstahl
Edelstahlpressen gelten als besonders robust, hygienisch und langlebig. Das Material ist weitgehend rostbeständig, nimmt kaum Gerüche an und lässt sich gründlich reinigen. Vor allem Sieb, Schnecke, Trichter und alle Teile mit direktem Lebensmittelkontakt profitieren von einer hochwertigen Edelstahlausführung.
Professionelle und semiprofessionelle Geräte bestehen häufig zu großen Teilen aus Edelstahl. Sie eignen sich für regelmäßige Nutzung und hohe Belastungen. Das höhere Gewicht verbessert den Stand, erschwert aber den Transport und die Lagerung.
Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, ob tatsächlich alle relevanten Teile aus Edelstahl gefertigt sind. Einige günstigere Produkte besitzen lediglich ein Edelstahlgehäuse, während Schnecke, Halterungen oder innere Bauteile aus Kunststoff oder Aluminium bestehen.
Tomatenpresse aus Kunststoff
Tomatenpressen mit Kunststoffgehäuse sind meist leichter und günstiger. Hochwertiger, lebensmittelechter Kunststoff kann für gelegentliche Anwendungen ausreichend sein. Er darf jedoch nicht spröde, rissig oder stark geruchsanfällig sein.
Kunststoffschnecken können bei weichen Tomaten gut funktionieren, sind bei häufiger Nutzung aber möglicherweise weniger langlebig als Metallkomponenten. Außerdem können sich helle Kunststoffteile durch Tomatensaft verfärben. Diese Verfärbungen beeinträchtigen die Funktion nicht zwangsläufig, lassen das Gerät jedoch optisch schneller gebraucht erscheinen.
Sehr heiße Lebensmittel dürfen nur eingefüllt werden, wenn das Material ausdrücklich dafür geeignet ist. Andernfalls können sich Bauteile verformen oder unerwünschte Stoffe freigesetzt werden. Die Temperaturangaben des Herstellers sind deshalb wichtig.
Tomatenpressen-Aufsatz für den Fleischwolf
Ein Tomatenpressen-Aufsatz kann an einen vorhandenen manuellen oder elektrischen Fleischwolf montiert werden. Der Fleischwolf stellt den Antrieb bereit, während der spezielle Vorsatz die Trennung von Fruchtfleisch, Schalen und Kernen übernimmt.
Diese Lösung spart Platz und Anschaffungskosten, wenn bereits ein kompatibler Fleischwolf vorhanden ist. Vor dem Kauf muss jedoch genau geprüft werden, ob Anschlussgröße, Gewinde und Antriebsleistung zusammenpassen. Die bloße optische Ähnlichkeit reicht nicht aus.
Ein leistungsstarker elektrischer Fleischwolf kann mit einem passenden Aufsatz große Mengen bewältigen. Allerdings sollten die zulässige Betriebsdauer und die Herstellerhinweise beachtet werden. Nicht jeder Fleischwolf ist für längeren Dauerbetrieb vorgesehen.
Tomatenpressen-Aufsatz für eine Küchenmaschine
Viele bekannte Küchenmaschinen lassen sich mit einem Fruchtpressen- oder Passieraufsatz erweitern. Diese Aufsätze nutzen den Motor der Küchenmaschine und benötigen keinen eigenen Antrieb. Sie sind besonders interessant, wenn die Maschine ohnehin regelmäßig verwendet wird.
Die Montage ist häufig unkompliziert. Je nach System wird der Aufsatz an der vorderen Zubehöraufnahme befestigt. Die Küchenmaschine sollte stabil stehen, da beim Pressen seitliche Kräfte entstehen können.
Der Durchsatz hängt von der Motorleistung und der Konstruktion des Zubehörs ab. Für gelegentliche Mengen reichen solche Aufsätze meist aus. Bei sehr umfangreichen Ernten kann eine eigenständige Tomatenpresse komfortabler und schneller sein.
Passiermühle oder Flotte Lotte
Eine Passiermühle besteht aus einer Schüssel, einer gelochten Scheibe und einem manuell gedrehten Flügel. Die gekochten Tomaten werden durch die Lochscheibe gedrückt. Schalen und Kerne verbleiben größtenteils in der Mühle.
Diese Bauart eignet sich nicht nur für Tomaten, sondern auch für Kartoffelpüree, Apfelmus, Suppen, Beeren und Babynahrung. Sie ist vielseitiger als eine reine Schneckenpresse, verarbeitet große Mengen jedoch langsamer.
Für beste Ergebnisse sollten Tomaten vorgekocht werden. Rohe, feste Früchte lassen sich nur schwer durch die Lochscheibe drücken. Wechselbare Einsätze mit verschiedenen Lochgrößen ermöglichen unterschiedliche Konsistenzen.
Professionelle Tomatenpresse
Professionelle Geräte sind für Gastronomie, Landwirtschaft, Hofläden und sehr große Haushaltsmengen ausgelegt. Sie besitzen leistungsstarke Motoren, große Einfülltrichter und einen hohen stündlichen Durchsatz. Viele Modelle sind vollständig oder weitgehend aus Edelstahl gefertigt.
Solche Pressen können mehrere Dutzend bis mehrere Hundert Kilogramm pro Stunde verarbeiten. Für einen gewöhnlichen Privathaushalt sind sie meist überdimensioniert. Anschaffungspreis, Gewicht, Lautstärke und Reinigungsaufwand fallen entsprechend höher aus.
Wer jedes Jahr eine große Tomatenernte verarbeitet oder gemeinsam mit mehreren Familien einkocht, kann dennoch von einem semiprofessionellen Modell profitieren. Wichtig ist, dass das Gerät auch bei längerer Nutzung nicht überhitzt.
Kompakte Tomatenpresse für kleine Haushalte
Kompakte Modelle besitzen einen kleineren Trichter und eine kürzere Schnecke. Sie sind leichter zu lagern und eignen sich für kleinere Küchen. Meist werden sie manuell betrieben oder als Zubehör für vorhandene Geräte angeboten.
Der begrenzte Durchsatz ist bei wenigen Kilogramm Tomaten kein wesentlicher Nachteil. Wer jedoch regelmäßig große Mengen verarbeitet, muss häufiger nachfüllen und benötigt mehr Zeit. Kompakte Geräte sind daher vor allem für gelegentliche Anwendungen sinnvoll.
Tomatenpresse mit wechselbaren Sieben
Einige Geräte werden mit mehreren Siebeinsätzen geliefert. Feine Siebe erzeugen eine glatte Tomatenmasse und halten kleine Kerne weitgehend zurück. Gröbere Einsätze lassen mehr Fruchtfleisch passieren und ergeben eine stückigere Konsistenz.
Wechselbare Siebe erhöhen die Vielseitigkeit. Neben Tomaten können teilweise Beeren, gekochte Äpfel oder andere weiche Früchte verarbeitet werden. Vor der Verwendung sollte geprüft werden, welcher Einsatz für das jeweilige Lebensmittel vorgesehen ist.
Wichtige Kaufkriterien bei einer Tomatenpresse
Antriebsart
Für kleine Mengen und gelegentliche Nutzung reicht meist eine Handpresse. Sie ist günstig, kompakt und unabhängig von Strom. Bei regelmäßiger Verarbeitung von zehn Kilogramm Tomaten oder mehr ist eine elektrische Ausführung deutlich komfortabler.
Wer bereits eine leistungsstarke Küchenmaschine oder einen Fleischwolf besitzt, kann einen kompatiblen Aufsatz wählen. Dadurch wird kein zusätzliches Motorgerät benötigt.
Motorleistung
Bei elektrischen Geräten beeinflusst die Motorleistung, wie zuverlässig feste oder größere Zutaten verarbeitet werden können. Für den normalen Hausgebrauch sind häufig Geräte im mittleren Leistungsbereich ausreichend. Entscheidend ist allerdings nicht allein die Wattzahl.
Ein Motor sollte über einen Überlastungs- oder Überhitzungsschutz verfügen. Bei längerer Verarbeitung müssen möglicherweise Pausen eingelegt werden. Die zulässige Dauerbetriebszeit wird in der Bedienungsanleitung angegeben.
Durchsatz
Der Durchsatz gibt an, wie viele Kilogramm Tomaten innerhalb einer bestimmten Zeit verarbeitet werden können. Herstellerangaben sind häufig Idealwerte und setzen optimal vorbereitete, reife Früchte voraus.
Für gelegentliche Haushaltsmengen ist der genaue Durchsatz weniger wichtig. Bei einer großen Gartenernte kann ein langsames Gerät jedoch viele Stunden Arbeit verursachen. In diesem Fall lohnt sich eine leistungsfähigere Presse mit großem Trichter.
Material der Schnecke
Eine Metallschnecke ist stabil und verschleißfest. Edelstahl gilt als besonders hygienisch und korrosionsbeständig. Schnecken aus lebensmittelechtem Kunststoff sind leichter und günstiger, können sich bei starker Belastung jedoch schneller abnutzen.
Die Form der Schnecke beeinflusst, wie gut die Tomaten eingezogen und ausgepresst werden. Eine sauber gefertigte Oberfläche verhindert, dass sich Fasern unnötig festsetzen.
Material des Siebes
Das Sieb steht ständig mit Fruchtsäure in Kontakt und sollte deshalb aus rostfreiem Edelstahl bestehen. Sehr dünne Siebe können sich verformen. Ein stabiles, präzise gelochtes Sieb verbessert die Haltbarkeit und sorgt für eine gleichmäßige Konsistenz.
Die Lochgröße entscheidet darüber, wie fein das Ergebnis wird. Sehr kleine Öffnungen erzeugen eine glatte Passata, können aber schneller verstopfen. Gröbere Siebe arbeiten schneller und lassen mehr Fruchtfleisch durch.
Größe des Einfülltrichters
Ein großer Trichter reduziert die Häufigkeit des Nachfüllens. Ganze große Tomaten sollten dennoch grob zerteilt werden, damit sie leichter eingezogen werden. Kleine Trichter sind bei kompakten Geräten üblich, können die Arbeit bei umfangreichen Mengen jedoch verlangsamen.
Standfestigkeit
Elektrische Geräte sollten breite, rutschfeste Füße besitzen. Manuelle Pressen benötigen eine zuverlässige Tischbefestigung. Ein Saugnapf funktioniert nur auf glatten, sauberen und luftundurchlässigen Oberflächen.
Eine Schraubzwinge hält meist sicherer, erfordert jedoch eine geeignete Tischkante. Vor dem Kauf sollte die maximale Spannweite geprüft werden.
Getrennte Ausläufe
Passierte Tomatenmasse und Trester sollten sauber in zwei unterschiedliche Richtungen ausgegeben werden. Lange Ausläufe erleichtern das Aufstellen von Schüsseln. Sind die Öffnungen zu nah beieinander, können sich Saft und Schalen vermischen.
Rückwärtslauf
Ein Rückwärtslauf kann Blockaden lösen, ohne dass das Gerät sofort zerlegt werden muss. Diese Funktion ist besonders bei elektrischen Modellen praktisch, die auch anderes Obst oder Gemüse verarbeiten sollen.
Zerlegbarkeit
Alle Teile mit Lebensmittelkontakt sollten leicht entnehmbar sein. Eine komplizierte Demontage erhöht den Reinigungsaufwand und kann dazu führen, dass Rückstände im Gerät verbleiben. Werkzeuglose Steck- oder Schraubverbindungen sind im Alltag besonders komfortabel.
Spülmaschineneignung
Einzelne Teile können je nach Material in der Spülmaschine gereinigt werden. Aluminiumteile sind häufig nicht spülmaschinengeeignet, da aggressive Reiniger die Oberfläche angreifen können. Motorgehäuse dürfen grundsätzlich nicht unter fließendes Wasser getaucht werden.
Ersatzteilversorgung
Bei intensiver Nutzung können Siebe, Dichtungen, Kunststoffschnecken oder Befestigungsteile verschleißen. Eine gute Ersatzteilversorgung verlängert die Nutzungsdauer erheblich. Vor allem bei teureren Geräten sollte geprüft werden, ob passende Ersatzteile erhältlich sind.
Lautstärke
Elektrische Pressen erzeugen Betriebsgeräusche. Ein Metallgetriebe kann deutlich hörbarer sein als ein Kunststoffgetriebe, ist dafür oft langlebiger. Wer große Mengen über längere Zeit verarbeitet, sollte die Lautstärke nicht vollständig außer Acht lassen.
Preis
Einfache manuelle Modelle sind häufig ab etwa 30 bis 60 Euro erhältlich. Elektrische Haushaltsgeräte kosten je nach Leistung und Material ungefähr 80 bis 250 Euro. Semiprofessionelle Geräte aus Edelstahl können mehrere Hundert Euro kosten.
Für eine einmalige Nutzung lohnt sich ein teures Profigerät nicht. Wer dagegen jedes Jahr große Mengen verarbeitet, profitiert langfristig von einem stabilen Motor, hochwertigen Sieben und einer guten Ersatzteilversorgung.
Welche Alternativen zur Tomatenpresse gibt es?
Passiermühle
Eine Passiermühle ist die naheliegendste Alternative. Sie eignet sich für gekochte Tomaten und trennt Schalen sowie Kerne über eine gelochte Scheibe. Die Arbeit erfolgt manuell und ist bei kleinen bis mittleren Mengen gut zu bewältigen.
Die Passiermühle ist vielseitiger, da auch Kartoffeln, Suppen, Apfelmus und andere Lebensmittel verarbeitet werden können. Bei einer großen Tomatenernte arbeitet eine Schneckenpresse jedoch schneller.
Feines Küchensieb
Gekochte Tomaten können mit einem Löffel oder Teigschaber durch ein feines Metallsieb gestrichen werden. Diese Methode benötigt keine spezielle Maschine, ist aber arbeitsintensiv. Für kleine Mengen oder gelegentliche Rezepte reicht sie aus.
Die Ausbeute hängt davon ab, wie gründlich die Masse durch das Sieb gedrückt wird. Schalen und Kerne bleiben im Sieb zurück. Bei mehreren Kilogramm Tomaten wird die Arbeit schnell anstrengend.
Stabmixer
Ein Stabmixer zerkleinert Tomaten zu einer flüssigen Masse, trennt jedoch Schalen und Kerne nicht ab. Für rustikale Soßen kann dies ausreichend sein. Wer eine besonders feine Passata herstellen möchte, muss die Masse anschließend zusätzlich sieben.
Bei heißen Tomaten ist Vorsicht erforderlich. Der Mixbehälter darf nicht überfüllt werden, da heiße Flüssigkeit spritzen kann.
Standmixer
Ein leistungsstarker Standmixer verarbeitet Tomaten schnell und fein. Auch hier verbleiben Kerne und Schalen im Ergebnis. Manche Hochleistungsmixer zerkleinern die Bestandteile so fein, dass sie kaum noch auffallen.
Der Geschmack und die Textur unterscheiden sich dennoch von klassisch passierten Tomaten. Durch das Mixen kann außerdem Luft in die Masse gelangen, wodurch sie vorübergehend heller und schaumiger wirkt.
Entsafter
Ein Entsafter trennt Saft und Trester, erzeugt aber meist eine deutlich dünnere Flüssigkeit als eine Tomatenpresse. Ein Teil des wertvollen Fruchtfleisches bleibt im Trester zurück. Für reinen Tomatensaft kann ein Entsafter geeignet sein, für dicke Passata jedoch weniger.
Fleischwolf
Ein gewöhnlicher Fleischwolf zerkleinert Tomaten, trennt jedoch ohne speziellen Passiervorsatz weder Schalen noch Kerne zuverlässig. Das Ergebnis ist eher eine grobe Tomatenmasse. Mit einem passenden Tomatenpressen-Aufsatz kann der Fleischwolf dagegen eine vollständige Alternative darstellen.
Tomaten häuten und pürieren
Tomaten können an der Unterseite kreuzförmig eingeschnitten, kurz mit kochendem Wasser überbrüht und anschließend gehäutet werden. Danach werden sie zerkleinert oder püriert. Diese Methode liefert ein gutes Ergebnis, ist bei großen Mengen jedoch sehr zeitaufwendig.
Die Kerne bleiben in der Masse, sofern sie nicht zusätzlich entfernt werden. Für wenige Portionen ist die Methode praktikabel, bei einer umfangreichen Ernte bietet eine Tomatenpresse deutlich mehr Komfort.
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Beliebte Tomatenpressen und bekannte Hersteller im Vergleich
Das konkrete Angebot und die Preise können sich im Handel jederzeit verändern. Die folgende Tabelle zeigt bekannte Hersteller und typische Geräteklassen. Vor dem Kauf sollten die aktuellen technischen Daten, die enthaltenen Siebe und die Materialangaben des jeweiligen Modells geprüft werden.
| Name | Marke | Ungefährer Preis | Kurze Beschreibung |
|---|---|---|---|
| Spremy elektrische Tomatenpresse | O.M.R.A. | ca. 180 bis 300 Euro | Robuste elektrische Presse für größere Tomatenmengen, häufig mit Metallgehäuse und Edelstahlsieb. |
| Passapomodoro elektrische Presse | Reber | ca. 200 bis 450 Euro | Leistungsfähiges Gerät für regelmäßiges Einkochen und umfangreiche Erntemengen. |
| Tomatenpressen-Aufsatz | Reber | ca. 70 bis 150 Euro | Passieraufsatz für kompatible Motorblöcke und Fleischwolf-Systeme. |
| Manuelle Tomatenpresse | Rigamonti | ca. 30 bis 60 Euro | Leichte Handpresse für kleine bis mittlere Mengen und gelegentliche Nutzung. |
| Passiergerät mit Handkurbel | Westmark | ca. 30 bis 60 Euro | Vielseitige Passiermühle für Tomaten, Obst, Suppen und andere weiche Lebensmittel. |
| Flotte Lotte | GEFU | ca. 50 bis 100 Euro | Hochwertige Passiermühle aus Edelstahl mit wechselbaren Lochscheiben. |
| Gemüsesieb- und Passieraufsatz | KitchenAid | ca. 80 bis 160 Euro | Zubehör für kompatible Küchenmaschinen zur Verarbeitung von Tomaten und weichem Obst. |
| Fruchtpressenvorsatz | Kenwood | ca. 90 bis 160 Euro | Aufsatz für geeignete Küchenmaschinen mit Schneckenmechanik und Sieb. |
| Elektrische Tomaten- und Obstpresse | Tre Spade | ca. 250 bis 500 Euro | Stabile Presse für ambitionierte Privatanwender und größere Verarbeitungsmengen. |
| Manuelle Edelstahl-Passiermühle | Rösle | ca. 70 bis 120 Euro | Vielseitiges und langlebiges Passiergerät für gekochte Tomaten und andere Lebensmittel. |
Welche Tomaten eignen sich für eine Tomatenpresse?
Am besten eignen sich reife, aromatische und fleischige Tomatensorten. Flaschentomaten und sogenannte San-Marzano-Typen besitzen häufig einen hohen Fruchtfleischanteil und relativ wenig wässrigen Saft. Dadurch entsteht eine dickere Passata, die weniger lange eingekocht werden muss.
Fleischtomaten liefern ebenfalls viel Fruchtfleisch, müssen aufgrund ihrer Größe jedoch grob zerteilt werden. Normale Salattomaten können problemlos verwendet werden, erzeugen aber je nach Sorte eine dünnere Masse.
Kleine Cocktail- und Cherrytomaten sind besonders aromatisch. Die Verarbeitung lohnt sich, wenn große Mengen vorhanden sind. Aufgrund der vielen einzelnen Früchte entsteht jedoch mehr Vorbereitungsarbeit beim Waschen und Sortieren.
Überreife Tomaten können verarbeitet werden, solange sie frei von Schimmel, Fäulnis und unangenehmem Geruch sind. Druckstellen werden großzügig entfernt. Unreife grüne Tomaten sollten nicht mit reifen Früchten vermischt werden, da sie Geschmack und Konsistenz beeinträchtigen können.
Tomaten für die Presse vorbereiten
Die Tomaten werden gründlich unter fließendem Wasser gewaschen. Stiele, Blätter und deutlich beschädigte Stellen müssen entfernt werden. Der feste Strunk kann abhängig vom Gerät und von seiner Größe herausgeschnitten werden.
Große Tomaten werden geviertelt oder in grobe Stücke geschnitten. Kleinere Früchte können bei leistungsfähigen Pressen teilweise ganz verarbeitet werden. Eine grobe Zerkleinerung erleichtert jedoch das Einziehen und reduziert die Belastung der Schnecke.
Wer ein feines Ergebnis und einen besonders leichten Pressvorgang wünscht, kann die Tomaten vorab kurz erhitzen. Dazu werden sie in einem großen Topf weich gekocht. Zusätzliche Flüssigkeit ist häufig nicht notwendig, da die Tomaten schnell eigenen Saft abgeben.
Gewürze, Kräuter, Zwiebeln und Knoblauch sollten meist erst nach dem Passieren hinzugefügt werden. Harte oder faserige Zutaten können das Sieb verstopfen und die Trennung von Schalen und Kernen beeinträchtigen.
Tomatenpresse richtig verwenden
Vor der Verwendung wird das Gerät entsprechend der Anleitung montiert. Sieb, Schnecke, Trichter und Ausläufe müssen korrekt eingesetzt und sicher befestigt sein. Unter den Auslass für die Tomatenmasse wird eine große Schüssel gestellt. Eine zweite Schüssel nimmt Schalen und Kerne auf.
Elektrische Geräte werden zunächst auf eine ebene, trockene Arbeitsfläche gestellt. Das Netzkabel darf nicht mit Wasser, heißen Herdplatten oder scharfen Kanten in Kontakt kommen. Anschließend wird der Motor eingeschaltet und die Tomaten werden portionsweise eingefüllt.
Zum Nachschieben darf ausschließlich der mitgelieferte Stopfer verwendet werden. Hände, Löffel oder andere Gegenstände dürfen niemals in den Einfüllschacht gelangen. Auch bei ausgeschaltetem Motor können scharfe oder klemmende Teile Verletzungen verursachen.
Die Tomaten sollten gleichmäßig und ohne übermäßigen Druck nachgeführt werden. Wird der Trichter zu schnell gefüllt, kann die Schnecke blockieren oder das Gerät überlastet werden. Ein konstanter, mäßiger Materialfluss führt meist zum besten Ergebnis.
Der ausgeworfene Trester kann ein zweites Mal gepresst werden, wenn er noch viel Feuchtigkeit enthält. Bei einem dritten Durchgang steigt die Ausbeute meist nur noch geringfügig und das Sieb kann sich stärker zusetzen.
Passierte Tomaten weiterverarbeiten
Die frische Tomatenmasse kann direkt als Grundlage für Soßen und Suppen verwendet werden. Für eine einfache Tomatensoße wird sie mit Zwiebeln, Knoblauch, Kräutern, Salz und etwas Öl gekocht. Durch längeres Einkochen verdampft Wasser und die Konsistenz wird dickflüssiger.
Für Passata wird die Masse erhitzt, abgeschmeckt und heiß in saubere, geeignete Gläser gefüllt. Für eine sichere langfristige Haltbarkeit müssen anerkannte Einkochregeln und ausreichende Erhitzungszeiten eingehalten werden. Sauberkeit ist dabei besonders wichtig.
Alternativ kann die passierte Masse portionsweise eingefroren werden. Gefrierbehälter dürfen nicht vollständig gefüllt werden, da sich der Inhalt beim Gefrieren ausdehnt. Flache Beutel sparen Platz und tauen schneller auf.
Auch Tomatensuppe, Ketchup, Pizzasoße, Chutney und Gemüseaufstriche lassen sich aus der Masse herstellen. Durch die Entfernung von Schalen und Kernen entsteht eine besonders gleichmäßige Textur.
Reinigung und Pflege einer Tomatenpresse
Die Reinigung sollte unmittelbar nach der Verwendung erfolgen. Tomatenreste trocknen schnell an und können die kleinen Sieböffnungen verstopfen. Zunächst wird das Gerät ausgeschaltet und bei elektrischen Modellen der Netzstecker gezogen.
Alle abnehmbaren Teile werden zerlegt und unter warmem Wasser abgespült. Eine weiche Bürste hilft dabei, Fasern und Kerne aus dem Sieb zu lösen. Metallische Gegenstände dürfen nicht zum Freikratzen verwendet werden, da sie die Löcher oder die Oberfläche beschädigen können.
Bei hartnäckigen Rückständen können geeignete Teile kurz eingeweicht werden. Aluminiumteile dürfen nicht mit aggressiven oder stark alkalischen Reinigern behandelt werden. Sie können sich verfärben oder korrodieren.
Das Motorgehäuse wird lediglich mit einem leicht feuchten Tuch abgewischt. Es darf niemals in Wasser getaucht oder unter fließendes Wasser gehalten werden. Vor der Lagerung müssen alle Teile vollständig trocknen.
Dichtungen, Gewinde und Befestigungselemente sollten regelmäßig kontrolliert werden. Lockere Schrauben oder verschlissene Dichtungen können zu Undichtigkeiten und unsauberem Betrieb führen. Metallische Schnecken und Siebe werden trocken gelagert, um Rostbildung zu vermeiden.
Häufige Fehler bei der Verwendung
Ein häufiger Fehler ist das Einfüllen ganzer, sehr großer oder harter Tomaten. Sie können den Einfüllkanal blockieren oder die Schnecke überlasten. Durch grobes Zerkleinern lässt sich dieses Problem vermeiden.
Auch zu schnelles Nachfüllen führt zu Störungen. Das Gerät benötigt Zeit, um das Material zu transportieren und durch das Sieb zu drücken. Ein überfüllter Trichter erhöht den Druck und kann dazu führen, dass Tomatenmasse an unerwünschten Stellen austritt.
Bei einer zu feinen Siebgröße kann die Presse langsam arbeiten oder verstopfen. Für sehr dickes Fruchtfleisch ist möglicherweise ein gröberer Einsatz besser geeignet. Die Masse kann anschließend bei Bedarf zusätzlich fein passiert werden.
Wird die Reinigung zu lange hinausgezögert, trocknen Tomatenreste in den Öffnungen fest. Das Sieb lässt sich dann nur noch mit hohem Aufwand säubern. Direktes Abspülen spart Zeit und schützt das Material.
Ein weiterer Fehler ist die Verarbeitung ungeeigneter harter Zutaten. Eine Tomatenpresse ist kein universeller Entsafter oder Fleischwolf. Kerne von Steinobst, harte Stiele und feste Fremdkörper können Schnecke, Sieb oder Motor beschädigen.
FAQ – häufige Fragen zur Tomatenpresse
Was kann man mit einer Tomatenpresse herstellen?
Mit einer Tomatenpresse wird eine glatte Masse aus Tomatensaft und Fruchtfleisch hergestellt. Sie kann als Grundlage für Passata, Tomatensoße, Suppe, Ketchup, Pizzasoße, Sugo, Chutney und verschiedene Gemüsegerichte verwendet werden.
Abhängig vom Modell lassen sich auch weiche Früchte wie Beeren, gekochte Äpfel, Birnen oder Pflaumen ohne Steine verarbeiten. Vor der Nutzung sollten die Herstellerangaben geprüft werden, da nicht jede Presse für jedes Lebensmittel geeignet ist.
Was ist der Unterschied zwischen einer Tomatenpresse und einer Passiermühle?
Eine Tomatenpresse arbeitet häufig mit einer Förderschnecke und einem länglichen oder konischen Sieb. Sie verarbeitet Tomaten kontinuierlich und gibt Fruchtmasse sowie Trester getrennt aus. Dadurch eignet sie sich besonders für größere Mengen.
Eine Passiermühle besitzt eine Schüssel mit Lochscheibe und einen manuell gedrehten Flügel. Sie ist vielseitig, aber langsamer. Für kleinere Mengen und verschiedene gekochte Lebensmittel ist sie sehr praktisch.
Lohnt sich eine elektrische Tomatenpresse?
Eine elektrische Tomatenpresse lohnt sich vor allem bei regelmäßiger Verarbeitung größerer Mengen. Wer jährlich viele Kilogramm Tomaten aus dem Garten einkocht, spart deutlich Zeit und körperliche Arbeit.
Für wenige Kilogramm pro Jahr reicht meistens eine manuelle Presse oder Passiermühle aus. Ein elektrisches Modell benötigt mehr Stauraum, kostet mehr und verursacht zusätzlichen Reinigungsaufwand.
Kann man rohe Tomaten pressen?
Viele Schneckenpressen können reife rohe Tomaten verarbeiten. Große Früchte sollten zuvor zerkleinert werden. Sehr feste oder unreife Tomaten können die Mechanik stärker belasten und liefern eine geringere Ausbeute.
Durch kurzes Vorkochen werden die Tomaten weicher und lassen sich leichter passieren. Welche Methode empfohlen wird, hängt vom jeweiligen Gerät und vom gewünschten Geschmack ab.
Entfernt eine Tomatenpresse alle Kerne?
Eine feine Tomatenpresse entfernt den größten Teil der Kerne. Sehr kleine oder beschädigte Kernbestandteile können abhängig von der Lochgröße dennoch in die passierte Masse gelangen. Eine vollständig kernfreie Masse ist nicht bei jedem Modell garantiert.
Wer eine besonders feine Konsistenz wünscht, kann ein feineres Sieb verwenden oder die Masse anschließend noch einmal durch ein Küchensieb geben.
Warum ist der ausgeworfene Trester noch feucht?
Eine gewisse Restfeuchtigkeit ist normal. Ist der Trester sehr nass, kann dies auf zu schnelles Einfüllen, eine abgenutzte Schnecke, ein ungeeignetes Sieb oder eine schwache Pressleistung hinweisen.
Der Trester kann erneut durch das Gerät gegeben werden. Dadurch lässt sich häufig weiteres Fruchtfleisch gewinnen. Bei sehr wässrigen Tomatensorten bleibt der Trester naturgemäß feuchter.
Kann eine Tomatenpresse auch Beeren verarbeiten?
Einige Modelle eignen sich auch für Johannisbeeren, Himbeeren, Brombeeren und andere weiche Früchte. Das passende Sieb muss kleine Kerne zurückhalten. Bei kernreichen Beeren kann sich ein feiner Einsatz allerdings schneller zusetzen.
Vor dem Pressen müssen Blätter, Stiele und verdorbene Früchte entfernt werden. Verbindlich ist die Freigabe des Herstellers für das jeweilige Lebensmittel.
Wie viel Watt sollte eine elektrische Tomatenpresse haben?
Eine pauschale Mindestleistung lässt sich nicht festlegen, da Bauweise, Getriebe und Schnecke ebenso wichtig sind. Für gewöhnliche Haushaltsmengen reicht häufig ein Motor im mittleren Leistungsbereich.
Bei großen Mengen sollte das Gerät für längeren Betrieb ausgelegt sein und einen Überhitzungsschutz besitzen. Ein hoher Wattwert allein garantiert weder eine hohe Ausbeute noch eine lange Lebensdauer.
Kann eine Tomatenpresse in der Spülmaschine gereinigt werden?
Ob einzelne Teile spülmaschinengeeignet sind, hängt vom Material ab. Edelstahlteile dürfen häufig in die Spülmaschine. Aluminium, bestimmte Kunststoffe und beschichtete Bauteile können durch hohe Temperaturen oder aggressive Reiniger beschädigt werden.
Das Motorgehäuse darf niemals in die Spülmaschine oder in Wasser gelegt werden. Die Bedienungsanleitung enthält verbindliche Reinigungshinweise.
Wie verhindert man ein Verstopfen des Siebes?
Die Tomaten sollten reif, sauber und grob zerkleinert sein. Harte Stiele, Strunkreste und Fremdkörper müssen entfernt werden. Das Gerät darf nicht zu schnell befüllt werden.
Bei nachlassendem Durchsatz sollte die Presse ausgeschaltet, vom Strom getrennt und gereinigt werden. Ein feines Sieb muss während langer Verarbeitungsarbeiten möglicherweise mehrfach abgespült werden.
Tomatenpresse Test bei Stiftung Warentest & Co
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Tomatenpresse Testsieger
Stiftung Warentest ist bekannt dafür, eine Vielzahl an Produkte einem genauen Test zu unterziehen. Tomatenpressen wurden bisher noch nicht getestet, so dass wir Ihnen keinen Tomatenpresse Testsieger präsentieren können.
Tomatenpresse Stiftung Warentest
Leider ist uns momentan kein Tomatenpresse Stiftung Warentest Sieger bekannt.
Fazit zur Tomatenpresse
Eine Tomatenpresse ist ein hilfreiches Küchengerät für alle, die regelmäßig frische Tomaten zu Passata, Soße, Suppe oder anderen Vorräten verarbeiten möchten. Sie trennt Schalen und Kerne weitgehend automatisch vom Fruchtfleisch und reduziert dadurch den manuellen Arbeitsaufwand erheblich. Besonders bei einer großen Gartenernte kann die Presse viele Stunden mühsamer Handarbeit einsparen.
Für kleine Mengen und gelegentliche Anwendungen ist eine manuelle Presse mit Handkurbel meist ausreichend. Sie benötigt keinen Strom, ist vergleichsweise günstig und lässt sich kompakt verstauen. Wichtig sind eine stabile Tischbefestigung, eine leichtgängige Kurbel und ein robustes Sieb.
Wer regelmäßig zehn Kilogramm Tomaten oder mehr verarbeitet, profitiert von einer elektrischen Tomatenpresse. Sie bietet einen höheren Durchsatz und erfordert deutlich weniger Kraft. Motorleistung, Dauerbetriebsfähigkeit, Überhitzungsschutz und eine gute Ersatzteilversorgung sind bei solchen Modellen wichtige Kaufkriterien.
Hochwertige Pressen besitzen ein Sieb und möglichst viele weitere lebensmittelberührende Teile aus rostfreiem Edelstahl. Das Material ist langlebig, hygienisch und widerstandsfähig gegenüber der Säure der Tomaten. Kunststoffteile können das Gewicht und den Preis reduzieren, sollten jedoch lebensmittelecht, stabil und hitzebeständig sein.
Die beste Tomatenpresse muss zur tatsächlich verarbeiteten Menge passen. Ein großes Profigerät ist für wenige Gläser Tomatensoße unnötig, während eine kleine Handpresse bei einer umfangreichen Ernte schnell an ihre Grenzen kommt. Auch vorhandene Küchengeräte sollten berücksichtigt werden. Ein passender Aufsatz für Küchenmaschine oder Fleischwolf kann eine platzsparende und wirtschaftliche Lösung darstellen.
Für gute Ergebnisse sind reife, aromatische und möglichst fleischige Tomaten entscheidend. Die Früchte müssen gründlich gereinigt, von schadhaften Stellen befreit und bei Bedarf grob zerkleinert werden. Ein gleichmäßiges Einfüllen schützt die Mechanik und verbessert die Ausbeute. Nach der Nutzung sollte das Gerät sofort zerlegt und gereinigt werden, damit keine Rückstände in den kleinen Sieböffnungen antrocknen.
Eine solide verarbeitete Tomatenpresse kann über viele Jahre genutzt werden und ermöglicht die Herstellung individueller Tomatenprodukte ohne unnötige Zusatzstoffe. Wer Größe, Antriebsart, Material und Reinigungsmöglichkeiten passend zu den eigenen Anforderungen auswählt, erhält einen praktischen Helfer für die saisonale Vorratshaltung und die regelmäßige Zubereitung frischer Tomatengerichte.
Zuletzt Aktualisiert am 29.07.2026
Letzte Aktualisierung am 24.08.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API
