Eine Unterarmgehstütze kann nach Verletzungen, Operationen, bei vorübergehenden Bewegungseinschränkungen oder bei dauerhaft eingeschränkter Gehfähigkeit eine wichtige Unterstützung im Alltag darstellen. Sie entlastet Beine, Gelenke oder einzelne Körperbereiche und ermöglicht es vielen Menschen, trotz eingeschränkter Mobilität selbstständiger und sicherer zu gehen. Im Vergleich zu einfachen Gehstöcken bietet eine Unterarmgehstütze durch die Kombination aus Handgriff und Unterarmführung eine deutlich stabilere Unterstützung. Allerdings unterscheiden sich die angebotenen Modelle erheblich hinsichtlich Material, Griffgestaltung, Unterarmmanschette, Höhenverstellung, Gewicht, Belastbarkeit und Bodenhaftung. Auch spezielle Varianten mit ergonomischen Griffen, stoßdämpfenden Elementen oder besonders leichten Aluminiumrohren sind erhältlich. Welche Unterarmgehstütze tatsächlich geeignet ist, hängt vom individuellen Körpergewicht, der Körpergröße, dem Einsatzzweck und davon ab, wie stark eine Körperseite beziehungsweise beide Beine entlastet werden müssen. Besonders wichtig ist eine korrekte Einstellung der Höhe, denn falsch eingestellte Gehstützen können zu Fehlhaltungen und zusätzlichen Beschwerden an Händen, Schultern oder Rücken führen. Dieser ausführliche Ratgeber erklärt, was eine Unterarmgehstütze genau ist, welche unterschiedlichen Arten angeboten werden, welche Vorteile und Nachteile sie besitzt, worauf beim Kauf geachtet werden sollte und welche Alternativen infrage kommen.
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Was ist eine Unterarmgehstütze?
Eine Unterarmgehstütze ist ein medizinisches Hilfsmittel, das Menschen beim Gehen unterstützt und dabei hilft, einen Teil des Körpergewichts von einem oder beiden Beinen auf Arme und Oberkörper zu verlagern. Umgangssprachlich werden Unterarmgehstützen häufig als Krücken bezeichnet. Kennzeichnend ist die Kombination aus einem langen Stützrohr, einem Handgriff und einer Manschette beziehungsweise Führung für den Unterarm.
Im unteren Bereich besitzt die Gehstütze einen Gummipuffer, der für Haftung auf dem Boden sorgen und ein Wegrutschen möglichst verhindern soll. Viele Modelle bestehen aus Aluminium und sind dadurch vergleichsweise leicht. Die Länge lässt sich normalerweise über mehrere Raststufen an die Körpergröße des Benutzers anpassen.
Unterarmgehstützen werden beispielsweise nach Knochenbrüchen, Verletzungen des Sprunggelenks, Knieoperationen, Hüftoperationen oder bei anderen Erkrankungen und Beschwerden des Bewegungsapparates eingesetzt. Je nach medizinischer Situation werden entweder zwei Gehstützen gleichzeitig oder nur eine einzelne Stütze verwendet.
Bei zwei Gehstützen lässt sich das betroffene Bein stärker entlasten. Eine einzelne Unterarmgehstütze wird dagegen häufig zur zusätzlichen Stabilisierung genutzt. Welche Nutzung im konkreten Fall sinnvoll ist und wie viel Gewicht auf das betroffene Bein gebracht werden darf, sollte nach ärztlicher oder physiotherapeutischer Empfehlung erfolgen.
Die Gehstütze muss korrekt eingestellt werden. Ist sie zu hoch, können Schulter und Nacken unnötig belastet werden. Ist sie zu niedrig, führt dies häufig zu einer gebückten Haltung. Zusätzlich spielt die Position des Handgriffs eine entscheidende Rolle, da ein erheblicher Teil der Belastung über Hände und Handgelenke übertragen wird.
Vorteile und Nachteile einer Unterarmgehstütze
Vorteile
- Kann Beine und Gelenke beim Gehen gezielt entlasten.
- Unterstützt die Mobilität nach Verletzungen oder Operationen.
- Viele Modelle lassen sich individuell in der Höhe einstellen.
- Aluminium-Ausführungen sind häufig leicht und dennoch belastbar.
- Mit zwei Gehstützen ist eine stärkere Gewichtsentlastung möglich.
- Ergonomische Griffe können den Komfort bei längerer Nutzung verbessern.
- Ersatzteile wie Gummipuffer sind für viele Modelle erhältlich.
- Unterarmgehstützen benötigen wenig Platz und lassen sich leicht transportieren.
Nachteile
- Bei längerer Nutzung können Hände und Handgelenke belastet werden.
- Falsche Höheneinstellung kann zu ungünstigen Körperhaltungen führen.
- Auf glatten oder nassen Untergründen besteht trotz Gummipuffer Rutschgefahr.
- Treppen und unebene Wege können schwieriger zu bewältigen sein.
- Für Menschen mit stark eingeschränkter Hand- oder Armkraft sind klassische Modelle eventuell ungeeignet.
- Die richtige Gehtechnik muss gegebenenfalls zunächst erlernt werden.
Unterarmgehstützen Bestseller Platz 2 – 4
Welche Arten von Unterarmgehstützen gibt es?
Unterarmgehstützen unterscheiden sich nicht nur im Design, sondern vor allem hinsichtlich Material, Griffgestaltung, Manschette, Belastbarkeit und technischer Ausstattung. Welche Ausführung geeignet ist, hängt stark von der geplanten Nutzungsdauer und den individuellen körperlichen Voraussetzungen ab.
Klassische Unterarmgehstütze aus Aluminium
Die klassische Unterarmgehstütze aus Aluminium ist die am weitesten verbreitete Variante. Sie besteht aus einem stabilen Aluminiumrohr, einem Kunststoffgriff und einer Unterarmmanschette. Im unteren Bereich befindet sich ein austauschbarer Gummipuffer.
Aluminium bietet ein gutes Verhältnis zwischen Gewicht und Stabilität. Dadurch lassen sich die Stützen auch über längere Zeit vergleichsweise angenehm verwenden. Gleichzeitig sind viele Modelle ausreichend belastbar für den normalen Alltag.
Die Höhenverstellung erfolgt meist über einen Druckknopf beziehungsweise Federknopf, der in verschiedene Bohrungen des Rohrs einrastet. Dadurch können die Gehstützen relativ schnell an unterschiedliche Körpergrößen angepasst werden.
Unterarmgehstütze mit ergonomischem Griff
Ergonomische Griffe sind vor allem für Menschen interessant, die ihre Gehstützen über längere Zeit oder regelmäßig verwenden müssen. Ein klassischer gerader Kunststoffgriff verteilt den Druck häufig nur auf einen begrenzten Bereich der Handfläche. Bei längeren Gehstrecken können dadurch Druckstellen oder Schmerzen entstehen.
Ergonomisch geformte Griffe besitzen eine größere Auflagefläche und verteilen das Körpergewicht dadurch gleichmäßiger. Einige Modelle sind speziell für die linke und rechte Hand geformt. Das kann den Komfort verbessern, bedeutet allerdings auch, dass beide Gehstützen nicht beliebig gegeneinander ausgetauscht werden können.
Zusätzliche weiche Auflagen oder Polsterungen können den Komfort weiter erhöhen. Allerdings sollten solche Materialien ausreichend rutschfest sein, damit die Hand auch bei stärkerer Belastung sicher auf dem Griff bleibt.
Unterarmgehstütze mit geschlossener Manschette
Bei vielen Standardmodellen ist die Unterarmmanschette nach vorne geöffnet. Dadurch kann der Arm schnell eingesetzt und wieder herausgenommen werden. Geschlossene beziehungsweise stärker umschließende Manschetten halten die Stütze dagegen enger am Unterarm.
Das kann praktisch sein, wenn die Hand kurzfristig vom Griff genommen werden muss. Die Gehstütze fällt dann nicht sofort auf den Boden. Allerdings darf die Manschette nicht so eng sitzen, dass sie die Bewegung behindert oder unangenehmen Druck verursacht.
Unterarmgehstütze mit beweglicher Manschette
Einige hochwertige Modelle besitzen bewegliche oder flexibel gelagerte Unterarmmanschetten. Diese können sich beim Gehen etwas an die Bewegung des Arms anpassen und dadurch ein natürlicheres Bewegungsgefühl ermöglichen.
Solche Konstruktionen können insbesondere bei längerer Nutzung interessant sein. Allerdings sind sie meist teurer und besitzen mehr bewegliche Bauteile als einfache Standardmodelle.
Leichte Unterarmgehstütze
Das Gewicht einer Gehstütze kann bei längerer Verwendung einen erheblichen Unterschied machen. Besonders leichte Modelle bestehen aus dünnwandigem Aluminium, Carbon oder anderen leichten Werkstoffen.
Carbon-Gehstützen können sehr leicht und gleichzeitig stabil sein. Allerdings liegen ihre Preise meist deutlich über denen klassischer Aluminiumprodukte. Für eine kurze Nutzung nach einer kleineren Verletzung ist dieser Mehrpreis nicht immer erforderlich. Bei dauerhaftem Gebrauch kann ein geringes Gewicht jedoch den Komfort deutlich verbessern.
Unterarmgehstütze mit Federung beziehungsweise Stoßdämpfung
Einige Gehstützen besitzen spezielle Dämpfungselemente im Rohr oder im Griffbereich. Diese sollen Stöße beim Aufsetzen reduzieren und dadurch Hände, Handgelenke, Ellenbogen und Schultern entlasten.
Solche Modelle können insbesondere bei längerer Nutzung oder empfindlichen Gelenken angenehm sein. Allerdings verändert die Federung auch das Gefühl beim Aufsetzen. Manche Menschen bevorzugen deshalb eine starre und sehr direkte Verbindung zum Untergrund.
Unterarmgehstütze für hohe Belastungen
Standardmodelle besitzen eine bestimmte maximale Benutzerbelastung. Für Personen mit höherem Körpergewicht gibt es speziell verstärkte Gehstützen. Diese besitzen beispielsweise stabilere Rohre, besonders robuste Griffe und stärker ausgelegte Verbindungselemente.
Die vom Hersteller angegebene maximale Belastbarkeit sollte keinesfalls überschritten werden. Eine Gehstütze kann bei Überlastung verbiegen oder im schlimmsten Fall plötzlich versagen. Deshalb ist die Belastungsangabe eines der wichtigsten Kaufkriterien.
Unterarmgehstütze für Kinder
Kinder benötigen speziell an ihre Körpergröße angepasste Gehstützen. Erwachsenenmodelle lassen sich häufig nicht ausreichend verkürzen und besitzen zudem größere Griffe und Manschetten.
Kindergehstützen sind entsprechend kürzer und leichter. Häufig sind sie außerdem in auffälligeren Farben erhältlich. Entscheidend bleibt auch hier eine korrekte Einstellung und ein sicherer Umgang mit den Stützen.
Faltbare Unterarmgehstütze
Faltbare beziehungsweise zerlegbare Gehstützen sind vor allem für Reisen oder als Reserve interessant. Sie lassen sich kompakter verstauen und beispielsweise im Auto oder Gepäck transportieren.
Die Gelenk- beziehungsweise Verbindungssysteme müssen jedoch stabil ausgeführt sein. Wer täglich auf eine Gehstütze angewiesen ist, sollte insbesondere auf eine hochwertige Verriegelung achten.
Welche Alternativen gibt es zu einer Unterarmgehstütze?
Gehstock
Ein klassischer Gehstock bietet weniger Unterstützung als eine Unterarmgehstütze, ist dafür leichter und einfacher zu verwenden. Er eignet sich vor allem für Menschen, die lediglich etwas mehr Stabilität benötigen und ihr Körpergewicht nicht in größerem Umfang entlasten müssen.
Bei stärkeren Verletzungen oder wenn ein Bein nur teilweise belastet werden darf, reicht ein einfacher Gehstock häufig nicht aus.
Rollator
Ein Rollator bietet eine deutlich größere Unterstützungsfläche und kann insbesondere für Menschen mit eingeschränktem Gleichgewicht oder reduzierter Ausdauer sinnvoll sein. Durch vier Räder lässt er sich relativ leicht schieben. Viele Modelle verfügen zusätzlich über eine Sitzfläche.
Ein Rollator entlastet jedoch anders als Unterarmgehstützen. Er eignet sich beispielsweise nicht in jeder Situation für eine gezielte vollständige Entlastung eines verletzten Beines.
Achselstützen
Achselstützen werden vor allem in einigen Ländern häufiger verwendet als Unterarmgehstützen. Sie reichen bis unter die Achseln und besitzen zusätzlich einen Handgriff.
Die Belastung sollte dabei nicht dauerhaft auf der Achsel liegen, da dort empfindliche Nerven und Gefäße verlaufen. Die Hauptlast wird auch bei Achselstützen über die Hände getragen. In Deutschland werden für viele Situationen häufiger Unterarmgehstützen eingesetzt.
Gehbock beziehungsweise Gehgestell
Ein Gehgestell bietet eine sehr große Unterstützungsfläche und ist insbesondere für Menschen mit stark eingeschränkter Stabilität geeignet. Klassische Modelle müssen bei jedem Schritt leicht angehoben und nach vorne versetzt werden. Varianten mit Rollen erleichtern die Bewegung.
Gehgestelle benötigen allerdings mehr Platz und sind für Treppen oder enge Bereiche deutlich weniger geeignet als Unterarmgehstützen.
Rollstuhl
Wenn das Gehen vorübergehend oder dauerhaft nicht ausreichend möglich ist, kann ein Rollstuhl eine Alternative darstellen. Dies betrifft beispielsweise Situationen, in denen beide Beine vollständig entlastet werden müssen oder die Nutzung von Gehstützen aufgrund fehlender Armkraft nicht möglich ist.
Welche Mobilitätshilfe im konkreten Fall geeignet ist, sollte bei medizinisch bedingten Einschränkungen mit behandelnden Fachpersonen abgestimmt werden.
Unterarmgehstützen Bestseller Platz 5 – 10
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Beliebte Unterarmgehstützen und Hersteller im Überblick
Unterarmgehstützen werden von unterschiedlichen Herstellern angeboten. Die Produkte unterscheiden sich hinsichtlich Griffsystem, Gewicht, Material, Belastbarkeit und Ausstattung. Die folgende Tabelle dient als Orientierung. Preise können je nach Ausführung, Händler und Stückzahl variieren.
| Name | Marke | Ungefährer Preis | Kurze Beschreibung |
|---|---|---|---|
| Ergonomic Unterarmgehstütze | Kowsky | ca. 20 bis 50 Euro pro Paar | Leichte Aluminium-Gehstütze mit höhenverstellbarer Konstruktion und je nach Variante ergonomisch gestaltetem Griff. |
| Soft Step Unterarmgehstütze | Ossenberg | ca. 25 bis 60 Euro pro Paar | Unterarmgehstütze mit komfortorientierter Griffgestaltung und verschiedenen Einstellmöglichkeiten. |
| Evolution Unterarmgehstütze | FDI | ca. 40 bis 80 Euro pro Paar | Modern gestaltete Gehstütze mit ergonomischer Form und leichter Konstruktion für regelmäßige Nutzung. |
| Unterarmgehstütze Standard | Rebotec | ca. 20 bis 45 Euro pro Paar | Klassische höhenverstellbare Aluminium-Gehstütze für den alltäglichen Einsatz. |
| Unterarmgehstütze mit ergonomischem Griff | Gastrock | ca. 30 bis 70 Euro pro Paar | Gehstütze mit komfortabler Griffgestaltung und verschiedenen Ausführungen für unterschiedliche Anforderungen. |
Worauf sollte man beim Kauf einer Unterarmgehstütze achten?
Passende Höhe
Die korrekte Höhe ist entscheidend für eine sichere und möglichst ergonomische Nutzung. Die meisten Gehstützen besitzen deshalb eine mehrstufige Höhenverstellung.
Als grobe Orientierung sollte sich der Handgriff bei aufrechter Körperhaltung ungefähr auf Höhe des Handgelenks befinden, wenn die Arme locker nach unten hängen. Beim Greifen des Handgriffs bleibt der Ellenbogen leicht gebeugt. Die exakte Einstellung kann jedoch abhängig von der individuellen Situation variieren.
Besonders nach Operationen oder bei ärztlich vorgegebener Teilbelastung sollte die Einstellung gemeinsam mit Physiotherapie oder medizinischem Fachpersonal überprüft werden.
Belastbarkeit
Jede Unterarmgehstütze besitzt eine vom Hersteller angegebene maximale Belastbarkeit. Diese sollte ausreichend oberhalb beziehungsweise mindestens auf Höhe des Benutzergewichts liegen.
Bei höherem Körpergewicht sind spezielle verstärkte Modelle erhältlich. Eine Überschreitung der angegebenen Belastungsgrenze kann die Sicherheit erheblich beeinträchtigen.
Material
Aluminium ist das typische Material für moderne Unterarmgehstützen. Es ist relativ leicht, stabil und korrosionsbeständig. Stahl ist schwerer, kann aber bei bestimmten Spezialmodellen eingesetzt werden.
Carbon wird bei besonders leichten und hochwertigen Gehstützen verwendet. Das geringe Gewicht kann vor allem bei dauerhafter Nutzung angenehm sein. Allerdings sind Carbonmodelle meist deutlich teurer.
Griff
Der Griff ist einer der wichtigsten Komfortfaktoren. Bei jedem Schritt wird ein Teil des Körpergewichts über die Hände übertragen. Harte oder schlecht geformte Griffe können deshalb insbesondere bei längerer Nutzung zu Schmerzen führen.
Ergonomische Griffe verteilen die Belastung auf eine größere Fläche. Weiche Griffauflagen können zusätzlich komfortabel sein. Gleichzeitig sollte die Oberfläche ausreichend rutschfest bleiben.
Unterarmmanschette
Die Manschette sollte den Unterarm sicher führen, ohne einzuengen. Zu enge Manschetten können Druckstellen verursachen, während zu weite Modelle weniger Führung bieten.
Bei einigen Gehstützen lässt sich die Manschettenhöhe oder -weite einstellen. Dies kann bei längerfristiger Nutzung einen zusätzlichen Vorteil darstellen.
Gummipuffer
Der Gummipuffer am unteren Ende hat entscheidenden Einfluss auf die Bodenhaftung. Ein abgenutzter Puffer kann deutlich rutschiger sein und sollte rechtzeitig ausgetauscht werden.
Bei Ersatzteilen muss der Durchmesser zum Rohr der Gehstütze passen. Einige Hersteller bieten besonders breite oder flexibel gelagerte Puffer an, die einen größeren Bodenkontakt ermöglichen.
Gewicht
Bei einer kurzen Nutzung über wenige Tage spielt das Gewicht möglicherweise nur eine geringe Rolle. Wer über Wochen, Monate oder dauerhaft auf Gehstützen angewiesen ist, kann dagegen von besonders leichten Modellen profitieren.
Bei jedem Schritt werden die Gehstützen angehoben und nach vorne gesetzt. Bereits ein kleiner Gewichtsunterschied kann sich deshalb bei längeren Strecken bemerkbar machen.
Geräuschentwicklung
Einige Gehstützen verursachen beim Aufsetzen oder durch geringes Spiel in der Höhenverstellung Klappergeräusche. Hochwertige Verbindungssysteme und gut passende Gummipuffer können die Geräuschentwicklung reduzieren.
Für die Sicherheit ist jedoch wichtiger, dass alle Teile fest sitzen und keine beschädigten Komponenten vorhanden sind.
Links- und Rechtshänder-Ausführung
Bei symmetrischen Standardgriffen spielt die Seite häufig keine Rolle. Ergonomisch geformte Griffe können dagegen speziell für die rechte oder linke Hand konstruiert sein.
Wer zwei Gehstützen kauft, sollte deshalb darauf achten, dass ein passendes Paar geliefert wird.
Wie stellt man eine Unterarmgehstütze richtig ein?
Vor der ersten Verwendung sollte die Gehstütze an die Körpergröße angepasst werden. Dazu wird die Stütze auf einen ebenen Untergrund gestellt und die Länge des Rohrs über die vorhandenen Raststufen eingestellt.
Der Benutzer sollte aufrecht stehen und die Schulter möglichst entspannt halten. Der Handgriff sollte so positioniert sein, dass der Ellenbogen beim Greifen leicht gebeugt bleibt. Eine stark gebeugte oder vollständig gestreckte Armhaltung ist normalerweise ungünstig.
Bei manchen Modellen kann zusätzlich die Position der Unterarmmanschette verstellt werden. Diese sollte den Unterarm stabil führen, ohne direkt in die Ellenbogenbeuge zu drücken.
Nach jeder Höhenverstellung muss überprüft werden, ob der Rastknopf vollständig eingerastet ist. Eine nicht korrekt verriegelte Stütze kann sich unter Belastung plötzlich verkürzen.
Bei Unsicherheit über die richtige Einstellung sollte eine Physiotherapeutin, ein Physiotherapeut, Sanitätshaus oder eine andere qualifizierte Fachperson die Einstellung überprüfen.
Wie verwendet man Unterarmgehstützen richtig?
Die richtige Gehtechnik hängt davon ab, wie stark ein Bein belastet werden darf. Bei vollständiger Entlastung wird das betroffene Bein beispielsweise nicht mit dem Körpergewicht belastet. Bei Teilbelastung darf eine festgelegte Last aufgesetzt werden. Solche Vorgaben sollten unbedingt eingehalten werden.
Bei zwei Gehstützen werden beide Stützen typischerweise gemeinsam oder entsprechend der erlernten Gangtechnik nach vorne gesetzt. Danach folgt das betroffene Bein beziehungsweise die entsprechende Gewichtsverlagerung.
Bei einer einzelnen Gehstütze wird diese häufig auf der gegenüberliegenden Seite des beeinträchtigten Beins verwendet. Dadurch lässt sich die natürliche Gegenbewegung von Arm und Bein nutzen. Auch dies kann je nach Krankheitsbild variieren.
Treppen stellen eine besondere Herausforderung dar. Die genaue Technik sollte idealerweise unter Anleitung geübt werden. Improvisiertes Vorgehen auf Treppen kann zu Stürzen führen.
Pflege und Wartung einer Unterarmgehstütze
Unterarmgehstützen benötigen nur wenig Pflege, sollten aber regelmäßig auf Beschädigungen überprüft werden. Besonders wichtig sind Gummipuffer, Höhenverstellung, Griff und Manschette.
Der Gummipuffer verschleißt abhängig von Untergrund und Nutzungsintensität. Ist das Profil stark abgenutzt, zeigt der Gummi Risse oder wirkt er verhärtet, sollte er ersetzt werden.
Auch das Aluminiumrohr sollte auf Verformungen oder Risse kontrolliert werden. Eine verbogene Gehstütze darf nicht einfach zurückgebogen und weiterverwendet werden, da das Material dabei geschwächt werden kann.
Griffe und Kunststoffteile können mit einem geeigneten feuchten Tuch gereinigt werden. Aggressive Reinigungsmittel sollten vermieden werden, wenn der Hersteller sie nicht ausdrücklich erlaubt.
Sicherheit bei Regen, Schnee und glatten Böden
Gummipuffer bieten auf trockenen Böden normalerweise eine gute Haftung. Auf nassen Fliesen, glatten Steinplatten, Eis oder Schnee kann die Haftung jedoch deutlich abnehmen.
Für winterliche Bedingungen gibt es spezielle Zubehörteile wie Eisspitzen beziehungsweise Eiskrallen. Diese werden an der Gehstütze befestigt und können bei Schnee oder Eis zusätzlichen Halt bieten. In Innenräumen müssen solche Spitzen jedoch hochgeklappt oder entfernt werden, da Metallspitzen auf glatten Böden wiederum rutschen und den Boden beschädigen können.
Auch mit Zubehör sollte auf rutschigem Untergrund vorsichtig gegangen werden. Eine Gehstütze kann nicht jede Rutschgefahr vollständig ausgleichen.
FAQ – häufige Fragen zur Unterarmgehstütze
Wie hoch muss eine Unterarmgehstütze eingestellt sein?
Der Handgriff sollte bei aufrechter Haltung ungefähr auf Höhe des Handgelenks liegen, sodass der Ellenbogen beim Greifen leicht gebeugt ist. Die genaue Einstellung hängt jedoch von Körperbau, Verletzung und geplanter Gehweise ab. Bei medizinischer Nutzung ist eine professionelle Einstellung besonders empfehlenswert.
Benötigt man eine oder zwei Unterarmgehstützen?
Das hängt davon ab, wie stark ein Bein entlastet werden muss. Nach vielen Verletzungen oder Operationen werden zunächst zwei Gehstützen verwendet. Bei geringerer Einschränkung oder während der späteren Rehabilitation kann eventuell auf eine einzelne Stütze gewechselt werden. Die Entscheidung sollte nach medizinischer beziehungsweise physiotherapeutischer Empfehlung erfolgen.
Auf welcher Seite benutzt man eine einzelne Gehstütze?
Eine einzelne Gehstütze wird häufig auf der gegenüberliegenden Seite des beeinträchtigten Beins verwendet. Dadurch können Bewegungsablauf und Gewichtsverlagerung unterstützt werden. Bei speziellen Erkrankungen kann jedoch eine andere Anwendung sinnvoll sein. Deshalb sollten individuelle Vorgaben beachtet werden.
Wie lange halten Unterarmgehstützen?
Die Lebensdauer hängt von Nutzungsdauer, Belastung und Produktqualität ab. Das Metallrohr kann bei sachgemäßer Verwendung sehr lange halten. Verschleißteile wie Gummipuffer müssen dagegen regelmäßig ersetzt werden. Bei sichtbaren Schäden, Verformungen oder lockeren Verbindungselementen sollte die Stütze nicht weiterverwendet werden, bevor ihre Sicherheit geprüft wurde.
Wann muss der Gummipuffer gewechselt werden?
Der Gummipuffer sollte ersetzt werden, sobald das Profil stark abgenutzt ist, Risse entstehen oder die Unterseite deutlich glatt wird. Ein verschlissener Puffer kann die Rutschgefahr erhöhen. Wer seine Gehstützen täglich benutzt, sollte den Zustand regelmäßig kontrollieren.
Sind ergonomische Griffe sinnvoll?
Bei längerer oder dauerhafter Nutzung können ergonomische Griffe einen deutlichen Komfortvorteil bieten. Sie verteilen die Belastung über eine größere Fläche der Hand und können dadurch Druckstellen reduzieren. Ob ein bestimmter Griff angenehm ist, hängt allerdings von Handgröße und individueller Anatomie ab.
Kann man mit Unterarmgehstützen Treppen steigen?
Grundsätzlich ist das möglich, allerdings ist eine korrekte Technik besonders wichtig. Je nach Belastungsvorgabe und Vorhandensein eines Handlaufs gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen. Die Technik sollte idealerweise mit Physiotherapie oder medizinischem Fachpersonal geübt werden, bevor Treppen allein bewältigt werden.
Kann man Unterarmgehstützen im Winter benutzen?
Ja, allerdings erhöht Eis und Schnee die Rutschgefahr erheblich. Spezielle Eisspitzen beziehungsweise Eiskrallen können zusätzlichen Halt bieten. Sie müssen für die jeweilige Gehstütze geeignet und sicher befestigt sein. Auf glatten Innenraumböden dürfen ausgeklappte Metallspitzen normalerweise nicht verwendet werden.
Was ist besser: Gehstock oder Unterarmgehstütze?
Ein Gehstock eignet sich vor allem für leichte Gleichgewichtsprobleme und geringe Unterstützung. Eine Unterarmgehstütze ermöglicht eine stärkere Entlastung und eine deutlich größere Gewichtsübertragung über den Arm. Welche Variante geeignet ist, hängt vom individuellen Mobilitätsproblem ab.
Kann man eine Unterarmgehstütze selbst kürzen?
Bei höhenverstellbaren Modellen sollte ausschließlich die vorgesehene Höhenverstellung genutzt werden. Eigenmächtiges Absägen oder Verändern kann die Stabilität beeinträchtigen und sollte vermieden werden. Wenn eine Stütze selbst in der niedrigsten Einstellung zu hoch ist, ist ein kürzeres Modell beziehungsweise eine spezielle Kinder- oder Kurzgröße sinnvoller.
Unterarmgehstütze Test bei Stiftung Warentest & Co
| Stiftung Warentest | Unterarmgehstütze Test bei test.de |
| Öko-Test | Unterarmgehstütze Test bei Öko-Test |
| Konsument.at | Unterarmgehstütze bei konsument.at |
| gutefrage.net | Unterarmgehstütze bei Gutefrage.de |
| Youtube.com | Unterarmgehstütze bei Youtube.com |
Unterarmgehstütze Testsieger
Stiftung Warentest ist bekannt dafür, eine Vielzahl an Produkte einem genauen Test zu unterziehen. Unterarmgehstützen wurden bisher noch nicht getestet, so dass wir Ihnen keinen Unterarmgehstütze Testsieger präsentieren können.
Unterarmgehstütze Stiftung Warentest
Leider ist uns momentan kein Unterarmgehstütze Stiftung Warentest Sieger bekannt.
Fazit zur Unterarmgehstütze
Eine Unterarmgehstütze kann bei vorübergehenden oder dauerhaften Einschränkungen der Gehfähigkeit eine wichtige Unterstützung darstellen. Sie ermöglicht eine gezielte Entlastung eines Beins, verbessert die Stabilität beim Gehen und kann dazu beitragen, trotz Verletzung, Operation oder Erkrankung mobil zu bleiben. Besonders verbreitet sind leichte Aluminiumgehstützen mit höhenverstellbarem Rohr, Handgriff und Unterarmmanschette.
Bei der Auswahl sollten insbesondere passende Höhe, Belastbarkeit, Griffgestaltung und Gewicht berücksichtigt werden. Wer Gehstützen nur für einen kurzen Zeitraum benötigt, kommt häufig mit einem soliden Standardmodell gut zurecht. Bei längerer oder dauerhafter Verwendung können ergonomische Griffe, besonders leichte Materialien oder zusätzliche Dämpfungselemente den Komfort deutlich verbessern.
Entscheidend für eine sichere Nutzung ist die richtige Einstellung. Der Handgriff muss zur Körpergröße passen und der Ellenbogen sollte beim Greifen leicht gebeugt sein. Ebenso wichtig ist die regelmäßige Kontrolle des Gummipuffers. Eine abgenutzte oder beschädigte Gummikappe kann die Bodenhaftung deutlich verschlechtern und sollte deshalb rechtzeitig ersetzt werden.
Da Unterarmgehstützen häufig im Zusammenhang mit Verletzungen, Operationen oder Erkrankungen verwendet werden, sollte auch die korrekte Gehtechnik nicht unterschätzt werden. Wie stark ein Bein belastet werden darf, ob eine oder zwei Stützen notwendig sind und wie Treppen sicher bewältigt werden, hängt von der jeweiligen medizinischen Situation ab. Werden Stützen passend ausgewählt, korrekt eingestellt und sachgerecht verwendet, können sie jedoch eine zuverlässige, einfache und flexible Unterstützung im Alltag bieten.
Zuletzt Aktualisiert am 13.09.2026
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